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Wie bekomme ich einen Newshype Invite?

Wow, der Wahnsinn, was hier gerade auf uns einprasselt. Das Interesse da ist wusste ich ja, aber so viel Interesse? Die 20 Einladungen, die netzwertig vergeben hat, waren in weniger als einer halben Stunde weg.  Die meist gestellte Frage im Moment natürlich: Wie bekomme ich einen Invite zur geschlossenen Beta-Version? Darauf haben wir ja versprochen heute eine Antwort zu geben.

Wie kommt ihr also rein in die Welt der gehypten Blogartikel?

Ich habe in den letzten Tagen in mühevollster Handarbeit 500 Postkarten mit Beta-Invites beklebt. Diese werden ich und Pëll mit auf die Re:publica nehmen und dort dann verteilen. Seit ihr auf der Re:Publica habt ihr also gute Chancen einen Invite abzubekommen.

Newshype Invites

Wie findet man uns da?

Nun, ich hab meinen  Sessionplan für die Re:publica noch nicht fertig, deswegen werde ich dort irgendwo rumwuseln. Eine Session, bei der ich allerdings sicher sein werde, ist meine eigene.

Freitag, 15 Uhr im Kalkscheuen Workshop 1 ist als definitiv schon mal eine gute Adresse um mich anzutreffen.
Morgens stehe ich normalerweise am Tazpresso-Stand und wenn ich den ersten Kaffe hinter mit habe, bin ich auch ansprechbar.

Darüber hinaus lohnt es sich weiterhin den Twitter-Stream von @newshype zu verfolgen, dort werden wir in regelmäßigen Abständen unsere Position verlautbaren, ihr könnt uns da antreffen und bekommt dann eine der Postkarten in die Hand gedrückt, die Sascha Jaeck so wundervoll gestaltet hat.

Die erste Welle Einladungen gibt es also in gedruckter Form, Papier und ganz offline.

Wir freuen uns euch auf der re:publica zu treffen.

Update: Natürlich sollen diejenigen, die nicht auf der sind nicht leer ausgehen. Wir werden uns nach der re:publica etwas ausdenken, wie wir unsere Gästeliste erweitern. Der einfacher Grund dafür: Die re:publica wird uns rund um einspannen und uns keine Zeit geben, nebenher noch alle Invite Anfragen zu beantworten und zu befriedigen. Wir hoffen, ihr haltet es so lange noch aus. ;)

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Netz & newshype

Neuer Blogaggregator für Deutschland: Newshype ist da!

Es ist soweit! Der angekündigte, neue Blogaggregator für die deutsche Blogosphäre ist (mit ein wenig Verspätung) da. Gerade in den letzten Tage tauchte in den Blogs wieder eine Diskussion auf, wo denn die Blogdebatten in Deutschland hin seien, beziehungsweise, dass diese nicht mehr auffindbar sind.

Unsere Antwort auf dieses Problem hat einen Namen: Newshype.
Newshype will die meist verlinkten und meist diskutierten Artikel der deutschen Blogosphäre sammeln und damit Debatten zwischen Blogs abbilden. Dazu crawlen wir aktuell über 2000 Seiten und zugehörige Tweets.

Und jetzt sind wir online!

Allerdings erst in einer invitebasierten Beta. Ein paar Blogger haben heute morgen bereits eine Postkarten in ihrem Briefkasten gefunden mit Invitecodes, mit denen sie sich auf newshype.de einloggen können.
Aber auch ihr sollt nicht leer ausgehen. Wie ihr an einen Invite kommen könnt, werdet ihr hier am Montag erfahren.

Um das auf keinen Fall zu verpassen, empfiehlt sich der RSS-Feed und ein Twitter Abonnement von @newshype.

 

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Netz & newshype

April, April für Rivva-Comeback, doch Rettung naht!

Die Meldung vom Rivva-Comeback war natürlich unser April-Scherz. Wir wissen nach wie vor nicht, warum Frank Westphal seinen Service eingestellt hat, aber allen Anschein nach, bleibt es dabei.

