Die Streamingwars toben schon länger, Sport war dabei immer eher ein Nebenschauplatz, auf den aber immer wieder Dienste lauerten. Nun war es am Montag plötzlich so weit: Amazon Prime zeigte das Geisterspiel der Bundesliga. Das Ganze war recht spontan, das merkte man auch an der leicht hakeligen Produktion. Dazu passt auch die Meldung, dass der Streamingmarkt in Deutschland inzwischen so groß ist, wie der für Pay-TV.
Apple hat „BBC factual controller“ Alison Kirkham zu sich in die Firma geholt. Bei der BBC war sie zum Beispiel für „Planet Earth II”, “Blue Planet II,” “Hospital,” und ”Muslims Like Us” verantwortlich. Apple will wohl mit ihrer Hilfe sein Doku-Game verbessern.
Ein Paukenschlag kommt hier rein, kurz bevor ich den Newsletter verschicken will: Spotify hat einen Exklusivdeal mit Joe Rogan ausgehandelt, so dass der Podcast in Zukunft exklusiv auf der Plattform sein soll. Das ist deshalb besonders, weil Joe Rogan wohl der mit Abstand größte Podcast in den USA ist – und vor allem der größte, der bislang nicht auf Spotify verfügbar war. Das könnte der letzte entscheidende Deal gewesen sein, um die vorherrschende Podcast-Plattform zu werden. Los gehts es mit neuen Folgen am 1. September 2020. Und wer jetzt gar nicht weiß, wer Joe Rogan ist: Das ist der, bei dem Elon Musk den Joint geraucht hat.
Spotify startet Kids-App in Deutschland und testet Video-Podcasts
Spotify bringt seine Kids-App nun auch nach Deutschland. Darüber sollen Kinder redaktionell ausgewählte Musikstücke und Hörspiele hören können. Voraussetzung ist ein Familien-Premium Account. Außerdem probiert sich Spotify mal wieder an Video-Podcasts. Gefühlt gibt es die Meldung alle halbe Jahr mal, dass Spotify jetzt auch in Video einsteigt.
Apple will seinen Apple News+ Dienst erweitern und die Artikel einsprechen lassen, um so Audioversionen verfügbar zu machen. Das erinnert an den New York Times Deal vor ein paar Wochen, die sich Audm gekauft haben. Ein Dienst der ganz ähnlich funktioniert. Das Problem für Apple: Bislang sind die Publisher nicht sehr zufrieden mit dem Umsatz den Apple News+ für sie generiert – und nun will Apple noch mehr Rechte.
Kevin Mayer war bislang der Streaming-Chef von Disney – und verlässt den Konzern nun. Kurz nach dem weltweiten Launch und während die Maus gerade vor finanziellen Schwierigkeiten steht. Er ist wohl nicht froh darüber, dass er beim CEO-Posten übergangen wurde. Nun hat er von TikTok diesen Posten bekommen und zwar als USA Chef. Dahinter könnte auch die Idee stehen, nicht immer nur vor dem Hintergrund einer chinesische Übermacht wahrgenommen werden.
Ich war bei den Rocket Beats zu Gast und habe mit ihnen über Community Management gesprochen. Und wo könnte man das besser, als bei den RocketBeans, die auf ihrer Community gleich einen ganzen Fernsehsender aufgebaut haben. Wir sprechen über den Umgang mit Trollen und wie gute Communitypflege geht.
Wir hatten ja hier über die Verschiebung von Kino hinzu Streamingdienst gesprochen. Unter anderem hat Universal die Troll World Tours statt ins Kino direkt zum digitalen Leihen für 19,99$ angeboten – und damit rund 100 Millionen $ erlöst. Nicht viel weniger als beim vorherigen Teil über die Kinokassen. Diesen Erfolg feiert man bei Universal – zum Ärger der Kinobetreiber. Deshalb hat AMC, die größte Kinokette der Welt, nun angekündigt, vorerst keine Universal Filme zeigen zu wollen. Gut, genau genommen zeigt man gerade gar keine Filme.
Bis zum Sommer will ProSieben seinen alten Streamingdienst Maxdome komplett eingestellt haben. Alle bestehenden Abonnenten sollen schon zu Joyn+ umgezogen worden sein. Schließlich ist das das Pferd, auf das man nun setzt. Wenn ich die letzten Umfragen noch richtig im Kopf habe, hat Maxdome durch die lange Präsenz noch eine wesentlich höhere Markenbekanntheit.
Wieviele Podcasts gibt es? Spotify und iTunes listen nun jeweils über 1 Millionen Podcasts in ihren Verzeichnissen. Bei Spotify waren es im März noch nur 700.000. Die meisten neuen Podcasts sollen mithilfe der hauseigenen Anchor-App erstellt worden sein.
Ausserdem lesen einige Stars das erste Harry Potter als Hörbuch ein und Spotify hat sich die Rechte gesichert.
Hörtipp: Der Corona Bier Podcast 🎧
Es gab ja schon alle Corona Podcasts, nur noch keinen zum gleichnamigen Bier.
