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ZDF-Chefredakteur Peter Frey: Statt Quote ein Preisschild für verschiedene Plattformen

Wir haben in der Reihe „Meet the Media Executives“ mit dem ZDF-Chefredakteur Peter Frey über die Digitalisierung beim ZDF, die Bedeutung der Fernsehquote in einer zunehmend digitalen Welt und die Zukunft der Nachrichten gesprochen.

Herr Frey, das ZDF darf sich ja immer Fragen nach der Quote anhören und meine erste Frage wäre jetzt: Wie wichtig ist die Quote eigentlich noch und in wieweit werden auch digitale Abrufzahlen in den Mediatheken immer wichtiger?

ZDF-Chefredakteur Peter Frey:

Ich halte die Quote für wichtig, weil sie uns einfach sagt, wie das was wir machen beim Publikum ankommt. Und ich glaube jeder Journalist will gehört werden. Die Quote gibt Aufschluss darüber, ob wir gehört werden mit unseren heute-Nachrichten, mit dem heute journal, mit den Magazinen und im Unterhaltungsbereich ist es natürlich genauso. Wenn wir nicht auf die Quote achten würden, hieße dass eigentlich, dass wir an der Öffentlichkeit vorbeisenden. Das kann es nicht sein. Gerade bei einem beitragsfinanzierten System. Also die Quote ist wichtig, aber natürlich ist sie nicht alles, weil wir uns auch ein bestimmtes Profil leisten, leisten müssen und auch weniger erfolgreiche aber wichtige Themen dann sozusagen im Schlepptau von erfolgreichen Serien, Spielfilmen, Fußballspielen mitnehmen.

Zukunft der Quote: Ein neues Preisschild für unterschiedliche Plattformen

Aber gerade in den Digitalkanälen ist es ja so, dass für junge Sendungen, wie auf zdf_neo, hinterher in den Mediatheken höhere Abrufzahlen haben, als vorher Quoten gemessen wurden. Also was spielen hier die Messwerte für eine Rolle?

Peter Frey:

Im Grunde versuchen wir im Moment ein Preisschild zu entwickeln, wo wir die Wahrnehmung auf den unterschiedlichen Plattformen dann auch messen. Es ist ja häufig so, dass ein Film zum ersten Mal im Hauptprogramm läuft und dann macht er seine Karriere. „Terra X“ läuft zdf_neo, Phoenix, läuft auf zdf_info und zwar in hohen Frequenzen. Wir hatten im letzten Jahr 1.800 Wiederholungen von „History“, unserem Geschichtsformat, quer über alle Plattformen, da kommen dann wirklich viele Millionen Zuschauer zusammen. Also der Erfolg bei der Erstausstrahlung sagt in der Tat nicht alles und die Abrufzahlen online werden immer wichtiger.

Was bieten sie eigentlich für ein jüngeres Publikum im Hauptprogramm, oder andersherum gefragt: Schieben Sie das junge Publikum in die Digitalkanäle ab? Weil sie diese dann sowieso nur noch Online erreichen und es nur irgendwo gesendet haben müssen, damit es auch online stehen darf?

Peter Frey:

Natürlich sind wir im Hauptprogramm in einem Spagat und die Mehrzahl des Publikums des ZDF ist ein älteres Publikum und trotzdem wollen und müssen, und geben uns alle Mühe auch für Jüngere, und das heißt bei uns ja unter 50-jährige, ich rede ja nicht von Jugendlichen, ein Angebot zu machen. Wenn ich sage Spagat, dann wissen wir auch, dass gewisse Genres bei Jüngeren gut ankommen, wir aber Verluste bei Älteren zu gegenwärtigen haben und das müssen wir miteinander in ein vernünftiges Verhältnis bringen. Es gibt aber eine ganze Reihe von Sendungen, die bei Jungen und Alten gleich erfolgreich sind, wenn ich an die heute-show denke zum Beispiel. Auch das heute-journal ist als anspruchsvolle, 30-minütige Nachrichtenhintergrundsendung dann bei Jüngeren erstaunlich erfolgreich.

Nachrichten für die Generation YouTube

Wenn wir dann doch mal unter 50 und bei den ganz jungen schauen, die jetzt mit YouTube aufwachsen, da auch eine ganz andere Optik mit wilden Jumpcuts und ganz, ganz kurzen Formaten kennenlernen, machen Sie sich da schon Gedanken, wie für eine solche Zielgruppe Nachrichten aussehen müssen?

