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Twitter integriert Periscope Livestreams direkt in Tweets

Livestreams direkt in Tweets? Die letzte Neuerung ist erst ein paar Tage alt, da kommt schon das nächste Feature für Twitter: Die hauseigenen Periscope Streams sollen direkt in Tweets integriert werden. Das heißt Livestreams werden direkt in die zugehörigen Tweets eingebettet und sind dort sichtbar.

Twitter bettet Periscope Livestreams ein

Twitter integriert Periscope Livestreams

Periscope Livestreams bekommen Autoplay, Retweet und Reply

Zusätzlich bekommen die Streams Autoplay, das bedeutet Livestreams die Nutzer über die Periscope App starten spielen automatisch, ohne Ton in Tweets an. Außerdem kann mit diesen Tweets dann natürlich genau so interagiert werden, wie mit Tweets: Sie können geherzt, retweetet und beantwortet werden.  Letztere Änderung ist interessant, da die Periscope-Kommentare bislang auf maximal 100 gleichzeitige Nutzer begrenzt waren. Hier könnten einfache Twitter-Replies jetzt ein Ausweg sein. Für die fliegenden Herzen in allen Farben und das direkte Kommentieren im Stream braucht es aber weiterhin die Periscope App.

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Auch die Retweets könnten natürlich für eine wesentlich schnellere Verbreitung der Streams sorgen und dazu beitragen, dass Periscope Streams ein größeres Publikum erreichen. Auch die  Downloads der Periscope-App insgesamt könnte es beflügeln, die in meiner Wahrnehmung in letzter Zeit im Wachstum eher stagniert.

Twitters Antwort auf Facebook Livestreams

Natürlich ist das ganze auch als Antwort auf Facebook zu verstehen, die mit Facebook Mentions und der immer weiteren Öffnung von Livestreams Twitter im Echtzeitvideo-Trend recht schnell eingeholt haben. Zusätzlich ist es natürlich eine Erweiterung des Formats „Tweet“. Und das in einer Zeit, in der die Aufhebung des 140 Zeichen Limits auf Twitter quasi als bestätigt gilt. Auch das Limit, das Periscope Streams nur bis 24 Stunden nach ihrer Ausstrahlung abrufbar sind könnte damit bald der Vergangenheit angehören.

Twitter wird zur Multimedia Plattform

Twitter setzt seinen Weg zur Multimedia-Plattform fort. Was eins mit 140 Zeichen Text anfing, kann nun alle möglichen Medien enthalten. Während man also alte Medien umwirbt, versucht man durchaus auch eine eigene Distributionsplattform für Medieninhalte zu werden.

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Update: Ich habe das mit den Periscope Livestreams dann direkt mal ausprobiert. Zuschauer melden mir, dass es funktioniert hat und ich konnte den Stream auch auf dem iPad sehen. Bislang ist das Embedded Feature allerdings nur für iOS verfügbar, Web und Android Version sollen folgen.

 

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Netz & Youtube News & TV 2.0

Neues Feature: Twitter führt TV Timeline in Deutschland ein

Twitter führt ein neues Feature in Deutschland ein: Die sogenannten Twitter TV Timelines. Zur Premiere der neuen zdfneo Talksendung „Schulz & Böhmermann“ mit Jan Böhmermann und Olli Schulz hat Twitter das TV Timeline Feature auch in Deutschland freigeschaltet.

Link zur Twitter TV Timeline

Twitter TV Timeline sammelt die besten Tweets zu Fernsehsendungen

Dabei sammelt Twitter zentral auf einer Seite die „besten Tweets“ zum Hashtag der Sendung. Zusätzlich gibt es einen Tab mit dem Überblick über den Cast und deren Tweets uir Sendung, sowie eine Medienübersicht – also Videos, Fotos, etc., die zu der Sendung getwittert wurden.  Außerdem erscheint unter jedem Tweet in der normalen Timeline mit dem Hashtag #sundb ein Link zu „Beste Tweets über Schulz und Böhmermann“. Bislang kann ich all das allerdings nur in der iPhone-App finden.

TV Timeline von Twitter
Interessanterweise hat man sich am Sonntagabend nicht das Twitterphänomen #Tatort ausgesucht, um das neue TV Timeline Feature zu enthüllen, sondern die Premiere einer Nischenfernsehen-Talkshow. Vielleicht hängt das aber auch damit zusammen, dass die Sendung bereits ab 20.15 Uhr in der ZDF Mediathek zu sehen ist, aber erst um 22.45 Uhr im linearen Fernsehen läuft. Genug Zeit also, um Inhalte zu sammeln und die „besten Tweets“ zu küren.

