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Morgenlinks mit Schleichwerbung, Netwerkverwirrungen & Stalins Badezimmer

Die Schleichwerbe-Recherche
(blogs.taz.de, Sebastian Heiser)
Sebastian Heiser hat sich mit einer fiktiven Werbeagentur bei Zeitungshäusern gemeldet und gefargt, was er den so tun könne, um die Inhalte seiner Kunden nicht nur im Anzeigenbereich, sondern auch im redaktionellen Teil zu platzieren. Ergebnis: Mit dem nötigen Kleingeld geht da einiges: Vor allem WAZ und Neues Deutschland bieten Kataloglösungen für Schleichwerbung. Insgesamt bieten aber auch renommierte Zeitungen über die Praxis der „Sonderveröffentlichungen“ einige Möglichkeiten.

Twitter und die Hauptstadtjournalisten: Das Recht auf die letzten Fragen
(faz.net, Stefan Niggemeier)
Der Regierungssprecher Steffen Seibert twittert. Das sorgt bei einigen Haupstadtjournalisten für Verunsicherung. Nachdem der Videomittschnitt und das Protokoll einer Pressekonferenz zum Thema schon für einige Lacher und Häme sorgte, fasst Stefan Niggemeier das Geschehen noch einmal zusammen und bietet „eine Handreichung für Journalisten für den Sprung ins 21. Jahrhundert“.

Mein Social Network
(sheephunter.posterous.com, Jannis Kucharz)
Nach einer Anregung von Matze habe ich versucht meine digitalen Vernetzungen aufzuzeichnen. Mein Blog läuft in mein Twitter und von da auf Facebook oder so. Mit diesem Link mache ich ausserdem die Verwirrunglinkung komplett.

Die Dagegen-Öffentlichkeit
(spon.de, Sascha Lobo)
Sascha Lobo stellt fest: „Das deutschsprachige Internet ist nicht die ersehnte Gegenöffentlichkeit, sondern bloß eine Dagegen-Öffentlichkeit“. Mit Dagegen lässt sich leichter mobilisieren, kurzfristige Schlussfolgerung ist, dass man statt einer Pro-Netzneutralitäts-Debatte lieber eine „Gegen Datenrassismus“ vom Zaun brechen sollte. Langfristig wünscht er sich einen konstruktiveren Diskurs.

Brüder, zur Freiheit!
(spon.de, Jakob Augstein)
Konstruktivität wünscht sich Jakob Augstein auch von einer echte liberalen Partei, also dem Gegenteil von dem was die FDP im Moment darstellt. „Westerwelles FDP der Selbstbediener braucht kein Mensch – Deutschland fehlt eine echte liberale Partei.“

Wie ich Stalins Badezimmer erschuf
(Berliner Zeitung, Andreas Kopietz)
Lippenstift und Puderdose, Goldelse, Bundeswaschmaschiene: Berlins Sehenswürdigkeiten haben angeblich alle möglichen Spitznamen im Volksmund. Einer ist definitiv erfunden „Stalins Badezimmer“ für die Karl-Marx-Allee. Aus einer Rotweinlaune heraus schrieb Andreas Kopietz den Begriff in die Wikipedia und von da an nahm er eine erstaunliche Karriere.

NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von arvindgrover

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Netz & newshype

April, April für Rivva-Comeback, doch Rettung naht!

Die Meldung vom Rivva-Comeback war natürlich unser April-Scherz. Wir wissen nach wie vor nicht, warum Frank Westphal seinen Service eingestellt hat, aber allen Anschein nach, bleibt es dabei.

Allen denen, die sich Hoffnungen gemacht haben, können wir aber trotzdem Trost bieten:

Herrn Schirmmacher können wir auch nicht helfen, aber vielleicht Herrn Schirrmacher und euch, wenn ihr einen Rettungsring den Fluten an neuen Blogsposts und zahlreichen Artikel sucht.  Wir wollen euch und uns selbst wieder ein Werkzeug an die Hand geben, um die wichtigen Blogeinträge aus Deutschland zu finden.

Pell und ich arbeiten nämlich an einem neuen Blogaggregator. Das ist auch der Grund, warum es hier in letzter Zeit etwas stiller geworden ist. Unser neues Portal soll ermöglichen die meist verlinkten, meist diskutierten, interessantesten Blogeinträge zu finden, Debatten in Kleinbloggersdorf abbilden und die Blogosphäre verbinden.