Peter Frey:

Erstens sind wir ja schon da bei YouTube, wir sind auch schon da bei den ganz jungen, beim Kinderkanal, das ist ja auch ein Kind von ARD & ZDF. Was die Nachrichten angeht ja, wir haben eine Arbeitsgruppe „Jüngere Nachrichten“ eingerichtet, um mal zu definieren, wie definiert man das eigentlich. Definiert man das in erster Linie über den Inhalt, gibt es andere Inhalte die für jüngere Leute interessant sind oder definiert man es in erster Linie über die Form. Ich glaube nicht, das nehme ich schon mal vorweg, dass immer schneller, immer kürzer das richtige Rezept ist. Es kann kein Zufall sein, ich komme nochmal darauf zurück, dass eine so seriöse, solide und auch anspruchsvolle Nachrichtensendung, wie das heute-journal auch für Jüngere attraktiv ist und übrigens auch die tagesschau, die gute alte tagesschau ist häufig genug bei der ARD die jüngste Sendung des Tages.

Aber gerade die tagesschau steht ja gerade in der Kritik, dass dieses Sprechermodell nicht mehr so aktuell ist. Gerade auch für eine immer komplexer werdende Welt, in der es nicht mehr reicht nur Fakten aufzuzählen. Haben sie da mit dem heute-journal den besseren Ansatz?

Peter Frey:

Ich glaube das sind zwei ganz unterschiedliche Genres und ich bin jedenfalls froh, dass das hintergründige, erklärende, nachhaltende, was das heute-journal bietet, sein Publikum findet.

Themen statt Technik

Gut und als Abschlussfrage: Was glauben sie muss ein Medienmanager der Zukunft mitbringen?

Peter Frey:

Begeisterungsfähigkeit. Begeisterungsfähigkeit für die Themen. Manchmal kommt es mir so vor, dass diese sehr technisch getriebene Debatte ein bisschen das unterpflügt, was wir eigentlich inhaltlich dem Publikum nahebringen wollen. Darum geht es ja auch, was bieten wir eigentlich an, welche Themen sind die, die Gesellschaft weiterbringen, aufregen, aufwühlen. Aber sicher auch Begeisterungsfähigkeit für all das neue und frische, was wir im Moment ja in einer Schlagzahl zu verkraften haben, wie es noch nie vorher der Fall war.

Das gesamte Interview mit ZDF-Chefredakteur Peter Frey:

[alert title=““ bg_color=“blue“ text_color=“white“]Wer auf dem Laufenden bleiben will und einmal die Woche die besten Artikel zu Medienwandel und Netzkultur im Postfach finden will, abonniert den morgenlinks Newsletter.[/alert]

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 Dieser Beitrag erschien zunächst für das TV 2.0-Blog des TV2.0Summit.

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Nachrichtengeschichte, Netzgemeinde & Nerdwissen | morgenlinks

Schon wieder Dienstag, Zeit für eine neue Ausgabe des morgenlinks Newsletter.

Riptide – What really happened to the news business

(niemanlab.com)
Das Nieman Lab hat die Geschichte der Nachrichtenindustrie seit 1980 aufgeschrieben. Vom Aufkommen des Teletext über das Entstehen der Blogosphäre und den Fehlern in den Anfängen von Online analysiert diese epische Geschichte in 15 Kapiteln und über 60 Interviews, wie das Nachrichten & Zeitungsgeschäft in die Krise kam, in der es nun steckt. Ich habe selbst noch nicht alles gelesen und werde mir das wohl mit in den Urlaub nehmen.