Twitter Moments bis heute nicht in Deutschland verfügbar

Damit erinnert die Twitter TV Timeline auch an das im Oktober letzten Jahres in den USA eingeführte Feature der Twitter Moments. Diese kommen zwar in der Präsentation noch multimedialer daher, haben aber ebenfalls den Anspruch, relevante Tweets und Inhalte rund um ein Thema oder einen # zu sammeln. Allerdings ist Moments in Deutschland bis heute nicht wirklich verfügbar. Links zu einzelnen Momenten (Wie der Bart Weltmeisterschaft) lassen sich zwar auch von Deutschland aus klicken, das eigene Tab fehlt in Deutschland aber bislang.

Twitter buhlt um das Fernsehen

Bereits Anfang letzten Jahres experimentierte Twitter mit dem TV Timeline Feature in den USA. Damals wurde es als großes „Second Screen“ Angebot von Twitter angekündigt, dabei ist es vor allem eine weitere Funktion mit der Twitter Fernsehsender umwirbt. Das alte TV scheint für Twitter bis heute der größte Hoffnungsschimmer. Wenn Twitter nicht gerade versucht, die letzte Bastion des Fernsehens zu erobern, buhlen sie um die klassischen TV-Sender. Schließlich eignet sich Twitter vor allem zur Echtzeit-Begleitung von Events und die gibt es, abgesehen von Nachrichtengroßereignissen vor allem regelmäßig im TV. Shows, Staffelfinalen, Sportgroßereignisse oder der allsonntägliche Tatort werden von den Nutzern mit dem ein oder anderen Tweetstorm begleitet. Und so hat Twitter neben diversen Guidelines, wie das eigene Logo auf dem Fernsehschirm auszusehen hat, auch Tools und andere Angebote, die Sender und Nutzer dazu bringen sollen, Twitter weiter in die Sende- und Sehgewohnheiten zu integrieren.  So hat Twitter beispielsweise auch Snappy aufgekauft, ein Tool, dass es Fernsehsendern ermöglicht, spannende TV-Ausschnitte und Highlights einfach und unverzüglich auf Twitter zu teilen.

[easy-tweet tweet=“Neues Feature: TV Timeline soll Twitter für Nichtnutzer attraktiv machen“ user=“netzfeuilleton“ usehashtags=“no“]

Tatsächlich ist TV Timeline vor allem ein weiterer Versuch, alternative Timelines zu etablieren, die vor allem auch für passive und nicht angemeldete Nutzer Twitters Attraktivität zeigen. Schließlich kämpft Twitter nun schon eine Weile mit stagnierendem Wachstum und entsprechend nervösen Investoren. Und während die bestehenden Hardcore-User bei jeder Ankündigung, dass Twitter etwas an ihrer mit Herzblut kuratierten Timeline ändern könnte, Zeter und Mordio rufen, ist es für neue Nutzer bis heute schwierig, sich in dem Service zurecht zu finden und vor allem die für sie spannenden Inhalte zu finden. Zumindest den Fernsehliebhabern unter ihnen könnten die TV Timelines jetzt ein Anlaufpunkt sein. Und vielleicht entwickeln sie sich von da ja sogar zu richtigen Twitternutzern.

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Musik

Stromae – Carmen Musikvideo: Twitter ist ein gefräßiger Vogel

Stromae verfällt in seinem Musikvideo „Carmen“ dem blauen Twittervogel. Was mit einem harmlosen Selfie beginnt, übernimmt schnell sein Leben. Immer mehr Follower verlangen immer mehr Aufmerksamkeit und drängen alles andere aus seinem Leben. Die Last der Follower wiegt schwer auf seinen Schultern und begleitet ihn überall hin. Dabei geht es am Ende nur um den Kommerz, dem alle verfallen sind. Auch der Präsident der USA und die Queen haben einen Auftritt in Stomaes Carmen Musikvideo. Und schlussendlich werden sie alle dem großen blauen Vogel zum Fraß vorgeworfen.

