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Flimmern & Sehen TV Tipp

Macht Netflix den Serien-Konsum internationaler?

Achtung! Es wird jetzt gleich ein bisschen politisch – und das ist noch lange kein Grund, damit aufzuhören, diesen Text zu lesen. Politik soll jetzt bitte kein Trigger sein, der dazu führt, dass Ihr abbrecht. Einerseits ist Politik alles andere als langweilig, und andererseits geht es gleich mit Aliens aus Japan weiter, mit einem Superhelden aus der Türkei und einem südafrikanischen Polizisten, der keine Schmerzen mehr spürt.

Wir reisen zurück ins Jahr 1995. Der Politikwissenschaftler Benjamin Barber veröffentlichte sein Buch „Jihad vs. McWorld“, in dem es darum ging, dass (so beschreibt der Tages-Anzeiger das Werk kurz nach den Anschlägen des 11. September 2001) „es eine sehr enge Beziehung gibt zwischen den reaktionären Kräften des Islam und den Kräften von Modernität und Technologie. Jihand, die Ideologie des Heiligen Krieges im radikalen Islam, hat die Kräfte von McWorld benutzt, um McWorld zu zerstören“.

Was, verdammt, ist aus dieser kleinen, feinen Streamingkolumne geworden? Was macht dieser Professor für Zivilgesellschaft auf einmal hier?

Fersehen geprägt von den USA – oder eine Portion McWorld, bitte!

MacGyver Baywatch A-Team streamen

Ich finde es schön, dass Ihr noch hier seid. Und vergessen wir mal schnell den Jihad, sondern betrachten McWorld. Damit meint Barber nämlich vor allen Dingen die USA. Und Geduld! Der Zusammenhang wird gleich klar. Wirklich.

„McWorld ist das Produkt einer vom expansionistischen Kommerz hervorgetriebenen Massenkultur“, schreibt er. „Die Schablone ist amerikanisch. Die Waren sind sowohl Gegenstände wie Ikonen, ebenso ästhetische Kennmarken wie Markenerzeugnisse. Es geht um Kultur als Ware, um Accessoires als ideologische Versatzstücke.“

Wir nähern uns dem Punkt, der für dieses kleine Kolümchen wichtig wird. An anderer Stelle schreibt der Politikwissenschafter nämlich: „Wie andere Bestandteile der Kultur von McWorld werden Filme und Videos um so einheitlicher, je globaler sie verliehen werden.“ Mehr und mehr Menschen rings um den Globus würden sich Filme ansehen, die immer geringere Abwechslung böten. „Nirgends ist die amerikanische Monokultur offensichtlicher oder gefürchteter als in Filmen und Videos“.

Serien streamen von außerhalb der USA: Wo man Exoten geboten bekommt

Damals, vor einem guten Vierteljahrhundert, war das wohl so. Man zappte sich, egal, wo man sich aufhielt, durch das Fernsehprogramm und sah amerikanischen Kram. MacGyver, das A-Team, Baywatch. Sowas. Und egal, ob man in Schweden in einem Hotelzimmer lag, in Argentinien, Australien, Spanien oder Italien. McWorld breitete sich aus.

Und jetzt?

Jetzt kommen wir, jaja, endlich zu dem, was diese Kolumne ausmacht – nämlich zum Kuratieren von Popkulturgütern aus der großen, weiten Welt der Streamingdienste.

Amazon Prime wie auch Netflix produzieren nämlich nicht nur McWorldiges, sondern auch für regionalere Märkte – und das kann (je nachdem, wie weit man sich von seinen eigenen Sehgewohnheiten entfernt) sehr seltsam rüberkommen. Deshalb möchte ich jetzt nicht Erfolgsserien wie das spanische „Haus des Geldes“ erwähnen, schwedische Serien wie die jüngst erschienene Coming-of-Age-Schulmassaker-Thrillerserie „Quicksand“ oder diverse japanische Animes.

Ich suche nach den Exoten. Es folgt: eine subjektive Auswahl nicht-amerikanischer und nicht zu europäischer Serien inklusive der Minuten, die ich in diesen merkwürdigen Medienmysterien verbracht habe.

Beim Japanische-Serien-Streamen stinkt’s!

Man nehme die japanische Serie „Businessmen vs. Aliens“. Ich habe die erste Folge 9 Minuten und 16 Sekunden ausgehalten. Der Humor ist, sagen wir, leicht pubertär, so wie auch manche Mangas und Animes eher albern sind. Nachdem die Menschen, die gegen die Außerirdischen ausgewählt worden sind, darüber aufgeklärt worden, dass sie für die Aliens einfach sehr, sehr widerwärtig müffeln, und sie deshalb gegen sie kämpfen sollen, stellte ich die Serie aus.

Und es war mehr als Overacting dabei. Over the top.

Ein anderes Humorverständnis.

Ganz ähnlich erging es mir bei der südkoreanischen Serie „Man to Man“, deren Pilotfolge ich nicht bis zum Ende ausgehalten habe (immerhin habe ich aber knapp 50 Minuten von 66 Minuten ausgehalten).

Ein Scharfschütze wird für einen Auftrag rekrutiert, und was eine knallharte Actiondramaserie hätte werden können, ist eine Actiondramaserie mit hohem Albernheitsfaktor geworden. Ja, selbst für meine Sehgewohnheiten war das ganz schön albern.

