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	<title>netzfeuilleton.de &#187; Featured</title>
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		<title>Gedanken zu Apple</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 04:27:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Darwin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist das iPad ja eine schnuckelige Idee, der Medienkonsum f&#252;r das neue Zeitalter, kein Computer, kein Laptop, kein Handy. Irgendwas zwischen all dem und wie es bei Apple der Fall ist, reicht es &#8220;revolutionary&#8221; und &#8220;awesome&#8221; oft genug zu erw&#228;hnen, um es allen schmack- und glaubhaft zu machen. V&#246;llig unkritisch nimmt die Verlagsbranche diese [...]]]></description>
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</script> </p></div><p>Eigentlich ist das iPad ja eine schnuckelige Idee, der Medienkonsum f&#252;r das neue Zeitalter, kein Computer, kein Laptop, kein Handy. Irgendwas zwischen all dem und wie es bei Apple der Fall ist, reicht es &#8220;revolutionary&#8221; und &#8220;awesome&#8221; oft genug zu erw&#228;hnen, um es allen schmack- und glaubhaft zu machen. V&#246;llig unkritisch nimmt die Verlagsbranche diese Begriffe auf und sieht darin eine rosige Zukunft, die Probleml&#246;sung f&#252;r all die Schwierigkeiten der letzten Jahre, Steve Jobs als heiliger Obama der Medienwelt. Ist eine L&#252;ge nur oft genug erz&#228;hlt, wird sie als Wahrheit behandelt.</p>
<p>Die &#8220;iPad-L&#252;ge&#8221; w&#228;re aber ein zu drastischer Titel f&#252;r diese kleine Geschichte gewesen. Apple l&#252;gt in diesem Sinne nicht, aber tr&#252;gt in vielerlei Hinsicht. Die Erfolge der letzten Produkte sind zum scheinbaren Indikator absoluter L&#246;sung geworden und nach diesem Modell glaubt nun auch der Journalismus ein Kuchenst&#252;ck vernaschen zu d&#252;rfen. Vermutlich f&#228;llt damit mehr auseinander als zusammengeflickt wird, zumindest ist iTunes als Rettung der Musikbranche oft missverstanden worden. Der virtuelle Plattenladen verkaufte zwar nicht wenige Musikst&#252;cke, konnte die illegalen Downloads aber nur marginal eind&#228;mmen. Nun ist es eine Frage der Zeit, ob ein iBook-Store &#228;hnlich erfolgreich wird und wenn ja, damit &#252;berhaupt einen gro&#223;en Unterschied ausl&#246;sen kann. (Dieser Artikel kritisiert seine Voreiligkeit somit selbst.)</p>
<p>Genaugenommen ist die Debatte ja ziemlich makaber. W&#252;rde das iPad tats&#228;chlich die gedruckten Medien ersetzen, so m&#252;ssten allein in Deutschland doch fl&#228;chendeckend solche Ger&#228;te verteilt sein. Aber das ist nicht der Fall. In der Tat ist es doch eher so, dass eine gewisse Minderheit mit diesem Ger&#228;t spielen wird; aber f&#252;r eine tats&#228;chliche L&#246;sung m&#252;sste ein solches Ger&#228;t zur absoluten Allt&#228;glichkeit werden. &#196;hnlich wie Computer, Telefon und Handy. Bisher sieht es aber nicht danach aus, dass der Ottnormalverbraucher auch gleichzeitig iPad-Kunde ist. Wenn die Konkurrenz ihre Tablets auf den Markt wirft, k&#246;nnte sich dies ein wenig &#228;ndern. Ein Standard w&#252;rde gebraucht werden, derzeit dominieren ja eher die Applikationen verschiedenster Publikationen, die vollkommen bunt zusammen geworfen sind und keine Einheit bieten.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist Apple selbst ein gro&#223;es Problem. Weitl&#228;ufig zieht es all die Verlage in die Mangel und verlangt eine horrende Umsatzbeteiligung von 30%. Kontrolliert Inhalte, k&#246;nnte sie theoretisch mit der &#252;blichen Firmen-Philosophie von heute auf morgen aus dem Store bannen und w&#252;rde Dank tragreicher Fanboyschaft dennoch von gro&#223;er Kritik befreit sein. L&#228;ngst ist Apple ja selbst zu jener Furchtgestalt des Big Brothers geworden, die im <a id="aptureLink_JzOOSgZ5Te" href="http://www.youtube.com/watch?v=OYecfV3ubP8">Macintosh-Spot aus dem Jahre 1984</a> noch mit Anlehnung an George Orwells Roman kritisiert wurde. Mittlerweile ist der Apfel nicht mehr ein Underdog und die &#8220;Think different&#8221;-Kampagne nur noch ein perfider Witz. All die ber&#252;hmten Leute von Gandhi, Martin Luther King &#252;ber Lennon und Picasso, mit denen Apple ihre Rebellhaltung schm&#252;cken wollte, wirken im Anbetracht des Erfolgs schlie&#223;lich wie missbrauchte Geschichte und in der letzten gro&#223;en Werbespotreihe &#8220;<a id="aptureLink_EWoApJJjSI" href="http://www.youtube.com/watch?v=O6ZzfgtKQLs">Mac Vs. Pc</a>&#8221; war es der PC, dicklich, neurotisch und etwas eigen, der &#8220;different&#8221; dachte und nicht sein junges makelloses Gegen&#252;ber, das austauschbar und zu gew&#246;hnlich erschien.</p>
<p>Und wie oft denkt Steve Jobs an den Mitarbeiter, der sich umbrachte, weil er ein Ger&#228;t verlor oder daran, dass sein Konzern seine Produkte sehr viel teurer verkauft als die Konkurrenz, aber die selben niedrigen L&#246;hne an die schuftenden Fabrikarbeiter bezahlt? Es ist sensationell d&#228;mlich, wie ein Gesch&#228;ftsf&#252;hrer hochgelobt wird f&#252;r seinen Starrsinn und seine Sturheit und gleichzeitig all die Widrigkeiten ver&#252;bt, die sonst mit negativem Echo begleitet werden. Apple l&#228;dt keine kritischen Journalisten zu den Keynotes ein, klagt wahllos und beschlie&#223;t in Willk&#252;r mal diesen und jenen Entwicklerkreis zu verbannen. Wie lange bleibt der Apfel aber unter diesen Umst&#228;nden noch schmackhaft und ist es nicht pervers, dass er es noch zu sein scheint? Wie lange wird an der Verdammnis zu beissen sein?</p>
<p>Zumindest wohl noch so lange bis Ern&#252;chterung  einkehrt oder das n&#228;chste &#8220;revolutionary&#8221; und &#8220;awesome&#8221; auf der gro&#223;en Leinwand schwebt. Vorbestellen kann man das iPad nun in Deutschland ja schon. Mitsamt der Weltrettungshoffnung.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.flickr.com/photos/19193733@N00/171813349"><span style="color: #888888;">Bild: CC by Gregg Fuller.</span></a></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2503&amp;md5=259e04b2d7b27c2124dc4502c1818b70" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2503&amp;md5=259e04b2d7b27c2124dc4502c1818b70" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Flattr: Die Dankbarkeits-&#214;konomie</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/05/flattr-die-dankbarkeits-oekonomie-7-invites/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 08:33:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeits-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Flattr]]></category>
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		<description><![CDATA[Ja, es funktioniert: Als zum ersten Mal eine kleine eins in dem orange-gr&#252;nen Button stand, f&#252;hlte ich mich tats&#228;chlich geschmeichelt. Schmeicheln auf Englisch hei&#223;t  to flatter und Flattr ist ein neuer Micropaymentdienst, der zur Zeit einiges an Erfolg verspricht. Er funktionert so: Man legt eine monatliche Summe fest, die man ausgeben m&#246;chte. Das sind z.Z [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ja, es funktioniert: Als zum ersten Mal eine kleine eins in dem orange-gr&#252;nen Button stand, f&#252;hlte ich mich tats&#228;chlich geschmeichelt. </strong></p>
<p>Schmeicheln auf Englisch hei&#223;t  to flatter und <a href="http://flattr.com">Flattr</a> ist ein neuer Micropaymentdienst, der zur Zeit einiges an Erfolg verspricht. <a id="aptureLink_Aa6RkolX1D" href="http://www.youtube.com/watch?v=9zrMlEEWBgY">Er funktionert so</a>: Man legt eine monatliche Summe fest, die man ausgeben m&#246;chte. Das sind z.Z mindestens 2€ und maximal 20€. Dann klickt man den Monat &#252;ber auf alle Flattr-Buttons, die einem begegnen und am Ende wird der Betrag (z.B. die 20€) durch alle geteilt. Gleichzeitig kann man auch selbst, wie oben erw&#228;hnt, geflattered werden.</p>
<h3>Wird es sich Durchsetzen?</h3>
<p>Dabei ist interessant, dass beide Wege funktionieren. Auch ich konnte, als mein Konto eingerichtet war, es kaum erwarten endlich tollen Projekten meine Wertsch&#228;tzung zu zeigen. Hier  zeigen sich noch ein paar offene Fragen oder Probleme im Bezug auf Flattr:</p>
