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YouTuber reagieren auf TV-Shows auf YouTube

Auf YouTube macht sich eine neue Spezies breit, nachdem die Amateure zu Stars geworden sind kommen nun die Stars aus den alten Medien auf die Plattform. Jimmy Fallon, Jimmy Kimmel, John Oliver, Ellen DeGeneres und andere Late Night-Talker setzen immer stärker auf YouTube als Distributions-Plattform.

Mit YouTube die Show aus dem PayTV holen

Tatsächlich gehen so mehr und mehr TV-Shows den „langen Weg zu online first“, wie ich ihn 2013 beschreiben habe und produzieren bestimmte Segmente ihrer Shows speziell für online und die anschließende YouTube-Verwertung. Jimmy Kimmel lässt Jahr für Jahr an Halloween die Eltern ihren Kinder die Süßigkeiten wegnehmen und erzielt damit 52, 40 und 30 Millionen Aufrufe. Jimmy Fallon bevölkert mit der Tonight Show beinahe täglich die YouTube-Startseite und John Oliver, dessen Show nur im Pay-TV bei HBO läuft, setzt auf YouTube um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.  So umgeht er die Paywall um seine Show und kann deshalb auch immer und immer wieder hier im Blog landen.

Was halten YouTuber von TV Konkurrenz?

Die FineBros haben in ihrer Show „YouTubers React to“ nun einigen großen YouTubern, wie Jenna Marbles, RoosterTeeth und Game Theorist mal die Videos vorgeführt und gefragt, was sie denn davon halten das Fernsehproduktionen nun auf YouTube drängen.

Und das Urteil ist durchaus gespalten: Einerseits ist es natürlich spannend wie die alten Hasen nun die Plattform erobern und damit eventuell auch neues Publikum mitbringen, aber bei den YouTubern herrscht auch etwas Besorgnis nun mit ganzen Produktionsteams und gut ausgestatteten Redaktionen konkurrieren zu müssen. Die meisten arbeiten schließlich immer noch in kleinen Teams und Filmen in den eigenen vier Wänden. Vor allem das YouTube den TV-Shows soviel Platz auf der wertvollen Startseite einräumt.

Aber eigentlich würde man gerne auch persönlich ernst genommen werden und zu Kollaborationen eingeladen werden, so wie es auf YouTube dazu gehört.

Deutsche TV-Shows auf Youtube

In Deutschland sehe ich findet das immer noch erstaunlich wenig statt. Gut wir haben auch nur eine Late Night Show, Problem Nummer eins. Aber die setzt mit Jan Böhmermann, wie oben beschrieben, recht konsequent auf YouTube. Wenn sich Böhmermann die Youtuber vorknöpft, dann findet das konsequenterweise auch auf YouTube statt. Auch andere Segmente aus der Show werden regelmäßig ausgekoppelt und teilweise schon vor der Show auf YouTube gestellt. So erreicht das Musikvideo für Yaris Vaourfakis mittlerweile auch 1,5 Millionen Views.*

Ansonsten sehe ich noch nicht viele Shows, die YouTube und Onlinevideo konsequent für sich nutzen. Vielleicht noch Walulis sieht fern, der seinen Erfolg auch teilweise den sehr youtubegerechten Häppchen verdankt.

Habe ich was übersehen? Gerne in den Kommentaren.

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*Ich mache zwar Social Media fürs ZDF, mit dem YouTube-Kanal von Jan Böhmenmann habe ich aber nicht direkt etwas zu tun.

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Was BuzzFeed besser für Onlinejournalismus rüstet als die New York Times

Warum BuzzFeed die wichtigste News-Organisation der Welt ist

Das postuliert Ben Thompson etwas hyperbolisch, hat aber gute Gründe dafür. BuzzFeed ist wie keine andere Nachrichtenorganisation für das Web gerüstet, gerade wenn es um Journalismus geht. Das liegt vor allem auch am viel gerügten Geschäftsmodell des Native Advertisings, denn damit hat BuzzFeed sich weitgehend von Page Impressions unabhängig gemacht, die wichtigste Währung ist das Teilen. Also werden BuzzFeed Redakteure somit motiviert Dinge zu veröffentlichen, die die Menschen tatsächlich interessieren, während andere Medien das bringen müssen was die meisten Klicks verspricht. Nicht immer das gleiche und auch nur eins von beidem ist gut für Journalismus.

