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Bachelor: Keine Zeit für Bildungsstreik

Auch unsere Uni brennt; seit 3 Wochen ist jetzt das Auditorium Maximum von Studenten besetzt. Inzwischen vom Uni-Präsidenten toleriert, harren dort Tag und Nacht einige tapfere Studenten aus. Nach meinem Eindruck sind das allerdings selten die geschundenen Bachelor die dort gegen ihre Studienbedingungen aufstehen. Die haben für so etwas nämlich gar keine Zeit.

Schließlich haben sie in den meisten Veranstaltungen Anwesenheitspflicht und wer dort mehr als 2 mal fehlt, egal ob entschuldigt oder nicht, hat die Veranstaltung nicht bestanden. Nachholen kann er sie meist nicht mal im nächsten Semester, da die Veranstaltungen nicht jedes Semester angeboten werden und wenn er noch mehr Pech hat kann er auch die anderen Veranstaltungen nicht besuchen, da diese auf dem Modul aufbauen, dass er oder sie dann nicht bestanden hat. So hat man ruckzuck ein Semester mehr auf dem Studienkonto und glaubt man den Studienberatern ist das Gift für den Lebenslauf.

Man könnte den Bachelor ja vorschlagen in ihren Freistunden für ihre Rechte einzutreten, aber auch da sieht es mau aus: Konnte ein Magister oft noch mit 10-12 Wochenstunden durch das Semester schlendern (vieles davon als Sitzschein deklariert) kommen die Bachelor locker auf das doppelte Pensum von 24-26 Semesterwochenstunden. Dazu werden alle Veranstaltungen auch noch in irgendeiner Weise abgeprüft, sei es Referat, Hausarbeit oder Klausur und sind wie oben erwähnt auch meist Anwesenheitpflichtig. Vor- und Nachbereitung sind da noch nicht eingerechnet.

Besetztes Audimax an der Uni Mainz

Für Proteste oder studentisches Engagement ist auch gar keine Zeit eingeplant, denn die Bachelorstudiengänge sind allesamt als Vollzeitjob kalkuliert. Schuld daran sind die so genannten ECTS-Credits die für eine bessere internationale Vergleichbarkeit sorgen sollten. In einem Studienjahr muss ein Student im Regelfall 60 solcher „Credit-Points“ sammeln, in der Konzeption steht jeder davon für 25-30 Stunden Arbeit, dass macht einen Arbeitsaufwand 1.500-1.800 Stunden im Jahr, bzw. eine 40 Stundenwoche bei 6 Wochen Urlaub. Ein Fulltimejob. Wann Studenten da noch Zeit haben sollen ihren Lebenunterhalt mit einem Nebenjob zu verdienen,oder schlimmer noch in CDU-Länder das Geld für die Studiengebühren aufbringen sollen, bleibt vollkommen unbeantwortet. Angesichts solcher Sorgen noch gegen die Studienbedingungen und für mehr Mitbestimmung auf die Straße zu gehen…

Höre ich mich unter meinen Kommilitonen um, begegnet mir aber ab und zu auch ein anderer Grund den Protesten gegenüber skeptisch zu sein: Angst, dass sich tatsächlich was ändern könnte. „Was, wenn die Bachelorreform zurück genommen wird? Wenn sie alles umschmeissen?“

Die Bachelorstudenten leben mit der Angst, ihren Versuchskaninchenstatus ihr Leben lang nicht mehr loszuwerden. Sie fürchten, dass der Bachelorabschluss, dessen Akzeptanz schon jetzt absolut unsicher ist, noch weiter Schaden nehmen könnte und sie auf ewig gebrandmarkt bleiben als eine Studentengeneration, an der man ziellos herumgedoktort hat, die dann mangelhaft ausgebildet auf den Arbeitsmarkt losgelassen und dort nicht angenommen werden.

Mehr Informationen zu den Studentenstreiks findet man vor allem über Twitter unter den Hastahgs #unibrennt, #unsereuni und #bildungsstreik.