<p>Erstens die bislang mangelnde Verbreitung. Das scheint aber ein in erster Linie tempor&#228;res Problem, denn momentan befindet sich Flattr noch in einer Art closed Beta, bei der man nur mit einem Einladungscode hineinkommt. Das momentane Invite-Betteln auf Twitter erinnert an Google-Wave Zeiten ((Ich h&#228;tte da noch ein paar Invites, if anyones interested?)). Die Frage ist jedoch, ob auch nach Stadium 1.0 eine weitreichende Abdeckung erreicht werden kann. Vor allem insofern, dass nicht nur Menschen die selbst Inhalte anbieten sich einen Account zu legen (Denn selbst flattern ist Vorraussetzung um geflattered zu werden), sondern ob auch &#8220;reines Publikum&#8221;, sofern es das im Web2.0 noch gibt, bereit ist zu bezahlen? Nun diese Frage steht aktuell &#8211; Stichwort Paid Content - <a id="aptureLink_knXUdPHawX" href="http://kress.de/tweet/tagesdienst/detail/beitrag/103886-deutsche-verlage-setzen-auf-paid-content-zahlungsbereitschaft-deutlich-unterschaetzt.html">sowieso</a> <a id="aptureLink_zNrvS3k0dM" href="http://www.focus.de/digital/internet/paid-content-studie-wenig-zahlungsbereitschaft-im-netz_aid_462234.html">zur Diskussion</a>.</p>
<h3>Wer profitiert?</h3>
<p>Die zweite Frage ist, und sie h&#228;ngt mit der ersten zusammen, ob daraus ein echtes wirtschaftliches Modell f&#252;r Inhalteanbieter erwachsen kann. Wer wird von den Flattr-Betr&#228;gen profitieren? Und erreichen sie eine relevante Gr&#246;&#223;e? Nat&#252;rlich ist anzunehmen, dass vor allem gro&#223;e Inhalteanbieter ((Ich sage mit Absicht nicht A-Blogs)) profitieren k&#246;nnen. Dann w&#228;re zu kritisieren, dass Flattr als eine Umverteilungsmaschine von unten nach oben funktioniert.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist zu hoffen, dass nun aufwendiger erstellte Inhalte mehr zur&#252;ckbekommen. Um es beim Namen zu nennen: Bislang konnten Tumble-Blogs schnell gro&#223; werden, weil sie mehrere Fundst&#252;cke am Tag posteten, die sich bei  Qualit&#228;t schnell verbreiteten und entsprechend Backlinks generierten. Tiefe Analysen tun sich da schwerer in der Verbreitung. Nun ergibt sich die Chance, das sie dies auf anderem Wege zur&#252;ckerhalten, n&#228;mlich das Menschen eher bereit sind f&#252;r origin&#228;re Erzeugnisse zu bezahlen, weil sie ahnen, wie viel mehr Arbeit dahinter steckt.</p>
<h3>Flattr: Das neue &#8220;Gef&#228;llt mir&#8221;?</h3>
<p>Die dritte Frage ist, wie sehr wird sich Flattr in den Alltag der Nutzer integrieren und hier tut Flattr schon einiges, um es den Nutzern so angenehm wie m&#246;glich zu machen. Einmal eingeloggt kann ich auf allen Seiten einfach den Flattr-Button klicken und gleichzeitig wird man durch das oben besprochene Teilungsprinzip von dem Gedanken gel&#246;st &#8220;Ich gebe dem jetzt grade 2€ daf&#252;r.&#8221;, schlie&#223;lich wei&#223; man ja zum Zeitpunkt des flatterns noch nicht, wieviele Beitrage man bis Ende des Monats noch so wertsch&#228;tzt, also durch wieviele das Budget am Ende geteilt wird. Wenn es gut l&#228;uft k&#246;nnte Flattr dadurch <a id="aptureLink_wVgUCTtwG9" href="http://twitpic.com/1othj3">zum neuen &#8220;Gef&#228;llt mir&#8221;</a> werden. Sollte es das schaffen, w&#228;re wohl durchaus bewiesen, dass Menschen bereit sind f&#252;r Inhalte etwas zur&#252;ck zu geben.</p>
<h3>Ein wertvolles Dankesch&#246;n</h3>
<p>Dabei sollten man auf keinen Fall <a href="http://netzwertig.com/2010/05/16/sonntagsfrage-wie-viel-sind-euch-blogs-wert/">den Fehler</a> machen, das ganze nur auf Blogs zu begrenzen. Flattr sieht sich als Zahlungsmittel f&#252;r allerlei Inhalte: Von Videos &#252;ber Bilder bis zur Musik. Und hier liegt auch die Chance f&#252;r die Verbreitung: Einfach die Dankbarkeit an die Urheber. Als Fan eines Projektes bin ich gewillt dem Macher irgendetwas zur&#252;ckzugeben. Mit Flattr ergibt sich nun die Chance, nicht gleich mehrstellige Betr&#228;ge spenden zu m&#252;ssen, sondern sein Danke einfach etwas aufzuwerten, im wahrsten Sinne des Wortes zu zeigen: &#8220;Hey, was du machst ist mir etwas wert!&#8221;. Wobei auch ein aufrichtiges, echtes Danke unglaublich viel Wert sein kann.</p>
<h3>7 Invites zu verschenken</h3>
<p>Wie oben erw&#228;hnt befindet sich Flattr noch in einer closed Beta. Jeder kann sich zur Zeit auf <a href="http://flattr.com">der Homepage</a> mit seiner E-Mail Adresse eintragen und darauf warten einen Code zugesendet zu bekommen. Die Alternative gibt es hier: 7 Codes haben wir zu vergeben. Was ihr daf&#252;r tun m&#252;sst? Ganz einfach folgende  Nachricht twittern:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bringt #Flattr die Dankbarkeits-&#214;konomie?&#8221; fragt @netzfeuilleton und verschenkt 7 Invites. http://bit.ly/dankoeko</p></blockquote>
<p>Oder einen beliebigen anderen Text mit Link zum Artikel und Mention des Accounts <a id="aptureLink_bdDdhOedT1" href="http://twitter.com/netzfeuilleton">@netzfeuilleton</a>. Wenn Ihr mir dann noch folgt erhalten die ersten sieben den Invite-Code per DM.</p>
<p>Was ist eure Erwartung an Flattr? Kann Flattr sich durchsetzen und ein Erl&#246;smodell f&#252;r jeden Inhalteanbieter werden? Oder bleibt es eine Illusion, dass Menschen freiwillig f&#252;r etwas bezahlen?</p>
<p><strong>UPDATE: </strong>Inzwischen sind alle 7 Invites vergeben. Vielen Dank an alle Teilnehmer und viel Spa&#223; beim umherflattern. Allen anderen sei empfohlen einfach bei flattr.com ihre eMail-Adresse einzugeben, inzwischen gehen die Einladungen von dort wirklich in Rekordzeit raus. Eine Alternative ist noch auf Twitter einfach mal nach <a id="aptureLink_JpwQkPYj0I" href="http://search.twitter.com/search?q=%23Flattr">#Flattr</a> zu suchen, dort findet man auch einige Nutzer, die noch Invites rausgeben. Den Post d&#252;rft ihr nat&#252;rlich weiterhin <a href="http://tweetmeme.com/popup/tweet?url_id=1160578569&amp;source=netzfeuilleton&amp;service=cli.gs&amp;service_api=5047613ee3c1fb23676aae54c6f55885">retweeten</a>. ;)</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2469&amp;md5=973356498efea8f7653473a3f041ca9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2469&amp;md5=973356498efea8f7653473a3f041ca9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Traum von der Unsterblichkeit</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/04/der-traum-von-der-unsterblichkeit/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 12:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dani F.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<category><![CDATA[Bevölkerung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der nat&#252;rliche Tod nur noch als Relikt vergangener Zeiten? Geht es nach Forschern wie Aubrey de Grey, seinerseits Bioinformatiker der Universit&#228;t Camebridge, soll dies keine Utopie bleiben. Bereits heute prognostiziert er, dass Menschen, die in 20 Jahren geboren werden bis zu 5000 Jahre alt werden k&#246;nnten. Und dies sei nur der Anfang auf dem Weg zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der nat&#252;rliche Tod nur noch als Relikt vergangener Zeiten? Geht es nach Forschern wie <a id="aptureLink_Q9kN3wgNK4" href="http://www.youtube.com/watch?v=8iYpxRXlboQ">Aubrey de Grey</a>, seinerseits Bioinformatiker der Universit&#228;t Camebridge, soll dies keine Utopie bleiben. Bereits heute prognostiziert er, dass Menschen, die in 20 Jahren geboren werden bis zu 5000 Jahre alt werden k&#246;nnten. Und dies sei nur der Anfang auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Die Forschung auf jeden Fall boomt. Unter anderem werden Gene besonders alter Menschen, wie auch die einer Quallen-Art, die es vermag ihre Zellen zu regenerieren, akribisch studiert, um diesen Traum zu erm&#246;glichen. Ein Traum der nicht erst seit Highlander in den K&#246;pfen der Menschen sein Unwesen treibt.<br />
Klingt auf den ersten Blick verlockend. Unendlich viel Zeit f&#252;r all die Dinge, die heute noch auf Grund &#252;berf&#252;llter Terminkalender ihr Dasein als Wunschvorstellungen auf ewig fristen m&#252;ssen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/04/immortal.jpg" alt="Der Mensch, in Stein gemei&#223;elt" width="470/" /><span style="color: #888888;"><br />
5000 Jahre alt werden Menschen bislang nur, wenn man sie  in Stein mei&#223;elt. Aber das k&#246;nnte sich &#228;ndern. | Foto von </span><a href="http://www.flickr.com/photos/blue_man/"><span style="color: #888888;">Blue Man</span></a><span style="color: #888888;"> unter CC-Lizenz</span></p>
<p>Hygiene und medizinischer Fortschritt haben die Lebenserwartung des Durchschnittsdeutschen in den letzten 100 Jahren um 30 Jahre steigen lassen. Warum sollte die Genforschung diese Entwicklung also nicht exponentiell ansteigen lassen k&#246;nnen. &#196;hnlich wie in der Computerchipindustrie. Aber was bedeutet das wirklich? Wer w&#252;rde wohl von einer derartigen Entwicklung profitieren? Die gesamte Menschheit? Kaum anzunehmen, liegt doch die durchschnittliche Lebenserwartung in Simbabwe heute noch circa 40 Jahre unter der in Deutschland. Also w&#252;rde das ewige Leben wohl ein Privileg einer kleinen Elite, im besten Falle, nachdem der Produktlebenszyklus die Degenerationsphase erreicht hat, einem Gro&#223;teil der ersten Welt bleiben. Eine &#252;berbev&#246;lkerte Welt, mit steigender Tendenz, wird nun also zus&#228;tzlich besetzt. Der Platz f&#252;r neues Leben begrenzt. Bitte hinten anstellen, schlie&#223;lich war das ewige Leben teuer!</p>
