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Medien morgenlinks

Was wurde öfter geklickt als jeder NYTimes Artikel?

The New York Times‘ Most Popular Story of 2013 Was Not an Article

(Robinson Mayer, TheAtlantic.com)
Das meistgeklickte Stück der New York Times war kein einfacher Artikel, sondern eine kleine News App. Übrigens entwickelt von einem Praktikanten.
[quote_box_center]Think about that. A news app, a piece of software about the news made by in-house developers, generated more clicks than any article. And it did this in a tiny amount of time: The app only came out on December 21, 2013. That means that in the 11 days it was online in 2013, it generated more visits than any other piece[/quote_box_center]

Was bedeutet das für die Zukunft? Werden wir also deutlich mehr News Apps oder News Games sehen?

Ezra Klein illustrates why news orgs should embrace the network

(Dan Kennedy, niemanlab.org)
Im letzten Jahr haben viele große Journalisten ihre angestammten Medienmarken verlassen, um eigene neue Projekte zu gründen. David Pogue ist von der New York Times zu Yahoo, Walt Mossberg hat AllthingsD und das Wall Street Journal für Re/Code verlassen, Glenn Greenwald geht vom Guardian und zuletzt verliert die Washington Post Ezra Klein.
Dan Kennedy entspinnt daraus eine Idee, das News Organisations in Zukunft eher wie Netzwerke funktionieren sollten, die starken Marken Unterstützung in Vernetzung und der Werbeakquise anbieten. Sehr spannender Ansatz.

Gegenwehr – Journalisten als Aktivisten

(Daniel Bröckerhoff, NDR Zapp)
Nach Glenn Greenwalds Keynote auf dem 30c3 entspann sich eine Debatte über den Übergang zwischen Journalismus und Aktivismus und den Grundsatz, dass Journalisten sich nicht mit einer Sache gemein zu machen haben, auch keiner guten. ein Großteil der Debatte wurde auf Twitter geführt und krankte glaube ich vor allem an unterschiedlichen Definitionen von Aktivismus. Daniel Bröckerhoff hat für Zapp mit Schere und Stift aber nochmal schön zusammengefasst.

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Kleines Fernsehen Medien Netz & Youtube News & TV 2.0

Nur ein Knopfdruck und lean-forward ist nicht mehr anstrengend

Volker Herres sprach beim TV 2.0 Summit 2013 davon, dass der Couch-Potato nicht so bald aussterben wird und nutzte dies als Argument, dass lineares Fernsehen durchaus noch eine Zukunft vor sich hat. Abends abschalten und einschalten, lautet das stets skizzierte Szenario und geht weiterhin davon aus, das auch in Zukunft das lineare Programm die bequemste Möglichkeit bleibt. So beruhigen sich die Fernsehmacher stets, dass ihr Medium auch in Zukunft relevant bleibt, ihre Nutzungssituation einmalig bleibt. Es ist die Hoffnung, das man weiter Programmmacher braucht, weil es umständlich bleibt sein eigener zu sein. Doch wie groß ist dieser Vorsprung noch?

Der Vorsprung beträgt nur einen Knopf

Der Vorsprung beträgt einen Knopf. Den Einschaltknopf. Das Fernsehen macht es eben sehr einfach es einzuschalten und mit zwei Knöpfen durch die Programme zu zappen. YouTube hat das Problem, dass ich vor dem Suchschlitz sitzen kann und nicht weiß was ich eingeben soll. Die Startseite hat immer noch das Problem von zu viel Auswahl und generellen Empfehlungen. Wie wäre es stattdessen, wenn YouTube einen globalen Einschaltknopf einführen würde?
[quote_right]Ein einfacher Play-Button auf der YouTube-Startseite[/quote_right]Ein einfacher Play-Button, zentral auf der Startseite. Ich drücke einfach einmal Play, so einfach wie am TV-Gerät oder sogar auf dem TV-Gerät und es werden YouTube-Videos abgespielt.  Aber nicht einfach zufällige YouTube-Videos, sondern viel genauer auf mich zugeschnitten, als jeder Spartenkanal. Schließlich kennt Google meine Vorlieben, weiß was ich vorher und gerne auf YouTube geschaut habe. Dann laufen dazu passende Video durch, zusammen mit neuen Clips meiner abonnierten Kanäle und denen, die meine Freunde in sozialen Netzwerken geteilt haben.

