Der Medienunternehmer Byron Allen übernimmt BuzzFeed für 120 Millionen. Wobei wohl erstmal nur 20 Millionen fließen und die hundert Millionen unter gewissen Bedingungen in 5 Jahren.
BuzzFeed war mal für 1 Milliarde Dollar gehandelt – und der Gründer
wollte die nächste New York Times bauen. Wir hatten hier mal eine eigene Rubrik mit News zu BuzzFeed und deren Modell. (Und wow, sind die Takes darin schlecht gealtert.)
Doch BuzzFeed hat es versäumt eigene Trafficquellen aufzubauen. Man hing eigentlich nur am Tropf von Facebook und Co. Die Brandrecognition ist vielleicht noch bei ein paar Millenials gegeben. Die eigenen Videocreator haben sich längst von der Marke gelöst und eigene Creator Karrieren aufgebaut.
Was also will Byron Allen mit der Marke BuzzFeed?
Byron Allen macht zuletzt Schlagzeilen, weil er den Platz von Stephan Colbert gepachtet hat und in Zukunft mit seiner Reihe „Comics Unleashed“ bespielen will. Die Marken (Huffington Post, BuzzFeed.) will er nutzen, um ein werbefinanziertes Streaminggeschäft aufzubauen (AVOD), also ein Pivot to Video.
So will er Youtube Konkurrenz machen, erzähl er dem Hollywood Reporter im Interview:
One night I had dinner with Reed Hastings, the founder of Netflix, and I said „Hey, what keeps you up at night?“ He said „YouTube.“ I said, „YouTube?“ He said, „Yeah, Byron, if YouTube starts delivering premium content, how do I get people to pay me XYZ per month?“ I said, „Got it.“ So, YouTube is the biggest streamer by far. The world’s two favorite words right now: „Free“ and „streaming.“
What I can do is I can take BuzzFeed and HuffPost and put it into the free streaming business with this asset that I’ve invested heavily in. And it’s not to replace anything at BuzzFeed or HuffPost, it’s additive, it’s to build on the 20-year foundation that they’ve created.
Als nächsten Schritt strebt er die Kontrolle über Starz als Abo-Streaming-Partner (SVOD) an und positioniert sich damit für eine „Free + Subscription“-Doppelstrategie im umkämpften Streamingmarkt. Good Night and Good Luck.
