Netflix lässt einen Donald Trump Witze überspringen
Für sein Netflix Comedy Special Lobby Baby hatte Seth Meyer einen extra Wunsch an die Streamingplattform: Einen Skip Politics-Button. Anlog zum bekannten Skip Intro Button lassen sich damit die politischen Witze in seinem Programm überspringen. Ob das bei der Verständigung in einer politische gespaltenen Gesellschaft hilft, sei mal dahingestellt.
Amazon sieht sich als Familienunterhaltung, Netflix setzt auf Nische
Über 5 Jahre ist der Deutschlandstart von Netflix her. Jens Twehaus hat sich das zum Anlass genommen und die zwei Platzhirsche Amazon Prime Video und Netflix nebeneinander gestellt. Während sich Prime Video als Familieunterhalter sieht und die großen Hits landen will, setzt Netflix gezielt auf Nischen, die sich dank globaler Synchronisierung aber lohnen. Worin die beiden sich ähneln ist ihre Fixierung auf Zahlen. Und die bestimmen im Zweifelsfall was weiter geführt wird. Die deutsche Amazon Prime Produktion BEAT beispielsweise bekam zwar einen Grimme-Preis, aber keine Beat Staffel 2. Vermutlich weil die Zahlen nicht stimmten.
Deutschlandfunk startet einen Podcast über Podcast
„Über Podcasts„ soll es in dem neuen Deutschlandfunk Kultur Podcast gehen. Man will Trends beobachten, den Markt analysieren und Empfehlungen geben. Ich bin gespannt. Die erste Folge erscheint am 08.11. und dann alle zwei Wochen.
Bei Snapchat gilt das alte Bonmot Totgesagte leben länger. Denn tatsächlich erfreut sich der Dienst nach seinem Hype erstaunlich stabiler Nutzungszahlen – vor allem auch bei den professionellen Medienangeboten. Felix Ogriseck und Levin Kubeth haben mit einigen deutschen Medien gesprochen, die für den Discover-Bereich von Snapchat produzieren und dabei herausgefunden, warum es sich lohnt und wieviel Aufwand dahinter steckt.
TikTok öffnet sich für externe Apps und Entwickler
TikTok öffnet sich für externe Entwickler und erlaubt es, direkt aus anderen Apps auf TikTok zu posten. Mit dabei sind als Partner gleich zu Beginn zum Beispiel Adobe Rush, Enlight Videoleap und Momento Gif Maker. Diese ergänzen jeweils die schon umfangreichen Bearbeitungstools von TikTok. Damit dürfte man auf der Plattform bald noch mehr professionelle und aufwändig bearbeitete Inhalte finden.
Heute geht der Streamingdienst Apple TV+ an den Start mit wenigen Originals. Und die ersten Reviews sind durchwachsen. Gerade das sehr teure „SEE“ fällt weitestgehend durch und „The Morningshow“ zeigt allerlei Unebenheiten. Schade, darauf hatte ich mich nach dem Trailer gefreut. „For All Mankind“ kommt hingegen gut an und auch von „Dickinson“ sind viele positiv überrascht. Apple hatte ausgewählten Kritikern jeweils (nur) die ersten 3 Folgen vorab gezeigt. Apple TV+ wird für alle, die sich ein neues Apple Gerät kaufen im ersten Jahr kostenlos sein. Daher werden sicher Viele trotzdem reinschauen.
HBO Max, der Streamingdienst von Warner, wird vorerst nicht nach Deutschland expandieren. Stattdessen verlängert HBO seine Partnerschaft mit Sky und Sky Ticket. Dort waren in Deutschland auch schon „Game of Thrones“ und „Chernobyl“ zu sehen.
Spotify hat in Irland eine eigene App für Kinder gestartet. Das Angebot soll kuratierte Playlisten mit Kinderliedern, Hörspielen, TV- und Film-Soundtracks und kinderfreundlichen Popsongs enthalten und richtet sich an Kinder ab 3 Jahren.
Ich hätte ja lieber einen Streamingdienst ab 18, wo man nach Altersverifikation die ganze Rap-Alben meiner Jugend hören kann, die auf dem Index gelandet sind.
Während Facebook sich nicht entscheiden kann, was man jetzt fact checkt, sperrt oder welche Lügen man okay findet, haben Twitter und Spotify beschlossen, politische Werbung von ihren Plattformen zu bannen. Bei TikTok hat das sicher aber auch den Hintergrund, dass man ungern eine politische Plattform werden möchte: China, Hongkong und so.
