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Bewegen & Beschäftigen Viralität

Werbung auf Pornoseiten, Buzzfeed International & Offshore-Leaks | morgenlinks

Die morgenlinks diesmal ausnahmsweise wieder ohne Video, weil gleich mein Flieger geht und die Zeit für den Upload nicht mehr ausreichen würde. Ihr dürft diese Woche aber noch ein Interview mit Daniel Domscheit-Berg erwarten, deshalb lohnt es sich den Youtube-Kanal zu abonnieren.

MR068 Offshore-Leaks

(kuechenstud.io, Philip Banse)
Super spannender Blick hinter die Kulissen von Offshore-Leaks. Philip Banse spricht mit dem maßgeblich beteiligten Datenjournalisten Sebastian Mondial, über seine Arbeit an den geheimen Festplatten, wie es war das mit 80 Journalisten zu koordinieren, die Daten zu verschlüsseln. Mondial gibt dabei auch zu, wo Ihnen Fehler unterlaufen sind und was er heute anders machen würde.

How to Advertise on a Porn Website

(eat24hours.com)
Pornowebseiten haben Unmengen an Traffic, aber nur wenig Werbung. Beziehungsweise die meiste Werbung ist für andere Pornoseiten oder zweifelhafte „Enlarge your Geschlechtsteil“-Dienste. Die amerikanische Lieferfirma eat24 hat die Chance genutzt und auf einschlägigen Seiten Werbung für ihren Bringdienst geschaltet: Mit großem Erfolg, für einen Bruchteil der Kosten, selbst von Google oder Facebook-Werbung, haben sie ein Vielfaches des Traffic erzielt. Sicher nicht für jedes Produkt passend, aber spannend.

Memo To The BuzzFeed Team#

(linked.in, Jonah Peretti) Der Gründer von BuzzFeed gibt in einem Memo an seine Mitarbeiter die Marschrichtung für das nächste Jahr vor. Ein spannender Punkt:

„There is a huge opportunity to be the leading news source for the social, mobile world.“

Außerdem will man sich internationalisieren, allerdings will mann nicht, wie die Huffington Post auf lokale Ausgaben setzen:

„We won’t launch different sites in different markets, or the equivalent of ‚local newspapers‘ in every market. We will have one big global site that will dynamically change to meet the needs of different countries and languages.“

[alert title=““ bg_color=“blue“ text_color=“white“]Die angenehmste Art die morgenlinks zu konsumieren ist übrigens per eMail-Newsletter. Dann gibt es einmal die Woche die besten Artikel zu Netzkultur & Medienwandel ins Postfach. Jetzt eintragen![/alert]

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Kleines Fernsehen Youtube News & TV 2.0

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: Statt Quote ein Preisschild für verschiedene Plattformen

Wir haben in der Reihe „Meet the Media Executives“ mit dem ZDF-Chefredakteur Peter Frey über die Digitalisierung beim ZDF, die Bedeutung der Fernsehquote in einer zunehmend digitalen Welt und die Zukunft der Nachrichten gesprochen.

Herr Frey, das ZDF darf sich ja immer Fragen nach der Quote anhören und meine erste Frage wäre jetzt: Wie wichtig ist die Quote eigentlich noch und in wieweit werden auch digitale Abrufzahlen in den Mediatheken immer wichtiger?

ZDF-Chefredakteur Peter Frey:

Ich halte die Quote für wichtig, weil sie uns einfach sagt, wie das was wir machen beim Publikum ankommt. Und ich glaube jeder Journalist will gehört werden. Die Quote gibt Aufschluss darüber, ob wir gehört werden mit unseren heute-Nachrichten, mit dem heute journal, mit den Magazinen und im Unterhaltungsbereich ist es natürlich genauso. Wenn wir nicht auf die Quote achten würden, hieße dass eigentlich, dass wir an der Öffentlichkeit vorbeisenden. Das kann es nicht sein. Gerade bei einem beitragsfinanzierten System. Also die Quote ist wichtig, aber natürlich ist sie nicht alles, weil wir uns auch ein bestimmtes Profil leisten, leisten müssen und auch weniger erfolgreiche aber wichtige Themen dann sozusagen im Schlepptau von erfolgreichen Serien, Spielfilmen, Fußballspielen mitnehmen.

