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	<title>netzfeuilleton.de &#187; studivz</title>
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	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
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		<title>Neues StudiVZ Design: Facebook in rosa [Update]</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 07:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
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		<description><![CDATA[Netzfeuilleton.de wurden Bilder eines kommenden studiVZ Designs zugespielt und auf den ersten Blick wird klar: Auch hier hat man sich am gro&#223;en Bruder Facebook orientiert. Die VZ-Netzwerke von Studi &#252;ber Sch&#252;ler bis MeinVZ haben zu k&#228;mpfen, waren sie lange Zeit Marktf&#252;hrer in Deutschland in Sachen Social Networks br&#246;ckelt der Vorsprung inzwischen gewaltig. Erst kam mit [...]]]></description>
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</script> </p></div><p><strong><a href="http://netzfeuilleton.de">Netzfeuilleton.de</a> wurden Bilder eines kommenden studiVZ Designs zugespielt und auf den ersten Blick wird klar: Auch hier hat man sich am gro&#223;en Bruder Facebook orientiert.<br />
</strong><strong>Die VZ-Netzwerke von Studi &#252;ber Sch&#252;ler bis MeinVZ haben zu k&#228;mpfen, waren sie lange Zeit Marktf&#252;hrer in Deutschland in Sachen Social Networks br&#246;ckelt der Vorsprung inzwischen gewaltig.</strong></p>
<p><strong> </strong>Erst kam mit WKW ein anderes Netzwerk, das gerade bei den &#196;lteren mehr anschlug als MeinVZ und nun holt das weltweite Vorbild Facebook auch in Deutschland auf und l&#228;uft StudiVZ den Rang ab. Um sich weiter als f&#252;hrendes deutsches Social Network bezeichnen zu k&#246;nnen, griff man zu letzt zu dem Trick bei den IVW Zahlen alle drei VZ-Netzwerke zusammen auszuweisen. Dabei bleiben StudiVZ und Co vor allem technisch hinter Facebook zur&#252;ck, w&#228;hrend Marc Zuckerbergs Seite durch Apps, APIs und Lifestream schon lange lebendig wirkt und sich zuletzt mit dem &#8220;Like&#8221;-Button aufs gesamte Internet ausdehnte, klickt man sich bei StudiVZ noch immer  von Profil zu Profil. Zwar gibt es auch hier inzwischen Apps und mit dem Buschfunk wurde eine Twitterfunktion eingef&#252;hrt, doch das alles bleibt noch hinter dem Standard zur&#252;ck. Zeit f&#252;r einen Relaunch? M&#246;glicherweise ist es bald soweit, darauf deutet zumindest dieser uns angediente Designentwurf hin:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/06/neuesstudiVZdesign.png" alt="Neues StudiVz Design geleakt" /></p>
<p>Wir ihr, auf dem zugegeben leicht krisseligen Foto, dennoch gut erkennen k&#246;nnt, h&#228;lt das dreispaltige Layout, dass man vom gro&#223;en blauen Netzwerk kennt nun auch bei den VZ-Netzwerken Einzug.<br />
Dabei ist die &#196;hnlichkeit mit dem jetzigen Design von Facebook weniger verbl&#252;ffend, schaut man sich einen Facebook-Design-Entwurf an, der vor einiger Zeit mal <a href="http://techcrunch.com/2010/04/21/facebook-design/">die Runde machte</a>:n</p>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/06/facebook-ia2.jpg" alt="Facebook Design Entwurf von information Architects" /></p>
