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Apple AirTag Anleitung

Hier findet ihre eine einfach Schritt für Schritt Anleitung für die Apple AirTags. Ich selbst habe bei einem AirTag 4er Pack zum Amazon Prime Day für rund 100€ zugeschlagen.

Wofür kann man den Apple AirTag verwenden?

Die Apple AirTags helfen einem Objekte zu verfolgen und zu tracken und alarmieren einen, wenn man sie irgendwo liegen lässt. Bietet sich vor allem für Schlüssel, Geldbeutel oder Rucksäcke an. Allerdings benötigt man dafür noch allerlei Accessoires, um die Airbags zum Beispiel als Schlüsselanhänger zu verwenden. Zum Glück gibt es davon mittlerweile jede Menge. Ich würde auch dazu raten, sich mal umzuschauen, anstatt das teure Zubehör von Apple zu nehmen, das am Schluss dennoch nur ein Schlüsselanhänger ist.

Wie verbindet man die Apple Airtags?

Die Apple AirTags verbinden sich beinahe von selbst. Sobald man due Schutzhülle abzieht, wird die Batterie aktiviert und auf dem nachten iPhone poppt eine Nachricht auf, ob man diesen AirTag verbinden möchte. Wenn man hier auf verbinden klickt, wird der AirTag mit der eigenen Apple ID verknüpft.

Airtag verwalten über "Wo ist"
Über “Wo ist” – App werden die AirTags verwaltet.

Verwalten der AirTags über “Wo ist?”

Die weitere Verwaltung und Einstellungen der AirTags finden über die “Wo ist”-App von Apple statt. Dort kann sehen, wo sich der jeweilige AirTag befinden, kann sich die Route zu ihm anzeigen oder einen Ton abspielen. Hier aktiviert man auch den “Verloren-Modus” oder stellt ein, was jemandem angezeigt werden soll, wenn er oder sie den AirTag findet.

Anleitung zum AirTag Batterie wechseln

Die Batterie des AirTag lässt sich zum Glück ganz einfach selbst wechseln. Anders als bei anderen aktuellen Apple Produkten, kann die jeder zuhause selbst. Dazu einfach das AirTag festhalten und mit zwei Fingern leicht auf die silberne Fläche drücken und drehen. Schon öffnet sich das AirTag und eine ganz normale Knopfbatterie Typ CR 2032. Einfach eine neue einlegen, mit dem + nach oben und wieder zu drehen. Fertig.

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Netz &

Schritt für Schritt Anleitung für das M2 Macbook Air

Ich habe eine Video-Anleitung für das neue Apple Macbook Air M2 erstellt. Ich gehe dabei Schritt für Schritt dessen Einrichtung durch. Zunächst mit einem Unboxing des neuen Laptops, dabei zeige ich auch die Anschlüsse und das Gehäuse.

Im Video vergleichen wir das neue M2 Macbook Air mit einem alten Macbook Pro.

Die Auswahl der Ladegeräte

Beim Kauf hat man 3 verschiedene Poweradapter zur Auswahl: Beim Basismodell eine 30 Watt-Ladegerät, und beim größeren ein 35-Watt mit zwei USB-C Anschlüssen oder ein 67 Watt Ladegerät, dass das M2 Macbook Air in 30 Minuten auf 50% Aufladen soll. Ich habe mich für den Dual-Charger entschieden, weil ich es für Reisen praktisch finde, ein Ladegerät mit 2 Anschlüssen zur Hand zu haben, über dass man dann auch sein iPhone oder iPad aufladen kann.


Dann Starten wir das M2 Macbook Air und durchlaufen das Aufsetzen einmal ohne Migrationsassistent, und einmal auch mit Migrationsassistent.

Macbook Air mit Migrationsassistent einrichten

Bei dieser Synchronisierung gibt es unterschiedliche Übertragungswege: Via WLAN, Peer-to-Peer oder Kabel. Wenn du, wie ich, aber eher ein älteres Vorgängermodell hast, lohnt sich die Investition in ein extra Kabale auf USB-C eher nicht. Nimm dir stattdessen lieber ein bisschen Zeit. Die Übertragung von ca. 512 GB über das Peer-to-Peer Protokoll hat bei mir etwas 4 Stunden gedauert. Am einfachsten ist, man macht das über Nacht, sobald man sich sicher ist, dass der Vorgang gestartet ist.