 

Twitter: Ein wilder Vogel, den niemand zähmen kann

Natürlich versteckt sich dahinter auch eine Anspielung auf die Carmen Oper. Cromae sampelt natürlich die weltberühmte Habanera-Arie, in der Carmen auch den Satz singt:  „L’amour est un oiseau rebelle que nul ne peut apprivoiser.“ – zu deutsch: „Die Liebe ist ein Wilder Vogel, den niemand zähmen kann“. Un im nächsten Vers: „Du verschwendest deine Zeit beim Versuch sie zu Fangen.“ Und darauf hebt nun auch Stromae in seinem „Carmen“ Musikvideo ab.

Animiert wurde das Stromae Carmen Musikvideo vom französischen Filmemacher und Comiczeichner Sylvain Chomet, der bisher auch schon in den Filmen L’Illusionniste und dem Episodenfilm Paris, je t’aime brillieren durfte.

Stromae Carmen Musikvideo auf Facebook

Interessanterweise feiert das Stromae Carmen Musikvideo bei BuzzFeed Permiere. Entsprechend ihrer neuen Strategie laden sie es auch komplett auf ihrer Facebookseite hoch. Eine Move, von dem wohl beide Seiten profitieren dürften: BuzzFeed hat einen Videohit und Story und Stromae bekommt für sein Carmen Musikvideo gleich ordentlich Promo.

Mir euch gleich eine Möglichkeit die neue Einbettfunktion von Facebookvideos zu testen. Mir bleibt auch gar nichts anderes übrig, denn auf Youtube ist der Clip in Duetschland aus bekannten Gema Gründen gesperrt. Noch ein Vorteil also, den Facebook Videos Youtube momentan voraus haben. Zumindest bislang.

Update: Lustigerweise funktioniert die gerade gepriesene Embedding Funktion von Facebook bei mir überhaupt nicht. Zumindest nicht so einfach und ich musste erst einen größeren Umweg gehen. Grad spinnt es wieder, zur Not ist es hier.

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Medien

#Mediengrusel – Davor zittert ganz Mediendeutschland

Auf Twitter klettert gerade das Hashtag #Mediengrusel in die Trends, darunter sammeln Journalisten und Medienmacher ihre kreativen Kostümideen für Halloween. Ganz vorne mit dabei: Die Paywall, der Gruner+Jahr Sparkurs und Google. Wir haben die lustigsten Tweets zum #Mediengrusel in einem Storify zusammengefasst:

 

Wem das noch nicht genug #Mediengrusel war: Mein Vorgestern empfiehlt ein paar Horrorfilm-Klassiker zum gratis streamen.

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Netz &

Das Ende der Timeline & der Freundschaftsalgorithmus

Es war die Timeline die Facebook in Deutschland den Sieg über StudiVZ gebracht hat. Dieser unendliche Strom neuer Meldungen deiner Freunde in einer endlos scrollbaren Liste. Nun verabschiedet sich Facebook langsam davon. Ständig gibt es bei Facebook etwas Neues, der eine Freund hat einen Link geteilt, der nächste sein Profilbild geändert und wieder andere haben etliche Likes verteilt. Lange hat Facebook all diese Aktivitäten auch in der Timeline (Zeitleiste) angezeigt. Diesen Strom konnte man niemals zu Ende lesen. Ein Grund, weshalb viele dort so viel Zeit verbringen. Doch jetzt, wo wir immer mehr Freunde in sozialen Netzwerken sammeln und noch Firmen und Marken dazukommen, die uns ebenfalls mit ihren Nachrichten erreichen wollen, wird es zu viel. Deshalb ist Facebook schon lange davon abgerückt, alle diese kleinen Meldungen anzuzeigen, sondern hat ein eigenes Sortierverfahren entwickelt. Damit soll die Wichtigkeit der Meldungen erfasst werden. Bestimmte Faktoren wie Likes und Kommentare bestimmen ob und wie weit oben die Meldung in der eigenen Timeline auftaucht.

