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Flattr: Die Dankbarkeits-Ökonomie

Ja, es funktioniert: Als zum ersten Mal eine kleine eins in dem orange-grünen Button stand, fühlte ich mich tatsächlich geschmeichelt.

Schmeicheln auf Englisch heißt  to flatter und Flattr ist ein neuer Micropaymentdienst, der zur Zeit einiges an Erfolg verspricht. Er funktionert so: Man legt eine monatliche Summe fest, die man ausgeben möchte. Das sind z.Z mindestens 2€ und maximal 20€. Dann klickt man den Monat über auf alle Flattr-Buttons, die einem begegnen und am Ende wird der Betrag (z.B. die 20€) durch alle geteilt. Gleichzeitig kann man auch selbst, wie oben erwähnt, geflattered werden.

Wird es sich Durchsetzen?

Dabei ist interessant, dass beide Wege funktionieren. Auch ich konnte, als mein Konto eingerichtet war, es kaum erwarten endlich tollen Projekten meine Wertschätzung zu zeigen. Hier  zeigen sich noch ein paar offene Fragen oder Probleme im Bezug auf Flattr:

Erstens die bislang mangelnde Verbreitung. Das scheint aber ein in erster Linie temporäres Problem, denn momentan befindet sich Flattr noch in einer Art closed Beta, bei der man nur mit einem Einladungscode hineinkommt. Das momentane Invite-Betteln auf Twitter erinnert an Google-Wave Zeiten ((Ich hätte da noch ein paar Invites, if anyones interested?)). Die Frage ist jedoch, ob auch nach Stadium 1.0 eine weitreichende Abdeckung erreicht werden kann. Vor allem insofern, dass nicht nur Menschen die selbst Inhalte anbieten sich einen Account zu legen (Denn selbst flattern ist Vorraussetzung um geflattered zu werden), sondern ob auch „reines Publikum“, sofern es das im Web2.0 noch gibt, bereit ist zu bezahlen? Nun diese Frage steht aktuell – Stichwort Paid Content – sowieso zur Diskussion.

Wer profitiert?

Die zweite Frage ist, und sie hängt mit der ersten zusammen, ob daraus ein echtes wirtschaftliches Modell für Inhalteanbieter erwachsen kann. Wer wird von den Flattr-Beträgen profitieren? Und erreichen sie eine relevante Größe? Natürlich ist anzunehmen, dass vor allem große Inhalteanbieter ((Ich sage mit Absicht nicht A-Blogs)) profitieren können. Dann wäre zu kritisieren, dass Flattr als eine Umverteilungsmaschine von unten nach oben funktioniert.

Auf der anderen Seite ist zu hoffen, dass nun aufwendiger erstellte Inhalte mehr zurückbekommen. Um es beim Namen zu nennen: Bislang konnten Tumble-Blogs schnell groß werden, weil sie mehrere Fundstücke am Tag posteten, die sich bei  Qualität schnell verbreiteten und entsprechend Backlinks generierten. Tiefe Analysen tun sich da schwerer in der Verbreitung. Nun ergibt sich die Chance, das sie dies auf anderem Wege zurückerhalten, nämlich das Menschen eher bereit sind für originäre Erzeugnisse zu bezahlen, weil sie ahnen, wie viel mehr Arbeit dahinter steckt.

Flattr: Das neue „Gefällt mir“?

Die dritte Frage ist, wie sehr wird sich Flattr in den Alltag der Nutzer integrieren und hier tut Flattr schon einiges, um es den Nutzern so angenehm wie möglich zu machen. Einmal eingeloggt kann ich auf allen Seiten einfach den Flattr-Button klicken und gleichzeitig wird man durch das oben besprochene Teilungsprinzip von dem Gedanken gelöst „Ich gebe dem jetzt grade 2€ dafür.“, schließlich weiß man ja zum Zeitpunkt des flatterns noch nicht, wieviele Beitrage man bis Ende des Monats noch so wertschätzt, also durch wieviele das Budget am Ende geteilt wird. Wenn es gut läuft könnte Flattr dadurch zum neuen „Gefällt mir“ werden. Sollte es das schaffen, wäre wohl durchaus bewiesen, dass Menschen bereit sind für Inhalte etwas zurück zu geben.