Also haben wir in der neuen Folge Gucken & Trinken über Corona-Bier und den Film Desperado gesprochen. Außerdem planen wir als nächstes eine Live & Remote Ausgabe. Wer also mit uns am Freitag, den 8.5., einen Scotch & Soda trinken und über „The Great Gatsby“ plaudern möchte, ist herzlich eingeladen.
Gamingstreamer exklusiv zu verpflichten ist gerade schick. Wir erinnern uns an Ninja und Mixer. Nun hat YouTube PewDiePie exklusiv an die eigenen Livestream-Möglichkeiten gekettet. YouTube geht es finanziell noch ganz gut. Zumindest hat man in Q1 4 Milliarden Dollar eingenommen und damit 33% mehr als im Vorjahr. Allerdings sind wohl im März die Werbebuchungen dann kolossal eingebrochen.
Deutsche Rapper geben Konzerte in Autokinos, Travis Scott in Fortnite. Und über 12 ,3 Millionen Spieler sahen ihm gleichzeitig dabei zu – und da man das Spektakel wiederholte, kamen insgesamt 28 Millionen Menschen in den Genuss. Aus einem Konzert wurde dabei eher eine Art voll interaktives Musikvideo.
Daniel Radcliff und andere Schauspieler*innen der Harry-Potter-Reihe, so wie weitere bekannte Stars lesen ab jetzt wöchentlich jeweils ein Kapitel aus J.K. Rowlings erstem Harry Potter Band “Harry Potter And The Philosopher’s Stone” per Video vor.
Den heutigen Start der Leserunde des ersten Buchs übernimmt der Star der Harry-Potter-Filme, Daniel Radcliffe, mit dem ersten Kapitel “The Boy Who Lived”. Bis Ende Juni erscheinen im wöchentlichen Rhythmus die insgesamt 17 Kapitel mit Stimmen von bekannten Größen wie Stephen Fry, David Beckham, Dakota Fanning, Hermine-Theaterdarstellerin Noma Dumezweni sowie Eddie Redmayne, dem Star der “Phantastische Tierwesen”-Filmreihe. Die Hörer*innen können sich auf spannende, liebevolle Geschichten rund um Freundschaft, Familie und aufregende Abenteuer freuen. Die Lesereihe findet im Rahmen der “Harry Potter At Home”-Kampagne statt. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Initiativen, die Familien in Zeiten der Coronapandemie und Kontaktbeschränkungen die magische Welt von Harry Potter nach Hause bringen möchte.
Ein kostenloses Harry Potter Hörbuch mit Starstimmen
Die Videos der Lesungen finden sich jeweils auf Wizardingworld.com, dem früheren Pottermore. Außerdem hat sich Spotify die exklusiven Audiorechte an den Lösungen gesichert und veröffentlicht sie als Podcast. So entsteht nach und nach ein kostenloses Harry Potter Hörbuch vom ersten Band.
Netflix und Corona: Streamingdienst sammelt 15 Millionen neue Abonnenten im 1. Quartal 2020
Der Streaming-Dienst gewinnt im 1. Quartal weltweit 15,8 Mio Abonnenten hinzu. Gerechnet hatte man in dem Zeitraum nur mit rund 7 Mio Abonnenten. Die meisten davon kamen aber in der zweiten März-Hälfte dazu, also pünktlich zum Corona-Lockdown. Damit hat Netflix weltweit nun rund 183 Mio Nutzer. Deswegen glaubt man aber auch jetzt in Zukunft langsamer zu wachsen. Da wegen der Corona Pandemie aber auch viele Produktionen brach liegen, gibt Netflix gleichzeitig nicht so viel Geld aus: Und beendet das Quartal zum ersten Mal mit einem Positiven Cashflow.
Kurz zuvor ist der eigene Aktienwert auf über 188 Milliarden $ gestiegen und überholte damit kurzzeitig sogar Disney.
Bob Iger dachte, er kann sich endlich zur Ruhe setzen. Mit dem Start von Disney+, dem Ankauf von Fox, Star Wars und Marvel unter der Haube, war der Konzern doch eigentlich für die Zukunft gerüstet. Doch dann kam Covid-19 und stürzte den Konzern in eine Krise. Und deswegen muss Bob Iger weiter Hand anlegen, anstatt in seiner neuen Rolle als Executive Chairman eher in den Hintergrund zu treten. So schreibt es die NYtimes auf in einem Porträt über „Hollywood’s nicest C.E.O.“
Netflix und Corona die Zweite: Es geht Netflix sogar so gut, dass sie jetzt Inhalte verschenken. Damit will Netflix etwas für die Bildung tun und da die Schulen geschlossen sind hat sich der Streamingigant entschieden, einige Dokus in voller Länge auf YouTube zu stellen. Darunter die komplette Our Planet Reihe, den Oscar-Gewinner Period. End of Sentence. oder die erste Staffel von Abstract – The Art of Design.
