Tag Archive | "Großes Kino"

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Zeiten ändern dich

Posted on 16 Februar 2010 by Pell

Bushido, Deutschlands Rap-Stern verewigt sich ein weiteres Mal. Bernd Eichinger und Uli Edel portraitierten den Elternschreck in “Zeiten ändern dich” für die Kinoleinwand.

Der Film beginnt mit schwierigen Erfahrungen seiner Kinderzeit und geht über zum Drogenverkauf mit dem Geld seiner Mutter (Hannelore Elsner), bis schließlich irgendwie plötzlich Graffiti und Musik eine große Rolle spielen. Schimpfwortorgien und Spraydosen reichen Eichinger und Edel als alleiniges Bild jener Zeit und Gegend, die Bushido gerne als Ghetto bezeichnet. Bis er diesen Ort verlässt und in seine Villa einzieht, vergehen noch ein Besuch bei seinem kranken Vater und schließlich der 11. September, der “so krass” war, dass es “schon fast virtuell” war. Ob dieses Schlüsselereignis so ernstzunehmen ist, lässt sich ebenso anzweifeln wie das hell gepuderte Image, das der Film verkaufen möchte.

Denn die negativen Episoden, die Bushido zu einer kontroversen und interessanten Gestalt werden ließen und wohl stark zu seiner steilen Karriere verhalfen, finden nur wenig Platz. Ein paar schlechte Schlagzeilen und Nachtrichtenausschnitte sind ausreichend. Die Handgreiflichkeiten gegenüber seiner Freundin zeigen ihn schließlich noch in seiner frauenfeindlichen Rolle, die in der nächsten Szene mit allerlei Besänftigungsversuchen eingerissen werden möchte. Nachdem er in einer Schlägerei verwickelt ist, tritt er dann irgendwann auch noch im Gefängnis auf, aber kann “Walk the Line” nicht das Wasser reichen.

Bushidos Werdegang ist eine rhythmische Erzählung eines Menschen, der es allen gezeigt haben will, die Zweifel an ihm hegen. Ob seine Mitschüler, die Eltern seiner Freundin oder schließlich auch letztere selbst. Die Welt “fickt” ihn, also muss er sich verteidigen, um nicht selbst zum “Opfer” zu werden. Die Weltsicht des Bushido ist eine rachelüsternde Identitätskrise, gespickt von traumatischen Kindererlebnissen und getränkt in wütendem Selbstmitleid.
Die Gesellschaft prangert er an, weil sie ihm keinen Platz zu bieten schien. “Wenn das hier eine Privatparty gewesen wäre, ihr hättet mich nicht eingeladen.”, sagte er bei der Echo-Verleihung. Bushido steigt in die Reihen auf, die er so sehr kritisiert und versucht alles, um diesen Erfolg zu maximieren. Seine finanziellen Interessen sind kein Geheimnis: zum Film wird ein gleichnamiges Album in drei Versionen veröffentlicht. Es ist die Kombination aus Unter- und Oberschicht, die ihn mittlerweile ausmacht.Der reiche Pöbel, höflich, aber doch temperamentvoll.

Bushido verkauft jeder Zielgruppe die richtigen Geschichten. Seine Fans dürfen sich an seinen vulgären Texten erfreuen, während die Single-Auskopplungen für die breite Masse seit längerer Zeit nur leicht verträgliches boten. Und der Rest der Öffentlichkeit darf einen Film sehen. Sein Name ist eine Marke. Wie viel Anis Ferchichi tatsächlich mit ihr gemeinsam hat, ist fraglich. Die große Magie macht allerdings seinen Aufstieg aus.

Nach dem Bushido die beiden Türme fallen sah, veröffentlicht er wenig später sein erstes Album. Der Streit mit dem Label lässt nicht mehr lange auf sich warten und nur mithilfe des berüchtigten Arafat Abou-Chaker (Moritz Bleibtreu) kann der Plattenvertrag schließlich zur Vergangenheit gezählt werden. Sein Erzfeind Sido ist leider ebenso wenig zu sehen wie eine wirkliche Schilderung der Umstände mit seinem damaligen Kollegen Fler, von dem Bushido lange Zeit auch nichts mehr wissen wollte.