Bei der Übertragung werden neben deinen Daten auch alle deine Accounts synchronisiert und du kannst quasi da weiterarbeiten, wo du aufgehört hast.

Wenn du als eine Anleitung für den Start mit dem M2 Macbook Air suchst, bist du hier genau richtig.

Hier die Timecodes zu den einzelnen Schritten der Anleitung:
00:00 Intro
00:30 Unboxing des Neuen Macbook Air in Midnight mit M2 Chip
01:55 Vergleich Power Adapter des Apple Macbook Air
02:34 Gehäuse des Macbook Air M2 in Mitternacht
03:39 Einrichten ohne Migrationsassistent
07:42 Einrichten mit Migrationsassistent

Hast du noch Fragen? Dann lasst sie gerne in den Kommentaren.

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Musik Netz &

Twitch ersetzt Metallica Live Konzert mit Royalty Free Music. Plinkplonk.

Gerade läuft die BlizzCon. Das Event vom Spieleentwickler Blizzard. Wegen Corona fand das ganze natürlich nur als BlizzConline statt, aber Teil dieser Onlinekonferenz war auch ein Auftritt von Metallica. Wenn man die Spieleschau über die Webseite des Herstellers verfolgte durfte man der Band auch zuhören. Allerdings wurde der Livestream auch auf dem offiziellen Twitch Gaming Channel übertragen. Und dort sprang nach wenigen Sekunden die automatische Copyright Protection an und so ersetzte Twitch die vielen Gitarren der Band Metallica durch deutlich fahrstuhlfreundlichere Musik.

Der Twitch Metallica Auftritt

Bild: (CC BY-NC 2.0) deep_schismic

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Hör auf das Boomer Emoji zu verwenden

Zeig mir welche Emojis du verwendest, und ich sag dir wie alt du bist. Emojipedia hat das Emoji Verhalten in den TikTok Kommentaren untersucht und ein Boomer Emoji gefunden.

🤣 ROFL Emoji once und du bist über 35

Auf WhatsApp oder im Messenger ist es normal auf lustig gemeinte Nachrichten mit stoischer Miene ein 😂 zurückzuschicken. Auf TikTok kann deine 😂😂😂-Gewohnheit dafür sorgen, dass alle merken, wie alt du bist. Also über 35 und damit deutlich älter als der durchschnittliche App Nutzer. Rund 70% der TikTok Nutzer sind unter 25 Jahren, nur 30% älter.

Was auf Facebook oder auch Instagram noch benutzt wurde um möglichst lustige Memes und Videos zu markieren, entlarvt dich auf TikTok schnell als Außenseiter. Auch das neuere ROFL Gesicht 🤣 wird als Boomer Emoji wahrgenommen.

💀 Der Lustige Totenkopf

Stattdessen hat sich in der TikTok App eher 💀 für besonders lustige Videos durchgesetzt. Also der Totenkopf im Sinne von “Ich habe mich totgelacht.”
Alternativ geht aber auch das 😆 Gesicht als ein herzhaftes, altersgerechtes Lachen durch.

✍️ Mitschreiben: Emojis richtig verwenden

Emojipedia hat noch weitere Eigenarten der TikTok Kommentarspalten notiert. So ist es zum Bleistift (#BoomerJoke) beliebt mit dem Stift Emoji ✍️ die wichtigsten Erkenntnisse aus einem TikTok-Video mitzuschreiben. Gerne auch ironisch. Aber so, dass jedes ✍️ einzelne ✍️ Wort ✍️ mit ✍️ dem ✍️ Stift ✍️festgehalten ✍️ wird. Ähnlich funktioniert das auch mit dem klatschende Hände Emoji 👏.
Eine andere Art Wörter hervorzuheben ist das ✨ Emoji. Da man auf TikTok keine Kommentare fetten oder kursiv anzeigen lassen kann, hat sich ✨ durchgesetzt, um einzelne ✨Wörter✨ zu betonen.

