Die ARD Mediathek soll zum Streamingdienst werden

Joyn Premium startet für 6,99 €

#streamletter 29

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ARD will Mediathek zur eigenen Streamingplattform ausbauen

Die ARD will ihre Mediathek zu einem eigenen Streamingdienst ausbauen – und holt sich dafür den funk-Chef Florian Hager. Als stellvertretender Programmdirektor soll er sich um die Koordination kümmern. Da Flo bei funk ja mein Chef ist, gratuliere ich an dieser Stelle sehr herzlich und halte mich ansonsten aus Befangenheit zurück.

Anfang Oktober hatte die ARD außerdem angekündigt 20 Millionen Euro nur in Streamingserien zu investieren.

Joyn Plus startet für 6,99

Pro7Sat1 startet nun auch den Bezahlteil seines Streamigndienstes Joyn. 6,99 Euro soll man im Monat dafür latzen und erhält dann Zugang zu den Original-Produktionen wie „Check Check“, „Frau Jordan stellt gleich“ oder „Krass Klassenfahrt“. Mit dem Preis bewegt man sich deutlich unter den Kosten für Netflix und ungefähr auf Höhe von Disney+. Das Konkurrenzprodukt der RTL-Gruppe TVnow kostet allerdings nur 4,99 €.

Netflix kauft Frank Elster Talk

Das wars also doch noch nicht: Frank Elstner führt seinen YouTube-Talk “Wetten, das wars“ bei Netflix weiter. Anfang 2020 soll es dort eine weitere Staffel geben. Das ist der erste deutsche Vorstoß in die Talk-Richtung. Auf English darf bereits David Letterman in „My Next Guest Needs No Introduction“ berühmte Leute interviewen.

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Die 100 meistabonnierten Podcasts 2019

Die App Pocketcasts hat sich die meistabonnierten Podcasts in ihrer App rausgezogen. Auf Platz 1 landet Joe Rogan, gefolgt von This American Life, Stuff you Should Know, Serial und The Daily. Die Daten beziehen sich natürlich nur auf die App, die mittlerweile zum amerikanischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NPR gehört.

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Tik Tak, TikTok – Wegen Zensur angezählt

Die Frage was TikTok wann und wie zensiert hat einen neuen Höhepunkt erreicht. Ein paar der wichtigsten Ereignisse zusammengefasst:

  • Die Tagesschau veröffentlichte gleich als drittes Video auf TikTok eine Erklärung zu den Protesten in HongKong. Mit guter Reichweite, eventuell sogar gepusht.
  • Netzpolitik.org veröffentlichte die Richtlinien, wie TikTok auf der eigenen Plattform moderiert und gezielt Inhalte in bestimmten Ländern oder zu bestimmten Themen aus den Empfehlungen raushält.
  • Die TikTokerin Feroza griff die #ChinaCables und den Umgang des Regimes mit den Uiguren in ihrer Videos auf, dass auf den ersten Blick wie ein Beauty Tutorial wirkte. Damit machte sie sich einen Trick zu nutze, dass Content in der Moderation wohl nur anhand einzelner Frames bewertet wird. Das Video ging viral, kurz danach wurde sie von TikTok gesperrt.
  • Dadurch gab es umso mehr Kritik, für die Moderationstechniken von TikTok. Inzwischen spricht TikTok von einem Moderationsfehler und bemüht sich zu betonen, dass es das alles gar nicht so wollte. Verweist aber auch darauf, dass die Nutzerin vorher auf einem anderen Account ein Satire Video mit Bin Laden-Bildmaterial hochgeladen. Deswegen sei sie nur gesperrt worden. Inzwischen hat sich TikTok aber entschuldigt.

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