Kategorien
Bewegen & Beschäftigen morgenlinks Siebbelag

Morgenlinks mit Spekulanten, Bespaßungjournalismus & Humor gegen Guttenberg

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um perfekten Lesestoff für den Sonntag zu haben (Gute, diese Woche etwas zu späte dafür, sorry). Diese Woche mit:

Humor als letzter Versuch ernster politischer Diskussion
(Sozialtheoristen.de, Stefan Schulz)
Humor als Steigerung der Auseinandersetzung, wie man es am Wochenende bei den „Pro“-Guttenberg-Demonstrationen beobachten konnte und Alternative zu Politikverdrossenheit.

Ist Bild die rechtspopulistische Partei, die wir nicht haben?
(printwuergt.de, Michalis Pantelouris)
Pantelouris über die Grundsätze der Demokratie und die Rolle der Bild. „Um tatsächlich eine parteiähnliche Rolle zu spielen, braucht es mehr als nur Rechthaberei. Eine Meinung hat jeder, aber eine gemeinsame Haltung zu finden braucht Arbeit.“

Pawel Kuczynski’s Satirical Art
(englishrussia.com)
Ganz hervorragende Kunst mit hintergründigen Verbindungen und Botschaften. (via @ChrisStoecker)

Benzin und Öl: Angst regiert den Markt
(blog.rheinzeitung.de, Joachim Türk)
Durch die Auseinandersetzungen in Lybien steigen die Benzinpreise, heißt es. Dabei sind hauptverantwortlich immer noch die Spekulanten und nicht Gaddafi.

Online schlägt Print
(taz.de, Reinhard Wolff)
Nachdem wir letzte Woche das Beispiel eine norwegischen Zeitung hatten, die Dank Internetverzicht immer mehr Leser gewinnt, diese Woche eine schwedische Zeitung die Online mehr verdient als mit Print.

Instantprominente allüberall
(jungewelt.de)
Interview mit Tom Schimmek über Instantprominente und Bespaßungjournalismus. „Bespaßungsjournalismus ist einfach billiger. Sie können mit diesen Prominenten-Schwadronen Medien quasi kostenneutral füllen.“

Eine Person in Fußnoten
(faz.net, Marcus Jauer)
Die FAZ dokumentiert die Entstehung von KT zu Guttenbergs öffentlichem Bild. Allein in Fußnoten. „Das öffentliche Bild von Karl-Theodor zu Guttenberg ist kein Plagiat. Es ist eine Eigenleistung der Presse und entstand in mühevoller Kleinarbeit. Die Vorwürfe, dabei sei bewusst getäuscht worden, sind abstrus.“

Korrumpiert Facebook mit seinem Like-Button das Netz?
(zeit.de, Christiane Schulzki-Haddouti)
Facebook greift mit dem Like.Button um sich und damit das freie Netz an.
„Für die Informationsbeschaffung könnte sich der Like-Button schlimmer als sämtliche Zensurversuche herausstellen“

Bild: CC-2.0 by distopiandreamgirl

Wer nicht immer bis Sonntag auf spannende Links warten möchte, der folgt @morgenlinks auf Twitter oder “Liked” uns auf Facebook und erhält dann die Links immer direkt, wenn wir sie entdecken. Auf diesem Wege sind wir auch gerne für Hinweise offen, ebenso über Kommentare, Mail oder andere Wege.

Kategorien
Politik

Guttenberg geht, ohne zu verstehen warum

Nun also doch: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg schreibt nach seiner Doktoarbeit nun auch den Ministertitel ab. Und während alle darüber diskutieren, ob nun das Internet persönlich den adeligen Verteidigungsminister vom Thron geschubst hat, wundere ich mich über eine kleine Passage in seiner Abtrittsrede:

Ich gehe nicht alleine wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit, wiewohl ich verstehe, dass dies für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre.

Der Grund liegt im besonderen in der Frage, ob ich den höchsten Ansprüchen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann.