Das Clown Emoji 🤡 bezeichnet jemanden als egoistisch oder dumm. Und das eigentlich traurige, tränenüberströmte Gesicht 😭 kann sogar lustig gemeint sein. Es drückt nämlich generell besonders starke Emotionen aus.

Das war unsere Boomer Emoji Nachhilfe für heute. Und wenn Dich mal wieder jemand mit 😂😂😂 nervt, schick ihm oder ihr einfach diesen Artikel.

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Netz &

Clubhouse ist das neue Meerkat

Cloubhouse ist der Social Media Hype der Stunde. Innerhalb von nur 2 Tagen versammelt sich dort die Berliner Digital- und Politikszene. Und jetzt ist Thomas Gottschalk auch schon da. Doch was ist Clubhouse? Und wird Clubhouse bleiben? Denn bei dieser schnellen Erhitzung fühlen sich viele an Vero erinnert. Der letzte Social Network Hype, der aber nach wenigen Tagen wieder verglomm. Doch ich glaube die Parallelen zu einer anderen vergessenen App sind größer: Meerkat. Aber von Anfang an.

Was ist Clubhouse?

Was ist Clubhouse App

Clubhouse ist eine Social Audio App. Oder so. In der Praxis funktioniert sie so, dass ich nach dem  Öffnen der App eine Liste mit sogenannten Rooms sehe. Diese haben meistens eine kurze Überschrift mit dem Thema und ich sehe, welche Personen, denen ich folge, sich gerade in diesem Room aufhalten. Sobald ich einem solche Room beitrete, höre ich sofort das Gespräch, das dort gerade stattfindet. Dabei gibt es eine Bühne mit den Speaker. Das sind alle, die sich live an dem Gespräch beteiligen können. Sie werden jeweils von dem Moderator, der den Raum gestartet hat, benannt. Die Zuhörer sitzen erstmal im „Publikum“ und hören zu, können aber jederzeit ihre Hand heben und vom Moderator dann „auf die Bühne geholt“ werden. So weit, so einfach erstmal.

Was macht Clubhouse richtig?

Clubhouse Hype durch Verknappung.

Noch immer funktioniert Clubhouse nur mit einer Einladung durch ein anderes Mitglied. Diese Invite-Methode funktioniert im Netz schon lange – und auch hier. Man fühlt sich exklusiv, wenn man schon dabei ist, probiert dementsprechend auch gleich aus, was da dran ist. Und berichtet dann stolz auf anderen Netzwerken wie Instagram und Twitter, dass man schon dabei ist.

Inhalt jenseits des Circlejerks

Ja, als ich am Samstag das erstmal einen Clubhuse Raum betrat, ging es vor allem um die Plattform selbst. Und das ist immer eines der Probleme von neuen Plattformen. Auf ihnen geht es erstmal um sie, aber es gibt keine Inhalte darüberhinaus. Das fühlte sich kurz an, wie auf dem Hof der republica zu stehen – im Positiven, wie im Negativen.

Aber schon am Sonntagvormittag tauchte Christian Lindner plötzlich in einem der Räume auf – zwar auch, um vor allemüber die Möglichkeiten der Plattform zu sprechen, aber damit war der enge Zirkel durchbrochen. Kurz darauf kamen immer weitere Politiker auf die Plattform. Schließlich ist ja Wahlkampf. Aber auch so verbreiterten sich die Themen schnell. Jeder Guru macht einen Raum für seine Nische auf: Branding, Finanzen, PR… Klar, ist das immer noch ein Ausloten der Plattform, aber das Themenspektrum erweitert sich schnell.

Clubhouse macht Inhalteerstellung niedrigschwellig

Ein weiterer Vorteil ist, dass es so einfach ist auf Clubhouse aktiv zu sein. Das Handy hat ein eingebautes Mikrofon – und die meisten haben das auch schon zum Telefonieren benutzt. Ich brauche kein Licht, kein Stativ, keinen Schnitt, keinen Hoster oder sonst etwas. Eigentlich sind es „nur Groupcalls“ und in denen haben wir im letzten Jahr ja einiges an Übung gesammelt.