Netzgemeinde

(mspr0.de, Michael Seemann)
Gibt es nun die Netzgemeinde oder nicht? mspro sagt eindeutig ja, auch wenn viele andere das immer wieder abstreiten oder sich selbst davon distanzieren:

„Eine Gemeinschaft besteht nicht aus Menschen, sondern aus Kommunikationen, die ihre Anschlussfähigkeit unter anderem in der Unterscheidung von Selbst- und Fremdreferenz gewährleisten. Luhmann nennt diesen ständigen Prozess der Selbstkonstitution von Gemeinschaften auch ‚Autopoiesis‘. Wann immer wir von den ‚Internetausdruckern‘ reden, oder den Journalisten (gern auch Mainstream- oder Qualitätsjournalisten, etc), auch wenn wir davon reden, dass wir den Anschluss an die Youtubegreneration verloren haben, wann immer wir ‚wir‘ sagen und uns adressieren – unter welchem Namen auch immer – konstituieren wir die Netzgemeinde. „

Passend dazu auch ein schöner Vortrag von miinaaa auf der #om13.
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Man kann die wöchentlichen morgenlinks sponsern und erreicht somit alle Newsletter-Abonnenten, das Publikum auf YouTube und im Blog. Gerne mache ich persönliche angeboten. Einfach melden.

 

50 Things a Geek should know

(Virtualshosting.com)
Eine Listicle Infografik, mehr geht ja gar nicht. Aber trotzdem sehr nett: 50 Dinge die jeder Nerd/Geek kennen sollte. Zum einfach selbst testen mit Auswertung am Schluss. Wie Geek bist du? Sag dein Ergebnis gern in den Kommentaren oder an @netzfeuilleton.

Nächste Woche gibt es wieder eine neue Ausgabe, ich freue mich über Weiterempfehlung und Feedback. Eine schöne Restwoche.

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Zukunft des Fernsehens, Pressefreiheit & Livestreams | morgenlinks

Hier wieder einmal Sammlung und Commentary der spannendsten Geschichten zu Medienwandel & Netzkultur

 

Kevin Spacey: „Das Fernsehen hat das Kino überholt“

(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Kevin Spacey hat beim James MacTaggart Memorial Lecture im Rahmen des Edinburgh International Television Festivals eine viel beachtete Rede gehalten. Über die Zukunft und Vergangenheit des Fernsehens und die Parallelen zum Netz. Äußerst sehens & lesenswert. Sein Mentor Lemmon erklärte ihm damals:

“Junge, Du musst verstehen: Fernsehen war damals brandneu. Es war ein neues Medium und niemand wusste, ob es sich durchsetzen würde. Also wurde alles ausprobiert. Es war noch nicht kommerzialisiert. Das war ein Gefühl von totaler Unbekümmertheit.”

Dasselbe gilt momentan für das Netz und Daniel Bröckerhoff hat das ganze nochmal auf den Journalismus übertragen.

 

Die Zeitung der Zukunft – ein Ort der Freiheit

(dirkvongehlen.de, Dirk von Gehlen)
Was sich beim Guardian abgespielt hat, ist nach wie vor unfassbar. Man muss sich das mal als Filmszene vorstellen: Geheimagenten überwachen im Keller, wie eine Festplatte mit wichtigen Daten zerstört werden. Das hätte George Orwell aus seinem Roman rausgeschmissen, weil es zu platt wäre. Und nun ist das Wirklichkeit. Es gilt die Pressefreiheit zu verteidigen. Unser aller Freiheit, sie ist unter solchem Beschuss, wie noch nie.

Der HuffPo-Beweis: Video funktioniert auch bei Verlagen

(netz-lloyd.de, Julius Endert)
Die Huffington Post betreibt seit einer Weile einen Livestream, mit mehr als beachtlichen Abrufzahlen. Warum das unter anderem funktioniert:

„HuffPost Live schafft es tatsächlich, die Konversation mit den User auf Trägermedium Video auszuweiten. Die Nutzer können jederzeit in den Stream „reinspringen“, sich kurz über das Thema orientieren und gleich mitdiskutieren. Kommentare und Stream stehen gleichgewichtig nebeneinander, das ist neu: Der User kann sich als Teilnehmer ernst genommen fühlen.“

Wenn ihr das ganze hier im Browser gelesen habt, freu ich mich. Müsst ihr aber nächstes Mal nicht unbedingt. Ihr könnt auch einfach den Newsletter abonnieren und einmal die Woche die besten Artikel zu Medienwandel & Netzkultur im Postfach haben.

