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Großes Kino

Robert Rodriguez Planet Terror Spin-off „Machete“ (offizieller Trailer)

Als Robert Rodriguez und Quentin Tarantino 2007 Planet Terror und Death Proof in die Kinos brachten, liefen diese zumindest in den USA als Double Feature. Schließlich sollte das Projekt eine Hommage an das Genre des Grindhouse-Kinos. Im Grindhouse Kino wurde vor allem so genannte Exploitation Movies gezeigt, also recht kostengünstig produzierte Genrefilme, die  ein etabliertes Genre nahmen, sei es Action oder Western, und es leicht interpretierten. Bekanntestes Subgenres davon sind wiederum die Spaghettiwestern oder  Blaxploitation-Filme wie Shaft.

Das Tarantino ein Faible für diesen „Schund“ (engl. Pulp) hat zeigte er nicht nur mit Pulp Fiction. Auch
Jackie Brown war ein explizite Ehrung des Blaxploitation-Films. Sichtbar schon allein dadurch, dass er der bekannten Blaxploitation-Darstellerin Pam Grier die Hauptrolle zugestand.

Die Vorliebe fürs Genres war also sowieso da, bei dem Grindhouseprojekt aber trieb man es aber noch weiter. Denn ein weiteres Merkmal der Grindhousemovies war, dass zwischen diesen, als Double Feature  ausgestrahlten Produktionen, Trailer für künftige Filme gezeigt wurden. Auch das wurde bei Planet Terror& Death Proof beibehalten. Tarantino und Rodriguez liessen extra spezielle Faketrailer produzieren, um sie zwischen ihren Filmen zu zeigen.
Das daraus ein echter Film entstehen sollte, stand eigentlich nicht zur Debatte. Das war zumindest der Stand bei der Veröffentlichung.
Einer der Trailer jedoch fand soviel Anklang, dass Rodriguez den Wunsch entdeckte mehr aus diesem Stoff zu machen. Und jetzt gibt es also den ersten „echten“, offiziellen Trailer  zum Spielfilm „Machete“ und der Cast dazu kann sich durchaus sehen lassen.

Da wäre zum einen Danny Trejo, der quasi fest zu Rodriguez Team, gehört und bereits in Desperado und From Dusk till Dawn zu sehen war, ebenso Cheech Marin. Daneben treten mit mit Robert DeNiro als US-Präsident, Lindsay Lohan und Jessica Alba einige aktuelle Schauspielgrößen auf und in der weiteren Besetzung wimmelt es, ganz nach Tarantino Schule von abgehalfterten B-Movie Stars: Steven Seagal und Don Johnson to drop the names.
Das Setting erinnert dabei stark an El Mariachi und Desperado, man darf also gespannt sein.

Der offizielle Trailer zu „Machete“:

[via Cinematze]

Hier der ursprüngliche „Machete“ Trailer aus Planet Terror & Death Proof:

Die anderen Trailer waren „Werewolf Women in the SS“ von Rob Zombie mit Nicolas Cage:

„Don’t“ vom Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz)

„Thanksgiving“ von Eli Roth

und „Hobo with a Shotgun“ der den von Rodriguez ausgerufenen „South by Southwest“-Trailer Contest gewann.

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Nun eure Meinung: Wie vielversprechend findet ihr den finalen Trailer von Machete? Oder hättet ihr lieber einen der anderen Filme umgesetzt gesehen?

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Bücher

Kavka: Hamma wieder was gelernt

Viele der heutigen Jugendlichen kennen ihn warscheinlich schon gar nicht mehr – für mich war und ist er ein Idol: Markus Kavka. Er ist mittlerweile beim ZDF angestellt, die meisten kennen ihn aber als Moderator bei MTV. Er trifft immer die ganz großen Stars, feiert mit ihnen die Nächte durch, trägt lässig, coole Klamotten und ist bereits über 40. Da mag sich so manch Einer fragen, ob und wann Markus Kavka nicht mal erwachsen werden will.
Genau das hat er sich auch selbst gefragt. Wann kommt er, der Zeitpunkt, an dem er so alt aussieht und sich so alt fühlt, wie er ist? Wenn die Medikamententürme auf den Nachttischen der Eltern immer höher werden? Wenn einem die heutige Musik nicht mehr gefällt? Wenn das Fitnessstudio als der einzige Ausweg aus der nicht zu stoppenden Gewichtszunahme zu sein scheint?