Wir freuen uns natürlich, dass die Lücke für unsere Pläne anscheinend recht groß ist. Wir halten euch auf dem Laufenden und ihr werdet sehr bald von uns hören.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von DavidDennisPhotos.com

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Netz &

Rivva bald wieder zurück / Deal mit der SZ

Anfang des Jahres meldete sich der beliebte Blogaggregator rivva.de unvermittelt ab. Offline war sie, die Verbindungsplattform der Blogosphäre, die Debatten über Blogs hinweg ermöglicht und gefördert hatte. Zwar hatte es schon vorher ab und an Moratorien für Portals gegeben, wenn  beispielsweise die Grenzen des Servers erreicht waren oder Macher Frank Westphal sich unsicher war, wie es genau weiter gehen soll. Diesmal sah es allerdings nach einem Abschied für ewig aus. Die Kondolenzkommentare im Blog häuften sich und viele fragten nach dem Grund für das Aus des Dienstes.

Eine Antwort blieb Frank Westphal aus gutem Grund schuldig, denn wie das netzfeuilleton erfuhr, ist im Hintergrund einiges in der Mache: Der Dienst steht kurz vor seinem Comeback und hat einen mächtigen Partner an Bord. Ausgerechnet unter dem Dach von sueddeutsche.de soll das frühere Portal in die deutsche Blogosphäre demnächst wieder online gehen. Damit scheinen auch endlich die monetären Probleme des Dienstes beigelegt, denn für die Serverkosten dürfte der Verlag der SZ aufkommen.

Auf Anfrage bestätige SZ-Online-Produktmanager Franz Schirmmacher den Deal: „Wir glauben die Süddeutsche hat, abseits in ihres hervorragenden Rufes als Print-Produkt, online noch einen schweren Stand.“ Vor allem mit Aktionen wie dem Vorgehen gegen Commentarist.de habe man viel verbrannte Erde hinterlassen, gibt er unumwunden zu. „Wir hoffen, dass wir durch die Unterstützung eines  für die Blogosphäre wichtigen Portals Vertrauen der deutschen Internetszene zurückgewinnen können und Gelegenheit bekommen unsere Kompetenz auch in Sachen online unter Beweis zu stellen.“

Wann genau der Blogaggregator in neuem Gewand wieder das Licht der Öffentlichkeit entdeckt, wollte man noch nicht genauer angeben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Update: April, April, aber Rettung naht!

 

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Bewegen & Beschäftigen Politik

Experten allein auf weiter Flur: Mehr AKWs für Deutschland

Selbst ein politisch seit 55 Jahren unabhängiges Fachmagazin für Personen in geschlechtsreifendem Alter kann die Zeichen der Zeit nicht mehr ignorieren: Die Bravo fügt ihrer Ausgabe ein Anti-Atomkraft-Poster bei. Die Begründung dazu ist schlüssig, schließlich erreicht diese Zeitschrift eher die bis in weiter Zukunft betroffenen Generationen. Soweit diese zukünftigen Erdenbürger überhaupt schon lesen können oder geboren sind.

Andere Magazine widmen sich dem Thema eher wissenschaftlich, wobei die Gefahr hoch ist, dass man Dinge unreflektiert in die eigene Meinung übernimmt. Schließlich muss das ja ein kluger Kopf sein, dieser Experte, der da schreibt.

Wenn man dann in der aktuellen Lage auf das Interview von Barry Brook, australischer Klimaforscher und Nuklearexperte, verwiesen wird, muss man es mindestens zweimal lesen, um zu verstehen, dass seine Aussagen wirklich nicht zynisch gemeint sind. Hauptthese und Überschrift des Artikels „Deutschland muss mehr Atomkraftwerke bauen“ würde ich, ohne den Inhalt zu kennen, eher vom Titanic-Magazin erwarten. Doch es wird noch besser:

Trotzdem haben die Kraftwerke bisher kein einziges Menschenleben gefordert. (…) Wie gesagt, der Bevölkerung droht zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Gefahr – abgesehen vom der Zusammenbruch ihrer Stromversorgung.

Sollten in 9 Monaten vermehrt verkrüppelte Kinder in Japan geboren werden, kann auch kein Kausalzusammenhang zu einer (im übrigen bestrittenen) längst vergangenen Störung in einem AKW hergestellt werden.

Allein die Null-Risiko-Windkraft kostet jedes Jahr Menschenleben, weil Arbeiter bei der Wartung abstürzen.“

AKW’s werden nämlich nicht gewartet. Arbeitsunfälle sind nur für regenerative Energien typisch.

Japan hatte über Jahrzehnte eine sichere, emissionsfreie Versorgung. Das Land sollte die Vorteile nicht wegen eines Jahrtausendereignisses opfern.