<p>Ressourcen ersch&#246;pfen sich bereits heute, die Nahrungsmittelproduktion hat auch ihre Grenzen, wenn diese auch durch weitere Genmanipulation variabel werden. Wie nun weiter? Vielleicht weltweit die Ein-Kind-Politik implementieren á la China. Um die Dritte Welt braucht man sich keine Gedanken machen, schlie&#223;lich geht es ja hier um den nat&#252;rlichen Tod der &#252;berlistet werden soll. Krankheiten, mangelnde medizinische Versorgung und Kriege werden schon f&#252;r ein neues, weltweites Gleichgewicht sorgen.</p>
<p>Aber selbst wenn alle Menschen, die heute die Erde bev&#246;lkern, von derartigem Fortschritt profitieren k&#246;nnten, w&#252;rde der nat&#252;rliche Kreislauf dramatisch gest&#246;rt. Leben kommt, Leben geht. Wer sind wir Menschen diesem Prinzip des irdischen Daseins einfach entkommen zu wollen. Mit welchem Recht w&#252;rde ein Leben ewig existieren w&#228;hrend ein neues nie eine Chance h&#228;tte sich zu entwickeln?</p>
<p>Forschung bedeutet Fortschritt. Fortschritt hat uns aus den H&#246;hlen in die Hochh&#228;user gebracht die wir heute bewohnen. Mit all den Annehmlichkeiten auf die kaum einer, der sie je genossen hat wieder verzichten m&#246;chte. Dogmatische Stagnation ist der falsche Weg, dennoch sollten Motive st&#228;ndig hinterfragt, Folgen abgesch&#228;tzt und moralische Komponenten bestimmter Entscheidungen nicht au&#223;er Acht gelassen werden. Vielleicht sollten Ressourcen zun&#228;chst in den Versuch gesteckt werden mehr Menschen an unseren aktuellen Lebensstandard heranzuf&#252;hren als uns mit Meilenstiefeln von diesen zu entfernen. Und somit m&#246;chte ich mit einem Zitat von <a id="aptureLink_Pq2nKRhwBa" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes%20Gross#Leben">Johannes Gross</a>, seinerseits ehemaliger Chefredakteur der Zeitschrift Capital, abschlie&#223;en:</p>
<p><strong><em>„Ich kenne unz&#228;hlige Menschen, die nach dem ewigen Leben d&#252;rsten, aber mit einem verregneten Sonntagnachmittag nichts anzufangen wissen.“</em></strong></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2380&amp;md5=1b1e8b76234188a5e38b6f6ae7351e02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2380&amp;md5=1b1e8b76234188a5e38b6f6ae7351e02" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Virtualisierung der Realit&#228;t</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/03/die-virtualisierung-der-realitaet/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 08:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe Legend</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[studivz]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland, schau’ dir deine Jugend an. Denn die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Ein Vorwort sei mir geg&#246;nnt: Dies ist keine Kaya-Yanar-Comedy und es liegt mir fern, mich &#252;ber den falschen Gebrauch der (schweren) Sprache „Deutsch“ von Ausl&#228;ndern oder deren Kindern lustig zu machen. Die Sprachprobleme werden allerh&#246;chstens als Vergleichsbild herangezogen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Deutschland, schau’ dir deine Jugend an.<br />
Denn die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen.</em></p>
<p>Ein Vorwort sei mir geg&#246;nnt: Dies ist keine Kaya-Yanar-Comedy und es liegt mir fern, mich &#252;ber den falschen Gebrauch der (schweren) Sprache „Deutsch“ von Ausl&#228;ndern oder deren Kindern lustig zu machen. Die Sprachprobleme werden allerh&#246;chstens als Vergleichsbild herangezogen und sollten differenziert betrachtet werden.</p>
<p>Komische Sprachen, seltsame Schrift, falsche Grammatik, von korrekter Rechtschreibung weit und breit nichts zu sehen und eine eigent&#252;mliche Ausdrucksweise.</p>
<p>Als Jugendlicher will man immer etwas anders sein. Rebellieren!<br />
Anders sein und sich selbst erfinden. Nicht umsonst gibt es (sog.) Generationen-Konflikte. In Wandel von Zeit und Sprache ergeben sich dahingehend Unstimmigkeiten.<br />
So k&#246;nnen sich viele reifere Personen mit Begriffen wie „krass“, „geil“ oder „cool“ immer noch nicht anfreunden. Doch sind dies Worte, die durch eine Generation und deren Lebenseinstellung entwickelt, getragen und etabliert wurden. Die &#228;ltere Generation sieht das gelassen und kann der Zukunft auch risikolos entgegen sehen. Aber ist das Verhalten der heutigen Kinder und Jugendlich immer noch nur anders – oder kann man da von falsch sprechen?</p>
<p>In einer Welt, in der der Leistungsdruck enorm ist und die Firmen am liebsten tadellose-niemals-krank-seiende und emotionslosen Roboter besch&#228;ftigen w&#252;rden, f&#228;llt oftmals die Erziehung der Kinder diesen Faktoren zum Opfer.<br />
So arbeiten heutzutage h&#228;ufig beide Elternteile. Oftmals auch in mehrere kleinere Jobs gleichzeitig, die den Lebensunterhalt sichern.<br />
An sich ist dieser Druck der Gesellschaft schon immens und ein famili&#228;res Leben macht die Situation nicht einfacher.</p>
<p>Dass ein Erwachsener mehrere Stunden am PC verbringt (verbringen muss), das Ger&#228;t danach ausmacht und in „seine Welt“ zur&#252;ckkehrt, ist normal. Seine Erziehung, lernen von Werten und F&#228;higkeiten, fand noch in einer Welt ohne viele der heutigen technischen Spielereien statt.<br />
Die sozialen Schranken, die es damals noch nicht gab, trennen die Gesellschaftsschichten immer mehr von einander.<br />
Mittel- und Unterschicht nehmen den gr&#246;&#223;ten Teil der deutschen Gesellschaft (Arbeiter, Angestellte etc) ein  – doch es profitieren lediglich die H&#246;hergestellten. Dabei geht es weniger um die Kaufkraft, als um die Perspektiven.<br />
W&#228;hrend diese halb- und ganztags Betreuung in Anspruch nehmen k&#246;nnen oder durch Hausangestellte in den eigenen W&#228;nden ein soziales Umfeld schaffen.<br />
Manche k&#246;nnen dies jedoch nicht. Die Kinder bzw. Heranwachsenden verbringen die Zeit nach der Schule dann am PC und surfen im Internet, Chat und den sozialen Netzwerken.</p>
<p>Eine Auswirkung davon ist abnehmendes Bewusstsein f&#252;r Sprache und Sprachgebrauch.<br />
Doch bei einem Kind oder Jugendlichen besteht die Gefahr einer sozialen Abstumpfung.<br />
Manche Studien m&#246;gen sagen, dass solche Netzwerke/Chats die Kommunikation anregen – aber unter das Wort Kommunikation z&#228;hlt jeder Wortaustausch.</p>
<p>„Ich war heute Schule, rofl lol mein Lerer is voll der Opfer ey.“<br />
„OMG wie hart altah.“</p>
<p>Man bekommt das unfreiwillig mit. So bleiben solche Gespr&#228;che nicht im Internet, sondern breitet sich auf Schulh&#246;fe, &#246;ffentliche Pl&#228;tze und somit in unsere Ohren aus.</p>
<p>Schon vor ein paar Jahren, war es nicht angesagt „deutsch“ zu sein. Deutsche Kinder hatten es schwer. Ein ganzes Land fand sich in einer Identit&#228;tskrise. Besonders in der Unter- und Mittelschicht, in denen viele Migrantenfamilien sich wieder finden, wurde die wachsende Anzahl deutscher Mitmenschen geschnitten. So entwickelte sich ein „Ausl&#228;nder-Deutsch“ (Herablassend auch „Kanacken-Deutsch“ genannt, ein Ausdruck, den ich pers&#246;nlich unm&#246;glich finde)<br />
Der typische Deutsche war zu sauber, zu glatt, zu korrekt in seiner Form – zu uncool f&#252;r die Kids.<br />
So passten viele sich den Sprachgewohnheiten von den ausl&#228;ndischen Kumpels an.<br />
Das Problem war und ist, dass viele dieser Kinder Deutsch nicht als Muttersprache hatten und haben. Meist in der ersten und oftmals auch in zweiter Generation, sprechen diese Kinder zu Hause nicht die Landessprache, sondern die Sprache der Eltern und Vorfahren – ausschlie&#223;lich.<br />
Die daraus resultierenden schlechten schulischen Leistungen sind oftmals die Folge der Fremdsprache Deutsch.</p>
<p>Ein Kreislauf, der jetzt auch die deutsche Generation einholt. Denn im kindlichen Leichtsinn ahmt man gerne (Sprach-)Eigenheiten nach und passt sich seiner Umgebung an. Und doch wurde man immer durch die sozialen Schranken in die selbigen gewiesen.<br />
So ist es bislang so gewesen, dass Heranwachsende z.B. irgendwann mal heimlich an der ersten Zigarette pafften – weil es verboten ist und das Verbotene reizt.<br />
F&#252;r viele ist dieser Zug das erste und letzte Mal gewesen. Vielleicht wird mal im Kiosk ein Lutscher geklaut, vielleicht eine Rauferei. Man kann den „T&#228;tern“ aber die  Grenzen zeigen, die einem klarmachen sollen, dass das falsch war. Die meisten Kids verstehen das. Schlie&#223;lich will man ja nicht „b&#246;se“ und kriminell sein oder werden. Man wollte nur ein bisschen die Grenzen ausreizen, sie aber nicht &#252;berschreiten.<br />
