LeFloids Abschied von Mediakraft und ist Vice überbewertet?

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LeFloid will Mediakraft verlassen und nicht ins Fernsehen

LeFloid will seinem Netzwerk Mediakraft den Rücken kehren, in seinem Vice Interview lässt er deutlich seine Unzufriedenheit durchschimmern. Mediakraft verliert damit eines seiner stärksten Zugpferde, vor allem für den Nachrichtenbereich.

Außerdem erzählt LeFloid in dem Interview, dass er gar nicht unbedingt so gerne ins Fernsehen möchte, weil man da so wenig Kontrolle hat. Und als Star sieht er sich auch nicht, das ist man nicht, sondern man wird dazu gemacht.

+Das LeFloid Interview mit Vice lesen


Ist Vice überbewertet?

Vice, genau die mit dem Interview oben, sind als kleines Indie-Magazin gestartet und werden inzwischen mit 2,5 Milliarden bewertet. Es zählt damit zu den hippen neuen Medieunternehmen und wird von allen Seiten beobachtet. Nun gibt es Kritik an dem Laden, unteranderem weil rauskam, dass Redakteure vorher Meldung machen müsse, wenn sie über Marken schreiben, die auch als Werbekunden in Frage kämen. Das wirft natürlich ein schlechtes Licht auf die primäre Einkommensquelle Native Advertising und Sponsoring und inwiefern das noch vom redaktionellen Teil getrennt wird.

Als Vice Stärke wird weiter seine direkte Ansprache der Millenials gewertet, nun zeigen Zahlen, das andere Seiten diese noch viel mehr erreichen und sogar die altehrwürdige New York Times noch vor Vice liegt. Ganz vorne übrigens BuzzFeed, die sich ja eigentlich mit jedem Artikel eine neue Zielgruppe suchen.

+Digiday fasst die Kritik an Vice zusammen 

 

Gehaltsverhandlungen mal umgekehrt

Wir kennen das, die meisten Verträge verlangen heute ein Total-Buyout mit Rechten bis in alle Ewigkeit und für alle Medien, selbst solche, die noch gar nicht erfunden sind. Und das Honorar wird dabei immer niedriger so dass man mit dem Schreiben kaum Geldverdienen kann. Tom Hillenbrand hat den Spieß mal umgedreht, sollte ich bei der nächsten Gehaltsverhandlung mal probieren.

+Literarisches Gold lesen

 

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