<p style="text-align: left;">Dieser Designentwurf der <a href="http://informationarchitects.jp/ias-2006-facebook-designs-redesigned/">information architects</a> wurde damals f&#252;r seine &#220;bersichtlichkeit und Usability hochgelobt wurde aber wohl von Facebook abgelehnt und davon finden sich nun einige Elemente im kommenden StudiVZ-Design wieder. Links die Men&#252; Leiste, in der Mitte ein Stream und rechts die Kommentare dazu. Das verr&#228;t eine Reihe von neuen Features bei StudiVZ: Der Buschfunk wird wohl erheblich ausgebaut, wird kommentierbar und StudiVZ scheint endlich im Zeitalter des Lifestreams angekommen zu sein. Was alles in den Stream einlaufen wird, von neuen Fotos, Videos bis zu Profil- und Statusupdates ist uns nicht bekannt, allerdings hat StudiVZ schon vor einiger Zeit eingef&#252;hrt, dass man jetzt auch Bilder und Videos direkt in Pinnwandpostings mit seinen Freunden teilen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Hier eine kleine, zugegeben schlecht aufgel&#246;ste Vorschau, auf den neuen Buschfunk, wie sie uns zugespielt wurde.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/06/neuerstudiVZBuschfunk.png" alt="Neuer StudiVZ Buschfunk mit erweiterten Funktionen" /></p>
<p style="text-align: left;">Der neue Buschfunk hat aber bereits Beta-Stadium erreicht und kann von allen User <a href="http://www.studivz.net/l/buschfunk">getestet </a>werden und dann sieht das ganze so aus:</p>
<p style="text-align: center;"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/06/buschfunkbeta.png" alt="Buschfunk Beta" /></p>
<p style="text-align: left;">Hier kann man noch keine Links oder Multimedia Inhalte direkt im &#8220;Funkspruch&#8221; &#8220;sharen&#8221;, aber wie ihr seht gibt es Reiter f&#252;r neue Fotos und Freundschaften im Freundeskreis. Auch die Schaltfl&#228;chen oben zu Verwaltung von Anfragen sind neu, inwieweit sie mit dem oben gezeigten Designentwurf zusammen passen ist unklar.</p>
<p style="text-align: left;">Dar&#252;ber hinaus stehen wohl noch einige strategische Weiterentwicklungen aus: So sollen wohl die VZ-Netzwerke, nachdem sie bereits bei den  IVW Zugriffszahlen <a href="http://blog.studivz.net/2010/05/10/vz-netzwerke-werden-ab-sofort-gemeinsam-von-der-ivw-ausgewiesen-und-belegen-auf-anhieb-platz-1-des-reichweitenbarometers/">gemeinsam ausgewiesen </a>werden, noch enger miteinander verzahnt werden. Wie genau diese Verzahnung aussehen soll, ob zum Beispiel auch Sch&#252;lerVZ eine Verbindungen zu den bereits verkn&#252;pften StudiVZ und MeinVZ bekommen soll oder der Wechsel erleichtert wird, konnten wir nicht herausfinden. Am weitreichendsten w&#228;re wohl der Schritt alle unter der Marke VZ.net zusammenzufassen und die Grenzen marginal zu halten, die Adresse www.vz.net leitet im Moment auf meinVZ weiter.</p>
<p style="text-align: left;">Unter VZ.net/musik war kurzfristig bereits eine Vorschau auf einen geplanten Musikdienst zu sehen, dieser ist nun aber wieder offline. Dabei handelt es sich wahrscheinlich nur um einen Ausbau der bestehenden Kooperation mit dem Holtzbrinck eigenen und  sehr interessanten Dienst<a href="http://putpat.tv"> putpat.tv</a>, der schon jetzt die StudiVZ &#8220;R&#246;hre&#8221; bedient. So wird das Ganze wohl aussehen:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/06/StudiVZMusik.png" alt="VZ.net/Musik - VZNetzwerke mit eigenem Musikdienst" /></p>
<p style="text-align: left;">Auch einen eigener Handytarif aus dem hause VZ ist wohl in Vorbereitung, bereits jetzt kooperiert man mit Vodafone und bietet eine Flatrate f&#252;r den Zugriff auf StudiVz an.</p>