Sp&#228;testens in der Pubert&#228;t legt man solche kindlichen Eigenheiten ab oder &#8211; so hart es klingen mag – halt nicht und lernt die H&#228;rte des Gesetzes kennen.</p>
<p>Doch die heutigen Probleme kennen weder soziale noch gesetzliche Grenzen.<br />
F&#252;r falsches Deutsch wurde noch niemand verhaftet. F&#252;r unfreundliche Ausdr&#252;cke und emotionslose Belanglosigkeit, gibt es keine gesetzliche Strafe.</p>
<p>Mit dem Wachstum des Internets und der Virtualisierung aller Charaktereigenschaften (Freude, Leid, Streit etc) stirbt das Bewusstsein f&#252;r die Realit&#228;t ab.<br />
Kinder, die nach der Schule nur in einem Forum „posten“ und den Begriff „Freunde“ nur von  ihrer MySpace-Liste kennen, sind keine Seltenheit mehr. Keine „Randgruppe“. Zu viele Heranwachsende werden von ihren Eltern sich selbst &#252;berlassen. Und aufgefangen werden sie von Facebook, Sch&#252;lerVZ und Co.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/F0yGG5D1wt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="295" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/F0yGG5D1wt4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Da viele Eltern diese Probleme aus ihrer Jugend nicht kennen und ihre eigene soziale Ader durch das reale Leben gepr&#228;gt wurde, sind sie sich vielleicht auch nicht der Situation bewusst.</p>
<p>Doch fragen wir uns was hat es f&#252;r Auswirkungen auf ein Kind, das Emotionen nur auf dem Bildschirm sieht?<br />
Woher soll jemand sozialen Umgang lernen, wenn man Freundschaften nur aus Foren oder sozialen Netzwerken kennt?<br />
Wie soll ein Bewusstsein f&#252;r Handeln entstehen, wenn auf eine Aktion keine Reaktion folgt?<br />
Der Gebrauch von Schimpfw&#246;rtern, Beleidigungen und Drohungen erfolgt ohne Konsequenz.<br />
Der falsche Gebrauch der Sprache erfolgt ohne Korrektur.</p>
<p>Und wenn diese Heranwachsenden den Computer ausmachen und aus der T&#252;r gehen, projizieren sie ihr virtuelles Leben auf die reale Welt.</p>
<p>Folgen? Das bleibt abzuwarten. Die Vorzeichen f&#252;r die Zukunft der modernen Welt sind alles andere als rosig.<br />
Denn in der Realit&#228;t gibt es keine Smilies, Tastaturen und keinen Neustart oder Aus-Knopf.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2230&amp;md5=25271f216b5be0a89c6dcf766d3ee852" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2230&amp;md5=25271f216b5be0a89c6dcf766d3ee852" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Pr&#252;fungen, Joints &amp; Tr&#228;nen</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/03/pruefungen-joints-traenen/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 07:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[#unibrennt]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Blidung]]></category>
		<category><![CDATA[Burnout]]></category>
		<category><![CDATA[Klausuren]]></category>

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		<description><![CDATA[Inzwischen sind ist der Gro&#223;teil der Pr&#252;fungen vorbei und damit k&#246;nnen die Bachelor-Studenten wieder etwas durchatmen. Denn w&#228;hrend der Klausurenphase stehen die Studenten unter einem extremen Druck, innerhalb weniger Wochen m&#252;ssen viele Klausuren geschrieben werden. Diese erfordern selten eigenes Denken, sondern vor allem gutes Auswendiglernen. Ein Bericht. Die Tr&#228;nen laufen ihre Wangen herunter. Wie soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Inzwischen sind ist der Gro&#223;teil der Pr&#252;fungen vorbei und damit k&#246;nnen die Bachelor-Studenten wieder etwas durchatmen. Denn w&#228;hrend der Klausurenphase stehen die Studenten unter einem extremen Druck, innerhalb weniger Wochen m&#252;ssen viele Klausuren geschrieben  werden. Diese erfordern selten eigenes Denken, sondern vor allem gutes  Auswendiglernen. Ein Bericht.<br />
</strong><br />
Die Tr&#228;nen laufen ihre Wangen herunter. Wie soll sie das nur  schaffen? Sie hat nur noch vier Tage, um sich den gesamten Stoff von  vier Veranstaltungen der letzten zwei Semester einzutrichtern. Lena* ist  Bachelorstudentin. Genau wie ihr Freund, der hat heute Mittag schon  seinen ersten Wodka getrunken. &#8220;Ich halte das sonst nicht durch&#8221;, sagt  er und meint die Klausurenphase. Sein Mitbewohner raucht jetzt jeden  Abend drei Joints, um einschlafen zu k&#246;nnen. Er hat Angst, seinen  Nebenjob bei einem renommierten Marktforschungsinstitut zu verlieren,  weil er vor lauter Lernen diesen Monat die erforderlichen Stunden nicht  erbringen kann.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/03/jointsvodkabachelor.jpg" alt="Bachelor Studenten im H&#246;rsaal" width="470/" /><br />
Bachelor Studenten im H&#246;rsaal. <span style="color: #888888;">// Unter <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/">CC BY-ND 2.0</a> bei</span><a rel="cc:attributionURL" href="http://www.flickr.com/photos/karola/"><span style="color: #888888;"> Karola Rieger </span><br />
</a></p>
<h3>Die Nerven in der WG liegen blank</h3>
<p>Auch Lena geht zweimal die Woche vor der Uni arbeiten, ihre Eltern  k&#246;nnen ihr nicht gen&#252;gend Geld geben, damit es zum Leben reicht.  Wenigstens hat sie das Gl&#252;ck, in einem Bundesland ohne Studiengeb&#252;hren  zu wohnen, sonst m&#252;sste sie noch mehr arbeiten. Daf&#252;r ist eigentlich  keine Zeit, schlie&#223;lich ist der Bachelorstudiengang als 40-Stunden-Woche  konzipiert, mit sechs Wochen Urlaub im Jahr. Die Semesterferien sind  schon lange keine mehr, sie nennen sich nicht umsonst &#8220;vorlesungsfreie  Zeit&#8221;. Da werden dann Klausuren reingeschoben, es sind Hausarbeiten zu  schreiben und Praktika zu absolvieren.</p>
<p>W&#228;hrend der Klausurenphase ist der Stress besonders hoch. Die Nerven  in der WG liegen blank, schlie&#223;lich z&#228;hlen alle Arbeiten bereits f&#252;r die  Abschlussnote. Auch sonst haben die Noten einen hohen Stellenwert: Wer  zum Beispiel mit dem <a href="http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc80_de.htm" target="_blank">ERASMUS-Programm</a> ein Auslandssemester belegen will, muss Bestnoten  vorlegen, denn nur diese z&#228;hlen im Auswahlverfahren. In das  Motivationsschreiben wird nur im Ausnahmefall mal hineingeschaut.</p>
<p>Echtes Wissen und Verstehen ist dabei kaum gefragt, sondern vor allem  Auswendiggelerntes. Das macht auch eine Professorin recht deutlich,  wenn sie andeutet, dass man mit logisch hergeleiteten Antworten in der  Klausur nicht punktet, sie will das Lesen was auf ihren Folien stand.</p>
<h3>Burnout schon nach sechs Semestern</h3>
<p>Unter den Studierenden hat sich der Begriff &#8220;Bulimielernen&#8221;  eingeb&#252;rgert: Man stopft sich bis zur Klausur m&#246;glichst alles Wissen  rein, um es danach wieder auszukotzen, damit Platz ist f&#252;r die n&#228;chste.  Dabei sind es dieses Semester sogar weniger Klausuren, im letzten  mussten innerhalb weniger Wochen 11 Pr&#252;fungsleistungen abgelegt werden.  Auch dem sonst immer so motivierten Kommilitonen fehlt da der Antrieb:  &#8220;Mit macht einfach nichts mehr Spa&#223;&#8221;, sagt er. Egal ob es darum geht  sich f&#252;r das Studium zu motivieren oder seine Freizeit zu gestalten:  Antriebslosigkeit, ein Symptom von Burnout. Er hatte sich vorgestellt,  mehr in die Dinge einzutauchen, die ihn interessieren, aber das  durchstrukturierte Studium l&#228;sst es kaum zu, eigene Pr&#228;ferenzen zu  setzen.</p>
<p>Im letzen Jahr hatten die Studenten mit zahlreichen Streikaktionen  auf ihre Lage auf ihre Studiensituation aufmerksamgemacht. Tausende  gingen w&#228;hrend der Bildungssreikwoche im Juni auf die Stra&#223;e, und im  Winter waren &#252;ber 80 H&#246;rs&#228;le in ganz Europa waren besetzt. Inzwischen  wurden Nachbesserungen an dem kritisierten Bachelorstudiengang  versprochen. Aber von diesen Reformen werden Lena &amp; Co.  wahrscheinlich nichts mehr haben. Denn bis die  Verbesserungen der  Reformen umgesetzt werden, sind sie mit ihrem Bachelorstudium durch.</p>
<p><em>(*Name ge&#228;ndert</em>)</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2331&amp;md5=e5837e3b6cea3f3493bf35d13104563d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2331&amp;md5=e5837e3b6cea3f3493bf35d13104563d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Rache ist s&#252;&#223;: Blogger klaut Hegemann die Domain</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/02/rache-ist-suesse-blogger-klaut-hegemann-die-domain/</link>
		<comments>http://netzfeuilleton.de/2010/02/rache-ist-suesse-blogger-klaut-hegemann-die-domain/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 11:56:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Langes Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Axolotl Roadkill!]]></category>
