Archive | Flimmern & Sehen

Erste Alice im Wunderland Verfilmung online

Posted on 03 März 2010 by Jannis Kucharz

Alice im Wunderland ist eine wunderbare Novelle von Lewis Carroll, die 1865 das erste mal veröffentlicht wurde und wir alle haben wohl noch die ebenso wunderbare alte Disney Verfilmung im Kopf. Ebenso wunderbar verspricht die Tim Burton Verfilmung zu werden und das scheint mir einer der most anticipated Filme zur Zeit zu sein. Die erste Verfilmung der Geschichte ist aber viel älter: Schon 1903 machten sich Cecil Hepworth und Percy Stow daran Alice und ihre Abenteure mit dem weißen Hasen auf 35mm zu bannen. Mit 12 Minuten war der Film damals einer der längsten Englands, die restaurierte Fassung oben hat es immer hin geschafft acht davon wieder herzustellen.
[via Kraftfuttermischwerk]

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Mediatheken-Rundschau: Atomlüge, Anstalt, Burma

Posted on 26 Februar 2010 by Jannis Kucharz

Zeit für eine neue Runde der Meditheken-Rundschau. Wieder rein öffentlich-rechtlich, will uns das was sagen? Es geht um Atomkraft, Burma und verrückte in der Poltik:

Der NDR hat Fragen gestellt, an die Atomkraftwirtschaft, die uns eigentlucg gerne überzeugen will, dass Atomstrom sauber, sicher, unschlagbar effizient, billig und quasi unersetzbar ist. Aber man fragte doch mal nach den Risiken sind die Antworten auf einfache Fragen ziemlich erschütternd. “Die Atomlüge”
(mit zusätzlicher Empfehlung auch von Spreeblick)

Mediatheken

In Burma/Myanmar müssen nicht einmal Fragen gestellt werden um zu erschüttern, es reichte die Kamera einzuschalten und draufzuhalten. Aber schon alleine das ist gefährlich genug, nur wenige trauen sich. Der dänische Regisseur Anders Østergaard hat nun die Aufnahmen einiger engagierter und mutiger junger Journalisten aus dem Land zusammengeschnitten, die die Geschehnisse im September 2007 bei dem Protestmarsch der buddhistischen Mönche dokumentieren. “Burma VJ”

Nach dieser schweren und bedrückenden Kost möchte ich doch mit etwas Lustigerem schließen. Wobei angesichts  dem Betragen unseres Außenministers und Vizekanzlers Westerwelle vergeht ja sogar den Kabarettisten das Lachen. Trotzdem die aktuelle Folge von “Neues aus der Anstalt” mit den Gästen Joseph Harder, Volker Pispers und Inventar Jochen Malmsheimer.
“Neues aus der Anstalt”

Für Tipps zur Mediatheken-Rundschau bin ich jederzeit offen, entweder via Twitter oder per Mail: kontakt [at] netzfeuilleton.de.

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Oscar-nominierter Kurzfilm: “Logorama”

Posted on 22 Februar 2010 by Jannis Kucharz

Wir sind tagtäglich von Marken umgeben, an jeder Ecke prasseln Werbebotschaften ein. In dem Kurzfilm “Logorama” erschafft das französischen Künstlerkollektiv H5 nun ein ganzes Universum aus den zahlreichen bekannten Brands die uns alltäglich umgeben. Ganze 2500 Stück haben sie in einer guten Viertelstunde versteckt und in eine  Story gepackt , viel Spaß bei entdecken.
Darüber hinaus ist der Kurzfilm auch noch in der Kategorie “Best Short Film (Animated)” für die diesjährigen Oscars nominiert.
Gehyped von spreeblick, von mir entdeckt bei Lautstark.

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Schneefall ist ja ungefähr eine Alieninvasion

Posted on 19 Februar 2010 by Jannis Kucharz


Zumindest war das der Eindruck, den die Medien vom Killer-, Bibber- oder einfach Winter vermittelten. [via]

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Zeiten ändern dich

Posted on 16 Februar 2010 by Pell

Bushido, Deutschlands Rap-Stern verewigt sich ein weiteres Mal. Bernd Eichinger und Uli Edel portraitierten den Elternschreck in “Zeiten ändern dich” für die Kinoleinwand.

Der Film beginnt mit schwierigen Erfahrungen seiner Kinderzeit und geht über zum Drogenverkauf mit dem Geld seiner Mutter (Hannelore Elsner), bis schließlich irgendwie plötzlich Graffiti und Musik eine große Rolle spielen. Schimpfwortorgien und Spraydosen reichen Eichinger und Edel als alleiniges Bild jener Zeit und Gegend, die Bushido gerne als Ghetto bezeichnet. Bis er diesen Ort verlässt und in seine Villa einzieht, vergehen noch ein Besuch bei seinem kranken Vater und schließlich der 11. September, der “so krass” war, dass es “schon fast virtuell” war. Ob dieses Schlüsselereignis so ernstzunehmen ist, lässt sich ebenso anzweifeln wie das hell gepuderte Image, das der Film verkaufen möchte.