Allen denen, die sich Hoffnungen gemacht haben, können wir aber trotzdem Trost bieten:

Herrn Schirmmacher können wir auch nicht helfen, aber vielleicht Herrn Schirrmacher und euch, wenn ihr einen Rettungsring den Fluten an neuen Blogsposts und zahlreichen Artikel sucht.  Wir wollen euch und uns selbst wieder ein Werkzeug an die Hand geben, um die wichtigen Blogeinträge aus Deutschland zu finden.

Pell und ich arbeiten nämlich an einem neuen Blogaggregator. Das ist auch der Grund, warum es hier in letzter Zeit etwas stiller geworden ist. Unser neues Portal soll ermöglichen die meist verlinkten, meist diskutierten, interessantesten Blogeinträge zu finden, Debatten in Kleinbloggersdorf abbilden und die Blogosphäre verbinden.

Wir freuen uns natürlich, dass die Lücke für unsere Pläne anscheinend recht groß ist. Wir halten euch auf dem Laufenden und ihr werdet sehr bald von uns hören.

Bild: Bestimmte Rechte vorbehalten von DavidDennisPhotos.com

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Netz &

Rivva bald wieder zurück / Deal mit der SZ

Anfang des Jahres meldete sich der beliebte Blogaggregator rivva.de unvermittelt ab. Offline war sie, die Verbindungsplattform der Blogosphäre, die Debatten über Blogs hinweg ermöglicht und gefördert hatte. Zwar hatte es schon vorher ab und an Moratorien für Portals gegeben, wenn  beispielsweise die Grenzen des Servers erreicht waren oder Macher Frank Westphal sich unsicher war, wie es genau weiter gehen soll. Diesmal sah es allerdings nach einem Abschied für ewig aus. Die Kondolenzkommentare im Blog häuften sich und viele fragten nach dem Grund für das Aus des Dienstes.

Eine Antwort blieb Frank Westphal aus gutem Grund schuldig, denn wie das netzfeuilleton erfuhr, ist im Hintergrund einiges in der Mache: Der Dienst steht kurz vor seinem Comeback und hat einen mächtigen Partner an Bord. Ausgerechnet unter dem Dach von sueddeutsche.de soll das frühere Portal in die deutsche Blogosphäre demnächst wieder online gehen. Damit scheinen auch endlich die monetären Probleme des Dienstes beigelegt, denn für die Serverkosten dürfte der Verlag der SZ aufkommen.

Auf Anfrage bestätige SZ-Online-Produktmanager Franz Schirmmacher den Deal: „Wir glauben die Süddeutsche hat, abseits in ihres hervorragenden Rufes als Print-Produkt, online noch einen schweren Stand.“ Vor allem mit Aktionen wie dem Vorgehen gegen Commentarist.de habe man viel verbrannte Erde hinterlassen, gibt er unumwunden zu. „Wir hoffen, dass wir durch die Unterstützung eines  für die Blogosphäre wichtigen Portals Vertrauen der deutschen Internetszene zurückgewinnen können und Gelegenheit bekommen unsere Kompetenz auch in Sachen online unter Beweis zu stellen.“

Wann genau der Blogaggregator in neuem Gewand wieder das Licht der Öffentlichkeit entdeckt, wollte man noch nicht genauer angeben. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Update: April, April, aber Rettung naht!

 

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Kleines Fernsehen Netz & Video

Jon Stewart Skullf#@ks the Blogosphere


Ob wir mit der Bezeichnung „Jon Stewart, Rächer der Enterbten“ auch übertrieben haben?