Zukunft der Quote: Ein neues Preisschild für unterschiedliche Plattformen

Aber gerade in den Digitalkanälen ist es ja so, dass für junge Sendungen, wie auf zdf_neo, hinterher in den Mediatheken höhere Abrufzahlen haben, als vorher Quoten gemessen wurden. Also was spielen hier die Messwerte für eine Rolle?

Peter Frey:

Im Grunde versuchen wir im Moment ein Preisschild zu entwickeln, wo wir die Wahrnehmung auf den unterschiedlichen Plattformen dann auch messen. Es ist ja häufig so, dass ein Film zum ersten Mal im Hauptprogramm läuft und dann macht er seine Karriere. „Terra X“ läuft zdf_neo, Phoenix, läuft auf zdf_info und zwar in hohen Frequenzen. Wir hatten im letzten Jahr 1.800 Wiederholungen von „History“, unserem Geschichtsformat, quer über alle Plattformen, da kommen dann wirklich viele Millionen Zuschauer zusammen. Also der Erfolg bei der Erstausstrahlung sagt in der Tat nicht alles und die Abrufzahlen online werden immer wichtiger.

Was bieten sie eigentlich für ein jüngeres Publikum im Hauptprogramm, oder andersherum gefragt: Schieben Sie das junge Publikum in die Digitalkanäle ab? Weil sie diese dann sowieso nur noch Online erreichen und es nur irgendwo gesendet haben müssen, damit es auch online stehen darf?

Peter Frey:

Natürlich sind wir im Hauptprogramm in einem Spagat und die Mehrzahl des Publikums des ZDF ist ein älteres Publikum und trotzdem wollen und müssen, und geben uns alle Mühe auch für Jüngere, und das heißt bei uns ja unter 50-jährige, ich rede ja nicht von Jugendlichen, ein Angebot zu machen. Wenn ich sage Spagat, dann wissen wir auch, dass gewisse Genres bei Jüngeren gut ankommen, wir aber Verluste bei Älteren zu gegenwärtigen haben und das müssen wir miteinander in ein vernünftiges Verhältnis bringen. Es gibt aber eine ganze Reihe von Sendungen, die bei Jungen und Alten gleich erfolgreich sind, wenn ich an die heute-show denke zum Beispiel. Auch das heute-journal ist als anspruchsvolle, 30-minütige Nachrichtenhintergrundsendung dann bei Jüngeren erstaunlich erfolgreich.

Nachrichten für die Generation YouTube

Wenn wir dann doch mal unter 50 und bei den ganz jungen schauen, die jetzt mit YouTube aufwachsen, da auch eine ganz andere Optik mit wilden Jumpcuts und ganz, ganz kurzen Formaten kennenlernen, machen Sie sich da schon Gedanken, wie für eine solche Zielgruppe Nachrichten aussehen müssen?

Peter Frey:

Erstens sind wir ja schon da bei YouTube, wir sind auch schon da bei den ganz jungen, beim Kinderkanal, das ist ja auch ein Kind von ARD & ZDF. Was die Nachrichten angeht ja, wir haben eine Arbeitsgruppe „Jüngere Nachrichten“ eingerichtet, um mal zu definieren, wie definiert man das eigentlich. Definiert man das in erster Linie über den Inhalt, gibt es andere Inhalte die für jüngere Leute interessant sind oder definiert man es in erster Linie über die Form. Ich glaube nicht, das nehme ich schon mal vorweg, dass immer schneller, immer kürzer das richtige Rezept ist. Es kann kein Zufall sein, ich komme nochmal darauf zurück, dass eine so seriöse, solide und auch anspruchsvolle Nachrichtensendung, wie das heute-journal auch für Jüngere attraktiv ist und übrigens auch die tagesschau, die gute alte tagesschau ist häufig genug bei der ARD die jüngste Sendung des Tages.