Medienstaatsvertrag für YouTube und andere Plattformen
Der neue Medienstaatsvertrag steht in den Startlöchern und er soll diesmal auch Plattformen wie YouTube, Instagram und Twitch ordentlich mitregeln. Zum Beispiel sollen dann Streamer, die regelmäßig über 20.000 Nutzer haben, eine Rundfunklizenz brauchen – und sich entsprechend an die damit verknüpften Vorschriften halten müssen. Spiegel Online hat einige Fragen und Antworten gesammelt.
In seinen Vorbereitungen auf den Apple TV+ Streamingdienst hat nun auch Apple ein eignes Filmstudio gegründet. Leiten sollen die Produktionsgesellschaft Jamie Ehrlicht & Zack Van Amburg, die von Sony Pictures nach Cupertino gewechselt sind. Und die erste Serie steht auch schon: Mit Steven Spielberg und Tom Hanks will man einen Nachfolger zu Band of Brother produzieren.
Ich schaue ja immer nach Zahlen für die großen Streaming-Giganten da draussen und nun gibt es auch erste für Amazon: Die Serie The Boys habt laut dem Nielsen SVOD Rating in den ersten 10 Tagen 6 Millionen Menschen gesehen, pro Folge gab es im Schnitt 4,1 Millionen Streamer. Diese Zahlen beziehen sich aber nur auf die USA und auf das Streaming über TV-Geräte (weird). Amazon bezeichnet die Serie als eine der erfolgreichsten.
Hörtipp: Lästerschwestern – Was war denn diese Woche wieder im Internet los?
Im Lästerschwestern-Podcast sammeln David Hain und Robin Blase jede Woche, was in der Welt der YouTuber, Instagrammer und Influencer wieder schiefgelaufen ist. Und so diskutieren sie über fehlende Werbekennzeichnungen, #CancelCulture, Monatana Black oder wütende Shitstorms.
Es war erst Anfang des Jahres, als rauskam, wie Pädophile YouTube nutzen und begünstigt durch den Algorithmus immer neue Videos passend zu ihren Neigungen vorgeschlagen bekommen. YouTube versprach nachzubessern. Allerdings haben diese Nachbesserungen herzlich wenig gebracht. Wie eine Recherche zeigt, die ich beim funk Format Follow.Me Reports betreut habe, sind pädophil geneigte Liste einfach auf Playlisten ausgewichen. Außerdem ist bei vielen Kindervideos noch immer die Kommentarfunktion verfügbar oder Pädophile nutzen Livestreams, um den Kindern spezifische Anweisungen zu geben. Sowas wie: „Zieh doch mal was knapperes an“ oder „Zeig mal deine Füße.“ Theoretisch darf man erst mit 16 ein YouTube-Konto eröffnen, Google tut aber wenig, um das zu überprüfen.
Quibi hat 1 Milliarde $ und will damit Inhalte für Millenials machen
Noch so ein Videostreaming-Startup. Bei Quibi will man Hochkant-Videos speziell fürs Handy produzieren. Geplant sind gerade eine Kurzform von 60 Minutes, zwei englische Nachrichtenshows und eine Celebrityshow mit TMZ.com . Dafür hat man von Warner, Disney und anderen Studios insgesamt eine Milliarde Dollar eingesammelt. Dahinter stecken Jeffrey Katzenberg, Mitgründer von DreamWorks und Meg Whitman frühere CEO von HP. Nur damit ihr schonmal davon gehört habt, bevor es floppt.
Wäre das Wort nicht so belastet würde man wohl sagen: Ein paar Jungs aus der #Gamerszene übertragen die Formel 1. Tatsächlich streamen Pietsmiet den großen Preis von Mexiko live auf Twitch. PietSmiet sind mit die größten Streamer und LetsPlayer in Deutschland mit über 450.000 Followern auf Twitch und über 2,3 Millionen Abonnenten auf YouTube. Jetzt zeigen sie am Wochenende drei Formel 1 Trainings, Qualifying und das eigentliche Rennen auf ihrem Twitch-Channel.
Rund 40% nutzen ARD und ZDF-Mediatheken, 30% Netflix und Amazon Prime
Die neue ARD-ZDF-Onlinestudie ist erschienen. Sie hat auch nach der Nutzungshäufigkeit von Mediatheken und Streamingdiensten gefragt. Dabei haben ARD und ZDF Mediathek eine Gesamtnutzung von 41% bzw. 39% in der Bevölkerung ab 14 Jahren. Netflix und Amazon kommen auf jeweils 32%, punkten aber vor allem bei den Jüngeren (68% und 57%). Interessant auch: Gerade Netflix liegt in der täglichen Nutzung weit vorne. Wer es also einmal hat, nutzt es öfter – und wird zu einem richtigen Fan: 50% der Nutzer finden die Inhalte von Netflix sehr gut. Da kann keiner mithalten.