Plötzlich ist aus lean-forward, lean-back geworden

Und plötzlich ist aus lean-forward, lean-back geworden mit einem hochpersonalisiertem Angebot. Jeder der schon mal in einen YouTube-Rausch geraten ist, in dem er sich von einem Video zum nächsten geklickt hat, weiß dass die Vorschläge von YouTube hochrelevant sind. Mit den Playlists bewegt sich YouTube schon länger in diese Richtung und auch die YouTube-Mixes die einem zu jedem Video angeboten bekommen gehen in diese Richtung. Noch landet man jedoch immer auf einem einzelnen Video, dass nicht im Anschluss beliebig weiterläuft, aber YouTube will die Watchtime, die Zeit die der Nutzer auf der Seite verbringt in Zukunft massiv erhöhen. Längst hat die Watchtime die reinen Viewzahlen als wichtigste Metrik abgelöst. Eine permanente Wiedergabe, wäre das einfachste Mittel, diese weiter zu steigern und den Nutzer konstant mit Video zu versorgen, die ihn interessieren.
YouTube ist hier nicht alleine,  Netflix mit seinem Big Data Hintergrund ist ebenfalls sehr gut darin dem Nutzer passende neue Filme und Serien vorzuschlagen. Big Data kann hier tatsächlich der bessere Programmdirektor sein. Und hat der Nutzer einmal eine passende neue Serie gefunden, ist er sowieso mit Binge Watching beschäftigt und in seinem ganz eigenen Audience Flow.

Der Entdeckungsalgorithmus ist das wichtigste Element für die Zukunft

Auch Daniel Heaf von der BBC betonte beim TV 2.0 Summit, dass der Entdeckungs- und Vorschlagsalgorithmus das wohl wichtigste Element für die Zukunft des (Online-)Fernsehens ist. Hier müssen die meisten Fernsehsender nachrüsten, wenn sie YouTube und Google nicht das gesamte Feld überlassen möchten. Bislang bieten die meisten Mediatheken statt relevanten Vorschlägen nur einen Denselben-Beitrag-Nochmal-Ansehen-Button.

Diesen Artikel habe ich zuerst für das TV 2.0 Blog des erwähnten Summit geschrieben
Bild: Montage unter Verwendung von  CC-BY michitux

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morgenlinks

Social Media Geheimnisse | morgenlinks

Leider schaffe ich die morgenlinks diese Woche nur ohne Video, weil es morgen nach Hamburg geht und ich noch an einem Kundenvideo sitze. Aber es gibt zu viele spannende Links, als dass ich dich ohne Links zurücklassen möchte. Also los gehts:

If a tweet worked once, send it again — and other lessons from The New York Times’ social media desk

(Michael Roston, niemanlab.org)
Lehren vom Social Media Desk der New York Times. Viel spannendes für Redaktionen dabei, zum Beispiel wie sie auch die persönlichen Twitter-Accounts der einzelnen Redakteure retweeten um deren Marke zu stärken. Spannende Blick auf die Social Media Geheimnisse der New York Times.

Die digitale Kränkung des Menschen

(Sascha Lobo, faz.net)
Die dpa meldet, dass Sascha Lobo beleidigt ist, weil jemand sein Internet kaputt gemacht hat. Aber inzwischen gibt es auch den ganzen Text online. Er ist sehr lesenswert und wie so oft bei Lobo weniger platt, als die Zusammenfassungen erwarten lassen. Mich würde aber auch deine Meinung interessieren, also schreib mir doch gerne, was du dazu meinst.

