Wie wird man Medienmogul? Ich habe beim Webmontag Frankfurt #48 einen Vortrag zum Thema „Selfmade-Medienmogul“ gehalten. Weil ich mit Spannung beobachte, wie sich im Netz auf immer mehr Feldern und Plattformen neue Player auftauchen, die die Hoheit gewinnen. Gerade weil sie kleiner und agiler sind als die alten großen Player und weil sie oft auch nicht die althergebrachten Denkweisen mitbringen. Inzwischen steht das Video auch online und man kann sich den Vortrag hier anschauen:
Das Bild oben ist übrigens von Photostroller, ganz toll. Unten noch die Twitterkommentare zum Vortrag, hervorzuheben ist der von Markus, dem auffiel, dass ich Blätter-Animationen in iPad Apps kritisiere, aber selbst solche in der Präsentation verwende. Point Granted.
Einerseits kann man zwar sagen, dass die Kanzlerin irgendwo fast Recht hat: Ja, das Internet ist für viele Neuland, viel ist immernoch nicht beantwortet und auch die Digitale Avantgarde weiß nicht bei allem Rat und wohin genau sich dieses Internet in Zukunft entwickeln wird. Aber das ist nicht, was die Kanzerlin aussagen wollte, viel mehr verbirgt sich hinter ihrem Ausspruch, wie Rene richtig feststellt, ein gefährlicher Neusprech.
„Sie verwendet das Wort ‚Neuland‘ an dieser Stelle als Neologismus für den alten und lange widerlegten Spruch ‚Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein‘, das neue Land als rechtsfreier Raum.“
(ulmen.tv, Peer Schader)
Mir selbst, und ich betrachte mich nicht als uninformiert, geht es so, dass ich immer weniger sagen kann aus welche Quelle ich eigentlich meine „Fakten“-Nachrichten nehme, aber ich verlasse mich sehr stark auf einzelne Personen mit Expertenwissen in einzelnen Feldern, deren Einschätzung ich dann regelrecht entgegen fiebere. Nicht, dass ich diese dann zwangsläufig übernehme, sondern mich dann gerne daran reibe, aber es hilft mir sehr meine Weltsicht zu formen. Ich glaube auch, dass in einer immer komplexeren Welt sich diese immer schlechter in wenigen Fakten in 01:30 darstellen lässt.
(stefan-niggemeier.de, Stefan Niggemeier)
Die SPD stürzt unter 22%! Was eine Meldung! Damit ist die Bundestagswahl ja quasi entschieden! So zitiert das zumindest das Gros der Medien, dass das nur eines von vier Umfrageinstituten so sieht – geschenkt! Das dieses Institut die SPD konsequent schlechter bewertet hat Stefan Niggemeier auf. Die einzige Zeit in der de SPD konsequent besser da stand, war übrigens die in der Zeit von Gerhard Schröder. Sessen Intimus war zufällig der Institutschef con Forsa.
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James Gandolfini ist im Alter von 51 Jahren in Rom an einem Schlaganfall gestorben, so meldet es der Sender HBO. Gandolfini wurde spät berühmt, wie der New Yorker in einem schönen Nachruf schreibt, und zwar mit seiner Rolle als Tony Soprano in The Sopranos.
Ohne die Sopranos kein Breaking Bad
Man muss sich mal ins Gedächtnis rufen: Die Soparons waren es, die das lange, epische Erzählen, dass wir heute in Serien wie Game of Thrones, The Breaking Bad etc. so lieben erst salonfähig machte. Gandolfini hat mit seiner hervorragenden Darstellung eines Charakters dafür gesorgt, dass nicht mehr das Kino der Raum für epische Erzählungen und intensive Charakterstudien ist, sondern es inzwischen vom Fernsehen überhohlt wurde.
Ein neues Gangsterimage
Die Sopranos und James in der Hauptrolle als Tony hat außerdem das Image des Gangsters im Film gewandelt (darüber wollte ich mal noch ausfürhlicher schreiben). Weg vom harten Gangster hin zum Familienvater der Probleme mit seiner pubertierenden Tochter hat. Das war ganz großer Stoff. Danke dafür James Gandolfini.
Bild unter CC-BY-SA von zak mc
Im Holsten’s wurde die finale Szene der „Sopranos“ geschossen und sie erinnern daran, in dem sie heute Tonys Tisch reserviert haben.
Solltet ihr die Sopranos noch nicht gesehen haben, wird es höchste Zeit. Achja und auch hier gilt mindestens 3 Episoden Zeit geben, die Pilotfolge ist nämlich noch nicht so gut und da wurde noch viel geändert. Aber viel Spaß mit einer großartigen Serie.