In einem 700 Tweets langen Thread hat Disney die Filme und Serien getwittert, die in Disney+ enthalten sein werden. Viel Spaß beim Scrollen durch alte Zeichentrickmärchen.
Auch die Podcastnutzung hat die ARD-ZDF-Onlinestudie natürlich abgefragt: 19% der Deutschen hören mindesten einmal im Monat, 14% jede Woche. Wobei man Podcasts und zeitversetzt Radionutzung gemeinsam abfragt, sicherlich Definitionssache. Beim Musikstreaming hat Spotify die Nase weit vorn mit 19% der Nutzer. Dann folgt Amazon Prime Music mit 10%. Apple hat nur 5% und Google Music 3 %.
Spotify hat die Daily Drive Playlists nun auch in Deutschland gestartet. Darin mischt Spotify persönliche Musikempfehlungen mit Nachrichtensendungen. Als Partner ist das Deutschlandradio, SZ, Zeit Online, Spiegel, Handelsblatt und der SWR mit Umweltnews dabei. In den USA ist außerdem aufgetaucht, dass Gillet Media (mittlerweile Teil von Spotify) extra kurze Versionen seines Podcasts Science VS erstellt um in die Daily Drive Playlist zu passen.
Außerdem können nun auch alle Nutzer gemischte Playlisten aus Musik und Podcasts zusammenstellen. Dem eigenen Radiosender steht also nichts mehr im Weg.
Hat Facebook durch Lügen alle dazu gebracht Video zu produzieren?
Facebook musste schon vor längerer Zeit gestehen, dass sie viel zu hohe Videozahlen rausgegeben haben. Allerdings wussten sie wohl schon viel länger von diesem „Fehler“. Besonders heikel: Eine Zeit lang galt der „Pivot to Video“ als Heilsbringer der Medienlandschaft und etliche Unternehmen produzierten mehr oder weniger aufwändige Clips für Facebook. Mittlerweile sind die meisten darum entstandenen Startups pleite und die Mitarbeiter arbeitslos. Facebook hat nun eine Klage in den USA an der Backe von Werbetreibenden, denen ja auch zu hoch Reichweite verkauft wurden.
Wenn der streamletter für dich interessant ist, freue ich mich über eine Weiterempfehlung. Du kannst Interessierte einfach auf streamletter.de schicken, da kann man sich für die nächste Ausgabe eintragen und in alten herumstöbern.
Na, welcher Influencer hat sich diese Woche wieder einen Fehltritt erlaubt? Robin und David führen Buch. Im Lästerschwestern-Podcast sammeln sie jede Woche, was in der Welt der YouTuber, Instagrammer und Influencer wieder schiefgelaufen ist. Also diskutieren sie über fehlende Werbekennzeichnungen, #CancelCulture oder wütende Shitstorms. Manchmal verrennen sie sich dabei in der eigenen Meinung, aber oft finden sie da in der nächste Woche wieder raus.
Der beste Überblick über Youtube, Instagram und Twitch-Stars
Das macht die „Lästerschwestern“ zum besten Weg, um bei YouTubern, Instagrammern & Co auf dem Laufenden zu bleiben. Und ehrlich gesagt habe ich ja das Problem, dass ich mich beruflich mit diesem Kram beschäftigen muss. Während man 2013 noch ganz gut die Top 100 und damit alle relevanten YouTuber kennen konnte, gibt es heute „Stars“ mit 100.000 Followern, von denen man noch nie gehört hat. Und ständig kommen neue Plattformen dazu, von Twitch über Instagram bis TikTok. Und Rob und David wachen über sie alle. Mithilfe ihres Subreddits und ihres wöchentlichen Lästerschwestern-Podcasts.
Am 1. November ist Apple TV+ auch in Deutschland verfügbar. Nun hat Apple auch einige seiner Inhalte für Kinder vorgestellt. Mit dabei u.a. Snoopy im Weltall und Die Helpster aus der Sesamstraße.