#Why BuzzFeed is the mostimportant newsorganization in the world

Wie sieht eine Youtuber-Karriere aus

Wir haben jetzt alle zu genüge das 10-jährige von YouTube gefeiert und die Plattform ist zum Synonym für Webvideo geworden. Spannend ist, was die Zukunft bringen wird. Denn noch sind nicht alle Nischen mit Video ausgefüllt, wir werden noch sehr viel mehr Bewegtbild-Kommunikation sehen.
Die zweite Frage ist: Wie geht es eigentlich mit den YouTubern weiter, sie sind jetzt Stars, aber was kommt als nächstes? Werden alle den Sprung ins Fernsehen machen? Werden sie mit ihren Fans älter und damit die Formate anpassen? The Kernel hat nochmal einen schönen zusammenschrieb über den aktuellen Zustand.

#The daring future of YouTube

Social Media bei süddeutsche.de

Freund und Kollege Martin Giesler hat SZ.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger besucht und mit ihm über den Einsatz von Social Media gesprochen und warum sie es für keine gute Idee halten Inhalte direkt bei Facebook zu hosten.

#Contentwars (3) – Interview mit Stefan Plöchinger

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LeFloids Falschmeldung in LeNews – Bildblog, Buzzfeed & Tilo Jung

Bildblog nimmt LeFloid auseinander

YouTuber ernst nehmen, dazu hatte vor kurzem schon Jan Böhmermann aufgerufen und es auch direkt wahr gemacht. Jetzt dringt auch LeFloid in Spähren vor, die bislang klassischen Massenmedien vorbehalten waren: In seiner Show LeNews hat er vor kurzem berichtet das Putin Beweise veröffentlichen will, die zeigen sollen, das 9/11 ein Inside Job war. Diese Falschmeldung in LeNews und die mangelnde Recherche nimmt jetzt das Bildblog auseinander.

#LeFloid lässt Putins 9/11-Bombe auf Youtube hochgehen

Update: LeFloid hat auf Facebook auf den Fehler reagiert

 

Jung & Naiv ohne Ahnung & Haltung

Tilo Jung stellt seine naiven Frage nicht nur in länglichen Interviews an die Politiker, sondern auch direkt in der Bundespressekonferenz. Davon haben sich nun einige Kollegen genervt gefühlt, worüber sich Tilo Jung wiederum beschwert hat. Nun hat Falk Steiner in einem differenziertem Text erklärt, was die Bundespressekonferenz eigentlich sein und ausmachen soll und warum einige Kollegen eben genervt sind, wenn jemand ahnungslos dort hineintappt und Fragen stellt, die kurz vorher schon beantwortet wurden. #Der kleine Unterschied: Ahnung und Haltung

Wie BuzzFeed Video arbeitet

ZeFrank ist so etwas wie Webvideourgestein und inzwischen President der Buzzfeed Motion Pictures, d.h. er ist auch für die 50 Videos die Woche verantwortlich, die Buzzfeed so auf allen möglichen Kanälen raushaut. John August dagegen ist Drehbuchschreiber für klassische TV-Shows und Filme und die beiden saßen bei der Recode Media zusammen auf der Bühne. Einmal ist es total spannend von ZeFrank zu hören, wie sie arbeiten und das er eine ganz neue Art von Talent entdeckt und fördert: Statt strenger Arbeitsteilung eher Multitalente, die ein Video von Anfang bis Ende begleiten. Dann unterhalten sie sich noch über das Video “Wierd things all Couples fight about” und John August bemerkt, dass es sich dabei an sich auch um eine Szene aus einer Sitcom handeln könnte, nur das es an allem fehlt was eine Sitcom ausmacht: Dem Kontext, der Backstory, Eigenheiten der Charaktere: Die zwei sind einfach da und unterhalten sich. Der Kontext entsteht erst im Nachhinein: Wenn Pärchen sich gegenseitig das Video auf Facebook schicken und sagen: Guck so sind wir auch. Und schon hat das Video massig an Backstory. #Ze Frank Shares the Secrets of BuzzFeed’s Video Success at Code/Media Die morgenlinks genießt man übrigens am besten wöchentlich als Newsletter [mc4wp_form]

