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	<title>netzfeuilleton.de &#187; plagiat</title>
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	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
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		<title>Guttenberg geht, ohne zu verstehen warum</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 18:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Adel]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenber]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun also doch: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg schreibt nach seiner Doktoarbeit nun auch den Ministertitel ab. Und w&#228;hrend alle dar&#252;ber diskutieren, ob nun das Internet pers&#246;nlich den adeligen Verteidigungsminister vom Thron geschubst hat, wundere ich mich &#252;ber eine kleine Passage in seiner Abtrittsrede: Ich [...]]]></description>
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</script> </p></div><p>Nun also doch: Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg schreibt nach seiner Doktoarbeit nun auch den Ministertitel ab. Und w&#228;hrend <a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/guttenberg-ruecktritt-die-rolle-des-internets-der-ex-doktor-im-netz-der-affaere-1.1066155">alle</a> <a href="http://carta.info/38719/zu-guttenberg-der-erste-minister-den-das-internet-gestuerzt-hat/">dar&#252;ber</a> <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/guttenberg-der-erste-minister-den-das-internet-gesturzt-hat/">diskutieren</a>, ob nun das Internet pers&#246;nlich den adeligen Verteidigungsminister vom Thron geschubst hat, wundere ich mich &#252;ber eine kleine Passage in seiner <a href="http://www.rhein-zeitung.de/startseite_artikel,-Dokumentation-Grenzen-meiner-Kraefte-erreicht-_arid,211794_arpage,3.html#articletop">Abtrittsrede</a>:</p>
<blockquote><p>Ich gehe nicht alleine wegen meiner so fehlerhaften Doktorarbeit, wiewohl ich verstehe, dass dies f&#252;r gro&#223;e Teile der Wissenschaft ein Anlass w&#228;re.</p>
<p>Der Grund liegt im besonderen in der Frage, ob ich den h&#246;chsten Anspr&#252;chen, die ich selbst an meine Verantwortung anlege, noch nachkommen kann.</p></blockquote>
<p>Ich hab den Adelstitel von Herrn vuz Guttenberg nie sonderliche Aufmerksamkeit beigemessen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass meine Adelskenntnisse ungef&#228;hr folgendes Umfassen: Einer hat mal an den Expo-Pavillon gepinkelt, in England gibt&#8217;s ne Queen, die tr&#228;gt Hut, Prinz William heiratet bald, Harry ging an Fasching als SS-Mann, Lady Di died. Mehr wei&#223; ich nicht und daran verm&#246;gen auch unregelm&#228;&#223;ige Arztbesuche nie etwas zu &#228;ndern, denn Dank iPhone kann man ja auch dort lieber seinen RSS-Reader durchst&#246;bern, als sich der Neuen Post zu widmen.</p>
<p>Deshalb konnte ich auch mit Verhaltenserkl&#228;rungen die zu Googlebergs Abstammung zu Rate ziehen bislang wenig anfangen, aber eben obiges Zitat weckt in mir die Frage: Hat er das Volk jemals als Souver&#228;n anerkannt?</p>
<p>Er geht nicht wegen der fehlerhaften Doktorarbeit, sondern seinen eigenen Anspr&#252;chen? Das Volk hat doch, zumindest in weiten Teilen, seinen R&#252;cktritt gefordert und sicher nicht er selbst. Welche Anspr&#252;che sollen das gewesen sein?</p>
<p>Er sagt, dass die Berichterstattung &#252;ber seine Person, die &#252;ber den Tod von Soldaten &#252;berschattet hat. Merkt aber selbst an, dass er zu dieser enormen Berichterstattung &#252;ber seine Person &#8220;selbst viel beigetragen habe&#8221;.</p>
