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Der Versuch eines regionalen YouTube Nachrichten-Formats

Regionale Nachrichten auf YouTube in einem kurzen, ansprechenden Format, dass ist der Versuch hinter Spundekäs.

Ich bin ja derzeit teilzeit für die Verlagsgruppe Rhein-Main tätig, die unter anderem die Allgemeine Zeitung in Mainz aber auch den Wiesbadener Kurier herausbringt. Darüberhinaus hat man hier auch im Haus eine eigene Magazin-App entwickelt und die „Äppsch“ veröffentlicht, die wöchentlich regionale Themen auf Tablet und Smartphone präsentiert. Als multimediale web 2.0 cross- transmediale Erweiterung haben wir uns außerdem ein regionales YouTube Nachrichten Format überlegt:

Das Spundekäsblatt, benannt nach der regionalen Spezialität Spundekäs, soll alle zwei Wochen regionale Themen aufgreifen und eben in einem YouTube- und webvideogerechten Format behandeln. Etwas kürzer, ein bisschen frecher und diskussionsfreudiger, als man das vielleicht sonst aus dem Lokaljournalismus gewohnt ist,  versuchen Ulla Niemann und ich dort darin Themen zu präsentieren die Mainz & Wiesbaden betreffen, aber auch über die Region hinausstrahlen. Zuletzt zum Beispiel berichteten wir über der Bau einer neuen Geheimdienstanlage in der Clay Kaserne in Wiesbaden-Erbenheim, von der es heißt, dass auch die NSA es sich dort gemütlich machen könnte.

(Da Ulla derzeit im Urlaub ist, habe ich darin alleine vor der Kamera herumgehampelt).

Ansonsten geht es oft um Bauvorhaben in der Region, zum Beispiel um das geplante ECE-Einkaufszentrum in Mainz. ECE betreibt in ganz Deutschland gläserne Konsumtempel und hat nun auch der Stadt Mainz versprochen für mehr Kundschaft zu sorgen. Ein Thema über das man wunderbar diskutieren kann.

Gedreht & geschnitten wird das Ganze übrigens von einem YouTuber: Aidien von thePort. Das Ziel dahinter ist klar: Eine Zielgruppe erreichen, die vielleicht nicht mehr ganz so oft eine Zeitung in die Hand nimmt. Deshalb haben wir als Social Media Begleitung auch tumblr gewählt. Einmal, weil wir dort im Gegensatz zu Facebook noch nicht präsent sind und man ja immer mal Neues ausprobieren sollte. Außerdem ist genau dort auch eine Zielgruppe unterwegs, die man guten Gewissens als zeitungsfern bezeichnen kann. Es ist dabei gar nicht so einfach auf tumblr Kontakte aus der Region zu finden, geschweige denn Inhalte. Diese bestehen nämlich tatsächlich oft aus Pornografie und Nacktfotos. Aber es gibt auch tolle Fotografen und Geschichtenschreiber in der Region, die man aufgreifen und ansprechen kann.

Das Schöne ist, dass wir ausprobieren und uns sicher noch verbessern können, aber uns schon ganz gut an ein Format herangetastet haben, das auf YouTube funktioniert und nicht nur Boulevard-Themen spielt. Die Abrufzahlen sind zwar noch keineswegs astronomisch, in welche Höhe die mit rein regionalen Inhalten klettern können, steht aber auch nochmal auf einem eigenen Blatt.

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Wie schnell ist der Medienwandel? | morgenlinks

Wie schnell ist der Medienwandel? In den morgenlinks gebe ich mir zumindest alle Mühe ihn gebührend zu begleiten und habe deshalb auch das Studio mal ordentlich verbessert. Seht selbst:


Wie gefällt euch das neue Studio soweit? Ich freue mich über Feedback oder ihr sagt einmal [like xfbml=false action=like layout=button_count]

Der Medienwandel beschleunigt sich
(holgeschmidt.tumblr.com, Holger Schmidt)
Holger „Der Netzökonom“ Schmidt zitiert aus der aktuellen Allensbacher Computer- und Technikanalyse, passenderweise Acta abgekürzt, die zeigt wie sich der Medienwandel beschleunigt: Die alten Medien fallen schneller, zugunsten der neuen. Darüber hinaus, zieht er Schlüsse wie Journalisten sich darauf einstellen müssen auch im Hinblick auf Paid Content.

Zu viel Inventar, zu wenig Sales. Youtubes Vermaktungsproblem.
(tv2summit.ch, Bertram Gugel)
Youtube hat ein Vermakrungsproblem, so fasst es Bertram Gugel sehr schön zusammen. Der Auslöser: Inzwischen erlaubt Google fast allen Nutzern ihre Videos zu monetarisieren. Die Folge: Die Erlöse für die einzelnen Videos sinken immer weiter und selbst recht große YouTuber haben Probleme sich zu finanzieren. Die Konsequenz: Immer mehr setzen auf Product Placement, das bringt höhere Einnahmen und man muss Youtube nichts davon abgeben.