FYEO steht in den Startlöchern, Podimo startet Premiumzugang
FYEO, die Antwort von ProSiebenSat1 auf AudioNow, steht in den Startlöchern. Doch man will nicht einfach nur Podcasts bieten, sondern „Audio-Blockbuster, also Kino-Formate für die Ohren“. Dafür hat man Schauspieler wie Heike Makatsch oder Peter Lohmeyer an Board. Insgesamt 18 Originals soll es zum Start geben. Konkret verraten wird schon eine Dokureihe mit der SZ über den NSU und eine Partnerschaft mit der dpa für das Fußball-Format Mein Liebe, mein Verein. 4,99 € soll der Zugang dazu dann kosten. Man verspricht sich außerdem Mehrwert durch die Zusammenarbeit mit der hauseignen Influencerbude Studio71 und dem bestehenden Podcastlabel „Podcast Factory“, die zum Beispiel Alle Wege führen Nach Ruhm produzieren.
Währenddessen hat Podimo sein Premium Zugang bereits gestartet. Hier bekommt man für 4,99 über 50 exklusive Formate.
Spotify lässt für Künstler spenden und bringt Podcast Ads nach Deutschland
Spotify lässt Künstler jetzt auf ihrem Artist Profil eine Spendenseite hinterlegen. So können Künstler in UK und den USA Geld von ihren Fans über GofundMe oder Paypal einsammeln.
Und die Podcast Ads über die wir hier schon gesprochen haben, sind nun auch in Deutschland verfügbar. Im dem Ad Studio liegt der Fokus auf einer Targeting nach Hörer-Interessen, nicht auf einzelnen Podcasts. Die Ads werden dann „dynamisch“ in die Podcasts eingefügt.
Hörtipp: Und täglich grüßt das Murmeltier ein Glas Wermut 🎧
Jeder Tag fühlt sich gleich an. Was soll man schon machen, wenn der Tagesablauf sich immer wiederholt? Haben wir uns gedacht und deshalb unseren Filmpodcast Gucken & Trinken wiederbelebt. Denn sind wir mal ehrlich: Viel anderes als Filme gucken und dabei trinken kann man zur Zeit eh nicht tun. Passender Weise haben wir uns in der neuen Folge Und täglich grüßt das Murmeltier angeschaut.
Öffentlich-Rechtliche hängen Privatsender bei Social Media ab
Den Öffentlich-Rechtlichen wird ja gerne vorgeworfen, die jungen Zuschauer nicht mehr zu erreichen. Das gilt vielleicht fürs klassische Fernsehen, aber nicht für Social Media. Hier hängen die Tagesschau und das ZDF die Privatsender ab, wie ein Monitoring von Storyclash zeigt.
Einige große YouTuber sind dem Aufruf von Hank Green gefolgt und haben ihre normalerweise gut gehüteten TKPs auf ihre YouTube-Videos verraten. Das sind die Preise zu denen YouTube Werbung in den Kanälen an Werbertreibende verkauft. Das heißt anhand derer lässt sich auch ungefähr hochrechnend, was ein YouTuber mit der Plattform verdient.
Grund für die Transparenz: Bei vielen sind seit Corona die Preise massiv gesunken, teils über 20%.
Wir alle haben in den letzten Jahren unsere Heimkinos hochgerüstet, neuere Technik, besserer Sound, Smarte Anschlüsse, ja,auch ich habe mir sogar wieder einen TV ins Wohnzimmer gehängt. Was gefehlt hat, waren die Filme, die gerade im Kino liefen. Die kamen natürlich immer noch zuerst ins Kino. Nun, aufgrund der Corona-Krise, kommt nicht nur die Produktion ins Stocken, sondern auch die Verwertungskette durcheinander. Im Kino läuft nämlich gar nichts mehr. Etliche Blockbuster wurden verschoben, James Bond in den Winter, Fast and Furious auf nächsten Frühling. Einige andere finden aber den Weg dadurch schon früher direkt in die Heimkinos. So hat Universal Trolls World Tour, The Hunt und Emmaon Demand verfügbar gemacht. Disney den neuen Pixar-Film Onward früher zum Download bereitstellen.
Die Känguru-Chroniken jetzt streamen
Und XFilme hat den Film „Die Känguru-Chroniken“ früher zum Streaming auf den digitalen Heimmarkt geworfen und damit die Filmförderungsregeln missachtet. Einen generellen Strategiewechsel will man darunter aber bei keinem der Studios verstanden wissen, es geht wohl eher um Schadensbegrenzung.
Man verzeihe mir den launischen Einstieg, denn tatsächlich geht es bei vielen Kinos und Filmschaffende um Existenz. Ein konkreter Vorschlag ist da #hilfdeinemkino. Hier kann man sich die Spots anschauen, die normalerweise im Kino gelaufen wären, so dass die Betreiber trotzdem das Geld bekommen. Oder man spendet direkt.
