<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>netzfeuilleton.de &#187; Gesellschaft</title>
	<atom:link href="http://netzfeuilleton.de/category/bewegung/gesellschaft/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://netzfeuilleton.de</link>
	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
	<lastBuildDate>Tue, 07 Feb 2012 08:15:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Der Fall Wulff &#8211; Rechtsweg ausgeschlossen</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2012/01/der-fall-wulff-rechtsweg-ausgeschlossen/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2012/01/der-fall-wulff-rechtsweg-ausgeschlossen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 09:49:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Greußel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ausgeschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[bundespräsident]]></category>
		<category><![CDATA[moral]]></category>
		<category><![CDATA[rechtsweg]]></category>
		<category><![CDATA[wulff]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3691</guid>
		<description><![CDATA[Mit den Worten „Inhaltsfreier, w&#252;rdeloser Bundespr&#228;sidentendarstellerazubi“ wird zur aktuellen Stunde vor dem Schloss Bellevue gegen unser Staatsoberhaupt gewettert. Unter dem Motto „Wulff den Schuh zeigen“ hat hier nach arabischem Vorbild jeder die M&#246;glichkeit, Herrn Wulff seine pers&#246;nliche Missachtung zum Ausdruck zu bringen. Zwar mag das verfassungskonform sein, doch der Sinn erschlie&#223;t sich nicht so recht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- AdSense Now! V2.00 -->
<!-- Post[count: 3] -->
<div class="adsense adsense-leadin" style="text-align:center;margin: 12px;"><p><script type="text/javascript"><!--
google_ad_client = "pub-9538542782232184";
/* 468x15, Erstellt 22.06.10 */
google_ad_slot = "2065701619";
google_ad_width = 580;
google_ad_height = 15;
//-->
</script>
<script type="text/javascript"
src="http://pagead2.googlesyndication.com/pagead/show_ads.js">
</script> </p></div><p><strong>Mit den Worten „Inhaltsfreier, w&#252;rdeloser Bundespr&#228;sidentendarstellerazubi“ wird zur aktuellen Stunde vor dem Schloss Bellevue gegen unser Staatsoberhaupt gewettert. Unter dem Motto „Wulff den Schuh zeigen“ hat hier nach arabischem Vorbild jeder die M&#246;glichkeit, Herrn Wulff seine pers&#246;nliche Missachtung zum Ausdruck zu bringen. Zwar mag das verfassungskonform sein, doch der Sinn erschlie&#223;t sich nicht so recht. Weshalb wird hier demonstriert? Wie berechtigt sind diese Demonstrationen? <em>Ein Kommentar</em></strong></p>
<p>Im Jahr 2009 lief ein <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,611783,00.html">ganzes Dorf Sturm</a>: Ein Vergewaltiger, der sich nach verb&#252;&#223;ter Haftstrafe in Heinsberg bei Aaachen niedergelassen hatte, um ein neues Leben zu beginnen, wurde „Opfer“ einer Kampagne der B&#252;rger gegen ihn. Bemalte Plakate und Bettlaken wurden hoch gehalten und sein Gesicht konnte er in den umliegenden Gesch&#228;ften und an Bushaltestellen begutachten. W&#228;hrend hier noch „zugute“ gehalten werden k&#246;nnte, dass der Herr ja tats&#228;chlich verurteilter Straft&#228;ter war, ist dies bei Herrn Wulff nicht der Fall. Zwar ist dies vielfach von Vertretern aus Politik, Presse und Wirtschaft zu h&#246;ren, doch Christian Wulff hat sich (noch) nicht strafbar gemacht. Bis zur endg&#252;ltigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung. Wer also meint, Herr Wulff habe sich in irgendeiner Weise strafbar gemacht, hat selbstverst&#228;ndlich die M&#246;glichkeit, gegen diesen Strafanzeige zu erstatten. Dar&#252;ber hinaus k&#246;nnen der Bundesrat und Bundestag eine Pr&#228;sidentenanklage vor dem Bundesverfassungsgericht anstrengen. Doch weil das alles sehr m&#252;hsam ist, lange dauert und vermutlich kaum von Erfolg gekr&#246;nt sein wird, kann man sich nat&#252;rlich auch auf seine Pressefreiheit bzw. sein Versammlungsrecht berufen und selbst ein Urteil f&#228;llen: Wenigstens moralisch hat Wulff sich „strafbar“ gemacht, auf jeden Fall muss er daher zur&#252;cktreten. Und wenn nicht das, ist er Bundespr&#228;sident auf Bew&#228;hrung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, das Urteil ist gesprochen.</p>
<p>In was f&#252;r einem Land leben wir eigentlich, mag so mancher B&#252;rger denken und sich dabei die Haare raufen. Hat ein Bundespr&#228;sident, der so vehement auf sein Pers&#246;nlichkeitsrecht pocht wie Herr Wulff, &#252;berhaupt eine Chance, zu bestehen? Sollte dies zutreffen, dass die BILD beabsichtigte, h&#246;chst pers&#246;nliche und intime Details &#252;ber Wulffs Privatleben zu ver&#246;ffentlichen – was nun wirklich nicht das erste Mal in der Geschichte dieses Verlages w&#228;re – w&#228;re es absolut in Ordnung, wenn dieser versucht, das zu unterbinden. Auch die Presse hat pers&#246;nliche Grenzen zu achten. Tut sie das nicht, kann ein Strafantrag folgen, und die Ank&#252;ndigung eines Strafantrages ist keine Drohung. Das ist das gute Recht eines jeden Staatsb&#252;rgers. Dass er dar&#252;ber hinaus im Vorhinein versucht, eine solche Berichterstattung, die seine Privatsph&#228;re tief verletzt, zu verhindern, ist ebenfalls in Ordnung. Genau dies wird Wulff aber wiederum zum Verh&#228;ngnis: Von einer Missachtung der Meinungs- und Pressefreiheit ist die Rede. Und wie k&#246;nne der oberste Mann unseres Staates, der nicht einmal das Grundgesetz achtet, denn noch l&#228;nger im Amt bleiben? Egal wie Wulff sich verh&#228;lt, es ist fast aussichtslos und er kann es nur falsch machen. Wer B&#246;ses im Sinn hat, kann dies ein bisschen als Kochrezept f&#252;r die Entfernung ungeliebter Politiker begreifen: Eine Prise zu pers&#246;nliche Berichterstattung, ein Essl&#246;ffel Verhinderung der Ver&#246;ffentlichung, ein Schuss &#8220;Aber meine Grundrechte!!!&#8221; und schon haben wir den Salat. So wichtig die Rolle der Medien in der Demokratie auch sein mag, so viel Macht d&#252;rfen sie nicht haben. Doch genau diese Macht nehmen sich manche einfach, und ob man die BILD hier guten Gewissens ausnehmen darf, bleibt zu bezweifeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was in den Medien nicht existiert, gibt es nicht</strong></p>
<p>Dazu kommt ein Effekt, der in unserem Land leider weit verbreitet ist und immer wieder und zu Recht zu Unmut bei betroffenen Beteiligten f&#252;hrt: Ein Problem, das in den Medien nicht existiert, gibt es nicht. Dementsprechend gibt es nur, was in den Medien bzw. weiter gefasst im &#246;ffentlichen Bewusstsein existiert. Dies kann man sich zwar zunutze machen, doch kann auch zum Verh&#228;ngnis werden. Und dort liegt auch die starke Parallele zwischen der Anti-Vergewaltiger- und der Anti-Wulff-Demo. Wenn einer anf&#228;ngt, einen Stein zu werfen, machen alle mit. Nicht selten f&#252;hrt das fast zu Pogromstimmung, begr&#252;ndet durch die Versammlungs- und Meinungsfreiheit, wie in diesen beiden F&#228;llen. Wulff befindet sich in einem Kreuzverh&#246;r, das teilweise an Absurdit&#228;t kaum zu &#252;berbieten ist. Kostenlose &#220;bernachtungen bei Freunden werden ihm <a href="http://www.youtube.com/watch?v=d2IymCuxmjQ">negativ vorgehalten</a>. Er hat pl&#246;tzlich Fragen zu beantworten, wer seine erste Hochzeit bezahlt hat und wer seine zweite, ob er Unterhalt f&#252;r seine Mutter bezahlt hat und welche Kleider seiner Frau geliehen waren. Beantwortet er sie nicht, hat er selbstverst&#228;ndlich etwas zu verheimlichen. Nun w&#252;rde sogar der ein oder andere Wulff-Kritiker einsehen, dass letztere Fragen l&#228;cherlich und zu privat sind. Doch wer entscheidet, was Wulff der &#214;ffentlichkeit preisgeben muss und was nicht? Schon scheiden sich wieder die Geister und der Willk&#252;r sind einmal mehr T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet.</p>
<p>Dabei k&#246;nnte dies jedem Politiker „passieren“, ob berechtigt oder nicht. Auf die gleiche Art und Weise wurden Horst K&#246;hler und Karl-Theodor zu Guttenberg aus dem Amt bef&#246;rdert, und genauso k&#246;nnte man beispielsweise mit Angela Merkel, Frank-Walter Steinmeier und Guido Westerwelle verfahren. Es ist nicht so wichtig, ob sich nun jemand etwas zu Schulden hat kommen lassen oder nicht, der Anschein gen&#252;gt. Und der Anschein kann auch einfach medial hergestellt sein. Da kann sich fast gl&#252;cklich sch&#228;tzen, wer gerade nicht negativ im Mittelpunkt der Medien steht. Denn was in den Medien nicht existiert, gibt es nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Peinlich f&#252;r das ganze Land</strong></p>
