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	<title>netzfeuilleton.de &#187; Drucken &amp; Lesen</title>
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		<title>taz.de nimmt Flattr auf</title>
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		<pubDate>Thu, 20 May 2010 11:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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			</a>
		</div>
<p>Seit heute Nacht um 0.00 Uhr finden sich auch auf der<a href="http://taz.de"> Homepage der taz</a> die kleinen orange-gr&#252;nen Buttons des <a href="http://netzfeuilleton.de/2010/05/flattr-die-dankbarkeits-oekonomie-7-invites/">Micropaymentdienstes Flattr</a>. Damit k&#246;nnte Daniel Fiene auf<a href="http://www.mywebwork.de/fiene.tv/archive/2010/05/18/fiene-flattr-frage-was-passiert-wenn-spiegel-online-flattrn-wurde/"> seine Frage</a> &#8220;Was passiert, wenn das erste gro&#223;e Medium Flattr implementiert?&#8221;, schneller eine Antwort bekommen als er dachte. Nun ist taz.de nicht SpiegelOnline, aber es ist eben auch kein <a href="http://www.spreeblick.com/2010/05/18/spreeblick-mit-flattr/">kleines Blog</a>.</p>
<h3>&#8220;Und da kam Flattr wie gerufen!&#8221;</h3>
<p>Nun hat die taz schon Erfahrung mit freiwilligen Spenden ihrer Leser, w&#228;hrend der Aktion die Jungen &#252;bernehmen die taz, konnten Leser auf taz.de freiwillig per Bankverbindung spenden, dabei kamen<a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2010/04/30/tazde-leser_spenden_184283_euro_fuer_unabhaengigen_journalismus/"> innerhalb einer Woche &#252;ber 1.800€ zusammen</a>.<br />
Das sei ein erster Versuch Richtung Spenden gewesen, das Konzept der Microdonations h&#228;tten sie aber schon l&#228;nger im Hinterkopf gehabt, erz&#228;hlte mir Phillip Moritz, Webmaster der taz, &#8220;Und da kam Flattr wie gerufen!&#8221;.</p>
<p>Man hoffe, so Moritz, auf das Konzept der Microdonations, egal ob nun mit Flattr oder einem &#228;hnlichen Dienst und das es eventuell das Online Business ver&#228;ndern k&#246;nne. Ob man dar&#252;ber Gewinne machen k&#246;nne sei noch nicht sicher, aber man m&#246;chte mit der Teilnahme auch das Projekt insgesamt nach nach vorne und zu mehr Akzeptanz bringen. Ob die Leser das annehmen, m&#252;sse sich erst noch zeigen, aber man wolle das rausfinden. Aber Moritz zeigte sich &#252;berrascht, das innerhalb der kurzen Zeit nun doch schon einige Flattr-Klicks auf die Homepage gewandert sein. In den 12 Stunden, seit Flattr auf der Homepage der taz verf&#252;gbar ist, sind 36 Flattr Klicks auf <a href="https://flattr.com/profile/taz.de">der Seite </a>eingegangen, was diese Wert sind zeigt aber erst am Monatsende.</p>
<h3>&#8220;Flattr hat das beste Konzept.&#8221;</h3>
<p>Im Gegensatz zur Konkurrenz hab Flattr das beste Konzept. Man denkt wohl noch &#252;ber eine Implementierung von Kachingle nach und eventuell soll es eine Partnerschaft mit amazon geben, n&#228;heres gibt es dazu aber nocht nicht. Bei der zuvor ausprobierten &#220;berweisungsaktion seien neben den tats&#228;chlichen Transferkosten auch die mentalen Transferkosten zu hoch und auch ein einfacher PayPal-Spenden Button zweige bei Kleinstbetr&#228;gen zu viel an Geb&#252;hren ab.</p>
<p>Die Einnahmen aus Flattr sollen dabei nicht den einzelnen Autoren zugef&#252;hrt werden, sondern gesammelt in die Onlineeinnahmen einflie&#223;en. Lediglich bei den Blogs denkt man dr&#252;ber nach es den einzelnen Autoren, die bislang nur eine Aufwandspauschale erhalten, zu erm&#246;glichen ihren eigenen Flattr Account in das jeweilige Blog einzubinden. Zu den <a href="http://www.fixmbr.de/flattr-datenhandel-leicht-gemacht/">Vorw&#252;rfen des Datenhandels</a> bei Flattr macht man sich bislang wenig Sorgen. &#8220;Schauen wir mal&#8221;, war des Webmasters lakonische Antwort.</p>
<p>Flattr auf taz.de ist ein weiterer gro&#223;er Schritt f&#252;r den Micropaymentdienst, deshalb verk&#252;ndete das heute morgen auch ganz stolz<a href="http://twitter.com/flattrme/status/14347595851"> deren offizieller Twitteraccount</a>. Ob es den Durchbruch bedeutet ist nat&#252;rlich nicht klar, schlie&#223;lich befindet sich Flattr noch immer in einer geschlossenen Beta und der Zugang ist nur mit Einladung m&#246;glich, die aber jeder auf der Homepage anfordern kann. Fraglich ist auch, ob sich der Dienst au&#223;erhalb der Netzgemeinde, in der er im Moment ziemlichen Hype, genie&#223;t durchsetzen  kann. Wird sich der Zeitungsleser aus Hinterpusemuckel dazu aufraffen einen Account bei diesem Dienst anzulegen? Die taz kann mit ihrem Genossenschaftsmodell und spendenbereiten Lesern sicher am ehesten darauf hoffen.</p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Bild: Screenshot taz.de [M]</span></p>
<p><strong>mehr:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2010/05/flattr-die-dankbarkeits-oekonomie-7-invites/">Flattr: Die Dankbarkeits-&#214;konomie</a></li>
</ul>
<p>Was glaubt ihr? Ist das der Durchbruch f&#252;r Flattr? Und k&#246;nnte es eventuell auch der Durchbruch f&#252;r Erl&#246;se von Onlinemedien sein?</p>
<p><span style="color: #888888;">Um keinen unserer Artikel zu verpassen </span><a href="http://twitter.com/netzfeuilleton"><span style="color: #888888;">folgt uns auf Twitter</span></a><span style="color: #888888;"> und abonniert u</span><a href="http://feeds.feedburner.com/Netzfeuilleton"><span style="color: #888888;">nseren RSS-Feed</span></a><span style="color: #888888;">.</span></p>
