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	<title>netzfeuilleton.de &#187; Sex</title>
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	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
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		<title>Charlotte Roches &#8220;Scho&#223;gebete&#8221;: Seelen- statt nur Striptease</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 11:49:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Langes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Chrlotte Roche]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Feuchtgebiete]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Was hat man von Charlotte Roches zweitem Buch &#8220;Scho&#223;gebete&#8221; erwartet? Genau diese Erwartung wird auch erf&#252;llt: Das Wort &#8220;Sex&#8221; ist das f&#252;nfte im Buch. Es folgt eine seitenlange Beschreibung der Fellatiok&#252;nste von Protagonistin Elizabeth Kiehl. &#8220;Feuchtgebiete&#8221; habe ich damals nie ganz gelesen. Bei einer Bekannten lag das Buch neben dem Bett und ich bl&#228;tterte immer [...]]]></description>
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</script> </p></div><p>Was hat man von Charlotte Roches zweitem Buch &#8220;Scho&#223;gebete&#8221; erwartet? Genau diese Erwartung wird auch erf&#252;llt: Das Wort &#8220;Sex&#8221; ist das f&#252;nfte im Buch. Es folgt eine seitenlange Beschreibung der Fellatiok&#252;nste von Protagonistin Elizabeth Kiehl.</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548280404/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=netzfeuilleton-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3548280404">Feuchtgebiete</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=netzfeuilleton-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3548280404" alt="" width="1" height="1" border="0" />&#8221; habe ich damals nie ganz gelesen. Bei einer Bekannten lag das Buch neben dem Bett und ich bl&#228;tterte immer wieder darin. Mit einer Mischung aus Ekel, Voyeurismus, Faszination und an manchen Stellen sicher auch etwas Geilheit folgte ich den Ausf&#252;hrungen &#252;ber Selbstbefriediegung, Ges&#228;&#223;blumenkohl und K&#246;rperhygiene. Mit dem gleichen Gef&#252;hl dachte ich mich nun auch durch &#8220;Scho&#223;gebete&#8221; zu w&#228;lzen.</p>
<p>Doch da, inmitten der vollmundigen Beschreibungen, ein Riss: Die Bemerkung, dass sie gegen den feministischen Geist ihrer Mutter und nat&#252;rlich<a href="http://www.aliceschwarzer.de/publikationen/blog/?tx_t3blog_pi1[blogList][showUid]=79&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][year]=2011&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][month]=08&amp;tx_t3blog_pi1[blogList][day]=15&amp;cHash=b221e70f5d"> Alice Schwarzer </a>anbl&#228;st. Und kurz darauf sitzen wir mit Frau Kiehl im Auto zu ihrer Therapeutin, begleitet von zahlreichen Neurosen und Phobien. Die Angst vor dem Aufzug und dem Riss in der Decke, der immer gr&#246;&#223;er zu werden scheint. Die Gewissheit bald zu sterben, durch die eigene Hand aber nur aufgehalten durch den Wunsch eine gute Mutter zu sein, eine bessere als die eigene oder aber zumindest vom n&#228;chsten gro&#223;en Ungl&#252;ck heimgesucht zu werden.</p>
<p>Denn alles hat seinen Ursprung in einem schrecklichen Autounfall, bei dem Elizabeth drei Br&#252;der verliert. Ein Erlebnis, dass Charlotte Roche selbst hinter sich hat.</p>
<p>Mit diesem Wissen, das Buch soll bis zu 70% (vielleicht auch mehr) autobiografisch sein, wird das Lesen noch viel intensiver. Fassungslos taucht tief man in Psyche einer Frau ein, die Schreckliches umwunden hat und findet sich tief in ihrer Gedankenwelt wieder. Und diese Gedanken sind oft hart:</p>
<p>So wich die Trauer anfangs dem Hochgef&#252;hl von allen umsorgt zu werden oder da ist der schreckliche Wunsch, dem Stiefsohn m&#246;chte doch etwas zusto&#223;en, dass man denn man f&#252;r sich alleine hat.</p>
<p>All das schreibt Roche einfach auf und das macht die Intensit&#228;t des Buches aus, auch die schrecklichsten und verachtenswertesten Gedanken. Immer wieder musste ich das Buch beiseite legen, um zu verdauen was man sich &#252;ber verbrannte Kinder so an Gedanken macht, selten hatte ich das Gef&#252;hl eine Buchprotagonistin so schonungslos kennen zu lernen. Eher Seelen- als K&#246;rperstriptease also diesmal, auch wenn die Medien sich nat&#252;rlich wieder an anderen Dingen aufh&#228;ngen.</p>
<p>Literarisch mag das ganze nicht der Oberklasse entsprechen, doch die einfach, direkte Sprache passt zur Protagonistin Elizabeth Kiehl und auf die Idee Analverkehr mit K&#228;sefondue zu vergleichen muss man auch erstmal kommen.</p>
