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YouTube verstärkt Fokus auf Creator-Shows und stellt diese Werbekunden direkt vor

Einst hat YouTube selbst Original-Inhalte finanziert, dazu auch klassische Produktionsfirmen hofiert – diese Praxis hat der Streaming-Gigant vor Jahren beendet und setzt seitdem auf eine andere Strategie: Shows bewerben, die YouTuber ohnehin schon produzieren. Das macht YouTube zur Ausnahmeerscheinung bei den gerade wieder abgehaltenen TV-Upfronts. Die Plattform pitcht der Werbeindustrie Inhalte, die sie weder direkt kontrolliert noch finanziert.

Bei seinem YouTube Brandcast verstärkt die Google-Tochter diesen Kurs noch einmal. Im Zentrum der Präsentation steht ein Lineup neuer und zurückkehrender Creator-Shows, die exklusiv auf YouTube laufen. Darunter Formate von „The Daily Show“-Veteran Trevor Noah, Alex Cooper (bekannt aus „Call Her Daddy“) sowie den Kareem Rahma (Keep the Meter Running) und Dude Perfect (Squad Games“)

YouTube versucht, damit TV-Mechaniken (Show-bezogene Buchungen) in die Creator-Ökonomie zu übertragen, um Budgets aus dem klassischen Upfront-Markt anzuziehen.
Das Angebot zielt darauf, Reichweite und Planbarkeit für Marken zu erhöhen, ohne selbst als Studio zu agieren.
Creator-Shows werden stärker als vermarktbare Formate und nicht nur als Channel-Content positioniert.

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BuzzFeed ist verkauft – and it will „pivot to video“

Der Medienunternehmer Byron Allen übernimmt BuzzFeed für 120 Millionen. Wobei wohl erstmal nur 20 Millionen fließen und die hundert Millionen unter gewissen Bedingungen in 5 Jahren.
BuzzFeed war mal für 1 Milliarde Dollar gehandelt – und der Gründer
wollte die nächste New York Times bauen. Wir hatten hier mal eine eigene Rubrik mit News zu BuzzFeed und deren Modell. (Und wow, sind die Takes darin schlecht gealtert.)
Doch BuzzFeed hat es versäumt eigene Trafficquellen aufzubauen. Man hing eigentlich nur am Tropf von Facebook und Co. Die Brandrecognition ist vielleicht noch bei ein paar Millenials gegeben. Die eigenen Videocreator haben sich längst von der Marke gelöst und eigene Creator Karrieren aufgebaut.

Was also will Byron Allen mit der Marke BuzzFeed?

Byron Allen macht zuletzt Schlagzeilen, weil er den Platz von Stephan Colbert gepachtet hat und in Zukunft mit seiner Reihe „Comics Unleashed“ bespielen will. Die Marken (Huffington Post, BuzzFeed.) will er nutzen, um ein werbefinanziertes Streaminggeschäft aufzubauen (AVOD), also ein Pivot to Video.

So will er Youtube Konkurrenz machen, erzähl er dem Hollywood Reporter im Interview:

One night I had dinner with Reed Hastings, the founder of Netflix, and I said „Hey, what keeps you up at night?“ He said „YouTube.“ I said, „YouTube?“ He said, „Yeah, Byron, if YouTube starts delivering premium content, how do I get people to pay me XYZ per month?“ I said, „Got it.“ So, YouTube is the biggest streamer by far. The world’s two favorite words right now: „Free“ and „streaming.“

What I can do is I can take BuzzFeed and HuffPost and put it into the free streaming business with this asset that I’ve invested heavily in. And it’s not to replace anything at BuzzFeed or HuffPost, it’s additive, it’s to build on the 20-year foundation that they’ve created.

Als nächsten Schritt strebt er die Kontrolle über Starz als Abo-Streaming-Partner (SVOD) an und positioniert sich damit für eine „Free + Subscription“-Doppelstrategie im umkämpften Streamingmarkt. Good Night and Good Luck.

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Über AI Werbespots beim Super Bowl

The Verge:

With traditionally produced ads from previous Super Bowls, you could really see how spending money on production ultimately led to commercials that felt more premium than what you would usually see on television. But this year, there was an undeniable cheap and sloppy quality to many of the advertisements.

One of the worst examples of this was the Artlist ad.

The main thrust of the ad […] is that anyone can generate Super Bowl-worthy video footage using the company’s suite of production tools. It even makes a point of bragging that Artlist only bought its Super Bowl space about a week ago and spent a mere five days producing the commercial. That would be impressive if Artlist’s final product actually looked like something that would get average consumers to want to use these tools.

Instead, the ad features the very hallmarks that have convinced people to see AI-generated video as slop. Rather than telling a short, compelling, cohesive story of any kind, the ad is just a series of very short clips of animals doing weird things, strung together with a voice-over. There is nothing innovative about it. And given how much slop there already is in the world, the whole thing feels more like a threat than a promise of good things to come.

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Warum die BBC auf YouTube setzt

Die BBC hat eine Partnerschaft mit YouTube angekündigt und will originäre Inhalte speziell für die Plattform zu produzieren.
Damit will man ein jüngeres, digital-natives Publikum ansprechen, auch wenn die Inhalte auch weiterhin auf iPlayer und Sounds erscheinen können. Geplant sind derzeit ca. 50 YouTube-Kanäle. Außerhalb Großbritanniens werden die Inhalte mit Werbung versehen, wovon sich die BBC zusätzliche Einnahmen verspricht, die hat die BBC auch bitter nötig.