Von der Timeline zur persönlichen Zeitung

In den USA ist Facebook nun noch einen Schritt weiter gegangen und hat dort die App „Paper“ vorgestellt. Diese stellt die kleinen Statusupdates der Freunde wie in einem Magazin dar. Ausserdem direkt daneben Schlagzeilen großer Nachrichtensender oder passende Artikel zu den eigenen Interessen. In dieser Ansicht haben noch weniger Meldungen Platz und Facebook muss seine Algorithmen noch mehr anstrengen. Big Data lautet das aktuelle Schlagwort, wenn es um die Analyse solcher Datenmengen geht – Muster darin zu erkennen und Spannendes nach oben zu spülen. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter experimentiert mit einem neuen Layout. Bislang war dort alles streng chronologisch angeordnet, inzwischen kann man aber auch thematisch sortierte Listen erstellen und Unterhaltungen werden gruppiert. Es wurden auch Bilder eines neuen Designentwurfes veröffentlicht, die verdächtig an Facebook erinnern. Das wird eine der großen Herausforderung in Zukunft: All die Daten, die wir haben, so aufzubereiten, dass sie noch konsumierbar bleiben. Gleichzeitig vertrauen wir Algorithmen die Kommunkation mit unseren Freunden an. Diese entscheiden, was wichtig und sehenswert ist. Eine enorme Verantwortung für Techniker und Designer. Und uns selbst, diese Algorithmen zu hinterfragen.

Bild: Facebook
Dieser Artikel erschien zunächst als Kolumne in der Allgemeinen Zeitung

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morgenlinks

Frechness siegt & ein unbeschriebenes Blatt für 2014

Frechheit siegt

(Constatin Seibt, tagesanzeiger.ch) Constatin Seibt, den ich hier sicher schon zigmal verlinkt habt, schreibt „Frechheit ist – im Gegensatz zu jeder anderen Industrie – im Journalismus eine der wichtigsten Waren: als Rohstoff, Haltung und Produkt.“ Und zählt einige Beispiele auf, wie Jon Stewart, der vom jungen Publikum inzwischen als beliebtester Nachrichtenmoderator gilt, oder in Deutschland die „heute show„. Von mir noch ein Beispiel, das es mit Frechheit zu einer Menge bringt: Tilo Jung mit seiner Sendung „Jung & Naiv“. Absichtlich stellt er in seiner YouTube Sendung den Politikergästen naive Fragen und kommt damit zu direkteren Antworten, als viele Journalistenkollegen.

Building a better nest: Inside Twitter’s continuous redesign

(Casey Newton, theverge.com) Schöner Artikel bei The Verge mit einem Blick hinter die Entwicklungskulissen von Twitter. Wie man sich konstant verändert. Dabei wird man auch ein gutes Stück mehr Facebook… Ich glaube ja die Tage des Streams sind gezählt.

The Builder’s High

(Michael Lopp, randsinrepose.com) Der perfekte Artikel zum Jahresstart von Michael Lopp: [quote_box_center]Is there a Facebook update that compares to building a thing? No, but I’d argue that 82 Facebook updates, 312 tweets, and all those delicious Instagram updates are giving you the same chemical impression that you’ve accomplished something of value. Whether it’s all the consumption or the sense of feeling busy, these micro-highs will never equal the high when you’ve actually built.[/quote_box_center] Lasst uns 2014 eine Menge zusammen bauen.

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Politik Siebbelag

TV-Duell, Twitter & Armut als Lebensstil | morgenlinks

Herzlich Willkommen zu den morgenlinks, diesmal leider ohne Videokommentar, weil die Technik gestreikt hat. Wer mich doch in Videoform sehen möchte, kann das Digitale #Quartett von gestern Abend anschauen, in dem ich mal wieder zu Gast war. Es ging um das TV-Duell, die @schlandkette und Twitter. Mein ganz eigener Rückblick auf das Duell in Form von GIFs gibt es hier.

Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase

(olereissmann.de, Ole Reißmann)
In meiner Timeline ging es ganz schöne Rund, während des #tvduell. Ich kam kaum hinterher, rund 173.000 Tweets wurden während der Sendung dazu abgeschickt und das Meme der @schlandkette machte schnell seine Runde. Doch die Twitterblase ist nur ein kleiner Teil der Wahlbevölkerung. Ein Bubble, die Ole Reißmann (nach Update) auf 0,058% der Wahlberechtigten beziffert. Darüber haben wir auch in der oben erwähnten #Quartett Sendung gesprochen.

Armut als Lebensstil – Das prekäre Leben

(neueelite.de, Yeah Sara)
Amy&Pink war früher als “BILD-Zeitung der Hipster” verschrien, davon hatte der Gründer Marcel Winatschek irgendwann genung, stampfte es ein und setzt nun auf Texte, statt Titten. Und da ist auch gleich ein toller dabei. Über das Leben der Generation Prakitkum, die lebt um zu arbeiten, ohne das das Arbeiten zum Leben reicht.