Sponsor gesucht

Damit ich in Zukunft nicht andere Videos oder Beschäftigungen vorziehen muss, würde mir ein Sponsor sehr helfen, das hier am Laufen zu halten. Wenn du also, viele Gleichgesinnte erreichen möchtest, oder jemanden kennst, dem das so geht: Melde ich.
 

Herausforderung Startseite im Journalismus – Redakteur vs. Algorithmus

(Björn Schuhmacher, björn-schuhmacher.info)
Über algorithmisch erstellte Zeitungen, hatten wir es beim Guardian bereits. Nun macht sich auch Björn Schuhmacher Gedanken, wie Algorithmen eine journalistische Startseite unterstützen können, er hat vor kurzem einige neue Lokalseiten gestartet. Sein Fazit:
[quote_box_center]Der Redakteur sollte weiterhin die Hoheit über die Startseite und die Inhalte behalten, aber er kann mit Hilfe der Technik die Reichweite der Artikel steigern.[/quote_box_center]

Damit du die morgenlinks nächste Woche nicht verpasst abonniere am Besten den Newsletter.
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morgenlinks

Frechness siegt & ein unbeschriebenes Blatt für 2014

Frechheit siegt

(Constatin Seibt, tagesanzeiger.ch) Constatin Seibt, den ich hier sicher schon zigmal verlinkt habt, schreibt „Frechheit ist – im Gegensatz zu jeder anderen Industrie – im Journalismus eine der wichtigsten Waren: als Rohstoff, Haltung und Produkt.“ Und zählt einige Beispiele auf, wie Jon Stewart, der vom jungen Publikum inzwischen als beliebtester Nachrichtenmoderator gilt, oder in Deutschland die „heute show„. Von mir noch ein Beispiel, das es mit Frechheit zu einer Menge bringt: Tilo Jung mit seiner Sendung „Jung & Naiv“. Absichtlich stellt er in seiner YouTube Sendung den Politikergästen naive Fragen und kommt damit zu direkteren Antworten, als viele Journalistenkollegen.

Building a better nest: Inside Twitter’s continuous redesign

(Casey Newton, theverge.com) Schöner Artikel bei The Verge mit einem Blick hinter die Entwicklungskulissen von Twitter. Wie man sich konstant verändert. Dabei wird man auch ein gutes Stück mehr Facebook… Ich glaube ja die Tage des Streams sind gezählt.

The Builder’s High

(Michael Lopp, randsinrepose.com) Der perfekte Artikel zum Jahresstart von Michael Lopp: [quote_box_center]Is there a Facebook update that compares to building a thing? No, but I’d argue that 82 Facebook updates, 312 tweets, and all those delicious Instagram updates are giving you the same chemical impression that you’ve accomplished something of value. Whether it’s all the consumption or the sense of feeling busy, these micro-highs will never equal the high when you’ve actually built.[/quote_box_center] Lasst uns 2014 eine Menge zusammen bauen.

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morgenlinks Viralität Youtube News & TV 2.0

Der Untergang der Blogs & der Welt

Ich hab tatsächlich noch eine Weihnachtsausgabe geschafft und hoffe der Newsletter generiert nicht nur Auto-Responder. Hab mir fürs Video doch extra eine Mütze angezogen

 

 

The veracity of viral

(niemanlab.org, Felix Salmon)
Das Niemanlab hat Menschen aus allen Ecken der Medienwelt, zu ihrer Vision für 2014 befragt. Darunter z.B. Jason Kottke, der mit kottke.org, das am längsten durchgängige Blog betreibt und der schreibt, dass die Blogs inzwischen gestorben sind. Eine insgesamt spannende Serie, durch die man sich über die Feiertage mal durchklicken kann. Ich habe die Vorhersage von Felix Salmon verlinkt, der sagt das wir uns 2014 noch intensiv mit viralen Geshichten und ihrem oft fehlenden Wahrheitsgehalt auseinandersetzen müssen und sich Medienunternehmen überlegen müssen, ob sie auf virale Züge aufspringen, um Klicks abzugreifen, oder ob sie lieber seriös bleiben.