Dann folgt auch schon sein gewaltiger Erfolg, der in eine Show am Brandenburger Tor münden soll. Doch vor diesem letzten Akt, soll Bushido noch den Frieden mit seinem Vater finden. Ein zweiter Besuch mit dem alten Herren steht also an. Letztlich endet alles in einem großen Auftritt mit Karel Gott. Seine Ex-Freundin ist im Publikum, seine Eltern stehen sich gegenüber und die Fans jubeln.

“Zeiten ändern dich” überzeugt nicht durch schauspielerische Leistung oder einem besonders originellem Drehbuch. Der Film beschönigt eine Persönlichkeit aus Furcht sie zu dunkel darzustellen und verliert dadurch an Authentizität und Ausdruck. Es hätte mehr von all dem sein dürfen, das Bushido letztlich zu dem machte, was er ist. Schließlich mangelt es auch an Musik, dem Spirit des Hiphop, obwohl gerade die kurzen Liveauftritte seine charismatische Faszination nachvollziehbar wirken lassen. So hinterlässt der Streifen keinen Eindruck einer Biographie, sondern glückt wenn überhaupt als schlecht inszeniertes Vater-Sohn-Sozialdrama.

Bild: Screenshot von der Seite zum Film.

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Freitag, der 13., der 12.

Posted on 03 März 2009 by Jannis Kucharz

Killer wie Freddie, Michael Myers, Jason sind zu einem echten Mythos geworden. Sie haben das Genre des Horrorfilmes extrem geprägt. Gleichzeitig kennt ihre Zielgruppe1 kaum noch die Ursprünge. Die Originale von 1980 (Friday, the 13th) kennen die Teenager kaum noch. „Super Gelegenheit“, denkt sich die Filmindustrie, „erzählen wir denen, die Jason nur noch als X kennen und Halloween nur als H20, doch noch einmal die Anfänge.“ Remakes sind das Gebot der Stunde.
Einer der sich da besonders hervorgetan hat ist Michael Bay. Als Produzent des „Texas Chainsaw Massacres“ hat er schon eine sehr stimmungsvolles Remake eines Genreklassikers hingelegt und versuchte dies nun bei „Freitag, der 13.“ noch einmal.

Der 12. Auftritt von Jason Vorhees startet auch ganz gut. Als die erste Gruppe Sex-, Drogen- und Alkoholbesessener Jugendlicher dran glauben muss, weiß man nie genau, wann schlägt Jason zu. Er wechselt zwischen schnellen und qualvollen Toden ab, was die Spannung für eine gewissen Zeit hoch hält. Auch bei der Waffenwahl zeigt sich der Killer kreativ, von seiner Machete rückt er für einen Schraubenzieher oder eine Bärenfalle durchaus einmal ab.

Wenn dann aber nach 20 Minuten einfach die zweite Gruppe Jugendlicher anrollt, genauso dumm,  Sex-, Drogen- und Alkoholbesessenen, wünscht man sich Jason würde doch bitte noch etwas schneller machen. Zu sehr den eigenen Regeln verpflichtet erfüllt der Film jedes Klische, vom Quotenschwarzen bis zur dummen Tussie mit blanken Silikonbrüsten. Das alles wird so ohne Ironie, Augenzwinkern oder irgendeinen neuen Aspekt vorgetragen, dass einem der ganze Film beliebig austauschbar vorkommt.


Freitag Der Dreizehnte – Trailer

Man fragt sich was, ausser einem in „Hostel“-manier bohrenden Schraubenzieher modern sein soll an dem Film.  Zwar ist es ein solider Horrorfilm, aber er folgt den Regeln des Genres viel zu streng, ohne eine neue Idee oder einen neuen Aspekt hinzuzufügen.
Und so ist man am Ende vor allem froh, als Jason seiner Pflicht streng nach Plan nachgekommen ist und der Film zu Ende war.

Bild ©Warner Bros.

P.S.: Michael Bays Remake von „Nightmare on Elm Street“ mit Freddie ist schon in Planung.

