Wer trägt jede Woche diese ganzen Anzeigenblätter aus – und wer überprüft eigentlich, dass die auch ankommen? Eine Zustellgarantie will das GPZ Siegel des Bundesverbands Deutscher Anzeigenblätter liefern.

Ich weiß noch, als ich mit 14 in den Osterferien meinen besten Freund besucht habe. Trotz der nahenden Osterfeiertage war es noch bitterkalt. Und mein Freund hatte gerade seinen ersten Nebenjob bekommen: Anzeigenblätter austragen. Ich wollte ihn nicht alleine lassen und kam mit. Stundenlang quälten wir uns durch die Eiseskälte von Briefkasten zu Briefkasten. Und dann fing es auch noch an zu schneien. Entnervt, durchgefroren und mit dem dringenden Wunsch, weiter GameBoy zu spielen, warfen wir die letzten 100 Prospekte schließlich in die Altpapiertonne. Nicht gerade das, wofür der Werbekunde bezahlt hat.

Während online jeder Klick und jede Impression messbar ist, sind die Nachweismöglichkeiten bei gedruckten Anzeigen noch immer aufwendig und schwer. Hier setzt das GPZ-Siegel an: Nach einem repräsentativen Verfahren wird die tatsächlich erbrachte Zustellleistung der Anzeigenblattverlage durch zwei unabhängige Institute überprüft und getestet. So wird garantiert, dass mindestens
85 % der beauftragten Prospekte auch tatsächlich im gewünschten Briefkasten landet – sonst gibt es kein Siegel. Aktuell erreichen alle Verlage, die das Siegel tragen im Durchschnitt eine Zustellquote von 91,2 Prozent.

Zuvor gab es lediglich ein GDZ-Siegel für „geprüfte Direktzustellung“. Das GPZ-Siegel „Geprüfte Prospektzustellung“ dehnt die unabhängige Prüfung nun auf Prospekte aus.
Ziel dieser von langer Hand vorbereiteten Erweiterung war es, das bereits etablierte und anerkannte Siegel für Direktzustellung auf den gesamten Bereich der Prospektzustellung zu erweitern. Somit können nun Anzeigenblätter und die darin enthaltenden Beilagen zertifiziert werden.

Dadurch entsteht auch eine bundesweite Vergleichbarkeit, gerade für überregional agierende Werbekunden, die mit mehreren Werbeverlagen zusammenarbeiten, so ihre Kampagnen besser steuern und vergleichen können. Insgesamt haben sich 44 Verlage und Vertriebsgesellschaften in der Qualitätsgemeinschaft „Geprüfte Prospektzustellung“ (GPZ) zusammengeschlossen. und erreichen so 23 Millionen Haushalte in Deutschland.

Hätte es das damals schon gegeben, wäre mein Freund seinen nagelneuen Nebenjob wohl ganz schnell wieder los gewesen.

Weitere Informationen unter:
www.gpz-siegel.de

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