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Viewmillionär Melih Bilgil: Erklären mit metaphorischen Beispielen

Melih Bigil ist Youtube-Millionär. Sein Video „The History of the Internet“ wurde über 2,5 Milionen mal geklickt, er erklärt darin in einfachen Animationen wie das Internet entstanden und gewachsen ist. Auf der TEDxRheinhessen hat er erzählt, wie das funktioniert: Erklären mit metaphorischen Beispielen und wir haben uns Melih Bigil nach seinem Vortrag für ein Interview geschnappt.

Das ist nur das erste Interview, das ich auf der TEDxRheinhessen geführt habe, da wird noch mehr kommen. Es lohnt sich also den Youtube-Kanal zu abonnieren und unseren RSS-Feed sowieso.

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Arbeit und Unternehmen: Wo ist die Zukunft hin?

Tut mir leid, das es etwas länger geduaert hat, bis die neue Folge von „Wo ist die Zukunft hin?“ fertig geworden ist. Ich hatte mit ein paar Ton Problemen zu kämpfen und bin auf Final Cut Pro X umgestiegen, wo ich mich auch erst einmal etwas reinfriemeln musste.

Nun ist es aber soweit und Alex Boerger und ich fragen uns diesmal, wie sich Unternehmen für die Zukunft fit machen können? Wie Arbeitnehmner in die Zukunft gehen? Was kann ein Unternehmen tun, um seine Mitarbeiter zu ermutigen Risiken einzugehen und was machen Google und Apple eigentlich richtig?

 

Für alle augenmüden oder uns LieberbeimJoggen-Hörer gibt es hier auch wieder eine reine Audiodatei:

Wo ist die Zukunft hin? Arbeit & Unternehmen by netzfeuilleton
Die nächste Folge versuche ich wieder am Montag Online zu stellen, um das nicht zu verpassen, am besten den Youtube-Kanal abonnieren.

Wo seht ihr denn, dass sich die Zukunft in Sachen Unternehmen & Arbeit sich hin entwickelt?

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TEDxRheinhessen: So könnt ihr dabei sein

Am Sonntag ist es soweit: Die TEDxRheinhessen findet in den Hallen des Penglandes statt. Dabei sind, wie zu erwarten viele spannende Sprecher. Zum Beispiel Siri Poarangan, die mit ihrem Projekt „decodeunicode“ alle Schriftzeichen dieser Welt gesammelt hat, auf 109.242 ist sie gekommen und am Sonntag wird sie ihre Lieblingszeichen vorstellen. Rainer Sax wird über unsichtbares Design sprechen und mit Uwe Lübbermann will ich mich schon lange mal auf eine „Premium Cola“ treffen.

Dazu werde ich auch Gelegenheit haben, denn wir als Netzfeuilleton sind Medienpartner der TEDxRheinhessen und das heißt ich werde den ganzen Tag mit einer Kamera durch die Gegend rennen und möglichst alle Speaker, aber auch die Zuhörer interviewen.

Wie könnt ihr dabei sein?

Die Plätze für die TEDxRheinhessen sind natürlich schon alle weg, denn mit um die 40 Zuschauern wird es ein sehr exklusives Publikum sein, dass zwar kostenlos Zutritt bekommt, sich aber vorher mit einer eigenen Idee bewerben musste.
Genau damit habt ihr auch noch die Chance reinzukommen: Am Samstag Abend findet nämlich PENGx statt, das Networking-Event im Vorfeld der TEDx, dort wird es eine Open Stage geben, wo jeder seine eigene „Idea worth spreading“ vorstellen kann. Die besten von dort, werden auch am Sonntag noch einmal die Gelegenheit bekommen auf der eigentlichen Konferenz zu sprechen.

Ansonsten wird es selbstverständlich am Sonntag einen Livestream auf der Webseite geben und danach wird es die Vorträge natürlich zum nachsehen geben.