Irgendwie hat man direkt nach dem Redesign das Gefühl, der Designtrend ist schon wieder drei Schritte weiter und man hechelt nur hinterher. Aber es wurde Zeit für eine Redesign. Im Vergleich zu vorher ist das hier auch schon ein Riesenfortschritt. Denn ich hab irgendwann gemerkt, dass ich selbst auf meinem eigenen Blog nicht mehr gerne lese und alle Blogs, die ich gerne lese auf ein klareres Layout setzen mit großer Schrift, wenig Ablenkung etc. Und hier ist es: Das netzfeuilleton in neuem Glanz!
Ich hoffe viel davon umgesetzt zu haben, was mich selbst gestört hat. So liegt der Fokus ganz klar auf dem Inhalt. Den einzelnen Artikel mit Bildern. Und die Seitenleiste ist anstatt mit tausend blinkenden Widgets mit weiteren Artikeln bestückt.
Artikellayout
Die Homepage ist egal, es geht um die Artikel
Das nämlich die einzelnen Artikel immer wichtiger werden schreibt exakt heute auch das Textdepot: „Die Website verliert an Bedeutung – es lebe der Artikel„. Also wird die Startseite wird unwichtiger, da die Leute quer einsteigen über Twitter, Facebook… Die Schlussfolgerung daraus:
Jede Seite muss Möglichkeiten geben die Inhalte zu entdecken.
Das hoffe ich mit der breiten Artikelseitenleiste und den Empfehlungen am Ende jedes Artikel zu bieten. Analog dazu sieht die Startseite auch noch etwas wüst aus. Irgendwie hat das Designtheme Probleme mit meinen Kategorien. „Bewegen & Beschäftigen“, „Laden & Klicken“ und „Klingen & Hören“ will er einfach nicht annehmen. Deshalb werde ich mir darüber wohl auch nochmal Gedanken machen. Denn so stolz ich auf meine kreativen Wortpaare war, ich glaube es hat sie nie jemand verstanden (oder?). Und so etwas wie „Drucken & Lesen“ ist im Zeitalter von eBooks auch schon erstaunlich veraltet. Also gehe ich hier wohl auch nochmal in eine Findungsphase. Im Moment schwebt mir so was wie Netz, Kultur, Politik, Gesellschaft, Medien vor. Aber da schließen sich gleich Überlegungen an, wohin sich mein inhaltlicher Fokus verschiebt, wo ich damit hin will und wie trennscharf so Kategorien sind. Gehört alles in Netz auch in Medien oder umgekehrt? Ist Fernsehen Kultur oder Medien? Und was ist mit Youtube?
Ich bin da auch gerne für Anregungen offen. Vielleicht habt ihr ja etwas, von dem ihr sagt: Davon will ich hier mehr, dann ab damit in die Kommentare oder über die Kontaktmöglichkeiten.
Die Startseite
Endlich ein schönes Logo!
Eine weitere große Neuerung, die mich zu Luftsprüngen versetzt ist, prangt oben auf der Seite: Wir haben ein neues, und sein wir ehrlich eigentlich erstmalig ein Logo. Und zwar eines, dass auch nach was aussieht.
Das alte Logo (hässlich)
Das alte war von mir in Photoshop und ohne jegliche Typografiekenntnisse zusammengeschustert worden und das seltsam antiquierte Zeitungssignet war auch nur eine Vorlage aus dem ersten Theme. Und damit bin ich jahrlang hausieren gegangen. Furchtbar. Jetzt sieht das Ganze doch wesentlich besser aus.
Das neue Logo (schön)
Ich finde die Verbindung aus Laptop und Zeitung vergisst erstens nicht von welchem schrecklichen Logohintergrund wir kommen, nimmt aber gleichzeitig den Namen, die Verbindung aus Netz und Feuilleton auf.
Der Dank dafür geht an Nicki Schäfer, der auch die hervorragende Artikelserie über Hipster geschrieben hat. Ich finde ja, dass das Logo da oben ein bisschen zu klein ist, aber da ist man als Seitenbetreiber ja meist alleine.
Als nächstes müssen noch die anderen Kanäle umdesignt werden: Youtube ist da mit seinem erzwungenen Redesign schon am weitesten, jetzt fehlt noch Facebook und eventuell ein paar Anpassungen bei Twitter.
