Netflix und Corona: Wie der Streamingdienst profitiert – #streamletter 38

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Netflix und Corona

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Netflix und Corona: Streamingdienst sammelt 15 Millionen neue Abonnenten im 1. Quartal 2020

Der Streaming-Dienst gewinnt im 1. Quartal weltweit 15,8 Mio Abonnenten hinzu. Gerechnet hatte man in dem Zeitraum nur mit rund 7 Mio Abonnenten. Die meisten davon kamen aber in der zweiten März-Hälfte dazu, also pünktlich zum Corona-Lockdown. Damit hat Netflix weltweit nun rund 183 Mio Nutzer. Deswegen glaubt man aber auch jetzt in Zukunft langsamer zu wachsen. Da wegen der Corona Pandemie aber auch viele Produktionen brach liegen, gibt Netflix gleichzeitig nicht so viel Geld aus: Und beendet das Quartal zum ersten Mal mit einem Positiven Cashflow.

Kurz zuvor ist der eigene Aktienwert auf über 188 Milliarden $ gestiegen und überholte damit kurzzeitig sogar Disney.

Disney-Durcheinander: Bob Iger darf nicht gehen

Bob Iger dachte, er kann sich endlich zur Ruhe setzen. Mit dem Start von Disney+, dem Ankauf von Fox, Star Wars und Marvel unter der Haube, war der Konzern doch eigentlich für die Zukunft gerüstet. Doch dann kam Covid-19 und stürzte den Konzern in eine Krise. Und deswegen muss Bob Iger weiter Hand anlegen, anstatt in seiner neuen Rolle als Executive Chairman eher in den Hintergrund zu treten. So schreibt es die NYtimes auf in einem Porträt über „Hollywood’s nicest C.E.O.“

Netflix stellt über 10 Dokus gratis auf YouTube

Netflix und Corona die Zweite: Es geht Netflix sogar so gut, dass sie jetzt Inhalte verschenken. Damit will Netflix etwas für die Bildung tun und da die Schulen geschlossen sind hat sich der Streamingigant entschieden, einige Dokus in voller Länge auf YouTube zu stellen. Darunter die komplette Our Planet Reihe, den Oscar-Gewinner Period. End of Sentence. oder die erste Staffel von Abstract – The Art of Design.

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FYEO steht in den Startlöchern, Podimo startet Premiumzugang

FYEO, die Antwort von ProSiebenSat1 auf AudioNow, steht in den Startlöchern. Doch man will nicht einfach nur Podcasts bieten, sondern „Audio-Blockbuster, also Kino-Formate für die Ohren“. Dafür hat man Schauspieler wie Heike Makatsch oder Peter Lohmeyer an Board. Insgesamt 18 Originals soll es zum Start geben. Konkret verraten wird schon eine Dokureihe mit der SZ über den NSU und eine Partnerschaft mit der dpa für das Fußball-Format Mein Liebe, mein Verein. 4,99 € soll der Zugang dazu dann kosten. Man verspricht sich außerdem Mehrwert durch die Zusammenarbeit mit der hauseignen Influencerbude Studio71 und dem bestehenden Podcastlabel „Podcast Factory“, die zum Beispiel Alle Wege führen Nach Ruhm produzieren.

Währenddessen hat Podimo sein Premium Zugang bereits gestartet. Hier bekommt man für 4,99 über 50 exklusive Formate.

Spotify lässt für Künstler spenden und bringt Podcast Ads nach Deutschland

Spotify lässt Künstler jetzt auf ihrem Artist Profil eine Spendenseite hinterlegen. So können Künstler in UK und den USA Geld von ihren Fans über GofundMe oder Paypal einsammeln.

Und die Podcast Ads über die wir hier schon gesprochen haben, sind nun auch in Deutschland verfügbar. Im dem Ad Studio liegt der Fokus auf einer Targeting nach Hörer-Interessen, nicht auf einzelnen Podcasts. Die Ads werden dann „dynamisch“ in die Podcasts eingefügt.

Hörtipp: Und täglich grüßt das Murmeltier ein Glas Wermut 🎧

Jeder Tag fühlt sich gleich an. Was soll man schon machen, wenn der Tagesablauf sich immer wiederholt? Haben wir uns gedacht und deshalb unseren Filmpodcast Gucken & Trinken wiederbelebt. Denn sind wir mal ehrlich: Viel anderes als Filme gucken und dabei trinken kann man zur Zeit eh nicht tun. Passender Weise haben wir uns in der neuen Folge Und täglich grüßt das Murmeltier angeschaut.

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Öffentlich-Rechtliche hängen Privatsender bei Social Media ab

Den Öffentlich-Rechtlichen wird ja gerne vorgeworfen, die jungen Zuschauer nicht mehr zu erreichen. Das gilt vielleicht fürs klassische Fernsehen, aber nicht für Social Media. Hier hängen die Tagesschau und das ZDF die Privatsender ab, wie ein Monitoring von Storyclash zeigt.

YouTube verraten ihre TKPs – die einbrechen

Einige große YouTuber sind dem Aufruf von Hank Green gefolgt und haben ihre normalerweise gut gehüteten TKPs auf ihre YouTube-Videos verraten. Das sind die Preise zu denen YouTube Werbung in den Kanälen an Werbertreibende verkauft. Das heißt anhand derer lässt sich auch ungefähr hochrechnend, was ein YouTuber mit der Plattform verdient.

Grund für die Transparenz: Bei vielen sind seit Corona die Preise massiv gesunken, teils über 20%.

Bleibt gesund.

Jannis

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