<p><iframe style="width: 120px; height: 240px;" src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=netzfeuilleton-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=349205420X&amp;ref=tf_til&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;m=amazon&amp;lc1=0000FF&amp;bc1=000000&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" width="320" height="240"></iframe></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3313&amp;md5=6583478c92186482614b6f17bf63cbe9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Titten, Forellen und Troph&#228;en</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/12/titten-forellen-und-trophaeen/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 15:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OptimusPrime</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmern & Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pro7]]></category>
		<category><![CDATA[Reality TV]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Moschner]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Titten]]></category>

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		<description><![CDATA[OptimusPrime, unser bisheriger vorallem Buchkritiker, hat Fernsehen geschaut und viel Sex gesehen: Aufmerksame Leser meines Blogs d&#252;rften bei der Themenwahl l&#228;ngst eine eindeutige Tendenz ausgemacht haben. Vermehrt drehte es sich zwar noch um Zwischengeschlechtes, doch meist ebenso sehr um Medienkritik, insbesondere Fernsehkritik. Mein Gespr&#228;ch mit Ben und Pasu von Mellowvibes, die f&#252;r den &#8220;Deutschlands Vergessene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OptimusPrime, unser bisheriger vorallem <a href="http://netzfeuilleton.de/category/lesen/buch/">Buchkritiker</a>, hat Fernsehen geschaut und viel Sex gesehen:</strong></p>
<p>Aufmerksame Leser<a href="p://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/"> meines Blogs </a>d&#252;rften bei der Themenwahl l&#228;ngst eine eindeutige Tendenz ausgemacht haben. Vermehrt drehte es sich zwar noch um Zwischengeschlechtes, doch meist ebenso sehr um Medienkritik, insbesondere Fernsehkritik. <a href="http://meinrap.de/2009/12/03/mellowvibes-im-exklusiv-interview-mit-meinrapde-teil-1/">Mein Gespr&#228;ch mit Ben und Pasu von Mellowvibes</a>, die f&#252;r den &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221;-Sampler verantwortlich sind, hat mich allerdings noch einmal darin best&#228;rkt, dass Medien eine unfassbar gro&#223;e Rolle haben. Nicht umsonst rappte Prinz Pi einst &#8220;Sex and the City erzieht euch zu Huren&#8221;, denn:</p>
<blockquote><p>Laut einer neuen US-Studie sind Teenager-Schwangerschaften doppelt so wahrscheinlich, wenn Jugendliche im Fernsehen h&#228;ufig Programme mit sexuellen Inhalten sehen.       <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=734913"><span style="font-size: x-small;">(Quelle)</span><br />
</a></p></blockquote>
<p>Es ist inzwischen &#252;ber 2 Jahre her, dass ich einen Beitrag dar&#252;ber geschrieben habe, was f&#252;r eine schlechte Entwicklung die immer noch als &#8220;Wissenssendung&#8221; beworbene Pro7-Produktion Galileo zu verzeichnen hat. Schon damals kam eine solche Sendung nicht mehr an  der Best&#228;tigung der &#8220;Sex sells&#8221;-These vorbei und musste sich somit  unbedingt dem <a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/OptimusPrimeTime/9707/">Geschmack von Sperma</a> widmen. Besser wurde es auch nicht mit dem darauf folgenden Boom von Reality-Serien, die nicht selten vorgaben, <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEC2AC63FF4FC149E3AAA101C0F7B1C671%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">das typische Deutschland</a> zu zeigen. Sch&#246;n, dass unser Land scheinbar nur aus Prostituierten, Problemkindern und Hartz-Vier-Empf&#228;ngern besteht. Und w&#228;hrend Galileo st&#228;ndig irgendwelche Saunas und Sport-BHs nat&#252;rlich immer mit rein wissenschaftlichem Blick getestet hat, bot das Realityshow-Format gen&#252;gend Freiraum, um einfach zu sagen: Ja ok, hier habt ihr jetzt einfach mal Titten. Beispiel gef&#228;llig?</p>
<blockquote>
<div>
<ul>
<li>&#8220;Kleine Br&#252;ste, schlechte Mutter&#8221; (16.10.2008)</li>
<li> &#8220;Busen oder Baustelle&#8221; (20.10.2008)</li>
<li> &#8220;Neuer Busen, neues Gl&#252;ck&#8221; (24.10.2008)</li>
<li> &#8220;Meine Schrumpfbrust ruiniert meine Ehe&#8221; (27.10.2008)</li>
<li> &#8220;Ich arbeite im Bordell f&#252;r gr&#246;&#223;ere Br&#252;ste&#8221; (26.11.2008)</li>
<li> &#8220;Bauch weg, Busen weg, Job her&#8221; (26.11.2008)</li>
<li> &#8220;Ich bin h&#228;sslich und lass mich rundum operieren&#8221; (1.12.2008)</li>
<li> &#8220;Punk, Piercing und Brust-OP&#8221; (4.12.2008)<span style="font-size: x-small;"><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2008/12/08/fernsehen-und-realitaet-2-die-busenfixierung-von-pro-sieben.aspx"><br />
(Quelle)</a></span></li>
</ul>
</div>
</blockquote>