Ich hab den Adelstitel von Herrn vuz Guttenberg nie sonderliche Aufmerksamkeit beigemessen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass meine Adelskenntnisse ungefähr folgendes Umfassen: Einer hat mal an den Expo-Pavillon gepinkelt, in England gibt’s ne Queen, die trägt Hut, Prinz William heiratet bald, Harry ging an Fasching als SS-Mann, Lady Di died. Mehr weiß ich nicht und daran vermögen auch unregelmäßige Arztbesuche nie etwas zu ändern, denn Dank iPhone kann man ja auch dort lieber seinen RSS-Reader durchstöbern, als sich der Neuen Post zu widmen.

Deshalb konnte ich auch mit Verhaltenserklärungen die zu Googlebergs Abstammung zu Rate ziehen bislang wenig anfangen, aber eben obiges Zitat weckt in mir die Frage: Hat er das Volk jemals als Souverän anerkannt?

Er geht nicht wegen der fehlerhaften Doktorarbeit, sondern seinen eigenen Ansprüchen? Das Volk hat doch, zumindest in weiten Teilen, seinen Rücktritt gefordert und sicher nicht er selbst. Welche Ansprüche sollen das gewesen sein?

Er sagt, dass die Berichterstattung über seine Person, die über den Tod von Soldaten überschattet hat. Merkt aber selbst an, dass er zu dieser enormen Berichterstattung über seine Person „selbst viel beigetragen habe“.

Und dann dieser perfide Konjunktiv, dass es „für große Teile der Wissenschaft ein Anlass wäre“. Anscheinend hat Guttenberg immer noch nicht verstanden, worum es bei den „Schummeleien“ in einer Doktorarbeit geht. Dieser Aspekt ist auch in der öffentlichen Diskussion zu kurz gekommen. Eine Doktorarbeit ist kein Selbstzweck, es geht beim Schreiben eben nicht wie in Adelskreisen um den Titel, sondern das Ziel einer Doktorarbeit sollte es sein die Wissenschaft und damit die Gesellschaft weiter bringen zu wollen. Das kann auch nur gelingen mit korrekter Zitation. Auch diese ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu Fehler, die sich im Wissenschaftsbetrieb einschleichen können, finden und in ihrer ursprünglichen Quelle ausmachen zu können.

Vielleicht macht er sich ja bis zu seinem Comeback nicht nur Gedanken über seine Ansprüche an sich selbst, sondern, sollte er sich noch einmal in wissenschaftliche Gefielde wagen, welche diese an einen Doktoranden stellt und mit welchem Gedanken, sowie welche Ansprüche die Gesellschaft an einen Minister stellt, dem sie ihre Stimme anvertraut. Diese haben nichts mit Titeln zu tun, ob nun adeliger oder wissenschaftlicher Natur, sondern dem Vertrauen, würdig vertreten zu werden.

Vielleicht kann er dann das Volk als Souverän akzeptieren und verabschiedet sich von seinem Selbstbild als adeligem Heeresführer.

Bild: CC 2.0 von Bundeswehr-Fotos

P.S.: Gerade kommt noch die Meldung rein, dass die SZ angeblich Morgen den Namen des Ghostwriters veröffentlichen wird. Dieser soll schon eine Weile unter den Hauptstadtjournalisten kursieren. Ist dem so und Guttenberg wusste davon (wovon auszugehen ist, schließlich sollte er den Namen seines Ghostwriters wenigstens kennen), macht dies seinen Rückzug, bzw. deren Gründe noch erbärmlicher. Dann zieht er nämlich lediglich jetzt die Reißleine, um noch einen winzigen Funken Achtung und Respekt zu bekommen, bevor Morgen das ganze Kartenschloss zusammenbricht.

Kategorien
Musik

Willsemsens favourite Jazz things

Jazz spaltet die Meinungen. Die einen verehren ihn als die anspruchsvollste aller Musikrichtungen, die anderen wollen noch nicht einmal Musik darin (an)erkennen. Jazz, soviel steht fest, braucht also einen vorbereiteten Zugang. Diesen zu erleichtern hat sich Roger Willemsen zu Aufgabe gemacht.

