Denis Villeneuve soll die Regie für den nächsten Bond Film übernehmen. Der Film ist der erste, der unter der Hoheit von Amazons Einfluss, die zunächst MGM kauften und dann von der Broccoli Familie die restlichen Bond-Rechte.
Das Bond Franchise steht damit vor einem kompletten Reboot, wer der neue Bond Darsteller sein wird, steht noch nicht fest – auch nicht, wann genau der Film kommt.
Denis Villeneuve macht mit seinen Werken wie „Sicario“, „Arrival“, „Blade Runner 2049“ und „Dune“ aber Hoffnung auf einen starken Neuanfang.
„The Social Network“ soll einen zweiten Teil bekommen. Der Film von 2010, geschrieben von Aaron Sorkin und unter der Regie von David Fincher, gilt als Meisterwerk und erzählte die Anfänge von Facebook. Der erste Teil basierte auf dem Buch „The Accidental Millionaires“ von Ben Mezrich und erhielt drei Oscars, einen davon fürs beste Skript.
Lange hatte Sorkin eine Fortsetzung abgelehnt, aber nun wurde bekannt, dass Sorkin an einem Sequel schreibt und auch selbst Regie führen will.
Inhaltlich entzündet hat das wohl der Sturm auf das Capitol in 2021 bei dem Sorkin Facebook eindeutig eine Mitschuld einräumt. Diesmal will er sich beim Skript auf die Artikelserie „The Facebook Files“ vom Wall street Journal stützen. Ein Releasedatum ist noch nicht bekannt.
Elon Musk arbeitet schon von Beginn an daran, dass seine AI Grok weniger „woke“ wird — oder genauer: die Wahrheit in seinem Sinne auslegt.
Hat bislang nicht wirklich geklappt, zwischendurch kürte Grok Elon persönlich zum Verbreiter der meisten Unwahrheiten auf X.
Diese Unwahrheiten hätte Musk jetzt gerne fest in Grok verankert und auf x dazu aufgerufen, „divisive facts for @Grok training“ zu posten. Die Replies darunter reichen von Kreationismus über Holocaustleugnung bis Propaganda und erwähnen auch noch die letzte Verschwörungstheorie.
Das Problem daran: Wenn Wissensvermittlung erst im 1-zu-1-Kontext, also im direkten Gespräch mit dem Chatbot deiner Wahl, stattfindet, lässt sich kaum noch überprüfen, was da rauskommt. Und ob dahinter Halluzination oder gezielte Einflussnahme steckt.
Bislang ist Grok dabei recht plump vorgegangen (siehe Verbreitung von Genozid-Erzählungen in Südafrika). Aber sein absurder Tweet zeigt, dass Elon Musk nicht bereit ist, aufzugeben.
Eine wie immer hervorragende Zusammenfassung liefert wieder das Social MediaWatchblog. Schlagzeilen machte dieses Jahr vor allem die Erkenntnis, dass in Deutschland das Wachstum von Social Media als Nachrichtenquelle stagniert. Das begründet sich vor allem in der unheimlich starken Rolle die Habitualisierung, also Gewohnheiten, bei der Mediennutzung bilden. Das bedeutet aber auch: All die neuen Gewohnheiten, die jüngere Nutzer aufbauen, legen sie auch so schnell nicht wieder ab.
Schaut nur mal auf die Snapchat Nutzung.
- Reuters: Digital News Report 2025 und die Ergebnisse für Deutschland
Parrot Analytics hat einen Report über „The New Economics of Streaming Content“ veröffentlicht. Ich bin noch nicht durch, aber die Executive Summary gibt schon mal 4 Take Aways mit:
1. Hohe Abwanderungsraten und fragmentierte Zielgruppen
Ständige Veränderungen im Mediennutzungsverhalten erschweren die Bindung des Publikums zunehmend. Vor allem jüngere Zuschauer:innen wechseln gezielt für bestimmte Formate oder Genres die Plattform — und sind genauso schnell wieder weg. Dieses Phänomen des „seriellen Churns“ treibt die Kosten für Reichweitenaufbau in die Höhe und verschärft die Fragmentierung der Zuschauerschaft.
2. Content-Überfluss in der Aufmerksamkeitsökonomie
Ein massiver Kapitalzufluss hat die Inhalteproduktion auf ein historisch hohes Niveau getrieben — mit der Folge einer Überfülle an Angeboten, die oft unter dem Radar bleiben. Gleichzeitig steigen die Kostendruckfaktoren, obwohl das Wachstum der Gesamtinvestitionen in Content spürbar abflacht. Nach Jahren zweistelliger Steigerungsraten stagnieren die Budgets — ein Zeichen für den Kurswechsel von „Wachstum um jeden Preis“ hin zu haushalterischer Vorsicht. Selbst hochpreisige Produktionen haben es inzwischen schwer, sich durchzusetzen — das Publikum ist angesichts der Angebotsflut überfordert.
3. Komplexe Monetarisierungsmodelle
Die sogenannten „Streaming Wars“ haben sich zu einem vielschichtigen Ökosystem aus Bundle-Angeboten, Gaming-Kooperationen, E-Commerce-Partnerschaften und weiteren Erlösquellen entwickelt. Paketlösungen bringen zwar neue Abos, erschweren aber zugleich die Zuordnung von Einnahmen und verwässern klassische Veröffentlichungszyklen. Angesichts weiterer Fusionen und Marktbereinigungen stehen Plattformen, die ihr Monetarisierungskonzept nicht grundlegend überarbeiten, vor dem Risiko wachsender Kosten und sinkender Sichtbarkeit.