Erdbeben und Tsunamis sind Ereignisse, die erst seit kurzem bekannt sind. Beides in Kombination wurde erst vor ein paar Jahren im pazifischen Raum erfunden. Und außerdem werden die Folgen des jetzigen Ereignisses ja noch tausende Jahre anhalten. Ein Neues wäre also vollkommen uneffizient und deshalb abzulehnen.

Moment, der Schaden in Japan ist nicht im geringsten vergleichbar mit Tschernobyl. Die Ursache von Fukushima war auch kein menschliches Versagen. Ganz anders Tschernobyl, dessen Reaktor schlecht designt und schlampig gewartet war.

Daraus lässt sich auch nicht folgern, dass der technische Fortschritt den Risiken der Atomkraft einfach (noch immer) nicht gewachsen ist.

Danach sind die Fragen so gut, dass es echt keinen Spaß macht, die zu kommentieren. An diesem Punkt war ich vom Interview enttäuscht.

Brook macht dann jedoch Vorschläge für sichere AKWs:

Mit modernen Technologie („fast reactor technolgy“) wird der Brennstoff kontinuierlich recycelt. So lässt sich Uran und Plutonium viel effizienter nutzen, infolgedessen sinkt die Strahlung der Abfälle rapide. Abfälle aus „fast reactors“ müssen nicht 100.000 Jahre lagern, sondern 300. Dann strahlen sie nicht mehr als ein Felsbrocken.

Die von Brook favorisierte Variante der Reaktoren wird mit Natrium gekühlt. Dieses reaktionsfreudige Element ist vollkommen ungefährlich. Genau wie Atomkraft bekanntlich im Allgemeinen. Beides in Verbindung beruhigt mich zutiefst, da unvorhergesehene/unvorhersehbare Ereignisse praktisch ausgeschlossen sind.


Da Physik aber, ähnlich wie Stuttgart21 ein Thema ist, von dem ich keine Ahnung habe, musste ich mich mühsam mit der radioaktiven Materie befassen. Das dürften wohl die Wenigsten derjenigen getan haben, die solche zukünftigen Reaktoren für Deutschland fordern.

Die Problematik mit den Argumenten der Atomkraftbefürworter liegt im Übrigen in sich selbst, wie die „Zeit“ deutlich aufzeigt.
Da der Super-GAU nur mit sich selbst vergleichbar ist, würde ich diesen Vergleich in der Praxis lieber scheuen und mich nicht auf Erfahrungswerte einlassen wollen. Sowohl mir als auch den Sympathisanten würden im Fall des Falles die Stimme versagen.

Den „neun Gemeinplätzen des Atomfreunds“ widmet sich auch abschließend die FAZ noch einmal selbst und Frank Schirrmacher entkräftet dabei auf sympathische Art und Weise die Argumentation des „eigenen“ Experten.

Das größte Problem an der Sache ist, dass auch die regenerativen Energien schlechten Einfluss auf die Umwelt haben, das kann nicht so ganz bestritten werden. Vielleicht ist in 55 Jahren ja auch wieder ein Poster in der Bravo: Windkraft, nein Danke!

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von MarcelG

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morgenlinks Siebbelag

Morgenlinks mit „Echo“-echo, verfälschten Interviews & Chronic Cartoons

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um etwas Lesestoff für  zu haben. Diese Woche mit:

Was ich beim “Echo” gelernt habe
(Stefan-niggemeier.de, Stefan Niggemeier)
Stefan Niggemeier war einer der Autoren der diesjährigen Echo-Verleihung und bietet einen in seinem Nachklapp einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des Preises und des Fernsehens. Plus die Erklärung, warum Inka bause in ihrerer Laudatio gar keine Alliterationen verwendet hat.

Die veränderten Interview-Zitate
(taz.de Hausblog, Maria Rossbauer)
Die taz führte ein Interview mit der deutschen Nationalfussballerin Lira Bajramajm, das Management entschied sich aber das Interview komplett neu zu schreiben und nur wenig dessen zu belassen, was Bajramajm eigentlich gesagt hatte. „Es schien fast so, als wollten sie Bajramaj nicht so haben, wie sie uns im Gespräch vorkam: Witzig, temperamentvoll und durchaus eine Meinung vertretend.“

„Ich bin kein Draufgänger“
(falter.at, Ingrid Brodnig)
Spannendes Interview mit dem Nah-Ost Korrespondenten Karim El-Gawhary. Er spricht über die Situation von Auslandskorrespondenten, schlechtere Bezahlung und mangelnde Geduld der Medien:“Früher begleitete die Auslandsberichterstattung einen Prozess. Man hat regelmäßig über ein Land geschrieben, das hat sich sehr gewandelt: Jetzt gehen wir Journalisten immer dorthin, wo es gerade brennt. Wir sind Feuerwehrleute geworden. Die kontinuierliche Berichterstattung ging verloren. Deswegen scheint es oft so, als würden Konflikte vom Himmel fallen.“