Wer nicht alleine schauen möchte, kann auch einfach ein paar Stockwerke tiefer den Livestream verfolgen. Heute Abend wird dort nämlich die „Utopia“-Ausstellung eröffnet und am Sonntag gibt es da ein „Public Viewing“ der TEDxRheinhessen. Aber zieht euch warm an, die Halle ist nicht beheizt. (Adresse: Rheinallee 79-81, Mainz)

Für wen das alles nichts ist, der kann auf die angekündigten Videos von uns warten, um die nicht zu verpassen, abonniert am Besten unseren Youtube-Kanal.

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Wo ist die Zukunft hin, in der Politik?

„Wo ist die Zukunft hin?“ heißt die kleine Serie, in der ich mich mit Alex Boerger über verschiedene Aspekte unterhalte wo es denn hingehen könnte, sollte und es nicht tut. Nach der Vorstellung letzte Woche gibt es nun die erste „richtige“ Folge und es geht um Politik. Welche Visionen gibt es noch? Welche sollte es geben?

Wer meint er müsse bei unserem Gespräch nicht unsere hässlichen Fressen  feinen Gesichtszüge anschauen, der kann sich das ganze auch als reines Audioformat geben. Ungeschnitten, 8 Minuten längere Fassung!

Wo ist die Zukunft hin? In der Politik. by netzfeuilleton

Aber was uns natürlich noch interessiert ist eure Meinung, eure politische Vision!

Die nächste Folge gibt es dann nächste Woche, um sie nicht zu verpassen entweder den Youtube-Kanal oder hier den RSS-Feed abonnieren. Oder beides.

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Morgenlinks mit Privilegienmuschis, BND & Bela B.

Wahrheit und Normen
(juliaschramm.de, Julia Schramm)
Julia Schramm betrachtet ihr Leben als „Privilegienmuschi“ und zu welchen Vorteilen ihr das gereicht: „Ich werde auch nicht gefragt, wann ich entdeckt habe, dass ich hetero sei, wie denn meine Umwelt auf diese Nachricht reagiert hätte, dass ich nun mit einem Mann zusammen sei und ob wir Probleme mit der Akzeptanz haben.“

Meine Name ist: BND
(ard.de, Ulrich Chaussy)
Das ARD-Radiofeature blickt so weit wie möglich hinter die Kulissen des Bundesnachrichtendienstes und die Geschichte des Geheimdienstes.

Der Brief, den Schlecker jetzt schreiben sollte
(saschalobo.com, Sascha Lobo)
Schlecker hat sich in der letzten Woche etwas in die Nesseln gesetzt, als sie versuchten ihren Slogan „For You. Vor Ort.“ mit einer Zielgruppe aus der „mittleren und unteren Bildungsschicht“ zu verteidigen. Sascha Lobo schreibt den Brief, den Schlecker jetzt zur Entschuldigung schreiben sollte.

Schnauze, Schmidt!
(ennomane.de, Enno Park)
„Helmut Schmidt toll finden ist einer der großen gemeinsamen Nenner unserer Zeit.“ und trotzdem ist Enno genervt vom Altkanzler der Herzen.

Hotel Bela
(arte.tv, Bela B.)
Bela B.,Gruselfan, trifft Zombiegott George A Romero („… of the Dead“). Hotel Bela wird wohl eine einmalige Sache bleiben, sagt die SZ, deshalb schnell in den nächsten 7 Tagen anschauen.

 

In den Morgenlinks sammeln wir bis möglichst jeden Dienstag spannende, interessante & bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas länger, gerne etwas über den Tellerrand hinaus, eben um etwas Lesestoff für zu haben. Wer nicht immer bis zur nächsten Ausgabe auf spannende Links warten möchte, der folgt  @morgenlinks auf Twitter oder “Liked” uns auf Facebook und erhält dann die Links immer direkt, wenn wir sie entdecken. Auf diesem Wege sind wir auch gerne für Hinweise offen, ebenso über Kommentare, Mail oder auf anderem Wege.