<p style="text-align: left;">Wann alle diese Neuerungen eintreffen werden und wie weit sie fortgeschritten sind, ist gerade beim Design nicht bekannt. Vielleicht handelt es sich auch nur um einen der Entw&#252;rfe. Auf eine Anfrage unsererseits hat StudiVZ bislang nicht geantwortet.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>UPDATE: </strong>Martin von <a href="http://netzwertig.com/2010/06/15/designentwuerfe-nimmt-sich-studivz-was-facebook-nicht-haben-wollte/">netzwertig.com</a> hat noch angemerkt, dass StudiVZ bei <a href="http://blog.studivz.net/2010/06/11/vz-netzwerke-bieten-als-erstes-deutsches-soziale-netzwerk-eine-app-fur-das-neue-ipad-an/">seiner iPad-App</a> bereits mit den oben erw&#228;hnten Designern von information architects zusammengearbeitet hat. Anscheinend ist man hier ins Gesch&#228;ft bekommen. Ausserdem best&#228;tigt <a href="http://netzwertig.com/2010/06/15/designentwuerfe-nimmt-sich-studivz-was-facebook-nicht-haben-wollte/">dort </a> VZ-Unternehmenssprecher Hensen noch einmal die Echtheit der Fotos. Es handele sich um einen Designentwurf, der intern getestet wurde, einen Relaunch-Zeitplan gebe es jedoch nicht, so Hensen gegen&#252;ber netzwertig.com. Unsere Mail von letzter Woche bleibt unbeantwortet.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>mehr&#8230;</strong></p>
<ul>
<li><span style="font-weight: normal;"><a href="http://netzfeuilleton.de/2009/05/alle-gegen-einen/">StudiVZ unter Beschuss: Alle gegen einen</a></span></li>
<li><span style="font-weight: normal;"><a href="http://netzfeuilleton.de/2010/05/gedanken-zu-apple/">Gedanken zu Apple</a></span></li>
</ul>
<p style="text-align: left;"><strong>Was haltet ihr von dem gezeigten Design? Glaubt ihr der Schritt Richtung Lifestream f&#252;hrt StudiVZ zur&#252;ck zu alter Gr&#246;&#223;e oder handelt es sich nur um ein letztes Aufb&#228;umen, bis man sich der internationalen Konkurrenz von Facebook geschlagen geben muss? </strong></p>
<p style="text-align: left;">
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2516&amp;md5=7ebb0b24c8191fce4cabf15c1a8ca421" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Virtualisierung der Realit&#228;t</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/03/die-virtualisierung-der-realitaet/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2010/03/die-virtualisierung-der-realitaet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe Legend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[studivz]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland, schau’ dir deine Jugend an. Denn die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Ein Vorwort sei mir geg&#246;nnt: Dies ist keine Kaya-Yanar-Comedy und es liegt mir fern, mich &#252;ber den falschen Gebrauch der (schweren) Sprache „Deutsch“ von Ausl&#228;ndern oder deren Kindern lustig zu machen. Die Sprachprobleme werden allerh&#246;chstens als Vergleichsbild herangezogen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Deutschland, schau’ dir deine Jugend an.<br />
Denn die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen.</em></p>
<p>Ein Vorwort sei mir geg&#246;nnt: Dies ist keine Kaya-Yanar-Comedy und es liegt mir fern, mich &#252;ber den falschen Gebrauch der (schweren) Sprache „Deutsch“ von Ausl&#228;ndern oder deren Kindern lustig zu machen. Die Sprachprobleme werden allerh&#246;chstens als Vergleichsbild herangezogen und sollten differenziert betrachtet werden.</p>
<p>Komische Sprachen, seltsame Schrift, falsche Grammatik, von korrekter Rechtschreibung weit und breit nichts zu sehen und eine eigent&#252;mliche Ausdrucksweise.</p>