Gemächlich, praktisch, gut
(spiegel.de, Christian Buß)
Spiegel Online über den „Krisenmoderator“ Ranga Yogeshwar, der in der ARD ominpräsent die Vorgänge in Japan analysieren und erklären darf. Zu Gast in zahlreichen Sondersendungen und Talkshows darf er sogar „Dinge sagen sagen, die sonst keiner sagen darf, wenn er noch mal irgendwohin eingeladen werden will.“

Chronic Cartoons
(chronicartoons.de Andreas Eikenroth)
Ein ehrgeiziges Projekt ging Ende Februar zu Ende: Andreas Eikenroth hat ein Jahr lang jeden Tag einen Cartoon zu einem historischen Ereignis gezeichnet, das an diesem Tag satt gefunden hat. Sich da durch zu klicken funktiniert natürlich auch ein Jahr später noch und ist stellenweise sehr lustig. (via @saschajaeck)

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von INeedCoffee / CoffeeHero

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Flimmern & Sehen Großes Kino

Demnächst im Kino: Werbung und Product Placement

Morgan Spurlock hat ein neues Ziel: Mit „Super Size Me“ auf die Fastfood Industrie unter Beschuss genommen. Mit Erfolg: Nachdem Film nahm die Restaurant-Kette zum goldenen M ihr Super Size Menü aus dem Sortiment. (Selbstverständlich bestritten sie, dass es etwas mit dem Film zu tun hatte.) Vielleicht hatte er sogar Einfluss darauf, dass die Kommunikation mit Wraps und Salads Plus neu ausgerichtet wurde, einen gesunden Lifestyle vorgaukeln, den Spurlock damals widerlegt hatte.

Jetzt geht er auf die Werbebranche los und versucht sie mit ihren eigenen Waffen zu schalgen. Das Mission Statement von „The greates Movie ever sold“: „What we want to try and do is to create what is the Iron Man of Documentaries. Everything from top to bottom is branded from beginning to end.“

Spurlock führt uns hinter die Kulissen der Hollywood-Finanzierung und schaffte es sogar den Titel seines Films zu vermarkten, so firmiert der Film auch unter: „Pom Wonderful Presents: The Greatest Movie Ever Sold“.

Der Film feierte auf dem Sundance Festival Premiere und wird in den USA am 22. April das Licht der Spielhäuser entdecken, eine Start-Termin für Deutschland steht noch nicht fest, aber auch wir dürfen uns schon mal am Trailer erfreuen:

[via]

Product Placement gehört seit langem zu Hollywood und dem Filmbusinnes. Spurlock führt uns nun hinter die Kulissen und entdeckt gleichzeitig eine neues Feld: Werbeunterstützung für Dokumentationen, ein bislang eher unbeackertes Feld und natürlich Teil von Spurlocks eigenem Humor und satirischer Herangehensweise. Im letzten Jahr hat auch Deutschland einen großen Schritt getan: Mit dem neuen Rundfunkstaatsvertrag wurden Produkplatzierungen fürs Fernsehen geregelt.

Einer der größten und dreistesten Produkthudeleien, die mir im Gedächtnis sind, gebührt Will Smith in „iRobot“, wenn er immer wieder seine Chucks lobend in die Kamera hält.

Jetzt hier kaufen:

Das ist aber noch nicht der Höhepunkt der PP-Geschichte. Wer Nhacholbedarf hat oder sich die Wartezeit zum Kinostart von „The greates Movie ever sold“ verkürzen will, dem sein dringend dieses Video empfohlen. Allen anderen auch.

Dieser Beitrag enthält Product Placement von 2 DVDs, einer Bluray, mehren Kinofilmen, einem Schuhhersteller, einem Pommesbrater und bestimmt habe ich irgendwo noch mehr Unternehmensnamen eingestreut. Bezahlt wurde ich dafür aber gar nicht, ausser ihr kauft über die Amazon-Links oder klickt für diese Werbeveranstaltung auf den Flattr-Button. Das Bild gehört auch jemand, Sony Pictures Classic, und ist ein Screenshot.