  1. im doppelten Sinne []

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Gesehen: Transporter 3 – Die Enttäuschung

Posted on 22 Januar 2009 by Jannis Kucharz

Als ich bei Kino, TV & Co las der dritte Teil der Transporter Reihe sei wieder besser als der 2. war ich hell auf begeistert.
Denn ich fand Transporter 2: The Mission längst nicht so schlecht wie alle anderen. Was sicherlich daran lag, dass ich diesen noch vor dem ersten Teil gesehen habe. Der Charme & Rhythmus des ersten Teils war mit also gar nicht bewusst.

Sicher die Story im 2. Teil war sehr abstrus und vieles ging nicht auf, aber er glänzte immerhin mit sehr passabler Action. Und die Feuerwehrschlauch Choreografie ist unvergessen und schlichtweg genial.

Damit wusste der 2. Teil also durchaus noch zu bestechen, nicht so beim neuesten dritten Teil von The Transporter mit Jason Statham. Spielte vorher die Story durchaus noch eine Rolle, ist sie beim 3. völlig in den Hintergrund getreten. Die ist völlig trivial und beliebig austauschbar. Das ist sicher auch besser so, denn sie wimmelt nur so vor logischen Löchern, ja das ganze Grundgerüst steht auf mehr als wackeligen Beinen. Jetzt werdet ihr sagen: Das ist ein Actionfilm, wen interessiert da die Story?

Da liegt das nächste Problem: Die Action soll zwar noch spektakulärer sein, als beim letzten Mal, aber das Limit ist ziemlich ausgereizt. Es bleibt nicht mehr viel übrig, was Frank Martin mit seinem Auto oder seinen Fäusten noch nicht gemeistert hat. So versucht man halt frei nach dem Motto “schneller, höher weiter” einfach neue Superlative zu schaffen.
Er fährt auf 2 Rädern oder verfolgt ein Auto auf dem BMX Rad. Ist das spektakulär? Nein, man hat das eher so ähnlich schon alles gesehen. Genauso das Problem mit den Bösewichten die Frank zusetzen wollen. Es gibt da keine Herausforderung mehr, die noch nicht bezwungen hat. Er hat ja schon bewiesen, wen er alles verprügeln kann.
So stellt man ihm einfach immer noch größere Gegnergruppen gegenüber.

Hofft man aufgrund der mangelnden Innovation wenigstens auf die oben erwähnten außergewöhnlichen Kampfchoreografien wird man ebenfalls bitter enttäuscht. Die schnellen Schnitte machen jegliche Choreografie oder den Versuch sie nachzuvollziehen im Ansatz zu nichte. Das ist aber noch nicht einmal das schlimmste.

Man wollte nämlich doch noch innovativ sein und da kam man auf die Idee: “Hey wie wäre es, wenn wir in einen Actionfilm mal eine Lovestory integrieren?”
Zwar spielt Natalya Rudakova ihr Debüt der zunächst unnahbaren Valentina, die Franks Manpower langsam erliegt, durchaus überzeugend und ist auch nett anzusehen, aber wie diese Liebesgeschichte ausgeschlachtet wird ist Kitsch der allerschlimmsten Sorte. Höhepunkt: Eng Umschlungen, nach dem ersten gemeinsamen Sex, sitzen sie am Rande einer Klippe, blicken ins Tal und sinnieren über das Leben…

Ich glaube wäre ich in “Australia” gewesen hätte ich mich weniger umschnulzt gefühlt. Transporter 3 hat mich auf ganzer Linie enttäuscht. Ich schau mit lieber die Vorgänger weiter auf DVD an.

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P.S.: Ich habe Angst das Crank 2 auch tierisch in die Hose geht.

Crank 2 Trailer:

mehr…

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Original oder Kopie?

Posted on 06 Januar 2009 by Joe Legend

Es ist irgendwie immer das Selbe.

Man zappt sich durch das Spätabend Programm im TV oder guckt sich seinen Lieblingsfilm auf einen der neumodischen digitalen Medien an, und das auf Deutsch.

Doch wieso spricht Eddie Murphy da in New York so perfekt deutsch? Und wieso liegt denn da Stroh?

Heute befasse ich mich mit einem Thema, das so viel Aufwand benötigt und so unscheinbar scheint: Synchronisation.