<p>Es mag sein, dass es auch Herr Wulff nicht immer 100 % genau mit der Legalit&#228;t oder – weil es darum ja eigentlich geht – Legitimit&#228;t genommen hat. Es mag sein, dass der Anruf bei Herrn Diekmann irgendwie dumm und ungeschickt war. Und es mag sein, dass nicht jeder mit allem einverstanden ist, was er tut und getan hat. Doch wer ernst zu nehmende Einw&#228;nde gegen Herrn Wulff als Bundespr&#228;sident, Politiker oder einfach nur Mensch hat, kann das Gericht anrufen. Dies steht jedem frei. Dies ist die angemessene Art und Weise, in einem Rechtsstaat, der die W&#252;rde des Menschen als h&#246;chstes Rechtsgut im Grundgesetz verankert hat, mit m&#246;glichen Rechtsverst&#246;&#223;en umzugehen. Das derzeitige Vorgehen jedenfalls ist peinlich, nicht nur f&#252;r Christian Wulff und Kai Diekmann, sondern f&#252;r das ganze Land.</p>
<p>Vielleicht sollten wir uns endlich mal wieder Themen widmen, die wirklich wichtig f&#252;r unser Land sind. Weihnachten ist zwar schon ewig, aber erst zwei Wochen her. Damals sagte Wulff selbst, <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/12/111225-Weihnachtsansprache.html">was wichtig ist</a>: „Europa ist unsere gemeinsame Heimat und unser kostbares Erbe. Es steht f&#252;r die gro&#223;en Werte der Freiheit, der Menschenrechte und der sozialen Sicherheit. … In unserem Land gibt es aber keinen Platz f&#252;r Fremdenhass, Gewalt und politischen Extremismus. … Wir schulden uns allen Wachsamkeit und die Bereitschaft, f&#252;r unsere Demokratie und das Leben und die Freiheit der Menschen in unserem Land einzustehen.“ Dies gilt nicht nur f&#252;r den Umgang mit den Taten der Zwickauer Terrorzelle, sondern auch mit den Pers&#246;nlichkeitsrechten unserer Mitmenschen. Egal, ob dies nun den Partner, den Nachbarn oder eben den Bundespr&#228;sidenten betrifft. Das f&#228;ngt im Alltag und Kleinen an und h&#228;ngt von jedem einzelnen ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Titelbild: (c) Gerd Altmann / pixelio.de</em></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3691&amp;md5=0838e5f4be1e47566ef506974c9b5572" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2012/01/der-fall-wulff-rechtsweg-ausgeschlossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zukunft der Medien</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2012/01/zukunft-der-medien/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2012/01/zukunft-der-medien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 14:44:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3677</guid>
		<description><![CDATA[Die Zukunft der Medien - wann findet sie statt? Wie wird sie aussehen? Das Netzfeuilleton l&#228;dt zur Diskussion ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir diskutieren <a title="Diskussion Netzfeuilleton Zukunft der Medien" href="http://netzfeuilleton.de/2011/12/medienlandschaft-der-zukunft-was-glaubt-ihr/">hier im Netzfeuilleton</a> ja gerade &#252;ber die Zukunft der Medien. Es wird aufgerufen, die eigene Meinung zu mitzuteilen.</p>
<h4>Zukunft</h4>
<p>Wann ist die Zukunft? Ist sie morgen? In zehn Jahren, in f&#252;nfzig oder hundert? In einer kurzen Zeitspanne kann sich viel ver&#228;ndern, das auch den aufmerksamsten Beobachtern entgeht. Ich bezweifle, dass ich Anfang des letzten Jahrhunderts an eine Mondlandung geglaubt h&#228;tte. Ich bezweifle, dass ich in den 90ern an Arnold Schwarzenegger als amerikanischen Politiker geglaubt h&#228;tte. Ja, trotz Martin Luther King war der Sieg Obamas f&#252;r mich vollkommen &#252;berraschend. Die Geschichte verl&#228;uft nach keinen Mustern, die ich verstehen kann. F&#252;r mich ist sie trotz aller hierarchischen Modelle, die unsere menschlichen Gesellschaften st&#252;tzen etwas vollkommen anarchisches. Die Sch&#246;nheit liegt in der Ungewissheit des Blickes in die Zukunft.</p>
<h4>Medien</h4>
<p>Ob Blogs, Zeitungen oder bemalte H&#246;hlenw&#228;nde, die Gemeinsamkeit besteht darin, dass ein Sch&#246;pfer und Betrachter notwendig sind. <a class="simple-footnote" title="Wobei Sch&#246;pfer und Betrachter ein und die selbe Person sein k&#246;nnen. Nach allem, was bekannt ist, hat beispielsweise Henry Darger seine Kunst nur f&#252;r sich selbst erschaffen." id="return-note-3677-1" href="#note-3677-1"><sup>1</sup></a> Mit dem Internet sind viel mehr Sch&#246;pfer hinzugekommen, aber das bedeutet nicht, dass jede Stimme geh&#246;rt wird. Es ist immer noch alles wie bisher: die Prominenz zieht die neue Prominenz heran. Ver&#228;ndert haben sich aber die Figuren in manchen Branchen: ein neues Techblog hat mehr von einem Link als von einem abgedruckten Artikel in irgendeiner Chip oder PCgo <a class="simple-footnote" title="Falls letztere eigentlich noch existiert. Wie viel Geld ich f&#252;r vermeintliche Windows-Beschleunigungs-Programm-CDs ausgegeben habe…" id="return-note-3677-2" href="#note-3677-2"><sup>2</sup></a> Aber das ist nicht &#252;berall so, in den meisten Bereichen entsteht Relevanz immer noch bei den &#8220;herk&#246;mmlichen Medien&#8221;. Wikileaks beispielsweise wurde erst wirkliche Aufmerksamkeit geschenkt, als sie mit Spiegel, Guardian und New York Times kooperierten.</p>
<p>Die Macht der Leitfiguren, die man gerne auch als &#8220;die Medien&#8221; bezeichnet, wird sich vielleicht verschieben, sie wird anderen in die H&#228;nde fallen. Das wird sich mit einem anderen Trend verbinden, der in den Vereinigten Staaten bereits zu sp&#252;ren ist. <em>Opinion Leaders</em> haben mehr Aufmerksamkeit als Berichterstattung, der Erfolg von Fox News &#8211; immerhin meist gesehener Nachrichtensender in den USA &#8211; beruht auf Figuren wie Bill O&#8217;Reilly und Glenn Beck. Sie sind die neuen M&#228;chtigen und nicht nur im Bereich der Politik: Oprah Winfreys &#8220;Book Club&#8221; hat die Bestsellerlisten bestimmt. Es gibt kaum Zweifel daran, dass das Internet hier in Konkurrenz tritt, jeder kann nun einen Buchclub er&#246;ffnen. Die Herausforderung der alten Prominenz wird es sein, einen Platz im Internet zu finden. Wahrscheinlich werden so manche Namen verblassen und v&#246;llig neue entstehen. <a class="simple-footnote" title="Versucht wird es schon sehr deutlich: Als Conan O&#8217;Brien seine Show auf NBC verlor, versuchte er mit seinem &#8220;Team Coco&#8221; im Internet eine Gefolgschaft zu finden. Bei einem seiner Late Night Host-Kollegen, Craig Ferguson, ist die Lesung von Tweets l&#228;ngst Teil der Show." id="return-note-3677-3" href="#note-3677-3"><sup>3</sup></a></p>
<h4>Internet</h4>
<p>Der wirkliche Unterschied zwischen damals und heute ist vielleicht die B&#252;ndelung des Angebots. Eine Zeitung hat eine Auswahl an Artikeln, ein Fernsehsender hat eine Auswahl an Sendungen. Das Internet aber wird in H&#228;ppchen genossen, etwas hiervon und etwas davon. Man h&#246;rt ein Lied, kein Album mehr. Man liest einen Artikel und nicht die ganze Zeitung. Wer der Metapher zum Ursprung folgt, entdeckt auch Parallelen: Fast Food ist Gegenwart. Diese Unmengen aber sind kaum zu bew&#228;ltigen und das bedeutet, dass Filter kommen werden, das Wort Personalisierung wird eine ganz andere Bedeutung einnehmen und es wird viele B&#252;cher geben, die Kritik &#252;ben werden.</p>
<p>Der Schritt ins Internet ist in meinen Augen kaum zu &#252;berwinden. Fernseher werden irgendwann nur noch mit Lan-Kabel verbunden sein. Vielleicht gehen die verschiedenen Medienriesen Partnerschaften ein, nachdem man irgendwann vor der unkontrollierten Vervielf&#228;ltigung kapituliert hat. Vielleicht sieht man irgendwann nicht mehr die Tagesschau bei der ARD, sondern einfach die Tagesschau und die ARD nimmt nur noch die Rolle der Produktionsfirma ein. Bereits jetzt sind Dank der Onlineangebote die Zuschauer der <a href="http://dailyshow.com">Daily Show</a> oder von <a href="http://www.southpark.de/">South Park</a> nicht zwangsl&#228;ufig Comedy Central-Zuschauer.</p>