Denn die negativen Episoden, die Bushido zu einer kontroversen und interessanten Gestalt werden ließen und wohl stark zu seiner steilen Karriere verhalfen, finden nur wenig Platz. Ein paar schlechte Schlagzeilen und Nachtrichtenausschnitte sind ausreichend. Die Handgreiflichkeiten gegenüber seiner Freundin zeigen ihn schließlich noch in seiner frauenfeindlichen Rolle, die in der nächsten Szene mit allerlei Besänftigungsversuchen eingerissen werden möchte. Nachdem er in einer Schlägerei verwickelt ist, tritt er dann irgendwann auch noch im Gefängnis auf, aber kann “Walk the Line” nicht das Wasser reichen.

Bushidos Werdegang ist eine rhythmische Erzählung eines Menschen, der es allen gezeigt haben will, die Zweifel an ihm hegen. Ob seine Mitschüler, die Eltern seiner Freundin oder schließlich auch letztere selbst. Die Welt “fickt” ihn, also muss er sich verteidigen, um nicht selbst zum “Opfer” zu werden. Die Weltsicht des Bushido ist eine rachelüsternde Identitätskrise, gespickt von traumatischen Kindererlebnissen und getränkt in wütendem Selbstmitleid.
Die Gesellschaft prangert er an, weil sie ihm keinen Platz zu bieten schien. “Wenn das hier eine Privatparty gewesen wäre, ihr hättet mich nicht eingeladen.”, sagte er bei der Echo-Verleihung. Bushido steigt in die Reihen auf, die er so sehr kritisiert und versucht alles, um diesen Erfolg zu maximieren. Seine finanziellen Interessen sind kein Geheimnis: zum Film wird ein gleichnamiges Album in drei Versionen veröffentlicht. Es ist die Kombination aus Unter- und Oberschicht, die ihn mittlerweile ausmacht.Der reiche Pöbel, höflich, aber doch temperamentvoll.

Bushido verkauft jeder Zielgruppe die richtigen Geschichten. Seine Fans dürfen sich an seinen vulgären Texten erfreuen, während die Single-Auskopplungen für die breite Masse seit längerer Zeit nur leicht verträgliches boten. Und der Rest der Öffentlichkeit darf einen Film sehen. Sein Name ist eine Marke. Wie viel Anis Ferchichi tatsächlich mit ihr gemeinsam hat, ist fraglich. Die große Magie macht allerdings seinen Aufstieg aus.

Nach dem Bushido die beiden Türme fallen sah, veröffentlicht er wenig später sein erstes Album. Der Streit mit dem Label lässt nicht mehr lange auf sich warten und nur mithilfe des berüchtigten Arafat Abou-Chaker (Moritz Bleibtreu) kann der Plattenvertrag schließlich zur Vergangenheit gezählt werden. Sein Erzfeind Sido ist leider ebenso wenig zu sehen wie eine wirkliche Schilderung der Umstände mit seinem damaligen Kollegen Fler, von dem Bushido lange Zeit auch nichts mehr wissen wollte.

Dann folgt auch schon sein gewaltiger Erfolg, der in eine Show am Brandenburger Tor münden soll. Doch vor diesem letzten Akt, soll Bushido noch den Frieden mit seinem Vater finden. Ein zweiter Besuch mit dem alten Herren steht also an. Letztlich endet alles in einem großen Auftritt mit Karel Gott. Seine Ex-Freundin ist im Publikum, seine Eltern stehen sich gegenüber und die Fans jubeln.

“Zeiten ändern dich” überzeugt nicht durch schauspielerische Leistung oder einem besonders originellem Drehbuch. Der Film beschönigt eine Persönlichkeit aus Furcht sie zu dunkel darzustellen und verliert dadurch an Authentizität und Ausdruck. Es hätte mehr von all dem sein dürfen, das Bushido letztlich zu dem machte, was er ist. Schließlich mangelt es auch an Musik, dem Spirit des Hiphop, obwohl gerade die kurzen Liveauftritte seine charismatische Faszination nachvollziehbar wirken lassen. So hinterlässt der Streifen keinen Eindruck einer Biographie, sondern glückt wenn überhaupt als schlecht inszeniertes Vater-Sohn-Sozialdrama.

Bild: Screenshot von der Seite zum Film.

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Jon Stewart Skullf#@ks the Blogosphere

Posted on 08 Februar 2010 by Jannis Kucharz


Ob wir mit der Bezeichnung “Jon Stewart, Rächer der Enterbten” auch übertrieben haben?

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Mediatheken Rundschau: Die ganze Nacht FDP & Comedy

Posted on 03 Februar 2010 by Jannis Kucharz

Zeit mal wieder für eine kleine Mediathekenrundschau:

Die “heute show” läuft ab sofort freitags und das wöchentlich. Damit ist man zwar immer noch nicht “daily”, aber ich muss sagen Oliver Welke uns sein Team kommen Jon Stewart doch an einzelenen Stellen immer näher. Das Team ist übrigens angewachsen und hat mit Carsten van Ryssen und Bettina Lamprecht Verstärkung bekommen.