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„YouTuber wollen nur das Taschengeld von 13-Jährigen“ – Jan Böhmermann

[dropcap type=“2″]J[/dropcap]an Böhmermann hat sich nun schon wiederholt YouTuber wie Dner, Simon Unge und Sami Slimani vorgenommen. Direkt in seiner ersten Sendung des Neo Magazin Royale im Hauptprogramm verkündete er zunächst den Hashtag #ungefickt mit Anspielung auf Simon Unge. Davor lieferte er sich schon einige Twittersticheleien mit Dner wegen seines früheren AfD-Engagements.

Mit Sami Slimani gab es sogar schon juristische Spielereien als dieser einen Böhmermann Clip auf YouTube löschen ließ.

[quote_center]“Eine Mischung aus der Coolness von QVC und der Seriosität von 9Live“[/quote_center]

Doch in der aktuellen Sendung holt Böhmermann noch mal zum großen Schlag aus und zielt vor allem auf die Produktplatzierungen und das Management der YouTuber dahinter. Namentlich den Musiker Tom Beck der mit seiner Check12Perfect GmbH unter anderem Bibis Beauty Palace Vertrag hat. Bibi heißt eigentlich Bianca Heinicke und ist mit 1,6 Millionen Abonnenten die größte YouTuberin in Deutschlands.

Böhmermann über die YouTuber Dner, Unge, Bibi und Sami Slimani

Er wirft den YouTubern vor allem vor mit verschleierten Werbepraktiken ihren jugendlichen Fans das Geld aus der Tasche zu ziehen und für Produkte zu werben, die sich die Teenager gar nicht leisten können. In ihren Videos spielen Dner, Unge und Co. dabei die authentische Jungs von neben an, die nur versuchen ein bisschen Geld zu verdienen.

Böhmermann hatte breits in einem Interview mit zqnce angekündigt in Zukunft die YouTuber häufiger ins Visier zu nehmen. Schließlich sind daraus echte Stars geworden, die oft eine größere Reichweite als die meisten deutschen Tageszeitungen hinter sich versammeln und deshalb genauso durch den Kakao gezogen gehören, wie andere Stars.

 

Mehr zu #YoutubeDeutschland und aktuellen Entwicklungen in den Medien gibt wöchentlich per Newsletter:
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Facebook als Steve Jobs des Journalismus

This is the publishing industry’s iTunes moment — and we’re blowing it.

Als die Musikindustrie in der Krise steckte kam Apple mit iTunes als Retter um die Ecke. Gleichzeitig konnte Apple zu dem Zeitpunkt aber auch die Konditionen diktieren: Tracks wurden einzeln verkauft und zu einem festgelegten Preis. Der Journalismus steht an einer ähnlichen Schwelle: Die Inhalte werden ungebündelt verteilt und konsumiert und Facebook bietet sich in der Krise als Plattform an. Kann aber nach gutdünken die Regeln ändern, zum Beispiel in dem es die eigene Video Funktion pusht.

Diesen spannenden Vergleich zieht Mat Yonan, Audience Developmer bei der New York Times und stellt einige interessante Fragen auf die wir in nächster Zeit wohl Antworten suchen werden.

#Please, (Insert Tech Platform) Here, Take My Business!

10 Jahre YouTube – und mehr Konkurrenz als je zuvor

YouTube feiert gerade sein 10-Jähriges steht im Mittelpunkt wie nie zuvor, gleichzeitig tauchen aber an allen Enden auch neue Konkurrenten auf. Vor allem weil YouTube selbst Lücken geschaffen hat: Durch die gezielte Professionalisierung der Plattform wandern die wirklichen Amateur-Inhalte eher zu Facebook oder Snapchat. Aber so hat YouTube selbst ja auch angefangen.