Poledancing und Plottwists

Genauso erging es mir bei der ebenfalls südkoreanische Spielshow „Busted“ auf Netflix, in der mir nicht bekannte K-Pop-Stars in fiktiven Rollen irgendwelche Aufgaben lösen müssen á la „Fort Boyard“ (die Älteren unter uns werden sich an das Original erinnern, die Jüngeren werden die Neuauflage auf Sat 1 aus dem Jahr 2018 sicherlich nicht gesehen haben).

Ich habe mir immerhin die erste von zehn ungefähr 90-minütigen Folgen vollständig angetan – vielleicht auf Grund des hohen Skurriliätslevels. Die Teilnehmer müssen einen Mordfall lösen, dürfen nicht aus ihren Rollen fallen und müssen gleichzeitg Hindernisparcours überstehen, Poledancing praktizieren, sich aus einem Escape Room befreien und vor allen Dingen: Die Plottwists mitspielen, die sich die Autoren ausgedacht haben.

Auf die südafrikanische Serie „Shadow Khumalo“ hatte ich mich sehr gefreut, als ich den Trailer gesehen hatte.

Der Protagonist der Serie ist als Kind von einem Blitz getroffen worden und spürt deshalb keine Schmerzen mehr. Als Polizist kann das von Vorteil sein.

Was es bei „Shadow Khumalo“ gibt: Große tarantinoeske Wummen, Action – und: ein Zeitgeist, den man aus den frühen neunziger Jahren kennt.

Gesehen habe ich die erste Folge rund 17 Minuten. Gestört hat mich der flache, pubertäre Humor: Zum Beispiel nahm eine Frau einen Bekannten dabei auf, wie er sich in ihrer Wohnung unbeobachtet fühlte und ihre Kleider anzog, ihren Büstenhalter, ihren Tanga, ihre Schuhe und durch die Wohnung tänzelte. Hm.

Die Frage, die ich mir dabei stellte, war: Warum?

Brasilianische Serie: Ein besseres Leben

Gut fand ich die brasilianische Netflix-Serie „3 %“, von der ich die komplette erste Staffel angeschaut und mich dabei sehr unterhalten gefühlt hatte.

Drei Prozent der Bevölkerung können mit einem Auswahlverfahren aus der Armut fliehen und ein besseres Leben erhalten – technisch fortgeschritten, im Reichtum schwelgend, bis an ihr Lebensende. Dystopisch und sehr, sehr spannend! Ich freue mich auf die zweite Staffel, die es schon seit Längerem auf Netflix gibt.

Nett war auch die türkische Serie „The Protector“ – eine Superheldenserie, die in Istanbul spielt.

Hakan wird zum „Protector“, der (wie sollte es auch anders sein?) die Welt vor diversem Übel retten muss. An einer Stelle in der Staffel wird ausgiebig ein Sportwagen als etwas verdammt Geiles präsentiert. Da zeigt sich dann vielleicht doch der Kulturunterschied?

Pop, Politik und Penunsen

Aber es geht auch andersrum: Die deutsche Netflix-Serie „Dark“ soll in den USA sehr gut gelaufen sein und gute Kritiken bekommen haben. Infiltriert die deutsche Gaststättenwelt jetzt McWorld?

Also: Die Streaminganbieter produzieren Serien für die einzelnen, regionalen Märkte. Es gibt italienische Serien, polnische Serien („1983“ ist übrigens sehr, sehr lahm meines Erachtens), dänische Serien und so weiter und so weiter. Heißt das, dass es McWorld nicht mehr in Benjamin Barbers Sinne gibt, sprich: dass die USA mit ihren Serien global und penetrant die amerikanische Kultur verbreiten?

Auf der einen Seite überwiegen US-Serien natürlich noch immer. Und auf der anderen Seite geht es doch überhaupt nicht um Politik. Auch damals ging es hauptsächlich um Pop und Penunsen. Geld! So einfach ist das. Und um in den einzelnen Ländern möglichst viele Abonnenten anzuwerben, um möglichst viel Geld zu verdienen, bedienen die Streamingdienste die regionalen Sehgewohnheiten. Die dann aber auch weltweit abgerufen und in etlichen Ländern angeschaut werden können. Teilweise mit Untertiteln, teilweise synchronisiert.

Und was lernen wir aus alldem?

Wir lernen, dass dem Kapitalismus noch immer der Profit am wichtigsten ist, egal wie vermeintlich wohlwollend viel Geld er in regionale Märkte steckt. Und das muss reichen für einen Wissensgewinn, den eine kleine Kolumne wie es diese hier ist bieten kann. So.

In der nächsten Folge von „Der Kurator“:
ALLES ALLTAG! ODER NICHT?

Das Wichtigste aus der Streaming-Welt per Newsletter

Im streamletter fassen wir einmal die Woche das Wichtigste aus der Welt des Streamings zusammen. Sei es Netflix vs. Apple, Disney+ oder Spotify und Podcasts. Wenn dich das interessiert abonniere den streamletter und bekomm auch die nächste Ausgabe vom Kurator.
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streamletter TV Tipp

Liebesserien streamen: AMORE UND ALGORITHMEN!

Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Amazon ist ein seltsamer Krimskramsladen. Spotify ist ein seltsamer Radiosender. Und Tinder? Tinder ist ein seltsamer Amor, er trägt eine stylishe Slimschnittjeans und ein buntes Hawaiihemd – und beide Kleidungsstücke bestehen aus Nullen uns Einsen wie alles andere auch, was der Digital-Amor so alles an seinem Körper trägt. Zum Beispiel dieser lächerliche Hipsterhut.

Wir leben in einer Welt, in der Algorithmen bestimmen, für was wir uns interessieren sollen, welche Musik wir hören und welche Filme und Serien wir uns anschauen.

Netflix-Serie „Osmosis“

Die Fiktion ist da noch einen Schritt weiter.

Zum Beispiel in der neuen, achtteiligen Serie „Osmosis“, die am 29. März auf Netflix gestartet ist. Die französische Dystopie bringt uns in eine nahe Zukunft, in der eine Maschine den einzig-wahren „Seelenzwilling“ des Suchenden finden soll, die wahre Liebe.

Natürlich klappt das nicht, und alles geht – wie sollte es anders sein? – schief: Der Trailer haucht einem den markanten Satz inklusive düsterer Gewaltbilder entgegen, dass man das Wesentliche vergessen habe – nämlich, dass Liebe auch manchmal wehtun könne, gefolgt von einem kurzen Ausblick auf die gewalttätigen Folgen des Liebesalgorithmus.

Und schon kann die düstere Zukunftsvision beginnen!

YouTube-Serie „Weird City“

Eher humoresk kommt da die Serie „Weird City“ in der ersten Folge „Der (die) Richtige“ daher, die YouTube zum Anfixen im Moment gratis an den Mann (und die Frau) bringt. In dieser neuen „YouTube Originials“-Serie geht es übergeordnet um eine Stadt, die zweigeteilt ist – auf der einen Seite der Mauer leben die Gutbetuchten, auf der anderen Seite der Ärmeren der Gesellschaft.

In der ersten Folge sucht der Protagonist, der von Ed O‘Neill gespielt wird, die Liebe. Und ja, Mr.-für-alle-Zeiten-Al-Bundy findet sie mit Hilfe eines Algorithmus. Die Überraschung: Sein Seelenverwandter ist ebenfalls ein Mann. Und ebenfalls vermeintlich heterosexuell. Sie halten die digitale Partnerzuweisung für ein Missverständnis – bis sie merken, wie gut sie sich verstehen. Und sich verlieben und glücklich sind. Bis die Partnervermittlung sich einmischt, zugibt, dass es sich um einen Fehler handele und sie dazu zwingt, sich zu trennen.

Black Mirror-Folge „Hang the DJ“

Zurück zu einem düsteren, dystopischen Weltbild, in der sich die Menschheit längst auf dem Weg in Richtung Moralmüllhalde befindet, bis jegliche Menschen alle Karmapunkte bis zum Ende des Solls verbraucht haben. Und ja, wir sprechen von „Black Mirror“. Welche Sendung sollte sonst gemeint sein, wenn es um die Dunkelste aller Dystopien geht? Gut, vielleicht noch „The Handmaid’s Tale“, aber welche Serie wäre ansonsten dunkler, unheimlicher und zukunftsfeindlicher?

In der Folge „Hang the DJ“ gibt es ein System, das einem die Partner (inklusive Verfallsdatum) zuweist. Wird es eine Affäre sein? Die Liebe des Lebens? Oder wie lang muss man zwingend mit diesem stinkenden, schnarchenden, schnurzpiepegalen Mann zusammen bleiben?

Andererseits: Was wäre, wenn sich am Ende herausstellen würde, dass der Black-Mirror-Algorithmus tatsächlich den wirklich-wahren Seelenpartner herausfindet? Auch dann bliebe es erschreckend: Die Zukunft ist ein kalter, berechnender Ort, an dem man nicht leben möchte. Zumindest, wenn es die „Black Mirror“-Welt wäre.

Der Film „Timer“

Eine ähnliche Handlung hat der Kinofilm „Timer“ von 2009.

Wann wird man den Traumpartner gefunden haben? Eine Anzeige weiß Bescheid und zeigt die Tage, Minuten und Sekunden an, wann es soweit sein wird. Denn ein Timer irrt sich nie. Aber was, wenn dieser nichts, überhaupt nichts, rein gar nichts anzeigt? Null, niente, zero? Bleibt man dann für immer und ewig allein? „Timer“ ist ein Hollywoodfilm, also wird es wohl ein Happy End geben, nehmen wir mal ganz stark an.

„Du wartest auf die Zukunft, das ist echt dumm“, wird der Protagonistin von einem Supermarktmitarbeiter erklärt. „Die Gegenwart kann viel aufregender sein, wenn man will.“ Später sagt er noch, dass das Leben bloß aus Umwegen bestünde. Klingt … pseudophilosophisch.

Und was lernen wir aus alldem? Dass das Leben ein seltsames Spiel ist und die Fiktion auch nicht viel besser. Dass Ideen tausendundeinmal erzählt werden können in tausendundeiner unterschiedlichen Variante und dass das überhaupt nicht schlimm ist, wenn die Spielarten trotz allem eine eigene originelle Handschrift, einen interessanten Plot bieten.

Und das muss reichen für einen Wissensgewinn, den eine kleine Kolumne wie es diese hier ist bieten kann. So.