Die Synchronisation ist ein Thema, dessen Ausmaß mir erst vor ein paar Jahren richtig bewusst wurde.

Im Grunde genommen, haben wir es in Deutschland richtig gut. Bei uns machen den Job ausgebildete Theater-/Film-/Radio- oder Fernseh-Schauspieler.

Sie machen es mit Leidenschaft, mit Witz und mit Professionalität.

Es gibt Ländern, in denen das anders ist. In Polen beispielsweise wird über den originalen Ton, die Übersetzung gelegt, die (meist) monoton den Text spricht.

Dann gibt es noch die andere Seite der Medaille. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die USA. Ich bin mir immer noch nicht ganz schlüssig darüber, was der Amerikaner denn überhaupt hören will. Einerseits liebt er Comic-Serien, deren Sprecher selbst dort große Stars sind. Anderseits herrscht beim Publikum eine Mentalität, die nun auch nach Europa oder zumindest Deutschland schwemmt. Denn bei Filmen zählt nur das original. Und da dort die Weltsprache Landessprache ist, sind „allet Schlampen außer Mutti”. Im Land von Hollywood und McDonalds kommen nachsynchronisierte Filme weniger gut an. So haben es ausländische Filme dort sehr schwer.
Denn bei denen kann die Synchronisation noch so gut sein, die US-Bürger sind in diesem Punkt sehr eigen.

Doch genug von andern. Nun zu uns. Das alte Europa hat generell eine gute und solide Synchronisation. Die deutsche Sprache hat dazu noch den Vorteil sehr komplex zu sein.
Das wiederum hat den Nachteil, dass die Ausübung eines Berufes in diesem Genre sehr schwer ist und die Leistungsdichte im professionellen Bereich überschaubar ist.

Und die richtig guten Synchronsprecher hört man in verschiedenen Rollen immer wieder und gewöhnt sich daran.

So ist es normal für mich das Theo Huxtable (Die Cosby Show) wie Ben Stiller und Justus Jonas (Die drei ???) klingt.
Aber eine exklusive Stimmenvergabe kann einfach nicht realisiert werden, was immerhin eine gewisse Qualität garantiert.

Allerdings gibt es komplette Fehlgriffe in der Besetzung von Synchronstimmen.
Chris Tucker und Chris Rock leiden in Deutschland beide unter demselben Problem. Beide haben jaulende Stimmen die – in meinen Augen – einen großen Teil der Personen an sich bilden. So wirken die deutschen Stimmen eher wie die Protostimmen für afroamerikanische Schauspieler. Ein bisschen locker, aber immer noch zu rau und kantig um die beiden so rüberzubringen, weshalb sie so berühmt sind.

Ein komplett krasser Fehltritt ist Denzel Washingtons Synchronstimme. Denzel Washington hat eine harte und dunkle Stimme bei uns in Deutschland. Das Original allerdings hat eine hellere und sanftere Stimme. Allerdings mag ich beide. Bloß wird es den Schauspielern nicht gerecht. Warum Adam Sandler immer noch nicht die Sonderlings-Stimme hat, die er verdient hat, ist mir auch ein Rätsel.

Durch solche Besetzungen, geht viel Zauber verloren. Allerdings kann man viele Filme auch mal mit einer guten Synchronisation in Deutschland beliebter machen.

Die Synchronstimmen von Bruce Willis, Al Pacino oder Robert De Niro stehen hier ganz oben auf der Liste der Bekanntheit und ziehen unterbewusst bestimmt eine Großzahl an Leuten an.

Dann erwartet man aber wiederum, dass Bruce Willis in einen seiner nächsten Filme 20% auf alles verteilt … außer Tiernahrung. Oder, dass Al Pacino alias Tony Montana das X-te „Intro” auf einem HipHop Album spricht.

Trotz all dieser Punkte sind deutsche Übersetzungen immer annehmbar. Es gibt keinen Top-Film, der durch eine Synchronisation zu einem Flop oder unansehbar wurde.

Nun unterscheide ich innerhalb der Synchronisation immer zwischen Ton und Schrift. Den Ton haben wir ja jetzt abgearbeitet. Fehlt noch die Basis dafür: Die Übersetzung.