Foto unter CC von knicolai

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Video Zeitung

Riesen Display, unendliche Akkulaufzeit, Blättern statt scrollen

Ich weiß, wir sind ein Feuilleton, trotzdem muss ich jetzt nochmal über ein gadget bloggen. Das ding ist der Hammer: Super Flach, riesen Display, undendliche Akkulaufzeit und alle News kommen per Flatrate. Wie geil ist das denn??!   [via]

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Großes Kino Video

B ETWE EN (Kurzfilm)

Während sich Nerdcore vor allem an David Lynch erinnert fühlt, was angesichts der spektakulären Fahrten durch den Untergrund auch gerechtfertigt ist, versetzt mich der Kurzfilm „Between“ von Tim Bollinger in den gestrigen Kinobesuch von Lars von Triers „Antichrist“ zurück. In dem setzt der dänische Regisseur, entgegen seinem früheren Dogma für mehr Realismus nämlich ähnliche Super-SlowMos und Computereffekte ein. In beiden Fällen entsteht dabei eine Surrealität und Beklemmung. Happy Halloween in Between.    [via]

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Netz &

Phishing Attacke auf Twitter!

Achtung, gerade machte eine Fisting Phishing Attacke auf Twitter die Runde und zwar funktioniert das Ganze über Direct Massages, die man von Leuten bekommt, denen man folgt. In diesen ist ein Link enthalten, klickt man darauf wird der eigene Account übernommen und von dem werden dann wieder DMs an alle Follower geschrieben.

Eines der ersten Opfer war @gutjahr, der sich hier auch in einem Video bei seinen belästigten Follower entschuldigt

Auch bei mir fand sich gerade eine DM mit folgendem Text im Postkasten:

hi. this works. i feel better and look great. http://link.info ((Link verfremdet))

Sollte es einen erwischen und man hat auch den Link geklickt, hilft wohl nur so schnell wie möglich das eigene Passwort zurücksetzen, bzw ändern und auf das Verständniss der Follower hoffen.

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Netz & Video

Celebrity Twitter Overkill

Was ist nur aus der Twittersphere geworden, seit dem dort alle A – E Prominenten um Aufmerksamkeit buhlen und damit das wirklich spannende Leben von uns J-Promis in den Hintergrund drängen. Der Nachfolger von legendäre „Twouble with Twitters“ beweist stringent, dass Ashton Kutcher schon Trucker-Caps uncool gemacht hat und das selbe Schicksal nun auch Twitter droht. Egal, im logging in, you should follow me on Twitter.

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Featured Netz & Politik

Warum die Netzsperren jetzt so einfach verschwinden

Die Netzgemeinde darf sich gratulieren, ihrem gemeinsamen Engagement und ihrer Unnachgiebigkeit ist es zu verdanken, dass die Internetsperren nun gekippt bzw. verschoben wurden.

Gleichzeitig wird klar, was das „Zugangserschwerungsgesetz“ von Anfang war: eine Wahlkampffarce. Frau von der Leyen roch die Gelegenheit, sich als Amazone im Kampf gegen die Kinderpornografie zu profilieren. Mit dem Widerstand bei einer so ehrenvollen Aufgabe hatte sie nicht gerechnet und konnte ihn mit Hilfe der Bild-Zeitung zum Glück noch übertönen. So naiv zu glauben, das Gesetz könne tatsächlich etwas gegen die Verbreitung ausrichten, waren wohl auch nur deren Leser. Wahrscheinlich hat man nicht einmal in der CDU daran geglaubt. ((Das BVG hätte es mit Sicherheit nicht.))
Deswegen fällt das Gesetz jetzt auch bereitwillig (bzw. wird für ein Jahr ausgesetzt), denn nun kann es einem neuen Zweck dienen: die FDP vor dem Ruf als Umfaller bewahren. Den Liberalen hilft es, ihr Profil als Bürgerrechtspartei zu schärfen, ohne wirklich etwas bewegen zu müssen. Der Beschluss wurde natürlich auf Twitter und Co. mit einigem Beifall aufgenommen und schaffte es vielerorts über die restlichen Verhandlungsergebnisse hinwegzutäuschen. So wird der Zugriff auf die  Daten der Vorratsdatenspeicherung nun zwar auf „schwere Gefahrensituationen“ beschränkt, gespeichert wird aber weiter unvermindert. Kai Biermann spricht bei Zeit Online von einem Phyrrus-Sieg. „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“. Dass für so ein Schmierentheater demokratische Grundsätze auf Spiel gesetzt werden, ist und bleibt mehr als verwerflich. ((Shame on you, Zensursula!))