In der nächsten Folge von „Der Kurator“:

ALLES AUSLÖSCHENDE APOKALYPSEN SAGEN AUSSER ATEM „AUF WIEDERSEHEN“!

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Bewegen & Beschäftigen TV Tipp

Filme fürs Wochenende – Gratis im Stream

Wir haben zusammen mit Previevv mal wieder ein paar tolle Filme für euch rausgesucht, die ihr einfach so gratis streamen könnt:

Frances Ha

Spielfilm / 83min / Mindestens verfügbar bis 16.12.
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Noah Baumbachs Generationsportrait in Schwarz-Weiß: Frances (Greta Gerwig) ist 27 Jahre alt, wohnt mit ihrer besten Freundin Sophie (Mickey Sumner) in einer WG in New York und träumt von einer Karriere als Tänzerin. Als sie jedoch ihren Job verliert und Sophie beschließt aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, gerät Frances’ Leben ins Wanken.

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Taxi Driver

Spielfilm / 113min / Mindestens verfügbar bis 14.12. / Ab 22h
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Martin Scorseses Meisterwerk erzählt von dem eigenbrötlerischen Ex-Soldaten Travis (Robert De Niro), der als Taxifahrer in New York City arbeitet und irgendwann entscheidet die Stadt von all den Drogenhändlern und Kleinkriminellen, die ihm so verhasst sind, „zu reinigen“.

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Gnade

Spielfilm / 126min / Verfügbar bis 16.12.
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Eine deutsche Auswandererfamilie will in Norwegen den Neustart wagen. Doch schnell wird klar: Der Ortswechsel ändert nichts an der erkalteten Beziehung von Niels (Jürgen Vogel) und Maria (Birgit Minichmayr). Schließlich markiert ein folgenschwerer Unfall den Wendepunkt, an dem das Paar anfängt sich wieder einander zu nähern.

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Deutschland 83

Unterhaltung / 4 Episoden online, je 45min
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Martin Rauch (Jonas Nay) soll als Ost-Agent für die Stasi in der Bundesrepublik spionieren. Mit neuer Identität wird er in die Bundeswehr eingeschleust. Von dort aus muss er Erkenntnisse über die Pershing-II-Stationierungen sowie auch über die Vorbereitungen für NATO-Manöver beschaffen. Das fehlende Privatleben sowie das schlechte Gewissen, was mit seiner Arbeit einhergeht, nagen sehr an dem jungen Mann.

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Translantics

Unterhaltung / 6 Episoden zwischen 15-30min
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Britta Thies Webserie nimmt drei Frauen in den Fokus, die versuchen ihren Platz in der Welt zu behaupten. Mal mehr und mal weniger souverän navigieren sie sich durch Club-Nächte, Galerie-Eröffnungen, neue Örtlichkeiten und futuristische Startup-Spaces.

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100 Jahre Hollywood –
Die Carl-Laemmle-Story

Kunst & Kultur / 91min / Verfügbar bis 16.12.
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Hollywood ist der Ort, an dem Filme und ihre Stars frenetisch umjubelt werden. Kaum jemand ahnt, dass diese Geschichte ihren Anfang in der deutschen Provinz nahm – genauer gesagt mit dem schwäbischen Auswanderer Carl Laemmle aus Laupheim bei Ulm, der sich 1912 nach Amerika aufmachte, um dort die Universal Studios zu gründen.

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TV Tipp

Mediatheken-Empfehlung: Diese kostenlosen Filme lohnen sich

Es gibt mal wieder tolle, kostenlose MediathekenEmpfehlungen und Previevv hat für euch die besten Filme rausgesucht. Gibts übrigens hier auch als Newsletter.

 

Lola rennt

Spielfilm / 77min / Verfügbar bis 08.12.
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Manni (Moritz Bleibtreu) hat Mist gebaut. Jetzt schuldet er einem Gangster der ganz üblen Sorte 100.000 Mark. Nun kann ihm entweder ein Banküberfall oder doch noch seine Freundin Lola (Franka Potente) weiterhelfen. Gleich drei Abwandlungen ein und derselben Geschichte bietet Regisseur Tom Tykwer dem Zuschauer an.

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The Straight Story – Eine wahre Geschichte

Spielfilm / 108 Minuten / Verfügbar bis 10.12.
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In David Lynchs skurriler Geschichte setzt sich ein 73-Jähriger Rentner in den Kopf ganze 390 Kilometer auf einem Rasenmäher zurückzulegen, um so endlich mal wieder seinen Bruder zu besuchen – klingt verrückt, ist aber wahr. Mit Richard Farnsworth und Sissy Spacek.

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Nordwand

Spielfilm / 117min / Verfügbar bis 06.12.
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Sommer 1936: Toni (Benno Fürmann) und Andi (Florian Lukas) wollen sich ihren Traum erfüllen und den Eiger sowie seine bis dato unbezwungene Nordwand besteigen. Damit winkt ihnen olympisches Gold und der herbeigesehnte soziale Aufstieg. Doch auf ihrer Tour warten viele beschwerliche Hindernisse auf die Bergsteiger.