4. Die schwierige Bewertung von Content-Wert
Im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und angesichts steigender Produktionskosten setzen große Medienunternehmen zunehmend auf datenbasierte, differenzierte Modelle zur Erfolgsmessung von Inhalten. Klassische Kennzahlen wie Einschaltquote, Reichweite oder Boxoffice-Einnahmen am Startwochenende greifen zu kurz — sie messen eine komplexe Wirklichkeit mit simplen Werkzeugen. Was fehlt, sind Indikatoren für nachhaltige Zuschauerbindung, Nutzerengagement und die langfristige Ausschöpfung von Nebenerlösen.
Natürlich betont der Report immer wieder die Wichtigkeit umfangreicher Analysen, denn das ist das Geschäftsmodell von Parrot.
- Parrot Analytics: The Future of Entertainment Analytics Report
Auf der re:publica 25 haben Marina und ich gemeinsam ein Märchen erzählt, über Innovationen und was bei ihnen typischerweise so alles schief geht.
Es war einmal in einem kleinen Dorf, dort wollten sie etwas Neues machen. Und damit beganng das Unglück, oder so ähnlich.
Alle sprechen von Innovationen, doch in vielen Unternehmen werden sie zur Krise. Warum stoßen neue Projekte intern auf Widerstand und finden extern kaum Anklang bei den Nutzer:innen? Wir haben etliche Entwicklungsprojekte begleitet und erzählen in Form einer Märchengeschichte, wieso Innovationsvorhaben oft scheitern – und wie Unternehmen Wandel erfolgreich gestalten können. Schaut gerne oben den gesamten Vortrag oben im Video un lauscht dem Märchen, ich verspreche euch, ihr werdet einige Szenen wieder erkennen.
Die Moral von der Geschichte
- Innovation heißt nicht, dass man etwas anderes macht, sondern etwas anders macht. Die Bedürfnisse, die man bei den Kunden befriedigt, bleiben häufig gleich oder ähnlich. Aber sie sind dem Unternehmen oft nicht so klar, wie man denkt. Medien denken oft: Sie informieren, das ist ihre Aufgabe. Aber warum? Wozu brauchen Nutzer die Information? Geht es darum, dass ich mitreden kann und so soziale Kontakte aufrechterhalten kann? Sind es Informationen, die man direkt nutzt und umsetzt?
Und zumindest sollte man sich dabei stets auf die eigenen Stärken stützen. Und die kann man dann auf neue Kanäle oder eben Produkte übertragen.
- Mindestens genauso stark, wie der Entwicklung neuer Produkte dient Innovation der Entwicklung des eigenen Teams und des eigenen Unternehmens. Oder: The real treasure was the friends we made along the way.
Denn egal, ob das Ergebnis am Ende erfolgreich ist oder nicht, die beteiligten Mitarbeitenden werden wahnsinnig viel gelernt haben. Und selbst wenn es ein Desaster war, sollte man vermutlich genau denselben das nächste Projekt geben, denn sie haben vermutlich tausende Ideen, wie es beim nächsten Mal besser gehen kann.
- Damit Innovation auf weniger Widerstand stößt und nicht auf dem Rücken der Mitarbeitenden stattfindet, braucht es mehr Kommunikation, als man denkt. Unfertige Ergebnisse zeigen und transparenz zu üben, wenn man selbst noch nicht so genau weiß wie es geht, fällt den meisten Projektteams schwer. Aber das nimmt die anderen mit, baut den Nimbus ab, da werkelten irgendwelche Genies und übt schon früh Fehlertoleranz.
- Bei Innovationsprojekten sollte man sich stark darauf besinnen, was man beeinflussen kann. Meist ist das viel weniger, als man denkt, für diesen Überblick hat Marina den Innovationscircle illustriert.
Joana Stern hat für das WSJ einen Kurzfilm mithilfe von verschiedenen KI Videotools gemacht, sie zeigt dabei ihren Prozess, die herrlichen Outtakes – und es macht insgesamt sehr gut sichtbar, was aktuell mit den weit verfügbaren Tools möglich ist und wo die Limits liegen. Den klar wir auch: ohne das menschliche Skript würde jede Art Humor fehlen.
Die bisherige TV-Benutzeroberfläche von Netflix wurde entwickelt, um TV-Serien und Filme zu finden. Die neue Version ist laut Chief Product Officer Eunice Kim „darauf ausgelegt, uns jetzt und in Zukunft eine flexiblere Grundlage zu bieten.“ Theoretisch erleichtern die Änderungen es Netflix, Dinge wie Live-Inhalte (in die Netflix zunehmend investiert) und Spiele, die auf den Fernseher gestreamt werden (was aktuell getestet wird), stärker hervorzuheben.
- The Verge: Netflix is getting a big TV revamp
Three Rules for Life – Podcast
Gerade über den „Three Rules"-Podcast von Matt D’Avella gestolpert. Der zeigt auch in vollen Nischen ist noch Platz. Zwischen all den Deep Dive Podcasts zu mehr Produktivität, fragt er seine Gäste nach drei kurzen Regeln, die sie sich selbst für ihr Leben gegeben haben.
Und das Geschäftsmodell steckt da auch noch mit drin: Patreon Unterstützer bekommen das komplette, ungeschnittene Gespräch.
Erinnert ihr euch noch, als die ersten dezidierten Netflix Buttons auf Fernbedienungen aufgetaucht sind? Nun wir sind jetzt Full Circle und die Fernbedienungen zur Google TV Box bekommen einen Free TV Button.

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