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	<title>netzfeuilleton.de &#187; Google</title>
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		<title>GoogleToilet &#8211; Neuer Google Dienst soll Suche verbessern</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Jun 2009 11:36:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
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			</a>
		</div>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/06/googlepaper.jpg" alt="" /></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Laut der Google Vizepr&#228;sidentin Marissa Ann Mayer will der Suchmaschinenkonzern in K&#252;rze einen v&#246;llig neuartigen Dienst starten, der die Vorlieben der User noch viel sch&#228;rfer beleuchtet und so im wahrsten Sinne des Wortes das Beste herausfiltert: GoogleToilet soll die Exkremente der User analysieren und mit Hilfe der gesammelten Daten genaue Empfehlungen zu Restaurants, Nahrungsw&#252;nschen, aber auch Ern&#228;hrungstipps treffen k&#246;nnen. Netzfeuilleton informierte sich f&#252;r Sie &#252;ber den neuen Geniestreich des amerikanischen Konzerns.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Als ob die fantastische Suche nicht schon genug philanthropische St&#228;rke bewiesen h&#228;tte, verk&#252;ndete Google gestern Abend im offiziellen Blog in den kommenden Wochen den neuen Service „GoogleToilet“ in einer offenen Betaversion zu starten. Das neue Feature soll die Nutzergewohnheiten noch genauer verarbeiten, um noch bessere Suchergebnisse und Empfehlungen zu erzielen. Dass das sensationell gute Pageranksystem des B&#246;rsenunternehmens noch weiter zu verfeinern ist, schien den wenigsten glaubw&#252;rdig, doch in der Hauptzentrale in Moutain View, Californien wollte man sich nicht mit den bisherigen Zust&#228;nden zufrieden geben, verr&#228;t uns die blonde Vizepr&#228;sidentin und Diskussionsgro&#223;meisterin Marissa Ann Mayer. Google suche nach immer neuen Herausforderungen, um die letzten M&#246;glichkeiten des Kerngesch&#228;fts – dem Finden von brauchbaren Inhalten – aus dem bereits jetzt bis an den Wahnsinn perfektionierten Algorithmus  herauszukitzeln. Doch wie darf man sich das neue Aush&#228;ngeschild vorstellen?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/06/staygoogly.png" alt="" /><br />
Google stellt den neuen Dienst im Blog vor.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">GoogleToilet ist eine neuartige Klosch&#252;ssel, die einer herk&#246;mmlichen zu erst einmal sehr &#228;hnlich sehe, erl&#228;utert ein GoogleTechniker die Erfindung. Und tats&#228;chlich sieht der Stuhl der Erleichterung auf dem ersten Blick nicht au&#223;ergew&#246;hnlich aus. Doch ein Blick in das Loch der Klobrille verr&#228;t mehr: Eine ultrad&#252;nne elastische Nanofolie mit eingebauten hochaufl&#246;senden Kameralinsen analysiert das Ges&#228;&#223; des Benutzers. So bald sich der User hingesetzt hat, zieht sie sich auseinander und die Saugkn&#246;pfe werden sichtbar. Sie nehmen den Duft auf und stellen so fest, ob es sich hierbei um den rechtm&#228;&#223;igen Benutzer handelt – im Zweifelsfall klappt sich das moderne Ger&#228;t zusammen. Doch die eigentliche Prozedur folgt erst nach dem Stuhlgang. Jetzt filtert GoogleToilet die verschiedenen Substanzen aus dem Wasser und errechnet Eigenschaften des Benutzers, die in der n&#228;chsten Googlesuche ber&#252;cksichtigt werden.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/06/googletoilette.jpg" alt="" /><br />
Soll die Suche weiter verbessern: GoogleToilet</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Damit nicht genug: Google bietet frei nach dem Motto „Don&#8217;t be Evil“ noch weitere M&#246;glichkeiten, die Toilette zu benutzen. Mit USB-Buchsen k&#246;nnen Endger&#228;te wie Computer, Notebooks oder Handys mit dem neuen Produkt synchronisiert werden. Eine Echtzeitsuche soll den Prozess auf dem Stuhl noch interessanter machen. In einer Premiumversion wird es auch m&#246;glich sein, genaue Statistiken &#252;ber die Nahrungsgewohnheiten der letzten Tage zu erhalten und anhand der gesammelten Werte Gesundheitszust&#228;nde und Chancen auf dem Singlemarkt zu berechnen. Zu dem wird der Webgigant zwei neue Technologien aus Japan involvieren. Mit der einen wird aus den produzierten Exkrementen Energie hergestellt, mit der anderen soll eine Eiwei&#223;gewinnung m&#246;glich sein.