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Netflix will nur noch ungefähr halb so viele Filme pro Jahr produzieren

Variety sprach mit Scott Stuber, Leiter der Filmabteilung von Netflix, über die neue Strategie des Streamingdienstes.

Das Unternehmen wird in Zukunft deutlich weniger Filme pro Jahr umsetzen. Zum Start der eigenen Studios setzte man gegen die Jahrhundertealte Hollywood-Konkurrenz eher auf Quantität, nun soll Qualität im Fokus stehen.
Während Netflix bisher etwa 50 eigene Filme jährlich produziert hat, soll diese Rate nun auf 25-30 Filme pro Jahr reduziert werden.

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Youtube führt Chatbot für Videos und Kommentare ein

Der “YouChat”-Chatbot liefert Antworten zum laufenden Video und Empfehlungen für ähnliche Inhalte, ohne die Wiedergabe zu unterbrechen. Das Feature wird zuerst einer kleinen Gruppe von Nutzern auf ausgewählten Videos zur Verfügung stehen und in den nächsten Wochen für YouTube Premium Mitglieder in den USA auf Android-Geräten verfügbar sein.
YouTube testet zudem eine weitere KI-Funktion, die große Kommentarbereiche zusammenfasst, um sich schnell einen Eindruck zu verschaffen worüber in den Kommentaren diskutiert wird.

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Netflix arbeitet daran Live-Boxen zu übertragen

Laut dem Wall Street Journal arbeitet Netflix hinter den Kulissen daran Live-Boxing-Events zu streamen. Das WSJ berichtet, dass der Streamingdienst mit dem Boxer und YouTube-Star Jake Paul Gespräche geführt hat, ob man möglicherweise einen Kampf produziert.

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ChatGPT als Hatekommentar-Detektor

Interessant: Casey Newton benutzt Chat GPT nicht nur zum Korrekturlesen, sondern auch, um häufige Gegenargumente und -positionen abzuklopfen.

I started with the basics („Identify potential spelling and grammatical errors in today’s column,“ „poke holes in my argument.“) These become buttons inside ChatGPT; now, when I load Copy Editor, I just click one button, paste in my draft, and let it work.

Later, it occurred to me that I could try to simulate the responses of various readers to what I wrote. „Critique my argument from the standpoint of someone who works in tech and believes that the tech press is too closed-minded and cynical“ is now a prompt in Copy Editor. So is „Critique my argument from the standpoint of an underrepresented minority whose voice is often left out of tech policy and product discussions.“

Gebaut hat er sich das mit Hilfe des GPTBuilders, mit dem sich ChatGPT für bestimmte UseCases anpassen lässt.

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Mein Lieblingspodcast

Search Engine – Auf der Suche nach einem besseren Internet

PJ Vogt hat einen neuen Podcast: Search Engie. Wer, fragst du dich jetzt? Von vorne: Diese ganze Kategorie heißt „Mein Lieblingspodcast„, aber wenn ich meinen All-Time-Favorite wählen müsste, wäre das vermutlich „Reply All„. Auch weil es den Podcast inzwischen nicht mehr gibt und man ihn so in guter Erinnerung behalten kann. Außerdem wird eine der Episoden sogar vom Guardian und der FAZ als „greatest Podcast-Episode of all time“ bezeichnet.

Und obwohl der Podcast mit der „The Test Kitchen“ Reihe, dann irgendwann ein Falling-Out hatte und seine Unbeschwertheit verlor, haben sie mit der Ernsthaftigkeit, mit der sie Memes, Technik und vermeintlichen Nischenthemen nachgegangen sind, etliche Lehrstücke für nahbares Storytelling geliefert.

PJ Vogts neuer Podcast: Search Engine

Deshalb habe ich mich so sehr auf Nachfolgeprojekte gefreut. PJ Vogt hatte zuerst eine Limited Series „Welcome To Crypto Island“ veröffentlicht, die mich nicht ganz abgeholt hat. Nichts gegen Krypto-Podcasts an sich, aber irgendwie war es mir zu nah an NFT und Web3-Gelaber.