Aber gerade die tagesschau steht ja gerade in der Kritik, dass dieses Sprechermodell nicht mehr so aktuell ist. Gerade auch für eine immer komplexer werdende Welt, in der es nicht mehr reicht nur Fakten aufzuzählen. Haben sie da mit dem heute-journal den besseren Ansatz?

Peter Frey:

Ich glaube das sind zwei ganz unterschiedliche Genres und ich bin jedenfalls froh, dass das hintergründige, erklärende, nachhaltende, was das heute-journal bietet, sein Publikum findet.

Themen statt Technik

Gut und als Abschlussfrage: Was glauben sie muss ein Medienmanager der Zukunft mitbringen?

Peter Frey:

Begeisterungsfähigkeit. Begeisterungsfähigkeit für die Themen. Manchmal kommt es mir so vor, dass diese sehr technisch getriebene Debatte ein bisschen das unterpflügt, was wir eigentlich inhaltlich dem Publikum nahebringen wollen. Darum geht es ja auch, was bieten wir eigentlich an, welche Themen sind die, die Gesellschaft weiterbringen, aufregen, aufwühlen. Aber sicher auch Begeisterungsfähigkeit für all das neue und frische, was wir im Moment ja in einer Schlagzahl zu verkraften haben, wie es noch nie vorher der Fall war.

Das gesamte Interview mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey:

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Mehr…

 Dieser Beitrag erschien zunächst für das TV 2.0-Blog des TV2.0Summit.

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morgenlinks Siebbelag

Nachrichtengeschichte, Netzgemeinde & Nerdwissen | morgenlinks

Schon wieder Dienstag, Zeit für eine neue Ausgabe des morgenlinks Newsletter.

Riptide – What really happened to the news business

(niemanlab.com)
Das Nieman Lab hat die Geschichte der Nachrichtenindustrie seit 1980 aufgeschrieben. Vom Aufkommen des Teletext über das Entstehen der Blogosphäre und den Fehlern in den Anfängen von Online analysiert diese epische Geschichte in 15 Kapiteln und über 60 Interviews, wie das Nachrichten & Zeitungsgeschäft in die Krise kam, in der es nun steckt. Ich habe selbst noch nicht alles gelesen und werde mir das wohl mit in den Urlaub nehmen.

Netzgemeinde

(mspr0.de, Michael Seemann)
Gibt es nun die Netzgemeinde oder nicht? mspro sagt eindeutig ja, auch wenn viele andere das immer wieder abstreiten oder sich selbst davon distanzieren:

„Eine Gemeinschaft besteht nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikationen, die ihre Anschlussfähigkeit unter anderem in der Unterscheidung von Selbst- und Fremdreferenz gewährleisten. Luhmann nennt diesen ständigen Prozess der Selbstkonstitution von Gemeinschaften auch ‚Autopoiesis‘. Wann immer wir von den ‚Internetausdruckern‘ reden, oder den Journalisten (gern auch Mainstream- oder Qualitätsjournalisten, etc), auch wenn wir davon reden, dass wir den Anschluss an die Youtubegreneration verloren haben, wann immer wir ‚wir‘ sagen und uns adressieren – unter welchem Namen auch immer – konstituieren wir die Netzgemeinde. „

Passend dazu auch ein schöner Vortrag von miinaaa auf der #om13.
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Man kann die wöchentlichen morgenlinks sponsern und erreicht somit alle Newsletter-Abonnenten, das Publikum auf YouTube und im Blog. Gerne mache ich persönliche angeboten. Einfach melden.

 

50 Things a Geek should know

(Virtualshosting.com)
Eine Listicle Infografik, mehr geht ja gar nicht. Aber trotzdem sehr nett: 50 Dinge die jeder Nerd/Geek kennen sollte. Zum einfach selbst testen mit Auswertung am Schluss. Wie Geek bist du? Sag dein Ergebnis gern in den Kommentaren oder an @netzfeuilleton.

