Pro7s neues Streamingportal Joyn, Allheilmittel Podcasts und 30 YouTuber, die man kennen sollte

Pro7 Streaming Mediathek Joyn

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Joyn – Das Streamingportal von Pro7Sat.1 startet

Das angekündigte Streamingportal von Pro7Sat.1 „Joyn“ ist an den Start gegangen. Das Design erinnert stark an Netflix mit dem Unterschied, dass man hier auch durch LiveTV zappen kann. Und zwar nicht nur durch das Programm aus Unterföhring, sondern auch der öffentlich-rechtlichen Familie. Das Besondere vielleicht noch: Nach einer Werbeanzeige lässt sich die Seite sogar ohne Anmeldung oder Registrierung nutzen. Die Werbung ist bislang übrigens noch Pflicht: Die Premiumversion lässt noch auf sich warten. Dementsprechend auch wirklich exklusive Serien oder Inhalte. Das aktuelle Zugpferd soll „Jerks“ sein. Auch die Übersetzung von langlaufenden Fernsehformaten zeigt sich in meinem kurzen Test schwierig. Während sich Serien natürlich klar in Staffeln und Folgen teilen lassen, ist das bei täglichen Magazin-Sendungen eher ungewöhnlich. So konnte ich ausgerechnet die aktuelle „Taff“-Sendung nicht auf der Seite finden. Dabei haben doch gerade darüber alle gesprochen, weil diese Ausgabe von Joko & Klaas moderiert wurde. In sofern kann ich die Überschrift von Meedia unterschreiben.

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Amazon will sein werbefinanziertes IMDB TV nach Europa bringen

Apropos AVOD (/Advertised Video-on-Demand/): Amazon will seinen IMDB TV Dienst nach Europa bringen. Das wäre eine Ergänzung zum Abo- und Club-Modell Amazon Prime.
Bislang läuft der Dienst nur in den USA unter dem Namen IMDB Freedive. Nun will man mit dem Rebranding zu IMDB TV dreimal so viele Inhalte an den Start bringen. Unter anderem /La La Land/ als Filmhighlight.
Pro Film soll es bis zu zwölf Werbeblöcke geben. Teils können die Werbeeinblendungen nicht übersprungen werden.

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Warum Apple noch immer den Podcast-Markt bestimmt

Im Moment reden wir viel über die Vorstöße von Spotify in die Welt der Podcasts. Allerdings ist das Rückgrat der Podcast-Infrastruktur noch immer Apple und sein Podcast-Verzeichnis. Nun kündigte Apple zu seiner Entwicklerkonferenz WWDC an, dass die Kategorien, in die Podcasts einsortiert werden, verändert werden. Die Folge: Etliche Apps und Dienstleister, die sich bislang daran orientierten, müssen nachbessern. Daran zeigt sich, dass Apple bis heute den de-facto Standard bei Podcasts setzt. Übrigens wurde bei der WWDC auch verkündet, dass die eigene Podcast-App auch auf Mac-Computer laufen soll.

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Radioszene: Apple ändert das Podcast-Geschehen – mit welchem Recht eigentlich?

Ist „Pivot to Podcast“ das neue „Pivot to Video“?

Zugegeben, ich kenne von dem Vortrag nur diesen einen Tweet und ein Slide und deshalb ist es wohl unfair, ihn daran zu messen. Dennoch hat mich das Zitat „Unlike the pivot to video this is real“ zum Nachdenken gebracht. Denn überall schießen gerade Podcastverlängerungen von Verlagen und Medien aus dem Boden. Mal mehr, mal weniger liebevoll. Das ganze erinnert schon verdächtig an den Videohype von vor ein paar Jahren. Klar, bislang zeigt sich, dass Menschen bei Podcasts deutlich länger dranbleiben, intensiv zuhören, Bindung entwickeln und sogar den Werbebotschaften darin folgen. Aber die Menge an Podcasts, die ein Menschen am Tag konsumieren kann, ist begrenzt (glaub mir, ich habe es ausprobiert). Und so schön all die neuen Inhalte sind: Auch Podcasts werden nicht das Allheilmittel der Verlage oder alten Medien sein.
Aber das sage ich lieber nicht zu laut, ich will mir ja das Geschäft mit Podcastberatungen nicht kaputt machen.

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Tweet zum Google Vortrag
🎧 Podcastempfehlung Alles Gesagt? – Ein Verlag schafft einen Podcast

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ProSiebenSat.1 verkündet Partnerschaft mit Facebook Watch

Bei P7S1 verlässt man sich aber nicht allein auf seine neue Streaming Plattform, man setzt auch weiter auf Drittplattformen. So verkündete man jetzt, exklusive Inhalte für Facebook Watch herstellen zu wollen. Grade als alle dachten, Facebook Watch wäre ein Flop. Bei den Inhalten handelt es sich um Clips und Short Episodes beliebter Show- und Infotainment-Formate wie „Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum“, „Galileo“, „Late Night Berlin“, „SAT.1-Frühstücksfernsehen“ und vor allem die neue Show „Masken Singer“. Über die Tochter Studio71 will man aber auch Extra-Shows mit Influencern produzieren.

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ProSiebenSat.1 Media SE – ProSiebenSat.1 und Facebook schließen Kooperation für Content und Produktion

30 YouTuber, die man kennen sollte

Eigentlich will man keine Inhalte der FAZ zu YouTube empfehlen. Nicht, nach dem Bock, den der Innenpolitikchef Jasper von Altenbockum geschossen hat. Aber man weiß ja, wie das so ist in größeren Medien.
Und da ja insgesamt gerade große Aufregung und Orientierungslosigkeit rund um dieses YouTube und seine Bewohner herrscht (die Seite gibt es seit 2005), hat die FAZ einen ganz guten Einstieg geschrieben. Zwar präsentiert in einer nervigen Klickstreckenform, aber tatsächlich bekommt man hier zumindest einen Querschnitt, dessen was die Plattform so liefert.

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Das sind die dreißig wichtigsten Youtuber

Jobs 💼

Die Jobs kamen das letzte Mal ganz gut an. Deswegen packe ich hier nochmal Links rein. Vermutlich hätte ich daraus ein Geschäftsmodell machen sollen. Aber hey. Wenn ihr Hinweise habt, schickt sie gerne.
Pool Artists sucht Podcast Producer
Deutschlandfunk Kultur sucht Autor*innen

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