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		<title>Gelangweilte Jugendliche erschlagen Mann im Park</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 17:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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			</a>
		</div>
<p>Aus Langweile, Trunken- und Dummheit sind sie auf ihn los und dann lag er da. Davon handelt dieses moderne Gedicht inklusive Animation von Mat &amp; Matt. Also von <a href="http://www.matlloyd.com/">Mat Lloyd</a> ist das Gedicht und von <a href="www.mattfrodsham.com/">Matt Frosdham</a> die Animation. Wer genauestens alles zur Entstehung der Animation nachlesen will, kann auf <a href="http://mattfrodshamfmp.blogspot.com/">dem Produktionsblog</a> die einzelnen Schritte nachverfolgen, jetzt empfehle ich aber erst einmal anschauen:<br />
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<p style="text-align: right;">[via <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/?p=13851">KFMW</a>]</p>
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		<title>Kavka: Hamma wieder was gelernt</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/05/kavka-hamma-wieder-was-gelernt/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 06:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanananas</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Markus Kavka]]></category>
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			</a>
		</div>
<p>Viele der heutigen Jugendlichen kennen ihn warscheinlich schon gar nicht mehr – f&#252;r mich war und ist er ein Idol: <a id="aptureLink_9S00d3dVW0" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Markus%20Kavka">Markus Kavka</a>. Er ist mittlerweile <a href="http://kavka.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,7911127,00.html">beim ZDF</a> angestellt, die meisten kennen ihn aber als Moderator bei <a href="http://netzfeuilleton.de/tag/mtv/">MTV</a>. Er trifft immer die ganz gro&#223;en Stars, feiert mit ihnen die N&#228;chte durch, tr&#228;gt l&#228;ssig, coole Klamotten und ist bereits &#252;ber 40. Da mag sich so manch Einer fragen, ob und wann Markus Kavka nicht mal erwachsen werden will.<br />
Genau das hat er sich auch selbst gefragt. Wann kommt er, der Zeitpunkt, an dem er so alt aussieht und sich so alt f&#252;hlt, wie er ist? Wenn die Medikamentent&#252;rme auf den Nachttischen der Eltern immer h&#246;her werden? Wenn einem die heutige Musik nicht mehr gef&#228;llt? Wenn das Fitnessstudio als der einzige Ausweg aus der nicht zu stoppenden Gewichtszunahme zu sein scheint?</p>
<p>Markus Kavka stellt in seinem autobiografischen Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/349962379X?ie=UTF8&amp;tag=kingofkingz0e-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=349962379X">„Hamma wieder was gelernt“</a> viele Fragen rundum das Erwachsenwerden und die heutige Generation der Jugendlichen. Seine Erz&#228;hlungen wirken dabei grundehrlich und wie aus dem Bauch heraus auf Papier gebracht. Der Leser bekommt den Eindruck, den Menschen Markus Kavka im Laufe des Buches tats&#228;chlich kennen zu lernen. Er wirkt so  greifbar, verst&#228;ndlich und stellenwei&#223;e sogar erschreckend normal. Zudem lernt der Leser noch etwas &#252;ber gute Musik im Sinne Kavkas. Denn davon gibt es heute seiner Meinung nach nicht mehr all zu viel. So  bringt er mit seiner Liste der 100 besten Musikvideos ein Loblied auf Bands wie Radiohead, Chemical Brothers, etc. Zwar kommt man sich als junger Leser dabei so vor, als geh&#246;re man zu einer unkultivierten Generation, die es mit seiner Musik nicht mehr schafft Meilensteine zu setzen, aber sich die aufgef&#252;hrten Videos von Kavka anzusehen, lohnt sich tats&#228;chlich.<br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/349962379X?ie=UTF8&amp;tag=kingofkingz0e-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=349962379X"> „Hamma wieder was gelernt“</a> ist ein Buch, das unbeschwert, mit Spa&#223; und Ironie ein elementares Thema im Leben eines jeden jungen und &#228;lter werdenden Menschen behandelt &#8211; und wie der Titel schon erahnen l&#228;sst ganz kavkaesk.</p>
<p><object id="Player_19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="500px" height="175px" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fkingofkingz0e-21%2F8010%2F19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74&amp;Operation=GetDisplayTemplate" /><param name="name" value="Player_19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74" /><param name="align" value="middle" /><embed id="Player_19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74" type="application/x-shockwave-flash" width="500px" height="175px" src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&amp;MarketPlace=DE&amp;ID=V20070822%2FDE%2Fkingofkingz0e-21%2F8010%2F19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74&amp;Operation=GetDisplayTemplate" align="middle" name="Player_19ff2d03-9d42-4a00-b9e9-8cff925b9c74" allowscriptaccess="always" bgcolor="#FFFFFF" quality="high"></embed></object></p>