		<category><![CDATA[Domaingrabber]]></category>
		<category><![CDATA[Helene Hegemann]]></category>
		<category><![CDATA[plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem vor 2 Wochen bekannt wurde, dass das Literaturwunderkind Helene Hegemann bei einem Blogger abgeschrieben hat, scheint es nun eine Art Racheaktion aus der Blogosph&#228;re zu geben. Gibt man die Adresse www.axolotlroadkill.de in seinen Browser ein, landet man auf dem anonymen Weblog netzfeuilleton.de. Dreistes Domaingrabbing? Verletzung von Markenrechten? Ideenklau eines genialen Titels? Der Betreiber des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem vor 2 Wochen <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/axolotl-roadkill-alles-nur-geklaut-05022010.html" target="_blank">bekannt  wurde</a>, dass das Literaturwunderkind Helene Hegemann bei einem  Blogger abgeschrieben hat, scheint es nun eine Art Racheaktion aus der  Blogosph&#228;re zu geben. Gibt man die Adresse <a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">www.</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">axolotlroadkill</a><a href="http://www.axolotlroadkill.de/" target="_blank">.de</a> in seinen  Browser ein, landet man auf dem <span style="text-decoration: line-through;">anonymen</span> Weblog <a href="../../" target="_blank">netzfeuilleton.de</a>.<br />
</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/02/axolotlnzf.jpg" alt="Auf diesem Blog landet man, gibt man axolotlroadkill.de ein." /></p>
<p><strong>Dreistes Domaingrabbing? Verletzung von Markenrechten? Ideenklau eines genialen Titels?</strong><strong> Der  Betreiber des Blogs hat jetzt eine Stellungnahme zu diesen Vorw&#252;rfen ver&#246;ffentlicht. Wir dokumentieren  die Stellungnahme exklusiv in voller L&#228;nge:</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Das sind  diese Domaingrabbervorw&#252;rfe &#8211; also wie das juristisch ist, wei&#223; ich  leider nicht so genau. Sonst finde ich mein Verhalten und meine  Arbeitsweise aber total legitim und mache mir keinen Vorwurf, was  vielleicht daran liegt, dass ich aus einem Bereich komme, in dem man  auch an das Schreiben von einem Blog eher journalismusm&#228;&#223;ig drangeht,  sich also &#252;berall bedient, wo man Quellen findet. Ideen gibt’s sowieso  nicht, nur Inspiration. Und mir ist es v&#246;llig egal, woher Leute die  Elemente ihrer ganzen Verschw&#246;rungstheorien nehmen, die Hauptsache ist,  wohin sie sie tragen. Von mir selber ist &#252;berhaupt nichts, ich selbst  bin schon nicht von mir (dieser Satz ist &#252;brigens von Helene Hegemann  geklaut) – ich habe das bloggen antrainiert gekriegt vor 2 Jahren und  trainiere mir jetzt immer noch Sachen und Versatzst&#252;cke an, aber mit  einer gr&#246;&#223;eren Stilsicherheit. Das sind Postings und Kommetare und auch  einfach bestimmte Trackbacks, die mich pr&#228;gen und weiterbringen in dem,  was ich &#228;u&#223;ern und vermitteln will, und da beraube ich total  schonungslos meine Freunde, Blogger, das ganze Internet und auch mich  selbst. Wenn da die komplette Zeit &#252;ber reininterpretiert wird, dass  das, was ich getan habe, eine Stellvertreterracheakt der Blogosph&#228;re f&#252;r  die Plagiate von Frau Hegemann ist, muss auch anerkannt werden, dass  ich mich freue, dass diese ganze Diskussion die Blogs auch weiter  gebracht hat in diesem Jahr und so. Also ich meine, dass die <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EF5C3BCCE8BBA4BEB9A375B48BF06CD87~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ</a> jetzt auf der  Titelseite des Feuilletons eine Lobhymne auf Blogs singt und ihre Leser  auffordert am besten selbst gestern damit angefangen zu haben, dass gabs letztes  Jahr noch nicht. Und die Blogs besch&#228;ftigen sich ja schon lang mit der  Abl&#246;sung von diesem ganzen Urheberrechtsexzess durch das Recht zum  Kopieren und zur Transformation. Ich selbst habe die Aktion als „Spa&#223;“  bezeichnet, das ist sie auch, aber nur &#252;ber die Spa&#223; und Satire kommen  wir der Wahrheit nahe. Das, was wir machen, ist eine Summierung aus den  Dingen, die wir erleben, lesen, mitkriegen und tr&#228;umen. Es gibt da  ziemlich viel, was mit meinen Gedanken korrespondiert und sich in mein  Gehirn einschreibt, dadurch aber gleichzeitig auch etwas komplett  anderes wird. Ich bin nur Untermieter in meinem eigenen Kopf. Hegemann,  von der ich insgesamt 2 Worte, ohne sie gro&#223; ver&#228;ndern zu m&#252;ssen,  regelrecht abgeschrieben habe, ist eine junge Schriftstellerin,  deren Buch einen Teil der alternativen Lebensweise, auf den Punkt  gebracht hat, und mit der ich &#252;ber das Domaingrabbing auch ein St&#252;ck  weit versuche, in Kommunikation zu treten. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=EwTZ2xpQwpA">Tay Zonday</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=I1scwq7DhfI">Rick Astley</a>, <a href="http://http://icanhascheezburger.com/2007/09/12/copy-cat/">Lolcat</a>, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ErMWX--UJZ4">Ukuleleboy</a> und alle meine Freunde aus dem Internet: Ich  versuche, deren Fragestellungen weiterzuf&#252;hren und mir selbst Antworten  zu geben. Trotzdem habe ich nat&#252;rlich einen legitimen Anspruch der Leute  nicht ber&#252;cksichtigt, weil mir die juristische Tragweite nicht bewusst  und ich, so leid es mir tut, total gedankenlos und egoistisch war. Und  obwohl ich meine Aktion und mein Prinzip voll und ganz verteidige,  entschuldige ich mich daf&#252;r, nicht von vorneherein alle Menschen  entsprechend gewarnt zu haben,<a href="http://www.buchmarkt.de/content/41393-axolotl-roadkill-helene-hegemann-und-ullstein-verlegerin-dr-siv-bublitz-antworten-auf-plagiatsvorwurf.htm?hilite=Hegemann"> deren Gedanken</a> ich hier auf die Schippe  nehme.&#8221;</p>
<p style="padding-left: 30px;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">F&#252;r mehr von netzfeuilleton.de<a href="http://twitter.com/netzfeuilleton"> folgt uns bei Twitter</a> und abonniert <a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton">den RSS-Feed</a>.<span style="color: #888888;"> Titelbild unter CC by <a href="http://www.flickr.com/photos/brads365days/">bslavinator</a>.</span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="color: #888888;">[amazon-slideshow align="center" height="200" tracking_id="kingofkingz0e-21" width="250"]cff03d1e-0705-43b6-9d52-ee006ee16c58[/amazon-slideshow]<br />
</span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2246&amp;md5=52f8463f8a22cef6b174d11da918caac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2246&amp;md5=52f8463f8a22cef6b174d11da918caac" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;In letzter Zeit greif ich lieber zur RZ&#8221; &#8211; Was twittern einer Lokalzeitung bringt</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 16:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kurzes Blättern]]></category>
		<category><![CDATA[Laden & Klicken]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Seine Kollegen denken wohl noch immer, dass er einfach zu viel Zeit habe, meint Christian Lindner bei der Vortragsreihe “Das Leben im Netz” an der Uni Mainz. Christian Lindner ist Chefredakteur der Rhein-Zeitung und spricht im Rahmen seines Vortrags &#252;ber “Das Schweizer Messer Web 2.0 – Die vielf&#228;ltigen Effekte von Twitter bei der Rhein-Zeitung”. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seine Kollegen denken wohl noch immer, dass er einfach zu viel Zeit habe, meint Christian Lindner bei der<a href="http://netzhocker-mz.blogspot.com/"> Vortragsreihe “Das Leben im Netz”</a> an der Uni Mainz. Christian Lindner ist Chefredakteur der Rhein-Zeitung und spricht im Rahmen seines Vortrags &#252;ber “Das Schweizer Messer Web 2.0 – Die vielf&#228;ltigen Effekte von Twitter bei der Rhein-Zeitung”. Er ist seit dem 23.01.2009 als <a href="http://twitter.com/RZChefredakteur">@RZChefredakteur</a> auf Twitter unterwegs und z&#228;hlt damit bis heute zu den wenigen Chefredakteuren, die selbst twittern.<br />
Warum er damit angefangen hat? Twitter ist seiner Meinung nach das optimale Medium f&#252;r Journalisten. Schlie&#223;lich sind diese gewohnt sich kurz und pr&#228;gnant auszudr&#252;cken, dadurch ist die Zeichenbeschr&#228;nkung f&#252;r ihn kein Problem: “Ein erfahrener Journalist empfindet 140 Zeichen geradezu als komfortabel.” Inzwischen hat seine Rhein-Zeitung &#252;ber 30 redaktionelle Twitter-Accounts, die insgesamt auf &#252;ber 12.000 Follower kommen (Man darf von einigen Doppel-Followings ausgehen))</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/01/christianlindner.jpg" alt="Der @RZChefredakteur beim Twittern" /><br />