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Gesellschaft Netz &

Die Mechanismen der Onlinebeleidigung

„Das Kommentarfeld unter Artikeln: ein Trollhaus.“, schreibt Leo Lagercrantz in seinem Gastbeitrag „Vom Elend der Nutzerkommentare“ auf sueddeutsche.de. „Viele überfluten die Kommentarfelder mit Propaganda, Hassreden und Verleumdungen – oder genauer: mit Texten, die von den meisten Menschen in unserer Gesellschaft für Hassreden gehalten werden.“ Und tatsächlich bei dem Blick in die Kommentarspalten auch noch so honoriger Publikationen wird einem schlecht von all der Tastaturkotze, die dort verströmt wird. Doch wie ist es wirklich mit den Beleidigungen in Onlinemedien? Was funktionieren die Mechanismen und überlagern eventuell nur wenige Beleidigungen eine im Prinzip sachliche Diskussion?

Im Rahmen des Seminars „Spezielle Wirkungsforschung“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Pascal Jürgens haben wir in einem kleinen Projekt eine Inhaltsanalyse von Kommentaren auf Spiegel Online durchgeführt. Gegenstand der Untersuchung waren 10.000 Nutzerkommentare, die 2 Wochen nach dem Unglück von Fukushima zu Artikeln dieses Themas abgegeben wurden. Ich habe mir die Beleidigungen etwas genauer angeschaut. Hier einige Ergebnisse:

Nahezu ein Viertel der Diskussionsteilnehmer verwendet Fakten

Obwohl gerade Atomkraft und Fukushima ein sehr emotionales Thema sind enthielten 23 % der Diskussionsbeiträge Fakten oder zumindest Tatsachenbehauptungen. Dieser Anteil erscheint mir recht hoch, allerdings liegt mir kein Vergleich zu anderen Themen vor. Es könnte sein, dass es gerade nach Fukushima viele Erklärversuche der Reaktorbauweise gab und und die ständig neue Strahlenwerte ausgetauscht wurden und das zu einer höheren Faktendichte geführt hat, als es bei einem anderen Thema der Fall wäre.
Nichtsdestotrotz überraschte mich diese hohe Zahl, hatte ich doch beim Codieren der Beiträge das Gefühl, man schlage sich fast ausschließlich verbal die Köpfe ein.

14% der Kommentare sind beleidigend

Während durch die Zahlen oben der Eindruck einer sehr sachlichen Debatte entsteht, wird ein andere Teil der Diskussion sehr emotional geführt: Rund ein fünftel der Diskussionsbeiträge weisen entweder emotionale Äußerungen oder konkrete Beleidigungen auf. Eindeutige Ironie kommt in 12% der Beiträge zum tragen.

Mechanismen der Beleidigung 2.0

Wir kennen nun also die Tonalität der Debatte, doch wie sieht es genau aus? Wie wird auf bestimmte Äußerungen reagiert? Was provoziert Beleidigungen? Dazu habe ich mir angeschaut, wie auf bestimmte Textmerkmale regiert wird. Ein paar Zahlen:

  • Auf Emotionale Beiträge wird in 19% der Fälle beleidigend reagiert
  • Auf ironische Beiträge wir ebenfalls in 19% der Fälle mit einer Beleidigung geantwortet. 
  • Auf Beleidigungen folgt in einem Drittel der Fälle eine erneute Beleidigung.

All diese Punkte zeigen, dass eine emotionale Debatte schnell in Beleidigungen abdriftet.  Wurde erst einmal beleidigt folgt auch in  33% der Fälle eine weitere Beleidigung als Antwort. In allen drei Fällen konnte ein statistischer Zusammenhang nachgewiesen werden.