Clubhouse ist genau das Richtige im Lockdown

Aber genau deshalb kommt Clubhouse gerade zum richtigen Zeitpunkt. Es gibt uns das, was uns gerade am meisten fehlt: Beiläufige Gespräche mit Bekannten. In Clubhouse kann man mal wieder zufällige Begegnungen haben. Man kann sich mit Menschen unterhalten, die man entweder noch gar nicht kannte, oder aber die man kennt, aber nicht gezielt anrufen würde. Und so plaudert man mal wieder über ein loses Thema. Hört sich banal an, trifft aber aktuell einen absoluten Need.

Was ist die Kritik an Clubhouse

Der Elitismus von Clubhouse

Natürlich ist die Einladungspolitik von Clubhouse auch ein Grund für massive Kritik. Hier kommt nur rein, wer „die richtigen Leute“ kennt. Zusätzlich ist Clubhouse aktuell iPhone only – und schließt damit nochmal eine Menge mehr Menschen aus.

Datenschutz bei Clubhouse

Diese Einladungen funktionieren ausserdem über die Telefonnummer. Um überhaupt eine verschicken zu können, muss man sein gesamtes Telefonbuch an Clubhouse hochladen. Genau wie es WhatsApp auch meist verlangt. Darüber bildet Clubhouse auch ein Schattennetzwerk. Außerdem darf man selbst wohl keine Gespräche auf Clubhouse mitschneiden, das Startup selbst tut dies aber mit allen.

Fehlende Moderation

Das tun sie wohl vor allem, um überhaupt einen Weg zu haben, um Regelverstöße zu ahnden. Denn machen wir uns nichts vor: Kaum etwas wird wohl schwerer zu moderieren sein, als Live Audio von mehreren Menschen, das danach verschwindet. Dementsprechend gibt es auch schon mehre gemeldete Fälle von Hate Speech. Ja, die Gründer sollen sogar einige der Verdächtigen selbst eingeladen haben. Aber gut, damit schlagen sich ja auch die anderen Plattformen rum. Twitter hat ganze 5 Jahre gebraucht, um seinen größten Troll los zu werden.

Twitter Spaces vs. Clubhouse

Womit wir beim Anfangs angerissenen Thema wären. Twitter arbeitet bereits mit Hochdruck an seinem eigenen Clubhouse Klon. Twitter Spaces ist ebenfalls bereits in der Beta für einige Nutzer ausgerollt. Und sollte die erstmal marktreif sein, würde sie sicherlich nicht, oder nicht lange, nur auf iOS beschränkt sein. Dabei hat Twitter eben den Vorteil, dass es den eigenen Social Graph schon mit bringt. Dort folge ich schon etlichen Kontakten und habe auch selbst schon tausende Follower gesammelt. Interessanterweise kann ich mein Twitterkonto auch mit Clubhouse verknüpfen, um weitere Kontakte zu finden. All das hat ein Twitter-eigener Dienst nicht nötig. Und das weckt Erinnerungen an Meerkat. Die App hat Video Livestreams den Weg bereitet und stürmte kurz die App Store Charts. Bis Twitter mit seiner eigenen Lösung um die Ecke kam: Periscope. Das schnell in Twitter eingebaut wurde – und Meerkat überflüssig machte.

Clubhouse ist leicht kopiert

Da ist vermutlich die größte Bedrohung für Clubhouse. Das eigene Featureset ist schnell kopiert. Audio Chatrooms sind sicher auch kein Hexenwerk. Spätestens seit dem Instagram dreist die Snapchat Stories kopiert hat – und damit Erfolg hat – gehört das Klonen erfolgreicher Newscomer zum 1×1 der etablierten Plattformen. Seien es Twitter oder Facebook. Und deshalb droht Clubhouse ein ähnliches Schicksal, wie Meerkat.

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Mein Lieblingspodcast Netz &

Die verschwundene Königin der Kryptowährungen – Auf der Jagd nach einer Kriminellen

Kryptowährungen sind unser Goldfieber. Und wo viele schnellen Reichtum wittern gibt es auch umso mehr Betrug. So einen Betrug begleitet der Podcast „The Missing Cryptoqueen“ der BBC.