<p>Und dann dieser perfide Konjunktiv, dass es &#8220;f&#252;r gro&#223;e Teile der Wissenschaft ein Anlass w&#228;re&#8221;. Anscheinend hat Guttenberg immer noch nicht verstanden, worum es bei den &#8220;Schummeleien&#8221; in einer Doktorarbeit geht. Dieser Aspekt ist auch in der &#246;ffentlichen Diskussion zu kurz gekommen. Eine Doktorarbeit ist kein Selbstzweck, es geht beim Schreiben eben nicht wie in Adelskreisen um den Titel, sondern das Ziel einer Doktorarbeit sollte es sein die Wissenschaft und damit die Gesellschaft weiter bringen zu wollen. Das kann auch nur gelingen mit korrekter Zitation. Auch diese ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu Fehler, die sich im Wissenschaftsbetrieb einschleichen k&#246;nnen, finden und in ihrer urspr&#252;nglichen Quelle ausmachen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Vielleicht macht er sich ja bis zu seinem Comeback nicht nur Gedanken &#252;ber seine Anspr&#252;che an sich selbst, sondern, sollte er sich noch einmal in wissenschaftliche Gefielde wagen, welche diese an einen Doktoranden stellt und mit welchem Gedanken, sowie welche Anspr&#252;che die Gesellschaft an einen Minister stellt, dem sie ihre Stimme anvertraut. Diese haben nichts mit Titeln zu tun, ob nun adeliger oder wissenschaftlicher Natur, sondern dem Vertrauen, w&#252;rdig vertreten zu werden.</p>
<p>Vielleicht kann er dann das Volk als Souver&#228;n akzeptieren und verabschiedet sich von seinem Selbstbild als adeligem Heeresf&#252;hrer.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #808080;">Bild: CC 2.0 von Bundeswehr-Fotos</span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #000000;">P.S.: Gerade kommt noch <a href="http://twitter.com/baranek/statuses/42642058296569856">die Meldung rein</a>, dass die SZ angeblich Morgen den Namen des Ghostwriters ver&#246;ffentlichen wird. Dieser soll schon eine Weile unter den Hauptstadtjournalisten kursieren. Ist dem so und Guttenberg wusste davon (wovon auszugehen ist, schlie&#223;lich sollte er den Namen seines Ghostwriters wenigstens kennen), macht dies seinen R&#252;ckzug, bzw. deren Gr&#252;nde noch erb&#228;rmlicher. Dann zieht er n&#228;mlich lediglich jetzt die Rei&#223;leine, um noch einen winzigen Funken Achtung und Respekt zu bekommen, bevor Morgen das ganze Kartenschloss zusammenbricht.</span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2895&amp;md5=080ab85c21afe206ea81131f700dee2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2895&amp;md5=080ab85c21afe206ea81131f700dee2e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>So w&#228;re Guttenberg glaubw&#252;rdig geblieben</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/02/so-waere-guttenberg-noch-glaubwuerdig/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/02/so-waere-guttenberg-noch-glaubwuerdig/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 17:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[H&#228;tte er doch einfach etwas in die Richtung gesagt: Ja, die Vorw&#252;rfe stimmen. Ich habe get&#228;uscht, plagiiert und abgeschrieben. Und das war ein gro&#223;er Fehler. Ich war in einer Situation, in der ich mir das Scheitern nicht eingestehen konnte, zu gro&#223; war die Angst davor. Meine famili&#228;re und berufliche Situation lie&#223;en keine wissenschaftliche Arbeit zu. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>H&#228;tte er doch einfach etwas in die Richtung gesagt:</p>
<blockquote><p>Ja, die Vorw&#252;rfe stimmen. Ich habe get&#228;uscht, plagiiert und abgeschrieben. Und das war ein gro&#223;er Fehler. Ich war in einer Situation, in der ich mir das Scheitern nicht eingestehen konnte, zu gro&#223; war die Angst davor. Meine famili&#228;re und berufliche Situation lie&#223;en keine wissenschaftliche Arbeit zu. Ich bin an der Quadratur des Kreises gescheitert und habe mich unter diesem Druck zu dem dummen Entschluss durchgerungen, die Arbeit unter allen Umst&#228;nden abzugeben. Ich wollte es mir beweisen.</p>
<p>Das war falsch. Ich habe jahrelang unter der L&#252;ge gelitten. Deswegen bin ich froh, den Titel zur&#252;ckgeben zu k&#246;nnen – ich habe ihn mir nicht verdient. Was ich gemacht habe, sollte niemand machen k&#246;nnen – ein Doktortitel muss verdient sein. Ich setze mich pers&#246;nlich f&#252;r dieses Ziel ein: Wir m&#252;ssen und werden Standards finden und an den Universit&#228;ten zu etablieren, die das T&#228;uschen unm&#246;glich machen und die wissenschaftliche Integrit&#228;t gew&#228;hrleisten.</p>