Podcast-Nutzer hören vor allem abends und zu Hause
Yougov hat aus seinem Online-Panel Daten zur Podcast-Nutzung veröffentlicht. Dabei kam heraus, dass ein Großteil der Nutzer vor allem daheim auf dem Sofa oder im Bett Podcasts hört. Jüngere Nutzer suchen vor allem Unterhaltung, die älteren aktuelle Informationen. Bildung ist bei allen Altersgruppen recht beliebt.
Gimlet Media hat die finale Staffel von Startup angekündigt. Der Podcast hat in Staffel 1 sehr transparent die Gründung von Gimlet Media begleitet. Nun soll man in der neuen Staffel auch beim millionenschweren Verkauf an Spotify hinter die Kulissen blicken können.
Videotipp: So viel schlechten Kinder-Content gibt’s auf YouTube
Auch YouTube bietet „extra“ Inhalte für Kinder. Rob Bubble hat sich diese mal genauer angeschaut und stößt auf unglaubliche Zahlen, schlechte Übersetzungen und fragwürdige Botschaften. Ein lohnenswerter Einblick in eine quietschbunte Szene.
YouTube hat wohl LGBTQ-Inhalte diskriminiert
Eine Analyse von 14.000 Worten auf YouTube hat ergeben, dass die Verwendung von Wörtern wie „gay“ oder „lesbian“ schnell dazu führt, dass Videos entmonitarisiert werden. Das betrifft vor allem LGBTQ-YouTuber, denen damit Werbeanzeigen und Lebensgrundlage entzogen werden.
Der Streamingdienst für von NBCUniversal soll nun offiziell Peacock heißen, angelehnt an das bekannte Logo. Nun hat man auch einige exklusiven Inhalte dafür bestellt: Ein Reboot von “ Battlestar Galactica” mit dem Macher von „Mr. Robot” Creator Sam Esmail . Außerdem eine Serienumsetzung von Aldous Huxleys “Brave New World und eine Bewegtbildversion des Hitpodcasts “Dr. Death” — mit Jamie Dornan, Alec Baldwin, and Christian Slater. Und nebenbei hat man natürlich so Hits wie /The Office/, 30 Rock oder Downton Abbey im Portfolio des Hauses. NBCUniversal gehört zu Comcast und wird deshalb für Kabelkunden in den USA kostenlos sein (mit Werbeunterbrechungen). Für den internationalen Markt behauptet man auch eine Strategie zu haben, verrät aber noch nicht welche.
Apple cancelt die bestellte Show Bastards mit Richard Gere. Darin sollten zwei Veterane, frustriert von den heutigen Millenials, ein Massaker verüben. Passt nicht wohl nicht zu dem recht familienfreundlichen Image, das man Apple TV+ geben will und der Diskussion um Mass Shootings in den USA.
Spotify bestellt weitere Staffeln seiner Originals
Spotify bestellt von 4 seiner Original Podcasts eine zweite Staffel. Friedemann und Freunde geht am 17. September weiter, die 2. Staffel von /Muss das sein?/ mit den YouTubern Mirella und Flo ist schon angelaufen. Auch /Paardiologie/ , der Podcast von Charlotte Roche und Ehemann Martin, der ja am Anfang als begrenz angekündigt war, soll weiterlaufen. Außerdem kehrt Palina Rojinski mit /Podkinski/ am 10. Oktober aus ihrer Sommerpause zurück. Neben diesen vier genannten gibt es noch acht weitere (u. a. /Ja Ja, Nee Nee/ und /TALK-O-MAT/) Spotify Original Podcasts.
Infos per Mail
Und der verschwundene Podcast von SWR und WDR
Die taz spürt dem ambitionierten Podcastprojekt „Klimazone“ von SWR und WDR nach, das plötzlich aus der Welt verschwunden ist und legt nahe, dass einer der Experten dem WDR wohl auf Dauer zu kritisch gegenüber RWE war.
Ich war im Podcast von DeChangeman zu Gast und wir haben über Karriere in der Medienwelt geredet, die Nachteile einer Festanstellung und den Weg von YouTube zum Fernsehen.
Snapchat bestellt eine Reihe neuer Original Serien
Snapchat hat eine ganze Ladung neuer Original Serien bestellt. Mit diesen Shows innerhalb der App erreichen sie nach eigenen Angaben Millionen von Usern weltweit. Und deswegen kommen nun einige neue Serien, unter anderem einige Doku-Projekte:
“Tekashi69 VS The World” (Complex): Die Dokuserie begleitet den Aufstieg und Fall des Rappers Tekashi 6ix9ine. Es ist wohl der Start einer ganzen Serie namens „VS The World”, die Größen in HipHop, Sport und Entertainment begleiten soll.