Feedback Please
Nun höre ich mir gerne Feedback an. Schreibt mir eure Kommentare oder betätigt den Like-Button. [like xfbml=false action=like layout=button_count]
Ausserdem warte ich auf Fehlerhinweise. Ich habe das Theme beispielsweise selbst notdürftig übersetzt, bin mir aber ganz sicher, an manchen Ecken was übersehen zu haben. Wenn ihr was findet sagt gerne Bescheid.
Das erste netzfeuilleton.de Layout
Achja, das neue Layout ist natürlich Responsive. Das heißt ihr könnt auch auf eurem Smartphone oder Tablet all unsere Artikel in schöner Darstellung lesen. Allerdings ist mir da schon ein Fehler aufgefallen: Das Sharing Widget, dass hier rechts umherfliegt, rutscht da gerne mal in den Inhalt rein. Da muss ich auch noch mal dran… Ihr seht Baustelle, aber solche Großprojekte werden ja bekanntlich nie wirklich fertig.
Deshalb willkommen und viel Spaß im neuen netzfeuilleton, schaut euch doch gerne noch etwas um.
Die Morgenlinks ins Postfach
Und wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, ich werde die morgenlinks in Zukunft als Newsletter anbieten. Das heißt ihr bekommt einmal die Woche eine Mail mit spannenden Geschichten von mir eingeordnet und so wie es aussieht auch noch jeweils als Videoclip. Wer daran Interesse hat kann sich gleich hier eintragen und ich verspreche auch keinen Spam und so.
Heute Abend um 19.00 Uhr unserer Zeit wird Tim Cook auf die Bühne treten und die Apple-Entwickler Konferenz eröffnen. Neues iOS, neues OS X und neue MacBooks, viel mehr Neues wird es außer einem Musikstremingdienst allen Gerüchten nach wohl nicht geben.
Schon lange gibt es das Gejammer, Apple müsse mal wieder mit dem Next Big Thing um die Ecke kommen. Einem Fernseher oder wenigstens eine iWatch oder ein Auto oder etwas, was noch keiner weiss. Oder alles zusammen. Auf jeden Fall ist Apple sonst den Untergang geweiht! (Also mal unabhängig davon, dass die laufend Rekorde brechen und mehr und mehr iPads verkaufen.)
Damit Apple nicht im Regen steht, haben wir uns beim #Videocamp mal mit einigen Videomachern zusammengetan und gefragt, wie denn ihr nächstes Amazing Product aussehen müsste und welche Features es unterstützten muss. Dabei rausgekommen ist das hier:
Ob Apple etwas davon aufnehmen wird? Was erwartet ihr von der WWDC?
Hochwasser Mainz – Nein, Mainz hat es nicht schlimm erwischt. Das Wasser ist auch schon nicht mehr auf dem Höchststand. Ich bin aber gestern trotzdem mal vor ans Wasser und habe mir angeschaut, was sich so verändert hat.
Hinter den Schwänen, da wo die beiden Jungs stehen und planschen führen eigentlich 16 Stufen runter zum Rhein.
Hochwasser Mainz am Rhein
An der Stelle an der das Schild aus dem Wasser ragt ist eigentlich eine Sandbucht mit Grillstelle
Dieses kurze VIne-Video zeigt nochmal, wie es rund um die Theodor-Heuß-Brücke nach dem Hochwasser in Mainz aussieht. Hier sind eigentlich Parkplätze und eine Straße, jetzt ist hier ein Ausläufer des Rhein.
Etwas weiter ist der Sand schon wieder da. Hier macht sich die MainzStrand-Bar an den Wiederaufbau. Zunächst wurde das Wasser abgepumpt, jetzt wird der Sand wieder aufgeschüttet und dann der Rest wieder hergerichtet. Sicher eine harte Saison für die Betreiber, erst keinen Sommer und jetzt noch Land unter mit Hochwasser in Mainz.
Da die Wiesen direkt am Rhein überschwemmt waren sind viele Rheinbesucher einfach eine Wiese weiter, näher an die Straße gezogen.
Aber die Wiesen, die vom Hochwasser wieder freigegeben wurden und schon wieder trocken sind, werden schnell zurückerobert.
David und ich haben für netzpolitik.org einen Gastbeitrag zur Telekom Drosselung auf Youtube geschrieben. Diesen wollen wir auch hier abbilden.