Nächste Woche gibt es wieder eine neue Ausgabe, ich freue mich über Weiterempfehlung und Feedback. Eine schöne Restwoche.

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Siebbelag

#Schlandkette: Kai Diekmann stichelt gegen Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters

Ausgerechnet BILD-Chefredakteur Kai Diekmann macht sich über die Boulevard-Inhalt bei der Welt lustig. Nachdem sich Jan-Eric Peters, der andere Chefredakteur der Springer-Gruppe, genauer von der Welt, über die viele Berichterstattung rund um die #schlandkette am Rande des TV-Duells ärgerte, antwortete Kai Diekmann mit Artikeln aus der WELT, die sich mit Themen aus der Boulevard-Welt und eben jener genannten Schlandkette beschäftigen. Peters hatte sich geärgert, dass die Schlandkette Quatsch sei und zur „totalen Trivialisierung“ der Politik führe. Gerade die BILD hatte sich gestern massiv mit der Schlandkette beschäftigt und auch Exemplare an Leser verlost, aber auch die WELT konnte sich dem Hype um den schwarz-got-goldenen Halsschmuck dann nicht entziehen und veröffentlichte ebenfalls Artikel zu dem Thema. Das gab Diekmann Munition zum Gegenangriff und er antwortete Ironisch: „Und überhaupt: Nich‘ mal ignorieren so ’nen Quatsch!“, mit Bild von einem WELT-Artikel über die Schlandkette.

Nur eine kleine Stichelei, aber doch bemerkenswert, dass sich die beiden Chefredakteure der Springer-Gruppe öffentlich so angehen und dann auch noch über das Thema Boulevard Inhalte. Aber wahrscheinlich ist das nur wieder so eine Inszenierungskiste, die ich nun dankbarerweise aufgegriffen habe.

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Politik Siebbelag

TV-Duell, Twitter & Armut als Lebensstil | morgenlinks

Herzlich Willkommen zu den morgenlinks, diesmal leider ohne Videokommentar, weil die Technik gestreikt hat. Wer mich doch in Videoform sehen möchte, kann das Digitale #Quartett von gestern Abend anschauen, in dem ich mal wieder zu Gast war. Es ging um das TV-Duell, die @schlandkette und Twitter. Mein ganz eigener Rückblick auf das Duell in Form von GIFs gibt es hier.

Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase

(olereissmann.de, Ole Reißmann)
In meiner Timeline ging es ganz schöne Rund, während des #tvduell. Ich kam kaum hinterher, rund 173.000 Tweets wurden während der Sendung dazu abgeschickt und das Meme der @schlandkette machte schnell seine Runde. Doch die Twitterblase ist nur ein kleiner Teil der Wahlbevölkerung. Ein Bubble, die Ole Reißmann (nach Update) auf 0,058% der Wahlberechtigten beziffert. Darüber haben wir auch in der oben erwähnten #Quartett Sendung gesprochen.

Armut als Lebensstil – Das prekäre Leben

(neueelite.de, Yeah Sara)
Amy&Pink war früher als “BILD-Zeitung der Hipster” verschrien, davon hatte der Gründer Marcel Winatschek irgendwann genung, stampfte es ein und setzt nun auf Texte, statt Titten. Und da ist auch gleich ein toller dabei. Über das Leben der Generation Prakitkum, die lebt um zu arbeiten, ohne das das Arbeiten zum Leben reicht.

#Weltschmerz ist sein Held

(zeit.de, Nina Pauer)
Eine ganz tolle Einlassung von Nina Pauer auf den Twitterer @NeinQuarterly, der als Professor für deutsche Literatur in Pennsylvania über den akademischen Betrieb und die deutsche Sprache auf der Kurznachrichtenplattform schreibt. Fatalistisch, philisopisch und auch mal für ein Lachen gut.

„You don’t have to be angry to speak German. But it helps.“

Wer nächste Woche die morgenlinks, dann hoffentlich wieder mit Video, per Mail bekommen möchte, der kann sie hier kostenlos abonnieren.