-Sponsor gesucht-
Fast so rasant wie der Medienwandel wachsen auch die Abonnenten des Newsletter. Deswegen freue ich mich, wenn sich jemand findet, der das unterstützten möchte und interessierte Medienmacher & Journalisten als Sponsor erreichen möchte.

What tools does Upworthy employ to test its headlines?
(Quora.com, Adam Mordecai)
15 Tipps für 25 bessere Überschriften, könnten man diesen Quora-Thread überschreiben. Denn darin beantwortet UpWorthy-Gründer Adam Mordecai wie sie bei UpWorthy Überschriften. Größter Erfolgsfaktor: Zu jedem Artikel/Video werden erst einmal 25 Überschriften gesschrieben in der Hoffnung, dass eine Gute dabei ist, die den Content viral werden lässt. Auch interessant und darin verlinkt: Mordecais Einschätzung was DInge viral werden lässt.

 

[alert bg_color=“blue“ text_color=“white“]Wer die morgenlinks aus dem schicken neuen Studio in Zukunft nicht verpassen will und sehen möchte wie es sich weiterentwickelt (Studio & Medienwandel), der abonniert am besten den Newsletter. Sofort.[/alert]

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Netflix – Wenn Big Data Fernsehen macht

Das Fernsehen war lange das am Besten untersuchte Medium. In der alten Medienwelt sah es so aus: Das Radio hat nur Zahlen aus einer zweimal jährlichen Telefonumfrage, in der wild Haushalte angerufen werden, die in der gleichen Zeit von den Sender mit möglichst astronomischen Gewinnspielen gelockt werden, damit sie sich doch bitte an den Namen erinnern. Zeitungen jonglieren mit einem Mix aus Weitestem Leserkreis, Leser pro Nummer und Leser pro Ausgabe. Den Unterschied zu lernen hat circa vier Semester meines Bachelors in Publizistik in Anspruch genommen. Dagegen hat das Fernsehen einen echten Luxus: Ein repräsentativen Panel aus 5.000 Fernsehhaushalten, die täglich ihre Fernsehgewohnheiten theoretisch sogar sekundengenau abfragen lassen. Doch auch diese Daten sind in erster Linie nur für Werbekunden gedacht, Programmplanung lässt sich damit nur begrenzt machen. Höchstens in dem Umfang, dass ein gut laufendes Genre vom Nachbarsender kopiert wird.

Auftritt Netflix

Auftritt Netflix. Das Start-Up aus den USA, das all unsere Fernsehgewohnheiten verändert, ändert auch die Art, wie Programm gemacht und geplant wird. Mit „House of Cards“ sind sie zum ersten Mal selbst in die Produktion einer Serie eingestiegen, 100 Millionen Dollar haben sie für die TV-Serie ausgegeben, zu einem Zeitpunkt als das Unternehmen selbst in einer Krise steckte. Doch Netflix, wusste sehr wohl worauf es sich einlässt, schließlich hatte es die genauen Nutzungsdaten seiner Kunden. Und darin zeigte sich, dass eine Miniserie der BBC aus dem Jahre 1990 erstaunlich populär war, das selbe Publikum mochte Filme von David Fincher und mit Kevin Spacey. Perfekte Vorraussetzungen für ein Remake der Serie „House of Cards“ von David Fincher mit Kevin Spacey in der Hauptrolle.

Wir können das Publikum vorhersagen

Dahinter steckt Big Data, um ein Buzzword zu nutzen. Netflix kann das Verhalten jedes einzelnen ihrer 29 Millionen Kunden analysieren. Wonach sie suchen, was sie anschauen, ja sogar an welcher Stelle sie Filme pausieren, zurückspulen oder ganz abbrechen. Daraus lassen sich hervorragende Muster generieren die Netflix einiges an Sicherheit geben. “We know what people watch on Netflix and we’re able with a high degree of confidence to understand how big a likely audience is for a given show based on people’s viewing habits.”, sagte der Unternehmenssprecher letztes Jahr der WIRED.

Netflix behauptet also für sich den Erfolg einer Serie oder Produktion voraussagen zu können. Wie weit sind hier die deutschsprachigen Sender? Analysieren sie das Such- und Surfverhalten der Nutzer in ihren Mediatheken? Sind sie in der Lage aus den Metadaten Rückschlüsse auf Erfolge zu ziehen? Oder fällt die meisten Entscheidungen nicht doch immer noch ein Fernsehredakteur nach eigenen Vorlieben und begründet sie mit vagen Erfahrungen?