“Nikita Unfiltered” (Sirens Media): YouTube Influencer Nikita Dragun zeigt, wie es, ist als Transfrau zum ersten Mal selbst Frauen zu Daten.
“The Honeybeez” (Leftfield Pictures): Eine Show über die Plus-size Cheerleader „The Honeybeez“ aus Alabama.
“Driven” (MGM’s Big Fish Entertainment): Die drei Unternehmer hinter PTG365 behaupten, den Autohandel neu erfunden zu haben. Diese Dokuserie begleitet sie.
“Mind Yourself” (Barcroft Studios): Eine Art Protraitserie über junge Menschen mit psychischen Krankheiten und Problemen.
Bei den Scripted Shows:
“Everything’s Fine” (Powderkeg): Eine Comedy-Serie rund um den bipolaren Musiker Gemma zwischen Highschool und Erfolg.
“Players” (Loud Labs Media and One Push): Hier geht es um Nash Brooks, einen jungen Basketballer.
“Save Me” (Loud Labs Media and One Push): Ein Thriller über Jason, der zuhause unterrichtet wird. Als seine Onlineklassenkameradin und Schwarm verschwindet, macht er sich auf, sie zu finden.
Darüberhinaus gehen etliche bestehenden Originals in eine 2. Staffel: “Bringing Up Bhabie,” “Two Sides”, “Kappa Crypto” und “The Dead Girls Detective Agency” geht sogar schon in Staffel 4. Das Meiste davon soll im Laufe des Jahres 2020 online gehen. Da tut sich also was und der gelbe Geist ist noch lange nicht tot.
Wir haben ja erst letzte Woche darüber berichtet, das Instagram sich nun dran macht, TikTok zu kopieren. Parallel will Snapchat sich nun endlich für das dreiste Kopieren seines Story Features rächen: Unter dem Namen „Project Voldemort“ hat Snap zahlreiche Informationen gesammelt, wie Facebook und Instagram sie gezielt auf der Plattform benachteiligt und ausgebremst haben. Das könnte nun kartellrechtliche Konsequenzen haben. Das Social Media Watchblog hat das alles zusammengefasst. Das könnt ihr dort sogar noch vor der Paywall lesen. Ihr solltet das Social Media Watchblog aber eh bezahlen, für die tolle Arbeit, die sie machen.
Wir hatten ja berichtet, dass Netflix mit Friends und The Office gleich zwei seiner meistgestreamten Serien verloren hat. Nun hofft man, mit der klassischen Sitcom Seinfeld Ersatz gefunden zu haben. Die Show soll weltweit exklusiv und in 4K zu sehen sein. Wieviel Netflix dafür genau bezahlt hat, ist nicht bekannt, es sollen aber noch mehr als die 500 Millionen $ gewesen sein, die man für The Office hingeblättert hat. Die Rechte an Seinfeld liegen bei Sony, die bislang selbst noch keinen großen Zug im Streamingspiel getätigt haben.
Pro7Sat1 und Discovery sammeln weiter Serien für ihren Streamingdienst Joyn. Nachdem dort zum Start bereits die neue Jerks-Staffel bereitstand, gab es noch die kommende Sat.1-Serie Die Läusemutter und demnnächst folgt „Frau Jordan stellt gleich“ mit Katrin Bauerfeind sowie Check Check mit Klaas Heufer-Umlauf. Nun hat man mit „MaPa“ eine weiter Serie beauftragt: Darin muss sich Metin nach dem überraschenden Tod seiner Freundin als alleinerziehender Vater einer einjährigen Tochter durchs Leben schlagen. Produziert wird MaPa von Readymade Films.
Spotify kauft exklusiv „Gemischtes Hack“ und „Herrengedeck“
Die Geschichte haben wir letzte Woche knapp verpasst: Spotify hat zwei der erfolgreichsten deutschen Podcats exklusiv eingekauft. Sowohl Gemischstes Hack als auch Herrengedeck tummelten sich stets ganz vorne in den Podcasts-Charts. Nun sollen die neuen Folgen nur noch in der Spotify-App zu hören sein. Die alten Folgen bleiben aber auf allen Plattformen verfügbar. Auf Instagram beschweren sich auch einige Fans, dass sie nun ihre geliebte Podcast-App verlassen müssen. Spotify kann sich glücklich schätzen, nun neben „Fest & Flauschig“ zwei weitere Schwergewichte der deutschen Comedypodcasts bei sich zu haben.