Betram Gugel hat einen spannenden Marktüberblick verfasst:

#YouTube im Kreuzfeuer. Facebook, Twitter, Twitch und Snapchat greifen an.http

Print als Abfallprodukt

Der Nordbayerische Kurier setzt ab sofort auf das Modell “Online to Print”. Also alle Inhalte werden zunächst einmal gezielt für online erstellt und daraus wird dann im Nachhinein die Zeitung zusammengestellt. Als ich vor einem Jahr in den USA verschiedene Medienhäuser besichtigt habe, haben die bereits alle so gearbeitet. Hier macht das meines Wissens bislang vor allem die Welt und eben der Nordbayerischen Kurier. Ralf Heimann hat die Regionalzeitung besucht:

#Umblättern in Kopf – Ein Besuch beim nordbayerischen Kurier

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Warum YouTube MusicKey sich nicht für kleine Künstler lohnt

Warum YouTube Musik Key sich nicht für kleine Künstler lohnt

– Und wie sie trotzdem im Netz Geld verdienen können 

Zoë Keating hat mit ihrem Protest gegen Youtube Music Key einiges an Aufmerksamkeit erhalten. Youtube zwingt sie quasi ihre Videos zum Teil des eigenen Musikstreamingdienstes zu machen oder sie nicht länger monetarisieren zu können.
Ben Thompson von Stratechery schreibt auf, warum es für Zoe eine ganz schlechte Idee da mitzumachen. Und da macht er selbst eine ganz Interessante Rechnung für alle Medien auf:

Onlinegeschäftsmodelle

Das bedeutet, dass es vor allem der Werbeansatz für kleine Nischenproduzenten, seien es nun Medienmacher oder Musiker, weniger funktioniert. Vor allem in Zeiten von fallenden Werbepreisen sollten diese sich eher darauf konzentrieren von ihren echten Fans direkt Geld einzusammeln.

#Ben Thompson, Stratechery.com: Dear Zoë Keating, tell Youtube to take a hike.

Ben Thompson fährt das Modell übrigens selbst mit seinem Blog und verlangt für eine Abonnement seiner täglichen Mails 10$ im Monat. Die ich gerne bezahle.

Kriegsziel Kunde: Onlinewerbung im Jahr 2015

Noch jemand, der es versteht sein Blog gezielt zu monetarisieren ist Richard Gutjahr, er hat gerade einen neuen Zugang über Zeitpässe gestartet. Und er hat Werbepapst Amir Kassei zum Gespräch gebeten über die andere Geschäftsstrategie der Medien: Werbung. Warum ist gerade Onlinewerbung im Jahr 2014 immer noch furchtbar Pop-up, under, over? Was bringen Wearables und Facebook Video?

#Richard Gutjahr, Amir Kassei, gutjahr.biz: Kriegsziel Kunde: Zum Zustand der Online-Werbung 2015

Ich empfehle die Audioversion des Interviews.

Wie Facebook sich Redakteure outsourced

Apropos Facebook Video: Die Bevorzugung der eigenen Videofunktion war ein erster Schritt Inhalte direkt zu sich auf die Plattform zu holen. Das könnte sich aber ausweiten und auch für andere Inhalte immer wichtiger werden. Auf diese Art und weise holt sich Facebook Journalismus und hochwertige Inhalte ins Haus, ohne selbst Redakteure beschäftigen zu müssen. Andersherum sind die meisten Medienhäuser längst süchtig nach der Reichweite auf Facebook und tuen alles um diese zu erhöhen. LousyPennies hat dies nun nochmal zusammengefasst:

#Karsten Lohmeyer, Lousypennies.de: Facebook baut gerade einen Todesstern – und könnte den Journalismus verändern

Martin Giesler hat auch schon etwas zu dem Thema geschrieben und wenn alles glatt läuft halte ich mit ihm dazu auch einen Vortrag auf der #rp15.

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Revolution in #YoutubeDeutschland

Kurz vor Weih­nach­ten ver­fass­ten et­li­che Ju­gend­li­che Tau­sen­de Posts auf dem Kurz­nach­rich­ten­dienst Twit­ter mit dem Hash­tag #Frei­heit. In die­sen Tweets ging es nicht et­wa da­rum, für un­ter­drück­te Völ­ker Be­frei­ung von ih­ren Des­po­ten zu for­dern – oder die in­haf­tier­te Whist­le­blo­we­rin Chel­sea Man­ning zu be­frei­en. Statt­des­sen ging es um ei­nen You­tu­ber. Si­mon Un­ge spielt vor der Ka­me­ra Vi­deo­spie­le oder fährt mit dem Long­bo­ard durch ganz Deutsch­land. Er hat­te ei­nen Ver­trag mit sei­nem Netz­werk Me­dia­kraft un­ter­schrie­ben, aus dem er jetzt vor­zei­tig ent­las­sen wer­den woll­te. Öf­fent­lich be­ging er den Ab­schied aus sei­ner selbst ver­schul­de­ten Un­mün­dig­keit. Er be­schim­pfte Me­dia­kraft als „Scheiss­hau­fen“ und pran­ger­te Me­dia­krafts Ge­schäfts­ge­ba­ren an.