<p>Eine solche Ver&#228;nderung aber w&#252;rde Standards bedeuten. Die gibt es bis heute noch nicht, Mediatheken sind einfach nur Internetseiten und sie funktionieren nicht alle gleich. Die Gegenwart verdeutlicht wie sehr Formate gegeneinander k&#228;mpfen <a class="simple-footnote" title="Dahinter steckt ja sehr sehr viel Geld. Interessant ist beispielsweise die fortlaufende Geschichte um den H.264 Codec." id="return-note-3677-4" href="#note-3677-4"><sup>4</sup></a>. Zur Zeit ganz gut bei den E-Readern zu beobachten. Vielleicht gibt es irgendwann eine Einigung wie sie auch bei VHS, DVD oder MP3 getroffen wurde. Verhandlungen aber f&#252;hren nicht immer zu einem Kompromiss, wohlm&#246;glich gibt es in der Zukunft viele verschiedene Angebote und das Konzept des Kanals bleibt bestehen, ziemlich sicher aber wird sich die zeitliche Beschr&#228;nkung ver&#228;ndern. <a class="simple-footnote" title="Es wird hier sehr deutlich wie sehr all das allerdings an Verhandlungen oder gar Gesetzen gebunden ist. Es m&#252;sste sich hierzulande einiges &#228;ndern, damit die Tagesschau ihr Angebot nicht auf ein paar Wochen limitieren m&#252;sste. Das Lizenzrecht zeigt ja anhand des Streits zwischen GEMA und YouTube, dass eine Vers&#246;hnung an Geld oft scheitert. Ein weiterer Aspekt bei den Lizenzrechten in der Musik ist deren strikte Limitierung. Wer Scrubs auf DVD kauft, bekommt beispielsweise die Musik aus dem Fernsehen zu h&#246;ren, bei Netflix allerdings mussten einige Songs ausgetauscht werden. Ein Teil des k&#252;nstlerischen Werks wird also ver&#228;ndert, um keine Gesetzesbr&#252;che zu riskieren. Ein weiteres Beispiel, dass ich gerne w&#228;hle ist die tolle Sendung Cold Case - aufgrund von Musiklizenzen ist die Sendung bisher nicht auf DVD erschienen. Wer die Folgen also sehen wollte, bevor CBS einige von ihnen online stellte, musste entweder auf Wiederholungen im Fernsehen warten oder auf andere Quellen zur&#252;ckgreifen." id="return-note-3677-5" href="#note-3677-5"><sup>5</sup></a></p>
<h4>Physis</h4>
<p>Die Neue Z&#252;richer Zeitung wurde 1780 gegr&#252;ndet. Das ist &#252;ber 200 Jahre her und das Format der Zeitung existierte trotz Fernsehen und Teletext. Das aber lag einfach daran, dass diese Technologien der Zeitung nicht das Wasser reichen konnten. Mit dem Internet aber &#228;ndert sich dies und so war der Lauf der Dinge stets. Als die Fotographie Einzug hielt, h&#246;rten die Maler auf realistische Bilder anzufertigen. In den Fokus r&#252;ckten nun die Werke, die <a title="Expressionismus Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Expressionismus">die Wirklichkeit andersartig</a> wiedergaben. Die Kunst starb also nicht aus, sie nahm aber eine andere Wendung. &#8220;Print&#8221; wird auch nicht sterben, allerdings werden auch Traditionsbl&#228;tter irgendwann aufh&#246;ren, Tageszeitungen zu drucken. Denn es wird sich schlicht nicht mehr lohnen.</p>
<p>Die Frage ist, ob das Format der Zeitung &#8211; geb&#252;ndelte Information &#8211; ausstirbt und die Nachrichtenseiten wie sie heute bekannt sind, die Entwicklung fortschreiten. Wie viele Menschen w&#228;ren bereit f&#252;r diese B&#252;ndelung und Exklusivtexte zu bezahlen? Oder wird Geld auf eine andere Weise verdient? Bevor diese Frage &#252;berhaupt so eine Relevanz einnehmen kann, muss klar sein, woher eine solche Zeitung bezogen wird. Auch hier geht es um Standards. Das World Wide Web hat mit HTML und dem Browser die M&#246;glichkeit geschaffen, Inhalte zu lesen. Wer allerdings heutzutage eine Zeitung auf dem iPad kauft, hat sie erstens nicht gleichzeitig auf einem anderen Ger&#228;t und besitzt au&#223;erdem nicht die identische Publikation. Die meisten Zeitungen sind Apps und haben mit einer Zeitung der Zukunft weniger gemein als mit der <a title="Multimedia CD" href="http://en.wikipedia.org/wiki/CD-i">Multimedia CD</a> der 90er Jahre.<br />
Gebraucht wird hier also weiterhin eine Vorgabe, ein Format etwa und letztlich eine Art Kiosk, der die verschiedenen Zeitungen anbietet. Das aber wird auch andere Probleme mit sich ziehen, die Bild zensiert beispielsweise die Fotos ihrer entkleideten und haupts&#228;chlich weiblichen Models ihrer iPad-Ausgabe und was ist mit Zeitungen wie die &#8220;Jungen Freiheit&#8221;? Werden sie in so einer Welt &#252;berhaupt Zugang finden?</p>
<p>Traditionsbl&#228;tter wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung werden ausharren wie sie sich damals lange weigerten, ein Farbfoto auf die Titelseite zu drucken oder sich der Rechtschreibreform anzupassen. Die Wochenzeitung wird vielleicht auch eine lange Zeit gedruckt werden. Musik und Geschriebenes ist nicht identisch. Die Kunden von Buchklassikern werden vielleicht weiterhin auf etwas gedrucktes bestehen und bestimmte Ver&#246;ffentlichungen, Kunstb&#252;cher etwa wird es sicherlich noch eine lange Zeit in gedruckter Form geben. Doch nach einigen Generationen k&#246;nnte der Wechsel ins Digitale vollzogen sein.</p>
<p>Print w&#228;re dann nicht tot, aber bereits heute sehen wir immer mehr Flachbildschirme wo fr&#252;her Plakate hingen. Gedrucktes h&#228;tte sicher seine Renaissance, sicher auch st&#228;rker als die Vinyl-Platte und sie h&#228;tte einen Platz wie sie noch lange einen wichtigen Platz haben wird. Aber vielleicht nicht ewig wie heute. <a class="simple-footnote" title="Das Leben ohne Papierkram aber halte ich f&#252;r einen Mythos. Es wurde mit Computern nicht weniger Papier verschwendet sondern sehr viel mehr &#8211; und die B&#252;rokratie w&#228;chst statt zu schrumpfen." id="return-note-3677-6" href="#note-3677-6"><sup>6</sup></a></p>
<p><strong>Geld</strong></p>
<p>Es gibt Leute wie <a title="Jeff Jarvis Blog" href="http://www.buzzmachine.com/2012/01/02/so-much-for-the-penny-press/">Jeff Jarvis</a>, die vermuten, dass etwa Zeitungen nicht unbedingt durch Journalismus Geld verdienen m&#252;ssen, sondern mit den Gewinnen diesen finanzieren. Auf diese Weise finanzieren sich heute nat&#252;rlich die allermeisten Blogger, man arbeitet und finanziert das Blog mit. Es gibt nur wenige Blogs, die bisher anderweitig existieren. Dienste wie <a href="http://flattr.com">Flattr</a> oder <a title="Kachingle" href="http://kachingle.com/">Kachingle</a> haben den Massenmarkt nicht &#252;berzeugt. Jemand wie <a title="Tim Pritlove Blog" href="http://tim.geekheim.de/2012/01/05/dr203-podcasting-teil-2/">Tim Pritlove</a> mag mit Flattr seinen Lebensunterhalt bestreiten k&#246;nnen, das aber h&#228;ngt damit zusammen, dass sein Publikum ein speziell technisches ist.</p>
<p>Im oben genannten Beitrag wird <a title="Schwarzkopf" href="http://www.schwarzkopf.de/sk/de/home.html">Schwarzkopf</a> angesprochen, die aus ihrer Internetseite mehr Informationsportal als Produktseite gemacht haben. Die Frage ist nat&#252;rlich wie objektiv ein Unternehmen &#252;ber diese Themen berichten kann, f&#252;r die es Produkte anbietet. Selbst wenn Schwarzkopf sich als investigatives Beispiel herausstellen sollte, bedeutet dies nicht, dass sich Nachfolger genauso korrekt verhalten. Wenn eine Zeitung, wie Jarvis &#252;berlegte, Produkte anbietet um den Journalismus zu bezahlen, wird sich immer die Frage stellen, wie sehr die eigene Pressefreiheit darunter leidet. Im erw&#228;hnten Beitrag wird auch angef&#252;hrt, dass einige Unternehmen nur Werbung buchen, um Druck auf die Zeitungen auszu&#252;ben.</p>
<p>Die Unabh&#228;ngigkeit ist aber eine deutlicher Faktor, denn die <em>Opinion Leaders</em> sind nicht f&#252;r die Berichterstattung zust&#228;ndig. Sie reisen nicht zu den Kriegen, sondern erz&#228;hlen, was sie von ihnen halten. Auf diese Weise gibt es aber keine neuen Informationen. Vielleicht wird also Crowdfunding eine gr&#246;&#223;ere Rolle spielen. Das <a title="Common Language Project" href="http://clpmag.org/">Common Language Project</a> etwa hat die letzte Reportage in Syrien, der T&#252;rkei und dem Irak mithilfe von <a href="http://www.kickstarter.com/projects/1671881452/stumbling-towards-damascus">Kickstarter.com</a> finanziert. <a class="simple-footnote" title="Interessant ist, dass CLP weit weniger Leser hat als genannte &#8220;Opion Leaders&#8221;. Die Seite finanziert sich au&#223;erdem nicht durch Werbung, sondern allein durch Spenden." id="return-note-3677-7" href="#note-3677-7"><sup>7</sup></a> Wenn f&#252;r Journalismus auf diese Weise bezahlt wird, steigert das allerdings die Qualit&#228;t? Werden es immer f&#228;hige Menschen sein, die bestimmte Gebiete bereisen? Wie kann sicher gestellt werden, dass es keine Spender gibt, die Einfluss nehmen?</p>