Ein wertvolles Dankeschön

Dabei sollten man auf keinen Fall den Fehler machen, das ganze nur auf Blogs zu begrenzen. Flattr sieht sich als Zahlungsmittel für allerlei Inhalte: Von Videos über Bilder bis zur Musik. Und hier liegt auch die Chance für die Verbreitung: Einfach die Dankbarkeit an die Urheber. Als Fan eines Projektes bin ich gewillt dem Macher irgendetwas zurückzugeben. Mit Flattr ergibt sich nun die Chance, nicht gleich mehrstellige Beträge spenden zu müssen, sondern sein Danke einfach etwas aufzuwerten, im wahrsten Sinne des Wortes zu zeigen: „Hey, was du machst ist mir etwas wert!“. Wobei auch ein aufrichtiges, echtes Danke unglaublich viel Wert sein kann.

7 Invites zu verschenken

Wie oben erwähnt befindet sich Flattr noch in einer closed Beta. Jeder kann sich zur Zeit auf der Homepage mit seiner E-Mail Adresse eintragen und darauf warten einen Code zugesendet zu bekommen. Die Alternative gibt es hier: 7 Codes haben wir zu vergeben. Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach folgende  Nachricht twittern:

„Bringt die Dankbarkeits-Ökonomie?“ fragt @netzfeuilleton und verschenkt 7 Invites. http://bit.ly/dankoeko

Oder einen beliebigen anderen Text mit Link zum Artikel und Mention des Accounts @netzfeuilleton. Wenn Ihr mir dann noch folgt erhalten die ersten sieben den Invite-Code per DM.

Was ist eure Erwartung an Flattr? Kann Flattr sich durchsetzen und ein Erlösmodell für jeden Inhalteanbieter werden? Oder bleibt es eine Illusion, dass Menschen freiwillig für etwas bezahlen?

UPDATE: Inzwischen sind alle 7 Invites vergeben. Vielen Dank an alle Teilnehmer und viel Spaß beim umherflattern. Allen anderen sei empfohlen einfach bei flattr.com ihre eMail-Adresse einzugeben, inzwischen gehen die Einladungen von dort wirklich in Rekordzeit raus. Eine Alternative ist noch auf Twitter einfach mal nach #Flattr zu suchen, dort findet man auch einige Nutzer, die noch Invites rausgeben. Den Post dürft ihr natürlich weiterhin retweeten. ;)

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Gesellschaft Video Wort

Gelangweilte Jugendliche erschlagen Mann im Park

Aus Langweile, Trunken- und Dummheit sind sie auf ihn los und dann lag er da. Davon handelt dieses moderne Gedicht inklusive Animation von Mat & Matt. Also von Mat Lloyd ist das Gedicht und von Matt Frosdham die Animation. Wer genauestens alles zur Entstehung der Animation nachlesen will, kann auf dem Produktionsblog die einzelnen Schritte nachverfolgen, jetzt empfehle ich aber erst einmal anschauen:

[via KFMW]

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Großes Kino

Robert Rodriguez Planet Terror Spin-off „Machete“ (offizieller Trailer)

Als Robert Rodriguez und Quentin Tarantino 2007 Planet Terror und Death Proof in die Kinos brachten, liefen diese zumindest in den USA als Double Feature. Schließlich sollte das Projekt eine Hommage an das Genre des Grindhouse-Kinos. Im Grindhouse Kino wurde vor allem so genannte Exploitation Movies gezeigt, also recht kostengünstig produzierte Genrefilme, die  ein etabliertes Genre nahmen, sei es Action oder Western, und es leicht interpretierten. Bekanntestes Subgenres davon sind wiederum die Spaghettiwestern oder  Blaxploitation-Filme wie Shaft.

Das Tarantino ein Faible für diesen „Schund“ (engl. Pulp) hat zeigte er nicht nur mit Pulp Fiction. Auch
Jackie Brown war ein explizite Ehrung des Blaxploitation-Films. Sichtbar schon allein dadurch, dass er der bekannten Blaxploitation-Darstellerin Pam Grier die Hauptrolle zugestand.