Roger Willemsens Lieblingssongs

Mit der Doppel-CD „my favourite things“ legt Roger Willemsen auf und seine Lieblingstitel vor. Eine Mischung aus Hörbuch und Musik-CD, die die schönsten Stücke des Jazz mit ihrer Geschichte verbindet. Mit Titeln von Mulatu Astatke bis Bill Evans führt Willemsen durch die einzelnen Epochen der Jazzhistorie, immer wieder unterbrochen von den Künstlerbiografien und kleinen Anekdoten. Wie der von Lester Young der eigentlich als Schlagzeuger begann,  allerdings feststellte, dass Drummer beim Einpacken immer viel zu lange brauchten und dann schon immer alle schönen Frauen weg waren. Deshalb wechselte er auf das Saxophon und wurde einer der einflussreichsten Jazz-Saxophonisten.

Eine Jazz Einführung

Roger Willemsen vertraut während seiner Ausführungen nicht auf musikalische Vorkenntnisse und driftet auch nicht in theoretische Abhandlungen ab. Er stellt den einzelnen Songs nur seinen eigenen Enthusiasmus voran, der es, Sympathie für Willemsen vorausgesetzt, schafft Spannung zu erzeugen und sich mehr auf die Klänge einzulassen. Wer sich also schon immer mal am Hören von Jazz versuchen wollte findet hier eine Gelegenheit.

Willsemsen selbst verdächtigt im Booklet einen Spielmannszug zur Kirmeszeit ihn zum Jazz geführt zu haben. Ob Roger Willemsen bei mir den Jazzwahn auszulösen vermag, kann ich noch nicht zu sagen. Aber wenigstens kenne ich nun ein paar Namen und etwas aus der Geschichte der Jazz Musik.

Bild: © Alexander Mirsch

Kategorien
morgenlinks Siebbelag

Morgenlinks mit Betrügern, Klassenkampf & Ikea Stonehenge

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um perfekten Lesestoff für den Sonntag zu haben. Diese Woche mit:

Bayreuther Staatsrechtler attackiert Guttenberg
(br-online.de, Video)
„Für mich steht außer Frage, dass Herr zu Guttenberg ein Betrüger ist“, sagt so eindeutig Prof. Oliver Lepsius von der Universität Bayreuth. Pikanterweise der Nachfolger von zu Googlebergs Doktorvater.

(sprengsatz.de, Michael Spreng)
„Zu Guttenberg profitiert davon, dass die Popkultur in die politische Kultur eingebrochen ist.“, sagt Michael Spreng und „möchte in den nächsten Jahren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Werte hören.“ Und das vom ehemaligen Bams-Chefredaktuer und Stoiber-Wahlkampfmanager.

„Wir können die wissenschaftliche Arbeit einstellen“
(dirkvongehlen.de)
Der SPD-Abgeordnete Karl Lauterbach sprich im Bundestag die wissenschaftliche Dimension des Plagitsfalles an. „Was soll ich denn dann meinen Studenten noch erklären? […] Ich kann doch niemals mehr einem Studenten irgendetwas vorwerfen, wenn wir das hier durchgehen lassen.“

Aktualisiert wird nicht!
(taz.de, Reinhard Wolff)
Während die Verlage hierzulande noch händeringend nach einer passenden Onlinestrategie suchen, hat in Norwegen die linksliberale Zeitung „Klassenkampen“ ihre gefunden: Nämlich nicht. Mit Sicherheit effektiver als halbgar.

Ikea Stonehenge
(designboom.com)
Wie Stonehenge entstanden ist? Ganz einfach, es ist das Ikea Model HËNJ. Designboom, hat die wie immer detailliert verwirrende Aufbauanleitung ausgegraben. Wichtig: Vor dem Aufbau überprüfen, ob alle Teile frei von bösen Geistern sind.

»Ein goldener Moment in der Geschichte des deutschen Feuilletons«
(umblaetterer.de, Florian Fuchs)
Der Umblätterer hat den deutschen Feuilletonisten Hans Ulrich Gumbrecht interviewt. In feuilletontypischer Auschweifigkeit und Lesenswertigkeit.