 

Das Internet als Retter des Fernsehens – Linearer Sternenstaub

(taz.de, Julie Neumann)
Die taz über journalistische Formate auf YouTube. Auch ich hatte ja schon über die YouTube-Nachrichten „Was Geht ab?!“ und die Forderung nach einem öffentlich-rechtlichen YouTube-Netzwerk geschrieben. Die taz fast schön zusammen, was sich in diesem Feld gerade so alles tut.

 

How The Media Will Report The Apocalypse

(buzzfeed.com, Tom Phillips)
Es gibt wohl keinen besseren Abschluss für dieses Jahr als einen Buzzfeed Artikel. Eine herrlich satirische
Zusammenstellung, wie unterschiedliche Medien den Weltuntergang begleiten würden.

 

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Was läuft falsch bei den Zeitungen? | morgenlinks

 

What was wrong with newspapers in 1965?

(Jim Reomenesko, jimreomensko.com)
Die Kritik an Zeitungen und der Eindruck, dass da was falsch läuft ist älter als das Internet. In 1965 hat Newsweek schon gefragt: „What’s wrong with newspapers?“ und interessanterweise sind die Kritikpunkte von damals beinahe dieselben wie heute: Zu langsame Adaption von neuen Technologien, schlechte Bezahlung der Journalisten und eine lieblose Zusammenstellung.

 

Algorithmic generated Guardian Newspaper

(Rene Walter, Nerdcore)
Tatsächlich lieblos ist dabei die Zusammenstellung eines neuen Projektes des Guardian. Diese übernehmen nämlich Roboter, beziehungsweise Algorithmen. „The Long Good Read“ heißt die daraus entstehende Gratiszeitung, die wöchentlich die besten und beliebtesten Texte zusammenfasst. Ist das die Zukunft?

 

Im Bett mit Embed

(Jörgen Camrath, joca.me)
Artikel von Zeitungen genauso einbinden, wie YouTube-Videos oder Tweets. Wie das aussehen könnte hat sich Jörgen Camrath mal überlegt. Ich finde es sicher nicht für alles passend, aber würde uns in Deutschand mit dem Leistungsschutzrecht in Kraft vermutlich helfen.

 

Die letzet Ausgabe der morgenliunks vor Weihnachten, wie es aussieht. Wenn ihr aber im neuen Jahr dabei sein wollt, wenn es um die Zukunft der Medien und des Internet geht, dann abonniert am Besten den Newsletter:

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Viralität

Was würde eigentlich Joseph Pulitzer zu BuzzFeed sagen?

Was würde eigentlich der große Joseph Pulitzer zu der Art sagen, wie BuzzFeed und Co. heutzutage Nachrichten aufbereiten? Der Mann hat ja eine Menge kluge Sachen gesagt, unter anderem auch diese Anleitungen für die Verbreitung von Nachrichten:

[quote_box_center]Put it before them briefly so they will read it,
put it before them clearly so they will appreciate it,
put it before them picturesquely so they will remember it

and, above all, put it before them accurately so they will be guided by its light.[/quote_box_center]

Kurz, klar, bildlich? Das kann BuzzFeed. Stärker als auf Listen kann man Nachrichten ja kaum runterbrechen und beinahe alles wird konsequent mit GIFs bebildert.

[quote_left]“Put it before them picturesquely so they remember it.“ [/quote_left]Das bedeutet natürlich nicht, das alles was BuzzFeed macht gleich pulitzer-preisverdächtig ist. Auf gar keinen Fall. Man kann sich auch Streiten, wie viele der Listicles überhaupt nachrichtlichen Inhalt haben.  Ich möchte dem guten Mann auch nicht die Worte im Mund herumdrehen, auf das er dasselbe nicht in seinem Grabe tun muss, aber in dem Satz oben geht es  auch nicht um Inhalte sondern um die Form. Und da, das haben wir ja auch in den letzten Morgenlinks angesprochen, können sich Journalisten noch einiges abgucken, um News zu einer Verbreitung zu verhelfen. Schließlich fängt auch jeder Satz mit „put it before them“ an und „them“ sind heute eben die meiste Zeit auf Facebook unterwegs, also muss man dahin um ihnen etwas vorlegen zu können.