<p>Ich bin froh von der Last der L&#252;ge befreit worden zu sein. Ich bitte alle Menschen, die ich get&#228;uscht habe, um Entschuldigung.</p></blockquote>
<p>W&#228;re er einfach ehrlich gewesen. Stattdessen<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,747311,00.html"> lavierte</a> er auch heute im Bundestag weiter herum, um m&#246;glichst kein Fehler eingestehen zu m&#252;ssen. Stand nicht Guttenberg am Anfang f&#252;r eine Ehrlichkeit in der Politik? Warum haben Politiker Angst Fehler einzugestehen, selbst dann wenn sie bereits allen offensichtlich sind? Mit einem Gest&#228;ndnis erreicht man glaube ich nicht nur vor Gericht eine Strafmilderung, sondern vielleicht auch vor der &#246;ffentliche Meinung und man nimmt auch dem Gegner den Wind aus den Segeln. Es heisst nicht umsonst Ehrlichkeit sei entwaffnend. Aber damit ist man beim Verteidigungsminister wohl an der falschen Adresse.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Bild zeigt einen unglaublich glaubw&#252;rdigen zu Guttenberg vorm Bundeswehr-Jet.<br />
Unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.de">CC 2.0</a> von <a href="http://www.flickr.com/photos/augustinfotos/">Bundeswehr-Fotos </a></span></p>
<p><span style="color: #888888;">Der Entwurf der Guttenbergrede stammt von Marcus Ewald und Jan L&#252;ken. Ich fand ihn &#252;ber Facebook, vorher gefragt und mit dieser Fu&#223;note das Zitat belegt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>mehr&#8230;</strong></span></p>
<ul>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2010/02/rache-ist-suesse-blogger-klaut-hegemann-die-domain/">Rache ist s&#252;&#223;: Blogger klaut Hegemann die Domain</a></li>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2010/01/welche-klientel-haettens-denn-gern/">Welche Klientel h&#228;tten&#8217;s denn gerne?</a></li>
</ul>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2857&amp;md5=5216571f67951bc25bd704d00d0fc41e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2857&amp;md5=5216571f67951bc25bd704d00d0fc41e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Rache ist s&#252;&#223;: Blogger klaut Hegemann die Domain</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/02/rache-ist-suesse-blogger-klaut-hegemann-die-domain/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2010/02/rache-ist-suesse-blogger-klaut-hegemann-die-domain/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Langes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Axolotl Roadkill!]]></category>
		<category><![CDATA[Domaingrabber]]></category>
		<category><![CDATA[Helene Hegemann]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem vor 2 Wochen bekannt wurde, dass das Literaturwunderkind Helene Hegemann bei einem Blogger abgeschrieben hat, scheint es nun eine Art Racheaktion aus der Blogosph&#228;re zu geben. Gibt man die Adresse www.axolotlroadkill.de in seinen Browser ein, landet man auf dem anonymen Weblog netzfeuilleton.de. Dreistes Domaingrabbing? Verletzung von Markenrechten? Ideenklau eines genialen Titels? Der Betreiber des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem vor 2 Wochen <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html" target="_blank">bekannt  wurde</a>, dass das Literaturwunderkind Helene Hegemann bei einem  Blogger abgeschrieben hat, scheint es nun eine Art Racheaktion aus der  Blogosph&#228;re zu geben. Gibt man die Adresse <a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">www.</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">axolotlroadkill</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">.de</a> in seinen  Browser ein, landet man auf dem <span style="text-decoration: line-through;">anonymen</span> Weblog <a href="../../" target="_blank">netzfeuilleton.de</a>.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/02/axolotlnzf.jpg" alt="Auf diesem Blog landet man, gibt man axolotlroadkill.de ein." /></p>