<p>Es wird stets Journalisten geben, wie es Musiker gibt und Maler, obwohl die Wahrscheinlichkeit auf ein Leben in Reichtum nicht besonders gro&#223; ist. Wikileaks entstand nicht mit dem Wunsch Millionenbetr&#228;ge mit Spenden zu verdienen. Diese Sachen werden nicht verschwinden, wenn das Geld knapper wird. Sch&#246;pfer werden nicht aussterben. Ein Sch&#246;pfer muss kreieren. Etwas anderes bleibt ihr nicht &#252;brig.<br />
Wahrscheinlich &#228;ndern sich aber bestimmte Wege der Finanzierung. Vielleicht wird es Zusch&#252;sse geben wie es sie von der Filmf&#246;rderung gibt. Vielleicht werden gro&#223;e Unternehmen wie Google oder Microsoft (Microsoft ist ja schon an MSNBC beteiligt) Geldgeber sein. Lange finanzierte Google YouTube ja ohne dabei etwas zu verdienen und die Seite ist vielleicht <em>das</em> Aush&#228;ngeschild der medialen Ver&#228;nderung. <a class="simple-footnote" title="MTV Deutschland etwa floh ins PayTV. Doch selbst dort ist es nicht vor YouTube sicher." id="return-note-3677-8" href="#note-3677-8"><sup>8</sup></a></p>
<p><strong>Unsinn</strong></p>
<p>Aber die Zukunft ist ungewiss und diese &#8220;Erkenntnis&#8221; ist wichtiger als diese Abs&#228;tze. Die Medien wie sie hier existieren, sind nicht die Medien wie sie in &#196;thiopien, Marokko oder dem Kosovo existieren. Morgen k&#246;nnte eine Krieg ausbrechen, der uns alle betrifft. Vielleicht &#228;ndern sich die Bedingungen des Internets, vielleicht platz die Startupblase, vielleicht gibt es den ersten gro&#223;en Daten-GAU, der diesen Namen wirklich verdient hat. Wer wei&#223; das schon? Die Medien sind menschliche Sch&#246;pfungen. So lange Menschen existieren, wird es sie geben. Das ist die einzige Konstante der Zukunft <a class="simple-footnote" title=", glaube ich." id="return-note-3677-9" href="#note-3677-9"><sup>9</sup></a>.</p>
<p><small><span style="color: #999999;">Dieses Bild ist von <a href="http://theblogformelyknownasbrummkreisel.wordpress.com/"><span style="color: #999999;">Brummkreiseling</span></a>. Er hat mir die Benutzung vor einer Weile erlaubt.</span></small></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3677&amp;md5=89bee0d57d3d9067fcc78b0bd3e3e365" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p><div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3677-1">Wobei Sch&#246;pfer und Betrachter ein und die selbe Person sein k&#246;nnen. Nach allem, was bekannt ist, hat beispielsweise <a title="Henry Darger Art Brut Artist" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_Darger">Henry Darger</a> seine Kunst nur f&#252;r sich selbst erschaffen. <a href="#return-note-3677-1">&#8617;</a></li><li id="note-3677-2">Falls letztere eigentlich noch existiert. Wie viel Geld ich f&#252;r vermeintliche Windows-Beschleunigungs-Programm-CDs ausgegeben habe… <a href="#return-note-3677-2">&#8617;</a></li><li id="note-3677-3">Versucht wird es schon sehr deutlich: Als Conan O&#8217;Brien seine Show auf NBC verlor, versuchte er mit seinem &#8220;Team Coco&#8221; im Internet eine Gefolgschaft zu finden. Bei einem seiner Late Night Host-Kollegen, Craig Ferguson, ist die Lesung von Tweets l&#228;ngst Teil der Show. <a href="#return-note-3677-3">&#8617;</a></li><li id="note-3677-4">Dahinter steckt ja sehr sehr viel Geld. Interessant ist beispielsweise die fortlaufende Geschichte um den <a title="H.264 Codec" href="http://en.wikipedia.org/wiki/H.264/MPEG-4_AVC">H.264</a> Codec. <a href="#return-note-3677-4">&#8617;</a></li><li id="note-3677-5">Es wird hier sehr deutlich wie sehr all das allerdings an Verhandlungen oder gar Gesetzen gebunden ist. Es m&#252;sste sich hierzulande einiges &#228;ndern, damit die Tagesschau ihr Angebot nicht auf ein paar Wochen limitieren m&#252;sste. Das Lizenzrecht zeigt ja anhand des Streits zwischen <a title="Gema und YouTube" href="http://www.spreeblick.com/2011/11/25/youtube-gema-ein-appell-mit-bitte-um-unterstutzung/">GEMA und YouTube</a>, dass eine Vers&#246;hnung an Geld oft scheitert. Ein weiterer Aspekt bei den Lizenzrechten in der Musik ist deren strikte Limitierung. Wer Scrubs auf DVD kauft, bekommt beispielsweise die Musik aus dem Fernsehen zu h&#246;ren, bei <a title="Netflix different Scrubs Songs" href="http://www.reddit.com/r/netflix/comments/h58sc/scrubs_music/">Netflix allerdings</a> mussten einige Songs ausgetauscht werden. Ein Teil des k&#252;nstlerischen Werks wird also ver&#228;ndert, um keine Gesetzesbr&#252;che zu riskieren. Ein weiteres Beispiel, dass ich gerne w&#228;hle ist die tolle Sendung <a title="Cold Case Wikipedia" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cold_Case_(TV_series)">Cold Case</a> - aufgrund von Musiklizenzen ist die Sendung bisher nicht auf DVD erschienen. Wer die Folgen also sehen wollte, bevor CBS einige von ihnen online stellte, musste entweder auf Wiederholungen im Fernsehen warten oder auf andere Quellen zur&#252;ckgreifen. <a href="#return-note-3677-5">&#8617;</a></li><li id="note-3677-6">Das Leben ohne Papierkram aber halte ich f&#252;r einen Mythos. Es wurde mit Computern nicht weniger Papier verschwendet sondern sehr viel mehr &#8211; und die B&#252;rokratie w&#228;chst statt zu schrumpfen. <a href="#return-note-3677-6">&#8617;</a></li><li id="note-3677-7">Interessant ist, dass CLP weit weniger Leser hat als genannte &#8220;Opion Leaders&#8221;. Die Seite finanziert sich au&#223;erdem nicht durch Werbung, sondern allein durch Spenden. <a href="#return-note-3677-7">&#8617;</a></li><li id="note-3677-8">MTV Deutschland etwa floh ins PayTV. Doch selbst dort ist es nicht vor YouTube sicher. <a href="#return-note-3677-8">&#8617;</a></li><li id="note-3677-9">, glaube ich. <a href="#return-note-3677-9">&#8617;</a></li></ol></div>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2012/01/zukunft-der-medien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Euro- &amp; Wirtschaftskrise &#8211; Wo ist die Zukunft hin?</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/11/euro-wirtschaftskrise-wo-ist-die-zukunft-hin/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/11/euro-wirtschaftskrise-wo-ist-die-zukunft-hin/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 10:43:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Eurokrise]]></category>
		<category><![CDATA[Schwundgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wo ist die Zukunft hin?]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3609</guid>
		<description><![CDATA[Unser Wirtschaftssystem ist am abschmieren, die W&#228;hrung wackelt. Zeit sich wieder zu Fragen &#8220;Wo ist die Zukunft hin?&#8221; Diesmal besch&#228;ftigen wir uns damit: Wird der Kapitalismus sterben? Wie funktioniert Geld und wie lange noch? Ist Schwundgeld mit Negativzins eine Alternative? Wer sich noch mehr f&#252;r das Thema Geld und seine Zukunft interessiert, darf einerseits gerne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser Wirtschaftssystem ist am abschmieren, die W&#228;hrung wackelt. Zeit sich wieder zu Fragen &#8220;Wo ist die Zukunft hin?&#8221;</p>
<p>Diesmal besch&#228;ftigen wir uns damit: Wird der Kapitalismus sterben? Wie funktioniert Geld und wie lange noch? Ist Schwundgeld mit Negativzins eine Alternative?</p>
<p><object width="590" height="330" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/r2PKJ8_JiUw?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="590" height="330" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/r2PKJ8_JiUw?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p>Wer sich noch mehr f&#252;r das Thema Geld und seine Zukunft interessiert, darf einerseits gerne hier diskutieren und seine Meinung oder Fragen loswerden, schlie&#223;lich war &#8220;Wo ist die Zukunft hin?&#8221; vor allem dazu gedacht eine Diskussion anzuregen, andererseits sei derjenige auf <a href="http://futuremoney.org/">futuremoney.org</a>, das Blog/die Diskussionsplattform, die Alex Boerger zu diesem Thema ins Leben gerufen hat.<br />
N&#228;chste Woche kommt dann, wenn ich den &#220;berblick noch habe, die zun&#228;chst letzte Folge von &#8220;Wo ist die zukunft hin?&#8221;, zumindest f&#252;r diese Staffel, darin geh es wohl um die Zukunft der Medien. Einfachster Weg sie nicht zu verpassen: <strong><a href="http://www.youtube.com/user/netzfeuilleton">Youtube-Kanal abonnieren.</a> </strong></p>