Ehre die Daten

Auch Richard Gutjahr gab in seinem jüngsten Blogpost über die TV-Revolution, die Prognose ab, dass in Zukunft die Daten entscheiden werden:

„Ehre die Daten! Auch wenn der Datenschutz in Deutschland strenger als in anderen Ländern reguliert ist; über kurz oder lang führt kein Weg vorbei, anonymisierte Daten für individuelle Programmangebote zu nutzen. Dank Web-Anbindung lassen sich viel präzisere Aussagen über die Sehgewohnheiten der Zuschauer gewinnen, als das über das GfK-Meter je möglich war.“

Drehbuch schreiben mit Daten-Milestones?

Die Frage ist in wie weit diese Daten genutzt werden um Eingriff in die kreative Freiheit der Künstler zu nehmen. Wenn sich zeigt, dass ein Story-Twist unbeliebt ist, werden die Produzenten dann Anpassung fordern? Werden Drehbücher nicht mehr in einem kreativen Prozess geschrieben, sondern indem man Daten-Milestones abarbeitet?
Ausgerechnet Kevin Spacey war es, der bei seiner vielbeachteten Rede zum Edinburgh TV-Festival ein flammendes Plädoyer auf die Freiheit der Kreativen hielt. Tenor: Wir Kreativen wissen was das Publikum will! Entscheider lasst uns an den Ball.
Wie war das denn nun bei „House Of Cards“? Wer hatte den entscheidenden Einfluss? Wusste Kevin Spacey was die Leute wollen oder der Datensatz von Netflix?

 

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Ich habe diesen Artikel für das TV 2.0-Blog geschrieben, die diese Woche den TV 2.0-Summit veranstalten.

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Bewegen & Beschäftigen Gesellschaft Youtube News & TV 2.0

YouTuber Relations – Warum die PR-Branche YouTuber ernst nehmen sollte

In Deutschland entsteht mit dem Youtube-Netzwerk Mediakraft gerade ein neuer Meinungsführer. Die PR-Branche, die eben erst gelernt hat auch Blogger ernst zu nehmen, muss sich schleunigst neu ausrichten.

Youtube – Industrie & soziales Netzwerk

Youtube? Da gibt es doch nur Katzenvideos!” lautet eines der gängigsten Vorurteile über Googles Video-Plattform. Youtube, ein Sammelbecken kurioser Clips: das lachende Baby, der verkleidete Hund, ein tanzender Jedi. Ein lustiges Video, schnell an die besten Freunde gemailt, kurz gelacht und dann vergessen.

Das hinter den lustigen Filmchen eine sich zunehmend professionalisierende Industrie steht (und damit ein riesiges Geschäft), das Youtube ein soziales Netzwerk wie Facebook ist (und sich ähnlich verhält) und das vor allem junge Menschen mittlerweile mehr Youtube als Fernsehen schauen (und damit für die TV-Werbeindustrie zunehmend verloren gehen), all das sickert hierzulande erst langsam ins öffentliche Bewusstsein.

In den USA erreichen die großen der Szene, die Youtube-“Stars”, schon lange ein Millionenpublikum. Der größte Youtube-Channel weltweit (PewDiePie, Stand 30.09.2013) hat knapp 14 Millionen Abonnenten. In Deutschland bringen es die erfolgreichsten Filmemacher (Y-titty, Stand 30.09.2013) auf immerhin fast 2,4 Millionen Abonnenten. Wäre Youtube wie Fernsehen, dann wären die Abonnenten die Fans einer Serie. Und die Videoaufrufe (Views) wären die Quote. Die Views von Y-Titty schwanken irgendwo zwischen 50.000 und 17 Millionen (Gotye Parodie, Stand 30.09.2013). Längst schaut also nicht jeder Fan auch jedes Video. Doch manchmal schauen eben auch viel mehr Leute zu.

17 Millionen Menschen haben also ein Video gesehen, das drei Kölner Jungs in ihrem Wohnzimmer produziert haben. 17 Millionen Aufrufe. Das ist eine Quote, von der viele deutsche Vorabendprogramme nur träumen können (von den Mittagsprogrammen gar nicht zu sprechen).

17 Millionen, diese Quote hatte Gottschalk zur besten Sendezeit. 17 Millionen, das sind bald 21 Prozent der Bevölkerung. 21 Prozent, die nicht zappend vor dem Fernseher saßen, sondern die auf einen Link klicken mussten, um das Video zu sehen. Allein die aktive Handlung, der Wille der dadurch zum Ausdruck kommt, unterscheidet Youtube vom Fernsehen so massiv, dass die 17 Millionen bedeutender werden als jedes TV-Quotenorakel.