<p><strong>mehr&#8230;</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2010/01/ein-offener-brief-an-mtv/">Ein offener Brief an MTV</a></li>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2009/04/i-miss-the-comfort-in-being-sad/">&#8220;I miss the comfort in beeing sad&#8221; &#8211; Kurt Cobain</a></li>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2008/12/kill-your-friends/">&#8220;Kill Your Friends&#8221; &#8211; Aus dem Inneren der Musikindustrie</a></li>
<li><a href="http://netzfeuilleton.de/2008/10/das-ende-des-deutschen-musikfernsehens/">Das Ende des deutschen Musikfernsehens</a></li>
</ul>
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		<title>Hanna, Gottes kleinster Engel</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 17:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hanananas</dc:creator>
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<p>Es ist Anfang Oktober als der 13-j&#228;hrige Wolfgang auf dem Nach-hauseweg &#252;ber seine Hausaufgabe nachdenkt. F&#252;r ihre Eltern sollen die Sch&#252;ler zu Weihnachten einen Aufsatz &#252;ber Engel schreiben. Wolfgang f&#228;llt sofort das passende Thema ein: Er m&#246;chte &#252;ber seine kleine Schwester Hanna schreiben, denn f&#252;r ihn ist Hanna Gottes kleinster Engel.</p>
<p>In Tagebuchform erz&#228;hlt das Buch von den Erlebnissen, die Wolfgang in den darauf folgenden zwei Wochen macht. Einerseits voll kindlicher Unschuld und andererseits mit der mentalen Reife eines Erwachsenen berichtet der Junge von seinem nicht ganz einfachen Alltag. Der Vater der Familie leidet an schwerem Asthma, die Mutter ist meist angespannt und gestresst. Da seine kleine Schwester Hanna den ganzen Tag zu Hause ist, hat sie am meisten unter der harten Hand ihrer Mutter zu leiden. So kommt das kleine M&#228;dchen auf die Idee die Stimmungen der Mutter in K&#228;ltezonen aufzuteilen. Oft kommt es vor, dass die Laune der Mutter Alaska ist. Um die K&#228;lte im Herzen ihrer Mutter aufzutauen hat Gott seinen kleinsten Engel Hanna zu ihnen in die Familie geschickt, da ist sich Wolfgang sicher.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/04/heklengel.jpg" alt="" /></p>
<p>Hannas unschuldiges Auftreten und ihr herzerw&#228;rmendes Verhalten geben dem Leser das Gef&#252;hl, sie sei tats&#228;chlich der kleiner Engel, f&#252;r den sie ihr Bruder h&#228;lt. Im Laufe der Geschichte kommt es aber auch &#246;fter vor, dass Hannas Lieblichkeit  an ihrer Mutter abprallt wie ein Ball an einer Betonwand. Hanna wird immer verzweifelter. Selbst die herzliche Beziehung zu ihrem gro&#223;en Bruder kann da nicht viel helfen.<br />
Hanna, Gottes kleinster Engel ist ein Roman voller Herzlichkeit und gleichzeitig voller Trauer. Die Geschichte f&#252;hrt dem Leser vor Augen wie lieblos und kaltherzig manche Menschen in unserer heutigen Zeit sind und warum wir so kleine Engel wie Hanna unter uns brauchen.</p>
<p style="text-align: center;">&#8220;Hanna, Gottes kleinster Engel&#8221; von Angela Sommer-Bodenburg jetzt bestellen:<br />
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		<title>Das neue uMag: Pseudonline</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 15:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
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<p><strong>Das u_Mag <a title="uMag Pressemitteilung" href="http://www.bunkverlag.de/pm_2010_01.php">hat sich</a> ein neues Gewand umgeworfen. Mithilfe der Werbeagentur Jung von Matt/Elbe erneuerte der Bunkverlag das selbstdefinierte &#8220;Magazin der Popkultur und Gegenwart&#8221;, das sich jetzt als &#8220;People-Heft&#8221; bezeichet, indem es um &#8220;Protagonisten der jungen Szene und Alternativkultur geht&#8221;. Im Vorfeld zur ersten Ausgabe, bat man <a href="http://www.umagazine.de/artikel.php?ID=821923&amp;title=Blattkritiken+aus+den+Blogs&amp;artist=Feedback+auf+den+uMag-Relaunch&amp;topic=popkultur&amp;ads=no">einige Stimmen</a> um eine Kritik.</strong></p>
<p>Das neue Papier erinnert an graue Geb&#228;udefassaden und besitzt damit eine sympathische N&#228;he zur Tageszeitung, was in Anbetracht der vielen Hochglanzmagazine einen frischen Eindruck erweckt. Im Vergleich zu den alten Ausgaben sieht das Heft damit auch sehr viel dicker aus, obwohl die Seitenzahl gleich blieb.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/02/PICT0022.jpg" alt="Das neue und das alte u(_)Mag" /></p>
<p>Das Layout ist tr&#228;ge und farblos. Bleiche Halbrundrechtecken kleben am oberen Teil der Seiten und dienen wahlweise als Ressortmarkierung oder Hintergrund f&#252;r die Titelthemen.  Darunter finden sich noch weitere Informationen in einer winzigen Schriftgr&#246;&#223;e. Noch kleiner ist die Seitenzahl, die beim notorischen Umbl&#228;ttern zum Kauf einer Lupe verpflichtet. Bei den gro&#223;en Themen herrscht eine gewisse leere Atmosph&#228;re, da der Platz nur marginal ausgenutzt wird. Einzig die Fotoreihen &#252;berzeugen darin.</p>
<p>Die Rubriken, die im Konzeptschreiben als &#8220;Kosmen&#8221; bezeichnet werden, wurden von verschiedenen Titeln wie &#8220;Gesellschaft&#8221;, &#8220;Musik&#8221; oder &#8220;Literatur&#8221; auf die vier Anglizismen &#8220;uniq&#8221;, &#8220;music&#8221;, &#8220;arts&#8221; und &#8220;go ahead!&#8221; reduziert, die wohl den betonten Anspruch haben, kompakt und modern zu klingen. Dabei gehen die verschiedenen Bereiche so sehr ineinander &#252;ber, dass beim Lesen die eigentliche Trennung nicht so ganz klappen m&#246;chte.</p>
