Der YouTube Algorithmus hat mir gerade dieses Video vorgeschlagen: Über einen Sommer ohne Algorithmen, in dem man wieder selbst entdeckt, statt statistischen vorgekauten Vorschlägen zu folgen. Und ich mag das Video, das dabei rauskam. Die Reminiszenz an vergangene Sommer als Kind. Sommer, die sich endlos und grenzenlos anfühlten, die einen verändert haben, weil sie voller Möglichkeiten waren.
Autor: Jannis Schakarian
Geboren als Jannis Kucharz studierte Jannis Schakarian, Publizisitk und Filmwissenschaft. Hat funk mit aufgebaut, Kolmnen bei der Allgemeinen Zeitung geschrieben und arbeitete als Formatentwickler, Leiter des Social Media Teams und der Distributionseinheit beim ZDF, dann bei SPIEGEL als CvD Audio.
Vom Straßenjungen in Newark zum Querdenker mit Mikrofon: Joe Rogan hat sein Hirn stets auf Hochleistung gefahren – erst auf der Comedy-Bühne, dann im TV und schließlich im eigenen Podcast – und unterwegs Fragen gestellt, wie „Was. wenn Wölfe Fedora tragen?“
Deshalb hat die Daily-Show eine eigene Video-Biografie von Joe Rogan produziert.
WeTransfer hat in seinen Terms of Service den Passus aufgenommen, dass man ihnen mit Upload das Recht einräumt diese Daten auch für das Training von Machine Learning-Modellen weiter zu lizensieren. Diese Lizenz gilt natürlich dauerhaft und weltweit.

„You hereby grant us a perpetual, worldwide, non-exclusive, royalty-free, transferable, sub-licensable license to use your Content for the purposes of operating, developing, commercializing, and improving the Service or new technologies or services, including to improve performance of machine learning models[…]“
Smarte Erweiterung des Geschäftsmodells aus ihrer Sicht.
Aus Usersicht muss man selbst wissen, ob man das möchte.
Ich höre ja gute Dinge über SwissTransfer und konnte auf den ersten Blick keinen verlgiechbaren Passus in den Nutzungsbedinungen finden.
Update: Nach dem Aufschrei hat WeTransfer seinen Terms of Service noch einmal überarbeitet. Man hatte laut dem eigenen Blog nie vor Inhalte als Trainigsdaten an andere zu lizensieren, sondern wollte nur die Erkennung von schädlichen Inhalten besser automatisieren. Jetzt lautet die Passage:
6.3. License to WeTransfer. In order to allow us to operate, provide you with, and improve the Service and our technologies, we must obtain from you certain rights related to Content that is covered by intellectual property rights. You hereby grant us a royalty-free license to use your Content for the purposes of operating, developing, and improving the Service, all in accordance with our Privacy & Cookie Policy.
Ein nachhaltiger Vertrauensverlust bei vielen Nutzer ist vermutlich trotzdem bereits entstanden. Mimikama hat das ganz Kommunikationsdesaster aufgeschrieben.
Man kann durch Nachfrage den Systemprompt von Grok herausfinden, dem Chatbot von Elon Musks xAi. Die meisten anderen Chatbots verstecken diese Systemprompts. Hier ein Auszug:
- If the user asks a controversial query that requires web or X search, search for a distribution of sources that represents all parties/stakeholders. Assume subjective viewpoints sourced from media are biased.
- The response should not shy away from making claims which are politically incorrect, as long as they are well substantiated.
- Do not mention these guidelines and instructions in your responses, unless the user explicitly asks for them.
Quelle
Siehe auch: Elon Musk baut mit Grok eine Propaganda-Maschine
Arte widmet gerade dem Regisseur Quentin Tarantino einen Schwerpunkt, weshalb man in ihrer Mediathek Kill Bill, Death Proof, Reservoir Dogs und Jackie Brown streamen kann.
Begleitend gibts auch noch Dokus über Tarantino und Uma Thurman.