<p>Und seit 2008 hat sich da nicht viel getan. Zugegeben, Galileo ist auf die Themen &#8220;Essen&#8221; und &#8220;Wasserrutschen&#8221; umgestiegen, aber ansonsten ist ein Niveau-Anstieg weiterhin kaum zu erkennen. Um Juli dieses Jahres hielt es beispielsweise RTL f&#252;r notwendig, <a href="http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/krankheiten/8514764-TV-Sendung-zeigt-OP-im-Intimbereich,cc=000005542900085147641zQKR0.html">die erste Intim-Operatorion im Fernsehen</a> &#252;bertragen zu m&#252;ssen. &#8220;Der Schnitt im Schritt&#8221;, wie web.de so sch&#246;n titelte. Und weil solche Formate sch&#246;n viel Quote bringen und durch immer weitere Tabubr&#252;che die Extreme weiter verschoben werden, ist es f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliche Sender umso einfacher, auch am Gesch&#228;ft mit der Ausstrahlung von sexuellen Inhalten teilhaben zu k&#246;nnen, indem sie sich in dem mittlerweile breit gef&#228;cherten Mittelfeld platzieren. Da kann das ZDF dann unter dem Titel <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=773722">&#8220;Sommernachtsfantasien&#8221;</a> inzwischen ganz einfach tendenziell schl&#252;pfrige Inhalte ins Programm schmuggeln, schlie&#223;lich bleibt einem immer noch die &#8220;Guckt doch mal, was RTL macht, und ihr regt euch &#252;ber Sommernachtsfantasien auf&#8221;-Karte.</p>
<p>K&#252;rzlich hat Pro7 dann auch schon totgeglaubte D-Promis reanimiert, um abermals die vollkommen nutzlose und bildungsfreie Sendung &#8220;All about Sex &#8211; Promis kl&#228;ren auf&#8221; ein weiteres Mal ins Programm zu holen. Untertitel &#252;brigens: &#8220;Basiswissen f&#252;r Sie und Ihn&#8221;. Ich habe zwangweise an diesem Fernseherlebnis teilhaben d&#252;rfen, als ich &#8211; zu meiner Entschuldigung &#8211; auf TV Total gewartet habe. Aber diese 10 Minuten haben auch schon vollkommen gereicht. Dass Lorielle London, ehemals Lorenzo, mit der Abk&#252;rzung &#8220;GV&#8221; nichts anfangen kann &#8211; okay. Dass eine mir unbekannte Person etwas von verhakten Piercings von Zunge und Penis erz&#228;hlt &#8211; naaaa gut. Dass der Kommentator dann bei dem Wort &#8220;Penis&#8221; ganz emp&#246;rt tut, Warnblinkanlagen erscheinen und die Dame nur in einem ironisch inszenierten Sicherheitstrakt weiter erz&#228;hlen darf &#8211; schon nahezu ein Witz. Zeigt uns aber auch dass Pro7 irgendwie schon wei&#223;, dass das nicht ganz in Ordnung ist, was sie da veranstalten. Die Kr&#246;nung kommt aber erst durch Ruth Moschners Auftritt beim Thema &#8220;Sexpannen&#8221;. Ruth Moschner, &#252;brigens keineswegs begleitet von Signalsirenen, erz&#228;hlt &#252;ber das Problem, als Frau mit einer tiefgek&#252;hlten Forelle zu masturbieren, weil diese dann mit der Zeit beim Selbstbefriedigungsakt tauen w&#252;rde und dann die Schuppen zu Widerhaken werden. Sch&#246;n, dass wir das um viertel vor 12 gekl&#228;rt haben, Frau Moschner. Das geh&#246;rt nichtmal nachts um 3 ins Fernsehen.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Pro7 hatte auch schon den n&#228;chsten Streich f&#252;r Januar geplant. &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,666428,00.html">50 pro Semester&#8221;</a> hei&#223;t die Sendung, in der zwei Studenten mit dem Ziel gegeneinander antreten, m&#246;glichst schnell mit 50 verschiedenen Frauen zu schlafen. Ein weiterer Tiefpunkt der Niveaulosigkeit. Umgehend wurden Proteste laut.</p>
<blockquote><p>Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“: „Es ist eine verheerende Botschaft an alle Zuschauer, wenn Frauen und M&#228;nner in einer Art moderner Kopfgeldjagd zu Sexobjekten degradiert werden.“     <span style="font-size: x-small;"><a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2009/12/10/pro-sieben-show/doku-soap-50-pro-semester-sorgt-fuer-wirbel.html">(Quelle)</a></span></p></blockquote>
<p>Die Ank&#252;ndigung des Formates zog eine der schnellsten Sendetermin-Verschiebungen der Geschichte nach sich. Dennoch: Die Ausstrahlung wurde bisher nur verschoben, keineswegs gestrichen. Und selbst wenn sie gestrichen wird, wird der n&#228;chste Tabubruch sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ich glaube nicht daran, aber hoffen wir, dass sich die Jungs vom Fernsehen f&#252;r 2010 ein paar gute Vors&#228;tze gemacht haben.</p>