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Bewegen & Beschäftigen morgenlinks Siebbelag Wort

Morgenlinks mit Wahlkreiseln, Hulkbürgern & Nicht-Fliegern

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um etwas Lesestoff für  zu haben. Diese Woche mit:

Die Volkswählhilfe
(wittileaks.posterous.com, Stephan Witt)
Wir basteln uns einen Wahlkreis: Stephan Witt entwickelt eine praktische Hilfe für alle die zur Landtagswahl müssen, aber noch unentschlossen sind.

JU-Menschenkette um den Stand der Grünen
(twitpic.com, Junge Union)
Ebenfalls Wahlentscheidungshilfe, aber wohl anders als gedachtet, leistet die Union mit ihren peinlichen Wahlkampf-Aktionen. In versucht sich die Junge Union mit einer Menschenkette vor den grünen Wutbürgern, den Hulks aus der Bevölkerung zu schützen. Sieht so Verzweilfung aus?

Im Toten Winkel
(spreeblick.com, Frédéric Valin)
@Freval schreibt über den deutschen Boykott einer No Fly Zone über Lybien. Zwar hat sich die Geschichte schon weitergedreht, die Gedanken bleiben aber lesbar, schließlich verharrt Deutschland, repräsentiert durch Westerwelle, weiter in einer Blockade-Haltung.

Atomhysterie – das Internet potenziert auch Halbwissen
(presseschauer.de, Daniel Schultz)
Letzte Woche hatten wir ihn auch hier, den Bericht des SWR über das Seekabel von Norway nach Deutschland, das angeblich von der Regierung blockiert wird. Der Presseschauer hat mal nachgefragt und die Blockadehaltung hat sich inzwischen ausgelöst, oder gab es so nie. Gute Nachricht.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von Stepheye

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Bewegen & Beschäftigen

Flattr Comments: Schmeichelhafte Kommentare

Das ich ein Fan von Flattr bin oder doch zumindest die Entwicklung mit einigem Interesse verfolge, konnte man schon an der ein oder anderen Stelle bemerken. Nun haben wir hier bei Netzfeuilleton ein neues Feature: Neben Postings und dem Blogs selbst können nun auch Nutzerkommentare geflattert werden. Also eure Beiträge zu diesem Blog. Oft sind es nämlich Kommentare die einen Artikel viel lesenswerter, die noch eine weitere Sicht eröffnen, ein Thema weiterdrehen oder spannende neue Argumente einbringen.

Wie funktioniert das?

Deshalb kann nun jeder von euch zusätzlich zu Namen, e-Mail und Homepage auch seine Flattr-ID zum Kommentieren angeben. Neben eurem Kommentar erscheint dann ein Flattr-Button und wenn anderen der Kommentar gefällt oder sie ihn besonders herausragend finden, können sie euch mit einem Klick Geld zu kommen lassen. Ihr werdet also für einen tollen Kommentar finaziell belohnt.

Eure Flattr-ID findet ihr in eurem Flattr-Profil auf der rechten Seite. Die ins Feld eintragen, Kommentar schreiben und sich schmeicheln (engl: to flatter) lassen.

Was ist Flattr?

Für diejenigen, die Flattr noch nicht kennen: Flattr ist ein „social Micropayment“ Dienst, der es einem erlaubt freiwillig für Dinge, die einem gefallen Geld zu geben.

Das funktioniert so, das man monatlich einen bestimmten Betrag festsetzt, den man verteilen möchte. Den ganzen Monat lang klickt man dann bei Beiträgen, die einem gefallen und einem etwas mehr wert sind, auf den Flattr-Button. Am Ende des Monats wird dann das Geld unter all den Geflatterten aufgeteilt. Setzt man beispielsweise 2 Euro als Monatsbeitrag fest und klickt auf 4 Dinge, die einem den Alltag bereichert haben, bekommt jeder der Schöpfer am Ende des Monats 50 Cent. Das ist nicht viel, aber eine kleine Aufmerksamkeit für alle, die sich Mühe mit ihren Inhalten geben.

Man kann natürlich jeder Zeit wieder aufhören (man schließt kein Abo oder ähnliches ab), in dem man sein Konto einfach nicht mehr auflädt. Ausprobieren schadet also nicht.

Der Vorteil ist: Sobald man einzahlt, kann man auch selbst von anderen geflattert werden und Geld für seine Inhalte bekommen. Zum Beispiel jetzt auch für ausführliche Kommentare im Netzfeuilleton.

Flattr kann man vieles, aber noch viel zu wenig. Vor allem Blogs haben den Dienst bislang installliert, aber auch bei der taz und dem Freitag sind alle Artikel flattrbar. Inzwischen funktioniert der Dienst sogar offline.

Kann ich das in meinem Blog auch anbieten?