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M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Spielfilm / 108min / Verfügbar bis 01.01.
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Fritz Langs erster Tonfilm aus dem Jahr 1931: Ein psychopathischer Triebtäter (Peter Lorre), der bereits acht Kinder auf dem Gewissen hat, versetzt die Bevölkerung Berlins in Angst und Schrecken. Mit einem Großaufgebot an Beamten versucht die Polizei vergeblich den Mörder zu fassen. Also organisiert sich schließlich die Unterwelt, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

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Tatort – Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes

Spielfilm / 89min / Verfügbar bis 29.12. / Ab 20h
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Kiel: Die Aussagen einer verwirrt aufgefundenen Frau lassen vermuten, dass Frauenmörder Korthals (Lars Eidinger) wieder aufgetaucht ist. Die Kommissare Borowski (Axel Milberg) und Brandt (Sibel Kekilli) machen sich nun auf die beklemmende Suche nach dem berüchtigten Serienkiller.

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Woody Allen, a documentary

Kunst & Kultur / 109min / Verfügbar bis 07.12.
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Exklusive Einblicke in das Leben und den kreativen Schaffensprozess von Woody Allen: Erstmalig hat der öffentlichkeitsscheue Drehbuchautor und Regisseur einem Kamerateam erlaubt, seine künstlerische Arbeit und seinen Alltag zu begleiten.

[vc_button title=”Zum Film” target=”_self” color=”default” size=”size_large” href=”http://www.arte.tv/guide/de/060176-000/woody-allen-a-documentary”]


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Kostenlose Filme – Ansehen und entspannen

Wochenende, draußen kalt, genügend Zeit um es sich mit ein paar Filmen auf der Couch gemütlich zu machen. Aber da wir alle schon für Weihnachtsgeschenke sparen müssen hätten wir doch am liebsten kostenlose Filme. Und da haben wir einen Service für euch, in den verschiedenen Mediatheken gibt es nämlich erstaunlich viele kostenlose Filme, die ihr ganz legal streamen könnt. Hella und David vom @Empfehlung-Team haben die kostenlosen Filme sorgfältig ausgewählt und zusammengestellt, damit ihr nicht lange nach den Highlights suchen müsst:

 

 

Kostenlose Filme: Citizenfour

Citizenfour

Gesellschaft / 107min / Verfügbar bis 30.11.
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Im Juni 2013 trafen Regisseurin Laura Poitras und Journalist Glenn Greenwald den Whistleblower Edward Snowden in seinem Hotelzimmer in Hong Kong. In der acht Tage umfassenden Doku geht es um die heimliche Massenüberwachung der NSA, um Fragen der Freiheit und der Moral.

[vc_button title=”Kostenlosen Film ansehen” target=”_self” color=”default” size=”size_large” href=”http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Citizenfour/Das-Erste/Video?documentId=31827512&bcastId=799280″]


Kostenlose Filme: Lars von Trier

Dancer in the Dark

Spielfilm / 132min / Verfügbar bis 29.11.
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Musical von Lars von Trier: Obwohl Selma (Björk) aufgrund einer Erbkrankheit bereits halb erblindet ist, schuftet sie sich Tag und Nacht in einer Fabrik ab, nur um mit dem ersparten Geld ihrem Sohn eine OP zu ermöglichen, die ihm vor dem gleichen Schicksal bewahren soll. Doch dann hat es plötzlich der Nachbar auf ihr Geld abgesehen…

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Die Königin und der Leibarzt

Spielfilm / 132min / Verfügbar bis 29.11.
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Dänemark 1755: Die Königin Caroline Mathilde (Alicia Vikander) verliebt sich in den deutschen, aufklärerischen Armenarzt Johann Friedrich Struensee (Mads Mikkelsen) und fängt bald eine Affäre mit ihm an. Zusammen treten sie eine Revolution los, welche das Land von Grund auf ändern soll.

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Ohne Dich

Spielfilm / 87min / Verfügbar bis 02.12.
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Episodenfilm mit Katja Riemann und Charly Hübner: Eine junge Kellnerin ist mit ihrer Schwangerschaft überfordert, eine todkranke Hebamme bereitet sich auf den Tod vor und eine Putzfrau stellt ihrem Ex nach, der eine Affäre hat. Die Konflikte dieser Personen sind lose miteinander verbunden und in einer schicksalhaften Nacht sollen sie schließlich ihren Höhepunkt erreichen.

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Banditen

Spielfilm / 118min / Verfügbar bis 01.12.
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Joe (Bruce Willis) und Terry (Billy Bob Thornton) sind Bankräuber mit Leib und Seele. Gerade als es für die beiden gewieften Typen geschäftlich so richtig gut läuft, taucht Kate (Cate Blanchett) auf – eine frustrierte Ehefrau, die sich vorgenommen hat das Leben der Männer auf den Kopf zu stellen.

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Deutschboden

Gesellschaft / 91min / Verfügbar bis 01.12.
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Mix aus Fiktion und Dokumentarfilm über die Jugend in der ostdeutschen Provinz, lose basierend auf Moritz von Uslars Buch „Deutschboden: Eine teilnehmende Beobachtung“. Dabei soll es darum gehen Vorurteile über Rechtsradikalismus, Alkoholismus und Perspektivlosigkeit mit der Realität abzugleichen.

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Flimmern & Sehen TV Tipp

Kostenlose Filme: Previevv Empfehlungen aus den Mediatheken

Es gibt erstaunlich viele kostenlose Filme im Netz, total legal und für jeden zum streamen. Die Mediatheken der Sender, vor allem der öffentlich-rechtlichen sind nämlich voller Spielfilm und anderer Fernsehperlen. Es gab auf netzfeuilleton schon früher einmal die Mediatheken-Rundschau (hust, 2009) doch die ist eingeschlafen.