Gespannt darf man sein, wie es mit der politischen Bewegung im Netz weiter geht, nun, wo das einigende Thema Nummer 1 erst einmal vom Tisch ist. Wird sich die politische Aufmerksamkeit der Blogosphäre erhalten? Werden die zahlreichen Blogs bereitstehen, wenn es in einem Jahr darum geht, ob man nun vielleicht doch lieber sperrt statt löscht? Bleiben die Netzsperren das politische Erweckungserlebnis der Blogs in Deutschland, oder fallen sie bald wieder in ihren Siebenschläferschlaf?

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„Grundeinkommen“ bedingungslos downloaden

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein spannendes Konzept, das über alle Parteigrenzen hinweg kontrovers diskutiert wird. Im Kern geht es darum, dass jeder Bürger bedingungslos einen gewissen Betrag erhält, z.B. 2000 €, dafür werden eigentlich alle anderen Staatszuwendung, Steuererleichterungen etc. gestrichen.

Im Februar hatte eine ePetition in Deutschland über 52.000 Unterzeichner gefunden und wird wohl demnächst (?) vor dem Parlament verhandelt werden. In der Schweiz kümmert sich der Filmemacher Daniel Häni, den die taz heute ausführlich portätierte, um einen Volkesentscheid für ein bedingungsloses Grundeinkommen über 1.500 € für jeden Schweizer. Um sein Vorhaben voranzutreiben hat Häni den Filmessay „Grundeinkommen“ gedreht und reist damit durch die Schweiz, er bietet den Film aber auch zum kostenlosen Download an.

Grundeinkommen

Denn werde ich jetzt demnächst wenn ich Zeit habe mal anschauen und mich dann vielleicht nochmal ausfürhlicher zu dem Thema äußern. Ich empfehler den Film aber jetzt schonmal, denn sich wenigstens mal Gedanken über den Vorschlag zu machen schadet mit Sicherheit nicht.

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Siebbelag Video

Sandkörner erzählen Geschichten

Ich kritzel ja auch gerne mal mit dem Stock Zahlen in den Sand, aber was Kseniya Simonova hier bei der ukrainischen Version von „Das Supertalent“ abliefert ist wirklich atemberaubend. Selten etwas so cooles, inspirierendes und ergreifendes gesehen.           via franziskript | Kommentieren

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Flimmern & Sehen Kleines Fernsehen

Jon Stewart über den Journalismus von CNN

Eigentlich hatte ich von Jon Stewart zum Wochenstart noch einige bissige Kommentare über den Friedensnobelpreis von US-Präsident Barack Obama erwartet, doch stattdessen nimmt er sich „dem professionellsten aller Nachrichtensender“ an: CNN. Arbeitet sich der Daily Show-Anchormann normalerweise an dem konservativen FOX News ab, zeigt er nun, dass auch beim international renommierten Nachrichtennetzwerk CNN längst nicht alles so läuft, wie man es von ordentlichem Journalismus erwartet.

Jon Stewart schwingt sich also zum amerikanischen Stefan Niggemeier auf und bietet eine Demontage des CNN Journalismus, wie man es zuletzt bei CNBC und Jim Cramer gesehen hat, besonders die Phrase „We have to leave it there“ hat es ihm dabei angetan.

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Großes Kino Video

Neuer Trailer: Der blutige Pfad Gottes 2

Es gibt einen zweiten Trailer zu „The Boondock Saints 2: All Saints Day“, der zumindest in den USA schon in diesem Herbst das Dunkel der Kinos erblicken soll. Den ersten Trailer kann man sich hier angucken. [via]