Wer nicht immer bis Sonntag auf spannende Links warten möchte, der folgt @morgenlinks auf Twitter oder “Liked” uns auf Facebook und erhält dann die Links immer direkt, wenn wir sie entdecken. Auf diesem Wege sind wir auch gerne für Hinweise offen, ebenso über Kommentare, Mail oder andere  Wege.

Bild unter CC 2.0 von marfis75

Kategorien
Politik

So wäre Guttenberg glaubwürdig geblieben

Hätte er doch einfach etwas in die Richtung gesagt:

Ja, die Vorwürfe stimmen. Ich habe getäuscht, plagiiert und abgeschrieben. Und das war ein großer Fehler. Ich war in einer Situation, in der ich mir das Scheitern nicht eingestehen konnte, zu groß war die Angst davor. Meine familiäre und berufliche Situation ließen keine wissenschaftliche Arbeit zu. Ich bin an der Quadratur des Kreises gescheitert und habe mich unter diesem Druck zu dem dummen Entschluss durchgerungen, die Arbeit unter allen Umständen abzugeben. Ich wollte es mir beweisen.

Das war falsch. Ich habe jahrelang unter der Lüge gelitten. Deswegen bin ich froh, den Titel zurückgeben zu können – ich habe ihn mir nicht verdient. Was ich gemacht habe, sollte niemand machen können – ein Doktortitel muss verdient sein. Ich setze mich persönlich für dieses Ziel ein: Wir müssen und werden Standards finden und an den Universitäten zu etablieren, die das Täuschen unmöglich machen und die wissenschaftliche Integrität gewährleisten.

Ich bin froh von der Last der Lüge befreit worden zu sein. Ich bitte alle Menschen, die ich getäuscht habe, um Entschuldigung.

Wäre er einfach ehrlich gewesen. Stattdessen lavierte er auch heute im Bundestag weiter herum, um möglichst kein Fehler eingestehen zu müssen. Stand nicht Guttenberg am Anfang für eine Ehrlichkeit in der Politik? Warum haben Politiker Angst Fehler einzugestehen, selbst dann wenn sie bereits allen offensichtlich sind? Mit einem Geständnis erreicht man glaube ich nicht nur vor Gericht eine Strafmilderung, sondern vielleicht auch vor der öffentliche Meinung und man nimmt auch dem Gegner den Wind aus den Segeln. Es heisst nicht umsonst Ehrlichkeit sei entwaffnend. Aber damit ist man beim Verteidigungsminister wohl an der falschen Adresse.

Bild zeigt einen unglaublich glaubwürdigen zu Guttenberg vorm Bundeswehr-Jet.
Unter CC 2.0 von Bundeswehr-Fotos

Der Entwurf der Guttenbergrede stammt von Marcus Ewald und Jan Lüken. Ich fand ihn über Facebook, vorher gefragt und mit dieser Fußnote das Zitat belegt.

mehr…

Kategorien
Bewegen & Beschäftigen Gesellschaft Politik

Protest11.org – Give voice to the protesters

Gestern und heute waren Pell und ich und einige andere Unterstützer damit beschäftigt protest11.org ins Leben zu rufen. Eine Seite, die es sich zur Aufgabe macht, den demonstrierenden Menschen in der Arabischen Welt und darüber hinaus Gehör zu verschaffen. Auf der Seite könnten Protestierende aus Lybien, Bahrain, dem Jemen, Iran, Jordanien und China Bilder, Videos und Audios hochzuladen und so der Welt zugänglich zu machen. Wichtig wird die Seite vor allem vor dem Hintergrund, dass Youtube, Twitter & Co. oft als erstes den Internetsperren der jeweiligen Dispoten zum Opfer fallen. Deshalb ist protest11.org eine Alternative und soll zugleich Quellmaterial von den verschiedenen Protestherden bilden und so auf einer Seite einen Überblick aus erster Hand bieten.

Damit die Welt weiter sieht und hinschauen muss, wenn Demonstranten auf offener Straße erschossen werden, damit die Welt die Rufe nach Freiheit und Demokratie hört!