 

Meinungsführer Mediakraft

Doch hier wird es erst richtig interessant. Denn Y-Titty gehört einem Netzwerk an: Mediakraft. Mediakraft bündelt die größten deutschen Youtube-Kanäle. Allein die größten sechs Channels bringen es auf knapp 6 Millionen Abonnenten. Dazu kommen über 1 Milliarde Video-Aufrufe. Die Kanal-Betreiber werden mittlerweile als Stars gefeiert und füllen ganze Konzerthallen mit ihren Auftritten. Was RTL für die Fernsehwelt ist, ist Mediakraft für Youtube.

 

Kanal Abonnenten Video-Aufrufe
YTITTY 2.394.603 469.183.361
LeFloid 986.322 101.946.429
freshaltefolie 945.592 159.859.444
iBlali 797.554 85.495.520
ApeCrimeReloaded 768.358 93.356.422
AlexiBexi 488.430 119.139.508
Summe 5.941.272 1.028.980.684

Die sechs größten Kanäle von Mediakraft, Quelle: socialblade.com, Stand: 23.10.2013

Allein die Reichweite von Mediakraft ist bemerkenswert. Doch zwei weitere Aspekte machen das Netzwerk noch interessanter.

Erstens: Cross-Promotion. Sinn und Zweck eines Netzwerks ist es, dass sich deren Mitglieder gegenseitig unterstützen. Bei Youtube geht das über Empfehlungen. Man verweist aufeinander, verlinkt sich, animiert die eigenen Fans, doch auch mal beim Netzwerkpartner vorbei zu schauen. Das kann soweit gehen, das ein Netzwerk seinen Mitgliedern Regeln vorschreibt und bestimmt, wer wen an welcher Stelle wie erwähnen darf. Auch die digitale Währung für Aufmerksamkeit, die “Likes”, werden reglementiert. Man liked nur, wen das Netzwerk will. Dadurch bleiben die Fans im Netzwerk und die Mitglieder unter sich. Auch Mediakraft erlässt solche Regeln, schreibt also vor welche Kanäle bekannter gemacht werden sollen und welche nicht.

Zweitens: Eigene Marken. Mediakraft hat vor einigen Monaten begonnen, eigene Kanäle aufzubauen. Mit Hilfe der Stars im Netzwerk werden dabei neue, eigenständige Marken aufgebaut. Zum Beispiel der News-Kanal “Was geht ab?”, der am 03.07.2013 startete und in gut drei Monaten rund 150.000 Abonnenten und 7 Millionen Videoaufrufe auf sich vereinen konnte. Die Strategie dahinter ist klar: Man will weg von den personenzentrierten Youtube-Kanälen, hin zu einer eigenständigen Marke. Diese lässt sich auch dann weiterführen, wenn der Star das Netzwerk oder gar Youtube verlässt. YT-Kanal: Was geht ab? Statistiken

Statistik des News-Kanals „Was geht ab?“, Quelle: socialblade.com, Stand: 23.10.2013

 

Youtuber als Kommunikationspartner verstehen

In der Generation unter 25 ersetzt Youtube zunehmend das Fernsehen. Das Marketing hat Youtube bereits vor einiger Zeit entdeckt und platziert dort gezielt Produkte, vorallem in Kosmetik-Tests oder Schmink-Tutorials. Youtube-Kanäle sollten aber ebenso wie Journalisten oder Blogger als Kommunikationspartner verstanden werden. Denn wer sich seine Nachrichten nur über Youtube besorgt, ist für die klassischen Kommunikationskanäle verloren. Für die PR-Branche heißt das umdenken. Youtube-Kanäle und vorallem – Youtube-Netzwerke – müssen als Multiplikatoren verstanden werden.

Dabei sind weniger klassische Instrumente wie Pressegespräche oder -mitteilungen als vielmehr kreative Maßnahmen gefragt. In den USA unterstützen beispielsweise Computerspielfirmen große Youtube-Kanäle bei der Produktion ihrer Videos oder geben auch mal einen ganzen Werbespot in Auftrag.

Aufgrund der enormen Reichweiten und Bindungskräfte von Youtube kann das für Unternehmen mit jungen Zielgruppen entscheidend sein. Und Netzwerke wie Mediakraft sind gerade dabei, Meinungsführer in diesem noch sehr jungen Medium zu werden. Je früher die Unternehmenskommunikation hier Kontakte knüpft, desto eher wird sie Youtuber für sich und ihre Botschaften gewinnen können.