Die YouTube-Community und Ihr Verhältnis zu netzpolitischen Themen bleibt ein weiterhin spannendes Thema. Bei ACTA fiel zum ersten Mal auf, dass sich hier eine von den Netzaktivisten bislang eher belächelte Gruppe im Netz tummelt, die sich durchaus für relevante Themen begeisterten lässt und durch ihre Stars enormes Aktivierungspotential bietet. Doch immer deutlicher zeigt sich, dass die Schnittmenge zwischen Youtubern und Netzgemeinde nur gering ist. Hier entsteht gerade ein neuer Generationen-Gap: eine große Zahl junger, spaßorientierter Youtuber hier, eine verhältnismäßig kleine Schar älterer, verkopfter Netzpolitiker dort.
Umso wichtiger mal zu schauen, ob denn ein – auch für die Youtuber – so wichtiges Thema wie #Drosselkom überhaupt bis in der YT-Community vordringen konnte und wenn ja, wie die Pläne der Telekom dort diskutiert werden.
Wir selbst haben für den Kanal “YoujustDontDo” ein Aufklärungsvideo gemacht, das sich in erster Linie auf die Pläne zur Bandbreitenbegrenzung beschränkt. Unsere Botschaft: Drosselung trifft jeden! Inzwischen nutzt praktisch jeder datenintensive Dienste wie Skype, Onlinegames oder eben einfach YouTube und so betrifft die Einführung eines Downloadlimits weit mehr Nutzer als nur die “heavy user”. Unser Video ist ganz bewusst den Sehgewohnheiten der jungen Generation angepasst: Effekte, schnelle Schnitte, Humor und eine stark vereinfachte Botschaft. Denn das Ziel unseres Videos ist es, zunächst einmal Aufmerksamkeit für das Thema zu erreichen.
Was machen die “großen” auf YouTube mit dem Thema Drosselkom?
SemperVideo, die sich insgesamt viel mit Themen rund um das freie Netz beschäftigen, haben unter SemperCensio gleich eine dreiteilige Videoreihe veröffentlicht. Dort beschäftigt man sich vor allem mit der Gefährdung der Netzneutralität durch die Pläne der Telekom. Und als naheliegendes Beispiel diskutiert man hier natürlich die Forderung der Telekom an YouTube, für ungedrosselte Videozugänge doch einfach was zu zahlen.
Das gleiche Thema griff auch Mr. Trashpack auf, der mit seinen wöchentlichen YouTube-News 150.000 Abonnenten erreicht. Er fasst die Konsequenzen für die YouTube-Nutzerschaft so zusammen:
“Das wäre für Leute, wie uns Youtuber, besonders … alter what the Fuck, das ist der größte Abfuck ever.”
Außerdem würde die Telekom die Schuld an der angeblichen Netzüberlastung auf Heavy-User und damit indirekt auf die YouTube-Nutzer abwälzen. Die Forderungen der Telekom gegenüber YouTube werden erwähnt, in ihren negativen Auswirkungen jedoch nicht erklärt. Für den unbedarften Nutzer mag es daher zunächst einmal vorteilhaft klingen, wenn YouTube Geld an die Telekom zahlt, statt man selbst.
Auch YouTube-Star LeFloid, der aktuell über 600.000 Abonnenten zählt, hat sich dem Thema in seiner Show “LeNews” angenommen: “MÖRDER FACEPALM – Internet ist ausverkauft…”, versucht er das Thema auf seine gewohnt humoristische Weise den Menschen nahe zu bringen. Der Themenkomplex Netzneutralität wird nicht erwähnt.
Was zeigt uns also dieser kurze Blick in die Welt von YouTube?
Das Thema Internetdrosselung hat ein enormes Potential zu mobilisieren, schließlich sind 46% der Breitbandnutzer Telekomkunden. Doch der Komplex Netzneutralität bleibt wenig verbreitet und scheint schwer vermittelbar. Wollen wir die junge Generation langfristig für Netzthemen begeistern, so müssen dringend Erklärstücke und Narrative folgen, die es schaffen, die Konsequenzen einfach und schnell verständlich zu machen.
Aber mit Humor!
Denn die jungen Generation ist hier eine ganz andere Sprache gewohnt. Netzcomedians wie Ytitty wissen das – und binden mit ihren Videos Millionen. Immer häufiger wenden sie sich auch ernsteren Themen zu, wie beispielsweise der GEZ (neudeutsch: Beitragsservice). Dabei haben die YouTuber eine Sprache gefunden und Formate entwickelt, mit denen sie auch ernste Themen lustig, teilweise klamaukig, an eine jüngere Zielgruppe verständlich vermitteln können. Die Space Frogs haben es beispielsweise mit ihrem Video zu ACTA vorgemacht.
