Wie glaubwürdig sind die Recherchen des Spiegel?

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Wie offen ist die Recherche beim Spiegel?

Inzwischen stehen die Druckerpressen nicht nur noch in den Verlagen, sondern jeder kann auf eine Geschichte antworten, wenn sie ihm nicht passt. So passiert ist das Seibert Media, die in einer Spiegel-Geschichte über digitales Arbeiten auftauchten. Darin ging es darum das immer mehr Firmen Festangestellte durch Freelancer ersetzt. Das hat Seibert Media, sagen sie jetzt, aber gar nicht gemacht. Im Spiegel-Artikel tauchen sie jetzt aber trotzdem in dieser Reihe auf.
Spannend ist vor allem zu sehen, dass Journalismus eigentlich immer transparenter werden muss. Vor allem wen man hinterher nicht blöd da stehen will. Den Seibert Media-Artikel haben im Netz inzwischen zumindest mehr Leute gelesen, den dort ist er frei verfügbar, während der Spiegel irgendwo am Kiosk liegt. Die Frage ist eben, wie muss man darauf antworten wenn sich die Protagonisten aus den eigenen Geschichten wehren. Und wenn sie dann auch noch glaubwürdiger rüberkommen, als das tradierte Medium?

#Wie wir dem “investigativen Qualitätsjournalismus” des Spiegel auf den Leim gingen

 

Wie offen ist die Mauer zwischen Werbung & Inhalt bei BuzzFeed?

Etwas Glaubwürdigkeitsprobleme hat auch BuzzFeed derzeit. Chefredakteur Ben Smith ist in die Kritik geraten weil er zwei Artikel gelöscht hat. Er sagt wegen zu suggestiver Meinung, Gawker meint spitz bekommen zu haben wegen Beschwerden von Werbekunden.
In einem 45 Minuten Interview stellen sich Geschäftsführer Jonah Peretti und Chefredakteur Ben Smith jetzt den Vorwürfen, scheinen sie also sehr ernst zu nehmen, haben aber meiner Meinung nach keine überzeugende Antwort.

Ja, es gibt vielleicht ein paar neue Probleme, wenn man sich vor allem über Native Advertising finanziert, aber dann muss man auch klare Wege finden um das abzugrenzen.

#Ben Smith and Jonah Peretti: The Gawker Interview

 

Wie verteilt man seine Inhalte?

Bei BuzzFeed ist man auch schnell wieder bei Inhalten direkt auf Facebook. Und Felix Schwenzel hat das mit seinem Blog wirres.net einfach mal ausprobiert. Vor allem mit der Begründung, dass er auch RSS-Feeds am liebsten ungekürzt liest und wo ist der große Unterschied zu Facebook? Eigentlich macht er sich dabei auch gar nicht abhängiger von Facebook sonst setzt auf die Indieweb-Technologie um die Inhalte miteinander zu synchronieseren und auch das, was auf Facebook dann passiert wieder auf seinem Blog zu spiegeln.

#wirres.net: syndikation


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