Rund um die Honk Kong Proteste werden nun Stimmen laut, dass Bytedance kritische Stimmen in seiner App TikTok zensieren könnte. Der Shootingstar der Sozialen Netzwerke sitzt in Bejing und damit dürfte die chinesische Regierung hier die Hand draufhalten. Sucht man nach dem Hashtag #hongkong oder #HongKongProtests kommen nur wenige Videos zum Vorschein. Bytedance begründet das damit, dass die Nutzer nur für Entertainment und nicht für Politik in der App vorbeischauen.
Währenddessen macht sich Instagram daran, eines der Erfolgsfeatures von TikTok zu kopieren. Das hat ja schon damals gut geklappt, als Snapchat drohte, zur Konkurrenz zu werden. Die Entwicklerin Jane M Wong hat ein Clips Feature auf Instagram entdeckt, dass sehr dem Video Editor von TikTok ähnelt. Damit lassen sich mehrere Videoschnipsel zusammenfügen und mit Musik unterlegen.
Bei der CDU sucht man einen Social Media Video Editor. Man will sich wohl von #CSYou nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und endlich auch selber auf Rezo antworten. Und auf Twitter verspricht die CDU, dass derdiejenige derdie den Job kriegt auch das berüchtigte Amthor-Antwort-Video sehen darf.
Gestern hat Apple nicht nur neue iPhones enthüllt, sondern endlich auch Startdatum und Preis für seinen Streamingdienst Apple TV+ genannt. Apple TV+ soll am 1 November in Deutschland und 100 weiteren Ländern starten. Kosten soll Apple TV+ 4,99 Euro. Der Preis gilt dann auch direkt für die komplette Familie. Für die 5 Euro kriegt man zum Start 8 Apple Original-Serien. Weitere Produktionen sollen nach und nach folgen. Der eher niedrige Preis ist vermutlich eine Reaktion auf Disney+.
Apple TV+ kostet in Deutschland 5€
Insgesamt gab sich Apple Mühe die Qualität der Shows zu betonen, Masse hat man nicht zu bieten. So wiederholten sie: “With Apple TV+, we are presenting all-original stories from the best, brightest and most creative minds.“ Und laut ihren Angaben zählt der Trailer von The Morning Show zu den meistgeschauten für eine neue TV Serie. Beim Event zeigte Tim Cool auch einen Trailer zu SEE.
15 Millionen $ hat man sich hier eine einzelne Folge kosten lassen. Um eine dystopische Zukunft in der Jason Momoa und die restlichen Menschen das Sehen verlernt haben.
Apple TV+ für 1 Jahr geschenkt – beim Kauf eines neuen iPhones
Aber auch damit wird man wohl die Abonnentenzahlen nicht in die Höhe treiben. Was Apple aber helfen sollte ist, dass sie jedem Käufer eines iPhones, iPads, Macbook oder AppleTV ein Jahr Apple TV+ dazu schenken.
Letztes Jahr verkaufte Apple im Quartal nach der Einführung des iPhone Xs und XR 77,3 Millionen iPhones. Dementsprechend werden sie uns sicher schnell große Abonnentenzahlen verkünden können. Aber wir werden nachrechnen.
Netflix will Awards und am liebsten ein paar Oscars. Deswegen bringt der Streamingdienst nun immer mehr seiner Original Produktionen vorab ins Kino. Dieses Jahr zum Beispiel Steven Soderbergh’s The Laundromat und Martin Scorsese’s The Irishman. Meistens aber nur für kurze Zeit und in ausgewählten Kinos in New York und L.A.. Eben gerade genug, um für die Filmpreise zugelassen zu werden. Auf der anderen Seite sträubt sich das klassische Filmbusiness bei den Awards von den Streamern überrannt zu werden. Zwar ging [Steven Spielbergs Vorstoß],(https://www.musikexpress.de/steven-spielberg-fordert-keine-oscars-mehr-fuer-netflix-filme-1204085/) Netflix-Filme von den Oscars auszunehmen, vorerst ins Leere, aber beim Toronto International Film Festival sind Filme die „das traditionelle Kinomodell“ missachten, ausgeschlossen. Ob wir unter dem Druck irgendwann Netflix-Filme in Deutschland im Kino sehen können – und ob das dann jemand tut – bleibt unwahrscheinlich.