Die Vorliebe fürs Genres war also sowieso da, bei dem Grindhouseprojekt aber trieb man es aber noch weiter. Denn ein weiteres Merkmal der Grindhousemovies war, dass zwischen diesen, als Double Feature  ausgestrahlten Produktionen, Trailer für künftige Filme gezeigt wurden. Auch das wurde bei Planet Terror& Death Proof beibehalten. Tarantino und Rodriguez liessen extra spezielle Faketrailer produzieren, um sie zwischen ihren Filmen zu zeigen.
Das daraus ein echter Film entstehen sollte, stand eigentlich nicht zur Debatte. Das war zumindest der Stand bei der Veröffentlichung.
Einer der Trailer jedoch fand soviel Anklang, dass Rodriguez den Wunsch entdeckte mehr aus diesem Stoff zu machen. Und jetzt gibt es also den ersten „echten“, offiziellen Trailer  zum Spielfilm „Machete“ und der Cast dazu kann sich durchaus sehen lassen.

Da wäre zum einen Danny Trejo, der quasi fest zu Rodriguez Team, gehört und bereits in Desperado und From Dusk till Dawn zu sehen war, ebenso Cheech Marin. Daneben treten mit mit Robert DeNiro als US-Präsident, Lindsay Lohan und Jessica Alba einige aktuelle Schauspielgrößen auf und in der weiteren Besetzung wimmelt es, ganz nach Tarantino Schule von abgehalfterten B-Movie Stars: Steven Seagal und Don Johnson to drop the names.
Das Setting erinnert dabei stark an El Mariachi und Desperado, man darf also gespannt sein.

Der offizielle Trailer zu „Machete“:

[via Cinematze]

Hier der ursprüngliche „Machete“ Trailer aus Planet Terror & Death Proof:

Die anderen Trailer waren „Werewolf Women in the SS“ von Rob Zombie mit Nicolas Cage:

„Don’t“ vom Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz)

„Thanksgiving“ von Eli Roth

und „Hobo with a Shotgun“ der den von Rodriguez ausgerufenen „South by Southwest“-Trailer Contest gewann.

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Nun eure Meinung: Wie vielversprechend findet ihr den finalen Trailer von Machete? Oder hättet ihr lieber einen der anderen Filme umgesetzt gesehen?

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Musik

M.I.A.s „Born Free“ macht Stress

Eine Einheit voll ausgerüsteter Paramilitärs stürmen ein Haus. Treten die Tür ein, zerren ein Paar gewaltsam aus dem Bett. Als einer der Bewohner zu Boden geht, schlägt der Beamte weiter mit dem Knüppel auf ihn ein. Auf seiner Brust, gut sichtbar die amerikanische Flagge.

So beginnt die Szenerie von M.I.A.s neuem Musikvideo „Born Free“. Youtube reagierte prompt und sperrte das Video, damit rückte es noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. „Zensur“ lautet der Reflexschrei. Dabei ist klar: Dahinter steckt kalkulierte Provokation.

Hinter dem Video steckt nämlich niemand anderes als Romain Gavras und der kennt sich aus mit Wirbel um Musikvideos. 2008 produzierte er für die Band Justice das Video „Stress“ und genau der folgte. Auch in diesem Video geht es brutal zu. Rücksichtslose Jugendliche ziehen durch Paris, wahllos gewalttätig greifen sie Passanten an und randalieren in Bars mit Totschlägern. Der Vorwurf des Rassismus wurde laut und die Verherrlichung der Unruhen in den Pariser Vorstädten, dabei hatte Gavras vermutlich eher den Anspruch genau diese Misstände in der französische Banlieue  anzuprangern.

Youtubes fragliche Politik

Fraglich bleibt wie Youtube mit den Zensurvorwürfen vorgehen soll. Schließlich hat „Born Free“ eine hochpolitische Message, prangert Rassismus und das Vorgehen amerikanischer Militärs an. In dem Video werden vornehmlich Rothaarige, im englischen „Gingers“, gejagt und es ist klar, dass man für sie jede andere Gruppe oder Minderheit – von Muslimen bis Schwarzen – einsetzen kann. Was macht dieses Video also anders, als zum Beispiel „Stress“, das ja noch auf Youtube zu sehen ist?  Um Pornografie, wie die SZ schreibt, handelt es sich nur wegen der Darstellung nackter Körper noch lange nicht. Gewaltverherrlichend? Eher gewaltanprangernd und eben mit politischer Botschaft. Vielleicht hätte auch eine Kennzeichnung des Videos, wie zunächst geschehen, als nicht jugendfrei ausgereicht, aus wenn diese, zugegeben, nicht sehr wirksam ist um Kinderaugen tatsächlich fern zu halten.