Nun ist er mit „Search Engine“ aber zum alten Erfolgsrezept zurückgekehrt: Dem Suchen nach Antworten in diesem digitalen Leben, das noch immer unsere Welt verändert. Und besonders die einfache Gesprächsfolge mit Ezra Klein hat es mir angetan.

Darin räumen die beiden kritisch mit dem Netzenthusiasmus auf, von dem sie selbst und auch ich ein Teil waren. Mit Blick auf die Macht der sozialen Netzwerke, aber auch den Untergang von X/Twitter – und den nicht eingelösten Heilsversprechen von Facebook und Co an Medienhäuser.

Ich habe es, als jemand, der jahrelang den Aufstieg der Buzzfeed-artigen Medien eng begleitet hat, durchaus selbstkritisch gehört. Denn was ist übrig geblieben? Die Werbegelder sind zu einem Großteil bei den Plattformen gelandet und Medien finanzieren sich inzwischen, trotz all der Disruption, in einer Mischung aus Anzeigen und Aboerlösen. Klingt trivial, war für mich aber geradezu kathartisch, dass ich allein dieses Gespräch unbedingt empfehlen möchte.

Search Engine – Podcast anhören

Macher*innen: PJ Vogt

Homepage | RSS | Spotify

Für Fans von: Reply All, Gimlet Media

Am besten Anfangen mit: Is there a sane way to use the internet?

Sprache: Englische Podcasts

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Serienmüde, Joe Rogan & Social Selling en masse

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Folgende News habe ich für dich gebuffert.

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Das Ende des Serienbooms

Alex Matzkeit spricht im “Läuft”-Podcast von Grimme und epd mit Medienwissenschaftler Dietrich Leder über das Ende des Serienbooms. In Deutschland etwas manifestiert durch SKY, die den Willen verloren haben weitere deutsche Fiction zu produzieren und in den USA wird durch den Writers Strike gerade eine Fortsetzung nach der anderen gecancelt.

Ich glaube tatsächlich, dass das viele absetzen nach der ersten Staffel auch etwas mit der Serienmüdigkeit zu tun hat. Ich jedenfalls tue mich sehr schwer einem neuen Stoff eine Chance zu geben, wenn ich nicht weiß ob es weiter geht, nur um dann am Ende mit einem großen, nie gelösten, Cliffhanger dazusitzen.

Sidemen – Die größten Celebrities bei Leuten unter 30?

Colin und Samir haben den Manager der Sidemen interviewt. Die Sidemen sind nach seiner Aussage, die größten Stars bei Menschen unter 30 mindestens in UK. Promintenstes Mitglied ist KSI. Dementsprechen hat man auch eine eigene Vodkamarke, eine Fried-Chicken-Kette, physiche Merchstores. Die Schlussfolgerung von Jordan Schwarzenberger, Manager der Sidemen, jedes einzelne Business ist bereit für eine “Creator-Disrution”. Also von Marken übernommen zu werden, hinter denen ein Creator steht. So ähnlich, wie wir das hierzulande mit Eistee erlebt haben.

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Mit wem spricht eigentlich Joe Rogan

Johnny Harris hat sich den Werdegang von Joe Rogan angeschaut, vermutlich immer noch der erfolgreichste Podcaster des Planeten. Und sein Fazit ist ein bisschen: So kritisch die Gäste Auswahl ist, zumindest kann man Leuten mit einer anderen Meinung nicht mehr die Menschlichkeit absprechen, wenn man ihnen 2 Stunden zugehört hat.

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Social Selling en Mass

Dieses video auf tpfkat* zeigt angeblich eine Social Selling Fabrik in Indonesien. Cubicle an Cubicle Influencer die in Livestreams Produkte in die Kamera empfehlen. Über mehrere Stockwerke.

*the platform formerly known as twitter

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Jannis

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100 Podcast Marketing Tipps und der Barbie-Erfolg in der Netflix Formel 💅

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Hi, folgende News habe ich für dich gebuffert.