<p>Als Jugendlicher will man immer etwas anders sein. Rebellieren!<br />
Anders sein und sich selbst erfinden. Nicht umsonst gibt es (sog.) Generationen-Konflikte. In Wandel von Zeit und Sprache ergeben sich dahingehend Unstimmigkeiten.<br />
So k&#246;nnen sich viele reifere Personen mit Begriffen wie „krass“, „geil“ oder „cool“ immer noch nicht anfreunden. Doch sind dies Worte, die durch eine Generation und deren Lebenseinstellung entwickelt, getragen und etabliert wurden. Die &#228;ltere Generation sieht das gelassen und kann der Zukunft auch risikolos entgegen sehen. Aber ist das Verhalten der heutigen Kinder und Jugendlich immer noch nur anders – oder kann man da von falsch sprechen?</p>
<p>In einer Welt, in der der Leistungsdruck enorm ist und die Firmen am liebsten tadellose-niemals-krank-seiende und emotionslosen Roboter besch&#228;ftigen w&#252;rden, f&#228;llt oftmals die Erziehung der Kinder diesen Faktoren zum Opfer.<br />
So arbeiten heutzutage h&#228;ufig beide Elternteile. Oftmals auch in mehrere kleinere Jobs gleichzeitig, die den Lebensunterhalt sichern.<br />
An sich ist dieser Druck der Gesellschaft schon immens und ein famili&#228;res Leben macht die Situation nicht einfacher.</p>
<p>Dass ein Erwachsener mehrere Stunden am PC verbringt (verbringen muss), das Ger&#228;t danach ausmacht und in „seine Welt“ zur&#252;ckkehrt, ist normal. Seine Erziehung, lernen von Werten und F&#228;higkeiten, fand noch in einer Welt ohne viele der heutigen technischen Spielereien statt.<br />
Die sozialen Schranken, die es damals noch nicht gab, trennen die Gesellschaftsschichten immer mehr von einander.<br />
Mittel- und Unterschicht nehmen den gr&#246;&#223;ten Teil der deutschen Gesellschaft (Arbeiter, Angestellte etc) ein  – doch es profitieren lediglich die H&#246;hergestellten. Dabei geht es weniger um die Kaufkraft, als um die Perspektiven.<br />
W&#228;hrend diese halb- und ganztags Betreuung in Anspruch nehmen k&#246;nnen oder durch Hausangestellte in den eigenen W&#228;nden ein soziales Umfeld schaffen.<br />
Manche k&#246;nnen dies jedoch nicht. Die Kinder bzw. Heranwachsenden verbringen die Zeit nach der Schule dann am PC und surfen im Internet, Chat und den sozialen Netzwerken.</p>
<p>Eine Auswirkung davon ist abnehmendes Bewusstsein f&#252;r Sprache und Sprachgebrauch.<br />
Doch bei einem Kind oder Jugendlichen besteht die Gefahr einer sozialen Abstumpfung.<br />
Manche Studien m&#246;gen sagen, dass solche Netzwerke/Chats die Kommunikation anregen – aber unter das Wort Kommunikation z&#228;hlt jeder Wortaustausch.</p>
<p>„Ich war heute Schule, rofl lol mein Lerer is voll der Opfer ey.“<br />
„OMG wie hart altah.“</p>
<p>Man bekommt das unfreiwillig mit. So bleiben solche Gespr&#228;che nicht im Internet, sondern breitet sich auf Schulh&#246;fe, &#246;ffentliche Pl&#228;tze und somit in unsere Ohren aus.</p>
<p>Schon vor ein paar Jahren, war es nicht angesagt „deutsch“ zu sein. Deutsche Kinder hatten es schwer. Ein ganzes Land fand sich in einer Identit&#228;tskrise. Besonders in der Unter- und Mittelschicht, in denen viele Migrantenfamilien sich wieder finden, wurde die wachsende Anzahl deutscher Mitmenschen geschnitten. So entwickelte sich ein „Ausl&#228;nder-Deutsch“ (Herablassend auch „Kanacken-Deutsch“ genannt, ein Ausdruck, den ich pers&#246;nlich unm&#246;glich finde)<br />
Der typische Deutsche war zu sauber, zu glatt, zu korrekt in seiner Form – zu uncool f&#252;r die Kids.<br />