<p><span style="color: #888888;">(Sollte sich jemand &#252;ber meine verschiedenen Gesichts- und Muskelzuckungen wundern: Es war schei&#223;kalt!, Audio folgt gleich)</span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3609&amp;md5=f201907718aa5152df1c6e27a8b8857e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/11/euro-wirtschaftskrise-wo-ist-die-zukunft-hin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Mechanismen der Onlinebeleidigung</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/10/mechanismen-der-onlinebeleidigung/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/10/mechanismen-der-onlinebeleidigung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 12:38:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Beleidigungen]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Trolle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3550</guid>
		<description><![CDATA[„Das Kommentarfeld unter Artikeln: ein Trollhaus.“, schreibt Leo Lagercrantz in seinem Gastbeitrag „Vom Elend der Nutzerkommentare“ auf sueddeutsche.de. „Viele &#252;berfluten die Kommentarfelder mit Propaganda, Hassreden und Verleumdungen &#8211; oder genauer: mit Texten, die von den meisten Menschen in unserer Gesellschaft f&#252;r Hassreden gehalten werden.“ Und tats&#228;chlich bei dem Blick in die Kommentarspalten auch noch so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Das Kommentarfeld unter Artikeln: ein Trollhaus.“, schreibt Leo Lagercrantz in seinem Gastbeitrag <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/meinung-im-internet-vom-elend-der-nutzerkommentare-1.1147168">„Vom Elend der Nutzerkommentare“ </a>auf sueddeutsche.de. „Viele &#252;berfluten die Kommentarfelder mit Propaganda, Hassreden und Verleumdungen &#8211; oder genauer: mit Texten, die von den meisten Menschen in unserer Gesellschaft f&#252;r Hassreden gehalten werden.“ Und tats&#228;chlich bei dem Blick in die Kommentarspalten auch noch so honoriger Publikationen wird einem schlecht von all der Tastaturkotze, die dort verstr&#246;mt wird. Doch wie ist es wirklich mit den Beleidigungen in Onlinemedien? Was funktionieren die Mechanismen und &#252;berlagern eventuell nur wenige Beleidigungen eine im Prinzip sachliche Diskussion?</p>
<p>Im Rahmen des Seminars „Spezielle Wirkungsforschung“ an der Johannes Gutenberg-Universit&#228;t Mainz bei Pascal J&#252;rgens haben wir in einem kleinen Projekt eine Inhaltsanalyse von Kommentaren auf Spiegel Online durchgef&#252;hrt. Gegenstand der Untersuchung waren 10.000 Nutzerkommentare, die 2 Wochen nach dem Ungl&#252;ck von Fukushima zu Artikeln dieses Themas abgegeben wurden. Ich habe mir die Beleidigungen etwas genauer angeschaut. Hier einige Ergebnisse:</p>
<h3>Nahezu ein Viertel der Diskussionsteilnehmer verwendet Fakten</h3>
<p>Obwohl gerade Atomkraft und Fukushima ein sehr emotionales Thema sind enthielten 23 % der Diskussionsbeitr&#228;ge Fakten oder zumindest Tatsachenbehauptungen. Dieser Anteil erscheint mir recht hoch, allerdings liegt mir kein Vergleich zu anderen Themen vor. Es k&#246;nnte sein, dass es gerade nach Fukushima viele Erkl&#228;rversuche der Reaktorbauweise gab und und die st&#228;ndig neue Strahlenwerte ausgetauscht wurden und das zu einer h&#246;heren Faktendichte gef&#252;hrt hat, als es bei einem anderen Thema der Fall w&#228;re.<br />
Nichtsdestotrotz &#252;berraschte mich diese hohe Zahl, hatte ich doch beim Codieren der Beitr&#228;ge das Gef&#252;hl, man schlage sich fast ausschlie&#223;lich verbal die K&#246;pfe ein.</p>
<h3>14% der Kommentare sind beleidigend</h3>
<p>W&#228;hrend durch die Zahlen oben der Eindruck einer sehr sachlichen Debatte entsteht, wird ein andere Teil der Diskussion sehr emotional gef&#252;hrt: Rund ein f&#252;nftel der Diskussionsbeitr&#228;ge weisen entweder emotionale &#196;u&#223;erungen oder konkrete Beleidigungen auf. Eindeutige Ironie kommt in 12% der Beitr&#228;ge zum tragen.</p>
<h3>Mechanismen der Beleidigung 2.0</h3>
<p>Wir kennen nun also die Tonalit&#228;t der Debatte, doch wie sieht es genau aus? Wie wird auf bestimmte &#196;u&#223;erungen reagiert? Was provoziert Beleidigungen? Dazu habe ich mir angeschaut, wie auf bestimmte Textmerkmale regiert wird. Ein paar Zahlen:</p>
<ul>
<li><strong>Auf Emotionale Beitr&#228;ge wird in 19% der F&#228;lle beleidigend reagiert</strong></li>
<li><strong>Auf ironische Beitr&#228;ge wir ebenfalls in 19% der F&#228;lle mit einer Beleidigung geantwortet. </strong></li>
<li><strong>Auf Beleidigungen folgt in einem Drittel der F&#228;lle eine erneute Beleidigung.</strong></li>
</ul>
<p>All diese Punkte zeigen, dass eine emotionale Debatte schnell in Beleidigungen abdriftet.  Wurde erst einmal beleidigt folgt auch in  33% der F&#228;lle eine weitere Beleidigung als Antwort. In allen drei F&#228;llen konnte ein statistischer Zusammenhang nachgewiesen werden.</p>
<h3>Auf Fakten reagieren nur 11% beleidigend</h3>
<p>Kann eine Debatte versachlicht werden? Wie wird auf Fakten reagiert? Hier wei&#223;t die Statistik aus, dass nur in 11% der F&#228;lle auf eine Tatsachenbehauptung mit einer Beleidigung geantwortet wird. Das liegt unter den &#8220;normalen&#8221; 14% an beleidigenden Inhalten.</p>
<h3>Thematisierung des Diskussionsklimas hilft nichts</h3>
<p>Wenn eine Debatte in das Tal der F&#228;kalorgie abdriftet findet sich fr&#252;her oder sp&#228;ter immer einer, der entweder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law">Hitler einwirft</a> oder das Diskussionsklima in Frage stellt. Verbessert der Beginn einer Metadiskussion &#252;ber die Diskussion die Diskussion? Eher Nein.</p>
<p>Zun&#228;chst einmal enth&#228;lt &#252;ber ein F&#252;nftel der Beitr&#228;ge, die das Diskussionklima zum Inhalt haben, selbst Beleidigungen. Das heisst, viele sprechen das mangelnde Niveau nicht gerade auf hohem Niveau an.<br />
In der Folge antwortet wiederum ein F&#252;nftel derer, die sich auf solche Metadiskussionsbeitr&#228;ge einlassen, mit einer Beleidigung. Was dann passiert haben wir ja oben bereits gesehen.</p>
<h3>Was folgt daraus?</h3>
<p>Daraus folgt sicherlich, dass sich eine intensive Moderation der Nutzerkommentare lohnt. Filtert man beleidigende Beitr&#228;ge fr&#252;hzeitig raus, mindert man die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Beleidigungskarussell in Gang setzt. Faktenbeitr&#228;ge hingegen tragen zu einer Versachlichung der Debatte bei.</p>
<p>Wer sich nun noch n&#228;her mit dem Thema besch&#228;ftigen will, der kann <a href="http://netzfeuilleton.de/wp-content/uploads/2011/10/BeleidigungenOnline.pdf">hier</a> gerne das komplette Paper herunterladen. Darin gibt es noch mehr tolle Zahlen: Ich untersuche berispielsweise auch noch die Reaktionen auf h&#228;ufige Reaktionsmuster (Frames) und wer so am liebsten beleidigt wird.</p>
<p><a href="http://netzfeuilleton.de/wp-content/uploads/2011/10/BeleidigungenOnline.pdf"><img class="aligncenter size-full wp-image-3553" title="downloadPDF" src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/uploads/2011/10/downloadPDF.png" alt="" width="275" height="65" /></a></p>
<p>Ich bin bei all dem kein Statistikgott, also wer Rechen- oder Logikfehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen. Wer das ganze hilfreich fand oder sich gefreut hat &#252;ber die Zahlen, w&#252;rde mich mit einem Klick auf den <a href="https://flattr.com/thing/422902/Mechanismen-der-Onlinebeleidigung">Flattr-Button</a> erfreuen.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3550&amp;md5=e81d9d9f226e96ddb7fae5d8082d0b71" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/10/mechanismen-der-onlinebeleidigung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>24</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Morgenlinks mit FDP, ARD, PI &amp; Charlie Chaplin</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/09/morgenlinks-mit-fdp-ard-pi-charlie-chaplin/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/09/morgenlinks-mit-fdp-ard-pi-charlie-chaplin/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 06:50:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Siebbelag]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Boulevard]]></category>
		<category><![CDATA[Charlie Chaplin]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Lothar Matthäus]]></category>
		<category><![CDATA[morgenlinks]]></category>