Klar, geht sogar ganz einfach. Ich habe dafür das WordPress-PlugIn FlattComments. Es fügt dem Kommentarbereich eine Zeile hinzu, in der der User seine Flattr-ID angeben kann und übermittelt das „Thing“ dann an Flattr.

Auch für die „normale“ Integration ins Blog gibts es einfache PlugIns für WordPress und andere Plattformen. Eine Übersicht gibt es bei Flattr selbst.

 

Wer noch mehr zu Flattr wissen will, schaut in diesem Beitrag und demnächst wird das Blog micropayme.de zu Neuigkeiten und Entwicklungen bei Micropayments, auch über Flattr hinaus berichten.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von pasukaru76 (sry bad internet)

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Morgenlinks mit ohne Atomenergie, Grundkurs Marketing & Filmtiteln

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um etwas Lesestoff für  zu haben. Diese Woche mit:

Kommentar: Der Anfang vom Ende der Atomenergie
(rhein-zeitung.de, Christian Lindner)
„Es macht zornig, dass nüchternes Abwägen dafür nicht reichte, sondern dass es dazu einer Katastrophe bedurfte.“

bigotteriewahlkampfgeneralsekretär
(wirres.net, Felix Schwenzel)
Felix Schwenzel überprüft die Aussage, dass auf dem Rücken der Opfer der Katastrophe kein Wahlkampf gemacht werden dürfe. War da nicht was mit Kindesmissbrauch und Terror? Siehe dazu auch: „Politik ist nicht proportional.

Wie die Bundesregierung sauberen Strom aus Norwegen blockiert
(swr.de. Report Mainz)
Eine Frage beimAtomausstieg ist immer, wodurch die wegfallende Energie ersetzt werden soll: Mit Wasserkraftstrom aus Norwegen. Dazu bräuchte es nur ein Seekabel und einen kleinen Zsatz, dass erneuerbare Energien vorrang haben. Aber es wird blöockiert, anscheinend mit System.

Ein Moment im Grundkurs Marketing: Wie unfähig muss man sein, E10 floppen zu lassen?
(rhein-zeitung.de, Moritz Meier)
Wie kann es nur sein, dass die Regierung die Einführung eine Krafstoffes vergeigt, der ((zu Unrecht)) das Bio-Siegel trägt und billiger ist? „Einen billigen Ökosprit auf den Markt zu bringen ist doch ein Elfmeter. Aufs leere Tor.“

All the Aggregation That’s Fit to Aggregate
(nytimes.com., Bill Keller)
Bill Keller, der Chefredakteur der NY Times, macht sich Gedanken über seine Forbes-Platzierung und das Geschäftsmodell der Huffington Post und legt eine Verwandschaft von Aggregation zu Diebstahl nahe.

Verloren in Übersetzung
(zitty.de, Martin Schwarz)
Deutsche Verleihtitel von Filmen sind Quell ewigen Leids oder Gelächters. Da wimmelt es von Verschlimmbesserungen, Verfaälschungen und besonders interessant ist die Taktik englische Titel durch englische Titel zu ersetzen. Zitty sammelt ein paar Listen. Darunter auch:  Zehn deutsche Titel, besser als das Original.  Geht doch.

Bild unter CC BY-NC-ND 2.0 von Martin Gommel

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Bewegen & Beschäftigen Politik

Super-GAU in Fukushima

Es ist nicht nur das, was man sich nicht gerade für einen Samstagmorgen wünscht, nein viel mehr ist es ein realer Alptraum, bei dem man sich wünscht nicht aufgewacht zu sein, wenn man den Fernseher oder Twitter-Client anwirft und einen Bilder eines explodierenden Atomkraftwerkes erreichen. Ein explodierendes Atomkraftwerk.

Und wenn ich dann diese Zahlen hier zusammenrechne, sieht es so aus als wäre das Schlimmste eingetreten:

Als auch die Batterien leergelaufen waren – nach rund acht Stunden – lieferte das System kein Kühlwasser mehr an den Reaktorkern. Wenn das Kühlwasserniveau so weit falle, dass die Spitzen der Brennstäbe freiliegen, beginne der Schaden am Reaktorkern innerhalb von 40 Minuten, zitieren die Wissenschaftler aus einem technischen Dokument, dass die Umweltorganisation „Green Action in Japan“ übersetzt hat. Weitere 90 Minuten später werde das Reaktorgefäß beschädigt. Die Kettenreaktion erfolgt dann „unkontrolliert“.