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Politik

Meuterei auf der Bounty

Auf dem Podium des Frankfurter Tag des Onlinejournalismus sprach ich noch davon, dass „das Netz“ sehr selten einer Meinung ist. Bisher war das eigentlich nur im Fall der „Zensursula“ so, was schwang doch dort für ein Aktionsdrang durch das Twitterweb; ein Ruck ging durch die Blogosphäre. Einheitlich marschierte man Richtung Bundestag, auch in Form der Piratenpartei, die bei der europawahl immerhin aus dem Stand auf 0,9% der deutschen Stimmen kam.
Mit dieser Einheit ist es, wie von Pell prophezeit, vorbei.

Zumindest was die Causa Piratenpartei angeht sind die Meinungen gespaltener denn je. Grund dafür ist Bodo Thisen, der auf der Bundesparteitag am Wochenende zum Ersatzrichter gewählt wurde und dessen geschichtliches Verständnis für einiges Stirnrunzeln sorgt. So zweifelte Bodo Thiesen mehrmals die Geschichtsschreibung bezüglich Nazideutschland und dem Holocaust an, unter anderem mit der Aussage:

„Solange der Holocaust als gesetzlich vorgeschriebene Tatsache existiert, sehe ich keine Möglichkeit, diesen neutral zu beschreiben. Zur Erinnerung an vergangene Zeiten. Es gab auch mal andere Doktrinen, z. B. die „Tatsache“, dass die Erde eine Scheibe sei. Diese Doktrin unterscheidet sich von der Holocaust-Doktrin im wesentlichen durch folgende Punkte: 1.) Heute existiert diese Doktrin nicht mehr, daraus folgend konnte 2.) offen darüber diskutiert werden, und Nachforschungen angestellt werden, und daraus folgt 3.) dass festgestellt wurde, dass diese Doktrin schlicht falsch war.“

[Quelle, via]

Diese und andere Zitate sorgten für einen Sturm in Blogs und auf Twitter. Da wurde dann wortreich diskutiert, ob Holocaustleugnung von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Da schwangen sich viele auf, als Verfechter in Richtung „man müsse doch mal alles sagen dürfen“ und es wurde überlegt, wo hört Meinung auf und wo fängt Fakt an?
Johnny Häußler schrieb dazu recht abschliessend:

Wenn wir die Relativierung des Holocaust als Spinnerei ignorieren, lassen wir dann auch sexistische Äußerungen am Arbeitsplatz wieder zu und tun wir schwulenfeindliche Äußerungen als harmlos ab? Wenn uns egal ist, dass ein Politiker öffentlich Juden verhöhnt, zucken wir dann auch mit den Schultern, wenn ein Lehrer unseren Kindern begeistert von den seiner Meinung nach guten Taten Hitlers berichtet? Lassen wir es gesellschaftlich zu, wenn Tausende Fußball-Fans einem schwarzen Spieler ihre Meinung in Form von „Neger! Neger!“-Sprechchören mitteilen?

Besonders hitzig war aber der Punkt, wie eine Piratenpartei, die sich die Freiheit auf die schwarze Fahne gedruckt hat, mit einem solchen Mitglied umzugehen hat. Inzwischen hat sie mit einer Distanzierung reagiert, dennoch hält unter anderem F!XMBR seine negative Wahlempfehlung aufrecht.

Vergessen ist also die gemeinsame Stoßrichtung mit der die Netzgemeinde die etablierte Politik lehren wollte: „Ihr werdet euch noch wünschen,wir wären politikverdrossen.“ Zumindest die Piratenpartei hat unter den Netzanhängern als breit akzeptierte Wahlalternative einen ordentlichen Riss. Dabei sollte sich wohl jeder überlegen, als was er die Piratenpartei wählen wollte. In der Hoffnung, dass sie sich als die neuen Grünen in der Parteienlandschaft etablieren, oder als Schuss vor den Bug der anderen Parteien, um diese zu zwingen Netzpolitik auf die Agenda zu setzen.
Für letzteres taugt die Piratenpartei noch immer, für ersteres braucht sie noch viel Zeit.

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Bewegen & Beschäftigen Gesellschaft Politik

Überschätzt sich das Internet?

