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	<title>netzfeuilleton.de &#187; Watchblog</title>
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	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
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		<title>NEONs Entgleisung</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 18:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>commander</dc:creator>
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<div style="text-align: auto;"><a href="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/03/neonentgleisung1.gif"><img class="size-full wp-image-944" title="neonentgleisung1" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/03/neonentgleisung1.gif" alt="&quot;Wie fandest du den Artikel von Erwin Koch?&quot; fragt die NEON. Commander antwortet." width="422" height="408" /></a></div>
<p><p class="wp-caption-text">&quot;Wie fandest du den Artikel von Erwin Koch?&quot; fragt die NEON. Commander antwortet.</p></div>
<p>Nachdem hier im netzfeuilleton bereits Pell die <a href="http://netzfeuilleton.de/2009/02/sie-sind-ein-spiesser/">NEON kritisierte</a>, muss ich das nun auch tun. In der aktuellen Ausgabe (16. M&#228;rz 2009), ist ein Artikel &#252;ber den ehemaligen Bahnmitarbeiter Otto Gr&#252;tter und wie er einen Zug entgleisen lie&#223;, um seinen Frust rauszulassen, dass er als treuer Mitarbeiter gefeuert wurde. Besprochen wird, wie es zu seiner Tat kam. Im Prinzip also ein typischer NEON-Artikel, meint man, der versucht die Gef&#252;hle eines solchen Menschen n&#228;her zu bringen, seine Verzweiflung. Und der Artikel f&#228;ngt genauso an: &#8220;Herr Gr&#252;tter [der Name wurde &#252;brigens von der NEON ver&#228;ndert, Anmerkung von Commander] sitzt am Tisch, eine Tasse Kaffee vor sich, und sagt aus hei&#223;em Gesicht, sein Traum sei jetzt die Post, nicht mehr die Bahn[...].&#8221; Nach wie vor, erscheint der Artikel wie ein ganz normaler NEON-Artikel.</p>
<p>Doch was dann folgt, ist der schlechteste Artikel, den ich je in der NEON las (ich lese es seit 3 Jahren). Abschweifungen, frei nach Walter Moers, nur nicht halb so lustig. Informationen von solcher Bedeutungslosigkeit, wie sie nur selten pr&#228;sent waren begleiten den Artikel von Erwin Koch. &#8220;Gute Geschichten passieren dem, der sie erz&#228;hlen kann.&#8221;, zitierte Thees Uhlmann (Tomte) mal einen Musikerkollegen. Und die Geschichte &#252;ber Otto Gr&#252;tter ist rein faktisch eine Geschichte, die zu der NEON passen w&#252;rde, bei der die Gef&#252;hlswelt eines Menschen, der eine Bahn aus Verzweiflung entgleisen lies, deutlich nachvollziehbar wird. Wie verzweifelt muss man sein um sowas zu tun, fragt man sich.</p>
<p>Stattdessen hat man ab Seite 94 wahrscheinlich einen Platzhalter gebraucht, und w&#228;re der Artikel nicht von einem relativ renommierten Journalisten, w&#252;rde ich denken, der Artikel sei vom Praktikanten bei Kaffee und Kuchen spontan aufgeschrieben worden. Auf G&#228;nsef&#252;&#223;chen bei Dialogen verzichtend. Gef&#252;hllos werden einfach Fakten runtergez&#228;hlt, die Interesselosigkeit k&#246;nnte nicht deutlicher gemacht werden.</p>
<p>Der Artikel w&#228;re so, also rein faktisch gesehen, kein schlechter. Sowas f&#252;r die FAZ bzw. eine &#228;hnliche Tageszeitung. Und dennoch: Verzweifelt versucht der Autor jung und hippig zu wirken <span style="text-decoration: line-through;">(immerhin schreibt er f&#252;r das hippigste Magazin Deutschlands)</span>. Aber das schafft er in keinsterweise.</p>
<p>&#220;ber Geschmack l&#228;sst sich streiten. Und &#8220;Gr&#252;tters Entgleisung&#8221; ist auch nur ein Artikelbeispiel, was aus einem ehemalsguten Magazin wurde. Wo fr&#252;her noch Artikelqualit&#228;t relativ schlechte Verkaufszahlen wett machte, schert man sich in der NEON nun um gar nichts mehr: Paar sch&#246;ne Bildchen, die Standardkoolumnen und das Lorem Ipsum. Mehr brauchen die nicht. Verkauft sich auch so.</p>
<p><span style="color: #888888;">Bild:  Screenshot von </span><a href="http://www.neon.de/kat/wissen/job/268154.html" target="_blank"><span style="color: #888888;">Neon.de</span></a></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=912&amp;md5=ac019dafe7d7ed6a386e69b255a20348" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ob tot oder verletzt, was k&#252;mmert es die F.A.Z.</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/03/faz-macht-fehler-und-verzichtet-auf-korrektur/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2009/03/faz-macht-fehler-und-verzichtet-auf-korrektur/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 14:53:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Darwin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drucken & Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzes Blättern]]></category>