8 Stunden + 40 Minuten + 90 Minuten = 10 Stunden und 10 Minuten, die sind glaub ich rum. Vor allem, wenn man weiterliest was dann passiert:

Die Schmelzmasse frisst sich dann durch die Stahlwände des Reaktorgefäßes. Dieses Gebäude soll den Austritt von Radioaktivität in die Umwelt verhindern. Eine Schmelze würde den Druck in dem Gebäude aber erheblich erhöhen. Dann kann es bei der Reaktion mit Wasserdampf zu einer Explosion kommen. In der beschädigten Anlage Fukushima besteht nun die Gefahr, dass Radioaktivität austritt – und der „Super-GAU“ eintritt.

Die japanische Regierung hat die Evakuierungszone auf 20 Km im Umkreis des Atomkraftwerkes ausgedehnt. 20 kM, denn jeder weiß ja, das atomare Strahlung, ätzender Regen und was da noch alles runterkommt, nach genau 20 KM stoppt.
Natürlich nicht, aber sie würden es nie sagen, weil sonst Panik ausbräche.
Wobei der japanische Regierungsprecher schon relativ deutlich war:

Via @Sixtus

Was sagt unser Umweltminister Herr Röttgen? Der möchte in der akuten Lage erstmalkeine politische Diskussion führen (ist ja auch verdammt unangenehm, wenn man grad eine Laufzeitverlängerung auf den Weg gebracht hat), ist sich aber sicher, dass für uns keine Gefahr besteht.
Keine Gefahr, sagt Röttgen /via @weltkompakt

Also, kein Grund zu Panik, wenn Norbert Röntgen Röttgen das sagt. Weiterschlafen!

Realistischer erscheint mir da, aber doch die Einschätzung des Greenpeace-Experten:
„Welche Auswirkung eine Kernschmelze haben könnte – das kann im Moment niemand auf der Welt beantworten“ sagt Greenpeace Experte von Lieven.

Wenn ich das Bild hier richtig interpretiere hat sich ein kompletter Kühlturm in die Atmosphäre aufgelöst. Sehe ich das richtig?
Vor der Explosion/Nach der Explosion

Unterschied zwischen GAU und Super-GAU? Super-GAU ist das ungefähr dümmste Wort „Super-Größter-Anzunehmender-Unfall“, das ist quasi superlativst. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied: Während man beim GAU den Unfall noch irgendwie unter Kontrolle kriegen könnte, ist beim Super-GAU alles zu spät. Und eben dafür spricht die Explosion. Auch hier noch mal die Erläuterung der tagesschau:

Von einem „Super-GAU“ spricht man, wenn ein Unfall nicht mehr beherrschbar ist, der Reaktorkern schmilzt oder der Druckbehälter birst. GAU steht für den größten anzunehmenden Unfall. Bei einem einfachen GAU handelt es sich per Definition um einen unter Einsatz aller Sicherheitssysteme noch beherrschbaren Störfall. Die Umwelt wird dabei nicht über die zulässigen Grenzwerte hinaus mit Strahlen belastet. Im Gegensatz dazu spricht man von einem „Super-GAU“, wenn ein Unfall nicht mehr beherrschbar ist.

Update: Offiziell bestätigt ist inzwischen die Kernschmelze, der Reaktorbehälter soll aber, nach den letzten Messungen, noch weitgehend unbeschädigt sein. Wie weit der japanischen Regierung, dabei zu trauen ist, ist eine andere Frage. (Soll keine Panik schüren, aber auch dereinst in Tschernobyl wurde lange noch behauptet, alles sei in Ordnung, man müsse lediglich kühlen.)

Update 2: Die Explosion soll nicht durch den Reaktor, sondern durch Kühlwasserdampf entstanden sein. Chief Cabinet Secretary Yukio Edano sagte, dass keine gefährlichen Gase bei der Explosion ausgetreten sein. Bei der Explosion ist die Reaktorhülle wohl beschädigt worden. Also genau wie in der Beschreibung von oben: Wasserstoff plus Kernschmelze = Explosion. Wäre nun noch Radioaktivtät ausgetreten, wäre das wohl der Super-GAU, ob wirklich keine ausgetreten ist, werden wir hoffentlich bald erfahren.