Die Übersetzer bzw. Leiter der Synchronisationsarbeiten sind für eine Übersetzung des Originals in Wort und Silbenlaut zuständig.
Ich würde mich gar nicht trauen zu fragen, welcher Job leichter ist. Mein Respekt für die Arbeit, die Synchronstudios leisten ist enorm.
Und weiß Gott will ich bestimmt niemanden kritisieren. Allerdings bin ich Konsument und habe daher ein gewisses Anrecht auf – konstruktive – Meinungsmitteilung.

Und so sollen folgende Ergebnisse verschiedener Kreativabteilungen in der Filmbranche nur als Warnzeichen an selbige sein.

Generell wird es immer schwerer bei Synchronarbeiten, dem Laufe der Zeit Schritt zuhalten.

Mit jedem gesprochenem Wort, entwickelt sich die Sprache. Das sprachliche Verständnis einer Muttersprache ist immer größer, als die Übersetzung eines Gelehrten. Schließlich wird die Sprache im Laufe der Zeit immer ausgefallener. Sprichwörter, Wortspiele, Wortkreationen und die Intention eines Satzes werden immer kreativer.

So wurde bei einem Hollywood-Action Film in der Übersetzung vor 20 Jahren vielleicht noch ein wenig Zensur  geübt um der breiten Masse zugefallen. Doch die Welt hat sich geändert und in einer deutschen Synchronfassung würde heute wohl keiner mehr ein „Yippee-ki-yay, Schweinebacke” an Stelle von„Yippee-ki-yay, motherfucker” zu hören bekommen.

Und „Stirb langsam” würde es auch nicht mehr als Übersetzung für „Die Hard” geben.

Im Jahr 2009 (- Herzlich Willkommen! – ), würde man damit niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken können.

Und da wären wir auch schon Mittendrin.

Als ich das erste Mal „Pulp Fiction” sah, konnte ich noch nicht gut genug Englisch, dass ich einen kompletten Film im Originalton anschauen konnte. So lief der Film in Deutsch.

Als Samuel L Jackson dann mit gezogener Waffe einen überrumpelten Dieb auffordert, dass er ihm sein Portemonnaie wieder gibt, dachte ich mir bei dieser Szene zu Beginn nichts Schlimmes. Ich konnte aber damals schon gut genug Englisch, dass ich an Hand seiner Beschreibung des Wertgegenstandes wusste, was auf dem Portemonnaie hätte stehen sollen.
So sagt er im Deutschen, dass draufsteht: „Böser schwarzer Mann.”

Ich dachte mir erst: Na gut. Das ist ein Tarantino Streifen. Der Kerl bringt es fertig und steckt Jackson ein Portemonnaie zu auf dem steht: „bad black man

Pah. Falsch gedacht! Als die Brieftasche zu Tage kam, sah ich: „Bad Motherfucker.”

Und auch dafür reichte mein kleines Schulenglisch.

Und von diesen kleinen Momenten gab es in der Vergangenheit einfach zu viele.

Nicht unbedingt in Filmen. Aber besonders bei Serien, wie z.B. Scrubs, hebt der Originalton die Folgen oft auf einen höheren Unterhaltungswert.

Es wird mir teilweise zu lieblos gearbeitet oder aber so sehr nach Amerika geschaut, bis es schief geht. Allerdings gibt es mittlerweile wieder bessere Beispiele von guten Synchronisationen, wie in der Serie How I Met Your Mother.

Was ich gar nicht verstehen kann, sind unsinnige Filmtitel bzw. Anhängsel an diese.

Meine Top 5 Auswahl:

- Nie wieder Sex mit der Ex (Forgetting Sarah Marshall)

- Chuck and Larry: Wie Feuer und Flamme (I pronnounce you Chuck and Larry…)

- Stirb Langsam (Die Hard)

- Party Animals (Vin Vilder)

- Zwei Stahlharte Profis (Lethal Weapon)

Und generell alle Filme „Meine X, mein Y und X”…

Was sind eure „Lieblingstitel”? Kommentare erwünscht.

Joe Legend

PS: Mann, piss die Wand an!

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