Auf Fakten reagieren nur 11% beleidigend

Kann eine Debatte versachlicht werden? Wie wird auf Fakten reagiert? Hier weißt die Statistik aus, dass nur in 11% der Fälle auf eine Tatsachenbehauptung mit einer Beleidigung geantwortet wird. Das liegt unter den „normalen“ 14% an beleidigenden Inhalten.

Thematisierung des Diskussionsklimas hilft nichts

Wenn eine Debatte in das Tal der Fäkalorgie abdriftet findet sich früher oder später immer einer, der entweder Hitler einwirft oder das Diskussionsklima in Frage stellt. Verbessert der Beginn einer Metadiskussion über die Diskussion die Diskussion? Eher Nein.

Zunächst einmal enthält über ein Fünftel der Beiträge, die das Diskussionklima zum Inhalt haben, selbst Beleidigungen. Das heisst, viele sprechen das mangelnde Niveau nicht gerade auf hohem Niveau an.
In der Folge antwortet wiederum ein Fünftel derer, die sich auf solche Metadiskussionsbeiträge einlassen, mit einer Beleidigung. Was dann passiert haben wir ja oben bereits gesehen.

Was folgt daraus?

Daraus folgt sicherlich, dass sich eine intensive Moderation der Nutzerkommentare lohnt. Filtert man beleidigende Beiträge frühzeitig raus, mindert man die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Beleidigungskarussell in Gang setzt. Faktenbeiträge hingegen tragen zu einer Versachlichung der Debatte bei.

Wer sich nun noch näher mit dem Thema beschäftigen will, der kann hier gerne das komplette Paper herunterladen. Darin gibt es noch mehr tolle Zahlen: Ich untersuche berispielsweise auch noch die Reaktionen auf häufige Reaktionsmuster (Frames) und wer so am liebsten beleidigt wird.

Ich bin bei all dem kein Statistikgott, also wer Rechen- oder Logikfehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen. Wer das ganze hilfreich fand oder sich gefreut hat über die Zahlen, würde mich mit einem Klick auf den Flattr-Button erfreuen.

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Morgenlinks mit Amazonisierung, 147 Konzernen, die die Welt beherrschen & Vergesslichkeit

Die Amazonisierung des Buchhandels
(buchreport.de, Joachim Leser)
Schöne Analyse darüber, wie der gesamte Buchhandel immer mehr von Algorithmen bestimmt wird. Der kenntnisreiche Buchverkäufer mit eigenen Interessen stirbt aus. Die Folge: „Der Mittelbau der Buchproduktion ist in den ‚Long Tail‘ verschoben worden und findet nur noch den Kunden, der genau weiß, was er will.“

Alternativlos, Folge 20 mit Frank Schirrmacher
(alternativlos.org)
Ausgehend von diesem Artikel habe ich ja selbst schon einmal eine Veranstaltung „Öffentlicher Diskurs über öffentlichen Diskurs“ gehalten. Genau darüber unterhalten sich auch Fefe und Frank (Rieger) zusammen mit Frank (Schirrmacher), genauer über den poltischen Diskurs im Wandel. Sie driften hier und da etwas ab, aber lasst euch sagen, es ist superinteressant!

Wenn 147 Konzerne die ganze Wirtschaft kontrollieren
(tagesanzeiger.ch)
ISt das die Selbstregulierung des Marktes? „Forscher der ETH haben die Weltwirtschaft systemtheoretisch unter die Lupe genommen. Ihr Fazit: Ein paar Konzerne besitzen die Macht über den globalen Kapitalismus.“

“Ich hoffe, wir werden vergesslicher”
(off-the-record.de, Olaf Kolbrück)
Spannendes Gespräch mit David Weinberger, einer der Autoren des Cluetrain-Manifests: „Wir sind das Medium, wir reichen die Information weiter. Nur dass, was uns wirklich interessiert, geben wir weiter. Nicht aber jene Dinge, von denen die Massenmedien glauben, sie müssten uns interessieren.“

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Wo ist die Zukunft hin?