Für Mediakraft geht es steil bergab

Und sei­ne Fans spran­gen ihm scha­ren­wei­se bei. Für das Netz­werk Me­dia­kraft, das vor al­lem die Wer­bevermark­tung für Un­ge und an­de­re You­tu­ber über­nimmt, geht es seit­her steil berg­ab.
Nach­dem noch wei­te­re You­tu­be-Grö­ßen ih­ren Weg­gang be­kannt ga­ben, ha­ben erst der Ver­mark­tungs­chef und kurz da­nach der Prä­si­dent des Un­ter­neh­mens, Christ­oph Krach­ten, ih­re Pos­ten nie­der­ge­legt.
Das ist in et­wa so, wie wenn ei­ni­ge gro­ße Mu­si­ker ihr Mu­sik­la­bel ver­las­sen und da­nach die Un­ter­neh­mens­füh­rung aus­ge­tauscht wer­den muss. Christ­oph Krach­ten hat­te mir ge­gen­über in ei­nem In­ter­view we­ni­ge Wo­chen zu­vor Me­dia­kraft noch als „Ma­jor­la­bel“ im You­tu­be-Be­reich be­zeich­net. Das zeigt die Kraft die­ser You­tu­ber: Si­mon Un­ges Ab­schieds­vi­deo wur­de in­zwi­schen drei Mil­lio­nen Mal auf­ge­ru­fen. Auf You­tu­be sind Stars her­an­ge­wach­sen ab­seits des Mains­tre­ams.

Stars ohne jemals im Fernsehen aufgetaucht zu sein

Hier wird die wah­re Re­vo­lu­ti­on deut­lich: Wäh­rend im aus­tra­li­schen Dschun­gel Pro­mis sit­zen, für die sich im­mer we­ni­ger Zu­schau­er in­te­res­sie­ren und de­ren Pro­mi­nenz le­dig­lich aus der Teil­nah­me in an­de­ren Fern­seh­sen­dun­gen be­steht, ist ei­ne jün­ge­re Ge­ne­ra­ti­on so­zu­sa­gen aus ih­ren Kin­der­zim­mern her­aus be­rühmt ge­wor­den. Oh­ne zu­vor je­mals im Fern­se­hen auf­ge­taucht zu sein.

You­tu­ber haben ihr ei­ge­nes Me­die­nim­pe­ri­um er­schaf­fen

An den Mas­sen­me­dien vor­bei ha­ben sie sich ih­re ei­ge­ne treue Fan­ba­sis auf­ge­baut. Mit ei­ner Bin­dung, die viel nä­her und in­ti­mer ist als die zu ei­nem Stern­chen, das sich im Dschun­gel die Blö­ße gibt.
Si­mon Un­ges neu­er You­tu­be-Ka­nal hat­te in­ner­halb von 24 Stun­den über 400 000 Abon­nen­ten ver­zeich­net. Als der Fern­seh­sen­der WDR vor Kur­zem ei­nen neu­en You­Tu­be-Ka­nal star­te­te, brach­te er es in 24 Stun­den auf ge­ra­de mal rund 400 Abon­nen­ten. Und Un­ge braucht für sei­nen You­tu­be-Ka­nal we­der ein von ei­nem In­ten­dan­ten un­ter­zeich­ne­tes For­mu­lar noch ei­nen kom­plet­ten Fern­seh­sen­der im Rü­cken, um für ein gro­ßes Pu­bli­kum zu pro­du­zie­ren. So ha­ben er und vie­le an­de­re You­tu­ber ihr ei­ge­nes Me­die­nim­pe­ri­um er­schaf­fen – und sie al­lein sind da­rin die trei­ben­den Kräf­te.