Bild: Montage/CC-BY 2.0 von Kheel Center, Cornell University

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Dieser Artikel erschien zunächst bei kommoguntia.de

 

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iPad Air Release: Eine Nacht vor dem Apple Store

Ich war für die Allgemeine Zeitung beim Release des iPad Air dabei und habe die Nacht vor dem Apple Store in Frankfurt verbracht, zumindest von ca. 5 bis 9 Uhr morgens. Herausgekommen ist neben einer Begleitung auf Social Media auch dieses Video:

iPad Air Release in Frankfurt am Main

 

Mehr:

Erste Schritte mit dem iPhone 5S

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#IchBinVerdächtig: Wie schnell man zum Überwachten wird

Schaut euch mal an, was folgende Person X in den vergangenen Tagen getan hat. Klingt das nicht irgendwie verdächtig?

Handlungen von Person X im Zeitraum 10. - 20. September:
  • Hat persönlichen Kontakt zu Daniel Domscheit-Berg, dem früheren zweiten Kopf hinter WikiLeaks.
  • Hat E-Mail-Verkehr mit Daniel-Domscheit-Berg.
  • Verwendet plötzlich einen verschlüsselten Messenger
  • Reist nach Armenien, einem Nachbarland des Iran
  • Hat dort seine SIM-Karte abgeschaltet
  • Verwendet eine SIM-Karte, die auf eine andere Person zugelassen wurde

Diese Person X bin ich. Das habe ich in den letzten Tagen getan und all diese Handungen kann man natürlich ganz einfach erklären, wenn man den Kontext kennt: Daniel Domscheit-Berg habe ich interviewt. Ich bin auf die App Threema umgestiegen, um eine sicher Alternative zu WhatsApp zu haben. Die Reise nach Armenien war einfach ein Urlaub und ich habe eben dort eine lokale SIM-Karte eingesetzt, um erreichbar zu sein ohne horrendes Roaming zu bezahlen. So gesammelt und aus dem Kontext gerissen wirken die Handlungen aber sehr seltsam und geben ein seltsames Bild ab. Das ist aber genau, was die NSA & Co. tun, sie analysieren Meta-Daten, zu denen sie den Kontext nicht kennen und versuchen darin Muster oder Abweichungen zu erkennen. So kann es dazu kommen, dass man mit ganz einfachen alltäglichen Handlungen auf die Überwachungsliste von den überwachenden Geheimdiensten landet. Das ist auch, was Daniel-Domscheit Berg im Interview erwähnte: „Die Menschen müssen endlich verstehen, wie einfach es ist auf diese Liste der Überwachten zu geraten.“ Um das zu erreichen und begreifbar zu machen, rufe ich auch euch auf, zu überlegen, was habt ihr in letzter Zeit „verdächtiges“ getan? Habt ihr euch von Facebook abgemeldet, seid ihr da gar nicht? Habt ihr angefangen eure eMails zu verschlüsseln? Wart ihr im Ausland und habt einen seltsamen Umweg genommen? Zu wem habt ihr so Kontakt? In welcher Gegend wohnt ihr? Mit wem habt ihr Mail-Verkehr und was stand dort zuletzt im Betreff? Schreibt ihr Mails ohne Betreff? Schaut mal von Außen auf eure Handlungen und überlegt, wie diese ohne Kontext wirken.

NSASexting

Twitter, Bloggt, teilt was ihr „Verdächtiges“ getan habt. #IchBinVerdächtig

Am besten ihr twittert oder bloggt es dann oder teilt diesen

Artikel auf Facebook. Der Zentrale Hashtag dazu ist #IchBinVerdächtig. Will euch partout nichts einfallen, denkt noch mal nach und abstrahiert euer Verhalten. Mit eurer Hilfe, kann das zu einem #Aufschrei für die Netzpolitik werden. Ich hab auch einen tumblr für diese Aktion eingerichtet, in dem ich möglichst viele der einlaufenden Reaktionen sammeln möchte. Meine Hoffnung ist dadurch erkennbar zu machen, wie einfach jeder Opfer von Überwachung werden kann oder es schon lange ist und Schluss zu machen, mit der Behauptung „Ich habe nichts zu verbergen“. Das hat jeder.

#IchBinVerdächtig

NSAVacation

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Journalismus mit Mäzen, Zukunft & ohne Bezahlung | morgenlinks aus Armenien

Die morgenlinks kommen diesmal direkt aus Armenien zu euch, im Video mit Blick auf die Kaskaden.

Wie wir nach vorne denken sollten – acht Thesen zur Zukunft

(Stefan Plöchinger, ploechinger.tumbler.com)
Thesen zur Zukunft des Journalismus hat man schon oft gehört und Jochen Wegner (Zeit Online) sagte erst zuletzt beim „Besser Online“-Tag des DJV, er sei thesenmüde. Beim Chef von sz.de Stefan Plöchinger darf man aber trotzdem zuhören, denn er hat es geschafft innerhalb weniger Jahre aus dem oft belächelten digitalen Dinosaurier der Süddeutschen eine zukunftsweisende Onlinezeitung zu machen. Und er schwurbelt nicht, sondern gibt praxisnahe Tipps, wie man Redaktionen umgestalten sollte. Wichtigste Erkenntnis: Wir haben keine Medienkrise, sondern einen Medienwandel. Deswegen sollte man die Veränderung als Zustand akzeptieren.