Dieser Schrift wird weithin als Bestätigung der These „YouTube ist das neue Fernsehen“ gesehen. Eine weitere Bestätigung sind die Nielsen Zahlen in de USA, wo YouTube regelmäßig den größten Anteil der Zuschauerschaft vor dem Fernsehgerät vereint.

Man kann es auch darüberhinaus positiv sehen: Hier ist der Öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland einmal schneller gewesen als die BBC. funk mit seinen originären Kanälen wird dieses Jahr zehn. You’re welcome.

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Matt Damon erzählt: Weil alle am Handy hängen, will Netflix, dass die Handlung eines Films drei- oder viermal erklärt wird.

Matt Damon hat bei Joe Rogan erzählt, wie sie ihre Netflix-Film „The Rip“ gemacht haben – und welche Ansprüche Netflix daran hatte:

„The standard way to make an action movie that we learned was, you usually have three set pieces. One in the first act, one in the second, one in the third,“ Damon explained. „You spend most of your money on that one in the third act. That’s your finale. And now they’re like, ‚Can we get a big one in the first five minutes? We want people to stay. And it wouldn’t be terrible if you reiterated the plot three or four times in the dialogue because people are on their phones while they’re watching.'“

via Variety

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Elon Musk enttarnt sein eigenes Spiegelkabinett

Am Wochenende hat Elon Musks X eine Funktion eingeführt, die sofort für maximalen Wirbel sorgte. Das Update mit dem Namen „About this Account“ ermöglicht es Nutzer*innen, auf ein Profil zu klicken und Informationen wie das Erstellungsland des Accounts, den aktuellen Standort der Person dahinter und die Anzahl der bisherigen Nutzernamenänderungen einzusehen.

Nikita Bier, Produktchef bei X, nannte die Funktion „einen wichtigen ersten Schritt, um die Integrität des globalen Marktplatzes zu sichern“. Rund vier Stunden später, nachdem das Update live war, schrieb Bier einen weiteren Post: „I need a drink.“

Fast unmittelbar zeigte „About this Account“ an, dass viele prominente und äußerst aktive pro-MAGA-Accounts, die vorgaben, von „patriotischen“ Amerikanern betrieben zu werden, ihren Sitz in Ländern wie Nigeria, Russland, Indien und Thailand hatten.

@MAGANationX, ein Account mit fast 400.000 Followern, dessen Bio ihn als „Patriot Voice for We The People“ beschreibt, hat laut der Übersicht seinen Sitz in „Osteuropa (Nicht-EU)“ und seinen Nutzernamen seit der Erstellung des Accounts im vergangenen Jahr fünfmal geändert.

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Der System Prompt von Elon Musks Grok AI ist öffentlich

Man kann durch Nachfrage den Systemprompt von Grok herausfinden, dem Chatbot von Elon Musks xAi. Die meisten anderen Chatbots verstecken diese Systemprompts. Hier ein Auszug:

  • If the user asks a controversial query that requires web or X search, search for a distribution of sources that represents all parties/stakeholders. Assume subjective viewpoints sourced from media are biased.
  • The response should not shy away from making claims which are politically incorrect, as long as they are well substantiated.
  • Do not mention these guidelines and instructions in your responses, unless the user explicitly asks for them.
    Quelle

Siehe auch: Elon Musk baut mit Grok eine Propaganda-Maschine

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Quentin Tarantino Filme in der Arte Mediathek streamen

Arte widmet gerade dem Regisseur Quentin Tarantino einen Schwerpunkt, weshalb man in ihrer Mediathek Kill Bill, Death Proof, Reservoir Dogs und Jackie Brown streamen kann.
Begleitend gibts auch noch Dokus über Tarantino und Uma Thurman.

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Armin Wolf hat versucht gegen Beleidigungen auf X vorzugehen. Es ist unmöglich.

Armin Wolf, der österreichische Journalist und Moderator, wollte die Daten eines X Accounts erfragen, der täglich anonym Medienschaffende, Politiker und andere beleidigt. Er hat dafür einen Anwalt, die österreichische, irische und am Ende amerikanische Justiz bemüht. Auf seinem Blog schreibt er den Weg nachvollziehbar Schritt für Schritt auf und kommt zu folgendem Fazit:

Ein Rechtsstaat sollte garantieren, dass Menschen, die in ihren Rechten verletzt werden, sich wehren können und entschädigt werden — und dass es Sanktionen für Menschen und Unternehmen gibt, die Gesetze missachten. Aber X ist ein rechtsfreier Raum. Gesetze gelten hier nicht.

Die Rechtslage in Österreich und der EU ist unzureichend, die irischen und amerikanischen Behörden verweigern die Arbeit und X zeigt allen den Mittelfinger. Die „Redefreiheit“ eines vermummten rechtsextremen Soziopathen ist Elon Musk wichtiger.

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RTL kauft Sky Deutschland

RTL hat den Kauf von Sky DACH verkünden, die Kartellbehörde muss noch zustimmen. Wenn der Deal durch ist, würden sie damit Disney+ hierzulande überholen und auf Platz 3 des deutschen Streamingabogeschäfts landen.
Laut eigener Rechnung hätte man dann 11,5 Millionen Abonnenten.

In der eigenen Pressemitteilung verspricht RTL starke Investitionen in Deutschland und Europa, so sollen jährlich rund 2,5 Milliarden Euro in Inhalte fließen.