Realisiert wurde das ganze zusammen mit voltairehosting.com, die bereits mit dem jan25voices-Projekt Ägypten in den Protesten unterstützten. Mit Erfolg, wie die Geschichte gezeigt hat.

Dennoch befindet sich die Seite noch im Aufbau ((Eine Marathonnacht liegt hinter uns)) und wir brauchen noch viel Unterstützung. Wenn ihr helfen wollt: Verbreitet die Adresse, liket auf Facebook, folgt auf Twitter und falls ihr noch ein paar Cent zu viel habt freuen wir uns über eine Spende, die uns hilft Serverkapazität auf- und auszubauen.

Kategorien
morgenlinks Siebbelag Video

Morgenlinks mit Bravo Girl, deutschem Kino & einem McLobster bitte.

In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um perfekten Lesestoff für den Sonntag zu haben. Diese Woche mit:

Failed Food Launches
(shortlists.com, englisch)
Erinnern Sie sich noch an den McLobster oder die Coca-Cola Blak? Nein? 6 Lebensmittel bei denen man sich fragt, wasdie Produktentwicklung sich dabei gedacht hat?

„Ich hätt‘ schon gerne eine schöne Utopie.“
(Folge-Mag.com, Video)
Das Folge-Mag hat ein schönes Portrait-Interview mit und über Constanze Kurz, der Pressesprecherin des CCC. [via]

Das Glück der Karrierefrau
(taz.de / Georg Seeßlen)
Georg Seeßlen hat sich einmal das Schema des deutschen Fernsehfilms genauer angeschaut: Frau heiratet ein oder erbt, ist aber trotzdem ein bisschen „Power-„.

The Dailyshow, Februar 14.
(thedailyshow.com, Video, englisch)
Die Daily Show von Anfang der Woche mit einem Rückblick auf Ägypten: „What, are we just going to allow nations to build themselves?!“

Claus Kleber denkt Hajo Friedrichs neu
(slow-media.net, Sabria David)
Auch im heute-journal spielte der Rückblick auf Ägypten eine besondere Rolle. Eine besonders Emotionale. Sabria David sieht darin eine neue Subjektivität im Journalismus aus.

397 Anleitungen für Dein Leben
(Ninia La Grande)
Was Männer wollen: Die BRAVO Girl erklärt jungen Mädchen, wie sie zu sein haben, damit die Jungs auf sie stehen.

Medienradio Folge 40: Webvideo Kultur
(medienradio.org, Philip Banse, Audio)
In einer neuen, spannenden Folge des Medienradios unterhält sich Philip Banse mit @videopunk über die Gegenwart und Zukunft des Webvideo & Bewegtbild, vor allem im Vergleich von Deutschland und den USA.

Arm und Reich
(Parallel Film, Christoph Hochhäusler)
Das deutsche Kino Arm an guten Filmen? Die Quote stimmt, sagt Christoph Hochhäusler. Dazu gab es auch eine spannende Diskussion bei Facebook.

Bild unter CC 2.0 von visualpanic

Wer nicht immer bis Sonntag auf spannende Links warten möchte, der folgt @morgenlinks auf Twitter oder „Liked“ uns auf Facebook und erhält dann die Links immer direkt, wenn wir sie entdecken. Auf diesem Wege sind wir auch gerne für Hinweise offen, ebenso über Kommentare, Mail oder andere Wege.

Kategorien
Flimmern & Sehen Großes Kino Sport Video

Robert Rodriguez, Kanye West, Bruce Willis & Kobe Bryant „The Black Mamba“

Ist es okay einem Werbevideo zu Viralität zu verhelfen? Wenn Robert Rodriguez es produziert, Bruce Willis, Kanye West, Danny Trejo und Kanye West mitspielen und darin herrrlich ironisch mit Product Placement umgegangen wird: Ja.

In diesem Nike-Spot  Kurzfilm planen Robert Rodriguez einen Film mit Kobe Bryant als „Black Mamba“ und natürlich geht es dabei vor allem um Schuhe mit Häkchen.


