Leistungsschutzrecht bedroht Fischhändler

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Leistungsschutzrecht – Nachdem Google sich mit einer neuen Einverständniserklärung für Google News aus dem Leistungsschutzrecht gestohlen hat, haben die Verleger ein neues Ziel: Fischhändler.

Morgens um 6, Hamburger Hafen, Geschrei. Die Händler preisen ihren frischen Fisch an und manch fetter Fang wandert über die Theke. Sorgsam eingewickelt in die Zeitung vom Vortag. Damit soll bald Schluss sein. „Es kann nicht sein, dass hier mit unseren Inhalten Geld verdient wird.“, beschwert sich Matze Dopfner, Sprecher vom BDZVL (Bund Deutscher Zeitungsverlegerlobbyisten). Man will sich für eine Gesetzesinitiative stark machen, die auch Fischhändler in das beschlossene Leistungsschutzrecht miteinbezieht. „Genau genommen ist dieser Fall sogar noch schlimmer als das Vorgehen von Google, hier werden unsere Inhalte direkt weiter verkauft ohne das mit uns irgendein Lizenzabkommen getroffen wurde!“, meint Matze.

Fliegenklatschen bedrohen letzten Use-Case von Zeitungen

Google hatte sich zuletzt aus dem für sie maßgeschneiderten Gesetz gewunden, in dem sie Verleger nun explizit auffordert in Google News gelistet werden zu wollen, also noch expliziter als bislang durch die Robot.txt. Matze Dopfner will aber nicht locker lassen und hat auch schon ein neues Ziel vor Augen: Hersteller von Fliegenklatschen. „Sie zerstören einen der letzten Use-Cases von gedruckten Zeitungen und bedrohen damit die Demokratie.“ Zunächst hat man aber erst einmal die Urheber, also die Journalisten, von der eigentlich versprochenen Beteiligungen an Einnahmen aus dem Leistungsschutzrecht ausgeschlossen.

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