		<category><![CDATA[Populismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[verlage]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3427</guid>
		<description><![CDATA[R&#246;sler liefert (sprengsatz.de, Michael Spreng) Nach dem verpassten Einzug in den Landtag ins Berliner Abgeordnetenhaus steht R&#246;sler unter Druck. Dabei hatte er noch kurzfristig versucht mit dem Gespr&#228;ch &#252;ber eine &#8220;geordnete Insolvenz Griechenlands&#8221; auf Stimmenfang zu gehen. Doch &#8220;selbst als Populisten sind FDP-Politiker nicht mehr tauglich. Glaubw&#252;rdig schon gar nicht.&#8221; ARD und ZDF k&#246;nnten im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.sprengsatz.de/?p=3727">R&#246;sler liefert<br />
</a></strong><span style="color: #888888;">(sprengsatz.de, Michael Spreng)</span><br />
Nach dem verpassten Einzug in den Landtag ins Berliner Abgeordnetenhaus steht R&#246;sler unter Druck. Dabei hatte er noch kurzfristig versucht mit dem Gespr&#228;ch &#252;ber eine &#8220;geordnete Insolvenz Griechenlands&#8221; auf Stimmenfang zu gehen. Doch &#8220;selbst als Populisten sind FDP-Politiker nicht mehr tauglich. Glaubw&#252;rdig schon gar nicht.&#8221;</p>
<p><strong><a href="http://www.faz.net/artikel/C31013/die-zukunft-des-journalismus-ard-und-zdf-koennten-im-internet-massstaebe-setzen-30687723.html">ARD und ZDF k&#246;nnten im Internet Ma&#223;st&#228;be setzen<br />
</a></strong><span style="color: #888888;">(faz.net, Stefan Niggemeier)</span><br />
Stefan Niggemeier wird in Zukunft f&#252;r den Spiegel schreiben. Doch zum Abschied legt er ausgerechnet in der FAZ nochmal ein Pl&#228;doyer f&#252;r die &#214;ffentlich-Rechtlichen hin. &#8220;Ein starker &#246;ffentlich-rechtlicher Rundfunk im Internet w&#228;re im Interesse der Gesellschaft. Er k&#246;nnte Ma&#223;st&#228;be setzen, Vorreiter sein beim Einsatz neuer Techniken und Urheberrechtsmodelle, als Vorbild dienen f&#252;r modernen, transparenten Online-Journalismus.&#8221;</p>
<p><strong><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/36239/1/1">Lothar, c&#8217;est moi<br />
</a></strong><span style="color: #888888;">(sz-magazin, Bastian Obermayer)</span><br />
&#8220;Vor zwanzig Jahren h&#228;tte es etwas Magisches gehabt, Boris Becker und Lothar Matth&#228;us im gleichen Team zu sehen. Heute geh&#246;ren sie als »Bobbele« und »Loddar« zum festen Spott-Inventar des Landes.&#8221; Das SZ-Magazin hat Loddar ein halbes Jahr begleitet, der eigentlich aus den Klatschspalten rauswill und endlich als Fu&#223;balltrainer angenommen werden. Aber trotzdem arbeitet er immer wieder mit BILD &amp; Bunte zusammen, ein Leben im Boulevard.</p>
<p><strong><a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/netz-der-islamfeinde/358624.php">Im Netz der Islamfeinde<br />
</a></strong><span style="color: #888888;">(berlinonline.de, Steven Geyer und J&#246;rg Schindler)</span><br />
PI, die vor allem durch das Attentat in Norwegen wieder ins Gespr&#228;ch kamen sind wohl mehr als ein rechtskonservatives Blog und verf&#252;gen &#252;ber enge Kontakte in die etablierten Parteien, wie die CSU. Auch Hetz- und Beleidigungskampagnen werden regelm&#228;&#223;ig organisiert, wie niveualos und rassistisch beschreibt Mely Kiyak <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/politik/359086/359087.php">hier</a>.</p>
<p><strong><a href="http://thenextweb.com/shareables/2011/09/15/this-really-might-be-the-greatest-speech-ever-made/">This really might be the greatest speech ever made<br />
</a></strong><span style="color: #888888;">(thenextweb.com)</span><br />
Gegen diesen Rassismus hielt Charlie Chaplin in seinem Film eine bewegende Rede, die bis heute kein St&#252;ck an Aktualit&#228;t eingeb&#252;&#223;t hat. Wie thenextweb anmerkt: &#8220;This really might be the greatest speech ever made&#8221;<br />
<object width="590" height="330" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/WibmcsEGLKo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="590" height="330" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/WibmcsEGLKo?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">Bild: <a title="Attribution-ShareAlike License" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/"><span style="color: #888888;">Some rights reserved</span></a> by <a href="http://www.flickr.com/photos/mhl20/"><span style="color: #888888;">oosp</span></a> </span></p>
<p>In den Morgenlinks sammeln wir spannende, interessante &amp; bemerkenswerte oder besonders gute Artikel, Links und Videos. Gerne auch mal etwas l&#228;nger, gerne etwas &#252;ber den Tellerrand hinaus, eben um etwas Lesestoff f&#252;r zu haben. Wer nicht immer bis zur n&#228;chsten Ausgabe auf spannende Links warten m&#246;chte, der folgt  <a href="http://twitter.com/morgenlinks">@morgenlinks</a> auf Twitter oder <a href="http://facebook.com/netzfeuilleton">“Liked” uns auf Facebook</a> und erh&#228;lt dann die Links immer direkt, wenn wir sie entdecken. Auf diesem Wege sind wir auch gerne f&#252;r Hinweise offen, ebenso &#252;ber Kommentare, Mail oder auf anderem Wege.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3427&amp;md5=48785ad278efe5b2e8c1ec382e4aef77" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/09/morgenlinks-mit-fdp-ard-pi-charlie-chaplin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sind Briefe moralisch vertretbar?</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/09/sind-briefe-unmoralisch/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/09/sind-briefe-unmoralisch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 08:00:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[carboon footprint]]></category>
		<category><![CDATA[co2]]></category>
		<category><![CDATA[e-mail]]></category>
		<category><![CDATA[moral]]></category>
		<category><![CDATA[post]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3333</guid>
		<description><![CDATA[Der Postmaster General &#8211; der Leiter der US-amerikanischen Post &#8211; sprach am Dienstag vor dem Kongress. Sollte sich nichts ver&#228;ndern, gehe man davon aus, bereits im n&#228;chsten Jahr zahlungsunf&#228;hig zu sein. Unter anderem sollen deshalb etwa 120.000 Stellen gestrichen, Pensionen gek&#252;rzt und andere Ausgaben reduziert werden. Grund genug also den Sinn der Post zu hinterfragen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Postmaster General &#8211; der Leiter der US-amerikanischen Post &#8211; sprach <a href="http://blogs.reuters.com/felix-salmon/2011/09/06/how-to-solve-the-post-offices-problems/">am Dienstag</a> vor dem Kongress. Sollte sich nichts ver&#228;ndern, gehe man davon aus, bereits im n&#228;chsten Jahr zahlungsunf&#228;hig zu sein. Unter anderem sollen deshalb etwa 120.000 Stellen gestrichen, Pensionen gek&#252;rzt und andere Ausgaben reduziert werden. Grund genug also den <a href="http://www.thedailyshow.com/watch/wed-september-7-2011/postbusters">Sinn der Post</a> zu hinterfragen. Zum Beispiel den moralischen.</p>
<p>Ich liebe Briefe und verschicke regelm&#228;&#223;ig welche in die ganze Welt. Vor ein paar Wochen jedoch erkl&#228;rte mir einer meiner Empf&#228;nger, dass er nur noch per E-Mail auf meine Schreiben antworten werde. Er werde das Handschriftliche einscannen und sollte ich ihn besuchen, w&#252;rde er mir das Original nat&#252;rlich sehr gerne aush&#228;ndigen. Doch die &#252;bliche Weise verbrauche einfach zu viel Kohlenstoffdioxid (CO2).</p>
<p>Letztes Jahr <a href="http://www.guardian.co.uk/environment/green-living-blog/2010/oct/21/carbon-footprint-email">sch&#228;tzte der Guardian</a>, dass jede E-Mail vom Versand bis zur Lekt&#252;re etwa 4 Gramm an CO2-Aussto&#223; produziere. Das Unternehmen Pitney Bowes (ein Postdienstleister) <a href="http://inspiredeconomist.com/2009/03/09/greening-print-marketing-whats-your-mails-carbon-footprint/">behauptet</a>, dass jeder verschickte Brief mit seiner Materialherstellung etwa 21,3 Gramm CO2 verbraucht. Nach diesen Zahlen h&#228;tten f&#252;nf E-Mails den Verbrauch eines Briefes. Ein mehrseitiger Brief jedoch h&#228;tte h&#246;here Materialkosten und sitzt der Empf&#228;nger in einem anderen Land vergr&#246;&#223;ert sich der <em><a href="http://www.guardian.co.uk/environment/blog/2010/jun/04/carbon-footprint-definition">Carbon Footprint</a></em> nat&#252;rlich wieder.</p>