So passten viele sich den Sprachgewohnheiten von den ausl&#228;ndischen Kumpels an.<br />
Das Problem war und ist, dass viele dieser Kinder Deutsch nicht als Muttersprache hatten und haben. Meist in der ersten und oftmals auch in zweiter Generation, sprechen diese Kinder zu Hause nicht die Landessprache, sondern die Sprache der Eltern und Vorfahren – ausschlie&#223;lich.<br />
Die daraus resultierenden schlechten schulischen Leistungen sind oftmals die Folge der Fremdsprache Deutsch.</p>
<p>Ein Kreislauf, der jetzt auch die deutsche Generation einholt. Denn im kindlichen Leichtsinn ahmt man gerne (Sprach-)Eigenheiten nach und passt sich seiner Umgebung an. Und doch wurde man immer durch die sozialen Schranken in die selbigen gewiesen.<br />
So ist es bislang so gewesen, dass Heranwachsende z.B. irgendwann mal heimlich an der ersten Zigarette pafften – weil es verboten ist und das Verbotene reizt.<br />
F&#252;r viele ist dieser Zug das erste und letzte Mal gewesen. Vielleicht wird mal im Kiosk ein Lutscher geklaut, vielleicht eine Rauferei. Man kann den „T&#228;tern“ aber die  Grenzen zeigen, die einem klarmachen sollen, dass das falsch war. Die meisten Kids verstehen das. Schlie&#223;lich will man ja nicht „b&#246;se“ und kriminell sein oder werden. Man wollte nur ein bisschen die Grenzen ausreizen, sie aber nicht &#252;berschreiten.<br />
Sp&#228;testens in der Pubert&#228;t legt man solche kindlichen Eigenheiten ab oder &#8211; so hart es klingen mag – halt nicht und lernt die H&#228;rte des Gesetzes kennen.</p>
<p>Doch die heutigen Probleme kennen weder soziale noch gesetzliche Grenzen.<br />
F&#252;r falsches Deutsch wurde noch niemand verhaftet. F&#252;r unfreundliche Ausdr&#252;cke und emotionslose Belanglosigkeit, gibt es keine gesetzliche Strafe.</p>
<p>Mit dem Wachstum des Internets und der Virtualisierung aller Charaktereigenschaften (Freude, Leid, Streit etc) stirbt das Bewusstsein f&#252;r die Realit&#228;t ab.<br />
Kinder, die nach der Schule nur in einem Forum „posten“ und den Begriff „Freunde“ nur von  ihrer MySpace-Liste kennen, sind keine Seltenheit mehr. Keine „Randgruppe“. Zu viele Heranwachsende werden von ihren Eltern sich selbst &#252;berlassen. Und aufgefangen werden sie von Facebook, Sch&#252;lerVZ und Co.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/F0yGG5D1wt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/F0yGG5D1wt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Da viele Eltern diese Probleme aus ihrer Jugend nicht kennen und ihre eigene soziale Ader durch das reale Leben gepr&#228;gt wurde, sind sie sich vielleicht auch nicht der Situation bewusst.</p>
<p>Doch fragen wir uns was hat es f&#252;r Auswirkungen auf ein Kind, das Emotionen nur auf dem Bildschirm sieht?<br />
Woher soll jemand sozialen Umgang lernen, wenn man Freundschaften nur aus Foren oder sozialen Netzwerken kennt?<br />
Wie soll ein Bewusstsein f&#252;r Handeln entstehen, wenn auf eine Aktion keine Reaktion folgt?<br />
Der Gebrauch von Schimpfw&#246;rtern, Beleidigungen und Drohungen erfolgt ohne Konsequenz.<br />
Der falsche Gebrauch der Sprache erfolgt ohne Korrektur.</p>
<p>Und wenn diese Heranwachsenden den Computer ausmachen und aus der T&#252;r gehen, projizieren sie ihr virtuelles Leben auf die reale Welt.</p>
<p>Folgen? Das bleibt abzuwarten. Die Vorzeichen f&#252;r die Zukunft der modernen Welt sind alles andere als rosig.<br />