<p>Zu Anfang jeder Rubrik finden sich ein sehr kurzes Interview und eine reihe an Meldungen, die den Eindruck getarnter Pressetexte erwecken lassen. Ein wenig erinnert diese Zusammstellung aus trivialer Information und Werbung an das Hausmagazin einer gro&#223;en amerikanischen Fastfood-Kette. Vor der Runderneuerung kam das Magazin ganz ohne diese kurzen Texte aus.</p>
<p>Aber <a href="http://www.zeit.de/2007/22/Martenstein">auf K&#252;rze</a> wurde besonders viel wert gelegt, da die Redaktion &#8220;die Bed&#252;rfnisse ihrer Zielgruppe&#8221; kennt und  &#8220;verst&#228;rkt auf kurze, konzentrierte Text&#8221; setzt, um die &#8220;internetaffine Zielgruppe f&#252;r ein Printmagazin&#8221; zu begeistern. Die meisten Texte sind unheimlich reduziert, manche geistern als kleine Meldungen durch das Magazin. Die Seiten &#8220;Technik&#8221; und Games&#8221; wurden halbiert und aneinander gequetscht. Das Editorial minimierte sich von mehreren auf zwei Abs&#228;tze.  Selbst die Themen, die auf dem Cover angeworben werden, sind h&#246;chstens als sp&#228;hrlich zu bezeichnen. Das sieht dann so aus, dass &#8220;Fettes Brot&#8221; f&#252;nf Fragen beantworten d&#252;rfen und das Titelthema um die Band &#8220;Red Velvet&#8221; bereits nach acht ein Ende findet.</p>
<p>Die Plattenkritiken entsprechen auch nicht mehr der klassischen Rezension, sondern einem Pseudodialog der Redakteure. Vermutlich f&#252;hlte man sich da <a title="Spex neue Kritiken" href="http://www.zeit.de/kultur/2010-01/ende-der-plattenkritik">von Spex</a> inspiriert, die diesen Diskussionen &#252;ber neue Musik allerdings sehr viel mehr Seiten als eine Spalte pro Album einr&#228;umen. Eine Seite weiter gibt es ein Foto von &#8220;Die Sterne&#8221;-S&#228;nger Frank Spilker. Den Text dazu kann man <a title="Frank Spilker Die Sterne" href="http://www.umagazine.de/artikel.php?ID=809722&amp;title=Frank+Spilker+%2F+Die+Sterne&amp;artist=Im+Bett+mit%3A&amp;topic=popkultur">nur online</a> lesen. Das nennt man vermutlich &#8220;Crossmedia&#8221;.</p>
<p>In der letzten Sparte &#8220;go ahead!&#8221; gibt es schlie&#223;lich auch ein paar Leckerbissen. Ein Text &#252;ber <a title="Ausgestiegen.com" href="http://www.ausgestiegen.com/">Internetaussteiger</a>, mit (sehr einseitigen) Meinungen von ein paar Internetenthusiasten daneben. Ein interessantes Interview zur Plastikindustrie ist letztlich der geheime H&#246;hepunkt des ganzen Magazins. Leider ist auch dieses wieder sehr kurz. So stolpert das uMag am Versuch mehr online als offline zu sein.</p>
<p>Abseits des Internets m&#246;chte ich aber die Vorz&#252;ge von Print genie&#223;en und nicht den vergeblichen Versuch eines gedruckten Blogs lesen. Lange Texte, Berichte, Fotos. Gerade ein Monatsmagazin hat die Pflicht, mich &#252;ber diesen langen Zeitraum zu versorgen und nicht kurze Meldungen neben mickrigen Interviews vorzuf&#252;hren. Das uMag scheitert daran, das Sprachrohr irgendeiner scheinbaren Szene sein zu wollen und gleichzeitig in einem Marketingschema zu denken. Matt/Elbe m&#246;gen sch&#246;ne Zahlen berechnen, schaffen es aber nicht, Konsens zu bilden.<br />
Es fehlt Profil, Aussagekraft, die Besonderheiten. Hier und da gibt es interessante Artikel, die es aber nicht schaffen, das Gesamtbild aufzuh&#252;bschen. Es h&#228;tte weniger vom weniger und mehr vom mehr sein m&#252;ssen. Wo sind die gesellschaftlichen Themen? Die abstrakten Meinungen? Die fremden Geschichten? Die Auseinandersetzung? Auch das alte u_Mag hatte wenig davon. Dem neuen uMag fehlt allerdings noch viel mehr.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 236px; width: 1px; height: 1px;"><strong>Das u_Mag <a title="uMag Pressemitteilung" href="http://www.bunkverlag.de/pm_2010_01.php">hat sich</a> ein neues Gewand umgeworfen. Mithilfe der Werbeagentur Jung von Matt/Elbe erneuerte der Bunkverlag das selbstdefinierte &#8220;Magazin der Popkultur und Gegenwart&#8221;, das sich jetzt als &#8220;People-Heft&#8221; bezeichet, indem es um &#8220;Protagonisten der jungen Szene und Alternativkultur geht&#8221;. Im Vorfeld zur ersten Ausgabe, bat man <a href="http://www.umagazine.de/artikel.php?ID=821923&amp;title=Blattkritiken+aus+den+Blogs&amp;artist=Feedback+auf+den+uMag-Relaunch&amp;topic=popkultur&amp;ads=no">einige Stimmen</a> um eine Kritik.</strong></div>
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		<title>Rache ist s&#252;&#223;: Blogger klaut Hegemann die Domain</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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			</a>
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<p><strong>Nachdem vor 2 Wochen <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html" target="_blank">bekannt  wurde</a>, dass das Literaturwunderkind Helene Hegemann bei einem  Blogger abgeschrieben hat, scheint es nun eine Art Racheaktion aus der  Blogosph&#228;re zu geben. Gibt man die Adresse <a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">www.</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">axolotlroadkill</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">.de</a> in seinen  Browser ein, landet man auf dem <span style="text-decoration: line-through;">anonymen</span> Weblog <a href="../../" target="_blank">netzfeuilleton.de</a>.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/02/axolotlnzf.jpg" alt="Auf diesem Blog landet man, gibt man axolotlroadkill.de ein." /></p>