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TV-Sender auf Youtube, die 1,6% der NSA & Bezos | morgenlinks

Deutsche TV-Sender auf YouTube

(Digitaler Film, Bertram Gugel)
Wie schlagen sich deutsche TV-Sender auf YouTube? Eher schlecht. Manchen nutzen die YouTube-Kanaäle als Müllhalde, andere als Marketingkanal. Eine wirkliche Strategie hat keiner und dementsprechend bleiben sie hinter generischen YouTubern zurück. Ein Beispiel: Die ARD erreichte mit 9,828 Videos ingesamt 77 Millionen Abrufe, der YouTuber alexibexi mit 246 Videos über 115 Millionen.

NSA by the numbers

(buzzmachine.com, Jeff Jarvis)
Alles halb so schlimm, die NSA „touched“ täglich nur 1,6% des weltweiten Internetverkehrs. Also gar nicht so viel? Das könnten dann so 29 Petabytes sein oder für einen anschaulicheren Vergleich Google sagte 2012 es habe bislang nur 0.004% der Daten im Netz indiziert. Macht das aus der NSA is equal to 400 Googles?

While We’re Trying To Follow His Game Of Checkers, Jeff Bezos Is Playing Chess

(techcrunch.com, MG Siegler)
Was will Jeff Bezos mit der Washington Post? Während hier Springer auf dem Weg zum digitalen Medienunternehmen den Großteil seiner Printtitel verkauft, kauft sich der Gründer von amazon die alte und ehrwürdige Washington Post. Einigkeit herrscht nur darüber, dass Bezos ein genialer Geschäftsmann ist. Aber ob die Washington Post in Zukunft wirklich mit dem Versandwarenhaus amazon verbandelt werden soll oder ob es sich nur um Mäzentum handelt wird wohl erst die Zeit zeigen.

Ideen für mögliche Synergien zwischen Washington Post und amazon habe ich hier gesammelt.

Die morgenlinks gibt es auch als Newsletter, jede Woche bequem per eMail.

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Online darf man nichts glauben, Behinderung & Scoring | morgenlinks

Hier ist die nächste Folge der morgenlinks. Für alle die den Newsletter noch nicht haben auch hier im Web.

st_ry Folge 1: Das tägliche Ausspähen. (Oder: Warum Männer keinen Kredit kriegen.)

(stry.tv)
Daniel Bröckerhoff hat endlich den ersten Teil seiner st_ry-Reportage online. Nachdem die erste Crowdfunding Runde nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte, ist man kurzerhand in Vorleistung gegangen um zu zeigen was man kann und hat die erste Folge schon einmal produziert. Das Thema ist, von Nutzern gewählt, Daten und Datensammlung und in der ersten Folge geht es um Scoring also die Klassifizierung von Kunden. Schöner Film ist es geworden, achja und Geld geben kann man weiterhin.

10 Dinge, die alle Eltern ihren Kindern über Behinderungen beibringen sollten

(raul.de, Raul Krauthausen)
Raul erzählt aus seiner Rollstuhlperspektive, wie er es wahrnimmt, wenn Kinder ihn anstarren und anfangen ihren Eltern fragen zu stellen und gibt Tipps, wie man Kindern am Besten den ungehemmten Umgang mit Behinderungen beibringt. Sehr wertvoller Text und sieh gelten in manchen Fällen sicher auch noch für Erwachsene.

6 Reasons You Really Can’t Believe Anything You Read Online

(cracked.com, Ryan Holiday)
Die Gründe warum man nichts glauben kann, was online steht? Nun in erster Linie der Hunger nach PIs. Derselbe ist wohl auch dafür verantwortlich, dass dieser Artikel auf 2 Seiten aufgesplittet wurde.

Das war es für diese Woche, wer die morgenlinks nächste Woche lieber in seinem Mailfach finden möchte, kann sich hier eintragen.

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Flimmern & Sehen Youtube News & TV 2.0

Was kostet eine Webserie?

Was kostet eigentlich so eine  Produktion einer Online Serie? Sicher gibt es da eine große Spannweite. Wir produzieren YouJustDontDo zum Beispiel mit No Budget, aber das ist auch keine wirkliche, zusammenhängende Serie. Ein ganz anderes Kaliber ist da schon VGHS – Video Game High School. Den Trailer von Staffel 2 habe ich hier schon gezeigt, inzwischen ist auch die erste Folge erschienen, die zweite kommt heute im Laufe des Tages (siehe unten). Hier sind ordentlich Produktionsmittel reingeflossen und eine große Crew wurde unterhalten.