Denn in der Realit&#228;t gibt es keine Smilies, Tastaturen und keinen Neustart oder Aus-Knopf.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2230&amp;md5=25271f216b5be0a89c6dcf766d3ee852" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>StudiVZ unter Beschuss: Alle gegen einen</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/05/alle-gegen-einen/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 17:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Darwin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
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		<category><![CDATA[plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[studivz]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Kaum gibt es &#196;nderungen in Deutschlands gr&#246;&#223;tem Studentenportal &#8220;StudiVZ&#8221; und den Ablegern MeinVZ&#38;SchuelerVZ, ist die Aufregung dar&#252;ber nicht weit. Doch was steckt hinter den Vorw&#252;rfen und ist alle Kritik verst&#228;ndlich? Netzfeuilleton sah sich die Hintergr&#252;nde genauer an und kommt zu einem etwas anderen Ergebnis. Verschwiegene Tatsachen und eine vergn&#252;gliche Massenbeschwerde kommen auf. Was ich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf4.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Kaum gibt es &#196;nderungen in Deutschlands gr&#246;&#223;tem Studentenportal &#8220;StudiVZ&#8221; und den Ablegern MeinVZ&amp;SchuelerVZ, ist die Aufregung dar&#252;ber nicht weit. Doch was steckt hinter den Vorw&#252;rfen und ist alle Kritik verst&#228;ndlich? Netzfeuilleton sah sich die Hintergr&#252;nde genauer an und kommt zu einem etwas anderen Ergebnis. Verschwiegene Tatsachen und eine vergn&#252;gliche Massenbeschwerde kommen auf.<br />
</strong></p>
<p>Was ich in der deutschen Blogosph&#228;re immer wieder erkennen kann, ist eine unsensible Kopie von Aussagen. So bald eine gr&#246;&#223;ere Quelle eine Meinung propagiert, ist es ein Leichtes sie zu kopieren und in einer anderen Formulierung zu ver&#246;ffentlichen. So schafft man beispielsweise schnell eine Mobilisierung, die im Internet sehr gelobt wird, aber h&#228;ufig auch nur daran liegt, dass es genug ahnungslose Trittbrettfahrer gibt, die mitmachen. Diese virale Funktion kann auch gerne dazu benutzt werden, eine allgemeine Auffassung &#252;ber eine Sache zu erstellen, die dann von der Mehrheit geschluckt wird und so weiter geplaudert wird. Es muss keine gro&#223;en Begr&#252;ndungen geben, so lange gen&#252;gend Leute mitmachen, werden die Kritiker in der Masse verstummen. Diese Publicity hat viele Vorteile, kann aber auch zum Gegenteil f&#252;hren. Die StudiVZ Ltd. ist seit einiger Zeit gro&#223;es Opfer dieser negativen PR &#8211; teilweise berechtigt, teilweise v&#246;llig ohne Sinn.</p>
<p>So startete das Studentennetzwerk heute eine neue Funktion, die dem Microbloggingdienst Twitter sehr &#228;hnelt. Jeder User hat jetzt die M&#246;glichkeit eine 140-Zeichen lange Nachricht zu verfassen. Genauso wie beim amerikanischen Vorreiter also. Im Gegensatz zu dem ist diese Funktion aber noch nicht interaktiv einzusetzen und auch nicht &#246;ffentlich einsehbar. Statt das Netzwerk einmal daf&#252;r zu loben, dass die langweilige Startseite einem neuen Bild gewichen ist, darf <a href="http://www.alles2null.de/twitter-heisst-jetzt-buschfunk-bei-meinvz/">man</a> <a href="http://www.crossrange.de/2009/05/06/studivz-du-bist-klonland/">jetzt</a> <a href="http://www.sabiro.de/web-20/buschfunk-twitter-im-studivz/">von</a> <a href="http://netzwertig.com/2009/05/06/studivz-gestern-wie-facebook-heute-wie-twitter/">kunterbunten Kopievorw&#252;rfen</a> lesen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf1.jpg" alt="" /></p>