[DirektMamba Youtube]

Bild: Nikebasketball.com

Zuerst dachte ich es handele sich um einen weiteren Fake-Trailer aus dem Hause Rodriguez, aber der Film wurde pünktlich für das NBA Allstargame produziert.

mehr…

Kategorien
Bewegen & Beschäftigen Gesellschaft Video

Lolita & Jungfrau zugleich – Das Frauenideal der Werbung

Werbung ist mehr als Kommerzanreiz und Kaubstimulus, Werbung zeichnet immer auch ein Gesellschaftsbild. Werbung versucht ist unsere Wünsche zu formulieren, uns  auf zu zeigen, was wir wollen. Gleichzeitig ist dies aber ein wechselseitiger Prozess: Einerseits greift Werbung unsere Wünsche auf, gleichzeitig oktroyiert es uns Wünsche und Vorstellungen, die es selbst erfindet.

Auch ist Werbung immer ein hervorragender Indikator dafür, was gesellschaftlich breit akzeptiert wird. Und wir akzeptieren viel von der Werbung, gerade was das Bild der Frau angeht. Denn Sex sells und zwar alles. Ob Tütensuppen oder Autoreifen mit wohlgeformte Brüste werben dafür. Aber es geht noch weiter ein unerreichbares Schönheitsideal von Magermodels, einer unvereinbaren Ideal aus Lolita und Jungfrau wird schon den jüngsten nahegelegt.

Jean Kilbourne beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Bild der Frau in der Werbung. Ihre Dokumentation „Killing Us softly“ ist mit unzähligen Preisen überhäuft worden und ist nun in einer aktualisierten 4. Version erschienen.


Killing Us Softly 4 on Vimeo.

In einem Punkt stimme ich ihr nicht zu: Den geringeren Effekt auf Männer. Selbstverständlich kommen die Männer noch besser weg und werden lange nicht so reduziert wie Frauen, aber zunehmend wird auch hier ein Mannsbild erschaffen, dass immer mehr unter Druck setzt. Sixpack habe und nie Schwäche zeigen, sind Werte die nahgelegt werden und denen immer mehr Männer nachstreben und dabei ebenso scheitern müssen, wie das weibliche Geschlecht an biologisch unmöglichen Körpermassen. Hier sind die Anfänge dessen zu sehen, was die Frau in der Werbung schon erreicht hat.

Das Bild zeigt eine alte Werbeanzeige, die noch eindeutig ausspricht, was mann von der Frau erwartet. Unter CC 2.0 Lizenz von Colleen Lane

Kategorien
Bewegen & Beschäftigen Siebbelag

Porno trifft Alltag

Porno ist Mainstream, Porno ist Alltag, Porno ist Popkultur. Ja, Porno ist allgegenwärtig geworden, frei- und jederzeit verfügbar. Auch ist er raus aus seiner Schmuddelecke gekommen rein ins Gespräch, Zitate wie „Warum liegt hier eigentlich Stroh?“ sind jedem bekannt und zum Running Gag geworden. Posen und Rollenbilder aus Pronofilmen finden Eingang in die Werbung. Welche Auswirkungen das auf unseren Sex hat? Die Wissenschaftler streiten. Schneller ist das die Kunst. Sandra Torralba hat in ihrer Fotostrecke „Estranged Sex“ dargestellt was passiert, wenn all diese Sexspielzeuge, Posen und Fantasien tatsächlich in den Alltag einziehen. In die langweiligen Wohnzimmer und in die zu kleingewordenen Kinderzimmer. Und wie allgegenwärtig sie dort andereseits schon sind.

Ratlos sitzen die Teenager da auf dem Bett mit einem viel zu großen Stück Gemüse in der Hand und einer Tonne Gleitgel daneben und desillusioniert schaut die andere Frau umringt von all den nackten Männern. Vorbei mit Hochglanz.

Die Diashow kann man sich hier angucken.
Es sei vorgewarnt, es geht um Pornografie, entsprechend ist einiges, was man da sieht erst ab 18.

[via KFMW]