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YouTube verstärkt Fokus auf Creator-Shows und stellt diese Werbekunden direkt vor

Einst hat YouTube selbst Original-Inhalte finanziert, dazu auch klassische Produktionsfirmen hofiert – diese Praxis hat der Streaming-Gigant vor Jahren beendet und setzt seitdem auf eine andere Strategie: Shows bewerben, die YouTuber ohnehin schon produzieren. Das macht YouTube zur Ausnahmeerscheinung bei den gerade wieder abgehaltenen TV-Upfronts. Die Plattform pitcht der Werbeindustrie Inhalte, die sie weder direkt kontrolliert noch finanziert.

Bei seinem YouTube Brandcast verstärkt die Google-Tochter diesen Kurs noch einmal. Im Zentrum der Präsentation steht ein Lineup neuer und zurückkehrender Creator-Shows, die exklusiv auf YouTube laufen. Darunter Formate von „The Daily Show“-Veteran Trevor Noah, Alex Cooper (bekannt aus „Call Her Daddy“) sowie den Kareem Rahma (Keep the Meter Running) und Dude Perfect (Squad Games“)

YouTube versucht, damit TV-Mechaniken (Show-bezogene Buchungen) in die Creator-Ökonomie zu übertragen, um Budgets aus dem klassischen Upfront-Markt anzuziehen.
Das Angebot zielt darauf, Reichweite und Planbarkeit für Marken zu erhöhen, ohne selbst als Studio zu agieren.
Creator-Shows werden stärker als vermarktbare Formate und nicht nur als Channel-Content positioniert.

Von Jannis Schakarian

Geboren als Jannis Kucharz studierte Jannis Schakarian, Publizisitk und Filmwissenschaft. Hat funk mit aufgebaut, Kolmnen bei der Allgemeinen Zeitung geschrieben und arbeitete als Formatentwickler, Leiter des Social Media Teams und der Distributionseinheit beim ZDF, dann bei SPIEGEL als CvD Audio.

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