Die weibliche Steve Jobs der Kryptowährungen

Dr. Ruja Ignatova wird von ihrer Anhängern und sich selbst als eine Art Steve Jobs der Kryptowährungen gefeiert. Mit dem Start-up „One Coin“ will Sie die großen Banken in die Schranken weisen und nebenher alle Investoren reich machen. Bis sie Ende 2017 verschwindet.

Der BBC Journalist Jamie Bartlett macht sich auf die Suche nach den Spuren von Dr Ruja. In einer atemlosen Verfolgungsjagd kommt er ihr und den Hintermännern dabei erstaunlich nah.

Dieser Podcast machte mich wütend

Ich muss gestehen, ich habe „The Missing Crypto Queen“ lange vor mir hergeschoben. Weil er mir so oft empfohlen wurde, hat es gedauert, bis ich mich rangetraut habe. Und dann wurde ich beim Hören richtig wütend. Wütend über die Ausmaße dieser Geschichte. Wütend über die Skrupellosigkeit, mit der Menschen sich auf Kosten anderer bereichern. Wütend auf die Gier, die in uns alle wohnt.

Und auch ein bisschen darüber, wir gut dieser Podcast gemacht ist. Sie schaffen es enorme Spannung zu erzeugen und dabei die realen Auswirkungen solcher digitalen Scams mit Kryptowährungen im Podcast zu zeigen. Und sie nutzen den Podcast perfekt als journalistisches Medium: Jetzt da es aktuelle Entwicklungen in dem Fall gibt, kommen auch neue Folgen. Es lohnt sich also noch anzufangen.

Den Podcast „The Missing Crypto Queen“ anhören

Macher:innen: Jamie Bartlett, BBC

Webseite | RSS | iTunes

Am besten anfangen bei Folge 1 von The Missing Crypto Queen

Für Fans von: Crime Podcasts, Kryptowährungen, Journalismus, Logbuch: Netzpolitik

Sprache: Englischer Podcast

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Buzzfeed & Viralität Netz &

Die aktuellen Social Media Trends

Welche aktuellen Social Media Trends bringt 2019? Was verändert sich im Gewicht der Plattformen von Facebook, YouTube, Twitter und Co? Jörgen Camrath sammelt jedes Jahr die Einschätzung von verschiedenen Social Media Experten, darüber was sie von dem Jahr erwarten. Dieses Jahr wurde ich auch gefragt und der Vollständigkeit halber möchte ich meine Ideen für aktuelle Social Media Trends auch hier aufschreiben.

2018 war ein sehr bewegtes Social Media-Jahr und die verschiedenen Plattformen haben Politik und auch unsere Gesellschaft bestimmt wie nie zuvor. Dieses Jahr werden wir die Folgen davon sehen und verstehen. Aber das hat vor allem auch Auswirkungen auf die einzelnen Plattformen.

Facebook muss büßen

2019 wird das Jahr in dem Facebook für die Skandale des letzten Jahres büßen muss. Und vermutlich hat das sogar weniger mit den tatsächlichen Skandalen zu tun, diese tragen nur zusätzlich zu dem unguten Gefühl bei, dass Menschen bei der Facebook-Nutzung beschleicht. Viel mehr hat Facebook versucht, seine Nutzer mit Feedumstellungen in eine Richtung zu treiben, die deren Verhalten gar nicht hergibt. Aktuellstes Beispiel dafür sind Videos über 3 Minuten, die Facebook gerade Publishern empfiehlt, obwohl die meisten Nutzungszahlen noch immer darunter liegen.

Facebook Feedumstellungen am Nutzer vorbei

Auch die Feedumstellung zu mehr Inhalten von Freunden statt von Publishern, die uns Anfang letztens Jahres umtrieb, hat wenig gebracht. Im Gegenteil. Denn die Hochzeitsbilder deines Nachbars haben gleichzeitig dazu geführt, dass du weniger professionelle Inhalte  auf Facebook findest. Damit hat Facebook viele Publisher verschreckt, die gezielt für die Plattform produzieren. Oder die Medienmarken haben gleich ganz dicht gemacht. Die Nutzer wiederum finden nicht mehr die auf Engagementgetrimmten Inhalte, die sie gewohnt waren.