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Doch wie soll damit langfristig Geld verdient werden? Marissa Mayer gew&#228;hrt uns einen Blick in den Businessplan des neuen Google Gesch&#228;fts: Die Endger&#228;te selbst werden einen Teil der Kosten decken, aber gleichzeitig wird die Toilette Dank zwei eingebauter Mikrofone Anzeigentexte zu relevant kategorisierten Daten aus der Br&#252;he aufsagen. Ein weiterer Meilenstein wird mit der &#220;bernahme der Dixie Klos unternommen. Dort werden zuk&#252;nftig die Googleklos zu finden sein. Die kleinen Kautschukcontainer werden innen und aussen mit relevanter Werbung zugekleistert sein und bieten auch die M&#246;glichkeit Nachrichten und Ebooks aus dem Google Repertoire auf einem integrierten Bildschirm zu lesen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/06/googletoilette-2.jpg" alt="" /><br />
GoogleToilet auf Vormarsch: Dixie wurde gekauft.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Datensch&#252;tzer bef&#252;rchten, dass Urin- und feste Exkremente zu keiner Relevanz beitragen k&#246;nnten. Doch vorlaute Stimmen gab es in der Historie der Suchmaschine immer wieder. Nie hatte sich die Kritik bewarheitet. Der Konzern blieb seinem internen Gebet „Don&#8217;t be Evil“ treu und ist nur ein menschenliebendes StartUp, das den Usern die bestm&#246;glichen Produkte bieten m&#246;chte. Und frei nach dem Leitsatz „nur herstellen, was man auch selber benutzen m&#246;chte“ l&#228;dt uns Marissa Mayer am Ende zu einem Vorabsitz auf dem heiligen Stuhl ein.</p>
<p><em>Dieser Text ist eine Satire. Alle Angaben sind erfunden und sollen nur eine kritische Stellungnahme zu den neuen Diensten des angesprochenen Unternehmens darstellen. Zu einer Diskussion sind Sie herzlich eingeladen.</em></p>
<p><em>Fotos: <a href="http://www.flickr.com/photos/59823738@N00/390035987">Klopapierrolle</a>, <a href="http://www.bing.com/images/search?q=toilett&amp;go=&amp;form=QB#focal=38e8398bb44efe361cd1d977f8b1227e&amp;furl=http%3A%2F%2Fwww.trendir.com%2Farchives%2Ftoto-soiree-toilet.jpg">Toilette</a>, <a href="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/06/googletoilette-2.jpg">Dixie</a>; Alle Grafiken wurden unter freien Lizenzen aufgesp&#252;rt. Bei etwaigen Fehlern bitten wir um eine Nachricht.</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Verlage im Kampf gegen Google und die falsche Wahl der Waffen</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 19:58:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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<p>Von einer &#8220;gro&#223;en Abwehrschlacht&#8221; spricht <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EEADFBE2D64E9489B96A115D147378F07~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Hannes Hintermeier heute im Feuilleton der FAZ</a>. Von einem &#8220;R&#252;ckzugsgefecht; versprengte[r] Truppen&#8221;.<br />
Er beschreibt den Kampf der Buchverlage gegen Google, die um ihre Rechte und ihre Erl&#246;se f&#252;rchten, nachdem Google mit Google Books angefangen hat alle B&#252;cher einzuscannen und digital verf&#252;gbar zu machen.Doch schnell wird klar: Hier geht es gar nicht um die Buchverlage, es geht auch nicht direkt um das t&#228;glich Brot der armen Autoren, es geht darum Google blo&#223;zustellen.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/03/verlagevsgoogle.jpg"><img class="size-full wp-image-987  aligncenter" style="border: 2px solid black;" title="verlagevsgoogle" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/03/verlagevsgoogle.jpg" alt="verlagevsgoogle" width="450" height="250" /></a></p>
<p>Aber nicht in erster Linie wegen ihres Google Books Engagement, sondern es geht eigentlich um den Google News Service. Der ist den Zeitungsverlagen<sup><a href="http://netzfeuilleton.de/2009/03/verlage-im-kampf-gegen-google-und-die-falsche-wahl-der-waffen/#footnote_0_984" id="identifier_0_984" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei viele Verlage sowohl den Zeitungs-, als auch den Buchmarkt bedienen">1</a></sup>  schon lang ein Dorn im Auge.</p>