<p><strong>Dreistes Domaingrabbing? Verletzung von Markenrechten? Ideenklau eines genialen Titels?</strong><strong> Der  Betreiber des Blogs hat jetzt eine Stellungnahme zu diesen Vorw&#252;rfen ver&#246;ffentlicht. Wir dokumentieren  die Stellungnahme exklusiv in voller L&#228;nge:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Das sind  diese Domaingrabbervorw&#252;rfe &#8211; also wie das juristisch ist, wei&#223; ich  leider nicht so genau. Sonst finde ich mein Verhalten und meine  Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was  vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man  auch an das Schreiben von einem Blog eher journalismusm&#228;&#223;ig drangeht,  sich also &#252;berall bedient, wo man Quellen findet. Ideen gibt’s sowieso  nicht, nur Inspiration. Und mir ist es v&#246;llig egal, woher Leute die  Elemente ihrer ganzen Verschw&#246;rungstheorien nehmen, die Hauptsache ist,  wohin sie sie tragen. Von mir selber ist &#252;berhaupt nichts, ich selbst  bin schon nicht von mir (dieser Satz ist &#252;brigens von Helene Hegemann  geklaut) – ich habe das bloggen antrainiert gekriegt vor 2 Jahren und  trainiere mir jetzt immer noch Sachen und Versatzst&#252;cke an, aber mit  einer gr&#246;&#223;eren Stilsicherheit. Das sind Postings und Kommetare und auch  einfach bestimmte Trackbacks, die mich pr&#228;gen und weiterbringen in dem,  was ich &#228;u&#223;ern und vermitteln will, und da beraube ich total  schonungslos meine Freunde, Blogger, das ganze Internet und auch mich  selbst. Wenn da die komplette Zeit &#252;ber reininterpretiert wird, dass  das, was ich getan habe, eine Stellvertreterracheakt der Blogosph&#228;re f&#252;r  die Plagiate von Frau Hegemann ist, muss auch anerkannt werden, dass  ich mich freue, dass diese ganze Diskussion die Blogs auch weiter  gebracht hat in diesem Jahr und so. Also ich meine, dass die <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF5C3BCCE8BBA4BEB9A375B48BF06CD87~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> jetzt auf der  Titelseite des Feuilletons eine Lobhymne auf Blogs singt und ihre Leser  auffordert am besten selbst gestern damit angefangen zu haben, dass gabs letztes  Jahr noch nicht. Und die Blogs besch&#228;ftigen sich ja schon lang mit der  Abl&#246;sung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum  Kopieren und zur Transformation. Ich selbst habe die Aktion als „Spa&#223;“  bezeichnet, das ist sie auch, aber nur &#252;ber die Spa&#223; und Satire kommen  wir der Wahrheit nahe. Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den  Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und tr&#228;umen. Es gibt da  ziemlich viel, was mit meinen Gedanken korrespondiert und sich in mein  Gehirn einschreibt, dadurch aber gleichzeitig auch etwas komplett  anderes wird. Ich bin nur Untermieter in meinem eigenen Kopf. Hegemann,  von der ich insgesamt 2 Worte, ohne sie gro&#223; ver&#228;ndern zu m&#252;ssen,  regelrecht abgeschrieben habe, ist eine junge Schriftstellerin,  deren Buch einen Teil der alternativen Lebensweise, auf den Punkt  gebracht hat, und mit der ich &#252;ber das Domaingrabbing auch ein St&#252;ck  weit versuche, in Kommunikation zu treten. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=EwTZ2xpQwpA">Tay Zonday</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I1scwq7DhfI">Rick Astley</a>, <a href="http://http://icanhascheezburger.com/2007/09/12/copy-cat/">Lolcat</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ErMWX--UJZ4">Ukuleleboy</a> und alle meine Freunde aus dem Internet: Ich  versuche, deren Fragestellungen weiterzuf&#252;hren und mir selbst Antworten  zu geben. Trotzdem habe ich nat&#252;rlich einen legitimen Anspruch der Leute  nicht ber&#252;cksichtigt, weil mir die juristische Tragweite nicht bewusst  und ich, so leid es mir tut, total gedankenlos und egoistisch war. Und  obwohl ich meine Aktion und mein Prinzip voll und ganz verteidige,  entschuldige ich mich daf&#252;r, nicht von vorneherein alle Menschen  entsprechend gewarnt zu haben,<a href="http://www.buchmarkt.de/content/41393-axolotl-roadkill-helene-hegemann-und-ullstein-verlegerin-dr-siv-bublitz-antworten-auf-plagiatsvorwurf.htm?hilite=Hegemann"> deren Gedanken</a> ich hier auf die Schippe  nehme.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">F&#252;r mehr von netzfeuilleton.de<a href="http://twitter.com/netzfeuilleton"> folgt uns bei Twitter</a> und abonniert <a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton">den RSS-Feed</a>.<span style="color: #888888;"> Titelbild unter CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/brads365days/">bslavinator</a>.</span></p>
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		<title>&#8220;In letzter Zeit greif ich lieber zur RZ&#8221; &#8211; Was twittern einer Lokalzeitung bringt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 16:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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			</a>