Und so mehren sich, eine Weile nach dem Cambridge Analytica-Skandal, die Abmeldungen vom blauen Riesen. Ich selbst habe die App Ende letzten Jahres vom Telefon geschmissen und vermisse sie nicht.

aktuelle Social Media Trends: Instagram

Instagram wird von Unternehmen überrannt

Aber Facebook muss darüber nicht wirklich traurig sein, denn der Profiteur ist klar: Instagram. Da die Bilder-Plattform auch zum Facebook-Konzern gehört, darf man sich hier über Wachstum freuen. Dementsprechend wird sich Instagram dieses Jahr verändern. Denn fast jedes Unternehmen, dass sich im Laufe der Jahre eine Facebook-Seite zugelegt hat, wird sich früher oder später ein Instagram-Profil anlegen. Die Frage ist, wie verändert sich dadurch die Plattform? Die Befürchtung: Nachdem die Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger das Unternehmen verlassen haben, wird die Plattform hemmungslos durchmonetarisiert und auf Umsatz anstatt auf User Experience optimiert und dadurch überladen. Aber irgendwie müssen ja die stagnierenden Facebook-Erlöse ausgeglichen werden.  

Aktueller Social Media Trend: TikTok mit beachtlichen Reichweiten

Ein ganz anderer Ausblick: Wir werden von TikTok noch deutlich mehr hören. Das frühere musical.ly schickt sich an, die jüngsten Social Media-Nutzer einzusammeln und entwickelt sich weg vom reinen Lipsync hin zu einer Entertainmentplattform für Kurzvideos. Damit hat TikTok einen starken Stand im mobilen Videomarkt, ähnlich dem früher so geliebten Vine. Dementsprechend werden dieses Jahr vermutlich viele aufwachen und die Reichweiten entdecken, die die Plattform auch jenseits von Lisa & Lena erzielt.

aktuelle Social Media Trends Tik Tok

Ist ja auch fair, wenn nicht alle Daten zur NSA in die USA fließen und ein paar über Bytedance auch nach China gehen.      

Das waren meine aktuellen Social Media Trends für 2019. Was andere Experten für 2019 erwarten lest ihr bei Jörgen.

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Musik Netz & Video

Migos ad-libbed “Sweet Caroline”

Ich fand ja, dass sich das Konzept “Carpool Karaoke” schnell totgelaufen hat. Aber jetzt war Migos bei Carpool Karaoke. Klar war das am Anfang schön zu sehen, dass die großen Stars auch nur Menschen wie du und ich sind, die an der Ampel im Auto singen und Muzsik hören. Aber das hat man eben auch nach ein paar Folgen begriffen.

Adele rappt Nicki Minaj

Und ja es ist beeindruckend, immer wieder die unverstellten Stimmen zu hören, oder zu sehen, wie Adele Nicki Minaj rappt. Aber, das hat sich dann eben auch schnell ausgespielt.

Gerade wenn nur charakterlose Boybands auf dem Rücksitz hocken, kann auch der Schweigersohn-Late Nighter James Cordon nicht mehr viel anrichten.

Migos bei Carpool Karaoke

Migos bei Carpool-Karaoke

Ganz anders ist natürlich die Fallhöhe, wenn da plötzlich Migos ins Carpool Karaoke-Auto steigen und mal eben 200.000 Dollar Cash am Start haben. Und das wird dann auch richtig lustig, wenn Corden, sich zunächst entschuldigen als Dad den Dab kapputt gemacht zu haben und ihnen dann mit einem Kindersoundboard neue Soundeffekte für ihre Songs vorschlägt. Der Höhepunkt ist aber der Song “Sweet Caroline”, den Migos bei Carpool Karaoke mit ihren eigenen Ad-libs versehen. Skrrr.

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Raider heißt jetzt Twix, Musical.ly heißt jetzt Tik Tok

Aus musical.ly wird Tik Tok. Wer heute seine musical.ly App updated könnte sich wundern, denn da steht ein anderer Name: Tik Tok. Und auch das Logo verschwindet klein in der Ecke. Dahinter steckt eine Zusammenführung der beiden Apps. Sowohl Musical.ly, als auch Tik Tok gehören dem chinesischen Unternehmen Bytedance.