 

The unfortunate fact is that online journalism can’t survive without a wealthy benefactor or cat GIFs

(Mathew Ingram, PaidContent.org)
Während Plöchinger Paid Content als Teil der Zukunft sieht um Journalismus zu finanzieren, reitet Mathew Ingram darauf herum, dass Journalismus sich noch nie selbst finanzieren konnte und auch in Zukunft Mäzene braucht (Jeff Bezos & Washington Post) oder andere Bereiche (Entertainment in Form von Katzen-GIFs) um sich zu finanzieren. Im Endeffekt bleibt es wohl ein Mix in den Geschäftsmodellen und auch hier gilt ausprobieren.

 

Huffington Post Deutschland: Ein unmoralisches Angebot?

(Stefan Goldmann, lousypennies.de)
Welchen Teil die Huffington Post im Geschäftsmodell-Mix einzelner Blogger & Journalisten ausmachen könnte, analysiert Stefan Goldmann. Denn die HuffPo bietet bekanntermaßen keinerlei Bezahlung von Blogbeiträge. Ob es sich aus SEO-Sicht eventuell lohnt bleibt abzuwarten.

 

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Politik

„Mir fehlt der Mut der Bundesregierung“ – Daniel Domscheit-Berg zum NSA-Skandal

Die Auswirkungen des NSA-Skandals werden durch die ständig neuen Enthüllungen von Edward Snowden immer größer. Daniel Domscheit-Berg war lange Zeit der zweite Kopf hinter Wikileaks. Nach einem Streit mit dem Gründer Julian Assange trennte er sich von der Plattform und beschäftigt sich heute mit Netzwerksicherheit und engagiert sich für die Piratenpartei. Diese Woche war er in Mainz zu Gast und diese Zeitung sprach mit ihm über die Auswirkungen der NSA-Affäre.

Daniel, nach deinen Erfahrungen früher bei Wikileaks, inwieweit warst von den Snowden-Enthüllungen noch überrascht?

Es gibt Teile dieser Enthüllungen, die vorher schon bekannt waren oder man hatte eine Idee davon. Es ist bekannt welche Technologien es gibt und man kann, wenn man sich dafür interessiert eine Idee entwickeln, was da passiert. Die Dimensionen sind aber noch einmal etwas ganz anderes. Das Wichtigste an diesen Enthüllungen ist, dass wir uns bewusst werden, dass es hier nicht um eine kleine Sammlung von Daten geht. Hier ein System so groß geworden, dass niemand sich das überhaupt vorstellen kann. Ausgedruckt würde der Datenbestand der NSA das 1,7-fache der Fläche Europas bedecken. Das macht das Ganze vielleicht etwas verständlicher.

Gab es für dich denn einen Schlüsselmoment, in dem du das Ausmaß des Skandals erfasst hast?

Ich habe solche Schlüsselmomente mit jedem Teil dieser Enthüllungen. Alles, was wir bisher gehört haben zeigt weitere Facetten dieses Problems auf und zeigt welche technischen Komponenten attackiert werden. All das macht mich persönlich betroffen, denn ich habe eine Vorstellung davon wie viel von der Integrität dieser Komponenten in einer vernetzen Welt abhängt. Ich weiß, dass wenn all diese einzelnen Bausteine wegbrechen, sich das zu einem richtigen Problem entwickelt.

Es macht betroffen – und es macht hilflos. Was kann man dann jetzt tun? Zunächst mal auf einer politischen Ebene. Denn selbst wenn die Verstrickungen in Deutschland aufgeklärt würden, ist damit noch nicht abgestellt was die NSA mit dem internationalen Internetverkehr in den USA tut.

Zunächst würde ich mir wünschen, dass unsere Bundesregierung einen Untersuchungsausschuss einsetzt. Dieser Untersuchungsausschuss braucht eine Beteiligung der Zivilgesellschaft. Für mich ist wichtig, dass unabhängige Experten an der Aufklärung beteiligt werden, die in unserem Interesse agieren. Natürlich braucht es auch Informationen der Amerikaner. Da müssen wir klarer kommunizieren, dass wir mit den Informationen, die wir bisher bekommen nicht zufrieden sind. Wir müssen mehr Transparenz einfordern und auch den politischen Mut haben, einem Verstoß von Seiten der Amerikaner mit Konsequenzen auf diplomatischer Ebene zu begegnen.
Wieso sollen wir mit ihnen über neue Wirtschaftsabkommen verhandeln? Wieso sollen wir Abkommen, wie die SWIFT-Verträge und die Weitergabe von Fluggastdaten aufrecht erhalten, wenn wir wissen, dass das gegen uns verwendet wird? Da fehlt mir der Mut in der Bundesregierung. Wir sind in Deutschland nicht so abhängig. Wir könnten viel aggressiver unsere Rechte einfordern und unsere Souveränität verteidigen. Ich finde es beschämend, dass unsere Regierung, das nicht im Ansatz hinbekommt.