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Der Barbie-Erfolg mit der Netflix-Formel analysiert

Eric Pallotta war lange bei Netflix und hat eine Erklärung für den phänomenalen Erfolg des BARBIE Filmes:

„Während ich bei Netflix war, haben wir die Show-Eigenschaften analysiert, die höchstwahrscheinlich Viralität und soziale Gespräche erzeugen. Die Top 5 waren:

  1. Nostalgie
  2. Jüngere Nutzer (verbringen mehr Zeit online)
  3. Ikonische Visuals (Breaking Bad, Squid Game)
  4. Sozial-politische Themen
  5. Talent mit vielen Follower

    Barbie: Check. Check. Check. Check. Check.”

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TikTok testet einen In-App-Podcast-Player

TikTok lädt seit Ende Juli Podcaster aktiv dazu ein, ihre Shows auf der Plattform zu platzieren.

Podcaster können ihre RSS-Feeds an TikTok senden. Danach können sie eine Episode ihrer Show auswählen und mit einem Video verlinken. In das Video wird dann ein „Listen to the Podcast”-Banner eingefügt. Wenn man darauf tippt, wird ein TikTok-Audio-Player geladen. Also ein eigener Podcast Player von TikTok.

Ein TikTok-Sprecher bestätigte den Test der RSS-Feed-Integration in der App und dass die Plattform formale Vereinbarungen mit mehreren Hosting-Anbietern hat, um mit ihnen zusammenzuarbeiten.

100 Tips zum Podcast-Marketing

Lauren Passell hat 100 Tipps gesammelt, um den eigenen Podcast zu promoten. Wenige davon bahnbrechend, aber alle gut, um sie im Hinterkopf zu behalten.

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Schlammcatchen der Social Media-CEOs

Es ist so absurd, dass ich hier gerade die Wände abtasten, um zu sehen, ob wir in einer Simulation leben: Elon Musk und Mark Zuckerberg scheinen einen Kampf ernsthaft vorzubereiten und kabbeln sich schon jetzt, wer die bessere Livestreaming-Lösung dafür bietet.

”Als Reaktion auf einen Beitrag von Musk, dass der Kampf „live auf X gestreamt wird“ und die Einnahmen an wohltätige Zwecke für Veteranen gehen, schoss Zuckerberg zurück, indem er sagte, dass sie „eine zuverlässigere Plattform verwenden sollten, die tatsächlich Geld für wohltätige Zwecke sammeln kann“. (Facebook und Instagram haben eine integrierte Spendensammelfunktion, während X / Twitter dies nicht hat.)”

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Jannis

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Wie der Binge-Release Netflix schadet

Ausgabe 72

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Ich bin Jannis Schakarian und folgende News habe ich für dich gepuffert:

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Wie das Bingen Netflix schadet

Das Binge-Release-Modell wurde von Netflix etabliert und von anderen übernommen. Es galt lange als einer der Erfolgsfaktoren der Streamingplattform, so sehr, dass es zur Netflix-DNA gehört. Doch die Landschaft hat sich seither verändert. Julia Alexander schreibt darüber für Puck.News. Das Binge-Modell erzeugt zwar scharfe Spitzen in der Zuschauerzahl, aber es ist weniger effektiv, um lang anhaltende mediale und Fan-Aufmerksamkeit zu erzeugen. Netflix interne Daten sind auch auf Binge-Watching ausgerichtet, wobei Abschlussraten bevorzugt werden. Infolgedessen verschwinden die Shows schnell wieder aus den Top Ten Listen und Rankings – und das erfordert von Netflix eine ständige neue, teure Inhalte zu liefern.

Im Bild unten sieht man einen Vergleich zwischen HBO’s House of the Dragon mit wöchentlichem Release und Wednesday auf Netflix, das vor allem eine Spitze zeigt, plus eine zweite nach dem viralen TikTok-Tanz. Danach fiel die Show jedoch entsprechend schnell wieder ab.

The Netflix Spike-Slump Effect

Sky will keine eigenen deutschen Fiction Originals mehr produzieren

Sky Deutschland will künftig nicht mehr in eigenproduzierte Fiction investieren. Das geht aus einem internen Schreiben von Sky-Deutschland-Chef Devesh Raj an die Belegschaft am Donnerstagvormittag hervor.