Musical.ly + Tik Tok: 600 Millionen Nutzer?

Das neue Musical.ly / Tik Tok App Icon
Das neue Musical.ly / Tik Tok App Icon

Bytedance hatte Musical.ly im November 2017 für circa 1 Milliarde US Dollar gekauft und
führt sie nun mit der eigenen Konkurrenz-App Tik Tok zusammen. Dahinter stecken 2 Moves gleichzeitig: Einmal möchte man natürlich seine Nutzerzahlen kombinieren um insgesamt größer zu werden. Musical.ly hat eta 100 Millionen Nutzer, TikTok behauptet 500 Millionen monatlich aktive Nutzer zu haben.

Tik Tok als die mobile Videoplattform

Zweitens möchte man sich damit generell weiter von simplen Lipsyncing Videos weg entwicklen und den Anspruch als generelle Entertainment Plattform stärken. Da ist der neue Name natürlich passender. TikTok soll eben nicht nur für Musik stehen, sondern auch für Vlogs, Comedy und alle möglichen Formate eine Plattform bieten. . Schließlich bietet der mobile Videomarkt nach wie vor eine Lücke und ist heiß umkämpft zwischen inzwischen IGTV, Snapchat und nun eben TikTok.

Bytedance beendete schon den Livestream-Dienst Live.ly

Musical.ly nach dem Update: Tik Tok sieht gleich aus.
Musical.ly nach dem Update: Tik Tok sieht gleich aus.

Bytedance hatte außerdem vor kurzem den Musical.ly-Livestreamableger live.ly beendet, schließlich hat man selber auch noch die App Live.me im Angebot. Auch hier will man sich offensichtlich auf eine App fokussieren. Damit dürfte die Zusammenführung nun komplett sein. Musical.ly gibt es seit 2014, Tik Tok erst seit 2016.

Tatsächlich ändert sich sonst nicht viel. Die Profile, Nutzernamen und Videos bleiben erhalten. Auch sieht die App auf den ersten Blick nicht viel anders aus, lediglich das Logo und der Upload Button sind nun im Tik Tok Look. Achja, und der @musical.ly-Account wurde in @Tiktok umbenannt und hat mit 30,8 Millionen Followern sogar mehr als @LisaandLena (30,6 Millionen).

 

Follow me on @musical.ly Tik Tok

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Netz &

John Olivers ehrlicher Facebook Werbespot

Der Facebook Werbespot und die Kampagne drumherum ist gerade überall: Im Vorabendprogramm, in YouTube Prerolls und in Tageszeitungen. Facebook möchte zeigen, dass man wirklich verstanden hat und so und sich jetzt wirklich also um die Probleme kümmern will.

Der Facebook Werbespot ist ein Desaster

Erschwert wird das davon, dass Mark Zuckerbergs diese Werbebotschaft untergräbt indem er in Interviews Holocaust-Leugnern einen bösen Willen abspricht. Man fragt sich, wer Facebook hier beraten hat.

Den auch die Facebook Werbespots sind aus professioneller Sicht ein Desaster. Die erste Hälfte besteht daraus die ganzen negativen Vorurteile und Assoziationen mit Facebook zu wiederholen. Ja, sogar mit dem Logo zu verknüpfen. Anstatt wieder positive Emotionen zu wecken zementiert man damit sogar noch die Vorwürfe. Vor allem in der deutschen Variante der Spots findet auch kein sichtbarer Switch von “Vergangenheit” zu Zukunft statt. Das hier wird mir zumindest nicht mehr aus dem Kopf gehen:

Facebook Werbespot: fehlendes Vertrauen

Warum dann nicht gleich ein ehrlicher Facebook Werbepspot?

Man fragt sich: Wenn schon alles negative auf den Tisch packen, warum dann nicht ganz ehrlich? Wenn man schon denkt, der Nutzer lässt sich von einfachem Werbeblabla überzeugen, warum dann nicht die Mechanismen aufzeigen? Dem hat sich jetzt zum Glück John Oliver angenommen und einen wirklich ehrlichen Facebook Werbespot produziert.