Markus Kavka stellt in seinem autobiografischen Buch „Hamma wieder was gelernt“ viele Fragen rundum das Erwachsenwerden und die heutige Generation der Jugendlichen. Seine Erzählungen wirken dabei grundehrlich und wie aus dem Bauch heraus auf Papier gebracht. Der Leser bekommt den Eindruck, den Menschen Markus Kavka im Laufe des Buches tatsächlich kennen zu lernen. Er wirkt so greifbar, verständlich und stellenweiße sogar erschreckend normal. Zudem lernt der Leser noch etwas über gute Musik im Sinne Kavkas. Denn davon gibt es heute seiner Meinung nach nicht mehr all zu viel. So bringt er mit seiner Liste der 100 besten Musikvideos ein Loblied auf Bands wie Radiohead, Chemical Brothers, etc. Zwar kommt man sich als junger Leser dabei so vor, als gehöre man zu einer unkultivierten Generation, die es mit seiner Musik nicht mehr schafft Meilensteine zu setzen, aber sich die aufgeführten Videos von Kavka anzusehen, lohnt sich tatsächlich.
„Hamma wieder was gelernt“ ist ein Buch, das unbeschwert, mit Spaß und Ironie ein elementares Thema im Leben eines jeden jungen und älter werdenden Menschen behandelt – und wie der Titel schon erahnen lässt ganz kavkaesk.

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Musik

M.I.A.s „Born Free“ macht Stress

Eine Einheit voll ausgerüsteter Paramilitärs stürmen ein Haus. Treten die Tür ein, zerren ein Paar gewaltsam aus dem Bett. Als einer der Bewohner zu Boden geht, schlägt der Beamte weiter mit dem Knüppel auf ihn ein. Auf seiner Brust, gut sichtbar die amerikanische Flagge.

So beginnt die Szenerie von M.I.A.s neuem Musikvideo „Born Free“. Youtube reagierte prompt und sperrte das Video, damit rückte es noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. „Zensur“ lautet der Reflexschrei. Dabei ist klar: Dahinter steckt kalkulierte Provokation.

Hinter dem Video steckt nämlich niemand anderes als Romain Gavras und der kennt sich aus mit Wirbel um Musikvideos. 2008 produzierte er für die Band Justice das Video „Stress“ und genau der folgte. Auch in diesem Video geht es brutal zu. Rücksichtslose Jugendliche ziehen durch Paris, wahllos gewalttätig greifen sie Passanten an und randalieren in Bars mit Totschlägern. Der Vorwurf des Rassismus wurde laut und die Verherrlichung der Unruhen in den Pariser Vorstädten, dabei hatte Gavras vermutlich eher den Anspruch genau diese Misstände in der französische Banlieue  anzuprangern.

Youtubes fragliche Politik

Fraglich bleibt wie Youtube mit den Zensurvorwürfen vorgehen soll. Schließlich hat „Born Free“ eine hochpolitische Message, prangert Rassismus und das Vorgehen amerikanischer Militärs an. In dem Video werden vornehmlich Rothaarige, im englischen „Gingers“, gejagt und es ist klar, dass man für sie jede andere Gruppe oder Minderheit – von Muslimen bis Schwarzen – einsetzen kann. Was macht dieses Video also anders, als zum Beispiel „Stress“, das ja noch auf Youtube zu sehen ist?  Um Pornografie, wie die SZ schreibt, handelt es sich nur wegen der Darstellung nackter Körper noch lange nicht. Gewaltverherrlichend? Eher gewaltanprangernd und eben mit politischer Botschaft. Vielleicht hätte auch eine Kennzeichnung des Videos, wie zunächst geschehen, als nicht jugendfrei ausgereicht, aus wenn diese, zugegeben, nicht sehr wirksam ist um Kinderaugen tatsächlich fern zu halten.

Vorwürfe gegen Youtube hatte es auch schon wegen der konsequenten Durchsetzung angeblicher Urheberrechtsverletzungen gegeben, die Youtube mit einem automatischen System erkennt. Hier wurde mit einer „Fair Use“-Funktion nachgebessert. Youtube muss sich fragen, ob es Ort für gesellschaftliche Debatten sein will oder ob man, ähnlich der Apple Politik, sich nicht als Marktplatz für politische Satire und Nacktheit sieht.

Neben M.I.A. dürfte sich auch Vimeo über den heraufbeschworenen Skandal freuen. Auf dem Videoportal, dass sonst stets im Schatten von Youtube steht ist das Video (s.o.) noch einsehbar und wird nun webweit verlinkt.