Disney+ ist endlich auch in Deutschland und Europa gestartet. Wirklich belastbare Zahlen zum Erfolg hierzulande gibt es noch nicht. Weltweit freut man sich jetzt über 50 Millionen Abonnenten. Das liegt deutlich über dem, was Analysten geschätzt hatten und ist fast eine Verdopplung seit Februar (28,6 Millionen). Hier dürfte die Pandemie geholfen haben. Ob es allerdings die Verluste von Disney insgesamt ausgleichen kann, ist fraglich: Disney hat ungefähr $70 Milliarden an Marktkapitalisierung seit Anfang Februar verloren.
Apple macht einige Apple TV+ Show kostenlos abrufbar und schließt Deal mit Amazon
Apple hat den Launch von Disney+ in seinem eigenen App-Store erstaunlich groß gefeatured. Aber immer mit dem Hinweis, dass Disney+ auch komplett über die „Apple TV-App“ nutzbar ist. Mit der Apple TV-App kann ich theoretisch unterschiedliche TV- und Streaming-Angebote nutzen – und natürlich ist sie auch das Tor zu Apple TV+. Wer neu in der Apple TV-App ist, ist Amazon Prime, hier wurde wohl ein Deal geschlossen, den Dienst zu integrieren. Im Gegenzug können Prime-Kunden nun auch direkt aus der App Filme von Amazon leihen, an Apples In App-Kauf und damit der eigentlich fälligen 30% Provision vorbei. Und um noch mehr Menschen zu Apple TV+ zu locken, hat Apple nun einige Shows kostenlos in eben jener App verfügbar gemacht.
Quibi – 400 Millionen Marketing Dollar zur falschen Zeit
Quibi ist nun gestartet, der mit über 1 Milliarde $ ausgestatte Kurz-Streamingdienst mit Jeffrey Katzenberg im Hintergrund. Der Launch hat sich vor allem auf die USA konzentriert, allerdings kann man sich die App auch hierzulande herunterladen. Aber die App kommt vollständig zur falschen Zeit. Mit 10 Minuten Folgen zieht man klar auf ein Streamingerlebnis für unterwegs – blöd nur, dass gerade niemand unterwegs ist. Und so zielt die App leider ins Leere – auch inhaltlich sind da zwar große Namen an Bord, aber nichts von dem man jetzt denkt – müsste man sehen. Deswegen bleibe ich bei dem, was ich als erstes über Quibi geschrieben habe: „Nur damit ihr schonmal davon gehört habt, bevor es floppt.“
Die New York Times hat nun im Audio Bereich zugeschlagen. Vorerst nicht bei Serial Productions, sondern bei AudM, einem Abo-Dienst, der die großen Feature-Stories von Magazinen, wie The Atlantice, New York etc. vertont.
Mittlerweile gibt es unendliche Corona-Podcasts, vielleicht sogar mehr als Hörer. Denn in Zeiten von Lockdown und HomeOffice gehen die Hörerzahlen auf vielen Plattformen zurück, den Menschen fehlt ihr tägliches Pendeln zum Hören.
Reply All ist unter Podcast Nerds nun wirklich kein Geheimtipp. Dennoch ist ihre Folge „The Case of the Missing Hit“ absolut hörenswert. Der Guardian fragt sich sogar: „Could this be the best podcast episode ever?“ Der Über Podcast des DLF widmet sich außerdem in seiner neuen Folge den Produzenten von Podcasts, unter anderem sprechen sie mit dem Produzenten von Reply All Tim Howard über die Folge. Außerdem kommt Maria Lorenz zu Wort, die Alles gesagt? und viele weiter Podcasts produziert. BTW: Ist es nicht schön, dass in Deutschland das Gesicht dieser Podcast-Revolution eine coole Frau ist und kein Venture Capital-Bro?
Gemeinsam durch die Feeds Scrollen: Instagram startet Co-Watching
Instagram launch ein Feature, damit man auch trotz Social Distancing mit der/ dem beste*n Freund *in stalken und lästern kann: So kann man jetzt bei einem Videacall über die Plattform gemeinsam durch den Feed scrollen
YouTube arbeitet mit „Shorts“ wohl an einem eigenen TikTok-Klon. Man glaubt durch die eigenen Musiklizenzen noch einen Vorteil gegenüber der chinesischen Erfolgsapp zu haben.
Facebook hat in seiner Gaming Plattform „Tournaments“ gelaucht. Damit sollen Spieler virtuellen Wettbewerbe organisieren, ausrichten und streamen können. Wenn auch sonst alle Sportveranstaltungen abgesagt sind, eSport läuft weiter.
So, das war länger, aber es gab ja auch eine Menge, auf zu holen. Ich gehöre glücklicherweise zu denen, bei denen die Arbeit durch Corona eher zu als abgenommen hat. Daher verzeiht mir die Verzögerung.