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Politik

Das TV-Duell in animierten GIFs

TV-Duell, das war es also. Der Höhepunkt des Wahlkampfs, selbst eher arm an Höhepunkten. Ich habe trotzdem versucht, welche zu finden und diese in animierten GIFs zusammengefasst. Musste ja kommen, oder?

Merkel hat eine Kette in Deutschlandfarben an

schlandkette
Und das Internet, wäre nicht das Internet, wenn diese Kette nicht Minuten später unter @schlandkette einen eignen Twitteraccount mit über 5.000 Followern hätte. Merkel trug diese Kette übrigens schon 2009 bei der letzten Wahl.

Peer sagt, das stimmt doch nicht

stimmtdochnicht
Auf die Frage von Raab, ob seine Drohung die Kavallerie gegen Steuersünder zu Satteln eine Leere sei. Insgesamt ging es viel um Geld. Ich frage mich, was sich das Moderatorenteam dabei gedacht hat ausgerechnet mit diesem Thema anzufangen und ihm so viel Platz einzuräumen. Sicherlich ein wichtiges Thema, aber doch nicht gerade catchy zum Start und auch eines, das wenig Visionen zulässt. Die fehlen übrigens im ganzen Duell. Sind wahrscheinlich beim Arzt.

Zwischen durch moderiert mal Merkel

tvduell

Weil die „echten“ Journalisten ziemlich schwach bleiben und in ihrem Politiktalkmodus verharren. Verbeissen sich an den falschen Stellen und wollen Zahlen hören, während Sie an anderer Stelle Merkel den Patzer durchgehen lassen, zu behaupten Renten würden in Deutschland nicht versteuert.

Merkel hat keine Lust die Fragen von Anne Will anzuhören, geschweige denn zu beantworten.

merkelfragen

„Ich antworte mit einem klaren Ja, um dann noch Zeit zu haben etwas anderes zu sagen.“, ist ein echter Satz der von Merkel gefallen ist. Gut, in dem Fall ging es darum, ob Politiker in Deutschland genug verdienen und Peer Steinbrück hat sich hier geschickt rausgewunden. Aber das Antworten auf nicht gestellte Fragen und Nicht-Antworten auf gestellte, war Programm.

Peter Klöppel hat einen tollen Kulli

kloeppelkuli

Trat ansonsten aber nicht in Erscheinung.

Merkel versichert, dass die NSA unsere Daten nicht auf deutschem Boden überwacht

aufdeutschemboden

Irgendwann kam man dann doch noch auf den NSA-Skandal zu sprechen und Merkel betritt weiter #Neuland. Weit voran gekommen ist sie nicht. Sie wiederholt das Statement, dass auf deutschem Boden unsere Daten nicht von der NSA abgehört werden. Das eine eMail auch zwischen zwei .de-Adressen die Landesgrenzen verlassen kann, hat ihr wohl noch immer niemand gebrieft.

Raab ist King of Kotlett

kingofkotlett
Der Sieger des Duells ist wohl Stefan Raab. Nachdem sich vorher noch etliche Journalisten Gedanken darüber machten, ob der das überhaupt darf, so ein unfassbar wichtiges Duell moderieren, stellte er alle anderen drei Moderatoren in den Schatten. Das war vielleicht nicht schwer, den außer Illner machten die, wie oben erwähnt, keine tolle Figur. Hier versucht er gerade Peer Steinbrück zu einer großen Koalition zu überreden, die er sich selbst wünscht. Mit dem denkwürdigen Satz vom „King of Kotlett“.

Aber Peer lässt sich nicht breitschlagenpeerer

Und schließt erstmal sowohl eine GroKo mit ihm als zweitem Mann, als auch Rot-Rot-Grün (mit ihm) aus. Daraus kann Merkel noch einen Stich machen, indem sie das umwandelt in: Bei einer Koalition geht es immer erst einmal darum, ob es dem Land dient und nicht ob es vielleicht der Partei schadet.