		<category><![CDATA[faz]]></category>
		<category><![CDATA[fehler]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Onlineausgabe der Frankfurter Allgemeine[n] Zeitung faz.net hat sich mit der Kommentarfunktion am Beispiel der Blogs gerichtet und spricht f&#252;r Interaktivit&#228;t. Ich kann nat&#252;rlich nachvollziehen, dass ein Kommentar dort erst nach Pr&#252;fung erscheint, weil man Zust&#228;nde wie in den Golemdiskussionen vermeiden m&#246;chte. Doch interessant ist dennoch, dass ein Kommentar, der einen faktischen Fehler kritisiert, weder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/03/fazfehler.jpg" alt="" /></p>
<p>Die Onlineausgabe der <em>Frankfurter Allgemeine[n] Zeitung</em> <a href="http://www.faz.net">faz.net</a> hat sich mit der Kommentarfunktion am Beispiel der Blogs gerichtet und spricht f&#252;r Interaktivit&#228;t. Ich kann nat&#252;rlich nachvollziehen, dass ein Kommentar dort erst nach Pr&#252;fung erscheint, weil man Zust&#228;nde wie in den <a href="http://golem.de">Golem</a>diskussionen vermeiden m&#246;chte. Doch interessant ist dennoch, dass ein Kommentar, der einen faktischen Fehler kritisiert, weder ver&#246;ffentlicht wird, noch eine Behebung dieser Daten zur Folge hat.</p>
<p>Ich spreche &#252;ber <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E7DBD9F88BD794763AED61279EB69501D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">die Fernsehkritik vom 12. M&#228;rz 2009</a>. Darin geht es um die Sonderausgabe von &#8220;Hart aber Fair&#8221; zum Amoklauf in Winnenden. Im Beitrag wird mit Ungenauigkeit der Amoklauf in Emsdetten erw&#228;hnt:</p>
<blockquote><p>Vor drei Jahren, als in Emsdetten Sch&#252;ler und Lehrer starben, hatte Plasberg schon einmal zu einer Runde eingeladen.</p></blockquote>
<p>Am 20. November 2006 st&#252;rmte Bastian B. in seine alte Schule in Emsdetten. Er verletzte dabei 27 Menschen &#8211; sieben Sch&#252;ler, eine Lehrerin, einen Hausmeister und 16 Polizisten. Das einzige Todesopfer war er allerdings selbst. Somit starben vor drei Jahren keine <em>&#8220;Sch&#252;ler und Lehrer&#8221;</em>. (<a href="http://zensiert.us/amoklauf/">Mehr Informationen</a>)</p>
<p>Weiter hei&#223;t es in dem Absatz:</p>
<blockquote><p>Auch damals war Christian Pfeiffer dabei gewesen, und genauso Tim Westerholt vom WDR-Radio EinsLive, der sich jetzt wieder bem&#252;hte, Computerspiele, Jugendschutz, berechtigte Sorge und falsche Panik auseinanderzuhalten.</p></blockquote>
<p>Tim Westerholt hei&#223;t eigentlich Tom Westerholt und war in der &#8220;Hart aber Fair&#8221;-Runde vom 22. November 2006 nicht anwesend.</p>
<p>Es ist interessant zu sehen, wie eine gro&#223;e deutsche Zeitung sich nicht recht darum bem&#252;ht, Fehler zu korrigieren und Kommentare im Vorfeld weder publiziert noch ernst nimmt. Dabei h&#228;tte eine Googlesuche oder Wikipedia auch geholfen. Oder einfach ins eigene Archiv gucken: <a href="http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E236DB4EA6FEF4CA689C92F0960539134~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ-Artikel vom 21. November 2006</a>.</p>
<p><strong>Update:</strong> Die FAZ hat den Absatz jetzt ver&#228;ndert. Nach zwei Tagen.</p>
<blockquote><p>Vor drei Jahren, als in Emsdetten auf Sch&#252;ler und Lehrer geschossen wurde, hatte Plasberg schon einmal zu einer Runde eingeladen. Auch damals war Christian Pfeiffer dabei gewesen, genauso wie Tom Westerholt vom WDR-Radio EinsLive, der in einem Einspieler zu sehen war. Westerholt bem&#252;hte sich auch jetzt wieder darum, Computerspiele, Jugendschutz, berechtigte Sorge und falsche Panik auseinanderzuhalten.</p></blockquote>
<p style="text-align: left; padding-left: 30px;"><span style="color: #333333;"><span style="font-family: mceinline;">Um alle Updates regelm&#228;&#223;ig zu verfolgen abonniert doch am besten unseren </span><a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton"><span style="font-family: mceinline;">RSS-Feed</span></a><span style="font-family: mceinline;">. Dort erhaltet ihr noch mehr Infos, noch fr&#252;her. Entweder ihr abonnniert ihn &#252;ber einen </span><a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton"><span style="font-family: mceinline;">Reader</span></a><span style="font-family: mceinline;"> (z.B. Google Reader) oder in Firefox als Dynamisches Lesezeichen. Ausserdem schicken wir euch die neusten Artikel auch gerne 1 mal am Tag </span><a href="http://feedburner.google.com/fb/a/mailverify?uri=Netzfeuilleton"><span style="font-family: mceinline;">per Mail</span></a><span style="font-family: mceinline;">. Selbstverst&#228;ndlich jederzeit k&#252;ndbar.<br />
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