<p><span style="color: #888888;">Dieses Posting erschien urspr&#252;nglich im <a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/58966/">OptimusPrimeTime-Blog </a>auf hiphop.de. Foto: CC </span><span style="color: #888888;"><a href="http://www.flickr.com/photos/splorp/">Slorp</a></span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2070&amp;md5=34927fc8ead3352944a537ca4209e238" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sorry Schatz, du riechst nach Fisch!</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/04/sorry-schatz-du-riechst-nach-fisch/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 21:57:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sagt man ihr, dass sie nach Meeresf&#252;chten duftet? Ignorieren? Sie vorher in die Dusche entf&#252;hren? Ein heikles Thema. Der Protagonist dieses Kurzfilms stellt sich der Aufgabe. [via Amy&#38;Pink]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="350" height="197" data="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2695298&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2695298&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=00adef&amp;fullscreen=1" /></object><br />
Wie sagt man ihr, dass sie nach Meeresf&#252;chten duftet? Ignorieren? Sie vorher in die Dusche entf&#252;hren?<br />
Ein heikles Thema. Der Protagonist dieses Kurzfilms stellt sich der Aufgabe.</p>
<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.amypink.com/2009/04/13/sorry-schatz-du-riechst-nach-fisch/">Amy&amp;Pink</a>]</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=1134&amp;md5=1ea2ac9e3f4b860c6eebf40d90d47fe5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Sie sind ein Spie&#223;er</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 03:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Drucken & Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzes Blättern]]></category>
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		<category><![CDATA[zeit campus]]></category>

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		<description><![CDATA[Finden Sie das erotisch? Nein? Dann sind sind Sie pr&#252;de, konservativ und langweilig. Ein dummer Monogam, widerlicher Spie&#223;er, Sie. Wenn ich mich manchmal aufregen m&#246;chte, weil der Tag vielleicht zu gut oder absolut negativ verlief, kaufe ich mir die Zeit Campus oder eine Ausgabe der NEON. Beide Zeitschriften halten sich f&#252;r Magazine der neuen Jugendelite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Finden Sie das erotisch? Nein? Dann sind sind Sie pr&#252;de, konservativ und langweilig. Ein dummer Monogam, widerlicher Spie&#223;er, Sie.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/02/09-03-46.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: left;">Wenn ich mich manchmal aufregen m&#246;chte, weil der Tag vielleicht zu gut oder absolut negativ verlief, kaufe ich mir die <a href="http://zeitcampus.de">Zeit Campus</a> oder eine Ausgabe der <a href="http://neon.de">NEON</a>. Beide Zeitschriften halten sich f&#252;r Magazine der neuen Jugendelite und versuchen ein modernes Bild der pr&#228;gsamen jungen Erwachsenen zu unterbreiten. Sie werden von ihren Lesern als intelligent und ausf&#252;hrlich bezeichnet und stellen mit stilistischen Merkmalen und minimalen Linien ein Zeichen der heutigen Bewegung dar. Dabei versuchen sie den Zeitgeist des knorken Nachwuchses zu treffen und aufkl&#228;rerisch anders zu wirken.</p>
<p style="text-align: left;">Allein das Layout dieser Magazine widerstrebt mir. Dieses sterile wei&#223; und daneben Fotographien mit K&#246;pfen, im Grunde nichtssagend, unweigerlich erinnernd an den zensierenden <a href="http://lesmads.de">Selfmademagiern der Modewelt</a>. So paradox, wenn man sich an die ganzen wilden Vorstellungen h&#228;lt, die diese Zeitschriften einem so vor dem Kopf sto&#223;en. Hat man eine Ausgabe gelesen, so wird man einige Male mit verschiedenen Vorw&#252;rfen konfrontiert. Man ist konservativ, weil man Polygamie ablehnt, elendiger Perfektionist, weil man nicht raucht (die NEON ist schlimmer als jeder Cowboy mit Zigarette im Mund. Hier haben die Lucky Strike Lobbyisten die Kippen sch&#246;n verteilt um die angebliche Freiheit bei der Industrieversklavung durch Tabakkonzerne wieder auferstehen zu lassen. Alles scheint sich zu wiederholen.) und dumm, weil .. naja man ist einfach dumm, warscheinlich weil man sich den ganzen Kram angetan hat.</p>
<p style="text-align: left;">Ein geringes Ma&#223; an Niveau kann man auch NEON und Zeit Campus zu trauen. Erstere ver&#246;ffentlichte im neuen Exemplar (3/09) den Artikel &#8220;Wie wichtig ist Sex?&#8221;. Kaum zu glauben, dass es nicht das Toptitelthema war, aber das gab man dann doch lieber dem beruflichen Ehrgeiz. Es unterscheidet nicht die Idee dahinter, denn auch hier hei&#223;t es in einer Form &#8220;Sex sells&#8221; und zwar unheimlich witzig, wenn man denkt, dass der Bericht den Menschen vorwirft nicht genug miteinander zu schlafen, aber sich mit medialem Sex die Birne voll zu machen. NEON wei&#223; n&#228;mlich als einzige Quelle dieser Welt wie oft Menschen Sex brauchen und stellt klar fest, dass es so nicht weiter gehen kann. Ein riesiger Skandal. Wir k&#246;nnen unheimlich froh sein, dass sich die Neon-Redaktion erbarmt hat, uns in diese Geschichte einzuweihen. Gut das wir endlich wissen, was unser Problem ist.</p>