Jede Woche eine Auswahl kostenlose Filme

Deshalb freue ich mich diese nun mit geballter Kompetenz wieder zu beleben: David Streit und Hella Wittenberg sammeln unter Previevv wöchentlich die besten kostenlosen Filme aus allen Mediatheken. Das ganze gibt es auch als Newsletter bequem fürs Postfach und ihr könnt ihnen auch unter @Empfehlung auf Twitter folgen. Wir freuen uns das jetzt hier regelmäßig zu featuren. Spart euch also das Netflix-Abo und genießt jede Woche kostenlose Filmhighlights.

Tomboy

Spielfilm / 79 Minuten / Verfügbar bis 26.11.
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Die 10-jährige Laure (Zoé Héran) wäre am liebsten ein Junge. Als sie mit ihrer Familie in den Sommerferien umzieht, nutzt sie die neue Umgebung, um sich allen sogleich als Michaël vorzustellen. Doch ihre wahre Identität droht aufzufliegen als der Schulbeginn vor der Tür steht.

 

[vc_button title=”Film kostenlos ansehen” target=”http://www.arte.tv/guide/de/045724-000/tomboy” color=”default” size=”size_large” href=”http://www.arte.tv/guide/de/045724-000/tomboy”]


Alles muss raus

Spielfilm / 93min / Verfügbar bis 24.11.
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Nick (Will Ferrell) könnte kaum tiefer sinken: Aufgrund seiner Alkoholsucht verliert er Frau, Job und Haus. Ein Flohmarkt im Vorgarten soll ihm nun den gewünschten Neustart ermöglichen.

 

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Abbitte

Spielfilm / 118min / Verfügbar bis 22.11.
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Alles fängt in England in den 1930er Jahren an. Da bringt die blühende Fantasie der 13-jährigen Briony (Saoirse Ronan) die noch frische Beziehung zwischen ihrer Schwester Cecilia (Keira Knightley) und Robbie (James McAvoy), dem Sohn des Gärtners, auseinander. Denn das Mädchen behauptet, Robbie habe ihre Cousine vergewaltigt. Und so muss der Unschuldige erst ins Gefängnis und bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges schließlich an die Front.

 

[vc_button title=”Film kostenlos ansehen” target=”http://www.servustv.com/de/Medien/Abbitte” color=”default” size=”size_large” href=”http://www.servustv.com/de/Medien/Abbitte”]


Halt auf freier Strecke

Spielfilm / 104min / Verfügbar bis 26.11.
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Andreas Dresen zeigt einfühlsam die letzten Monate in dem Leben eines an Krebs erkrankten Familienvaters (Milan Peschel).

 

[vc_button title=”Film kostenlos ansehen” target=”http://mediathek.rbb-online.de/tv/Film-im-rbb/Halt-auf-freier-Strecke/rbb-Fernsehen/Video?documentId=31756556&topRessort=tv&bcastId=10009780″ color=”default” size=”size_large” href=”http://mediathek.rbb-online.de/tv/Film-im-rbb/Halt-auf-freier-Strecke/rbb-Fernsehen/Video?documentId=31756556&topRessort=tv&bcastId=10009780″]


Aufschneider

Spielfilm / 176min / Verfügbar bis 22.11.
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Schwarzhumoriges aus Österreich: Die zweiteilige Krankenhauskomödie erzählt einen Schwank aus dem Leben des eigenwilligen Pathologen Dr. Fuhrmann (Josef Hader), der unter anderem versucht mit dem Umstand klarzukommen, dass seine Ex-Frau plötzlich mit dem überaus verhassten Chefarzt Dr. Böck herummacht.

 

[vc_button title=”Beide Filme kostenlos ansehen Teil 1″ target=”http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=44076″ color=”default” size=”size_large” href=”http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=44076″] [vc_button title=”Teil 2″ target=”http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=44076″ color=”default” size=”size_large” href=”http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=44077″]


Cadillac Man

Spielfilm / 97min / Verfügbar bis 25.11. / Ab 22h
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Der Autoverkäufer Joey (Robin Williams) hat ein mächtiges Problem: Wenn er seinen Job behalten möchte, muss er innerhalb von zwei Tagen ganze zwölf Fahrzeuge an den Mann bringen. Dabei hat er doch momentan alle Hände voll zu tun mit seinen beiden Freundinnen, seiner Ex-Frau sowie auch seiner verlorengegangenen Tochter.

 

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TV Tipp Youtube News & TV 2.0

Netzsehen: Frauen auf Youtube

Alex Boerger und ich schauen uns wiedermal spannende Youtube-Videos an, diesmal in einer speziellen Folge mit Frauen auf Youtube:

Die Kanäle im Video sind einmal die Kahn Academy auf deutsch und Hannah Harto mit MyDrunkKitchen. Ausserdem haben wir einmal paar mal RocketBoom angesprochen.

Alex Boerger findet ihr auf Youtube hier und mich hier und hier.