<p>Der <a href="http://google.de/news">Google News</a> Service aggregiert die Schlagzeilen und Meldungen der gro&#223;en Onlinenewsportale, errechnet daraus was gerade wichtig ist und kann so die zentralen und wichtigsten Schlagzeilen &#252;bersichtlich darstellen.<br />
Dieser Service war den jeweiligen Newsportalen schon lange ein Dorn im Auge. Obwohl die jeweiligen Meldungen immer nur kurz angerissen wurden und dann zum weiterlesen auf den jeweiligen Artikel verlinkt zu den Portalen wurde, hatten die Newsportale wohl Angst durch diesen Service ersetzt zu werden, oder zumindest massiv Werbeeinnahmen verlieren.</p>
<p>Nun muss man wissen, dass gerade die Topmeldungen vor allem auf Agenturmeldungen beruhen. Deshalb unterscheiden sich die Artikel auf den einzelnen Portalen auch nicht gro&#223;, was das aggregieren und zusammenstellen der Meldungen auf der Google Seite extrem vereinfachte.<br />
Jetzt geht Google den n&#228;chsten konsequenten Schritt: Sie treten direkt an die Nachrichtenagenturen heran und verbinden sich mit diesen. Ab sofort verlinkt Google nicht mehr nur auf die externen Newsportalen, sondern bildet die Originalmeldungen der Agenturen direkt auf der Seite ab. Dazu haben sie einen Vertrag mit der european pressphoto agency (epa) geschlossen. Der Vorteil: Google h&#228;lt die Benutzer auf seiner Seite und kann dort direkt seine Anzeigen schalten. Die Agenturen werden nat&#252;rlich am Erl&#246;s beteiligt und f&#252;hlen sich endlich gew&#252;rdigt, denn dadurch w&#252;rden die &#8220;Journalisten und Herausgeber, die f&#252;r die Erstellung und Verbreitung von Nachrichten hart arbeiten, als urspr&#252;ngliche Nachrichtenquelle&#8221; indetifiziert, so Google-News-Manager Josh Cohen.</p>
<p>Die Nachrichtenportale wie Spiegel Online oder faz.net gucken jetzt nat&#252;rlich m&#228;chtig in die R&#246;hre, denn war ihnen bisher der Service zwar schon nicht lieb, bzw. die Entlohnung daf&#252;r zu gering, so d&#252;rften die Besucherzahlen, die sie dadurch t&#228;glich von Google r&#252;bergeschoben bekamen dennoch betr&#228;chtlich gewesen sein. Diese drohen jetzt nat&#252;rlich weg zu fallen.<br />
Die Redaktionen der Portale sehen aber einen Gro&#223;teil der Arbeit noch immer bei sich, denn schlie&#223;lich sind sie es, die t&#228;glich aus den 1000 von Meldungen, die &#252;ber die Ticker der Agenturen laufen das Wichtige rausfischen, hervorheben und aufarbeiten. Auf ihrem Urteil wird die Google News Seite wohl auch weiter aufgebaut werden nur das die Newsportale wie Spiegel Online, Wolt Online etc. nun noch weniger davon haben.</p>
<h3>Google mit den eigenen Waffen schlagen</h3>
<p>Kein Wunder fangen sie an zu wettern, so wie Hannes Hintermeier in der F.A.Z. von heute oder<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,613886,00.html"> Christian St&#246;cker bei Spiegel Online</a>. Sie versuchen den Suchmaschinengiganten mit ihren Waffen zu bek&#228;mpfen: Artikeln und Einfluss auf die &#246;ffentlich Meinung. Das macht wieder einmal deutlich, wie sehr die Zeitungsverlage noch immer in den alten Mustern denken und wie wenig sie im Netz angekommen sind. Denn viel einfach w&#228;re es, Google mit den eigenen Waffen zu schlagen und dessen Suchalgorithmen zu nutzen um Besucher auf die Seite zu bekommen.</p>
<p>Links verwenden; denn die bestimmen, wie weit nach oben eine Seite im Google Ranking rutscht, ergo wieviele Besucher auf meine Seite kommen. <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-welt-online-andere-medien-ausbeutet/">Welt Online macht das schon</a> <del datetime="2009-03-19T19:58:14+00:00">ausversehen</del> halbwegs erfolgreich. Handelsblatt.com und Bild.de haben immerhin angefangen, in dem sie mit dem Twingly Widget eine Art Trackback System eingef&#252;hrt haben, wie es von Blogs bekannt ist. Doch den meisten sind Verlinkungen nach au&#223;en ein Graus, sie wollen den Besucher ja nicht zur Konkurrenz schicken, sondern in den eigenen vier Seiten gefangen halten. Sie verhalten sich also genauso, wie sie es Google nun vorwerfen.</p>
<p>Damit machen sie sich selbst zu einem <a href="http://medialdigital.wordpress.com/2009/03/18/das-klickvieh-gehege-was-verlage-von-der-blogosphare-lernen-konnen/">&#8220;schwarzen Loch des Web&#8221;</a>.</p>
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