Was meint ihr? War die Sperre von Youtube gerechtfertigt, weil das Video einfach zu gewalttätig ist, oder ist es ein Eingriff in die freie Meinungsäußerung?

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Musik Netz &

Was Musiker online verdienen (können)

Das Internet hat auf den einen Seite das gesamte Erlösmodell der Musikindustrie infrage gestellt, auf der anderen Seite inzwischen neue Vertriebs- und Erlösmöglichkeiten für Musiker und Musikverlage geschaffen. Jeder kann, ohne Majorlabel im Rücken, theoretisch ein Weltpublikum erreichen, Verkauf und Kauf von Musik ist dank Itunes oder musicload jederzeit einfach möglich und Gebührenzahlungen mit Streaminganbietern wurden teilweise abgeschlossen. Schöne neue Musikwelt, also? Was für den Konsumenten zu einer Allzeitverfügbarkeit von jedweder Musik geführt hat, stellt die schaffenden Musiker auch weiterhin vor ein Problem.
Denn wie die Verdientschancen im Einzelnen für Musiker wirklich aussehen hat informationisbeautiful mal in einer wunderschönen Informationsgrafik dargestellt:

Verdientmöglichkeiten Musiker online

[Quelle: informationisbeatiful.net, via Feuilletonist]

Zwar hinkt die Grafik an manchen Stellen, so werden zum Beispiel die Erlöse ganzer Alben  mit denen einzelner gestreamter Songs verglichen, dennoch schmälert das nicht das Problem, vor dem Musiker stehen. Schließlich wurde spätestens durch Itunes die Albenstruktur aufgesplittert, hin zum Verkauf einzelner Songs.

Der Auslöser für die Grafik war übrigens ein Posting auf „The Cynical Musician“ mit dem Titel „The Paradise that should have been„.

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Bücher

Hanna, Gottes kleinster Engel

Es ist Anfang Oktober als der 13-jährige Wolfgang auf dem Nach-hauseweg über seine Hausaufgabe nachdenkt. Für ihre Eltern sollen die Schüler zu Weihnachten einen Aufsatz über Engel schreiben. Wolfgang fällt sofort das passende Thema ein: Er möchte über seine kleine Schwester Hanna schreiben, denn für ihn ist Hanna Gottes kleinster Engel.

In Tagebuchform erzählt das Buch von den Erlebnissen, die Wolfgang in den darauf folgenden zwei Wochen macht. Einerseits voll kindlicher Unschuld und andererseits mit der mentalen Reife eines Erwachsenen berichtet der Junge von seinem nicht ganz einfachen Alltag. Der Vater der Familie leidet an schwerem Asthma, die Mutter ist meist angespannt und gestresst. Da seine kleine Schwester Hanna den ganzen Tag zu Hause ist, hat sie am meisten unter der harten Hand ihrer Mutter zu leiden. So kommt das kleine Mädchen auf die Idee die Stimmungen der Mutter in Kältezonen aufzuteilen. Oft kommt es vor, dass die Laune der Mutter Alaska ist. Um die Kälte im Herzen ihrer Mutter aufzutauen hat Gott seinen kleinsten Engel Hanna zu ihnen in die Familie geschickt, da ist sich Wolfgang sicher.

Hannas unschuldiges Auftreten und ihr herzerwärmendes Verhalten geben dem Leser das Gefühl, sie sei tatsächlich der kleiner Engel, für den sie ihr Bruder hält. Im Laufe der Geschichte kommt es aber auch öfter vor, dass Hannas Lieblichkeit an ihrer Mutter abprallt wie ein Ball an einer Betonwand. Hanna wird immer verzweifelter. Selbst die herzliche Beziehung zu ihrem großen Bruder kann da nicht viel helfen.
Hanna, Gottes kleinster Engel ist ein Roman voller Herzlichkeit und gleichzeitig voller Trauer. Die Geschichte führt dem Leser vor Augen wie lieblos und kaltherzig manche Menschen in unserer heutigen Zeit sind und warum wir so kleine Engel wie Hanna unter uns brauchen.