Webserie: 1,3 Millionen $ für 6 Folgen

Freddie Wong hatte für eben diese Produktion der 2. Staffel VGHS über Kickstarter 808,341 Dollar eingesammelt und als Teil der Transparenz gegenüber seinen Backern schlüsselt er alle Kosten in einer Infografik auf. Insgesamt hat er  über 1,3 Millionen $ ausgegben, für die Produktion von 6 Folgen à 30 Minuten.

Was hat VGHS gekostet

 Youtube mit eigenem Starsystem

Interessant finde ich vor allem den Vergleich mit anderen Formaten auf Stundenpreis. So kostet eine durchschnittliche US Sitcom das 7-fache von VGHS. Die Serie „House of Cards“, die Netflix exklusiv für ihr Onlineangebot produzieren ließ, kostete 10-mal so viel. Ich würde mal behaupten, dass ein Großteil der Kosteneinsparung gerade bei den Stars passiert. Denn gerade viele Sitcoms funktionieren wegen der Hauptdarsteller, die ihre Charaktere repräsentieren (2 and a Half Man: Charlie Sheen, King of Queens: Kevin James). Auf YouTube hat sich längst ein eigenes Starsystem entwickelt. Sicherlich ist FreddieW als Regisseur selbst einer der Stars, aber auch Harley Morenstein von EpicMealTime ist sicherlich ein YouTube-Star und tritt in VGHS als Direktor der Schule auf. Die Hauptdarsteller Josh Blaylock (BrianD)  und Jimmy Wong (Ted Wong), Freddies Bruder, sind alle erst durch die erste Staffel bekannt geworden. Hier hat sich ein neues, eigenes Starsystem etabliert, das aber noch sehr viel günstiger ist, als die Riege der Hollywood-Stars.

Update: Siehe Diskussion in den Kommentaren: Jimmy Wong war auch vorher schon auf YouTube aktiv und Josh Blaylock hatte unter anderem eine Rolle in „No Country for Old Men“. Trotzdem glaube ich, dass VGHS ihre Bekanntheit massiv gesteigert hat und innerhalb von YouTubes eben zu echten Stars.

Wo es hingeht? Nun, das wird sich sicherlich angleichen. Bekam der Cast bei Season 1 noch 26,000$ sind wir nun bei 84,000 $. Sicherlich schwer vergleichbar, da wir nicht aufschlüsseln können, wieviele Personen dahinter stehen, aber definitiv eine Steigerung.

Wer wissen will, wie es hinter den Kulissen einer solchen Produktion aussieht, kann sich das Behind The Scenes anschauen.

VGHS Season 2 anschauen

Wer lieber die erste Folge schauen will, kann das hier tun. Die zweite Folge soll heute noch erscheinen.

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morgenlinks Politik

NSA vs. Stasi, Merkel sagt nix & Besser schreiben | morgenlinks

Hier sind die morgenlinks für diese Woche:


Was Angela Merkel alles nicht weiß und deshalb auch nicht bewerten wird

(stefan-niggemeier.de, Stefan Niggemeier)

Merkel ist im Wahlkampf angekommen und gibt jetzt sogar Interviews. Dabei bestreitet sie die hohe Kunstform, darin nichts zu sagen. Besonders wenn es um den NSA/Prism-Skandal und die Verwicklungen des BND darin geht.
Und sie sagt sogar Sätze, wie: „Merkel: Ich kenne die Hintergründe dieses Vorgangs nicht und werde ihn deshalb auch nicht bewerten.“. What? Stefan Niggemeier fragt sich das auch und regt sich etwas auf.


Stasi versus NSA

(opendatacity.de)
Vielleicht kommt Merkel mit dem Nichtssagen noch so weit durch, weil viele das Ausmaß nicht verstanden haben. Dabei hilft diese Sehr schöne Visualisierung, die die Stasi Daten den Zetabytes gegenüber stellt, die die NSA so hortet.


Gehe zu Stasi versus NSA. Realisiert von OpenDataCity (CC-BY 3.0)


Töte deine Feinde! Die schwarze Liste

(blog.tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)
Normalerweise rät man für gutes Schreiben: „Kill your Darlings“, also nimm deine Lieblingsformulierung raus, weil sie wahrscheinlich eh zu verschwurbelt ist. Christian Seibt rät aber dazu zunächst einmal die Feinde zu töten. Also unnötige Adjektive, beliebige Exkurse etc. Eine sehr nützliche Liste.