<p><strong>Dreistes Domaingrabbing? Verletzung von Markenrechten? Ideenklau eines genialen Titels?</strong><strong> Der  Betreiber des Blogs hat jetzt eine Stellungnahme zu diesen Vorw&#252;rfen ver&#246;ffentlicht. Wir dokumentieren  die Stellungnahme exklusiv in voller L&#228;nge:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Das sind  diese Domaingrabbervorw&#252;rfe &#8211; also wie das juristisch ist, wei&#223; ich  leider nicht so genau. Sonst finde ich mein Verhalten und meine  Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was  vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man  auch an das Schreiben von einem Blog eher journalismusm&#228;&#223;ig drangeht,  sich also &#252;berall bedient, wo man Quellen findet. Ideen gibt’s sowieso  nicht, nur Inspiration. Und mir ist es v&#246;llig egal, woher Leute die  Elemente ihrer ganzen Verschw&#246;rungstheorien nehmen, die Hauptsache ist,  wohin sie sie tragen. Von mir selber ist &#252;berhaupt nichts, ich selbst  bin schon nicht von mir (dieser Satz ist &#252;brigens von Helene Hegemann  geklaut) – ich habe das bloggen antrainiert gekriegt vor 2 Jahren und  trainiere mir jetzt immer noch Sachen und Versatzst&#252;cke an, aber mit  einer gr&#246;&#223;eren Stilsicherheit. Das sind Postings und Kommetare und auch  einfach bestimmte Trackbacks, die mich pr&#228;gen und weiterbringen in dem,  was ich &#228;u&#223;ern und vermitteln will, und da beraube ich total  schonungslos meine Freunde, Blogger, das ganze Internet und auch mich  selbst. Wenn da die komplette Zeit &#252;ber reininterpretiert wird, dass  das, was ich getan habe, eine Stellvertreterracheakt der Blogosph&#228;re f&#252;r  die Plagiate von Frau Hegemann ist, muss auch anerkannt werden, dass  ich mich freue, dass diese ganze Diskussion die Blogs auch weiter  gebracht hat in diesem Jahr und so. Also ich meine, dass die <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF5C3BCCE8BBA4BEB9A375B48BF06CD87~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> jetzt auf der  Titelseite des Feuilletons eine Lobhymne auf Blogs singt und ihre Leser  auffordert am besten selbst gestern damit angefangen zu haben, dass gabs letztes  Jahr noch nicht. Und die Blogs besch&#228;ftigen sich ja schon lang mit der  Abl&#246;sung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum  Kopieren und zur Transformation. Ich selbst habe die Aktion als „Spa&#223;“  bezeichnet, das ist sie auch, aber nur &#252;ber die Spa&#223; und Satire kommen  wir der Wahrheit nahe. Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den  Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und tr&#228;umen. Es gibt da  ziemlich viel, was mit meinen Gedanken korrespondiert und sich in mein  Gehirn einschreibt, dadurch aber gleichzeitig auch etwas komplett  anderes wird. Ich bin nur Untermieter in meinem eigenen Kopf. Hegemann,  von der ich insgesamt 2 Worte, ohne sie gro&#223; ver&#228;ndern zu m&#252;ssen,  regelrecht abgeschrieben habe, ist eine junge Schriftstellerin,  deren Buch einen Teil der alternativen Lebensweise, auf den Punkt  gebracht hat, und mit der ich &#252;ber das Domaingrabbing auch ein St&#252;ck  weit versuche, in Kommunikation zu treten. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=EwTZ2xpQwpA">Tay Zonday</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I1scwq7DhfI">Rick Astley</a>, <a href="http://http://icanhascheezburger.com/2007/09/12/copy-cat/">Lolcat</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ErMWX--UJZ4">Ukuleleboy</a> und alle meine Freunde aus dem Internet: Ich  versuche, deren Fragestellungen weiterzuf&#252;hren und mir selbst Antworten  zu geben. Trotzdem habe ich nat&#252;rlich einen legitimen Anspruch der Leute  nicht ber&#252;cksichtigt, weil mir die juristische Tragweite nicht bewusst  und ich, so leid es mir tut, total gedankenlos und egoistisch war. Und  obwohl ich meine Aktion und mein Prinzip voll und ganz verteidige,  entschuldige ich mich daf&#252;r, nicht von vorneherein alle Menschen  entsprechend gewarnt zu haben,<a href="http://www.buchmarkt.de/content/41393-axolotl-roadkill-helene-hegemann-und-ullstein-verlegerin-dr-siv-bublitz-antworten-auf-plagiatsvorwurf.htm?hilite=Hegemann"> deren Gedanken</a> ich hier auf die Schippe  nehme.