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<p>Seine Kollegen denken wohl immernoch, dass er einfach zu viel Zeit habe, meint Christian Lindner bei der <a href="http://netzhocker-mz.blogspot.com/">Vortragsreihe &#8220;Das Leben im Netz&#8221;</a> an der Uni Mainz. Christian Lindner ist Chefredakteur der Rhein-Zeitung und spricht im Rahmen seines Vortrags &#252;ber &#8220;Das Schweizer Messer Web 2.0 &#8211; Die vielf&#228;ltigen Effekte von Twitter bei der Rhein-Zeitung&#8221;. Er ist seit dem 23.01.2009 als <a href="http://twitter.com/RZChefredakteur">@RZChefredakteur</a> auf Twitter unterwegs und z&#228;hlt damit bis heute zu den wenigen Chefredakteuren, die selbst Twittern.<br />
Warum er damit angefangen hat? Twitter ist f&#252;r ihn das optimale Medium f&#252;r Journalisten, die ja gewohnt sind sich kurz und pr&#228;gnant auszudr&#252;cken, damit ist auch die Zeichenbeschr&#228;nkung f&#252;r ihn kein Problem: &#8220;Ein erfahrener Journalist empfindet die 140 Zeichen geradezu als komfortabel.&#8221; Inzwischen hat seine Rhein-Zeitung &#252;ber 30 redaktionelle Twitter-Accounts, die insgesamt auf &#252;ber 12.000 Follower kommen<sup>1</sup>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/01/christianlindner.jpg" alt="Der @RZChefredakteur beim Twittern" /><br />
<span style="color: #888888;">Der @RZChefredakteur beim Twittern. Foto von <a href="http://senadpalic.de/">Senad Palic</a>, geschossen an einem der Followerabende. </span></p>
<p>Doch die Follower folgen nicht nur, sondern interagieren mit dem Medium. Christian Lindners Credo lautet n&#228;mlich: Pers&#246;nlich Twittern! Automatisierte Nachrichtenfeeds, wie sie bei den meisten Nachrichtenseiten noch State of the Art sind, kommen bei ihm nicht in Frage. Durch diese Ansprechbarkeit der einzelnen Autoren, Ressorts, und Regionalredaktionen ist es auch m&#246;glich, dass die Leser eigene Themen und Hinweise weiterleiten.</p>
<p>Der Journalist z&#228;hlt auf: Unf&#228;lle, Einbr&#252;che oder seltsame Unternehmenspleiten, auf viele Themen weisen die engagierten Follower hin und irgendwann verliert man den Glauben hier nur gesch&#246;nte Einzelf&#228;lle pr&#228;sentiert zu bekommen. Mehrere Themenhinweise am Tag bek&#228;me die Rhein-Zeitung inzwischen, erz&#228;hlt Lindner, und dabei ginge es keineswegs nur um solch triviale Geschichten. Auch der ein oder andere Tipp aus gro&#223;en regionalen Unternehmen und der Hinweis auf ein politisches Skand&#228;lchen auf Landesebene soll schon dabei gewesen sein. Whistleblowing via Twitter.<br />
Erstaunlich ist, dass hierbei nicht einmal auf Anonymit&#228;t Wert gelegt wird, sondern diese Hinweise von personalisierten Accounts kommen. Die Erkl&#228;rung findet Lindner leicht: &#220;ber Twitter geht der Kontakt schnell und einfach und die Leute haben Vertrauen zur Marke RZ.</p>
<p>Vor allem Menschen und Themen die man sonst nicht erreicht h&#228;tte w&#252;rde die Rhein-Zeitung so st&#228;rker ansprechen. Das Image der sonst als recht verstaubt geltenden Lokalzeitung profitiert davon. Die Abonnenten der Printzeitung sind im Schnitt 51 Jahre, 46% &#252;ber 50. F&#252;r eine Lokalzeitung normal, aber die Auflage schwindet. Noch seien die Zahlen zwar stabil, aber Lindner glaubt an ein weiteres Abnehmen der Abonnentenzahlen. Eines seiner Instrumente dagegen ist Twitter, hier erreicht die Zeitung j&#252;ngere Menschen und ein, der Zeitung sonst eher fernes, Klientel. Von dem bisherigen Erfolg dieses Weges zeugen zwar noch keine Eindeutigen Zahlen, <a href="http://twitter.com/reneguels/status/7374951815 ">aber</a> <a href="http://twitter.com/altherr/status/5766818344">einige</a> <a href="http://twitter.com/blattwerk/status/3401712877">Tweets</a>:</p>
<p><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/01/RZTwitter.jpg" alt="null" /></p>
<p>Umgekehrt ist der Rhein-Zeitung aber auch daran gelegen den eigenen Lesern Twitter n&#228;her zu bringen. So promotet die RZ, die eigenen Twitter-Accounts recht prominent<a href="http://rhein-zeitung.de/rztwitter/"> auf der eigenen Seite</a> &#252;bersichtlich aufgeteilt nach Region und Ressort. Und um neu Twitterern &#252;ber Startschwierigkeiten hinwegzuhelfen, empfehlen sie auch gleich<a href="http://rhein-zeitung.de/rztwitter/index1.html"> lesenswerte Twitterer aus der Region</a> und haben das Projekt der Twitterpaten ins Leben gerufen, die Neulinge beim Microbloggingdienst versprechen an die Hand zu nehmen. Au&#223;erdem veranstaltet die Rhein-Zeitung ab-und-zu Followerabend, bei denen einige Follower in die Redaktion eingeladen und herumgef&#252;hrt.</p>
<p>Fassen wir also zusammen, welche Vorteile hat die Rhein-Zeitung von Twitter:</p>
<ul>
<li> Image-Gewinn gerade bei J&#252;ngeren</li>
<li> Steigerung der Reichweite  (bei einer <a href="http://webevangelisten.de/soziale-netzwerke-als-linkgeber">Webevangelisten-Untersuchung</a> landete die RZ noch vor der Tagesschau)</li>
<li> Verst&#228;rkung der Blatt &#8211; Leserbindung</li>
<li>Kontakt zu den Lesern</li>
<li>Besseres Bild der eigenen Leser</li>
<li> Verf&#252;gbarkeit des Wissens vieler, Stichwort Crowdsourcing. So fragt die RZ bei bestimmten Themen immer mal wieder die Follower nach Mithilfe. Zum Beispiel bei der Frage nach besonders <a href="http://twitter.com/GixxerDavis/status/7399428454">kaputten Stra&#223;en</a> oder den <a href="http://rhein-zeitung.de/on/09/12/13/rlp/r/schnee/schnee.html">sch&#246;nsten Schneebildern</a>.</li>