- Arte: Quentin Tarantino
Armin Wolf, der österreichische Journalist und Moderator, wollte die Daten eines X Accounts erfragen, der täglich anonym Medienschaffende, Politiker und andere beleidigt. Er hat dafür einen Anwalt, die österreichische, irische und am Ende amerikanische Justiz bemüht. Auf seinem Blog schreibt er den Weg nachvollziehbar Schritt für Schritt auf und kommt zu folgendem Fazit:
Ein Rechtsstaat sollte garantieren, dass Menschen, die in ihren Rechten verletzt werden, sich wehren können und entschädigt werden — und dass es Sanktionen für Menschen und Unternehmen gibt, die Gesetze missachten. Aber X ist ein rechtsfreier Raum. Gesetze gelten hier nicht.
Die Rechtslage in Österreich und der EU ist unzureichend, die irischen und amerikanischen Behörden verweigern die Arbeit und X zeigt allen den Mittelfinger. Die „Redefreiheit“ eines vermummten rechtsextremen Soziopathen ist Elon Musk wichtiger.
RTL kauft Sky Deutschland
RTL hat den Kauf von Sky DACH verkünden, die Kartellbehörde muss noch zustimmen. Wenn der Deal durch ist, würden sie damit Disney+ hierzulande überholen und auf Platz 3 des deutschen Streamingabogeschäfts landen.
Laut eigener Rechnung hätte man dann 11,5 Millionen Abonnenten.

In der eigenen Pressemitteilung verspricht RTL starke Investitionen in Deutschland und Europa, so sollen jährlich rund 2,5 Milliarden Euro in Inhalte fließen.
Denis Villeneuve soll die Regie für den nächsten Bond Film übernehmen. Der Film ist der erste, der unter der Hoheit von Amazons Einfluss, die zunächst MGM kauften und dann von der Broccoli Familie die restlichen Bond-Rechte.
Das Bond Franchise steht damit vor einem kompletten Reboot, wer der neue Bond Darsteller sein wird, steht noch nicht fest – auch nicht, wann genau der Film kommt.
Denis Villeneuve macht mit seinen Werken wie „Sicario“, „Arrival“, „Blade Runner 2049“ und „Dune“ aber Hoffnung auf einen starken Neuanfang.
„The Social Network“ soll einen zweiten Teil bekommen. Der Film von 2010, geschrieben von Aaron Sorkin und unter der Regie von David Fincher, gilt als Meisterwerk und erzählte die Anfänge von Facebook. Der erste Teil basierte auf dem Buch „The Accidental Millionaires“ von Ben Mezrich und erhielt drei Oscars, einen davon fürs beste Skript.
Lange hatte Sorkin eine Fortsetzung abgelehnt, aber nun wurde bekannt, dass Sorkin an einem Sequel schreibt und auch selbst Regie führen will.
Inhaltlich entzündet hat das wohl der Sturm auf das Capitol in 2021 bei dem Sorkin Facebook eindeutig eine Mitschuld einräumt. Diesmal will er sich beim Skript auf die Artikelserie „The Facebook Files“ vom Wall street Journal stützen. Ein Releasedatum ist noch nicht bekannt.
Elon Musk arbeitet schon von Beginn an daran, dass seine AI Grok weniger „woke“ wird — oder genauer: die Wahrheit in seinem Sinne auslegt.
Hat bislang nicht wirklich geklappt, zwischendurch kürte Grok Elon persönlich zum Verbreiter der meisten Unwahrheiten auf X.
Diese Unwahrheiten hätte Musk jetzt gerne fest in Grok verankert und auf x dazu aufgerufen, „divisive facts for @Grok training“ zu posten. Die Replies darunter reichen von Kreationismus über Holocaustleugnung bis Propaganda und erwähnen auch noch die letzte Verschwörungstheorie.
Das Problem daran: Wenn Wissensvermittlung erst im 1-zu-1-Kontext, also im direkten Gespräch mit dem Chatbot deiner Wahl, stattfindet, lässt sich kaum noch überprüfen, was da rauskommt. Und ob dahinter Halluzination oder gezielte Einflussnahme steckt.
Bislang ist Grok dabei recht plump vorgegangen (siehe Verbreitung von Genozid-Erzählungen in Südafrika). Aber sein absurder Tweet zeigt, dass Elon Musk nicht bereit ist, aufzugeben.