Wir erleben gerade enorme Umstürze: Menschen protestieren, Herscher werden gestürzt und nicht nur Währungen sonder das gesamte System wackelt. Es stellt sich die Frage: „Wo ist die Zukunft hin?“, um diese Frage soll es hier in den nächste Wochen gehen. (Hoffentlich) Immer Montags werden wir ein Video veröffentlichen, wo wir uns genauer über die Zukunft in den Bereichen Medien, Politik & Soziales beschäftigen. Allerdings stelle ich mir diese Frage nicht alleine, sondern zusammen mit Alex Boerger.

Hier erst einmal unsere Vorstellung:

Was sicher schon klar wird, wir werden weniger Antworten finden als Fragen stellen, weniger Konzepte bieten als Ideen spinnen und sind deshalb natürlich interessiert daran, die Diskussion fort zu setzen. Mit Euch, mit euren Ideen und Anregungen. Wenn ihr also jetzt schon eine Vorstellung von der Zukunft habt, seid ihr herzlich eingeladen diese in den Kommentare auszubreiten.

Ansonsten empfehlen wir euch, den Youtube-Kanal oder direkt dieses Blog zu abonnieren, um die nächste Folge nicht zu verpassen.

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Danke für die Zukunft, Steve

Ein Macintosh Classic war es, der bei meinen Eltern im Schlafzimmer stand und auf dem ich ab und zu spielen durfte, Billard in Graustufen. Und so war und wurde ich Teil einer Apple Familie, lachte mit meinem Vater über „DOSen“, nur um dann in der Pubertät selbst auf einen Windows PC umzusteigen, wegen der Spiele.

Doch die Genialität der Apple Computer überzeugte mich immer. Und mit einem iPod und einem Macbook kam ich dann wieder zurück in die inzwischen gewachsene Gemeinde. Es waren Details, die mich beeindruckten: Wie das Design des iMacs. Warum war vorher niemand darauf gekommen, das Computer keine grauen Kästen sein müssen? Spotlight, dass den Computer in Echtzeit durchsucht. Warum war das bis dahin so umständlich?

Schnell lernte ich, wer hinter den vielen genialen Ideen stand: Steven Paul Jobs, Gründer von Apple und war noch mehr beeindruckt von dem Genie das in ihm steckte. Kreativ, visionär und detailverliebt erschuf  und formte er die Zukunft.

In nur einem Leben revolutionierte dieser Mann mehrere Industrien und prägte unser aller digitales Leben: Die Musikindustrie krempelte er mit dem iPod komplett um, den Telefonmarkt mit dem iPhone, den Tabletmarkt kreierte er erst mit dem iPad und auch dem Kino fügte er mit Pixar viel neues hinzu. Ich glaube nicht, dass viele Menschen auch nur eines diese Felder so durchdachten, wie Jobs es tat.
Steve Jobs lebte in der Zukunft, sah was möglich war und machte es möglich.

Oder, wie Larry Page sagt „He always seemed to be able to say in very few words what you actually should have been thinking before you thought it.“ Oft wird er mit Henry Ford verglichen, zu recht, denn erfand Ford mitdem T-Modell das Auto für die Massen, so ging es auch Steve Jobs darum komplizierte Dinge allen zur Verfügung zu stellen. Vielleicht nicht preislich aber konzeptionell: Mit dem Apple stieg er in den Personal Computer Markt und machte diese erschwinglich, Programme wie iMovie machen jeden zum Regisseur und Garage Band jeden zum Komponist. Darum ging es ihm: Gute Produkte einer möglichst großen Maße zur Verfügung stellen und mit weniger als der Perfektion war er nie zufrieden. So wurde Apple zu einer Firma, die in erster Linie mit sich selbst konkurriert. Deren Anspruch es ist, die eigenen Produkte immer wieder zu überholen, während die Mitbewerber noch dabei sind den Vorgänger zu kopieren.