Vorwürfe gegen Youtube hatte es auch schon wegen der konsequenten Durchsetzung angeblicher Urheberrechtsverletzungen gegeben, die Youtube mit einem automatischen System erkennt. Hier wurde mit einer „Fair Use“-Funktion nachgebessert. Youtube muss sich fragen, ob es Ort für gesellschaftliche Debatten sein will oder ob man, ähnlich der Apple Politik, sich nicht als Marktplatz für politische Satire und Nacktheit sieht.

Neben M.I.A. dürfte sich auch Vimeo über den heraufbeschworenen Skandal freuen. Auf dem Videoportal, dass sonst stets im Schatten von Youtube steht ist das Video (s.o.) noch einsehbar und wird nun webweit verlinkt.

Was meint ihr? War die Sperre von Youtube gerechtfertigt, weil das Video einfach zu gewalttätig ist, oder ist es ein Eingriff in die freie Meinungsäußerung?

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Musik Netz &

Was Musiker online verdienen (können)

Das Internet hat auf den einen Seite das gesamte Erlösmodell der Musikindustrie infrage gestellt, auf der anderen Seite inzwischen neue Vertriebs- und Erlösmöglichkeiten für Musiker und Musikverlage geschaffen. Jeder kann, ohne Majorlabel im Rücken, theoretisch ein Weltpublikum erreichen, Verkauf und Kauf von Musik ist dank Itunes oder musicload jederzeit einfach möglich und Gebührenzahlungen mit Streaminganbietern wurden teilweise abgeschlossen. Schöne neue Musikwelt, also? Was für den Konsumenten zu einer Allzeitverfügbarkeit von jedweder Musik geführt hat, stellt die schaffenden Musiker auch weiterhin vor ein Problem.
Denn wie die Verdientschancen im Einzelnen für Musiker wirklich aussehen hat informationisbeautiful mal in einer wunderschönen Informationsgrafik dargestellt:

Verdientmöglichkeiten Musiker online

[Quelle: informationisbeatiful.net, via Feuilletonist]

Zwar hinkt die Grafik an manchen Stellen, so werden zum Beispiel die Erlöse ganzer Alben  mit denen einzelner gestreamter Songs verglichen, dennoch schmälert das nicht das Problem, vor dem Musiker stehen. Schließlich wurde spätestens durch Itunes die Albenstruktur aufgesplittert, hin zum Verkauf einzelner Songs.

Der Auslöser für die Grafik war übrigens ein Posting auf „The Cynical Musician“ mit dem Titel „The Paradise that should have been„.

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Netz &

#BlogThursday, keep it moving!

Letzte Woche ist es mir passiert: Ich habe doch tatsächlich  meine von mir selbst ins Leben gerufene Aktion, den #BlogThursday, vergessen. Zu meiner Entschuldigung: Ich hatte viel zu tun. Am Mittwochabend war ich beim Twittwoch FFM unterwegs, und am Donnerstag hatte ich Deadline für zwei Beiträge. Einmal für die Jugendmedienschutztagung und dann für die Neuauflage des Buches „PR im Web2.0“.

Aber der #BlogThursday ist ein viel zu tolles Projekt, ihn in Vergessenheit geraten zu lassen und er funktioniert! Ich habe über Twitter viel Lob für die Aktion erhalten und was noch wichtiger ist viele interessante Blogs gefunden. Mir scheint es hat sich auch schon ein harter Kern gebildet, der sich allwöchentlich auf den #BlogThursday freut und ich muss sagen, ich hab allein am ersten #BlogThursday mehr interessante Blogs entdeckt, als im letzten halben Jahr.