Merkel spricht der FDP ihr allervollstes Vertrauen aus.

allervollstesvertrauen

Das sie vielleicht doch auf eine Große Koalition zusteuert zeigt sich darin, dass sie der FDP ihr allervollstes Vertrauen ausspricht. Und wir wissen alle, wozu das führt.

 

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Video

Internetdating: Wenn Facebook & Pinterest sich verlieben

Wundervoller Kurzfilm, der es schafft kleinen Papierschnipseln Leben einzuhauchen und mit unglaublich viel Liebe zum Detail ohne Worte eine Geschichte erzählt: Wie Facebbok & Pinterest ein Paar wurden. Besonders gut gefällt mir der Gastauftritt von Instagram und YouTube, aber seht selbst.

Pinterest & Facebook Dating

Das Video von gamerboymedia hat gerade die Monday Challenge von Filmriot für beste Cinematographie gewonnen.

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Kleines Fernsehen morgenlinks Siebbelag

Zukunft des Fernsehens, Pressefreiheit & Livestreams | morgenlinks

Hier wieder einmal Sammlung und Commentary der spannendsten Geschichten zu Medienwandel & Netzkultur

 

Kevin Spacey: „Das Fernsehen hat das Kino überholt“

(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Kevin Spacey hat beim James MacTaggart Memorial Lecture im Rahmen des Edinburgh International Television Festivals eine viel beachtete Rede gehalten. Über die Zukunft und Vergangenheit des Fernsehens und die Parallelen zum Netz. Äußerst sehens & lesenswert. Sein Mentor Lemmon erklärte ihm damals:

“Junge, Du musst verstehen: Fernsehen war damals brandneu. Es war ein neues Medium und niemand wusste, ob es sich durchsetzen würde. Also wurde alles ausprobiert. Es war noch nicht kommerzialisiert. Das war ein Gefühl von totaler Unbekümmertheit.”

Dasselbe gilt momentan für das Netz und Daniel Bröckerhoff hat das ganze nochmal auf den Journalismus übertragen.

 

Die Zeitung der Zukunft – ein Ort der Freiheit

(dirkvongehlen.de, Dirk von Gehlen)
Was sich beim Guardian abgespielt hat, ist nach wie vor unfassbar. Man muss sich das mal als Filmszene vorstellen: Geheimagenten überwachen im Keller, wie eine Festplatte mit wichtigen Daten zerstört werden. Das hätte George Orwell aus seinem Roman rausgeschmissen, weil es zu platt wäre. Und nun ist das Wirklichkeit. Es gilt die Pressefreiheit zu verteidigen. Unser aller Freiheit, sie ist unter solchem Beschuss, wie noch nie.

Der HuffPo-Beweis: Video funktioniert auch bei Verlagen

(netz-lloyd.de, Julius Endert)
Die Huffington Post betreibt seit einer Weile einen Livestream, mit mehr als beachtlichen Abrufzahlen. Warum das unter anderem funktioniert:

„HuffPost Live schafft es tatsächlich, die Konversation mit den User auf Trägermedium Video auszuweiten. Die Nutzer können jederzeit in den Stream „reinspringen“, sich kurz über das Thema orientieren und gleich mitdiskutieren. Kommentare und Stream stehen gleichgewichtig nebeneinander, das ist neu: Der User kann sich als Teilnehmer ernst genommen fühlen.“

Wenn ihr das ganze hier im Browser gelesen habt, freu ich mich. Müsst ihr aber nächstes Mal nicht unbedingt. Ihr könnt auch einfach den Newsletter abonnieren und einmal die Woche die besten Artikel zu Medienwandel & Netzkultur im Postfach haben.

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Zeitung

Der Streit beim SPIEGEL in animierten GIFs

Es gibt heftigen Zoff beim SPIEGEL, der neue Chefredakteur Wolfgang Büchner hatte sich den BILD-Vize Nikolaus Blome als seinen Stellvertreter gewünscht, damit sind die Mitarbeiter aber gar nicht einverstanden. Ich habe mir mal überlegt, wie das Ganze in GIFs aussehen könnte.