<p>Dass die Funktion &#8220;ist gerade..&#8221; bei StudiVZ schon seit &#252;ber einem Jahr existiert und jetzt einfach unter dem Titel &#8220;Buschfunk&#8221; vom pers&#246;nlichen Profil auf die Startseite gewichen ist, wird verschwiegen. Dass StudiVZ sicher nicht das erste Portal ist, dass <a href="http://www.blogwave.de/was-machen-eigentlich-die-ganzen-twitter-klone.html">Twitter kopiert</a>, scheint pl&#246;tzlich auch nicht der Rede wert zu sein. Dass Facebook seit kurzer Zeit selbst versucht eine Art Twitter zu integrieren, ist auch nirgends zu lesen. Immerhin kupferte StudiVZ bei Facebook ab, was zu Recht zu viel Kritik f&#252;hrte, aber das amerikanische Pendant pl&#246;tzlich unverwundbar macht?</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img title="Das fr&#252;hrere &quot;Username is..&quot; wurde in eine Phrase umformuliert, die auch auf Facebook zu twittern einl&#228;dt." src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf2.jpg" alt="" width="400" height="66" /><p class="wp-caption-text">Das fr&#252;hrere &quot;Username is..&quot; wurde in eine Phrase umformuliert, die auch auf Facebook zu twittern einl&#228;dt.</p></div>
<p>Dabei macht man es sich einfach: Was es bei Facebook so oder so &#228;hnlich gibt, ist gleich eine Kopie. Die &#246;ffentlichen Profile in etwa die StudiVZ vor kurzer Zeit einf&#252;hrte. Bei Facebook gibt es diese schon lange, dabei bleibt unerw&#228;hnt, dass das amerikanische Netzwerk diesen &#8220;Fangedanken&#8221; deutlich von MySpace kopierte, die es mit ihren Musikerprofilen in die Herzen der User schafften. Sicher sind einige <a href="http://bumi.wordpress.com/2006/10/03/studivz-in-original-facebook-farben/">Plagiatvorw&#252;rfe berechtigt</a>, auch wenn die Facebook-Klagen eher nach einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,621831,00.html">Kaufversuch aussehen</a>, zu mal das Social Network <a href="http://www.informationweek.com/news/internet/social_network/showArticle.jhtml?articleID=213403676">selbst im Rechtsstreit</a> stand und StudiVZ vor einiger Zeit vergeblich aufkaufen wollte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf3.jpg" alt="" /></p>
<p>Wer bei StudiVZ Innovation sucht, soll sie erst einmal bei der Konkurrenz finden. Das gegenseitige Kopieren ist dabei eine altbew&#228;hrte Methode, um etwas weiterzuentwickeln. Im Grunde baut jedes heutige Startup irgendwo auf den Ideen anderer Vorg&#228;nger auf. Das war fr&#252;her nicht unbedingt anders:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" data="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6"></embed></object></p>
<p>Wenn ein jeder StudiVZ nicht mag, wieso befinden sich dann immer noch so viele User dort? Ist es vielleicht wie beim Fernsehen, das auch den gro&#223;en Hass sch&#252;rte, als Ranicki sich &#246;ffentlich aufregte? Der &#8220;ja, voll doof&#8221;-Ruf bleibt eben immer ein einfaches Mittel der sozialen Interaktion. &#220;brigens eine Funktion die alle Netzwerke vereint. Aber wahrscheinlich hat StudiVZ das auch irgendwo gestohlen.</p>
<p><em>Alle Screenshots von mir. Titelbild unter CC von <a href="http://www.flickr.com/photos/66164549@N00/2211057359">law_keven</a> bearbeitet.<br />
Dieser Artikel erschien zuerst auf <a href="http://idiotext.blogspot.com/2009/05/alle-gegen-einen.html">idiotext</a>.</em></p>
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