Wie messe ich Podcast Zahlen richtig? Das ist eine Diskussion, die ich auch täglich führe, über die aber auch Gabor Steingart stolpert. Deshalb überschlagen sich Hoster- und Analyticsdienste nun mit immer neuen Metriken und Whitepaper, wie es denn nun richtig gerechnet sei. Dahinter steht in den USA vor allem das IAB (Interactive Advertising Bureau), die Guidelines zum Messen von Podcasts herausgebracht haben, die nun einige Hoster umsetzen. Zum Unmut einiger altgedienter Podcasts. Deren Zahlen reichen nun plötzlich nicht mehr aus, um Werbeerlöse in ausreichender Höhe zu erzielen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil Podcast-Werbung trotzdem als eine der effektivsten Werbeformen galt, was ROI anging.
Joseph Fink, Kopf hinter Welcome to Night Vale, sieht darin auch eine Bestrebung, die Podcastwelt immer angenehmer für Venture Capital geförderte Unternehmen zu machen und damit schwerer für kleine, unabhängige Podcasts: „Which is to say that as these guidelines keep getting „refined“, your favorite indie podcasts will start to die out while a new VC-backed company called Hearomatic or something pays some celebrity who had never heard of podcasts 18 million to start one.“
Wie groß die Rolle von YouTube bei der Podcast-Nutzung ist, hatten wir bereits erwähnt. The Verge schaut sich nun genauer an, wie einige der großen Podcasts auf YouTube funktionieren: H3H3, Joe Rogan und andere setzen häufig auf unterschiedliche Kanäle. Bei klassischen YouTubern gibt es häufig einen Hauptkanal, dann einen Podcastkanal und einen 3. auf dem Highlight-Clips aus dem jeweiligen Podcast geteilt und veröffentlicht werden. So macht man sich den Vorschlags- und Suchalgorithmus von YouTube zu nutzen und kann neue Hörer ansprechen.
Facebook Watch versucht sich weiter und hat nun neue Partner beauftragt, Shows für die Unterkategorie auf Facebook zu erstellen: Axel Springer, Burda und Gruner + Jahr produzieren insgesamt 9 Formate für die Plattform. Geplant sind:
BILD DAILY, Axel Springer: In der täglichen News-Show berichten Journalisten der BILD aus dem Studio oder vor Ort über aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Unterhaltung, Sport und Lifestyle.
WELT News, Axel Springer: Die meinungs- und bildstärksten Themen von WELT Digital – ein tägliches Video-Format zu Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
Focus Life Hacks, Burda: In dieser interaktiven Sendung können die Zuschauer über Facebook Watch Fragen zu alltäglichen Problemen an eine wechselnde Runde von Gästen stellen – mit dabei sind Vlogger und Prominente.
Focus News Stories, Burda: Eine wöchentliche Nachrichtensendung, in der die wichtigsten Themen aus Politik, Sport, Internet und Lifestyle behandelt werden.
Klaudia Saves The World, Burda: Diese mehrteilige Serie begleitet Klaudia Giez, bekannt aus „Germany’s Next Top Model“, auf ihrer Reise um die Welt. Klaudia trifft einflussreiche Persönlichkeiten, die sich für die Lösung komplexer Probleme in unserer modernen Gesellschaft einsetzen.
Superluminar – Das Social Wissensformat, G+J: Eine wöchentliche Wissenschafts-Show mit zunächst 15 Episoden, präsentiert von Hannes Holtermann.
Der Fußball, mein Leben & ich, G+J: In dieser mehrteiligen Sendung stellen sich Fußballlegenden den Fragen von Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins 11 FREUNDE.
Local Heroes – Food Heroes Deutschland, G+J: Eine wöchentliche, zunächst 15 Episoden umfassende Serie, die sich auf eine kulinarische Reise durch Deutschland begibt, gastronomische Highlights vorstellt und hinter die Kulissen blickt.
Rücken an Rücken – Das Promikochen, G+J: In der wöchentlichen Kochshow stellen Prominente unter Anleitung eines erfahrenen Profikochs ihre Kochkünste unter Beweis. Zunächst sind 15 Episoden geplant.
YouTube löscht über 100.000 Videos wegen Hate Speech
Seit Juni hat YouTube über 100.00 Videos gelöscht, die ihrer Meinung nach Hate Speech enthalten haben. Außerdem wurden über 17.000 Kanäle gesperrt, das sind jeweils 5x mehr als davor. Einerseits betont YouTube damit, dass sie nun versuchen, mehr gegen Hate Speech tun, gleichzeitig entfacht das auch wieder die Debatte: Wer entscheidet eigentlich, was Hate Speech ist und wie sehen Widerspruchs-Mechanismen aus? Aber YouTube will uns in ihrem Presseupdate wissen lassen, dass das nicht alles ist, was sie gegen Hass und Falschinformationen tun. Zu den 4 R’s von Responsibility gehören neben Remove nämlich auch Raise, Reward und Reduce. So will man mit Nachrichteninitiativen glaubwürdigen Quellen zu einer größeren Sichtbarkeit verhelfen und zur Not auch finanziell mit der Google News Initiative unterstützen. Außerdem sorgt man für eine geringere Verbreitung von umstrittenen Inhalten.