Seit dem 1. November ist Apple TV+ nun am Start. Doch wie viele nutzen den Streamingdienst aus Cupertino? Dazu gibt es sehr unterschiedliche Schätzungen. Ein Analyst im Wall Street Journal taxiert die Abos auf 33,4 Millionen alleine in den USA. Ein anderer Analyst schätzt dagegen, dass bisher weniger als 10% der Nutzer ihr kostenloses Jahr Apple TV+ angetreten haben, das man zu fast jedem neuen Apple Device dazubekommt. Das würde bedeuten, dass Apple bislang weniger als 10 Millionen Abonnenten hat. Disney+ hatte in den USA schon am ersten Tag 10 Millionen Abonnenten eingesammelt.
Erst TikTok, dann Podcasts – Die Tagesschau macht auch jeden Trend mit. Mit „mal angenommen“ werden bestimmten Themen und Thesen in die Zukunft projiziert und die Korrespondenten versuchen die Folgen abzuwägen. Also beispielsweise was wäre, wenn wir alle nur noch Elektroautos fahren würden oder wenn alle junge Menschen ein Jahr freiwillige Arbeit leisten würden.
Alex Blumberg trägt mit seinem Startup Podcast und dem anschließenden Verkauf seiner Firma Gimlet an Spotify eine große Mitschuld an der aktuellen Goldgräber-Stimmung rund um Podcasts. Das kommt aber nicht von ungefähr: Blumberg hat bei This American Life Audiogeschichten gelernt und hat ein hervorragendes Gespür für gutes Tape. Nun hat er die Gimlet Academy veröffentlicht. Eine 6-teilige Reihe, mit der wohl auch intern neuen Mitarbeitern das Podcast machen beigebracht wurde.
Youtube ist für Alphabet ein 15 Milliarden $ Business
15 Milliarden Dollar bringt YouTube der Google-Mutter Alphabet im Jahr ein. Das ist vor allem deshalb interessant, weil es das erste Mal ist, dass wir Umsatzzahlen zu Youtube erfahren. Damit macht YouTube nur etwas ein Fünftel von dem, was Facebook einbringt, aber ungefähr 6x so viel wie Twitch.
Facebook Watch fährt die Finanzierung von Original Shows zurück
1,4 Milliarden $ will Facebook dieses Jahr für Facebook Watch ausgeben. Das ist etwas mehr als die geplante Milliarde. Allerdings soll dabei, laut The Information, weniger Geld für teure Original Shows oder Sportrechte drauf gehen. Stattdessen will man wohl eher Rechte an bestehenden TV-Clips oder Sportsendungen lizensieren. So grenzt man sich von großen Streamingdiensten ab – und statt teurer Serien mit Jessica Biel finanziert man lieber eine weitere Runde Red Table Talk, eine Talk show mit Jada Pinkett Smith.
Noch ein Interviewpodcast? Ja, wenn man es so macht wie Eva Schulz bei „Deutschland 3000 – ‘ne gute Stunde“, dann gerne. Eva trifft hier Menschen zwischen „Pop und Politik“, wie sie es selbst beschreibt. Tatsächlich schafft sie es in den meisten Folgen ihrem Anspruch, „die Menschen so kennenzulernen, wie ihr sie noch nie gehört habt“ sehr nahe zu kommen.
Mit Felix Lobrecht über Brüste streiten
So bricht Lena gleich in der erste Folge in Tränen aus. Oder Eva konfrontiert Felix Lobrecht mit seinen Witzen über kleine Brüste. In der neusten Folge versucht sie hinter die Fassade von Philipp Amthors plakativen Aussagen und klischeehaftem Auftreten zu blicken.
Dabei hilft es, dass Eva eben nicht nur gefällige Podcasterin sondern Journalistin ist. Sie hakt nach, sie hinterfragt und stellt richtig. Ohne dabei penetrant zu werden. Dazu nutzt sie auch eingebaute Rückblenden, in denen sie reflektiert und einordnet. Sie will nicht dem Gast gefallen, sondern wirklich etwas rausfinden. Für uns als Hörer. Damit wir den Gast und sein Thema besser verstehen. Und auch uns.
Denn immer wenn man jemand neues kennenlernt, lernt man auch ein bisschen was Neues über sich selbst.
Am besten anfangen: Mit zum Beispiel mit der aktuellen Folge mit Philipp Amthor oder welchen Gast auch immer man persönlich am interessantesten findet. Und dann den Rest hören.
Disclosure: Ich habe mit Eva auf einer langen Autofahrt noch vor der Veröffentlichung über diesen Podcast und seine Entwicklung gesprochen und war im Rahmen von funk an einem Workshop dazu beteiligt.
Gestern hat Apple nicht nur neue iPhones enthüllt, sondern endlich auch Startdatum und Preis für seinen Streamingdienst Apple TV+ genannt. Apple TV+ soll am 1 November in Deutschland und 100 weiteren Ländern starten. Kosten soll Apple TV+ 4,99 Euro. Der Preis gilt dann auch direkt für die komplette Familie. Für die 5 Euro kriegt man zum Start 8 Apple Original-Serien. Weitere Produktionen sollen nach und nach folgen. Der eher niedrige Preis ist vermutlich eine Reaktion auf Disney+.