Die SPIEGEL-Redakteure auf die Ankündigung das Blome neuer stellvertretender Chefredakteur werden soll

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Schließlich galt eine solche Berufung bis vor kurzem noch als Satire.

Auch Franziksa Augstein war von dem Vorschlag nicht begeistert.

tumblr_mkjtaxXFNh1s9fy0go1_500Ihr Bruder Jakob Augstein hat hingegen ein gutes Verhältnis zu Nikolaus Blome, schließlich haben die beiden gemeinsam ein TV-Format.

So stellt sich Franziska Augstein Blome beim SPIEGEL vor

mrfoxchicken„Einen Mann von der Bild-Zeitung, die die NSA-Affäre heruntergespielt hat, zum stellvertretenden Chefredakteur des Spiegels zu machen, der sich in der Aufklärung ebendieser Affäre profiliert hat, halte ich für indiskutabel“, sagte Franziska Augstein der taz. Damit hole man „den Fuchs in den Hühnerstall“.

Am Montag gab es schließlich eine ausserordentliche Redaktionskonferenz.

Die Ressortleiter verlasen in der Redaktionskonferenz eine Erklärung

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Die Redaktionskonferenz wurde durch eine Unterschriftensammlung der Mitarbeiter einberufen. In ihrem Statement ließen die Ressortleiter Kritik anklingen: „Seine Ernennung verstoße gegen bestehende Verfahrensregeln des Hauses und schade seiner ‚Kultur‘.“

Nikolaus Blome will zum SPIEGEL

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Ein warmes Willkommen sieht anders aus. Wobei bis heute nicht klar ist, ob die Ernennung des stellvertretenden Chefredakteurs nach Redaktionsstatut auch zustimmungspflichtig ist.

Die Spiegel-Redaktion zu Blome

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Die  fünf Vertreter der Mitarbeiter KG des SPIEGEL haben bereits einstimmig beschlossen, Blome als Vize abzulehnen.

Wa der SPIEGEL nicht ist

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Ein SPIEGEL-Redakteur wird sogar zitiert mit: „Der “Spiegel” ist doch keine Reha-Anstalt für verdorbene Journalisten“.

Die Alt-Redakteure zu Büchner

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Das Ganze ist ein Symbol für einen Machtkampf zwischen dem neuen Chefredakteur Wolfgang Büchner und den Mitarbeitern des Spiegel. Diese halten in der Mitarbeiter KG über 50% der Anteile am Spiegel.

Wie Büchner die Redaktionskonferenz verließ

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Kann man sich dann nur so vorstellen.

Man ist also weiter auf der Suche nach einem Kompromiss. Eventuell wird Blome nur Chef des Berliner Büros, wobei Büchner argumentiert, dass er seinen Stellvertreter doch gerne selbst auswählen würde.

Währenddessen die Branche

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spopcornUnd deshalb habe ich auch spontan das Tumblr-Blog SPIEGEL Popcorn ins Leben gerufen, dessen Essenz ich hier in diesem Post noch einmal zusammengefasst habe.
Dort gibt es noch mehr GIFs dazu und man darf gerne weitere Vorschläge einreichen.

 

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Netz &

VP Booz & Company: „Die Kostenloskultur im Internet gibt es nicht“

Interview Booz & Company in der Reihe „Meet the Media Executives“

Thomas Künstner, Vice President bei Booz & Company, hat mit uns über Medien und die Digitalisierung gesprochen. Wir haben ihn gefragt, wo es hingeht und wie die Medien reagieren müssen um Konsumenten und Werbekunden in Zukunft anzusprechen.

Die Kostenloskultur im Internet gibt es nicht

Dabei hat Booz&Co. in einer Studie für Google über die Digitalisierung der Medien auch erörtert: Die Mär der Kostenloskultur im Internet stimmt so nicht. Im Gegenteil:

„Das Wachstum im Bereich Medien ist im wesentlichen Getrieben von Digitalisierung. Und wenn man die Erlösströme anschaut, Konsumenten gegenüber Werbung, ist es vor allem von den Konsumenten getrieben.“

Das heißt die steigenden Erlöse im Medienbereich kommen weniger aus dem Bereich Werbung, als durch direkte Zahlungen der Kunden.