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">F&#252;r mehr von netzfeuilleton.de<a href="http://twitter.com/netzfeuilleton"> folgt uns bei Twitter</a> und abonniert <a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton">den RSS-Feed</a>.<span style="color: #888888;"> Titelbild unter CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/brads365days/">bslavinator</a>.</span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">[amazon-slideshow align="center" height="200" tracking_id="kingofkingz0e-21" width="250"]cff03d1e-0705-43b6-9d52-ee006ee16c58[/amazon-slideshow]<br />
</span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2246&amp;md5=52f8463f8a22cef6b174d11da918caac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2246&amp;md5=52f8463f8a22cef6b174d11da918caac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>StudiVZ unter Beschuss: Alle gegen einen</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 17:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Darwin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum gibt es &#196;nderungen in Deutschlands gr&#246;&#223;tem Studentenportal &#8220;StudiVZ&#8221; und den Ablegern MeinVZ&#38;SchuelerVZ, ist die Aufregung dar&#252;ber nicht weit. Doch was steckt hinter den Vorw&#252;rfen und ist alle Kritik verst&#228;ndlich? Netzfeuilleton sah sich die Hintergr&#252;nde genauer an und kommt zu einem etwas anderen Ergebnis. Verschwiegene Tatsachen und eine vergn&#252;gliche Massenbeschwerde kommen auf. Was ich in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf4.jpg" alt="" /></p>
<p><strong>Kaum gibt es &#196;nderungen in Deutschlands gr&#246;&#223;tem Studentenportal &#8220;StudiVZ&#8221; und den Ablegern MeinVZ&amp;SchuelerVZ, ist die Aufregung dar&#252;ber nicht weit. Doch was steckt hinter den Vorw&#252;rfen und ist alle Kritik verst&#228;ndlich? Netzfeuilleton sah sich die Hintergr&#252;nde genauer an und kommt zu einem etwas anderen Ergebnis. Verschwiegene Tatsachen und eine vergn&#252;gliche Massenbeschwerde kommen auf.<br />
</strong></p>
<p>Was ich in der deutschen Blogosph&#228;re immer wieder erkennen kann, ist eine unsensible Kopie von Aussagen. So bald eine gr&#246;&#223;ere Quelle eine Meinung propagiert, ist es ein Leichtes sie zu kopieren und in einer anderen Formulierung zu ver&#246;ffentlichen. So schafft man beispielsweise schnell eine Mobilisierung, die im Internet sehr gelobt wird, aber h&#228;ufig auch nur daran liegt, dass es genug ahnungslose Trittbrettfahrer gibt, die mitmachen. Diese virale Funktion kann auch gerne dazu benutzt werden, eine allgemeine Auffassung &#252;ber eine Sache zu erstellen, die dann von der Mehrheit geschluckt wird und so weiter geplaudert wird. Es muss keine gro&#223;en Begr&#252;ndungen geben, so lange gen&#252;gend Leute mitmachen, werden die Kritiker in der Masse verstummen. Diese Publicity hat viele Vorteile, kann aber auch zum Gegenteil f&#252;hren. Die StudiVZ Ltd. ist seit einiger Zeit gro&#223;es Opfer dieser negativen PR &#8211; teilweise berechtigt, teilweise v&#246;llig ohne Sinn.</p>
<p>So startete das Studentennetzwerk heute eine neue Funktion, die dem Microbloggingdienst Twitter sehr &#228;hnelt. Jeder User hat jetzt die M&#246;glichkeit eine 140-Zeichen lange Nachricht zu verfassen. Genauso wie beim amerikanischen Vorreiter also. Im Gegensatz zu dem ist diese Funktion aber noch nicht interaktiv einzusetzen und auch nicht &#246;ffentlich einsehbar. Statt das Netzwerk einmal daf&#252;r zu loben, dass die langweilige Startseite einem neuen Bild gewichen ist, darf <a href="http://www.alles2null.de/twitter-heisst-jetzt-buschfunk-bei-meinvz/">man</a> <a href="http://www.crossrange.de/2009/05/06/studivz-du-bist-klonland/">jetzt</a> <a href="http://www.sabiro.de/web-20/buschfunk-twitter-im-studivz/">von</a> <a href="http://netzwertig.com/2009/05/06/studivz-gestern-wie-facebook-heute-wie-twitter/">kunterbunten Kopievorw&#252;rfen</a> lesen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf1.jpg" alt="" /></p>