<p style="text-align: left;">Als Anfangstheorie wird Madonna herangezogen. Sie sei erotisch und sinnlich, habe aber eine Schraube locker, weil sie sich vegetarisch ern&#228;hre und zu wenig Sex mit ihrem Ex-Mann Guy Richie gehabt habe (NEON hat nachgez&#228;hlt). Denn NEON wei&#223; und will uns wissen lassen, dass Geschlechtsverkehr zum normalen Leben dazu geh&#246;rt. Verhaltensforscher aller Welt werden dies sicher zu best&#228;tigen wissen und bis hierhin mag man dem pseudokreativen Gesch&#246;pf der Geburt von Sternredakteuren noch beipflichten, aber die Worte sind noch nicht zu Ende gesprochen. Im weiteren Verlauf werden Kalenderspr&#252;che wie <em>&#8220;Wer sich nicht viel vom Leben erwartet, wird auch nicht viel erreichen&#8221;</em> in eine sex-&#228;dequate Form adaptiert, dass dann hei&#223;t <em>&#8220;Wer sich nicht viel vom Sex erwartet, wird auch nicht viel bekommen&#8221;</em>. Das Prinzip gilt &#252;brigens auch beim Nasebohren, in W&#252;hltischen und bei einer Fahrt nach Mekka.</p>
<p style="text-align: left;">Die glorreichen Argumentationen folgen. So zitiert man den Kulturwissenschaftler Robert Pfaller mit den Worten: <em>&#8220;Wir lassen uns das Rauchen verbieten, trinken Bier ohne Alkohol, essen K&#228;se ohne Fett und k&#246;nnen uns Sexualit&#228;t maximal im gesch&#252;tzten Raum der monogamen Beziehung vorstellen. Aber da auch dann bitte nicht zu wild.&#8221; </em>Ein lustiger Kerl dieser Robert, wirft er uns also ein psychisch ungesundes Leben vor und begr&#252;ndet es damit, dass wir uns den physischen Krankheitsquellen entziehen? Au&#223;erdem sei unsere Vorstellung von Sex unheimlich gekr&#228;nkt, weil wir nicht gerne den Partner wechseln und selbst dann nicht &#252;ber das Ikeabett hinausgehen? An was erinnert mich das gleich noch? Achja Dr. Sommer-Botschafterin Charlotte Roche, die ja den Feminismus revolutionierte, in dem sie Frauen als das darstellte, was am Machomann kritisiert wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Ob jemand t&#228;glich mit verschiedenen Menschen schl&#228;ft oder seinen Partner seit Jahren verw&#246;hnt oder ganz darauf verzichtet, ist doch eine Frage der Individualit&#228;t. Also das, was Zeit Campus und NEON doch mit dem ganzen Versuch Studenten als kreative Denkelite darzustellen, st&#228;ndig von den neuen Abiturienten fordert. Doch eine riesige Gruppe an Menschen zu pauschalisieren und dann mit 68er-Begr&#252;ndungen der freien Liebe zu agieren, bringt den psychologischen Charakter eines Magazins, das ja so gerne f&#252;r Andersartigkeit stehen m&#246;chte, nicht gerade weiter. Es zeigt nur, dass auch hier Auflagen verst&#228;rkt werden m&#252;ssen und Scheinprovokation erzeugt werden soll. Nicht anders als der Nieteng&#252;rtel an 14-J&#228;hrigen Bravoleserinnen, die nach der Hannah Montana-Zeit langsam zum Punk konvertieren, ist die gro&#223;e Lifestylemaskarade n&#228;mlich.</p>
<p style="text-align: left;">Bild: <a href="http://www.neon.de/kat/265111.html">Neon.de</a></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=651&amp;md5=172bbcee5b63c0eb6584f120f886b90e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Valentinstag nicht vergessen!</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/02/valentinstag-nicht-vergessen/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 08:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[[via]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="350" height="285" data="http://www.youtube.com/v/ePrdqNW4t3Y&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ePrdqNW4t3Y&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object><br />
<span style="color: #888888;">[<a href="http://off-the-record.de/2009/02/11/erinnerungen-an-den-valentinstag">via</a>]</span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=636&amp;md5=1fd3bf3e8dbeb26665ff2ce7b4395b95" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Deutschlands sexuelle Trag&#246;die</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2008/12/deutschlands-sexuelle-tragodie/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 21:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OptimusPrime</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drucken & Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Langes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Generation  Porno]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge der Ver&#246;ffentlichung des vor kurzem erschienenen &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221;-Samplers brachten die Mitarbeiter der Arche zwei B&#252;cher heraus, das gleichnamige &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221; als auch &#8220;Deutschlands Sexuelle Trag&#246;die&#8221;. Letzteres lag Freitag letzter Woche in meinem Briefkasten. Das Buch gliedert sich in viele 3-bis-5-seitige Geschichten &#252;ber die Einzelschicksale von vielen der Kinder, die die Mitarbeiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Zuge der Ver&#246;ffentlichung des vor kurzem erschienenen &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221;-Samplers brachten die Mitarbeiter der Arche zwei B&#252;cher heraus, das gleichnamige &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221; als auch &#8220;Deutschlands Sexuelle Trag&#246;die&#8221;. Letzteres lag Freitag letzter Woche in meinem Briefkasten.<br />
