Erwartung an f8: Facebook zahlt Geld an Journalisten & YouTuber

Facebook will Geld an Journalisten und Videomacher abgeben

Lange wird schon gemunkelt, jetzt berichtet die NYTimes auch offiziell, dass es intensive Gespräche gibt Journalismus direkt bei Facebook zu hosten. Wie genau das aussehen soll weiß man nicht, aber Insider rechnen damit das heute bei der f8-Konferenz von Facebook das genauere Vorgehen vorgestellt wird. Grundvoraussetzung dafür ist, dass Facebook seine Werbeeinnahmen mit den Publishern teilt. Das dürfte dann nicht nur für Journalisten, sondern auch für Videoproduzenten aller Art gelten. Dann dürften auch einige YouTuber den Sprung machen.
Die Frage ist für wen lohnt sich das am Ende mehr? Für Facebook auf jeden Fall, so kann man die Nutzer noch länger auf der eigenen Plattform halten. Aber für die Medien?
Entscheidend ist wohl, dass es überhaupt nicht zum Geschäftsmodell und der Wertschöpfungskette der meisten Medien passen dürfte. Noch mehr an eine andere Plattform aus der Hand geben ist bei den klassischen Medienanbietern, wie wir sie in Deutschland haben einfach nicht vorgesehen. Das ist keine Wertung. Es passt nur für die meisten nicht ins Modell, sie müssen sich aber überlegen, wie sie darauf reagieren, schließlich stecken sie schon in einer tiefen Abhängigkeit zu Facebook. Dagegen sind die Wehklagen wegen Google der letzten Jahre Kinderreime.

+BuzzFeed ist da anders aufgestellt, wie letzte Woche besprochen.

+Martin Giesler hat auch nochmal anhand von Pros und Cons aufgezählt, für wen sich die Partnerschaft mit Facebook lohnt.

Unternehmenswebseiten als Plattform für Journalismus

Ebenfalls immer häufiger Plattform für “Journalismus” sind Unternehmenswebseiten oder Initiativen. Bekanntestes Beispiel in Deutschland bislang wohl Curved.de hinter dem eigentlich ePlus, beziehungsweise die Agentur SinnerSchrader steht. Content Marketing nennt sich das im aktuellen Buzzword und sorgt für einige Diskussionen.

+Die hat bei der Cebit nun auch eine Bühne gefunden mit Sascha Pallenberg von den Mobile Geeks in der einen Ecke und Matthias Schrader in der anderen.

+Moderator Karsten Lohmeyer hat sich anschließend noch einmal ein paar spannende Gedanken gemacht und auch bei klassischen Medienmarken genügen Interessenskonflikte finde, so dass Unternehmen Eigentümer für ihn nicht unbedingt ausscheiden.

Nur mit Podcasts lässt sich noch Geld verdienen

Während überall anders die Finanzierung zusammenfällt erfreut sich das Medium Podcast eines steigenden Interesses der Werbewirtschaft, und zwar mit beachtlichen Werbepreisen um die 30$ pro Tausend Downloads.

+Ann Friedmann hat sich “The economics of the podcast boom” angeschaut.

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