‚Babylon Berlin‘ Broadcaster Sky Deutschland to Pull Out of Scripted Originals From 2024 (EXCLUSIVE)

Auch Netflix ist von Harry & Meghan enttäuscht

Auch Netflix ist unzufrieden mit den von der Produktionsfirma von Prinz Harry und Meghan Markle gelieferten Inhalten und hat laut Sun gedroht, die verbleibenden £40 Millionen des Vertrags zurückzuhalten, bis zusätzlicher Inhalt von „echtem Interesse“ produziert wird. Letzte Woche hatten wir hier Spotify, die sich ähnlich enttäuscht über ihren Vertrag mit den Ex-Royals geäußert haben.

Harry & Meg ‚told by Netflix to come up with more shows if they want £40m fee‘


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Stitcher schaltet Ende August seinen Podcastplayer ab

Stitcher stellt seinen Player ab. Stitcher war einer der ersten dezidierten Podcastplayer und lange auch einer der großen Player, sodass sich damals schon Menschen Sorgen um eine Monopolisierung machten. Stitcher stellte mit Stitcher Premium früh werbefreie Angebote oder zusätzliche Inhalte für große Shows wie WTF bereit. Inzwischen gehört Stitcher zu SiriusXM.

Mastodon: Mit Abschiedsnotiz

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TikTok lässt Creator Werbung erstellen – und guckt dann mal, ob sie sie bezahlt.

Creative Challenge heißt das Programm. Dabei können Creator Videos für Brand Challenges einreichen. Diese sollen eine hohe Qualität haben und falls sie von der Brand akzeptiert werden, sollen sie dann als Werbung auf der Plattform erscheinen. Dann würden die Creator auch bezahlt. Das Kluge: User Generated Content funktioniert als Werbung auf TikTok meist deutlich besser als klassische Werbung.

TikTok’s new monetization feature invites creators to make video ads for a chance to earn money

Hörtipp: Haken Dran

Habe ich hier schon mal empfohlen, jetzt durfte ich während Dennis‘ Urlaub in der jüngsten Folge zu Gast sein. Dort sprechen wir auch über das ganze Twitter-Chaos vom Wochenende, Bluesky, Mastodon und Reddit.

Haken Dran – Das Podcast-Update für die Twitter-Krise

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Jannis

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Wer vergrault seine Community am schnellsten?

Ausgabe #71

Willkommen beim Streamletter. Hier gibt es einmal die Woche die wichtigsten News aus der Streamingwelt. Egal ob Video, Audio oder Social Media. Wenn du diese Mail weitergeleitet bekommen hast, kannst du den Streamletter hier kostenlos abonnieren. Wenn dir noch

Hi, folgende News habe ich für dich gebuffert.

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Wie Casey Neistat seine Videos schneidet

Der Gründer von Patreon hat Casey Neistat in seinem Studio getroffen und geht mit ihm fast Frame für Frame eines seiner Videos durch. Es ist beeindruckend, wie viel Casey nach über 800 Vlogs aus reiner Intuition macht und an welchen Stellen er sich dann doch ganz bewusst ist, warum er was macht und die Kamera wie positioniert – und am Ende sieht es so leicht aus.

Screenforce Days:

Letzte Woche angeteasert, deshalb hier der Vollständigkeit halber: DWDL stellt die Sinnhaftigkeit des Events insgesamt in Frage. Als ich mich in den ProSiebenSat.1 Stream einschaltete, meinte man gerade, die Streamingplattform Joyn den Werbekunden überhaupt erstmal erklären zu müssen. Ansonsten war vor allem von großen Fernsehereignissen die Rede. Ein interessanter Kontrast dazu dieses Interview mit der neuen Chefin der direkten Konkurrenz bei RTL. Inga Leschek erwähnt sehr konsequent und durchgängig RTL+ als Streamingplattform und stellt diese in den Fokus. Kein Wunder, sie kommt ja auch von Netflix.

TUDUM

Apropos, auch Netflix hatte sein hervorragend benanntes TUDUM-Event mit einer Programmvorschau. Angekommen sind davon bei mir: Eine Adaption der hochgelobten SciFi-Bücher von Liu Cixin “3 Body Problem” und im Herbst startet dystopischerweise die Squid-Game-Realityshow auch so, und einen Cast für dessen zweite Staffel gibt es auch.

