Einst hat YouTube selbst Original-Inhalte finanziert, dazu auch klassische Produktionsfirmen hofiert – diese Praxis hat der Streaming-Gigant vor Jahren beendet und setzt seitdem auf eine andere Strategie: Shows bewerben, die YouTuber ohnehin schon produzieren. Das macht YouTube zur Ausnahmeerscheinung bei den gerade wieder abgehaltenen TV-Upfronts. Die Plattform pitcht der Werbeindustrie Inhalte, die sie weder direkt kontrolliert noch finanziert.
Bei seinem YouTube Brandcast verstärkt die Google-Tochter diesen Kurs noch einmal. Im Zentrum der Präsentation steht ein Lineup neuer und zurückkehrender Creator-Shows, die exklusiv auf YouTube laufen. Darunter Formate von „The Daily Show“-Veteran Trevor Noah, Alex Cooper (bekannt aus „Call Her Daddy“) sowie den Kareem Rahma (Keep the Meter Running) und Dude Perfect (Squad Games“)
YouTube versucht, damit TV-Mechaniken (Show-bezogene Buchungen) in die Creator-Ökonomie zu übertragen, um Budgets aus dem klassischen Upfront-Markt anzuziehen.
Das Angebot zielt darauf, Reichweite und Planbarkeit für Marken zu erhöhen, ohne selbst als Studio zu agieren.
Creator-Shows werden stärker als vermarktbare Formate und nicht nur als Channel-Content positioniert.