Apple TV+ kostet in Deutschland 5€
Insgesamt gab sich Apple Mühe die Qualität der Shows zu betonen, Masse hat man nicht zu bieten. So wiederholten sie: “With Apple TV+, we are presenting all-original stories from the best, brightest and most creative minds.“ Und laut ihren Angaben zählt der Trailer von The Morning Show zu den meistgeschauten für eine neue TV Serie. Beim Event zeigte Tim Cool auch einen Trailer zu SEE.
15 Millionen $ hat man sich hier eine einzelne Folge kosten lassen. Um eine dystopische Zukunft in der Jason Momoa und die restlichen Menschen das Sehen verlernt haben.
Apple TV+ für 1 Jahr geschenkt – beim Kauf eines neuen iPhones
Aber auch damit wird man wohl die Abonnentenzahlen nicht in die Höhe treiben. Was Apple aber helfen sollte ist, dass sie jedem Käufer eines iPhones, iPads, Macbook oder AppleTV ein Jahr Apple TV+ dazu schenken.
Letztes Jahr verkaufte Apple im Quartal nach der Einführung des iPhone Xs und XR 77,3 Millionen iPhones. Dementsprechend werden sie uns sicher schnell große Abonnentenzahlen verkünden können. Aber wir werden nachrechnen.
Netflix will Awards und am liebsten ein paar Oscars. Deswegen bringt der Streamingdienst nun immer mehr seiner Original Produktionen vorab ins Kino. Dieses Jahr zum Beispiel Steven Soderbergh’s The Laundromat und Martin Scorsese’s The Irishman. Meistens aber nur für kurze Zeit und in ausgewählten Kinos in New York und L.A.. Eben gerade genug, um für die Filmpreise zugelassen zu werden. Auf der anderen Seite sträubt sich das klassische Filmbusiness bei den Awards von den Streamern überrannt zu werden. Zwar ging [Steven Spielbergs Vorstoß],(https://www.musikexpress.de/steven-spielberg-fordert-keine-oscars-mehr-fuer-netflix-filme-1204085/) Netflix-Filme von den Oscars auszunehmen, vorerst ins Leere, aber beim Toronto International Film Festival sind Filme die „das traditionelle Kinomodell“ missachten, ausgeschlossen. Ob wir unter dem Druck irgendwann Netflix-Filme in Deutschland im Kino sehen können – und ob das dann jemand tut – bleibt unwahrscheinlich.
Wie messe ich Podcast Zahlen richtig? Das ist eine Diskussion, die ich auch täglich führe, über die aber auch Gabor Steingart stolpert. Deshalb überschlagen sich Hoster- und Analyticsdienste nun mit immer neuen Metriken und Whitepaper, wie es denn nun richtig gerechnet sei. Dahinter steht in den USA vor allem das IAB (Interactive Advertising Bureau), die Guidelines zum Messen von Podcasts herausgebracht haben, die nun einige Hoster umsetzen. Zum Unmut einiger altgedienter Podcasts. Deren Zahlen reichen nun plötzlich nicht mehr aus, um Werbeerlöse in ausreichender Höhe zu erzielen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Podcast-Werbung trotzdem als eine der effektivsten Werbeformen galt, was ROI anging.
Joseph Fink, Kopf hinter Welcome to Night Vale, sieht darin auch eine Bestrebung, die Podcastwelt immer angenehmer für Venture Capital geförderte Unternehmen zu machen und damit schwerer für kleine, unabhängige Podcasts: „Which is to say that as these guidelines keep getting „refined“, your favorite indie podcasts will start to die out while a new VC-backed company called Hearomatic or something pays some celebrity who had never heard of podcasts 18 million to start one.“
Wie groß die Rolle von YouTube bei der Podcast-Nutzung ist, hatten wir bereits erwähnt. The Verge schaut sich nun genauer an, wie einige der großen Podcasts auf YouTube funktionieren: H3H3, Joe Rogan und andere setzen häufig auf unterschiedliche Kanäle. Bei klassischen YouTubern gibt es häufig einen Hauptkanal, dann einen Podcastkanal und einen 3. auf dem Highlight-Clips aus dem jeweiligen Podcast geteilt und veröffentlicht werden. So macht man sich den Vorschlags- und Suchalgorithmus von YouTube zu nutzen und kann neue Hörer ansprechen.
Facebook Watch versucht sich weiter und hat nun neue Partner beauftragt, Shows für die Unterkategorie auf Facebook zu erstellen: Axel Springer, Burda und Gruner + Jahr produzieren insgesamt 9 Formate für die Plattform. Geplant sind:
BILD DAILY, Axel Springer: In der täglichen News-Show berichten Journalisten der BILD aus dem Studio oder vor Ort über aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Sport und Lifestyle.
WELT News, Axel Springer: Die meinungs- und bildstärksten Themen von WELT Digital – ein tägliches Video-Format zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Focus Life Hacks, Burda: In dieser interaktiven Sendung können die Zuschauer über Facebook Watch Fragen zu alltäglichen Problemen an eine wechselnde Runde von Gästen stellen – mit dabei sind Vlogger und Prominente.