Bis wir soweit sind, was kann man denn auf individueller Ebene tun? Kann man sich schützen? Muss man all seine E-Mails verschlüsseln oder Aufhören in sozialen Netzwerken zu kommunizieren?

Idealerweise würden wir per se sicherer kommunizieren. Die Forderung, dass mehr Menschen ihre Mails verschlüsseln sollen ist älter als der Skandal. Aber das ist Teil eines Lernprozesses, reifer mit diesen Medien umzugehen. Will ich heute einen Brief schreiben, schreibe ich ja auch einen Brief und keine Postkarte. Insofern ist die Debatte wichtig. Nicht damit jeder lernt, wie er zum Krypto-Experten wird und sich in Zukunft ein Wettrüsten gegen den Staat liefert, sondern dass Leute für die Thematik sensibilisiert werden und ein paar der Fragen hören, die sie sich selbst stellen müssen. Dazu gehört: Welche Daten gebe ich überhaupt zu wem? Weiß ich, wie derjenige mit diesen Daten umgeht? Diese grundlegenden Fragen sind viel größer als die NSA-Affäre.

Was kann denn mit diesen Daten passieren? Wo entsteht denn der Nachteil, wenn man sich selbst nichts vorzuwerfen hat?

Das Problem ist, dass die Verknüpfung einem gar nicht bekannt ist. Ich weiß vielleicht, dass ich mich bei Facebook und bei einem anderen Dienst angemeldet habe. Da habe ich mittlerweile auch eine Vorstellung davon, was das für mich bedeutet. Problematisch wird es, wenn alle diese Daten hinter meinem Rücken zusammengeführt werden. In dem Moment, indem jemand meine Kommunikation kennt und mein Verhalten und diese beiden Dinge verknüpfen kann, kann er ein Profil von mir aufbauen. Beispielsweise, wenn es um sexuelle Vorlieben geht. Darum ob ein Homosexueller Safer Sex praktiziert. Dieser Datensatz wird dann von Anderen, wie einer Krankenkassen gekauft und plötzlich geht es um die Entscheidung einer Lebensversicherung, die dann nicht gewährt wird. Es gibt viele Bereiche, in denen das schwer vorstellbar ist, in der Realität aber sehr detaillierte Profile angelegt werden können. Erst vor kurzem kam raus, dass Versicherungen auch Informationen aus Facebook nutzen wollen, um Menschen besser einstufen zu können. Ebenso wenn man bei der Bank einen Kredit beantragt, dann wird in die Risikobewertung mit einfließen, wie ich mich in sozialen Netzen verhalte. Das ist doch eine komplett verrückte Welt und man hat keine Möglichkeit, das zu steuern. Das ist das eigentliche Problem.

Deine Trennung von Wikileaks und Julian Assange erfolgte ja damals im Streit. Siehst du es kritisch, dass Edward Snowden die Nähe zu Julian Assange, beziehungsweise umgekehrt, sucht?

Wer da wessen Nähe sucht, weiß ich nicht. Ich würde sagen, es ist eher umgekehrt. Das ist für mich aber zweitrangig. Das paradoxe und traurige an dieser Situation ist, dass der mutigste Mensch auf diesem Planeten, der uns allen als Zivilgesellschaft einen Riesengefallen getan hat, momentan kann kaum Freunde finden kann. Da ist es doch wichtig, egal wer das nun ist, das ihn Leute auch öffentlich unterstützen. Da ist mir natürlich auch egal, wie ich mich mit denen verstehe. Da geht es um die Sache.

Nachdem ich mich jetzt mit Dir unterhalten habe und wenn man deine Vergangenheit bei Wikileaks mit einbezieht, werde ich jetzt auch überwacht?

Davon würde ich mal schwer ausgehen, spätestens wenn Sie mir eine Mail schicken. Dann sind aber nicht nur Sie, sondern auch ihre Kinder und Bekannten, und deren Freunde und Verwandte mit drin. Die NSA zumindest geht bis zur dritten Ecke. Das System kennt eben kein Limit mehr. Die Menschen müssen endlich verstehen, wie einfach es ist auf diese Liste der Überwachten zu geraten. Die Absurdität der Liste schützt vor Überwachung nicht.
Das muss eigentlich dazu führen, dass möglichst viele Menschen in diese Solidargemeinschaft der Überwachten kommen und sich daraus dann hoffentlich ein Protest bildet.