Dieser Artikel erschien zunächst in der Allgemeinen Zeitung
Bild: Revolution von 
Alessandro Pautasso (CC BY-NC-ND 2.0)

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Was bringen YouTube-Netzwerke für Hollywood?

Was bringen YouTube-Netzwerke für Hollywood?

Man kann schon staunen, wenn Disney 500 Millionen für das YouTube-Netzwerk Maker ausgibt. Was wollen gestandene Hollywood-Studios mit den YouTubenetzwerken. Mediaredef hat einen sehr guten Artikel, der zeigt, wo der Wert der YouTube-Netzwerke liegt und wie diese langsam Hollywood erobern. Sie bieten einen sehr viel technischeren Zugang als die klassischen Filmstudios, erreichen ein andere Zielgruppe und wissen besser, was diese gefällt. So müssen sie nicht mit Audience Panels arbeiten, um zu sehen ob ein Film funktioniert, sondern sie haben quasi ein permanentes Audience Panel.

+How YouTube MCNs are Conquering Hollywood


 

Lohnt es sich für die Huffington Post zu schreiben?

Was waren das für Diskussionen, zum Start der Huffington Post in Deutschland: Soll man jetzt für die Plattform bloggen, oder ist das Geschäftsmodelle pure Ausbeutung? Und wieviel ist eigentlich exposure wert. Ei n Jahr später hat jetzt Lousy Pennies mal bei einigen Blogger und dem Chefredaktuer nach gefragt, ob es sich lohnt. Mein Tip von damals gilt aber wohl noch: Wer fürs Schreiben bezahlt werden will, sollte es nicht umsonst tun. Wer ein andere Geschäftsmodell hat, kann freier damit umgehen.

+Huffington Post – was vom Skandal übrig blieb

 

Ideen aus dem Code für Journalismus

Es heißt immer, Journlaisten müssen Programmieren lernen. Spannend wäre aber auch, was wenn  Journalisten ähnliche Tools zur Verfügung hätten wie Programmierer. Dazu habe ich zwei spannende Links diese Woche.
Einmal die Idee warum Journalisten nicht ähnlich kräftige Texteditoren haben, wie Programmierer. Dort erkennen die Tools, automatisch die Programmiersprache, verknüpfen Befehle etc. Pudo hat mit Newsclipse mal etwas ähnliches probiert, nur das hier Namen, Firmen und Organisationen hervorgehoben werden.

+What if journalists had story writing tools as powerful as those used by coders?

Dann die Idee von Responsive Content. Die Idee von Responsive Design ist inzwischen geläufig und sorgt dafür, dass mein Blog auf dem iPhone genauso gut aussieht, wie am Rechner. Die Idee des Responsive Content dehnt diese Idee auf den Inhalt aus: Wieso nicht auch den Inhalt der Nutzungssituation anpassen, in dem man bestimmte Elemente anzeigt oder ausblendet. Am Ipad vielleicht mehr größere Fotos, auf dem iPhone eher die Faktenbox ganz nach oben.
Spannende Idee, sehr ihr Potential für eine Umsetzung? Schreibt mir doch gerne eure Einschätzung als Antwort.

+Responsive Content

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Du wirst es auf YouTube zu nichts bringen

Weiter Streit beim Spiegel

Endlich ist es offiziell Chefredakteur Wolfgang Büchner wird den Spiegel verlassen. Wirklich als solcher gearbeitet hat er wohl kaum, obwohl er über ein Jahr da war, zu sehr wurde alles von den internen Streitereien überschattet. So zumindest der Ausdruck von außen. Und wenn ich gewusst hätte, dass sich das noch so lange weiterzieht, hätte ich den Popcorn Spiegel wohl noch intensiver weiter befüttert. Doch auch jetzt ist der Streit nicht vorbei, Spiegel Redakteur Cordt Schnibben tritt auf Facebook nach und ärgert sich, dass die Print-Redakteure als Rückständig dargestellt werden. Er sieht Büchner als schwachen Journalist, dessen Reform-Pläne zu kurz griffen.
Der Graben im Haus zwischen Print und Online könnte trotzdem nicht größer sein. denn der Betriebsrat von Spiegel Online hat sich nun auch zu Wort gemeldet