Wie schaffte er das? Mögliche Antworten bieten seine heute viel zitierte und inspirierende Rede in Stanford:

[quote_box_center]“When I was 17 I read a quote that went something like ‚If you live each day as if it was your last, someday you’ll most certainly be right.‘ It made an impression on me, and since then, for the past 33 years, I have looked in the mirror every morning and asked myself, „If today were the last day of my life, would I want to do what I am about to do today?“ And whenever the answer has been „no“ for too many days in a row, I know I need to change something. Remembering that I’ll be dead soon is the most important thing I’ve ever encountered to help me make the big choices in life, because almost everything–all external expectations, all pride, all fear of embarrassment or failure–these things just fall away in the face of death, leaving only what is truly important. Remembering that you are going to die is the best way I know to avoid the trap of thinking you have something to lose. You are already naked. There is no reason not to follow your heart.“[/quote_box_center]

Die permanente Aussicht auf den Tod als Antrieb, der ihn am Ende dann doch einholen sollte. Und dennoch wird er uns noch lange begleiten, mit seiner Firma Apple mit all den Dingen die er erschuf und die uns in dieser Form noch lange erhalten bleiben werden. „And there may be no greater tribute to Steve’s success than the fact that much of the world learned of his passing on a device he invented.“ (Barack Obama)

Ruhe in Frieden und Danke, Steve.

Bild: Apple.com

 

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Morgenlinks mit Modebloggerinnen, Kindersoldaten der Wallstreet & dem iPod-Moment fürs Buch

Analyse: 99-Euro-Kindle setzt Verlage unter Zugzwang
(heise.de, Johannes Haupt)
Heise analysiert die Einführung des neuen Kindle, zu einem Preis der ihn zum beliebtesten Weihnachtsgeschenk machen könnte. Dem Buchmarkt steht ein „iPod-Moment“ und ähnlich wie damals wird Amazon eine Verhandlungsmacht aufbauen. „Amazon hat sich in der Vergangenheit nicht immer als angenehmer Partner für die Verlagsbranche erwiesen.“ So zögern die deutsche Verlage noch und vieles aus ihrem Angebot steht noch nicht im Amazon Store, hoffentlich nicht zu lang, denn dann „aber hätten nicht die Piraten den E-Book-Markt kaputt gemacht (wie es die Buchlobbyisten behaupten), sondern die Verlage mit ihrer Zögerlichkeit.“

Kindersoldaten des Kapitals
(cicero.de, Alexander Schimmelbusch)
Alexander Schimmelbusch erzählt, wie er Investmentbanker wurde: „Die Wall Street schien für das, was ich konnte – also nichts –, erstaunlich gut zu bezahlen.“ Also legte er fortan Firmenchefs Zahlen vor, von denen er keine Ahnung hatte.

Fashion Bloggers, Posted and Represented
(nytimes.com, Steven Kurutz)
Modebloggerinnen gehören neben den Techbloggern wohl zu den erfolgreichsten Spezies der Internetvollschreiber. Viele Modemarken haben die Macht der privat Modebegeisterten erkannt und möchten sich gerne mit deren Authentizität schmücken. Für die Verhandlungen setzen in den USA einige der Fashion Blogger jetzt auf Agenten.

„Mittlerweile kann ich einen Zopf machen“
(zeit.de; Michael Schlieben, Steffen Dobbert, Gert Dapper-Neufeind)
Ein werdender, ein frischer und ein Vater, dessen Kinder schon aus dem Haus sind erzählen von ihrem Glück, ihren Gefühlen und ihrer Rolle.

Neues aus der Anstalt vom 27.09.2011
(zdf.de)
Zum Schluss sei noch dringend die aktuelle Folge von „Neues aus der Anstalt“ empfohlen. Der Ausschnitt mit Erwin Pelzigs Fragen machte zwischenzeitlich schon die Runde. NadA gibt es auch als Itunes Podcast.

Bild: Some rights reserved by diekatrin

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