<li> <a href="http://www.twitvid.com/3579B">Ehrliche Kritik</a> und direktes Feedback, sowie <a href=" http://twitter.com/Monte_Mare/status/7371684156">Fehlerhinweise.</a></li>
<li>Hinweise auf lokale Themen, die der Zeitung sonst vielleicht entgangen w&#228;ren.</li>
</ul>
<p>Das sind sicher keine neuen Erkenntnisse, und darauf h&#228;tte man auch mit etwas gesundem Menschenverstand von selbst kommen k&#246;nnen, aber die RheinZeitung tritt eben den Beweis an, dass an all den schlauen Tipps der zahlreichen <a href="http://twitter.com/tspe/status/6925126200">Social-Media Berater</a> auch ab und zu ein Funken Wahrheit dran ist. Wie hat die Rhein-Zeitung das geschafft?</p>
<p>Christian Lindner hat daf&#252;r eine klare Erkl&#228;rung: F&#252;r ihn mitentscheidend war, dass er als Chef damit angefangen hat und es so selbst in die Redaktion  hineingetragen hat und eben nicht zur Technikabteilung gegangen ist und gesagt hat &#8220;Macht mal was mit diesem Twitter.&#8221; Bei der Rhein-Zeitung twittern alle Redaktionsabteilungen selbst. Auf die Frage, wie denn die alt eingesessenen Redakteure auf die neue Aufgabe im Redaktionsalltag reagiert hat, sagte er, dass man niemanden zum Twittern gezwungen habe, man habe Ihnen das Werkzeug an die Hand gegeben und gesagt mach mal und wenn auf gefallen ist, dass jemand sich da zur&#252;ck h&#228;lt habe man angesprochen, wo die Probleme liegen. Bei den neu angekommenen <a href="http://twitter.com/RZVolontaere">Volont&#228;ren</a> besteht der Chef allerdings auf die Verwendung der Sozialen Dienste, schlie&#223;lich nutzen die meisten das auch privat selbstverst&#228;ndlich und k&#246;nnen das also auch gewinnbringend in die Redaktion einbringen.</p>
<p>Ob diesem Beispiel weitere Zeitungen folgen werden? Lindner ist sich sicher, dass Sie m&#252;ssen um an zuzk&#252;nftige Leser, &#252;ber welchen Verbreitungskanal auch immer sie dann die Zeitung konsumieren, &#252;berhaupt zu erreichen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2144" class="footnote">Man darf hier von einigen Doppel-Followings ausgehen</li></ol><script type="text/javascript">
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		<title>Sind wir reif f&#252;r eine neue Zeitung?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 00:27:09 +0000</pubDate>
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		</div>
<p style="text-align: left;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/12/bc84.jpg" alt="" /></p>
<p style="text-align: left;">Es herrscht wieder Aufbruchstimmung im Lande! Dieses Heilmittel in Krisenzeiten ist wie so oft den Medienmogulen des Axel Springer Verlags zu verdanken, die mit einer gro&#223; angelegten Marketingkampagne die Medienrevolution mit dem Relaunch von „<a href="http://www.facebook.com/weltkompakt">Welt Kompakt</a>“ in Gang setzen. Ganz Berlin ist zugepflastert mit den Plakaten und auch auf M&#252;nchens Werbetafeln so wie in anderen Gro&#223;st&#228;dten will man sie schon gesichtet haben, die h&#252;bschen Fotografien  mit ihren kessen Spr&#252;chen, die den versierten Internetnutzer in der anonymen Masse sofort entlarven sollen.</p>
<p>F&#252;hlt man sich angesprochen, etwa bei den Behauptungen, man melde seine Haustiere bei Facebook an oder brauche einen neuen Namen f&#252;r seine echten Freunde, wird auch gleich eine der elementarsten Fragen der neuen Zeitgeschichte gestellt, die <em>to be or not to be?</em> v&#246;llig in den Schatten stellt: Sind wir reif f&#252;r eine neue Zeitung? Ja oder nein? Ok oder Abbrechen?</p>
<p>Denn obwohl es gro&#223;es Vergn&#252;gen bereitet, in &#246;ffentlichen Verkehrsmitteln mobil online zu sein und dabei eingedeutschte <a href="http://www.youtube.com/watch?v=mG6sXLQwlJU">Bowie-Hits</a> zu tr&#228;llern, fehlte dem Anschein nach das geeignete Medium f&#252;r den Internets&#252;chtigen. Eine Zeitung kommt da wie gerufen. Wo sonst k&#246;nnte man die gestrigen Neuigkeiten, irgendwelche Tweets irgendwelcher Leute und Beschreibungen omin&#246;ser YouTube-Videos <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internet">sonst finden</a>?</p>
<p>Endlich ist sie nun also gef&#252;llt die L&#252;cke der Generation Upload. Seit diesem November haben sogar die verblassesten Nerds nun also einen Grund ans Tageslicht zu treten, um vor dem Kiosk Schlange zu stehen. Dort warten sie dann reihenweise auf ihre kompakte Welt, die nativen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8iLKjv2Sz04">Digitalis</a>.</p>
<p>Den Spot zur Kampagne gibt es hier und dem hat sich der <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/werber-parodiert-welt-kompakt-spot_100024816.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=424d919017">Werber Nerger</a> ebenfalls angenommen und gleich 4 Parodien davon ver&#246;ffentlicht:<br />
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		<title>Die neue Pandemie</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 10:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
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			</a>
		</div>
<p><center><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/11/c.jpg" alt="" /></center></p>