<p>Ja, ja, Briefe haben etwas romantisches und ich lese sie gerne im Kerzenschein und beantworte sie bei zarter Musik und einer Tasse Tee. In einem Brief hat ein Foto Platz und eine Zeichnung und aus irgendeinem Grund scheinen die Worte st&#228;rker zu wirken. Doch all dies ist nichts, was eine E-Mail nicht auch k&#246;nnte. Zwar bietet mir die Deutsche Post eine Gewissenserleichterung: f&#252;r den Kauf <a href="http://www.deutschepost.de/dpag?xmlFile=link1020868_1020860">einer &#8220;Goo Green&#8221;-Briefmarke</a> investiert sie den Preis von 5 Cent in Klimaschutzprojekte, doch l&#246;st das auch nicht die Frage. Wahrscheinlich macht es im Jahr keinen gro&#223;artigen Teil aus? Wenn ich schon ein pseudo-besserer Mensch sein m&#246;chte, dann gibt es sicher ganz andere Bereiche, um die ich mich k&#252;mmern kann. Oder klingt es doch so sehr wie beim Fleisch? <em>Weils halt schmeckt?</em> Ich bin mir unschl&#252;ssig. Wahrscheinlich werde ich B&#228;ume umarmen und das in meinen Briefen notieren.</p>
<p><small>Bild von mir. Darf wiederverwendet werden. Freue mich &#252;ber eine Nennung.</small></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3333&amp;md5=888b766198afc1abc7982ea67eb99a7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/09/sind-briefe-unmoralisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurze Gedanken zu… Weltfrieden</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/08/kurze-gedanken-zu-weltfrieden/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/08/kurze-gedanken-zu-weltfrieden/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2011 15:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[kurze gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[weltfrieden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3261</guid>
		<description><![CDATA[Der bekannte Blogger K. hatte gerade &#252;ber die Zukunft des Journalismus geschrieben, als Gott der Menschheit aus heiterem Himmel den Weltfrieden anbot. Allerdings verlangte der Allm&#228;chtige daf&#252;r das Internet. Als K. davon auf Spiegel Online las, wusste er, dass er schnell handeln musste. Er drohte auf seinem Blog also damit, ein gro&#223;es Massaker anzurichten, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der bekannte Blogger K. hatte gerade &#252;ber die Zukunft des Journalismus geschrieben, als Gott der Menschheit aus heiterem Himmel den Weltfrieden anbot. Allerdings verlangte der Allm&#228;chtige daf&#252;r das Internet. Als K. davon auf Spiegel Online las, wusste er, dass er schnell handeln musste. Er drohte auf seinem Blog also damit, ein gro&#223;es Massaker anzurichten, wenn jemand auf die Idee k&#228;me, das Internet zu opfern. In seiner Wut googelte er nach dem n&#228;chsten Waffenladen in Berlin Mitte. Doch da war es schon zu sp&#228;t &#8211; die Seite konnte nicht mehr aufgerufen werden. Wortlos band er sich das Stromkabel seines MacBooks um den Hals und erh&#228;ngte sich damit. M&#246;ge er in Frieden ruhen.</p>
<p>Das ist Teil meiner sehr unregelm&#228;&#223;igen Serie <a href="http://netzfeuilleton.de/tag/kurze-gedanken/">Kurze Gedanken</a> • <a href="http://antiperson.de/37">Auch bei Antiperson.</a></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3261&amp;md5=8de27c4046906df1a1141114e90c7d07" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/08/kurze-gedanken-zu-weltfrieden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Halbnackte Muslime in der Innenstadt &#8211; Ashura</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/06/halbnackte-muslime-in-der-innenstadt-ashura/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/06/halbnackte-muslime-in-der-innenstadt-ashura/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 11:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Ashura]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=3135</guid>
		<description><![CDATA[Am Samstag &#252;berraschte mich auf dem Goetheplatz in Frankfurt eine shiitische Tradition. Es war n&#228;mlich Ashura (oder Aschura), der wichtigste Tag im Trauermonat Muharram. Was dahinter steckt, verrate ich hier: Direkt zu Youtube Mehr zu Ashura gibt es in der Wikipedia zu erfahren und hier. Auch Interessant, dass man in den klassischen Medien nicht zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag &#252;berraschte mich auf dem Goetheplatz in Frankfurt eine shiitische Tradition. Es war n&#228;mlich Ashura (oder Aschura), der wichtigste Tag im Trauermonat Muharram. Was dahinter steckt, verrate ich hier:</p>
<p><object width="590" height="366"><param name="movie" value="https://www.youtube.com/v/SfdK4-2K1s0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="590" height="366" src="https://www.youtube.com/v/SfdK4-2K1s0?version=3&amp;hl=de_DE&amp;hd=1" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object><br />
<a href="http://youtu.be/SfdK4-2K1s0">Direkt zu Youtube</a></p>
<p>Mehr zu Ashura gibt es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aschura">in der Wikipedia </a>zu erfahren und <a href="http://www.feste-der-religionen.de/feste/ashura.html">hier</a>. Auch Interessant, dass man in den klassischen Medien nicht zu einem wohl im Islam, oder zumindest den Shiiten, sehr wichtigen Feiertag erf&#228;hrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wer noch mehr dazu wei&#223; ist herzlich in die Kommentare eingeladen. Man verzeihe mir &#252;brigens Aussprachefehler oder &#228;hnliches.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hakantee und Samir erkl&#228;ren in den Kommentaren, dass diese Art Aschura zu feiern wohl vor allem bei den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shiiten">Shiiten</a> eine gro&#223;e Rolle spielt, bei den Suniten dagegen nicht.</p>
<p>Gleichzeitig sind das oben mit die ersten videoralen Gehversuche im Netzfeuilleton. Da wird in Zukunft sicher noch mehr kommen. &#220;ber ein bisschen Feedback w&#252;rde ich mich freuen.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=3135&amp;md5=2f6834010c28e4445b6d7b669bb99df5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/06/halbnackte-muslime-in-der-innenstadt-ashura/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Politik ist nicht proportional</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/03/politik-ist-nicht-proportional/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/03/politik-ist-nicht-proportional/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 04:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Pell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[atomkraftwerke]]></category>
		<category><![CDATA[proportional]]></category>
		<category><![CDATA[terrorismus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=2943</guid>
		<description><![CDATA[In der Mathematik ist die Proportionalit&#228;t eine sehr interessante Sache; sie beschreibt das Verh&#228;ltnis zwischen Werten. Zwei plus zwei ist vier, vier plus vier ist acht. Die Zahlen sind proportional, weil ihr Verh&#228;ltnis zueinander gleich ist: jeweils das Doppelte. Und in der Politik? Am 11. M&#228;rz wurde in der Kleinstadt Ōkuma das Atomkraftwerk Fukushima I [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In der Mathematik ist die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Proportionalit%C3%A4t">Proportionalit&#228;t</a> eine sehr interessante Sache; sie beschreibt das Verh&#228;ltnis zwischen Werten. Zwei plus zwei ist vier, vier plus vier ist acht. Die Zahlen sind proportional, weil ihr Verh&#228;ltnis zueinander gleich ist: jeweils das Doppelte. Und in der Politik?</strong></p>
<p>Am 11. M&#228;rz wurde in der Kleinstadt Ōkuma das <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,750601,00.html">Atomkraftwerk</a> Fukushima I ausgeschaltet. Die Abk&#252;hlung der Bl&#246;cke, die zu diesem Zeitpunkt noch in Betrieb waren, sollten Notstromaggregate gew&#228;hrleisten, die aber laut dem Betreiber Tepco aufgrund des Tsunamis zeitweilig ausfielen. Einige Stunden sp&#228;ter gab es eine Explosion, laut der offiziellen Stellungnahme sei dies durch das Austreten verschiedener Gase entstanden. Dabei wurde die &#228;u&#223;ere Wand zerst&#246;rt, die Strahlungswerte in der Umgebung lagen um 70 Einheiten &#252;ber dem Normalwert. 200.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In Schweden konnte bereits h&#246;here Radioaktivit&#228;t gemessen werden. Schlie&#223;lich trat am 12. M&#228;rz auch die Kernschmelze ein, Anstrengungen den Reaktor mittels Meerwasser und Bors&#228;ure zu k&#252;hlen, sind ein letzter Versuch <a href="http://www.extremnews.com/nachrichten/natur-und-umwelt/a13e135e1f4bfeb">Ausma&#223;e</a> wie 1986 in Tschernobyl zu vermeiden.</p>