Eine gekürzte Fassung dieses Interviews erschien auch in der Allgemeinen Zeitung. Bild & Kamera: Alex Boerger

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Bewegen & Beschäftigen Viralität

Werbung auf Pornoseiten, Buzzfeed International & Offshore-Leaks | morgenlinks

Die morgenlinks diesmal ausnahmsweise wieder ohne Video, weil gleich mein Flieger geht und die Zeit für den Upload nicht mehr ausreichen würde. Ihr dürft diese Woche aber noch ein Interview mit Daniel Domscheit-Berg erwarten, deshalb lohnt es sich den Youtube-Kanal zu abonnieren.

MR068 Offshore-Leaks

(kuechenstud.io, Philip Banse)
Super spannender Blick hinter die Kulissen von Offshore-Leaks. Philip Banse spricht mit dem maßgeblich beteiligten Datenjournalisten Sebastian Mondial, über seine Arbeit an den geheimen Festplatten, wie es war das mit 80 Journalisten zu koordinieren, die Daten zu verschlüsseln. Mondial gibt dabei auch zu, wo Ihnen Fehler unterlaufen sind und was er heute anders machen würde.

How to Advertise on a Porn Website

(eat24hours.com)
Pornowebseiten haben Unmengen an Traffic, aber nur wenig Werbung. Beziehungsweise die meiste Werbung ist für andere Pornoseiten oder zweifelhafte „Enlarge your Geschlechtsteil“-Dienste. Die amerikanische Lieferfirma eat24 hat die Chance genutzt und auf einschlägigen Seiten Werbung für ihren Bringdienst geschaltet: Mit großem Erfolg, für einen Bruchteil der Kosten, selbst von Google oder Facebook-Werbung, haben sie ein Vielfaches des Traffic erzielt. Sicher nicht für jedes Produkt passend, aber spannend.

Memo To The BuzzFeed Team#

(linked.in, Jonah Peretti) Der Gründer von BuzzFeed gibt in einem Memo an seine Mitarbeiter die Marschrichtung für das nächste Jahr vor. Ein spannender Punkt:

„There is a huge opportunity to be the leading news source for the social, mobile world.“

Außerdem will man sich internationalisieren, allerdings will mann nicht, wie die Huffington Post auf lokale Ausgaben setzen:

„We won’t launch different sites in different markets, or the equivalent of ‚local newspapers‘ in every market. We will have one big global site that will dynamically change to meet the needs of different countries and languages.“

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Politik Siebbelag

TV-Duell, Twitter & Armut als Lebensstil | morgenlinks

Herzlich Willkommen zu den morgenlinks, diesmal leider ohne Videokommentar, weil die Technik gestreikt hat. Wer mich doch in Videoform sehen möchte, kann das Digitale #Quartett von gestern Abend anschauen, in dem ich mal wieder zu Gast war. Es ging um das TV-Duell, die @schlandkette und Twitter. Mein ganz eigener Rückblick auf das Duell in Form von GIFs gibt es hier.

Wir sind die 0,01 Prozent: Die Second-Screen-Twitter-Blase

(olereissmann.de, Ole Reißmann)
In meiner Timeline ging es ganz schöne Rund, während des #tvduell. Ich kam kaum hinterher, rund 173.000 Tweets wurden während der Sendung dazu abgeschickt und das Meme der @schlandkette machte schnell seine Runde. Doch die Twitterblase ist nur ein kleiner Teil der Wahlbevölkerung. Ein Bubble, die Ole Reißmann (nach Update) auf 0,058% der Wahlberechtigten beziffert. Darüber haben wir auch in der oben erwähnten #Quartett Sendung gesprochen.

Armut als Lebensstil – Das prekäre Leben

(neueelite.de, Yeah Sara)
Amy&Pink war früher als “BILD-Zeitung der Hipster” verschrien, davon hatte der Gründer Marcel Winatschek irgendwann genung, stampfte es ein und setzt nun auf Texte, statt Titten. Und da ist auch gleich ein toller dabei. Über das Leben der Generation Prakitkum, die lebt um zu arbeiten, ohne das das Arbeiten zum Leben reicht.

#Weltschmerz ist sein Held

(zeit.de, Nina Pauer)
Eine ganz tolle Einlassung von Nina Pauer auf den Twitterer @NeinQuarterly, der als Professor für deutsche Literatur in Pennsylvania über den akademischen Betrieb und die deutsche Sprache auf der Kurznachrichtenplattform schreibt. Fatalistisch, philisopisch und auch mal für ein Lachen gut.

„You don’t have to be angry to speak German. But it helps.“

Wer nächste Woche die morgenlinks, dann hoffentlich wieder mit Video, per Mail bekommen möchte, der kann sie hier kostenlos abonnieren.