<span style="color: #888888;">Der @RZChefredakteur beim Twittern. Foto von <a href="http://senadpalic.de/">Senad Palic</a>, geschossen an einem der Followerabende. </span></p>
<p>Doch die Follower folgen nicht nur, sondern interagieren mit dem Medium. Christian Lindners Credo lautet n&#228;mlich: Pers&#246;nlich twittern! Automatisierte Nachrichtenfeeds, wie sie bei den meisten Nachrichtenseiten noch State of the Art sind, kommen bei ihm nicht in Frage. Durch diese Ansprechbarkeit der einzelnen Autoren, Ressorts, und Regionalredaktionen ist es auch m&#246;glich, dass die Leser eigene Themen und Hinweise weiterleiten.</p>
<p>Lindner z&#228;hlt auf: Unf&#228;lle, Einbr&#252;che oder seltsame Unternehmenspleiten, auf viele Themen haben die die engagierten Follower hingewiesen und irgendwann verliert man den Glauben hier nur gesch&#246;nte Einzelf&#228;lle pr&#228;sentiert zu bekommen. Mehrere Hinweise am Tag bek&#228;me die Rhein-Zeitung inzwischen, erz&#228;hlt Lindner, und dabei ginge es keineswegs nur um triviale Geschichten. Auch der ein oder andere Tipp aus gro&#223;en regionalen Unternehmen und der Hinweis auf ein politisches Skand&#228;lchen auf Landesebene soll schon dabei gewesen sein. Whistleblowing via Twitter.<br />
Erstaunlich ist, dass hierbei nicht einmal auf Anonymit&#228;t Wert gelegt wird, sondern diese Hinweise von personalisierten Accounts kommen.<br />
Die Erkl&#228;rung findet Lindner leicht: &#220;ber Twitter geht der Kontakt schnell und einfach und die Leute haben Vertrauen zur Marke Rhein-Zeitung.</p>
<p>Vor allem Menschen und Themen die man sonst nicht erreicht h&#228;tte w&#252;rde die Rhein-Zeitung jetzt st&#228;rker ansprechen. Das Image der sonst als recht verstaubt geltenden Lokalzeitung profitiert. Die Abonnenten der Printzeitung sind im Schnitt 51 Jahre, 46% &#252;ber 50. F&#252;r eine Lokalzeitung normal, aber die Auflage schwindet. Noch seien die Zahlen zwar stabil, aber Lindner glaubt an ein weiteres Abnehmen der Abonnentenzahlen. Eines seiner Instrumente dagegen ist Twitter, hier erreicht die Zeitung j&#252;ngere Menschen und ein, der Zeitung sonst eher fernes, Klientel. Von dem bisherigen Erfolg dieses Weges zeugen zwar noch keine Eindeutigen Zahlen, <a href="http://twitter.com/reneguels/status/7374951815">aber</a> <a href="http://twitter.com/altherr/status/5766818344">einige</a> <a href="http://twitter.com/blattwerk/status/3401712877">Tweets</a>:</p>
<p><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2010/01/RZTwitter.jpg" alt="null" /></p>
<p>Umgekehrt ist der Rhein-Zeitung aber auch daran gelegen den eigenen Lesern Twitter n&#228;her zu bringen. So promotet die RZ, die eigenen Twitter-Accounts recht prominent<a href="http://rhein-zeitung.de/rztwitter/"> auf der eigenen Seite</a> &#252;bersichtlich aufgeteilt nach Region und Ressort. Und um Neu-Twitterern &#252;ber Startschwierigkeiten hinwegzuhelfen, empfehlen sie auch gleich<a href="http://rhein-zeitung.de/rztwitter/index1.html"> lesenswerte Twitterer aus der Region</a> und haben das Projekt der „Twitterpaten“ ins Leben gerufen. Die Twitterpaten sollen Neulinge beim Microbloggingdienst ansprechen und etwas an die Hand zu nehmen. Au&#223;erdem veranstaltet die Rhein-Zeitung ab-und-zu Followerabend, bei denen einige Follower in die Redaktion eingeladen und herumgef&#252;hrt werden.</p>
<p>Fassen wir also zusammen, welche Vorteile hat die Rhein-Zeitung von Twitter:</p>
<ol>
<li>Image-Gewinn gerade bei J&#252;ngeren</li>
<li>Steigerung der Reichweite (bei einer <a href="http://webevangelisten.de/soziale-netzwerke-als-linkgeber">Webevangelisten-Untersuchung</a> landete die RZ noch vor der Tagesschau)</li>
<li>Verst&#228;rkung der Blatt – Leserbindung</li>
<li>Kontakt zu den Lesern</li>
<li>Besseres Bild der eigenen Leser</li>
<li>Verf&#252;gbarkeit des Wissens vieler, Stichwort Crowdsourcing. So fragt die RZ bei bestimmten Themen immer mal wieder die Follower nach Mithilfe. Zum Beispiel bei der Frage nach besonders <a href="http://twitter.com/GixxerDavis/status/7399428454">kaputten Stra&#223;en</a> oder den <a href="http://rhein-zeitung.de/on/09/12/13/rlp/r/schnee/schnee.html">sch&#246;nsten Schneebildern</a>.</li>
</ol>
<ol>
<li><a href="http://www.twitvid.com/3579B">Ehrliche Kritik</a> und direktes Feedback, sowie <a href="http://twitter.com/Monte_Mare/status/7371684156">Fehlerhinweise.</a></li>
</ol>
<ol>
<li>Hinweise auf lokale Themen, die der Zeitung sonst vielleicht entgangen w&#228;ren.</li>
</ol>
<p>Das sind sicher keine neuen Erkenntnisse, und mit etwas gesundem Menschenverstand h&#228;tte man darauf auch von selbst kommen k&#246;nnen, aber die Rhein-Zeitung tritt eben den Beweis an, dass all die schlauen Tipps der zahlreichen <a href="http://twitter.com/tspe/status/6925126200">Social-Media Berater</a> ab und zu ein Funken Wahrheit enthalten.</p>
<p>Wie hat die Rhein-Zeitung das geschafft?</p>
<p>Christian Lindner hat daf&#252;r eine klare Erkl&#228;rung: F&#252;r ihn mitentscheidend war, dass er eben nicht zur Technikabteilung gegangen ist und gesagt hat:“Macht mal was mit diesem Twitter.“, sondern er als Chef selbst angefangen hat zu twittern und es so in die Redaktion hineingetragen hat. Bei der Rhein-Zeitung twittern alle Redaktionsabteilungen selbst. Auf die Frage, wie denn die alt eingesessenen Redakteure auf die neue Aufgabe im Redaktionsalltag reagiert haben, sagte er, dass man niemanden zum twittern gezwungen habe, man habe Ihnen das Werkzeug an die Hand gegeben und gesagt mach mal und wenn auffiel, dass jemand sich zur&#252;ck hielt, wurde angesprochen, wo die Probleme liegen. Bei den neu angekommenen <a href="http://twitter.com/RZVolontaere">Volont&#228;ren</a> besteht der Chef allerdings auf die Verwendung der Sozialen Dienste. Schlie&#223;lich nutzen die Meisten Twitter &amp; Facebook privat und k&#246;nnen das selbstverst&#228;dnlich auch gewinnbringend in die Redaktion einbringen.</p>
<p>Ob diesem Beispiel weitere Zeitungen folgen werden? Lindner glaubt schon, vor allem um zuk&#252;nftige Leser zu erreichen, &#252;ber welchen Verbreitungskanal auch immer diese dann die Zeitung konsumieren.</p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2144&amp;md5=d7e1a00d7297fd88052b30ce06c264bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2144&amp;md5=d7e1a00d7297fd88052b30ce06c264bb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Das ewige Lied vom Spiel mit dem Tod</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 16:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulysses</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bewegen & Beschäftigen]]></category>
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		<description><![CDATA[Die &#220;berschrift l&#228;sst erahnen, das sich nachfolgender Text genauso plump den niederen Trieben anbiedert wie die Produkte die er zum Inhalt hat. Denn die nie oder nur oberfl&#228;chlich und einseitig gef&#252;hrte Diskussion &#252;ber "exzessive Gewaltdarstellung in interaktiven Unterhaltungsmedien" muss endlich auch vom Netzfeuilleton vorurteilsfrei abgefertigt werden. Und grade jetzt, da der letzte Amoklauf und das damit einhergehende emotionale Aufheizen der Thematik einige Zeit zur&#252;ckliegt, kann ich gen&#252;sslich und frei von jedem Schuldgef&#252;hl meine GARANTIERT recherchefreie Meinung ins Weltgeb&#228;lk ritzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#220;berschrift l&#228;sst erahnen, das sich nachfolgender Text genauso plump den niederen Trieben anbiedert wie die Produkte die er zum Inhalt hat. Die f&#252;rchterlichen Killerspiele n&#228;mlich! Nat&#252;rlich k&#246;nnte es ebensogut um Bingoabende im Altenheim gehen, um Aktienhandel oder um <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hV1NBHL9Fa4">Grim Fandango</a>. Aber keine Angst, der lockere Einstieg soll keineswegs die Ernsthaftigkeit dieser Glosse in Zweifel ziehen. Denn die nie oder nur oberfl&#228;chlich und einseitig gef&#252;hrte Diskussion &#252;ber &#8220;exzessive Gewaltdarstellung in interaktiven Unterhaltungsmedien&#8221; muss endlich auch vom Netzfeuilleton informationssfrei abgefertigt werden. Und grade jetzt, da der letzte Amoklauf und das damit einhergehende emotionale Aufheizen der Thematik einige Zeit zur&#252;ckliegt, kann ich gen&#252;sslich und frei von jedem Schuldgef&#252;hl meine GARANTIERT recherchefreie Meinung ins Weltgeb&#228;lk ritzen.</p>
<p><img src="http://farm5.static.flickr.com/4055/4268455377_07899e4438_o.jpg" alt="null" width="574" height="463" /><br />
<strong><em>(v.l.n.r.: Outlaw-1978, GI Joe-1985, Metroid-1986, Splatterhouse-1987)</em></strong></p>