Keine Verstärkung mehr geben kann “Neues aus der Anstalt“, dass am alten Sendeplatz durch den “Audienceflow” wohl Quotenmäßig Schützenhilfe geben konnte, was jetzt anscheinend wegfällt. Aber wir sind ja hier online und deshalb interessieren uns Quoten herzlich wenig und wir schauen Sendungen wann und in welcher Reihenfolge es uns beliebt.

Medithaken-Rundschau

Aber auch Online kann man sich treiben lassen, so habe ich gestern zufällig eine alte Harald Schmidt Show mit Roger Willemsen zu Gast gesehen, um dann festzustellen, dass dieser auch in der aktuellen Folge dem Late-Night Talker die Ehre erweist.

Apropos Spät Nachts: Bei Arte gibt es wieder eine neue Folge von “Durch die Nacht…”, diesmal sind wir dabei, wie Kabarettist & Schauspieler Joseph Harder und der Schriftsteller Daniel Kehlmann Wien und sich gegenseitig erkunden.

Panorama hat auch wieder einiges erkundet, zum Beispiel was aus den Sparvorhaben der FDP geworden ist.

Das wars mal wieder, wer weiter Tipps und Hinweise auf spannende Sendungen hat, einfach per mail kontakt [ät] netzfeuilleton . de melden oder via Twitter. Wer keine Tipps verpassen will, abonniert am besten den RSS-Feed.

UPDATE: Ich möchte noch einen Tipp hinterherschieben: Und zwar hat 3sat gestern in seiner Sendung “neues” ein wenig die Spezies der Digital Natives erkundet. Ich weiß nicht wer von euch sich dazu zählt, aber vielleicht wollt ihr ja wissen, was man so von euch denkt und die anderen wollen vielleicht endlich diese sagenumwobene Computergeneration verstehen.

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Batman, der alte Klugscheißer!

Posted on 02 Februar 2010 by Jannis Kucharz


“Da hast du mal wieder Recht, Batman!”

In den Batmanfilmen stöbern.1

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Die NBC-LateNight-Schlacht: Kurz zusammengefasst

Posted on 22 Januar 2010 by Jannis Kucharz

Wer bei dem ganzen Hin und her
sowieso nur Chinesisch versteht, findet es auch nochmal ebenso im Fernsehlexikon (via).

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It’s only funny until someone gets bored

Posted on 20 Januar 2010 by Ulysses

Ich hab gestern mal wieder die Simpsons im TV gesehen. Neue Folge. HD-Qualität. Sauber geschliffen die Zeichnungen (wenn man sie denn noch als solche bezeichnen kann), gestochen scharf und brilliant die Farben. Beschimpft mich als fortschrittsfeindlich, aber den neuen Look möchte ich schlicht als “leblos” zusammenfassen. Keine drastisch überzeichneten Fratzen mehr, keine cartoonesk-überzogene Dynamik in den Bewegungen. Alles fehlerfrei und glattgeharkt wie ein deutscher Schrebergarten. Doch über all diese sterilisierten Oberflächlichkeiten könnte ich gelassen hinwegsehen, gäbe es nicht ein viel schlimmeres Problem: Ich kann einfach nicht mehr drüber lachen! Bestenfalls ein sich schon fast schämendes Schmunzeln, das sich allzu selten durch die in Ernüchterung erstarrten Gesichtsmuskeln kämpft, erinnert daran was diese Serie mal für mich bedeutet hat.

Als ich im ZDF das erste Mal Zeichentrick sah, der mehr war als harmloser Spass der niemandem wehtun wollte. Als die Sendung noch eine charmante Mischung aus Slapstick, liebevoller bis beissend böser Gesellschaftskritik und In-Die-Fresse-Humor war, die wirklich quer durch alle Alters- und Intelligenzschichten begeistern konnte.

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Grade letzteres scheint in den neuen Staffeln irgendwie verpönt zu sein. Die ergehen sich lieber in popkulturellen Querverweisen, baden in Selbstreferenz und hecheln irgendeinem ästhetischen Anspruch hinterher. Ich werde einfach das Gefühl nicht los, dass die Simspons sich inzwischen zu fein sind auch meinen, eher derben Humorgeschmack noch mitzubedienen. Das lieber eine minutenlange, optisch zwar eindrucksvolle, aber für Nichtnerds völlig langweilige Hommage auf irgend einen Medialfetisch einer der Autoren abgefeiert wird, statt mir nen zünftigen “Football in die Leisten” zu liefern. Man kann es fast ironisch finden, dass gerade das mit Plagiatsvorwürfen bedachte Family Guy eben solche Querverweise am laufendem Band liefert und trotzdem witzig ist.

Mag es noch immer genug alte und neue Fans geben, die auch oder grade den neuen Stil der Simpsons mögen, meine Begeisterung fällt mit jeder neuen Staffel. Dabei bietet die Serie natürlich noch immer gutgemachte Unterhaltung, die ich dem kläglichen Rest des deutschen Fernsehprogramms stets vorziehen werde. Aber schöner wärs, wenn ich mal wieder herzhaft drüber lachen könnte, statt nur noch ne halbe Stunde auf akzeptablem Niveau berieselt zu werden.

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