„Hanna, Gottes kleinster Engel“ von Angela Sommer-Bodenburg jetzt bestellen:

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Musik Video

185 Youtuber dirigieren


Wer sich schon einmal auf Youtube in den Kommentarspalten umgesehen hat weiß, dass dies mit die schrecklichsten Gefilde sind, die das Internet bis heute hervorgebracht hat. Insgesamt herrscht dort ein Durcheinander von Videoantworten und um Aufmerksamkeit buhlenden Home made Shows. Unvorstellbar, dass es einer schaffen könnte, dort Ordnung rein zubringen. Eric Whitacre hat es geschafft und was er daraus gemacht hat klingt sogar gut: Eric Whitacre hat mit Hilfe von Youtube einen virtuellen Chor kreiert und lässt alle gemeinsam unter seiner Leitung  „Lux Aurumque“ singen. Wer wissen will wie das genau funktioniert hat, finder auf  seinem Blog die Entstehungsgeschichte. [via]

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Großes Kino Video

Tim Burton Kurzfilm: „Vincent“

Über die Tracks Reportage von Arte bin ich auf diesen Kurzfilm von Tim Burton gestoßen. „Vincent“ ist von 1982 und entstand als Tim Burton noch als Animationskünstler bei Walt Disney war. Die Erzählerstimme gehört übrigens dem echten Vincent Price, dessen Zusage maßgeblich dafür war, dass dieser Kurzfilm überhaupt von Disney produziert wurde. Hervorragende 6 Minuten hat Burton damals schon gezaubert, die mir die Zeit bis morgen überbrücken; dann werde ich nämlich Tim Burtons neustes Werk „Alice im Wunderland“ betrachten.

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Großes Kino Siebbelag

Tarantino’s Erstling: „My Best Friend’s Birthday“

Wahnsinn, was das Kraftfuttermischwerk da schon wieder auf Google Video aufgetan hat: Nicht weniger als den ersten erhaltenen Film von Quentin Tarantino.

„My Best Friend’s Birthday“ heisst der Streifen und Tarantino hat ihn 1987 zusammen mit ein paar Freunden gedreht, als er gerade Schauspielunterricht bei Allen Garfield nahm. Deshalb wollte  Tarantino bei diesem Projekt auch eher seine schauspielerischen Qualitäten, als seine Regie-Künste unter Beweis stellen. Dennoch stammt das Drehbuch aus seiner Feder und man kann schon einige seiner späteren Charakteristika ausmachen. Der Film wurde auf 16mm Schwarzweißfilm gedreht, hatte ein Budget von knapp 5000 US$ und entstand nebenbei, während Tarantino beiSchauspielunterricht nahm und ansonsten hauptberuflich in der Videothek „Video Archives“ arbeitete. Leider gingen die letzten beiden Akte des Film bei einem Laborbrand drauf und er wurde nie ganz fertig gestellt.

Tarantino allererster Film war übrigens „Love Birds in Bondage“, dieser ist aber ganz vernichtet worden.

(Quelle Text: Wikipedia, Bild: Screenshot)

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Flimmern & Sehen Großes Kino Video

Erste Alice im Wunderland Verfilmung online

Alice im Wunderland ist eine wunderbare Novelle von Lewis Carroll, die 1865 das erste mal veröffentlicht wurde und wir alle haben wohl noch die ebenso wunderbare alte Disney Verfilmung im Kopf. Ebenso wunderbar verspricht die Tim Burton Verfilmung zu werden und das scheint mir einer der most anticipated Filme zur Zeit zu sein. Die erste Verfilmung der Geschichte ist aber viel älter: Schon 1903 machten sich Cecil Hepworth und Percy Stow daran Alice und ihre Abenteure mit dem weißen Hasen auf 35mm zu bannen. Mit 12 Minuten war der Film damals einer der längsten Englands, die restaurierte Fassung oben hat es immer hin geschafft acht davon wieder herzustellen.
[via Kraftfuttermischwerk]

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Großes Kino Video

Oscar-nominierter Kurzfilm: „Logorama“

Wir sind tagtäglich von Marken umgeben, an jeder Ecke prasseln Werbebotschaften ein. In dem Kurzfilm „Logorama“ erschafft das französischen Künstlerkollektiv H5 nun ein ganzes Universum aus den zahlreichen bekannten Brands die uns alltäglich umgeben. Ganze 2500 Stück haben sie in einer guten Viertelstunde versteckt und in eine  Story gepackt , viel Spaß bei entdecken.
Darüber hinaus ist der Kurzfilm auch noch in der Kategorie „Best Short Film (Animated)“ für die diesjährigen Oscars nominiert.
Gehyped von spreeblick, von mir entdeckt bei Lautstark.