<p>Zuallererst sei gesagt: ich mag Videospiele, je splattriger, roher, &#252;berzogener &#8211; desto besser. Besonderst Spiele wie <a href="http://www.youtube.com/watch?v=e9JyqlU6EHY">Manhunt</a>, oder &#8220;Gewaltpornographie&#8221; wie es Thomas Willman in seiner &#228;usserst lesenswerten <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/16/16968/1.html">Abhandlung</a> so sch&#246;n formuliert, haben es mir angetan. Ein einziger feuchter Traum f&#252;r mordl&#252;sternd-sabbernde Sofapsychopathen. Da dr&#228;ngt sich dem angewiderten Feuilletonpublikum nat&#252;rlich zu Recht die Frage auf: Was bringt einen Erwachsenen, der sich nicht vor seinen pubertierenden Buddies profilieren muss dazu seine Freizeit mit einem derart offen sadistischen Spiel zu f&#252;llen? Nun, zun&#228;chst mag man sich das interessante Setting, die gr&#246;sstenteils dichte &amp; beklemmende Atmosph&#228;re oder eine schwere Kindheit als Schutzbehauptung vors Gesicht halten. Aber da macht man es sich etwas zu einfach, wie ich finde. Auch wenn es einem nicht schmeckt sollte man es sich auf der Zunge zergehen lassen, das derartige visuelle Gewaltexzesse <a href="http://www.gwup.org/infos/themen-nach-gebiet/107-sonstige-themen/734-der-so-genannte-aggressionstrieb">das B&#246;se</a>, Gewaltt&#228;tige in uns mit fiesen kleinen Gl&#252;ckshormonen f&#252;ttert, die uns unser steriles Leben im todverleugnenden Alltag vorenth&#228;lt. Wer erlebt denn heutzutage das Sterben noch als einen nat&#252;rlichen Teil des Lebens? Das geschieht meist in speziellen Einrichtungen: Altersheimen, Krankenh&#228;usern oder &#8220;Irgendwo in Afrika&#8221;. Aber unter der emotional durchgestylten Fassade des aufgekl&#228;rten Zivilisationsmenschen lauert noch immer das Tier. Und auch die sch&#246;nsten Sublimierungstechniken in Erziehung, Sozialisation und dem BGB helfen nur im Idealfall wirklich nachhaltig.</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2709/4268455629_6d122236f3_o.jpg" alt="null" width="574" height="458" /><br />
<strong><em>(v.l.n.r.: Wolfenstein 3D-1991, Mortal Combat-1992, Doom-1993, Resident Evil-1996)</em></strong></p>
<p>Selbst das T&#246;ten f&#252;r unsere Ern&#228;hrung wurde an einige wenige outgesourct und wir k&#246;nnen die marinierten, portionierten und abgepackten &#220;berreste ohne Konfrontation mit dem Sterben des Individuums f&#252;r unseren kleinen Hunger zwischendurch aus der K&#252;hlabteilung nehmen. Kein Wunder das einige, mehrheitlich m&#228;nnliche, Exemplare unserer Art in diese martialischen Scheinwelten fl&#252;chten, wo sie als umjubelter Heroe auf dem Schlachtfeld, fernab aller modernen Moralzw&#228;nge, Beute jagen und Troph&#228;en sammeln k&#246;nnen um die eigene Bedeutungsarmut im urbanen R&#228;derwerks besser zu ertragen. In der telemedial aufbereiteten Realit&#228;t ist der Tod das gr&#246;sstm&#246;gliche Drama, stets tragisch, immer bis zum Erbrechen emotionalisiert obwohl es doch niemanden betrifft ausser jenen die diese traurige Nachricht auch ohne den bem&#252;ht ernst dreinblickenden Anchorman bekommen h&#228;tten. &#8220;Heute wieder hunderte Tote bei ethnischen S&#228;uberungen im Sudan.&#8221; Pfff, na und? 100 rotz ich bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=s8970_-Te9Y&amp;feature=related">Dead Rising</a> locker in ein paar Minuten weg! Gamer argumentieren ja gern mal das virtuelle T&#246;ten als reine Reflexhandlung aus dem Schussfeld, der Mord als blosse Reaktion auf vorberechnete Problemstellungen im Rahmen mathematischer Pr&#228;zisionsmechanik. Wie der Schlachter, der K&#252;he im Akkord um ihre inneren Organe erleichtert, bis das Lebewesen zum blossen Reizausl&#246;ser verkommt. Ist das wirlich <a href="http://www.stern.de/panorama/christian-pfeiffer-zu-killerspielen-die-spiele-beeinflussen-die-psyche-587888.html">vergleichbar</a> mit dem Abschlachten animierter Polygonhaufen, selbst wenn sie immer realistischer werden? Ein durchschnittlicher Spieler wie ich hat mittlerweile sicherlich die gesamte Einwohnerzahl einer gutbewohnten Gro&#223;stadt am Bildschirm liquidiert. Bin ich dadurch jetzt der perfekte Killer, der beim kleinsten optischen Reiz ohne mit dem Mitgef&#252;hl zu zucken einen sauberen Headshot abliefert? Immerhin hat es in unserer Geschichte ja der eine odere andere liebende Familienvater auch ohne diese Form des multimedialen Drills zum M&#246;rder, Folterer oder Vergewaltiger geschafft. Allerdings geht es bei der selbsternannten Debatte ohnehin nicht um mich und andere adulte Freaks sondern um Helen Lovejoys <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Qh2sWSVRrmo">Lieblingsargument</a>!</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2717/4268456061_56958792f3_o.jpg" alt="null" width="570" height="463" /><br />
<em><strong>(v.l.n.r.: Postal-1997, Soldier of Fortune-2000, GTA 3-2001, BloodRayne-2002)</strong></em></p>
<p>Es ist in der Tat ein kleiner Unterschied ob man mit der virtuellen Gewaltverherrlichung von ihren grobpixeligen Anf&#228;ngen bis zum bluttriefenden Effektfeuerwerk grossgeworden ist, oder schon als Minderj&#228;hriger mitten in die hochaufl&#246;sende Blutwurstproduktion geworfen wird. F&#252;r die Entwicklung eines Kindes ist es wohl kaum f&#246;rderlich wenn es sich w&#228;hrend des seelisch-moralischen Reifungsprozesses vornehmlich mit Mord und Totschlag besch&#228;ftigt. Erlebt man auf einschl&#228;gigen Foren, wie sich <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Q_UfO_k1WDY">&#8220;die Jugend von heute&#8221;</a> damit br&#252;stet die brutalsten Spiele schon vorm Fr&#252;hst&#252;ck wegzuschlecken, wird einem reichlich flau im Schambereich. Dennoch, die meisten <a href="http://www.moderne-helden.de/helden/prof-christian-pfeiffer.html">modernen Helden</a> k&#246;nnen oder wollen ganz einfach nicht verstehen, das Videospiele schlicht nicht mehr nur f&#252;r die lieben Kleinen von heute konzipiert werden sondern auch f&#252;r die lieben Kleinen von fr&#252;her, die sich die Lust am Spiel bis in die ausgereifte Seri&#246;sit&#228;t erhalten haben. Sicher w&#228;re es nicht verkehrt, wenn die Kids sich in ihrer Freizeit der freiwilligen Feuerwehr, dem Fussballverein oder anderen, <a href="http://media.ebaumsworld.com/picture/osiris0900/Coloring.png">p&#228;dagogisch wertvolleren Aktivit&#228;ten</a> widmen w&#252;rden, statt nur noch stundslang <a href="http://www.hasen-farm.de/blog/wp-content/uploads/2009/01/konzentrationssack.jpg">vorm Bildschirm</a> zu hocken. Aber erstens wird das ausser in Extremf&#228;llen in der Praxis durchaus nebeneinander praktiziert, und zweitens kann man mit einem Killerspielverbot leider keine Eltern dazu zwingen sich besser um ihre Kinder zu k&#252;mmern. Staatlicher Jugendschutz, ja bitte! Aber wo eine Beh&#246;rde beginnt f&#252;r die Einstufung &#8220;ab 18&#8243; Auflagen zu machen f&#228;ngt die Zensur halt an. Muss der Alkoholgehalt von Whisky in Zukunft dem von Bier angepasst werden, oder wie soll ich das verstehen? Gut, Vater Staat begluckt halt auch das fl&#252;gge gewordene Volk gern ein wenig f&#252;rsorglicher als es manchen lieb ist, passt auf das wir Hakenkreuze nur in Geschichtsb&#252;chern oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=fBh_b45OLiU&amp;feature=related">geschmackvollen Propagandaschinken</a> sehen m&#252;ssen und sorgt sich um unsere seelische Gesundheit wenn wir uns zuviel visuelle Gewalt reinh&#228;mmern. Es tut mir ja leid, aber mein Gewaltkonsum ist nunmal kein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Ob1IqTl50-8">Schrei nach Liebe</a> und erst recht kein Grund f&#252;r eine Entm&#252;ndigung, Mutti. F&#252;r mich macht es nunmal keinen Unterschied ob ich als roter Klempner <a href="http://www.videogamesblogger.com/wp-content/uploads/2009/05/koopas-and-goombas-and-they-call-us-the-badguys-artwork-small.jpg">Goombas und Schildkr&#246;ten</a> zermatsche oder mit einer Kettens&#228;ge <a href="http://www.gearfuse.com/wp-content/uploads/2009/08/brain-cupcakes1.jpg">Zombiehirne</a>. In Videospielen gibt es nunmal keine Zivilisten, keine traumatisierten Familien, kein Leid und kein Schmerz. Wenn ich in GTA reihenweise Passanten abknalle weil die verfickte Mission auch beim 10. Mal fehlgeschlagen ist, dann werden die selben Charaktermodelle eine Ecke weiter wieder frisch und munter ihre Scripts abarbeiten, genau wie mein Alter Ego wenn es auf den letzten Metern zum Hotdog-Stand von einem Taxi &#252;berrollt wird. Zumindest dort funktioniert diese Idee mit der Auferstehung einwandfrei, was auch daran liegen mag das es nun einmal nicht real ist.</p>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2765/4269198830_fdfcfc7bea_o.jpg" alt="null" width="564" height="453" /><br />
<em><strong>(v.l.n.r.: Manhunt-2003, The Suffering-2004, The Punisher-2005, Modern Warfare 2-2009)</strong></em></p>