Focus News Stories, Burda: Eine wöchentliche Nachrichtensendung, in der die wichtigsten Themen aus Politik, Sport, Internet und Lifestyle behandelt werden.
Klaudia Saves The World, Burda: Diese mehrteilige Serie begleitet Klaudia Giez, bekannt aus „Germany’s Next Top Model“, auf ihrer Reise um die Welt. Klaudia trifft einflussreiche Persönlichkeiten, die sich für die Lösung komplexer Probleme in unserer modernen Gesellschaft einsetzen.
Superluminar – Das Social Wissensformat, G+J: Eine wöchentliche Wissenschafts-Show mit zunächst 15 Episoden, präsentiert von Hannes Holtermann.
Der Fußball, mein Leben & ich, G+J: In dieser mehrteiligen Sendung stellen sich Fußballlegenden den Fragen von Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins 11 FREUNDE.
Local Heroes – Food Heroes Deutschland, G+J: Eine wöchentliche, zunächst 15 Episoden umfassende Serie, die sich auf eine kulinarische Reise durch Deutschland begibt, gastronomische Highlights vorstellt und hinter die Kulissen blickt.
Rücken an Rücken – Das Promikochen, G+J: In der wöchentlichen Kochshow stellen Prominente unter Anleitung eines erfahrenen Profikochs ihre Kochkünste unter Beweis. Zunächst sind 15 Episoden geplant.
YouTube löscht über 100.000 Videos wegen Hate Speech
Seit Juni hat YouTube über 100.00 Videos gelöscht, die ihrer Meinung nach Hate Speech enthalten haben. Außerdem wurden über 17.000 Kanäle gesperrt, das sind jeweils 5x mehr als davor. Einerseits betont YouTube damit, dass sie nun versuchen, mehr gegen Hate Speech tun, gleichzeitig entfacht das auch wieder die Debatte: Wer entscheidet eigentlich, was Hate Speech ist und wie sehen Widerspruchs-Mechanismen aus? Aber YouTube will uns in ihrem Presseupdate wissen lassen, dass das nicht alles ist, was sie gegen Hass und Falschinformationen tun. Zu den 4 R’s von Responsibility gehören neben Remove nämlich auch Raise, Reward und Reduce. So will man mit Nachrichteninitiativen glaubwürdigen Quellen zu einer größeren Sichtbarkeit verhelfen und zur Not auch finanziell mit der Google News Initiative unterstützen. Außerdem sorgt man für eine geringere Verbreitung von umstrittenen Inhalten.
So betont YouTube, dass die Videos im letzten Monat, die Hate Speech enthielten, nur 3% der Views hatten, die Strick-Videos parallel eingesammelt haben. Alles ganz harmlos hier also, hier wird nur ruhig gestrickt.
Dass das Verbannen von extremen Stimmen von den Plattformen, diesen eine Grundlage entzieht, zeigte nun Milo. Der beschwerte sich in seiner Telegram-Gruppe, dass die weniger Follower dort, ihm nicht reichen um noch von seinen Hassbotschaften zu leben. Armer Milo.
Ja, das Video von Rezo war groß. Aber von einem Rezo-Effekt zu sprechen ist falsch.
Mit dieser simplen Verkürzung will man wieder mal so tun, als würden junge Menschen einfach Blind ihren Influencern hinterherlaufen. Nein. Das ist der Effekt der konkreten inhaltlichen Politik der letzten Jahre. Die Betonung liegt auf inhaltlich
Mehr als Rezo-Effekt: Quittung für Artikel13
Das Wahlergebnisse der Union und der SPD mit ihrer Spitzenkandidatin Katharina Barley ist konkret die Quittung für Artikel 13. Den hatte die Regierung gegen den massiven Widerstand der Jugend durchgedrückt. Und die Retour für jahrelange Versäumnisse im Kampf gegen den Klimawandel. Und die gesamte Missachtund des digitalen Raums.
Die digitale Welt ist Lebensraum dieser Generation
Die digitale Welt ist eben Lebenswelt für diese Generation. Hier sind sie aufgewachsen und sozilisert werden. Hier findet alles von Liebe bis Entertainment statt. Und diesen digitalen Lebensraum wird die junge Generation verteidigen, wie die CSU Bayern verteidigt.
Nicht Rezo ist schuld, sondern die Parteien
An den katastrophalen Ergebnissen bei jungen Wählern für CDU und SPD ist deshalb nicht das phänomenale Video von Rezo schuld, sondern die Parteien mit ihrem Angriff auf diesen Lebensraum.
Natürlich müssen die Parteien digitaler werden in ihrer Kommunikation. Schon allein, damit nicht alle anfangen zu lachen, sobald sie mal eine YouTube ankündigen.