Deswegen gilt morgen wieder: Macht mit! Kurz übelegen, welches Blog in der letzten Woche einen besonders lesenswerten Beitrag geschrieben hat, welches euch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat oder schon seit Jahren kontinuierlich gute Arbeit leistet. Ob bekannt, unbekannt, relevant ist völlig egal. Einfach einen Tweet aufsetzen mit 140 Zeichen, Link zum Blog und wenige Worte, warum dieses Blog euch so gut gefällt. Dann den Hashtag #BlogThursday nicht vergessen, damit alle eure Empfehlung finden. Außer dem werde ich die Blogempfehlungen nun auch hier mit einem Search-Widget reinlaufen lassen:

Also empfehlt eure Lieblingsblogs und tragt so die Aktion weiter. Mehr zu den Hintergründen und der Entstehung gibt es nochmal hier. Let’s make Blogs a trending topic again!

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Musik Video

185 Youtuber dirigieren


Wer sich schon einmal auf Youtube in den Kommentarspalten umgesehen hat weiß, dass dies mit die schrecklichsten Gefilde sind, die das Internet bis heute hervorgebracht hat. Insgesamt herrscht dort ein Durcheinander von Videoantworten und um Aufmerksamkeit buhlenden Home made Shows. Unvorstellbar, dass es einer schaffen könnte, dort Ordnung rein zubringen. Eric Whitacre hat es geschafft und was er daraus gemacht hat klingt sogar gut: Eric Whitacre hat mit Hilfe von Youtube einen virtuellen Chor kreiert und lässt alle gemeinsam unter seiner Leitung  „Lux Aurumque“ singen. Wer wissen will wie das genau funktioniert hat, finder auf  seinem Blog die Entstehungsgeschichte. [via]

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Großes Kino Video

Tim Burton Kurzfilm: „Vincent“

Über die Tracks Reportage von Arte bin ich auf diesen Kurzfilm von Tim Burton gestoßen. „Vincent“ ist von 1982 und entstand als Tim Burton noch als Animationskünstler bei Walt Disney war. Die Erzählerstimme gehört übrigens dem echten Vincent Price, dessen Zusage maßgeblich dafür war, dass dieser Kurzfilm überhaupt von Disney produziert wurde. Hervorragende 6 Minuten hat Burton damals schon gezaubert, die mir die Zeit bis morgen überbrücken; dann werde ich nämlich Tim Burtons neustes Werk „Alice im Wunderland“ betrachten.

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Großes Kino Siebbelag

Tarantino’s Erstling: „My Best Friend’s Birthday“

Wahnsinn, was das Kraftfuttermischwerk da schon wieder auf Google Video aufgetan hat: Nicht weniger als den ersten erhaltenen Film von Quentin Tarantino.

„My Best Friend’s Birthday“ heisst der Streifen und Tarantino hat ihn 1987 zusammen mit ein paar Freunden gedreht, als er gerade Schauspielunterricht bei Allen Garfield nahm. Deshalb wollte  Tarantino bei diesem Projekt auch eher seine schauspielerischen Qualitäten, als seine Regie-Künste unter Beweis stellen. Dennoch stammt das Drehbuch aus seiner Feder und man kann schon einige seiner späteren Charakteristika ausmachen. Der Film wurde auf 16mm Schwarzweißfilm gedreht, hatte ein Budget von knapp 5000 US$ und entstand nebenbei, während Tarantino beiSchauspielunterricht nahm und ansonsten hauptberuflich in der Videothek „Video Archives“ arbeitete. Leider gingen die letzten beiden Akte des Film bei einem Laborbrand drauf und er wurde nie ganz fertig gestellt.

Tarantino allererster Film war übrigens „Love Birds in Bondage“, dieser ist aber ganz vernichtet worden.

(Quelle Text: Wikipedia, Bild: Screenshot)

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Netz &

Blog thirsty? Try #BlogThursday!

//English version below!

Es ist jetzt 2 Monate her, dass Robert Basic sich die Statistiken der Deutschen Blogcharts angeschaut und festgestellt hat, dass der Grad der Verlinkung auf dem Stand von 2006 angekommen ist. Heisst also, dass nach einem Hoch und Hype mit einem stetigen Anstieg was Bloganzahl und deren Verknüpfung anging ist die Zahl der Links, die sich Blogger untereinander schenken rückläufig. Aktuell reicht es beispielsweise, wenn 89 Blogs in den letzten 6 Monaten auf das eigene Blog verwiesen haben, um in die Charts einzusteigen. Zum Vergleich: Im März 2008 waren es noch 211.