#Weltschmerz ist sein Held

(zeit.de, Nina Pauer)
Eine ganz tolle Einlassung von Nina Pauer auf den Twitterer @NeinQuarterly, der als Professor für deutsche Literatur in Pennsylvania über den akademischen Betrieb und die deutsche Sprache auf der Kurznachrichtenplattform schreibt. Fatalistisch, philisopisch und auch mal für ein Lachen gut.

„You don’t have to be angry to speak German. But it helps.“

Wer nächste Woche die morgenlinks, dann hoffentlich wieder mit Video, per Mail bekommen möchte, der kann sie hier kostenlos abonnieren.

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Bewegen & Beschäftigen Buzzfeed & Viralität

Morgenlinks: Putin Interview Fail, Buzzfeed Win, Medium Trending!

Nach meinem viel rezipierten Artikel gestern zur fehlenden Anbindung der Netzgemeinde™ an Youtube dachte ich mir: Nicht nur Reden, sondern auch machen und habe mir für die morgenlinks gleich mal gedacht: Warum nicht das auch mal im Bewegtbildformat spielen? Mit dem Ergebnis bin ich noch nicht 100% zufrieden, aber ich freue mich auf Feedback dazu.

Putin führt WDR-Mann Schönenborn vor: „Wie heißen Sie?“

(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)
Großkündigte die ARD ihr Interview mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin an, um dann zu sehen, dass man den gewieften Staatsmann eben nicht so einfach vorführen kann, sondern umgekehrt Putin WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn alt aussehen ließ. Auf diverse Gegenfragen Putins wusste der Journalist keine Antwort. Der höhepuntk wohl als Putin fragt, wie er denn überhaupt heißt.

„Wie heißen Sie?“
„Jörg Schönenborn.“
„Gut Jörg, ich werden Ihnen das jetzt erklären…“

Das Interview auf Youtube anschauen.

Does BuzzFeed Know the Secret?

(nymag.com, Andrew Rice)
BuzzFeed wächst immer weiter und wird von immer mehr als leuchtender Stern am Medienhimmel wahrgenommen. Das Gehmenis? Man weiß was viral wird. In Deutschland ist von diesem viralen Wissen noch wenig angekommen. Hier beschranken sich Medien darauf Ansgar Heveling einen minderwertigen Gastbeitrag schreiben zu lassen, der dann eine Twitterempörungsrunde dreht. Vielleicht hilft ja das ausführliche Protrait des NYMag etwas von diesem Wissen zu vermitteln.

(via Ulrike Langer)

A Place for Sharing Ideas and Stories

(teehanlax.com)
Medium.com ist das neuste Produkt von Twittergründer Evan Williams, das schon vor einer Weile an den Start ging und die Zukunft des Bloggens sein soll. Wie und wo Bloggen in Zukunft sein könnte, dazu will ich hier auch bald noch mal was schreiben, aber der oben verlinkte Blick hinter die Kulissen ist äußerst spannend. Er zeigt die Entscheidungs- und Arbeitsprozesse in einem guten finanzierten US-Startup. Dazu ist der Artikel noch schön designed, mit allerhand bewegten unter interkativen Elementen. Schon allein dafür lohnt es sich mal durchzuscrollen.

 

BlogBonus: Life In Your Early Twenties Vs. Your Late Twenties

(Buzzfeed.com, Jessica Misener)
Also Bonus für die Blogleser: Warum die ganze Zeit nur über BuzzFeed reden und nicht auch mal etwas Anschauungsmaterial? Hat alles was ein virales Ding braucht: Spricht eine breite Maße an, die sich damit indentifzieren kann und hat jede Menge animierte GIFs.

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Siebbelag

Morgenlinks: Netzgemeinde, Crowdfunding, Twitter-Maskottchen, Gratis

Free works

(marco.org, Marco Arment)
Marco Arment über das Ende des Google Reader und das verwenden von Gratisdiensten:

In other industries, this is called predatory pricing, and many forms of it are illegal because they’re so destructive to healthy businesses and the welfare of an economy. But the tech industry is far less regulated, younger, and faster-moving than most industries. We celebrate our ability to do things that are illegal or economically infeasible in other markets with productive-sounding words like “disruption”.

