Untergang in der Informationsflut

Mein Firefox hat im Moment ca. 60 ((ich traue mich nicht zu zählen)) offene Tabs mit Artikeln, Videos, Seiten die ich noch lesen oder anschauen will. Mein Google Reader zeigt 416 ungelesene Artikel und das obwohl ich die meisten Blogs noch immer über iGoogle verfolge. Verabschiede ich mich 5 Minuten von Tweetdeck, zeigt der mir 200 ungelesene Tweets. Jeden morgen liegt eine neue Tageszeitung auf dem Tisch, jeden Dienstag noch eine Wochenzeitung. Es stehen mehrere noch verpackte DVDs in meinem Zimmer und der Rest des Hauses ist voller Bücher, die ich noch lesen will. (( Ach ja, in meiner Aufzählung fehlen natürlich noch Mails, ICQ, MSN, Skype, SMS & Persönliche Gespräche (Alles so seltsames Pre-Web2.0 Zeug), die mich beschäftigen und auch Neuigkeiten liefern… ))

Ich fühle mich in den letzten Tagen immer öfter von dieser Informationsmasse, die mich umgibt überwältigt. Das ist mit ein Grund, warum es hier ein paar Tage so ruhig war, weil ich schon fast nicht mehr sortieren kann, was ist relevant und wichtig und die Zeit im Informationsfluss mit davonschwimmt.
Ich fühle mich wirklich machtlos, angesichts des Berges an Worten, Buchstaben, Bilder und Wissen, der sich da vor mir auftürmt. Des Berges? Ich meinte natürlich der Gebirgskette.

Jetzt sagt ihr: „Naja, dann lies weniger, verfolge weniger.“

Geht nicht. Den ich halte Allgemeinbildung für ein extrem hohes Gut, dass viel zu wenig vermittelt wird. Ich hab das Ziel, möglichst viel zu Wissen und mich umfassend zu informieren. Nicht nur, weil das bei Frauen gut ankommt ((Man muss nur aufpassen, dass man nicht besserwisserisch wird.)), sondern weil ich verstehen will.

Abgesehen davon ist das meiste für mich Studienrelevant. Als Student der Publizistik, sollte ich am Tag eigentlich mindestens eine Zeitung komplett lesen. Natürlich verfolge ich dann die News aus der Medienbranche. Und auch die DVDs, die euch in der Liste da oben vielleicht als Vergnügungsfremdköprer vorkommen sind für mich, mit Filmwissenschaft als Nebenfach ebenfalls Prüfungsrelevant. (( Ein Freund fasste mein Studium als Zeitung lesen & Filme gucken zusammen, was den tatsächlichen Aufwand aber etwas gering erscheinen lässt.))

Worauf will ich hinaus?

Nun ja wie auch dieses Video zeigt, dass ich schon zum Start dieses Blogs verlinkt habe, wir die Informationsflut und das Wissen, dass uns theoretisch zu Verfügung steht immer größer.

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=jpEnFwiqdx8 350 292]

Und ich frage mich, was mir hilft den Informationsfluss zu filtern.

Wie finde ich in dieser Informationssintflut den Sinn?

Wir sind auf dem Weg zur Informationsgesellschaft, den größten Wert hat aber irgendwann nicht mehr Information selber, sondern der Filter, der mir hilft, sie in dem Ozean des Wissenswaffelbruches zu finden.

10 KOMMENTARE

  1. Hi! Sehr interessanter Artikel! Generell! Lese dein Blog schon länger mit und ich muss sagen, sehr gelungen! ;)

    Zu deinem Info-Chaos habe ich etwas. Ich kenne dieses Symptom, wenn auch nicht so krass wie von dir beschrieben. Deswegen nutze ich teilweise google.alert bzw. noch effizienter und umfangreicher folgendes:
    http://www.feedrinse.com/

    Hoffe mit dem kleinen Tipp geholfen zu haben :)

    LG Julian

  2. Auch von meiner Seite ein Lob an deine Page.

    Zum Thema:
    Ich kenne das Problem selber, hab mich aber relativ gut im Griff. Mich interessieren Themen wie Musik, Kultur, Politik, Wirtschaft und viele spezielle Themen, in die ich mich gerne einlesen würde. Nebenbei habe ich aber noch so einige Hobbys, will was mit Freundin/Freunden unternehmen und das Studium steht ganz klar an oberster Stelle.

    Aufgrund dessen arbeite ich mit Prioritäten. Was heißt das?

    1. Ich weiß was mich wirklich interessiert und lese zuerst diese Thematiken.
    2. Ist dann noch Zeit für mehr gehe ich meien Liste im Kopf weiter.

    Ich habe auch extra eine kleine RSS-Feed-Liste. Denn um mich politisch zu informieren reichen Tagesschau.de und Spiegel.de. Klar will man sich manchmal vertiefend einlesen aber bevor ich das Studium vernachlässige, gehe ich lieber diesen Weg. Außerdem lese ich oft nur Headlines denn die sagen oft schon genug aus.

    Kurzum: Man muss sich immer überlegen was einem wirklich wichtig ist und man sollte vor allem diszipliniert sein. Das klingt schwer und ist es ansich auch aber um keinen „Information Overload“ zu bekommen, ist es definitiv notwendig.

    P.S. Im April nehme ich an einem Workshop zu diesem Thema teil. Mal schaun ob die mir neue Einblicke verschaffen können.

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