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Flimmern & Sehen Kleines Fernsehen TV Tipp

Stuckrad Late Night – Verschollene Piloten II

Diesen Sommer gab es einen weiteren Piloten, der Fernsehgeschichte schrieb, ganz ohne Fernsehen. Das ganze Land steckte irgendwo in einem Sommerlochsumpf in dem es von grauhaarigen Monstern mit runden Brillen wimmelte, die wie wild Schwarz-Rot-Weiße Bücher und provokative Äußerung um sich warfen. Und als sich alle fragten, wer jetzt dümmer sei die Muslime, Thilo Sarrazin oder die Journalisten die es einfach nicht schafften ein Ersatznessi für die Titelseiten zu finden, tauchte ein Ausschnitt auf Youtube auf, der die Diskussion noch weiter anheizte:

Thilo Sarrazin, der Linksausleger der NPD Rechtsausleger der SPD, spricht über Joseph Goebbels: “Der Man war sehr gut mit Worten, er war ein Menschenverführer.” Jackpot. Was brauchte es noch mehr aus dem Mund dieses Mannes, der schon so viel Grütze verzapfte? Der Ausschnitt machte die Runde. Es war die Pilotsendung von “Stuckrad Late Night“, die im Juni für ZDFneo aufgezeichnet, aber noch nicht ausgestrahlt wurde. Als Reaktion auf die Leaks einzelner Ausschnitte stellte ZDFneo dann schließlich die komplette Folge auf Youtube und strahlte sie am 15. September auch im Fernsehen aus. Die Show wurde alleine über Youtube mehr als 100.000 mal abgerufen. Die Presse umjubelte den barreschen Zettelmoment, Stuckrads Subtilität und seine perfide beiläufige Art zu Fragen.

Der zweite Pilot ist schon abgedreht, noch nicht auf Youtube zu sehen, aber heute Abend im Fernsehen. Um 22.30 Uhr auf ZDFneo wird sich zeigen ob Benjamin von Stuckrad-Barre das Niveau halten kann. Mitentscheidend sind sicherlich die Gäste, Gregor Gysi und Guido Westerwelle ((na ob der sich noch traut?)) sind bereits eingeladen. Ab dem 6. Januar soll es wöchentlich weiter gehen. Stuckrad Barre ist dabei nicht allein, im Hintergrund steht als Produzent Christian Ulmen, vorne steht er als Uwe Wöllner. Oben auf dem Balkon sitzen  Hajo “Waldorf” Schuhmacher und Jörg “Statler” Schönbohm und rufen dazwischen. Ich bin gespannt, ob sich hier eine weitere Late Night Hoffnung für Deutschland etabliert.

Hier die komplette Pilotfolge auf Youtube oder in der ZDF Mediathek.

Foto unter CC-BY-Lizenz von LAC-BAC

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Kleines Fernsehen TV Tipp

Von zotigen Bullen und krawalligen Anwältinnen

Wenn man sich nicht gerade für Fußball interessiert hat, gab es in den letzten Monaten eigentlich keinen Grund, um Sat.1 seine Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken. Zu viel ist bei dem Privatsender in letzter Zeit schief gelaufen. Die Rückkehr von Johannes B. Kerner verlief mehr als schleppend; sein wöchentliche Talkshow fuhr miserable Quoten ein. Wie groß die Not offensichtlich war und ist, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass ausgerechnet Kerner, nachdem er sich noch wenige Monate zuvor unqualifiziert über den Kurznachrichtendienst Twitter lustig gemacht hatte, urplötzlich einen Twitterkanal für seinen Talk, den niemand sehen wollte, einrichtete. Auch der zweite Einkauf, den Sat.1 von den Öffentlich-Rechtlichen tätigte (Oliver Pocher), mochte nicht wirklich zünden.

Das allerdings kam weniger überraschend, zeigte sich doch in den Jahren zuvor Woche für Woche, dass ein sichtlich gelangweilter Harald Schmidt völlig ausreichte, um Pocher in seine Schranken zu verweisen. Zu allem Überfluss werden die wenigen Formate mit Potential, die der Sender sein eigen nennt, zu oft an sogenannten Fun-Freitagen am Zuschauer vorbei verheizt (siehe z.B. „Pastewka“). Wohlgemerkt, wir reden hier von dem Sender, der noch vor einigen Jahren mit der Serie „Edel & Starck“ die Referenz deutscher Serienunterhaltung definierte.

Man durfte also durchaus gespannt sein, als bekannt wurde, dass Sat 1 zwei neue, eigenproduzierte Serienformate ins Rennen schicken würde, um das Programm am Montagabend, das bislang vor allem aus alten Filmkonserven bestand, zu füllen. Seit zwei Wochen laufen nun „Der letzte Bulle“ und „Danni Lowinski“ jeden Montag Abend um 20.15, bzw. 21.15 Uhr, und buhlen um die Gunst der Zuschauer. Und auch wenn bei weitem noch nicht alles Gold ist was glänzt, so kann man dem Sender durchaus bescheinigen, mit diesen zwei Serien einen Schritt in die richtige Richtung getan zu haben.

Es gilt nun für den Zuschauer zu entscheiden, ob dieser Versuch von Erfolg gekrönt sein wird, oder ob die Dominanz amerikanischer Serien im deutschen Fernsehprogramm weiter anhält. Nachdem Sat.1 mit den Quoten in der Pilot-Woche durchaus zufrieden sein konnte, musste in der zweiten Woche bereits ein Quotenrückgang verkraftet werden. Dabei zeigte sich der deutschsprachige Feuilleton tendenziell durchaus angetan von den beiden Serien; vor allem „Danni Lowinski“ bekam äußerst starke Kritiken.