Eine Social Media Strategie wird keine jungen Wähler zurückbringen
Das wird ihnen sicher auch helfen zu verstehen, wie und wo junge Menschen kommunizieren und was sie beschäftigt. Aber eine Social Media Strategie wird ihnen keine jungen Wähler zurückbringen. Dazu muss eine andere Politik her. Denn die jungen Menschen wissen, welche Themen ihnen wichtig sind. Und das haben sie bei dieser Wahl gezeigt.
890.000 Streams gab es am Starttag für die erste Folge „Game of Thrones“ der finalen Staffel bei Sky. Das schließt alle Dienste ein, wie Sky Go, Sky Ticket und Sky on Demand. Das ist eine Steigerung um 216% im Vergleich zum Start von Staffel 7. Ich hatte ja versprochen, die Zahl zu den Game of Thrones Streams nachzuliefern.
Abgesehen davon finde ich es auch spannend, wie der Release der 8. Staffel „Game of Thrones“ parallel bei YouTube begleitet wird. Behind the Scenes Content, der sonst in DVD-Extras versauert wäre, landet so regelmäßig in den Trends und begleitet im Streamingzeitalter die Vorfreude rund um das weltweite Event.
Netflix spielt mit zufälliger Episodenreihenfolge
Die unkenrufe, dass man sich in all der Auswahl nicht entscheiden kann und das das Kommitment für eine lange Serie bei Netflix zu hoch ist, scheint den Konzern tatsächlich zu beschäftigen. Das legt zumindest ein Beta-Test nahe. Demzufolge testet Netflix bei ausgewählten Shows eine „Play Popular Episode“ Funktion und eine Shuffle-Taste um Folgen in beliebiger Reihenfolge wiederzugeben. Das funktioniert natürlich nicht bei den epischen, horizontalen Ezählbögen, die Netflix erst so richtig ermöglicht hat. Dementsprehcen sind in Test bisher The Office, New Girl, Arrested Development und die Eigenproduktionen Our Planet und Love, Death, Robots aufgetaucht. Episoden durcheinander und in falscher Reihenfolge, fast wie im guten alten Fernsehen.
Das neue Buch „Spotify Teardown“ blickt hinter die Mechanismen von Spotify. Denn natürlich steckt dahinter gar nicht nur Liebe zu Musik, sondern vor allem wertvolle Daten. Und so ist der optimale Spotify-Nutzer wohl gar nicht der Musik-Liebhaber, sondern derjenige, der versucht seine Stimmung mit passenden Playlisten zu regulieren. Also etwa Listen wie „Perfect Music for Concentration/Relaxation/Workout“. Denn daraus lassen sich viel leichter passende Werbeangebote schnüren. Spotify wollte die Forschung hinter diesem Buch übrigens verhindern.
Hör-Empfehlung: Gucken & Trinken
Ich habe es über Ostern doch tatsächlich geschafft meinen eigenen Podcast wiederzubeleben: „Gucken & Trinken“. Das Konzept ist relativ simpel: Wir besprechen Filme und trinken dabei die passenden Drinks. Am Wochenende haben wir uns „Bad Times at the El Royale“ angeschaut. Eine fantastische Geschichte mit erschreckend wahrem Kern. Aber hört selbst.
YouTube: Eigentlich wollten wir nur Werbung machen und jetzt müssen wir uns mit Politik rumschlagen
Gut, vielleicht ist meine Überschrift etwas unfair, aber von vorne. Susan Wojcicki ist CEO von YouTube und hat es dabei geschafft erstaunlich lange im Hintergrund zu bleiben, wenn es um die Verantwortung von Plattformen geht. Bei Hasskommentaren waren immer erstmal Facebook und Twitter dran. Bis dieses Jahr. Da jagt ein Skandal den nächsten. Dabei ist Suan Wojcicki eigentlich Werbe- und Marketingfrau und sollte vor allem den Umsatz steigern. Nun geht es um Pädophilie, lebensgefährliche Challenges und Verschwörungstheorien. Ihr job „is to be something like the standards czar of an anarchic civilization“. Im Portrait der NYT wird die Frau hinter der wichtigsten Videoplattform vorgestellt und zeigt welche schwierigen Entscheidungen sie zu treffen hat. Ein Gegengewicht zu dem Bloomberg-Artikel von neulich, der der YouTube-Führung vorwarf vor Problemen die Augen zu verschließen. Kleiner Fun-fact: Das YouTube Rewind 2018 Video fanden sogar ihre Kinder cringy.
Vine-Nachfolger Byte in der Beta
Vine hat mobile Video so ein bisschen erfunden. Die 12-Sekunden Clips glänzten durch eine eigene Erzählweise und brachten einige Stars hervor. Dann wurde die App von Twitter aufgekauft und eingestampft. Nun haben die damaligen Gründer schon vor einigerzeit angekündigt an einem Nachfolger zu arbeiten: Byte. Und dieser ist nun in eine geschloßene Beta gestartet. Die ersten Screenshots erinnern doch sehr an TikTok. Undas ist vermutlich auch die Frage: Gibt es in Zeiten von etlichen (Instagram) Stories und dem Erfolg von TikTok noch einen Platz für Byte?