In den letzten Wochen kämpfte das Internet gegen ein Gesetz, das in vielerlei Hinsicht Zweifel aufkommen lässt. Teils mit großer Energie, klaren Begründungen und interessanten Erfolgen, teils mit populistischem Wahn und fanatischem Druck. Eine Ministerin hat nun einen historischen Beinamen erhalten, einige Änderungen am Gesetzesentwurf wurden vorgenommen und trotzdem scheiterte der Aktionismus letztendlich.

Und doch feiert man sich an vielen Stellen selbst, sich und das Internet, sich und „die Community“, sich und die Zusammenarbeit – sich und die Erfolgslosigkeit? Man kann sich darüber freuen, dass so viele Menschen mobilisiert werden konnten, die Mahnwache schnell ihre Mitglieder fand, gleichzeitig auch, dass eine Petition in wenigen Wochen über 100.000 Menschen gewinnen konnte. Auch zeigte das Netz durchaus politisch zu sein, sofern es betroffen ist. Lob an dieser Stelle ist sicher berechtigt, aber von besonderem Stolz kann auch hier nicht gesprochen werden. Wieviele Politiker äußerten sich wirklich zu der Kritik in den ganzen Blogs? Hat die Petition jemals starke Erwähnung gefunden? Wer las all die Mühen, bis auf die Schaffenden selbst?

Wenn sich die SPD für das Gesetz entschloss, um reisserischen Überschriften zu entkommen, kann der große Aktionismus der Internetcommunity doch wirklich nicht nur gefeiert werden. Wo blieben die relevanten Schritte der großen Alphatiere, die sich sichtlich bemühten, aber doch keinen Eindruck in der Politik hinterließen? Wieso schaffte es niemand, sich vor die Fernsehkameras einer Polittalkschow zu stellen? Wo Medieninkompetenz gegenüber der einen Seite laut wird, fragt man sich zuweilen, ob man im Internet nicht zu sehr vom eigenen Medium überzeugt zu sein scheint. Während man über Blogs, Twitter und Foren auf sich aufmerksam machen konnte, war es der SPD dennoch wichtiger, die Menschen, die nicht so stark im Internet zu finden sind, nicht als Wähler zu verlieren.

Obwohl also „Zensursula“ für jeden informierten Internetnutzer ein Begriff ist, verschlossen sich die Mainstream-Medien vor der Berichterstattung. Natürlich kann man nun mit dem Finger zeigen und die blinden großen Tiere beschuldigen oder sich an die eigene Nase fassen und diese Niederlage vielleicht als kleinen Appell sehen, der doch in klarer Linie aussagt, dass man über den Tellerrand zu schauen hat, wenn man mehr als die ohnehin schon überzeugte Gemeinschaft auf die eigene Seite ziehen will.

Das Internet, das in den letzten Wochen stark von einem „wir“ sprach, sollte sich nun noch verstärkt um den Traum bemühen, statt selbstverliebt und unbeholfen den eigenen Aktionismus hochzuloben, wenn es nicht wie die heulenden Fans der deutschen Nationalelf nach der Weltmeisterschaft 2006 klingen möchte, die bis heute von ihrem Weltmeister der Herzen schwärmen, weil die Realität zu schmerzhaft ist. Es ist in jedem nur erdenklichen Ermessen traurig, im großen Umfang ignoriert zu werden, doch dem Grundgesetz hinterher zu winken, wie es an vielerorts geschieht, wird am großen Aspekt nicht viel ändern. Die Internetgemeinschaft wäre gut beraten, weiter festzuhalten, die Verfassungsklage einzureichen und mit Präsenz in den großen Medien für mehr Aufmerksamkeit zu kämpfen. Die andere Option ist in den Keller der Generation 64 zu gehen und mit der Trägheit seit dem Ergebnis fortzufahren, dann aber, ist das Ziel mehr als verfehlt.

Foto unter CC, flickr, Euphoriefetzen.