<p>Dass die Funktion &#8220;ist gerade..&#8221; bei StudiVZ schon seit &#252;ber einem Jahr existiert und jetzt einfach unter dem Titel &#8220;Buschfunk&#8221; vom pers&#246;nlichen Profil auf die Startseite gewichen ist, wird verschwiegen. Dass StudiVZ sicher nicht das erste Portal ist, dass <a href="http://www.blogwave.de/was-machen-eigentlich-die-ganzen-twitter-klone.html">Twitter kopiert</a>, scheint pl&#246;tzlich auch nicht der Rede wert zu sein. Dass Facebook seit kurzer Zeit selbst versucht eine Art Twitter zu integrieren, ist auch nirgends zu lesen. Immerhin kupferte StudiVZ bei Facebook ab, was zu Recht zu viel Kritik f&#252;hrte, aber das amerikanische Pendant pl&#246;tzlich unverwundbar macht?</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><img title="Das fr&#252;hrere &quot;Username is..&quot; wurde in eine Phrase umformuliert, die auch auf Facebook zu twittern einl&#228;dt." src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf2.jpg" alt="" width="400" height="66" /><p class="wp-caption-text">Das fr&#252;hrere &quot;Username is..&quot; wurde in eine Phrase umformuliert, die auch auf Facebook zu twittern einl&#228;dt.</p></div>
<p>Dabei macht man es sich einfach: Was es bei Facebook so oder so &#228;hnlich gibt, ist gleich eine Kopie. Die &#246;ffentlichen Profile in etwa die StudiVZ vor kurzer Zeit einf&#252;hrte. Bei Facebook gibt es diese schon lange, dabei bleibt unerw&#228;hnt, dass das amerikanische Netzwerk diesen &#8220;Fangedanken&#8221; deutlich von MySpace kopierte, die es mit ihren Musikerprofilen in die Herzen der User schafften. Sicher sind einige <a href="http://bumi.wordpress.com/2006/10/03/studivz-in-original-facebook-farben/">Plagiatvorw&#252;rfe berechtigt</a>, auch wenn die Facebook-Klagen eher nach einem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,621831,00.html">Kaufversuch aussehen</a>, zu mal das Social Network <a href="http://www.informationweek.com/news/internet/social_network/showArticle.jhtml?articleID=213403676">selbst im Rechtsstreit</a> stand und StudiVZ vor einiger Zeit vergeblich aufkaufen wollte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/05/bf3.jpg" alt="" /></p>
<p>Wer bei StudiVZ Innovation sucht, soll sie erst einmal bei der Konkurrenz finden. Das gegenseitige Kopieren ist dabei eine altbew&#228;hrte Methode, um etwas weiterzuentwickeln. Im Grunde baut jedes heutige Startup irgendwo auf den Ideen anderer Vorg&#228;nger auf. Das war fr&#252;her nicht unbedingt anders:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="data" value="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" data="http://www.youtube.com/v/3S_JgkiW3qI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6"></embed></object></p>
<p>Wenn ein jeder StudiVZ nicht mag, wieso befinden sich dann immer noch so viele User dort? Ist es vielleicht wie beim Fernsehen, das auch den gro&#223;en Hass sch&#252;rte, als Ranicki sich &#246;ffentlich aufregte? Der &#8220;ja, voll doof&#8221;-Ruf bleibt eben immer ein einfaches Mittel der sozialen Interaktion. &#220;brigens eine Funktion die alle Netzwerke vereint. Aber wahrscheinlich hat StudiVZ das auch irgendwo gestohlen.</p>
<p><em>Alle Screenshots von mir. Titelbild unter CC von <a href="http://www.flickr.com/photos/66164549@N00/2211057359">law_keven</a> bearbeitet.<br />
Dieser Artikel erschien zuerst auf <a href="http://idiotext.blogspot.com/2009/05/alle-gegen-einen.html">idiotext</a>.</em></p>
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