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Trevor Noah startet Podcast mit Spotify, aber nicht exklusiv

Jetzt ist klar, was Trevor Noah nach der Daily Show macht: Natürlich einen Podcast. Gemeinsam mit Spotify, aber nicht exklusiv für die Plattform. Strategiewechsel, ich hör dir trampeln.

Spotify-Führungskraft nennt Harry und Meghan »Schwindler«

Harry und Meghan waren damals so ein exklusiver Spotify-Deal, aus dem aber wenig wurde. So wenig, dass Bill Simmons, »Head of Podcast Innovation and Monetization«, die beiden am liebsten »The Fucking Grifters« genannt hätte. Das Wort »grifter« lässt sich mit »Gauner« oder »Schwindler« übersetzen. Bill Simmons lästerte in seinem Podcast noch weiter über die beiden: »Irgendwann muss ich mich mal betrinken und dann von dem Zoom-Gespräch erzählen, das ich mit Harry hatte, um zu versuchen, ihm mit einer Podcast-Idee zu helfen.«

Immer Ärger mit Rogan

Bleiben wir noch kurz bei den Spotify Exclusives, und ich zitiere hier einfach mal die Überschrift von The Verge: »Spotify does nothing as Joe Rogan peddles vaccine misinformation«. Es geht um ein Gespräch zwischen Joe Rogan und dem demokratischen Präsidentschaftskandidatenanwärter Robert F. Kennedy Jr., in dem die beiden munter durch Falschinformationen zu Impfungen pflügen und einen Wissenschaftler persönlich angehen. Spotify wird zitiert, ihnen seien leider die Hände gebunden, weil nicht explizit gesagt wurde, dass die Impfungen »gezielt designed wurden, um Menschen zu töten«.
Währenddessen hat YouTube gerade ein Gespräch zwischen Jordan Peterson und Kennedy Jr. offline genommen.

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Reddit-Ceo legt sich mit der falschen Community an: seiner.

Die Shitshow bei Reddit geht immer weiter und für mich wird darin vor allem deutlich, dass der CEO und Gründer seine eigene Community nicht versteht. Viele der Subreddits sind weiter privat, einige haben sich selbst ein NSFW-Label verpasst, sodass Reddit dort keine Werbung platzieren kann, und 3 der größten haben beschlossen, bei sich nur noch Bilder von John Oliver zu veröffentlichen. Reddit droht währenddessen den Mods, sie auszutauschen oder zu sperren. Und eine Hackgruppe erpresst Reddit aufgrund der neuen API-Regeln

Big Trouble in Little Twitch

Kommen wir zum nächsten Netzwerk, das seine Nutzer vergrault: Twitch. Mit einer Anpassung des Revenue-Splits für seine großen Streamer von 70/30 auf 50/50 wurden bereits einige vergrault.

Nun drohten sie zwischenzeitlich auch noch On-Screen-Werbeeinblendungen auf 3% des Screens zu begrenzen.
Das wiederum war für kleinere Streamer eine beliebte Einnahmequelle, um überhaupt den Lifestyle aufrecht erhalten zu können, mehrere Stunden am Tag zu streamen.

Deshalb verlassen nun vermehrt User die Plattform. Diesmal heißt das Ziel nicht YouTube Gaming oder Mixer, sondern Kick. Zuletzt wechselten mit xQc und Amouranth zwei der größten überhaupt zu dem neuen Livestreaming-Dienst. xQc soll einen Deal über insgesamt 100 Millionen Dollar bekommen haben.

Wie Kick sich das leisten kann? Dahinter steckt die Glücksspielindustrie.

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Jannis

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Gelungene Einstiege, Spotify Entlassungen, Zukunft von Pro7Sat1

Ausgabe #70

Willkommen beim streamletter Du verdankst diesen Newsletter einigen aufmunternden Nachfragen bei der re:publica nach dem Motto “Irgendwie kriege ich deinen Newsletter gar nicht mehr ins Postfach…”.

Das war schön und motivierend, mein schönster Moment auf der #rp23 hatte aber mit der Präsentation meines neuen Textabenteuers zu tun. Das erscheint auch bald als eBook, wenn du das mitbekommen willst gibt es dazu auf hastigabenteuer.com eine Mailingliste.