<p style="text-align: left;">Neben den Impfstoffen hat die Schweinegrippe einen weiteren Gegner gefunden. Gibt man den medialen Erg&#252;ssen der letzten Tage recht, scheint eine neue Pandemie ausgebrochen zu sein, die sich sehr gef&#228;hrlich ausbreitet. Hinter dem <a href="http://www.spreeblick.com/2009/11/11/zum-selbstmord-von-robert-enke/">Schicksal Robert Enkes</a> wird die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Depression">Depression</a> als neue Volkskrankheit entlarvt, &#252;ber der <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/ueber-enke-und-werther/">die Berichterstattung</a> trotz aller Sorgf&#228;ltigkeit gnadenlos stolpert.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2009/48/index">Die Zeit</a> nennt es „die versteckte Krankheit“ und erl&#228;utert wissenschaftliche Hinterg&#252;nde neben der Aufz&#228;hlung allerlei bekannter Pers&#246;nlichkeiten mit dieser Diagnose, die zum Teil im Suizid ihr Ende fanden. Beschm&#252;ckt sind die Buchstaben mit gro&#223;en Fotos von weiblichen Sch&#246;nheiten, die lethargisch gen Kameraobjektiv blicken. Auch <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/archiv/inhalt/inhalt.html?q=SP&amp;j=2009&amp;a=47">der Spiegel</a> hat sich dem Thema angeschlossen und erkl&#228;rt allerlei Parallelen zum Leben Robert Enkes. Der Konkurrent <a href="http://www.focus.de/magazin/archiv/jahrgang_2009/ausgabe_47/">Focus</a> kl&#228;rt nun ebenfalls &#252;ber das „Tabuthema“ auf und bildet den Nationaltorwart auf dem Cover ab. <a href="http://www.stern.de/magazin/heft/stern-nr-48-12112009-wie-robert-und-teresa-enke-das-glueck-des-lebens-suchten-1522779.html">Der Stern</a> will zus&#228;tzlich dabei helfen, „die stille Gefahr“ zu erkennen. Selbstmordstatistiken auf dunklem Hintergrund geben den Ton an.</p>
<p>Au&#223;erhalb der Medizin ist es nicht unumstritten die Depression als Krankheit zu verstehen. Zwar beruht sie auf der Basis der Biologie, besitzt aber nicht die Symptome einer typisch erkennbaren Krankheit. Viel mehr ist sie eine schwer definierbare Masse aus m&#246;glichen Merkmalen, die in verschiedenen Auspr&#228;gungen vorhanden ist. Von der phasenweisen tristen Laune bis zum tiefsten seelischen Schmerz l&#228;sst sie sich beschreiben, aber nicht pauschal erkl&#228;ren, wie es gerne verstanden wird. Es gibt Menschen, die an einer Depression leiden und sich davon befreien k&#246;nnen, w&#228;hrend andere ihr Leben lang mit diesem Begleiter zu recht kommen m&#252;ssen.</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/2009/11/17/uber-cobain-und-werther/">Den Freitod</a> daher schlicht mit der Depression zu begr&#252;nden, ist zu einfach. Der Todeswunsch ist vielleicht nicht selten Teil der Folge der Ausma&#223;e einer Depression, nicht aber der erkl&#228;rte Kontrollverlust, der derzeit medial als fremder Wille oder Hirnerkrankung gezeichnet wird. Man stirbt an einer Depression nicht so wie man an Krebs endet. Die psychischen Schmerzen stehen auf einer anderen Ebene, auch wenn einige der m&#246;glichen Symptome durchaus auch k&#246;rperliche Leiden hervorrufen k&#246;nnen. Gerade die Nennung verschiedener Ber&#252;hmtheiten zeigt im Durchschnitt, dass darunter vor allem solche fallen, die nicht f&#252;r Gedankenlosigkeit bekannt sind und ihren Schritt sicherlich nicht un&#252;berlegt beschlossen. Auch ist die Tatsache, dass mehr Frauen an Depressionen leiden, aber deutlich mehr M&#228;nner den Suizid w&#228;hlen, ein Widerspruch des typischen Krankheitstodes der neu ernannten Pandemie.</p>
<p>Schlie&#223;lich bef&#228;llt eine Depression die Gedanken und auch wenn sie aus chemischen Prozessen besteht, ist eine Reduzierung darauf eine zu einseitige Erkl&#228;rung. Ein depressiver Mensch versteht sich weitestgehend nicht als krank, sondern viel mehr als verloren, ausgebrannt, &#252;berfordert, vielleicht als sinnlos oder ersch&#246;pft vom Leben. Daher muss die Krankheit auch von der Gef&#252;hlswelt interpretiert werden, statt sie leichtfertig mit der Biologie zu erkl&#228;ren, weil sie so verkannt wird und dem Leidenden einen <a href="http://bild.de">d&#252;rftigen Stempel</a> aufdr&#252;ckt. So wie die Verliebtheit eigentlich auch nur Chemie ist, besitzt sie einen ganz anderen Wert im Bewusstsein der Menschen. Mitnichten also ist die Depression nur eine  Krankheit, sondern ein Teil eben des Bewusstseins des Betroffenen.</p>
<p>Foto: &#8220;<a href="http://www.flickr.com/photos/hamed/524551091/">Oh Tomorrow I&#8217;m Alone &#8230;</a>&#8220;, <a href="http://www.flickr.com/photos/hamed/">Hamed Saber</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">cc</a></p>
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		<title>Riesen Display, unendliche Akkulaufzeit, Bl&#228;ttern statt scrollen</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 14:54:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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<p>Ich wei&#223;, wir sind ein Feuilleton, trotzdem muss ich jetzt nochmal &#252;ber ein gadget bloggen. Das ding ist der Hammer: Super Flach, riesen Display, undendliche Akkulaufzeit und alle News kommen per Flatrate. Wie geil ist das denn??!   [<a href="http://www.aptgetupdate.de/2009/11/07/ohne-worte-wie-geil-ist-das-denn/">via</a>]</p>
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