 

Internet: Ein Phänomen namens Häkelschwein

(SpOn, Judith Horchert)
Die Geschichte des inoffiziellen Twitter-Maskottchens @haekelschwein mit seinen lustigen Tweets.

 

Crowdfunding: Über die Chancen und Risiken

(Youtube, Dirk von Gehlen)
Christian Jakubetz hat Dirk von Gehlen zu seinem aktuellen Buchprojekt „Eine neue Version ist verfügbar“ interviewt, bzw. vor allem über Crowdfunding und die damit verbundenen Implikationen. Sehr spannend, denn @dvg schafft es dabei über die Gemeinplätze hinaus hin zu dem entscheidenden der Nutzerfinanzierung.

 

Unsere Mütter, unsere Fehler

(saschalobo.com, Sascha Lobo)
Nachdem Sascha Lobo letztes Jahr das Jahr des Blog ausgerufen hat und dann erstmal ein Jahr nicht gebloggt hat, tut er es jetzt mit einem wichtigen Artikel. Unbedingt lesen. Darin stellt er wieder einmal die mangelnde Reichweite der deutschen Blogosphäre fest und zieht einen interessanten Vergleich:

Y-Titty hat Stand 22. März 2013 etwa 1,4 Millionen Abonnenten auf Youtube, grob überschlagen also soviele Follower wie sämtliche Twitteraccounts aller Netzpolitik-Engagierten zusammen: @saschalobo 137.000, @piratenpartei 116.000, @netzpolitik 105.000 – und das waren auch schon die sechsstelligen Reichweiten.

MsPr0 stellt sich daraufhin auch die Frage, was das für „unsere“ bisherigen Plattformen heißt, kommt aber zu keiner Antwort.

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Der Like wird was wert: Das neue Flattr

Der Social Microdonationdienst Flattr hat heute eine größere Runderneuerung angekündigt: Statt bisher nur über Flattr-Buttons soll auch der Klick auf anderen Netzwerken zu einer Microdonation führen. So verbindet sich flattr nun unteranderem mit Twitter, Instagram, Flickr, SoundCloud und Vimeo und führt ein, dass das liken oder faven bei diesen Diensten als Flattr-Klick gezählt wird. Verknüpfe ich mein Flattr-Konto also beispielsweise mit Twitter und besterne dort einen Tweet erhält der Verfasser einen Anteil meines monatlichen Budgetskuchens. Vorrausgesetzt natürlich er ist bei dem Service angemeldet.

Schon bisher konnte man sein Flattr-Konto mit anderen Diensten verbinden, das ging allerdings von den „schöpfern“ aus, die bei einigen Diensten, wie Soundcloud, 500px und DailyMotion zusätzlich einen FlattrButton einbinden konnten. Nun kann der Konsument bestimmen, dass seine Aktivitäten in anderen Netzen als Microspende zählen. Ganz neu ist die Idee nicht: Vorher gabe einem beispielsweise SuperFav als Drittanbieter die Möglichkeit das eigene Favorisieren auf Twitter monetär aufzuladen. Diese Verkünden heute auch die Einstellung ihres Dienstes, da Flattr diese Funktion jetzt übernimmt. Der alte Flattr-Button bleibt aber wohl auch aktiv.

Was natürlich fehlt ist der Namensgeber des Likes: Facebook. Hier gibt es noch keine Verknüpfung, die es zulässt das liken an das eigene Flattr-Konto zu knüpfen. Vielleicht gibt das die API nicht hier, vielleicht wäre das aber aus Nutzersicht schwierig, da Liken ein sehr viel alltäglich er und häufigerer Akt ist, bei dem man wohl nicht jedes Mal nachdenken will, ob das nun wirklich Geld wert ist.

Dennoch ist wohl zu erwarten, dass die Klick-Aktivität zunimmt, vorrausgesetzt genügend Flattr-Nutzer Verknüpfen ihre eigenen Kunden. Das würde gleichzeitig den stetigen Geldfluss im System erhöhen und vielleicht auch neue Nutzer ins System treiben, wenn sie plötzlich die Nachricht bekommen, dass ihr lustiger Tweet ihnen Geld eingebracht hat.

Dieser Artikel ist ein Crosspost von unserem Partnerblog micropayme.de auf dem ich mich intensiv mit PaidContent und neuen Bezahlmodellen auseinandersetze. Vorbeischauen und abonnieren lohnt sich, geht auch via Twitter.