Der letzte BulleEin wenig ambivalenter wurde da schon „Der letzte Bulle“ besprochen. Die Geschichte, um einen Polizisten, der nach zwanzig Jahren aus dem Koma erwacht, im Übrigen mitnichten ein Novum, ähnliche Formate liefen bereits in den USA und Großbritannien mit mäßigem Erfolg, veranlasste zum Beispiel die Kollegin von SPIEGELOnline zu einem beißendem Verriss, in dessen Zuge sie der Serie rund um den von Henning Baum verkörperten Protagonisten „zottigen Popo-Klaps Humor“ attestierte. Ob man nun im Fall dieser Serie gleich die Gender-Karte ziehen muss, sei einmal dahingestellt. Immerhin ließ es sich die vom „Achtziger-Jahre-Cop“ Geklapste  nicht nehmen, wenig später selbstbewusst zurückzuklapsen.

Wahr ist allerdings, dass „Der letzte Bulle“ in seiner Machart in die Rubrik seichter Fernsehunterhaltung fällt, was natürlich aber kein Makel sein muss, ganz im Gegenteil. Letztlich lebt die Serie von ihrem krawallig aufspielenden Hauptdarsteller, der sichtlich Spaß daran hat, einen Mann zu spielen, der in unser mittlerweile umfassend vernetzten Welt keinen blassen Schimmer von Google, Handys & Co besitzt.

danni Lowinski„Danni Lowinski“ hingegen gibt sich bei all dem Humor der die Serie durchzieht schon um einiges ernster. Die aus der Feder von Marc Terjung stammende Serie, der sich einst auch schon für die famose Screwball-Serie „Edel & Starck“ verantwortlich zeigte, erweist sich dabei als Paraderolle von Annette Frier, die lustig sein kann, aber eben nicht muss. “Danni Lowinski” handelt von einer Anwältin (Frier), die keine Anstellung gefunden hat.

Eine Lösung für dieses Problem ist jedoch schnell gefunden. Lowinski bietet ihre Rechtsberatung einfach in einer Einkaufspassage feil; zum Tarif 1 Minute = 1 Euro. Bereits in der zweiten Folge tauchte die Serie tief in die gegenwärtige Lebenswirklichkeit der deutschen Gesellschaft ein. Die Geschichte um einen nach dem Tod seiner Frau allein erziehenden Vater, der von seiner Nachbarin in Zeiten „wo Kinder in Blumenkästen gefunden, oder totgeschüttelt werden“ beim Jugendamt angezeigt wurde, bewies wie Unterhaltung funktionieren kann, ohne es sich zu einfach zu machen. Sollte den Drehbuchschreibern auch weiterhin der Spagat zwischen humoresker Unterhaltung, natürlich darf man Frier eine durchaus unkonventionelle Interpretation der Juristerei erwarten, und brandaktuellen Themen gelingen, darf insbesondere von „Danni Lowinski“ noch Einiges erwartet werden.

“Der letzte Bulle” – Montags 20.15 Uhr, Sat.1 , “Danni Lowinski” – Montags 21.15 Uhr, Sat.1
Bildrechte: “Der letzte Bulle” © Thomas Pritschet – Sat1; “Danni Lowinski” © Frank Dicks – Sat1

mitten hinein in die gegenwärtige Lebenswirklichkeit der deutschen Gesellschaft

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Mediatheken-Rundschau: Atomlüge, Anstalt, Burma

Zeit für eine neue Runde der Meditheken-Rundschau. Wieder rein öffentlich-rechtlich, will uns das was sagen? Es geht um Atomkraft, Burma und verrückte in der Poltik:

Der NDR hat Fragen gestellt, an die Atomkraftwirtschaft, die uns eigentlucg gerne überzeugen will, dass Atomstrom sauber, sicher, unschlagbar effizient, billig und quasi unersetzbar ist. Aber man fragte doch mal nach den Risiken sind die Antworten auf einfache Fragen ziemlich erschütternd. “Die Atomlüge”
(mit zusätzlicher Empfehlung auch von Spreeblick)

Mediatheken

In Burma/Myanmar müssen nicht einmal Fragen gestellt werden um zu erschüttern, es reichte die Kamera einzuschalten und draufzuhalten. Aber schon alleine das ist gefährlich genug, nur wenige trauen sich. Der dänische Regisseur Anders Østergaard hat nun die Aufnahmen einiger engagierter und mutiger junger Journalisten aus dem Land zusammengeschnitten, die die Geschehnisse im September 2007 bei dem Protestmarsch der buddhistischen Mönche dokumentieren. “Burma VJ”

Nach dieser schweren und bedrückenden Kost möchte ich doch mit etwas Lustigerem schließen. Wobei angesichts  dem Betragen unseres Außenministers und Vizekanzlers Westerwelle vergeht ja sogar den Kabarettisten das Lachen. Trotzdem die aktuelle Folge von “Neues aus der Anstalt” mit den Gästen Joseph Harder, Volker Pispers und Inventar Jochen Malmsheimer.
“Neues aus der Anstalt”

Für Tipps zur Mediatheken-Rundschau bin ich jederzeit offen, entweder via Twitter oder per Mail: kontakt [at] netzfeuilleton.de.