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8 Punkte für den gelungenen Video-Einstieg

Jeder der Onlinevideo produziert weiß, entscheidend ist der Einstieg. In „An Introduction to Introductions“ bei Screen Theories beschreibt Ian Edgar gelungene Einführungen. Er erklärt, wie eine gute Einführung das Publikum fesseln, die Stimmung setzen und die Erzählstruktur etablieren kann. Dazu müssen in den ersten Sekunden folgende Fragen beantwortet werden:

  1. Proof Of Promise. “Is it what I thought it would be?”
  2. Appeal. “Why is this good?”
  3. Mechanics. “How is this going to work?”
  4. Value. “What am I going to get from this?”
  5. Scope. “Is this it?”
  6. Quality & Qualifications. “Why should I trust this video?”
  7. Tone. “What’s it going to be like?”
  8. Stakes To Be Resolved. “OK, what happens next?”

Wohin steuerst du ProSiebenSat.1?

Die BamS streute kurz das Gerücht der Konzern könnte die beiden Sender ProSieben und Sat.1 zusammenlegen. Dem widersprach der Konzernsprecher vehement. Spannender fand ich aber einen zweiten Teil des Berichts: “Das Unternehmen plant wohl auch weniger neue Shows zu produzieren, weil diese ein zu großes Budget benötigen. Daher wollen die Unterföhringer mehr auf Fiction setzen, da Serien günstiger zu produzieren seien und beliebig oft wiederholt werden könnten, so die „Bild am Sonntag“.”

Zuletzt waren es aber doch gerade die Shows, vor allem von Joko & Klaas, die es noch schafften einen Einschaltimpuls für das lineare zu schaffen, während es neue Serienstoffs gar nicht leicht haben im TV ein Publikum auf Sendeplätzen aufzubauen.

Dahinter könnte für mich die Abkehr vom lienearen stecken und der Fokus auf das eigene Streamingangebot. Genaueres will Pro7Sat1 bei den Screenforce Days heute und morgen verraten.

Update: Als wäre das nicht genug Aufregung hat gestern Abend auch noch der Vorstand Wolfgang Link in einer Pressemitteilung mitgeteilt den TV-Konzern nach 14 Jahren zu verlassen.

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Spotify trennt sich von 200 Podcast-Mitarbeiter

Spotify plant den Abbau von 200 Arbeitsplätzen in seiner Podcast-Abteilung. Dieser Schritt kommt ist eine Anpassung der Geschäftsstrategie des Unternehmens. Hinter diesen nackten Zahlen verbirgt sich auch der Abschied des Podcasts Labels Gimlet, dass Spotify für über 200 Millionen $ übernommen hatte, was damals einen neuen Goldrausch im Podcastmarkt auslöste. Aber auch darüberhinaus hat Spotify in den letzten Jahren stark in den Podcast-Bereich investiert, aber das Wachstum und die Monetarisierung der Inhalte sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das Unternehmen will sich jetzt auf die rentabelsten Podcasts konzentrieren.

Spotify ist nicht mehr Dick und Doof.

Apropos: LaserLuca und selfiesandra trennen sich von Spotify. Ihr Podcast “Dick&Doof” war als Spotify Original dauerhaft in den Top5 der Spotify Charts. Die beiden Creator wollen den Podcast künftig mit einem anderen Partner weiterführen.

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Die Reddit-Community protestiert gegen neue API-Regelungen und Preise, indem zahlreiche Subreddits privat geschaltet werden (#RedditBlackout). Darunter r/funny, r/science und r/gaming, beteiligen sich. Der Protest sollte ursprünglich 48 Stunden dauern, aber viele Moderatoren drohen mit einer unbegrenzten Verlängerung. Gestern Nachmittag war Reddit in der Folge gar nicht zu erreichen. Auslöser war der Konflikt mit der App „Apollo“, die hohe Kosten durch die neuen API-Preise hätte tragen müssen.

Reddit-CEO Steve Huffman reagierte in einem AMA zögerlich und Ausweichend. Für Reddit als Unternehmen ist der Zeitpunkt besonders heikel, weil man kurz vor einem Börsengang steht und dort die eigene Community kapitalisieren wollen.

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