<p>Am 11. September 2001 fliegen zwei Flugzeuge in die zwei T&#252;rme des World Trade Centers. Wie sich wenig sp&#228;ter herausstellt, wurde der Anschlag von der terroristischen Organisation Al Quaida geplant. Der Gr&#252;nder und Financier Osama Bin Laden wird daher international gesucht. Die Folgen gehen &#252;ber den Afghanistan-Krieg hinaus, in der EU wird das Swift-Abkommen verabschiedet, das den USA Einblick in die Bankdaten aller Einreisenden gew&#228;hrt. In Deutschland wird die Vorratsdatenspeicherung beschlossen, die alle Verbindungsdaten der Internetnutzer speichert und bei Verdachtsf&#228;llen die Observierung der Person durch die &#220;berwachung des Computers ausdehnt. Der Sozialwissenschaftler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Andrej_Holm">Andrej Holm</a> wurde beispielsweise verhaftet, weil er bestimmte Stichworte im Internet gesucht hatte, die mit einer terroristischen Gruppierung zusammenh&#228;ngen konnten. Im Dezember 2009 wird der Nigerianer Abdul Farouk festgenommen, nachdem er versucht hatte, einen Airbus in die Luft zu sprengen. Trotz zahlreicher Ressourcen war es dem Geheimdienst nicht m&#246;glich gewesen, den versuchten Anschlag im Vorfeld zu vereiteln. In einer Liste m&#246;glicher Terrorverd&#228;chtigter tauchte auch Faisal Schahzad nicht auf, obwohl er im Mai 2010 versuchen sollte, eine Bombe am Times Square z&#252;nden zu lassen, was ihm gl&#252;cklicherweise nicht gelang. Arid U. hatte leider mehr Erfolg, als er im Februar zwei US-Soldaten am Frankfurter Flughafen erschoss und einige weitere Menschen schwer verletzte. Auch ihn konnte man nicht als m&#246;gliche Gefahr einstufen, auch wenn viele Dateninformationen &#252;ber ihn verf&#252;gbar sein mussten. Murat Kurnaz allerdings wurde unter Verdacht gestellt, weil er mit einem mutma&#223;lichen Terroristen befreundet war. Dies war Grund genug ihn vier Jahre in <a href="http://www.google.de/search?sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8&amp;q=kurnaz+coffeeandtv">Guantánamo Bay</a> gefangenzuhalten, einer Haftanstalt, die einzig und allein eingerichtet wurde, um m&#246;gliche Terroristen einzusperren.</p>
<p>Zusammen mit Au&#223;enminister Guido Westerwelle <a href="http://newsburger.de/merkel-kuendigt-ueberpruefung-deutscher-atomkraftwerke-an-20458.html">ordenete</a> Angela Merkel in einer Pressekonferenz zu den Vorkommnissen in Japan an, die Kernkraftwerke in Deutschland einer &#220;berpr&#252;fung zu unterziehen. Dabei ermahnt die Kanzlerin, dass man nach einem solchen Unfall nicht sagen d&#252;rfe, dass die deutschen Kraftwerke „sicher“ seien, um einen Satz danach anzumerken: „sie sind sicher“. Schlie&#223;lich sei man schlussendlich <a href="http://www.abendblatt.de/vermischtes/article1810717/Kernschmelze-droht-in-zweitem-Reaktor.html">„in Gottes Hand“</a>. Der Bundesumweltminister Norbert R&#246;ttgen h&#228;lt aber allein die Diskussion &#252;ber Atomkraftwerke in Deutschland <a href="http://wirres.net/article/articleview/5729/1/6/">derzeit</a> f&#252;r „deplaziert“.</p>
<p>Politik ist <a href="http://netzfeuilleton.de/2011/03/super-gau-in-fukushima/">nicht</a> proportional. W&#228;re sie das, so w&#252;rde man m&#246;gliche <a href="http://www.mmnews.de/index.php/etc/7453-japan-atomkraftwerke-supergau-droht">Gefahren</a> mit dem gleichen Engagement versuchen zu verringern. Man w&#252;rde Atomkraftwerke <a href="http://www.schockwellenreiter.de/blog/2011/03/11/atomkraftwerke-unsicher-und-grundrechtswidrig/">abschalten</a> und andere Energiequellen nutzen – so wie man auf alle erdenklichen Arten und Weisen versucht, Daten der B&#252;rger zu sammeln um ihre Verbindung zu Terrororganisationen festzustellen. Proportionale Politik w&#252;rde keine Technologie unterst&#252;tzen, die alle B&#252;rger t&#246;ten k&#246;nnte, wenn gleichzeitig alle B&#252;rger als m&#246;gliche Attent&#228;ter unter Generalverdacht gestellt werden. Man w&#252;rde die Frage nach einem Endlager beantworten m&#252;ssen, bevor man neue Kraftwerke bauen oder alte verl&#228;ngern w&#252;rde, so wie man die Frage nach einem Nacktscanner f&#252;r sich beantwortet.</p>
<p>Proportionale Politik ist aber nicht m&#246;glich, weil Themen bei allen Parallelen doch grundverschieden sein k&#246;nnen. W&#228;hrend der Terrorismus niemals einzud&#228;mmen sein wird und alle Sicherheitsma&#223;nahmen nichts auszusetzen scheinen, ist die Gefahr durch Atomkraftwerke durchaus zu verhindern.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2943&amp;md5=2e9abdc899f4620caa4ac325ae8787ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/03/politik-ist-nicht-proportional/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Protest11.org &#8211; Give voice to the protesters</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2011/02/protest11-org-give-voice-to-the-protesters/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2011/02/protest11-org-give-voice-to-the-protesters/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 17:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Bahrain]]></category>
		<category><![CDATA[Gaddafi]]></category>
		<category><![CDATA[Jemen]]></category>
		<category><![CDATA[Lybien]]></category>
		<category><![CDATA[Protest11.org]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzfeuilleton.de/?p=2854</guid>
		<description><![CDATA[Gestern und heute waren Pell und ich und einige andere Unterst&#252;tzer damit besch&#228;ftigt protest11.org ins Leben zu rufen. Eine Seite, die es sich zur Aufgabe macht, den demonstrierenden Menschen in der Arabischen Welt und dar&#252;ber hinaus Geh&#246;r zu verschaffen. Auf der Seite k&#246;nnten Protestierende aus Lybien, Bahrain, dem Jemen, Iran, Jordanien und China Bilder, Videos [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern und heute waren Pell und ich und einige andere Unterst&#252;tzer damit besch&#228;ftigt <a href="http://protest11.org">protest11.org</a> ins Leben zu rufen. Eine Seite, die es sich zur Aufgabe macht, den demonstrierenden Menschen in der Arabischen Welt und dar&#252;ber hinaus Geh&#246;r zu verschaffen. Auf der Seite k&#246;nnten Protestierende aus Lybien, Bahrain, dem Jemen, Iran, Jordanien und China Bilder, Videos und Audios hochzuladen und so der Welt zug&#228;nglich zu machen. Wichtig wird die Seite vor allem vor dem Hintergrund, dass Youtube, Twitter &amp; Co. oft als erstes den Internetsperren der jeweiligen Dispoten zum Opfer fallen. Deshalb ist protest11.org eine Alternative und soll zugleich Quellmaterial von den verschiedenen Protestherden bilden und so auf einer Seite einen &#220;berblick aus erster Hand bieten.</p>
<p>Damit die Welt weiter sieht und hinschauen muss, wenn Demonstranten auf offener Stra&#223;e <a href="http://protest11.org/index.php?i=bahrain">erschossen werden</a>, damit die Welt die Rufe nach Freiheit und Demokratie h&#246;rt!</p>
<p>Realisiert wurde das ganze zusammen mit voltairehosting.com, die bereits mit dem <a href="http://jan25voices.org/">jan25voices-Projekt </a> &#196;gypten in den Protesten <a href="http://netzfeuilleton.de/2011/02/anruf-aus-aegypten/">unterst&#252;tzten</a>. <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/cairo-calling/3810860.html">Mit Erfolg</a>, wie die Geschichte gezeigt hat.</p>
<p>Dennoch befindet sich die Seite noch im Aufbau ((Eine Marathonnacht liegt hinter uns)) und wir brauchen noch viel Unterst&#252;tzung. Wenn ihr helfen wollt: Verbreitet die Adresse, <a href="http://www.facebook.com/pages/Protest11/136611973071608">liket auf Facebook</a>, <a href="http://twitter.com/protest11org">folgt auf Twitter</a> und falls ihr noch ein paar Cent zu viel habt freuen wir uns &#252;ber <a href="http://www.betterplace.org/projects/6197-protest11">eine Spende</a>, die uns hilft Serverkapazit&#228;t auf- und auszubauen.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2854&amp;md5=5bb51f8be9629e14344c3e2041efcad1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzfeuilleton.de/2011/02/protest11-org-give-voice-to-the-protesters/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