 

Vielen Dank für das Konsumieren der morgenlinks und wenn du es noch nicht getan hast, dann trag dich doch gerne in unseren Newsletter ein, um diese wöchentlich im Postfach zu finden.

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Flimmern & Sehen Youtube News & TV 2.0

Mediakraft startet Nachrichten-Kanal auf Youtube

Nachrichten waren bislang auf Youtube in Deutschland ein eher unterrepräsentiertes Feld. Das will Mediakraft, das größte deutsche Youtube-Netzwerk nun ändern. Schon letzte Woche stellte man einen Trailer zum neuen Kanal „Was geht ab !?“ online, um die Pläne vorzuzeichnen und stellte heute bei einer Pressekonferenz die Details vor.

Authentizität statt Seriosität

Wochentäglich soll der Kanal „Was geht ab !?“ mit Shortnews gefüllt werden und mit Specials und Behind The Scenes auf Nutzerfragen eingehen. Mit dabei als Stargesicht ist LeFloid, der mit seinen LeNews schon länger eine eigene Nachrichtensendung auf Youtube veröffentlicht. Hinzu kommen weitere bekannte Gesichter aus dem Mediakraft-Universum, wie die SpaceFrogs, AlexiBexi und BullshitTV. „Wir sehen uns nicht als Nachrichtensprecher.“, betonte dabei LeFloid heute bei der Pressekonferenz. Wichtiger als Seriosität ist Authentizität, lautet ein wenig das Credo und so ist auch schon im Trailer die Rede von „Seriös recherchiert aber nicht ganz so seriös vorgetragen“. Für die Recherche hat Mediakraft einen Newsroom in Berlin aufgebaut, der sich vor allem auf Sekundärquellen stützen wird. Dennoch will sich LeFloid bei „Was geht ab !?“ mehr auf die reine Informationen beschränken und die eigene Meinung, die in LeNews eine große Rolle spielt, eher auf Specials auslagern.

Trailer zu „Was geht ab?“

Mediakraft stärkt mit Senderstrategie sein Netzwerk

Der Newskanal ist Teil einer Übergreifenden Senderstrategie, die Mediakraft heute vorstellte. So soll neben „Was geht ab?“ noch ein Kanal für Technews „Techscalibur“, für Beautythemen „Parkstraße & Schloßalle“ und viele weitere gestartet werden. Bereits angelaufen ist Y-Play mit den Jungs von Y-Titty als Patronen.

Mediakraft stärkt damit enorm seinen Wert und Einfluss als Netzwerk. Denn anstatt neue Kanäle mit einzelnen Personen und Stars aufzunehmen (denen immer weiter die Kanäle gehören), baut man eigene Kanäle, Sender und Marken auf. Diese sind personenunabhängig und bergen natürlich ein großes Potential von Crosspromotion. Ein erklärtes Ziel der neuen Senderstrategie, um Zielgruppen zu vermischen und neue Stars aufzubauen.

Update: Erste Folge

Die erste Folge der Shortnews ist da. Thema: Massenexorzismus.

Präsentation unterhaltsam, aber  das Thema? Meh. Ich dachte gerade in Zeiten von Prism & Wahlkampf hätten wir wichtigere Themen. Um 16:00 soll wohl noch eine weiter Folge kommen und zwischendrin wird der Nerdkanal Techscalibur belebt.

Update: Inzwischen ist auch die zweite Shortnews Folge online. „Verschwörung im Amt! – Türkischer Regierungschef Erdogan hat neuen Chefberater“. Diesmal geht es um den neuen Berater des türkischen Regierungschefs Erdogan, der allerlei Verschwörungstheorien anhängen soll, zum Beispiel das die Proteste von Mächten aus dem Ausland gesteuert sein sollen.