Sicher: Durch die starke Vereinfachung fallen viele Details hinten runter. Doch gerade die etablierten Netzaktivisten können hier noch eine Menge lernen wenn es darum geht, für ein Thema zu sensibilisieren, Bewusstsein zu schaffen und zu mobilisieren. Gerade daran ist die “Netzgemeinde” zuletzt beim Leistungsschutzrecht grandios gescheitert.
Und die Zeit drängt: Wenn die Telekom es schafft, mit weiteren Beschwichtigungen und Abmilderungen (wie z.B. “echte Flatrate”-Zusatztarifen) die Empörung bezüglich der Drosselung abzuschwächen, dann verpufft auch die Möglichkeit, das sperrige aber wichtige Thema der Netzneutralität in den Vordergrund zu rücken. Und das vor allem bei einer hochgradig vernetzten, jungen Generation, die einfach nur die richtige Ansprache bräuchte.
Die Telekom hat eine Grafik veröffentlich, die zeigt was man nicht mit 75GB im Monat alles machen kann. Das liest sich toll. 20 Stunden Videostreams und 1000 Webseites etc…
Interessant wird es aber, wenn man das ganze mal auf eine 4-köpfige Familie runterbricht. Das hat Marc in den Kommentaren von netzpolitik mal gemacht und ich habe getan, was man damit tun muss: In die Grafik eingefügt.
Wer sich dagegen ein bisschen zu Wehr setzen möchte kann zumindest verhindern, dass die Telekom die Netzneutralität mit Füßen tritt und diese Petition unterzeichen.
Auch unser Video eigent sich natürlich weiterhin zur Aufklärung und weiterverteilen. ;)
Zeit für eine neue Ausgabe Netzsehenm die Show in der Alex Boerger und ich in die Welt von Youtube tauchen und sehenswerte Kanäle vorstellen.
Diesmal mit einem der meistgehassten und der meistgeliebten Youtuber. Ersterer ist JuliensBlog, der sich mit Massenbeleidigungen und Provokationen wohl genauso viele Feinde gemacht hat, wie treue Fans um sich geschart. Er fing an mit Rapanalysen und rappt inzwischen selbst. Sein eigenes Musikvideo „11. September“ steht auf dem Index. Aber der Junge kann auch intelligent und arbeitet für den NDR, aber alles weitere dazu im Video.
Die zweite Youtuberin ist Coldmirror und sie wird glaube ich von allen Youtubern respektiert, wenn nicht vergöttert. Mit der Neusynchronisation von Harry Potter baute sie sich in den frühen Tagen von Youtube eine Fangemeinde auf und hat heute bei hr/youFM eine eigene Fernsehshow, mehr von ihr in Part 2 der Folge.
Achso, die Morgenlinks mussten heute leider ausfallen, weil mein MacBook die Biege gemacht hat. Ich hoffe ich kann da schnell Ersatz finden und dann gehts wieder weiter, solange bietet Netzsehen auf jeden Fall gute Unterhaltung.
(shawnblanc.net, Shawn Blanc)
In einem Portrait über Präsident Obama in der Vanity Fair spricht er auch darüber, wie er es schafft so viele Entscheidungen zu treffen. Der Trick: Kleine Entscheidungen obsolet machen, so hat Obama beispielsweise nur noch blaue und graue Anzüge. Schließlich zeigen Studien, dass sich die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen über den Tag abschwächt.
(zeit.de, Tina Hildebrandt)
Zeit Online über die Entwicklung der heute show und ihr Geheimrezept gegenüber normalen Nachrichten: Sie bietet eine Haltung an der sich die Leute orientieren und reiben können. In der Richtung kommt sie der Daily Show tatsächlich immer näher und mit Peter Altmaier hatte man nun auch einen Bundesminister zu Gast.
(spreeblick.com, Johnny & Tanjy Häußler)
Tanja und Johnny Häußler haben auf der re:publica spontan ihre Session gekippt, um stattdessen im Quadrat über das Bildungssystem abzukotzen. Kurzer Auszug:
Was früher ein Freundeskreis war,
Heißt heute “Soziales Umfeld”.
Was wir einmal Familie nannten,
heißt heute „Soziale Herkunft“.
Und es meint:
schwierig,
bildungsfern,
desintegriert,
desinteressiert.
Wann fing das an,
dass man “sozial” sagt
und “asozial” meint?
(Daniel Bröckerhoff, Stry.tv)
Daniel Bröckerhoff, Redakteur für NDR Zapp, sucht gerade per Startnext Kapital für eine Reportage-Reihe. Das Thema: „Gebt mir meine Daten zurück!“ Unterstützenswert.