Nun liegt der Erfolg von BuzzFeed nicht alleine an der Form, sondern vor allem auch an der hochgradigen Emotionalisierung der Inhalte. Jede Überschrift enthält neben einer Zahl ein sehr bildliches Adjektiv, wie „shocking, amazing…“ und hier kommt man schnell in Konflikt mit dem letzten und wichtigsten Punkt: Der Sorgfältigkeit. [quote_right]“Above all, put it before them accurately.“ [/quote_right]Wenn ich alles auf Emotionen und in ein Listenformat biege, fange ich schnell an auch Fakten zu verbiegen.  Doch insgesamt wir Journalismus schon lange gelehrt, möglichst die Emotionen vorzubringen, um den Nutzer mitzunehmen.
Die Frage ist immer wie gut man das macht.
Deshalb ist ja auch nicht aller Journalismus pulitzer-preisgekrönt.

Bild: AttributionShare Alike Some rights reserved by sigsegv

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morgenlinks Viralität

So geht viraler Content richtig | morgenlinks

Planet Money makes a T-Shirt

(npr.org)
Tolles Multimedia Erklärstück von NPR über den Weg eines T-Shirts. Besonders finde ich hier, dass die Story auch rein über die Videos funktioniert und ich dann bei bestimmten Aspekten tiefer in den Text eintauchen kann. Das ist nämlich noch ein
Experimentierfeld bei dieser Art geschichten zu erzählen: Wie fürhre ich den Zuschauer durch den Erzählstrang und wo nehme ich ihn an die Hand oder lass ihn umherwandern, ohne dass er gleich das gefühl hat etwas zu verpassen.

 
Viral done right

(Ann Firedmann, cjr.org)
Wieviel BuzzFeed darf nun Journalismus? Das Columbia Journalism Review arbeitet heraus, welche Aspekte man sich herausgreifen darf und wo man sich insprieren lassen sollte, ohne in inhaltsleere Clickbaits abzudriften.

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Snowden and Greenwald: The Men Who Leaked the Secrets

(Janet Reitman, rollingstone.com)
Tolles Portrait im Rollling Stone über die zwei Männer hinter den Leaks. Seit der Videoaufzeichnung habe ich es auch komplett durchgelesen und kann sagen: Ja, es lohnt sich.

 

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Bewegen & Beschäftigen Youtube News & TV 2.0

Der Versuch eines regionalen YouTube Nachrichten-Formats

Regionale Nachrichten auf YouTube in einem kurzen, ansprechenden Format, dass ist der Versuch hinter Spundekäs.

Ich bin ja derzeit teilzeit für die Verlagsgruppe Rhein-Main tätig, die unter anderem die Allgemeine Zeitung in Mainz aber auch den Wiesbadener Kurier herausbringt. Darüberhinaus hat man hier auch im Haus eine eigene Magazin-App entwickelt und die „Äppsch“ veröffentlicht, die wöchentlich regionale Themen auf Tablet und Smartphone präsentiert. Als multimediale web 2.0 cross- transmediale Erweiterung haben wir uns außerdem ein regionales YouTube Nachrichten Format überlegt:

Das Spundekäsblatt, benannt nach der regionalen Spezialität Spundekäs, soll alle zwei Wochen regionale Themen aufgreifen und eben in einem YouTube- und webvideogerechten Format behandeln. Etwas kürzer, ein bisschen frecher und diskussionsfreudiger, als man das vielleicht sonst aus dem Lokaljournalismus gewohnt ist,  versuchen Ulla Niemann und ich dort darin Themen zu präsentieren die Mainz & Wiesbaden betreffen, aber auch über die Region hinausstrahlen. Zuletzt zum Beispiel berichteten wir über der Bau einer neuen Geheimdienstanlage in der Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim, von der es heißt, dass auch die NSA es sich dort gemütlich machen könnte.