Das Buch gliedert sich in viele 3-bis-5-seitige Geschichten &#252;ber die Einzelschicksale von vielen der Kinder, die die Mitarbeiter der Arche im Laufe ihrer Arbeit dort kennen gelernt haben, dazu gesellen sich zusammenfassende Erkenntnisse und Anmerkungen der Autoren zu jeweils einem B&#252;ndel von Geschichten. Schon im Vorwort wird deutlich, was das Hauptanliegen der Autoren bei der Ver&#246;ffentlichung war:<br />
Die Problematik nicht l&#228;nger totzuschweigen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das einstige Tabu, mit dem das Thema Sexualit&#228;t behaftet war, ist l&#228;ngst dem Tabu gewichen, &#252;ber die Folgen der sexuellen Freiz&#252;gigkeit zu sprechen. Dass es Sexsucht, Pornografiesucht und extreme sexuelle Verwahrlosung gibt, wird nur selten thematisiert.&#8221;</p>
<p>- Thomas Schirrmacher im Vorwort</p></blockquote>
<p>Als Schwerpunkt f&#252;r die L&#246;sung kristallisieren sich recht schnell die Knackpunkte heraus. Die Eltern (,wenn man denn davon sprechen kann, da in den meisten F&#228;llen nur eine Mutter im Umfeld des Kindes anwesend ist,) und deren Umgang mit Sexualit&#228;t, quasi die durch das Vorbild der Eltern erlebte Wertevermittlung. So ist es in den beschriebenen Familien keine Seltenheit, dass Kinder gemeinsam mit den Eltern Pornos schauen oder ihnen direkt beim Sex zuschauen, oder andersrum: die Eltern gerne mal ins Zimmer kommen, wenn der Sohn gerade aktiv ist. In ganz prek&#228;ren F&#228;llen schl&#228;ft auch die Mutter mit den Freunden der Tochter und zwingt die Tochter zu einem Dreier mit dem Stiefvater.<br />
&#8220;Ist doch was ganz nat&#252;rliches, ist doch nur Sex&#8221; ist dann meistens die Begr&#252;ndung. Dass die fr&#252;he Konfrontation mit diesem Thema oft die Kinder f&#252;r das ganze Leben sch&#228;digt, ist keinem Elternteil bewusst. Der vorgelebte Lebensstil vermittelt keinerlei Zusammenhang zwischen Liebe und Sex, Kinder sehen st&#228;ndig ihre Mutter den Partner wechseln und leben es nach, investieren gar keine Kraft in den Versuch, eine Beziehung lange aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Viele Kinder erfahren zu Hause eine emotionale Distanz, da die Mutter genug mit ihren eigenen Probleme zu tun hat, und sehen Sex als eine Art Hochleistungssport, wo man sich mit geringem Einsatz schnell Anerkennung holen kann. Nicht selten wissen schon 15-J&#228;hrige nicht mehr, mit wie vielen Leuten sie schon im Bett waren, aber prahlen daf&#252;r gerne damit, was sie im Bett so &#8220;drauf haben&#8221;. Und wenn eine 14-J&#228;hrige auf einer Klassenfahrt 4 Jungs nacheinander in einem Zimmer oral befriedigt, ein Junge dann mehr will und sie daraufhin vergewaltigt, w&#228;hrend die anderen 3 ihn anfeuern &#8211; und der Lehrer dann noch sowas wie &#8220;Wie kannst du denn sagen, dass du das nicht wolltest, wo du vorher gleich mit vier Jungs im Bett warst&#8221; erwidert &#8211; dann wei&#223; man irgendwie schon gar nicht, was jetzt das krasseste an dieser Geschichte ist.</p>
<blockquote><p>&#8220;Da ergiebt sich, da&#223; Moral-Predigen leicht, Moral-Begr&#252;nden schwer ist.&#8221;<br />
-Arthur Schopenhauer</p></blockquote>
<p>Nun k&#246;nnte man nat&#252;rlich meinen, dass diese Entwicklung nur eine kleine Gruppe der Gesellschaft betrifft, die zudem dem so genannten Prekariat zuzuordnen ist. Doch es finden sich auch Kinder im Buch, deren Eltern Lehrer oder Polizisten, also im weitesten Sinne Beamte sind. Eine Journalistin trug an einen der Autoren die Frage heran, ob denn diese Schicht nicht f&#252;r immer unter sich bleiben w&#252;rde und diese Dynastien nicht geschlossene Kreise w&#228;ren &#8211; also im Prinzip ja f&#252;r die Gesellschaft keine Gefahr best&#252;nde &#8211; woraufhin dieser ganz entsetzt reagierte.<br />
Nat&#252;rlich ist es ein Fakt, dass der Gro&#223;teil dieser sexuellen Verwahrlosung Menschen aus oder in sozialen Brennpunkten betrifft und die gesellschaftliche Oberschicht seltener davon betroffen ist. Ein ebenso wichtiger Fakt ist allerdings, dass gerade diese Oberschicht viel seltener und weniger Kinder bekommt als die von der Journalistin angesprochene Unterschicht. Denn Verh&#252;tung spielt bei guten 95% der Kinder in der Arche gar keine Rolle, weder wegen Schwangerschaft, noch wegen Geschlechtskrankheiten. &#220;bertr&#228;gt man die Aussagen der Kinder mal auf das ganze Land, m&#252;ssten 80% der Deutschen eine Latexallergie haben und k&#246;nnten deshalb ja leider keine Kondome benutzen.</p>