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morgenlinks Siebbelag Viralität

Was wird viral? – Bei Griechenlands Sparmaßnahmen verrechnet | morgenlinks

Hier ist die neue Ausgabe der morgenlinks, aufgenommen in einem Nürnberger Hotelzimmer. Diesmal mit den Themen: Wie sich bei der Verschuldung und den Sparmaßnahmen für Griechenland verrechnet wurde, wie eine Zeitung ohne Fotografen aussieht und wie unser Gehirn dafür sorgt, dass Dinge viral werden:

 

Verrechnet!

(Zeit.de, Marc Brost, Mark Schieritz, Wolfgang Uchatius)
Zahlen aus der Wissenschaft machen nicht oft Karriere, aber sind stets eine willkommene Argumenationsunterstützung. Und so kam die Zahl von Kenneth Rogoff genau recht: Ab 90% Staatsverschuldung schrumpft die Wirtschaft dramatisch. Schäuble nutzte die Zahl um die Griechenlandsparpläne durchzusetzen und die Zeit erzählt in 3 parallelen Geschichten, die Auswirkungen einer einfachen Zahl. Und wie der Student Thomas Herndon dem Harvard Professor nachwies, dass die Zahl falsch ist. Ein einfacher Excel Rechenfehler.


Here’s What Your Newspaper Looks Like When You Fire Your Photographers

(gawker.com)
Diese Handykameras werden ja immer besser und man kann wirklich tolle Fotos damit schießen. Wozu also noch Fotografen mit teuren Kameras? Das dachten sich auch die Macher der Chicago Sun Times und feuerten kurzer Hand ihr komplettes Fotografen Team. Warum das vielleicht doch keine so gute Sparidee ist, zeigt diese Gegenüberstellung der Titelseiten.


How the brain creates the ‚buzz‘ that helps ideas spread

(ucla.edu, Stuart Wolpert)
Wie wird etwas viral? Was bringt uns dazu Ideen weiterzuverbreiten?  Forscher haben nun herausgefunden, welches Gehirnareal dafür verantwortlich ist: Es sind die Spiegelneuronen, die es uns erlauben uns in andre Lebewesen hineinzuversetzen. So wie wir uns bei einem Witz überlegen, wem wir denn noch erzählen könnten, der ihn lustig fände, tun wir das auch bei Facebook-Posts und entscheiden sie weiterzuteilen.

Nun hoffe ich diese morgenlinks haben auch eure Spiegelneuronen angeregt und ihr klickt teilen, und wenn ihr wöchentlich neues Gehirnfutter direkt ins Mailfach wollt, könnt ihr auch den Newsletter abonnieren.


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morgenlinks Wort

Das AdBlock-Mafia-Netzwerk, Freiheit im Neuland & Quora

Willkommen zu den morgenlinks, für alle, die noch nicht den Newsletter haben auch hier im Blog, dafür direkt mit schön eingebettetem Video:

Adblock Plus Undercover – Einblicke in ein mafioeses Werbenetzwerk

(mobilegeeks.de, Sascha Pallenberg)
Sascha Pallenberg hat intensiv recherchiert und ie Hintermänner des populären Browser-PlugIns AdBlock Plus ausfindig gemacht – und siehe da: Alles illustre Werbefirmen, deren hauseigene Werbeformen selbstverständlich auf der Whitelist von AdBlock Plus stehen. Kann man sich den Platz auf der Whitelist vielleicht auch mit einer Unternehmensbeteiligung erkaufen? Bislang verfehlt es ABP auch, die Vorwürfe zu entkräften.

Gaucks verpasste Chance

(sprengsatz.de, Michael Spreng)
Das große Thema unseres Bundespräsidenten war schon immer die Freheit, allerdings wohl nicht die im Internet, Neuland. Denn Gauck verpasste die Chance Barack Obama auf diese ganze Prism Sache und das Ausspähen deutscher Bürger anzusprechen, er erlebte stattdessen nur “Glück, Dankbarkeit und Freude”. Und unterstellt Snowden darüberhinaus Verrat.

Is getting rich worth it?

(quora.com, Anonymous)
Quora ist schon ein Phänomen, während auf gutefrage.net und wie sie alle heißen lediglich blöde Frage und doofe Antworten zu suchmaschinenrelevanten Themen gestellt werden, finden hier unheimlich gute Unterhaltungen und Wissensaustausch auf hohem Niveau statt. Wie man das hinbekommt, das auf der Seite hochklassige Diskussionen stattfinden? Dazu gibt es auch was auf Quote.

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