Update 3: Twitterer XiongShui(einer der schnellsten und besten Newstwitterer in D) hat mich grad nochmal aufgeklärt: Der GAU ist da, wir warten auf Super. Also das Glück ist wohl, dass die AKWs abgeschaltet wurden, das Pech, das trotzdem weiter Atom zerfallen, deshalb weiter gekühlt werden muss, sonst siehe Video oben. Ob das gelingt ist fraglich, Experten sprechen davon das die Kontrolle schon verloren ist. Die Amerikaner haben wohl spezielle Kühlflüssigkeit geliefert, die helfen soll. Aber wie sagt XiongShui weiter:
„Ob das gelingt wissen wir noch nicht, es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Druckaufbau gegen Kühlungsmöglichkeit.“

Was mich weiter beschäftigt sind das Video und das Vorher/Nachher-Bild: Da sieht man eine Explosion, Schockwelle und danach ist das Gebäude weg. Weg, pulverisiert und dabei soll nur die Hülle beschädigt worden sein? Edit: Auch hier konnte mir XiongShui weiterhelfen: Die Brennstäbe liegen in erster Linie unter die Erde, das Gebäude darüber ist insgesamt leer, darin sind Kräne etc. um die Brennstäbe zu bewegen. Deshalb kann diese Hülle durch eine Dampfexplosion auch so einfach so verpuffen und schaut man genau hin sieht man auch noch das Gerüst.

Japans Premier hat die Bestätigung der Kernschmelze doch wieder zurückgenommen, man weiß es nicht.

Update 4: Die internationale Atomenergiebehörde und CNN melden, dass die japanische Regierung die Verteilung von Jod-Tabletten vor. (via)
3 Arbeiter in Umgebung von Fokushima sind wohl einer so hohen Strahlenbelastung ausgesetzt wurden, dass sie behandelt werden, meldet die ARD-Korrespondentin.
Eindeutig von einer Kernschmelze wird nun nicht mehr gesprochen, aber die viele Experten gehen davon aus.
Was ich mich jetzt wieder Frage: Wenn die jetzt mit Meerwasser kühlen und sie wohl nicht diesen doppelten Kühlzyklus haben, wird dann nicht direkt atomar belastetes Material ins Meer gespült?

Vor rund 20 Minuten gab es ausserdem ein weiteres Nachbeben der Stärke 6.

Update 5: Atomexperte spricht von Super-GAU:

Der ehemalige Chef der Atomaufsicht in Deutschland, Wolfgang Renneberg, sieht in Japan keine Chance mehr für eine Kontrolle des Meilers Fukushima I. „Das ist das klassische Szenario, das den sogenannten Super-GAU umschreibt“, sagte Renneberg am Samstag. Eine Kühlung des Reaktors sei offenkundig nicht mehr möglich, die Batterien zur Versorgung des Systems müssten am Samstagmorgen erschöpft gewesen sein.
„Das ist das, was in manchen Kinofilmen inszeniert wurde.“ Japan bliebe offenkundig nur noch der Katastrophenschutz wie Evakuierungen oder das Verteilen von Jod-Tabletten. „Das sind aber keine Maßnahmen mehr, um den Reaktor zu kontrollieren.“ Das Austreten von Strahlung könne nach einer Schmelze des überhitzten Siedewasser-Reaktors nicht mehr gebremst werden: „Man kann sich das vorstellen, wie bei einem Dampfdrucktopf, wenn der Deckel geöffnet wird.“
Rund zwei Wochen lang würden dann radioaktive Partikel vor allem im gasförmigen Zustand wie etwa Cäsium und Jod in die Luft gelangen. „Danach hat man das Schlimmste überstanden.“

Aus einem guten Übersichts-Artikel der taz.

Alles was wohl noch zwischen dem Unbeschreiblichen (Da wir bereits eine Katastrophe sehen, in der alle Superlative aufgebraucht sind) und auch so schrecklichen steht ist die dünne Wand des Reaktorbehälters. Wird der Beton halten? Angeblich wird man darüber in 2,5 Stunden erfahren. Hoffentlich nicht so oder so.

Andererseits gibt es ja die Meerwasserkühlung, wobei auch dies ja eher eine Maßnahme sein könnte, um radioaktive Stoffe ins Meer und nicht in die Luft abzuleiten und man kann argumentieren, dass sie sich lediglich auf den Ernstfall vorbereiten wollen. Allerdings kamen die Aufforderungen Jod zu nehmen ja auch recht deutlich. Überhaupt, Jod-Tabletten in diesem Gebiet zu verteilen eine logistische unlösbar Aufgabe, oder? Verteilen die per Hubschrauber?

Die Betriebserlaubnis für Fukushima wäre übrigens im März abgelaufen, nach 40 Jahren Betrieb. (via @BastianDietz)

Update 6: Mit den Lecks in der Reaktorhülle von Reaktor 4 in Fukushima 1  ist er eingetreten: Der Super-GAU, was die Schäden und Folgen sind wird sich zeigen, vermutlich über lange Zeit. Bleibt zu hoffen, dass die restlichen Reaktoren unter Kontrolle gebracht werden können, uns fehlen ja schon jetzt die Superlative.