<p>Doch das Buch ist kein einzig gro&#223;er Klagebericht. Neben den bereits angesprochenen Kommentarseiten der Autoren, die die Probleme nochmal auflisten und aufzeigen, wie man diese umgeht, finden sich in diesem Buch auch zwei-drei Kinder, denen der Weg aus dieser verwahrlosten Lage gelungen ist. Wichtig daf&#252;r war in erster Linie, dass die Kinder es selber wollen; dass ihnen bewusst wird, dass in ihrem Leben was schief l&#228;uft und dass die Realit&#228;t, die sie erleben, keineswegs Normalit&#228;t bedeutet. Daf&#252;r stehen vor allem Bildung und Aufkl&#228;rung im Fokus, ferner das Erlernen des richtigen und reflektierten Umgangs mit Medien und das hautnahe Erleben von Vorbildern anhand der Eltern.</p>
<p>Meine Kaufempehlung hat das Buch jedenfalls.</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #c0c0c0;">-Affiliate Link-</span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 111px"><a href="http://www.amazon.de/Deutschlands-sexuelle-Trag%C3%B6die-Kinder-lernen/dp/3865913466%3FSubscriptionId%3D1N9AHEAQ2F6SVD97BE02%26tag%3Dnetzfeuilleton-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3D3865913466"><img title="Deutschlands sexuelle Trag&#246;die" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/21bMs3xIvnL._SL160_.jpg" alt="Jetzt bestellen" width="101" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Jetzt bestellen!</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/06/20/deutschlands-sex-tragoedie/arche-interview/interview-wolfgang-buescher.html"> Bild.de-Interview mit Wolfgang B&#252;scher</a></li>
<li> <a href="http://www.kinderprojekt-arche.de/karte.htm">Die Arche</a></li>
<li> <a href="http://rap.de/features/816/t1">Rap.de &#8211; Deutschlands Vergessene Kinder</a></li>
<li> <a href="http://www.deutschlands-vergessene-kinder.info/">www.deutschlands-vergessene-kinder.info</a></li>
<li><a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/">OptimusPrime Blog</a></li>
</ul>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=147&amp;md5=d7c504cd2fb5ee455811ab3bd25a553f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Apples von Richard Milward</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2008/10/155/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Oct 2008 21:59:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OptimusPrime</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drucken & Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Langes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Generation  Porno]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Apples&#8221; hei&#223;t der Erstling des 1984 geborenen Briten Richard Milward, der in diesen Tagen in deutscher &#220;bersetzung im Blumenbar Verlag erscheint. Aufgewachsen in Middlesbrough, verlagert der Autor die Handlung des Buches in eben diese Stadt und gibt dem Leser einen unbesch&#246;nigten Eindruck davon, wie es ist, dort seine Jugend zu verbringen. Partys, Drogenexzesse und Sex [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Apples&#8221; hei&#223;t der Erstling des 1984 geborenen Briten Richard Milward, der in diesen Tagen in deutscher &#220;bersetzung im Blumenbar Verlag erscheint. Aufgewachsen in Middlesbrough, verlagert der Autor die Handlung des Buches in eben diese Stadt und gibt dem Leser einen unbesch&#246;nigten Eindruck davon, wie es ist, dort seine Jugend zu verbringen. Partys, Drogenexzesse und Sex dominieren das Leben der Teenager.</p>
<p>Nicht ohne Grund wurden die Hauptfiguren von &#8220;Apples&#8221; auf die Namen Adam und Eve getauft. Die Rollenverteilung steht der in der Bibel in nichts nach &#8211; Adam ist der nette Typ von nebenan, Eve hingegen wird von der S&#252;nde nahezu angezogen. W&#228;hrend Adam von seinem Vater beim Wichsen auf dem Dachboden erwischt wird, ist Eve schon l&#228;ngst zu der Erkenntnis gekommen, dass Jungs einen eher lecken, wenn man den Intimbereich rasiert hat &#8211; gegens&#228;tzlicher k&#246;nnte es kaum sein.<br />
So weit, so gut. W&#252;nschenswert w&#228;re es nat&#252;rlich, wenn Adam seinen Schwarm Eve aus dieser Welt rausholen k&#246;nnte, doch da das Leben kein Ponyhof ist, ist genau das Gegenteil der Fall &#8211; langsam, aber sicher erh&#228;lt Adam Einzug in die Partywelt. Ob er dadurch an Eve heran kommt, verrate ich nicht, nur so viel: Ein Walt-Disney-Happy-End sieht jedenfalls anders aus.</p>