(Da Ulla derzeit im Urlaub ist, habe ich darin alleine vor der Kamera herumgehampelt).

Ansonsten geht es oft um Bauvorhaben in der Region, zum Beispiel um das geplante ECE-Einkaufszentrum in Mainz. ECE betreibt in ganz Deutschland gläserne Konsumtempel und hat nun auch der Stadt Mainz versprochen für mehr Kundschaft zu sorgen. Ein Thema über das man wunderbar diskutieren kann.

Gedreht & geschnitten wird das Ganze übrigens von einem YouTuber: Aidien von thePort. Das Ziel dahinter ist klar: Eine Zielgruppe erreichen, die vielleicht nicht mehr ganz so oft eine Zeitung in die Hand nimmt. Deshalb haben wir als Social Media Begleitung auch tumblr gewählt. Einmal, weil wir dort im Gegensatz zu Facebook noch nicht präsent sind und man ja immer mal Neues ausprobieren sollte. Außerdem ist genau dort auch eine Zielgruppe unterwegs, die man guten Gewissens als zeitungsfern bezeichnen kann. Es ist dabei gar nicht so einfach auf tumblr Kontakte aus der Region zu finden, geschweige denn Inhalte. Diese bestehen nämlich tatsächlich oft aus Pornografie und Nacktfotos. Aber es gibt auch tolle Fotografen und Geschichtenschreiber in der Region, die man aufgreifen und ansprechen kann.

Das Schöne ist, dass wir ausprobieren und uns sicher noch verbessern können, aber uns schon ganz gut an ein Format herangetastet haben, das auf YouTube funktioniert und nicht nur Boulevard-Themen spielt. Die Abrufzahlen sind zwar noch keineswegs astronomisch, in welche Höhe die mit rein regionalen Inhalten klettern können, steht aber auch nochmal auf einem eigenen Blatt.

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morgenlinks Siebbelag Viralität

Die Kraft hinter Social Media Marketing | morgenlinks

 


Wie findest du Wasser?

(Dirk von Gehlen, dirkvongehlen.de)
BuzzFeed ist mal wieder Thema. Ist das nun Journalismus oder nicht und wenn ja wieviel? Dirk von Gehlen geht mal zwei Schritte zurück und sagt das Wichtigste: Es geht um digtale Verbreitung und hier hat BuzzFeed eben eine neue Währung gefunden. Außerdem schaffen sie es sehr genau Nischen mit viralem Content zu bedienen.

 

Riding the Hashtag in Social Media Marketing

(David Segal, NYtimes.com)
Die New York Times portraitiert Gary Vaynerchuk, der einmal die Woche seine rund eine Millionen Twitter-Follower fragt: „Is there anything i can do for you?“. Ausserdem ist er Gründer von VaynerMedia, die verantwortlich sind für eine große Menge von Ads, die nahe am Content liegen oder irgendwo dazwischen. Spannendes Stück zu Social Media Marketing und wie es einfacher wird mit Facebook zielgenau immer günstiger Zielgruppen zu erreichen und das die Werbebudgets wandern lässt.

(Hattip an @alexmatzkeit)

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*In einer früheren Version dieses Artikels

(Hakan Tanriverdi, kleinerdrei.org)
@HakanTee ist junger Journalist und nach der DJS nun bei der Süddeutschen. Er hat aber auch das Blog kleinerdrei mitgegründet und schreibt dort auf, wie es ist nach jeder Artikelveröffentlichung sich vor Fehlern zur fürchten. Dem kleinen Korrektursternchen am Ende des Satzes.

 

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