+Cordt Schnibbens Abrechnung auf Facebook
+Horizont hat das Schreiben des Spiegel Online Betriebsrates im Wortlaut

Du wirst es auf YouTube nicht mehr schaffen

Hank Green, Youtuber der frühen Stunde, Gründer der VidCon und eine Hälfte der Vlogbrothers schreibt auf Medium: “You Can’t Make it on YouTube Anymore. At least not alone.” Warum? Während beispielsweise die Smosh Brothers es noch relativ schnell recht weit auf YouTube gebracht haben wird das heutzutage immer schwerer. Denn “alles” was Smosh tun musste war, ein bisschen besser zu produzieren, als der Rest auf YouTube. Inzwischen wird das aber zunehmend schwerer. Hinter den die großen YouTuber stehen ganze Teams. Im Zweifelsfall sogar Disney mit 500 Millionen Dollar für ein YouTube Netzwerk. Dagegen muss man jetzt also ankämpfen. Eine Chance gibt es trotzdem noch: Die neuen, alten Medienplayer die auf den YouTube Markt drängen, haben die Plattform nicht unbedingt verstanden:

[pull_quote_center]People who are new to the medium are starting to think that online video is not “Just a little bit better than everything else on YouTube” but “Just a little bit worse than everything on TV.“[/pull_quote_center]

Wenn ihr diese Woche nur einen Link in den morgenlinks anklickt, dann diesen hier, wirklich sehr spannend.

+Hank Green: „You can’t make it on YouTube anymore

Neue Artikelformen braucht das Netz

Eigentlich erstaunlich, dass Onlinejournalismus hin oder her, die Artikel im Netz meist noch denen aus alten Printtagen gleichen. Während zu Zeitungstagen die Funktion eines Artikels für alle Leser recht gleich waren, informieren, was am Vortag wichtig war, treffen Artikel im Netz Nutzer in ganz verschiedenen Situationen und mit verschiedenem Vorwissen. Verfolgt der Nutzer das Ereignis schon intensiv und braucht nur ein kurzes Update, oder muss er wissen, was bisher geschah? Braucht er einen ganzen Hintergrund oder nur eine kurze Einordnung? Kennt er die Akteure? All dem schenkt die heutige Artikelform meist noch wenig Beachtung, sondern abgesehen von Seo-optimierungen folgen die meisten Artikel immer noch Schema F. Überschrift, Lead und dann Fakten in abnehmender Wichtigkeit. Sehr spannend vor dem Hintergrund, finde ich den Ansatz der Süddeutschen, die jetzt über dem Artikel stichpunktartig die Fakten auflistet und im Artikel selbst eine Einordnung liefert.

+Konrad Weber “Das Ende des Artikels”

 

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Video Youtube News & TV 2.0

YouTube Rewind 2014 – Mit vielen deutschen YouTubern

Der jährliche YouTube Rewind ist da und diesmal durften auch einige deutsche YouTuber mitspielen. Es ist wieder die Zeit der Jahresrückblicke und nachdem Facebook nur vor wenigen Stunden vorgelegt hat, kommt nun YouTube mit seinem Rückblick auf 2014 nach.

Deutsche YouTuber in #YouTubeRewind

Natürlich wird der Clip von PewDiePie eröffnet, der YouTuber der dieses Jahr wohl in den meisten Mündern war, sogar denen von South Park. Aber dieses Jahr dürfen auch einige deutsche YouTuber mitspielen. Wer genau hinschaut, kann einen Blick auf Herrn Tutorial a.k.a. Sami Slimani  erhaschen, Daaruum ist mit dabei, LeFloid und die Jungs von ApeCrime. Oh, und Conchita Wurst taucht auf.

Ansonsten eine Menge Late Night Talker, die es verstanden haben die Plattform für sich zu nutzen, allen voran John Oliver.

YouTube und Facebook hüpfen dabei durch eine  Menge derselben Memes, wobei bei YouTube die Musik eine größere Rolle spielt, aber natürlich ist die IceBucket Challenge bei beiden stilprägend, auch wenn man sich streiten kann, ob diese mehr bei YouTube oder bei Facebook stattfand. Aber das Facebook sein Video bei Vimeo hochgeladen hat, zeigt dass die eigenen Videobemühungen doch noch nicht so weit sind.