<p>W&#228;hrend <a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/">OPT-Leser</a> sich hoffentlich eher mit Adam identifizieren, sei noch gesagt &#8211; das Buch ist aus wechselnden Perspektiven geschrieben. Meist informieren Eve und Adam aus der Ich-Perspektive &#252;ber das Geschehen &#8211; wobei sich schon deutliche Unterschiede ausmachen lassen &#8211; aber auch anwesende Schmetterlinge, Stra&#223;enlaternen und Mitsch&#252;ler kommen ab und zu zu Wort. Das ist nat&#252;rlich insofern interessant, als dass man auch mal sehen kann, wie die Anderen so denken, statt nur in seiner eigenen Gedankenwelt zu verharren.<br />
Warum will Claire mit dem Typen zusammen sein, der sie auf der Party, w&#228;hrend sie ohnm&#228;chtig war, vergewaltigt hat? Wei&#223; sie das denn nicht, dass er das war? Doch, sie wei&#223; es. Aber aus der Perspektive des M&#228;dchens macht es pl&#246;tzlich Sinn.</p>
<blockquote><p>Diese Woche waren Ferien [...] und der einzige Junge, der sich blicken lie&#223;, war Clinton; [...] er hatte die Angewohnheit, einen zu vergewaltigen, aber er war meine einzige Chance auf eine ernsthafte Beziehung.</p></blockquote>
<p>Na, da sieht man das doch gleich mit ganz anderen Augen und findet die Entscheidung nachvollziebar, oder?<br />
Auch Eve hat ihre ganz eigene Sicht der Dinge, was Jungs angeht.</p>
<blockquote><p>Jungs waren wie Hunde. Alle wollten sie ihre dicken, triefenden Schw&#228;nze in einen reinstecken, einen danach nie wiedersehen und es dann bei der N&#228;chsten versuchen. M&#228;dchen waren dagegen viel anspruchsvoller und reifer, also liefen Debbie und ich Arm in Arm los, um uns weiter zu besaufen.</p></blockquote>
<p>Weibliche Logik ist eigentlich vollkommen simpel, oder? Hat auch einige Schw&#228;nze gedauert, bis Eve das rausgefunden hat. Andererseits ist es ihr dann aber auch nicht recht, wenn er am n&#228;chsten Morgen noch was von ihr wissen will.</p>
<blockquote><p>Sein Schwanz war schlaff von den Poppers. Wir blieben bis acht oder neun im Bett, uns dr&#246;hnten die K&#246;pfe als h&#228;tte jemand einen Eimer dr&#252;bergest&#252;lpt. Ich zog meine Calvin-Klein-Unterhose an und ging ins Bad. Er wollte nat&#252;rlich, dass ich zur&#252;ck ins Bett kam, aber ich war zu fertig, und morgens fand ich Anfassen immer eher unangenehm. Mein Hirn war wie weggeblasen. Ich macht mich kurz frisch, dann brachte er mich zur Bushaltestelle, und ich musste ihm einen Abschiedskuss geben, aber es war mir egal, ob er mich anrufen w&#252;rde. Unser Atem roch s&#252;&#223;lich wie ein M&#252;llwagen.</p></blockquote>
<p>Abschlie&#223;end noch ein paar Worte vom Autor:</p>
<p>Als ich 15 Jahre alt war, schien das ein wirklich seltsames Alter zu sein, in dem M&#228;dchen pl&#246;tzlich zu Frauen heranreiften, w&#228;hrend Jungs immer noch eher zuhause blieben und Computer oder Fu&#223;ball spielten, ein gewaltiger Abstand also. Die einzige Chance f&#252;r mich, auszugehen und zu trinken war damals also, mit M&#228;dchen unterwegs zu sein. Ich glaube, es ist generell ein Albtraum, auf der ganzen Welt, aber besonders in Nordengland, wie extrem M&#228;dchen von Jungs bel&#228;stigt werden, und damals habe ich wirklich eine starke Empathie entwickelt, ich habe gro&#223;en Respekt vor M&#228;dchen bekommen, und ich konnte die Dinge viel mehr aus ihrer Perspektive sehen, anstatt einfach nur zu versuchen, sie ins Bett zu kriegen. Deshalb habe ich, glaub ich, das Buch geschrieben.</p>
<p>Kaufen!</p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #999999;">-Affiliate Link-</span></p>
<div id="attachment_159" class="wp-caption aligncenter" style="width: 114px"><a title="Aamzon.de Affiliate Link" href="http://www.amazon.de/gp/product/3936738351?ie=UTF8&amp;tag=optimusprime-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3936738351"><img class="size-full wp-image-159" title="applesbook" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2008/12/applesbook.jpg" alt="Apples von Robert Milward jetzt bestellen" width="104" height="173" /></a><p class="wp-caption-text">Apples von Robert Milward bestellen!</p></div>
<p>Links:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.focus.de/kultur/buecher/jugendroman-teenies-zwischen-sex-und-gewalt_aid_305290.html"> Focus.de &#8211; Teenies zwischen Sex und Gewalt</a></li>
<li><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/435152"> Jetzt.de &#8211; &#8220;Fr&#252;her waren die B&#246;sen wie Liam Gallagher. Heute sind sie wie Amy Winehouse.&#8221; Interview</a></li>
<li><a href="http://www.br-online.de/bayern2/zuendfunk/zuendfunk-kultur-thema-apples-ID1211980021169.xml">BR-Online &#8211; Richard Milward und sein Anti-Macho-M&#228;rchen</a></li>
<li><a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/">OptimusPrime-Blog</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=155&amp;md5=b6567eb9e8c6c29664b9e5828f237d6f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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