So betont YouTube, dass die Videos im letzten Monat, die Hate Speech enthielten, nur 3% der Views hatten, die Strick-Videos parallel eingesammelt haben. Alles ganz harmlos hier also, hier wird nur ruhig gestrickt.
Dass das Verbannen von extremen Stimmen von den Plattformen, diesen eine Grundlage entzieht, zeigte nun Milo. Der beschwerte sich in seiner Telegram-Gruppe, dass die weniger Follower dort, ihm nicht reichen um noch von seinen Hassbotschaften zu leben. Armer Milo.
Netflix legt 200 Millionen $ auf den Tisch, um die beiden Schreiber und Showrunner hinter „Game of Thrones“ an sich zu binden. David Benioff und Daniel B. Weiss sollen in nächster Zeit neue Projekte für das Streamingportal entwickeln. Dabei haben sie eigentlich noch einen Deckel mit Disney offen: Da sollen sie noch eine Star Wars Trilogie abliefern. Netflix gewinnt mit dem Deal ein regelrechtes Wettbieten gegen Amazon und Disney. D&D ging es wohl auch darum den Deal von „Westworld“ Machern Lisa Joy und Jonah Nolan zu übertreffen, die für 150 Millionen bei Amazon unterschrieben haben.
Solche Exklusiv Deals oder mindestens First Look-Abmachungen sind in den „Streaming Wars“ gerade beliebt. Warner hat sich zum Beispiel ein Vorkaufsrecht für alle Entwicklungen von JJ Abrams und seiner Firma für 500 Millionen Dollar gesichert. Aber JJ hat auch einen langen Track Record.
Disneys Preisvorstellung für den eigenen Dienst Disney+ von nur 7$ war ja schon eine Kampfansage. Nun hat Disney aber seine Pläne für einen Streamingangeboten vorgestellt. So soll man für die Disney+, ESPN und Hulu in den USA gemeinsam für 12,99$ abonnieren können. Dafür bekommt man dann Sport, alle möglichen Franchises von Star Wars bis Marvel und etliche TV Shows aus dem Hulu Vorrat. 3 Streamingdienste zum Preis von einem Netflix.
Immer wieder heißt es, dass YouTube eigentlich die größte Podcast Plattform ist. Kein Wunder, tummeln sich doch Joe Rogan, h3h3 und etliche andere dort. Die Canadian Podcast Listener Studie hat sich das nochmal genau angeschaut und kommt zu dem Ergebnis: Tatsächlich spielt YouTube ganz vorne bei Apple und Spotify mit. YouTube profitiert davon, dass es für viele schlicht ihr „go-to place for entertainment“ ist. Dementsprechend konsumieren sie hier auch Musik und Podcasts.
Manchmal sind Trennungen hässlich, vor allem, wenn sie quasi Inder Öffentlichkeit stattfinden. Lass uns noch mal zusammenfassen: Der berühmteste Streamer Ninja verkündet seinen Abschied von Twitch – und streamt ab sofort exklusiv auf der neuen Plattform Mixer. Mixer gehört zu Microsoft. Mixer hält sich seither konstant in den Downloadcharts und Ninja konnte bereits eine Millionen Abonnenten auf die neue Plattform ziehen. Twitch reagierte daraufhin beleidigt und nutzte die alte Kanalseite um andere Streamer zu promoten. Darunter tauchte dann auch ein Stream voller Erwachsenenfilmchen auf. Daraufhin musste sich Twitch schließlich bei Ninja entschuldigen.
Dahinter steckt aber noch eine ganz andere Geschichte: Immer mehr Twitch Streamer beschweren sich, dass sie immer länger und nach einen strengen Stundenplan streamen müssen, um von der Plattform leben zu können – und viele sind von dem Support der Plattform enttäuscht. Auch Ninjas Zahlen waren zu letzte eingebrochen. Wie viel Microsoft ihm zahlt weiß man nicht, aber es dürfte sich für beide gelohnt haben.