„Die Zahlungsbereitschaft nimmt auch in den digitalen Medien zu, aber auch dort muss man differenzieren. Das klassische Beispiel ist General Use, die sehr sehr schwer zu monetarisieren sind und auch in Zukunft zu monetarisieren sein werden. Aber Gegenbeispiel: Video monetarisiert sich heute schon relativ vernünftig.“

Also düstere Aussichten für alle PaidContent und PayWall-Pläne?

„Im klassischen journalistischen Bereich sieht man international, in den USA, immer mehr Beispiele, dass wenn man den Kundennerv trifft, das dort auch die Zahlungsbereitschaft da ist und abgeholt werden kann.“

Es geht als genau darum, den Kundennerv zu treffen und zu bedienen.

„Man muss sich noch stärker auf den Konsumenten konzentrieren, als man das in der Vergangenheit getan hat. Ich sehe Medien als eine sehr kreative Industrie, aber nicht unbedingt als eine Innovative Industrie. Ich glaube das ganze Thema Innovation auch über Formate über unterschiedliche Plattformen nachzudenken wird sehr, sehr wichtig sein.“

Content Marketing ist mehr als ein Buzzword

Und wie sieht es aus, mit der anderen Seite des Marktes, in dem sich Medien bewegen, den Werbekunden? Diese entdecken immer intensiver Content Marketing für sich und nehmen von klassischen Werbeformen abstand. Ist das ein echter Trend oder nur ein Hype?

„Content Marketing ist schon mehr als ein Buzzword. Wenn man sich anschaut, was da in der Industrie passiert, es werden Teams aufgebaut, es wird ernsthaft investiert. Auf der anderen Seite sieht man typischerweise nach so einer Welle der Euphorie auch eine Welle der Ernüchterung, das wird meines Erachtens an der Stelle schon auch einkehren. Ich glaube, da wird man dann spiegelbildlich auch eine Renaissance der klassischen Medien sehen, das wird definitiv kein Abgesang auf die Medien sein.“

Medien auf dem Weg zu Dienstleistern

Wie können die Medien darauf reagieren, wenn sie einen Stück dieses Kuchens abhaben, beziehungsweise behalten wollen?

„Generell, das gilt nicht nur für das Stichwort Content Marketing, muss man sich auf ein sehr viel komplexeres Umfeld als Medienanbieter einstellen und auch ein sehr viel komplexeres Spektrum an Leistungen anbieten. Weg von der klassischen Medienleistung hin zu auch anderen Dienstleistungen, zumindest besteht hier sicherlich auch eine signifikante Möglichkeit zusätzliches Geschäft zu entwickeln.“

Und an anderer Stelle führ er aus:

„Das ganze Thema 30-Sekünder Spots im Fernsehen oder halbe Seite in den Magazinen das wird sicherlich in der Bedeutung abnehmen. Es wird auch dort um vielfältigere Dienstleistungen gehen, um dem Werbekunden auch  in der Gesamtheit seiner Bedürfnisse abzuholen und hier nicht nur Inventar zu verkaufen.“

Das heißt Medien müssen sich insgesamt mehr zu Dienstleistern für ihre Werbekunden entwickeln, die statt einfacher Werbeflächen ganzheitliche Konzepte über mehrere Plattformen und Formate hinweg anbieten. Für viele sicher noch ein weiter Weg, aber auch eine Chance.

Interview Booz & Company

Wir entschuldigen uns etwas für die Schatten in Herrn Künstners Gesicht, es war das erste Interview in der Reihe „Meet the Media Executives“, das wir geführt haben. Das heißt, da werden noch viele weitere kommen, um diese nicht zu verpassen kann man den YouTube-Kanal abonnieren oder sich in den morgenlinks Newsletter eintragen.