Rivva bald wieder zurück / Deal mit der SZ

Anfang des Jahres meldete sich der beliebte Blogaggregator rivva.de unvermittelt ab. Offline war sie, die Verbindungsplattform der Blogosphäre, die Debatten über Blogs hinweg ermöglicht und gefördert hatte. Zwar hatte es schon vorher ab und an Moratorien für Portals gegeben, wenn  beispielsweise die Grenzen des Servers erreicht waren oder Macher Frank Westphal sich unsicher war, wie es genau weiter gehen soll. Diesmal sah es allerdings nach einem Abschied für ewig aus. Die Kondolenzkommentare im Blog häuften sich und viele fragten nach dem Grund für das Aus des Dienstes.

Eine Antwort blieb Frank Westphal aus gutem Grund schuldig, denn wie das netzfeuilleton erfuhr, ist im Hintergrund einiges in der Mache: Der Dienst steht kurz vor seinem Comeback und hat einen mächtigen Partner an Bord. Ausgerechnet unter dem Dach von sueddeutsche.de soll das frühere Portal in die deutsche Blogosphäre demnächst wieder online gehen. Damit scheinen auch endlich die monetären Probleme des Dienstes beigelegt, denn für die Serverkosten dürfte der Verlag der SZ aufkommen.

Auf Anfrage bestätige SZ-Online-Produktmanager Franz Schirmmacher den Deal: „Wir glauben die Süddeutsche hat, abseits in ihres hervorragenden Rufes als Print-Produkt, online noch einen schweren Stand.“ Vor allem mit Aktionen wie dem Vorgehen gegen Commentarist.de habe man viel verbrannte Erde hinterlassen, gibt er unumwunden zu. „Wir hoffen, dass wir durch die Unterstützung eines  für die Blogosphäre wichtigen Portals Vertrauen der deutschen Internetszene zurückgewinnen können und Gelegenheit bekommen unsere Kompetenz auch in Sachen online unter Beweis zu stellen.“

Wann genau der Blogaggregator in neuem Gewand wieder das Licht der Öffentlichkeit entdeckt, wollte man noch nicht genauer angeben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Update: April, April, aber Rettung naht!

 

6 KOMMENTARE

  1. Da viele verlinken, keiner fragt und ich Frank gerade nicht erreiche: Das ist ein Aprilscherz, richtig?

    (Ich hoffe ja nicht… ;))

  2. Weil es zu schön um wahr zu sein wäre, hab ich bei der SZ angerufen – dort wusste niemand was davon und einen Franz Schirmmacher kennt dort auch niemanden. Schade eigentlich. Wäre ein toller Coup gewesen, SZ :)

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