Das alles ist keine neue Erkenntnis und auch der Schuldige scheint schon lange festzustehen: Twitter. Die meisten verzichten inzwischen darauf, wegen eines Links ihren Blogeditor anzuwerfen, sondern garnieren ihn mit 140 Zeichen und schicken in raus in die Welt. Das ist soweit gar nicht schlimm und dennoch schade. Denn ich glaube, dass diese Entwicklung weiter dazu beiträgt, dass der Long Tail im Long Tail bleibt. Also die „großen Blogs“ bleiben weiter groß, weil sie tendenziell immer noch mehr verlinkt werden und die Kleinen bleiben klein, weil sie keiner verlinkt. Manche werfen den „Großen“ dazu noch Inzest vor.

#BlogThursday

Das macht es viel schwerer neue, spannende Blogs zu entdecken.  Auf Twitter zählen bis lang  auch lediglich einzelne Beiträge mit den schnellsten Nachrichten und neusten Informationen. Gesamtwerke werden selten gewürdigt.

Schade eigentlich, den meistens sind es genau diese „Gesamtkunstwerk-Blogs“ in meinem FeedReader, die mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern oder mich zum Nachdenken anregen. Und ich würde gerne mehr davon entdecken, einziges Problem: Ich weiß nicht wie, denn Sie sind ja nirgends verlinkt. So alt wie dieses Erkenntnis sind auch schon die Lösungsansätze:

StyleSpion organisierte Halbjährlich „Ein ♥ für Blogs“. Gab dann aber angesichts massiver Linkbaiting-Vorwürfe auf.
Ui hat den FollowFriday umgemünzt und präsentiert nun allwöchentlich auf seinem Blog andere Blogs denen es zu folgen lohnt. Ähnlich sah auch Robert Basics vorgehen, nachdem oben erwähnten Artikel aus: Seit ein paar Wochen empfiehlt er am etablierten Followfriday auf Twitter Blogs die er gerne liest, anstatt einzelner User.

Aber mir geht das alles nicht weit genug. Blogs sind etwas wunderbares und dahinter stecken Menschen die sich viel Arbeit machen und es gibt so viele großartige unentdeckte Perlen im weiten Meer. Deshalb plädiere ich dafür, dass Blogs ihren eigenen Twitter-Tag bekommen, ähnlich dem #musicmonday oder eben dem #followfriday, um zwei etablierte Beispiele zu nennen, möchte ich hiermit den #BlogThursday einführen.

Wie funktioniert das? Ganz einfach:

Ihr nehmt euch am Donnerstag 2 Sekunden Zeit und überlegt euch, welches die schönste Blogperle ist, die ihr kennt. Welche Autor bringt euch regelmäßig zum Lachen, Nachdenken oder hat einfach eine anbetungswürdige Schreibe?
Den Link zu seinem digitalen Tagebuch packt ihr dann in eure Twitternachricht zusammen mit einer kleinen Beschreibung oder Begründung, warum dieses Blog so toll ist.
Dann noch Hashtag #BlogThursday dahinter, damit andere eure Empfehlung besser finden können und hinaus damit in die Flut der Nachrichten.

Lasst und Blogs wieder zu einem Trending Topic machen, ich freue mich schon darauf viele neue, spannende Blogs zu entdecken und hoffe, dass viele von euch mitmachen und vielleicht vorher noch andere darauf hinweisen: Donnerstag ist Blogtag.

english version:

I don’t exactly know how the situation in other blogospheres is, but in Germany the linking between blogs is decreasing. A lot of the precious link juice is of course going to Twitter. Many of Blog posts are linked on Twitter everyday, but blogs as complete works are not that appreciated. Although there is room for nearly everything on Twitter: On Fridays you recommend interesting users, on Mondays you tell others, what music you’re listening to. Why not do something like that for blogs? Because blogs are such a beautiful thing, cause a lot of work and every single author is happy getting a recommendation. That’s why i thought about launching #BlogThursday.

What you gotta do? Its pretty easy: just take 2 seconds and think about which blog had a pretty touching article today, made you rethink your current position on a topic, or simply made your day through a funny picture? Take the link to a blog, write a few words why that blog is worth being read, add #BlogThursday  and send it out to your followers.

I think they’ll like getting new Blog recommendations and the Blog authors will be happy getting some love back. So lets do this: From now on it’s #BlogThursday.

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