<p>Sicherlich, die &#252;berwiegende Mehrheit aller Spiele bieten fesselnde Unterhaltung mit spannenden Geschichten und spassigem Gameplay ohne im Sekundentakt die Texturen rot zu tapezieren. Aber als komplexes Wesen wird es mir ja wohl erlaubt sein, &#8220;das weisse Band&#8221; &amp; &#8220;Bad Taste&#8221; als gute Unterhaltung zu empfinden und <a href="http://www.youtube.com/watch?v=S25tlrvqP_8">Bach</a> in einer Playlist mit <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZozMGIV7UQc">Terrormasta</a> zu haben ohne gleich zum Meisendoktor zu m&#252;ssen, oder? Und ob ein gewaltt&#228;tiger Irrer sich nun an <a href="http://farm3.static.flickr.com/2478/3735128450_fcf463259b_o.jpg">Killerspielen</a>, der <a href="http://www.20min.ch/news/ausland/story/Abtreibungs-Gegner---Das-war-kein-Mord--18383051">Bibel</a>, dem <a href="http://info.kopp-verlag.de/uploads/RTEmagicC_child4.jpg.jpg">Koran</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Metal">Black Metal</a> oder dem <a href="http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&amp;source=/kulturzeit/themen/86587/index.html">F&#228;nger im Roggen</a> aufgeilt, kann doch wohl kaum ein seri&#246;ser Ansatz f&#252;r die Pr&#228;vention solcher Wahnsinnstaten sein. Bisher jedenfalls hat weder eine ernstzunehmende Studie noch meine pers&#246;nliche Erfahrung Belege f&#252;r die Vermutung geliefert das psychisch stabile Menschen durch visuelle Gewalt verrohen. Vieleicht sollten einige hartn&#228;ckige Verbotsfanatiker ihrem heiligen Krieg f&#252;r die familienfreundliche <a href="http://www.youtube.com/watch?v=6DRlhV4ngWE&amp;feature=related">Medienwelt</a> eine kurze Pause g&#246;nnen und ihre Gem&#252;ter mit diesem <a href="http://www.spiele-umsonst.de/im-ok-t5.html">netten Spielchen</a> ein wenig abk&#252;hlen. Aber bitte nicht im Real-Life nachahmen, auch wenns sicher schwer f&#228;llt! Nun, was bleibt am Ende eines derart ausufernden Schwalls noch anzumerken? Vieleicht das trotz aller Rechtfertigungsversuche und der schamlosen Sch&#246;nf&#228;rberei die meisten Gamer doch nur total abgestumpfte Psychokiller sind die nur darauf warten bei Herrn Beckstein zuhause mit dreckigen Schuhen Amok &#252;ber den guten Teppich zu laufen! Oder eben auch nicht.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=BJiBnpmZkJM&amp;feature=related">Monkey see, Monkey kill!</a></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2099&amp;md5=a8f23bc680b641dd71bd0434d72b753b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2099&amp;md5=a8f23bc680b641dd71bd0434d72b753b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Titten, Forellen und Troph&#228;en</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2009/12/titten-forellen-und-trophaeen/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 15:16:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>OptimusPrime</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Flimmern & Sehen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Pro7]]></category>
		<category><![CDATA[Reality TV]]></category>
		<category><![CDATA[Ruth Moschner]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
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		<description><![CDATA[OptimusPrime, unser bisheriger vorallem Buchkritiker, hat Fernsehen geschaut und viel Sex gesehen: Aufmerksame Leser meines Blogs d&#252;rften bei der Themenwahl l&#228;ngst eine eindeutige Tendenz ausgemacht haben. Vermehrt drehte es sich zwar noch um Zwischengeschlechtes, doch meist ebenso sehr um Medienkritik, insbesondere Fernsehkritik. Mein Gespr&#228;ch mit Ben und Pasu von Mellowvibes, die f&#252;r den &#8220;Deutschlands Vergessene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>OptimusPrime, unser bisheriger vorallem <a href="http://netzfeuilleton.de/category/lesen/buch/">Buchkritiker</a>, hat Fernsehen geschaut und viel Sex gesehen:</strong></p>
<p>Aufmerksame Leser<a href="p://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/"> meines Blogs </a>d&#252;rften bei der Themenwahl l&#228;ngst eine eindeutige Tendenz ausgemacht haben. Vermehrt drehte es sich zwar noch um Zwischengeschlechtes, doch meist ebenso sehr um Medienkritik, insbesondere Fernsehkritik. <a href="http://meinrap.de/2009/12/03/mellowvibes-im-exklusiv-interview-mit-meinrapde-teil-1/">Mein Gespr&#228;ch mit Ben und Pasu von Mellowvibes</a>, die f&#252;r den &#8220;Deutschlands Vergessene Kinder&#8221;-Sampler verantwortlich sind, hat mich allerdings noch einmal darin best&#228;rkt, dass Medien eine unfassbar gro&#223;e Rolle haben. Nicht umsonst rappte Prinz Pi einst &#8220;Sex and the City erzieht euch zu Huren&#8221;, denn:</p>
<blockquote><p>Laut einer neuen US-Studie sind Teenager-Schwangerschaften doppelt so wahrscheinlich, wenn Jugendliche im Fernsehen h&#228;ufig Programme mit sexuellen Inhalten sehen.       <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=734913"><span style="font-size: x-small;">(Quelle)</span><br />
</a></p></blockquote>
<p>Es ist inzwischen &#252;ber 2 Jahre her, dass ich einen Beitrag dar&#252;ber geschrieben habe, was f&#252;r eine schlechte Entwicklung die immer noch als &#8220;Wissenssendung&#8221; beworbene Pro7-Produktion Galileo zu verzeichnen hat. Schon damals kam eine solche Sendung nicht mehr an  der Best&#228;tigung der &#8220;Sex sells&#8221;-These vorbei und musste sich somit  unbedingt dem <a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/OptimusPrimeTime/9707/">Geschmack von Sperma</a> widmen. Besser wurde es auch nicht mit dem darauf folgenden Boom von Reality-Serien, die nicht selten vorgaben, <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEC2AC63FF4FC149E3AAA101C0F7B1C671%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html">das typische Deutschland</a> zu zeigen. Sch&#246;n, dass unser Land scheinbar nur aus Prostituierten, Problemkindern und Hartz-Vier-Empf&#228;ngern besteht. Und w&#228;hrend Galileo st&#228;ndig irgendwelche Saunas und Sport-BHs nat&#252;rlich immer mit rein wissenschaftlichem Blick getestet hat, bot das Realityshow-Format gen&#252;gend Freiraum, um einfach zu sagen: Ja ok, hier habt ihr jetzt einfach mal Titten. Beispiel gef&#228;llig?</p>
<blockquote>
<div>
<ul>
<li>&#8220;Kleine Br&#252;ste, schlechte Mutter&#8221; (16.10.2008)</li>
<li> &#8220;Busen oder Baustelle&#8221; (20.10.2008)</li>
<li> &#8220;Neuer Busen, neues Gl&#252;ck&#8221; (24.10.2008)</li>
<li> &#8220;Meine Schrumpfbrust ruiniert meine Ehe&#8221; (27.10.2008)</li>
<li> &#8220;Ich arbeite im Bordell f&#252;r gr&#246;&#223;ere Br&#252;ste&#8221; (26.11.2008)</li>
<li> &#8220;Bauch weg, Busen weg, Job her&#8221; (26.11.2008)</li>
<li> &#8220;Ich bin h&#228;sslich und lass mich rundum operieren&#8221; (1.12.2008)</li>
<li> &#8220;Punk, Piercing und Brust-OP&#8221; (4.12.2008)<span style="font-size: x-small;"><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2008/12/08/fernsehen-und-realitaet-2-die-busenfixierung-von-pro-sieben.aspx"><br />
(Quelle)</a></span></li>
</ul>
</div>
</blockquote>
<p>Und seit 2008 hat sich da nicht viel getan. Zugegeben, Galileo ist auf die Themen &#8220;Essen&#8221; und &#8220;Wasserrutschen&#8221; umgestiegen, aber ansonsten ist ein Niveau-Anstieg weiterhin kaum zu erkennen. Um Juli dieses Jahres hielt es beispielsweise RTL f&#252;r notwendig, <a href="http://magazine.web.de/de/themen/gesundheit/krankheiten/8514764-TV-Sendung-zeigt-OP-im-Intimbereich,cc=000005542900085147641zQKR0.html">die erste Intim-Operatorion im Fernsehen</a> &#252;bertragen zu m&#252;ssen. &#8220;Der Schnitt im Schritt&#8221;, wie web.de so sch&#246;n titelte. Und weil solche Formate sch&#246;n viel Quote bringen und durch immer weitere Tabubr&#252;che die Extreme weiter verschoben werden, ist es f&#252;r &#246;ffentlich-rechtliche Sender umso einfacher, auch am Gesch&#228;ft mit der Ausstrahlung von sexuellen Inhalten teilhaben zu k&#246;nnen, indem sie sich in dem mittlerweile breit gef&#228;cherten Mittelfeld platzieren. Da kann das ZDF dann unter dem Titel <a href="http://www.shortnews.de/start.cfm?id=773722">&#8220;Sommernachtsfantasien&#8221;</a> inzwischen ganz einfach tendenziell schl&#252;pfrige Inhalte ins Programm schmuggeln, schlie&#223;lich bleibt einem immer noch die &#8220;Guckt doch mal, was RTL macht, und ihr regt euch &#252;ber Sommernachtsfantasien auf&#8221;-Karte.</p>
<p>K&#252;rzlich hat Pro7 dann auch schon totgeglaubte D-Promis reanimiert, um abermals die vollkommen nutzlose und bildungsfreie Sendung &#8220;All about Sex &#8211; Promis kl&#228;ren auf&#8221; ein weiteres Mal ins Programm zu holen. Untertitel &#252;brigens: &#8220;Basiswissen f&#252;r Sie und Ihn&#8221;. Ich habe zwangweise an diesem Fernseherlebnis teilhaben d&#252;rfen, als ich &#8211; zu meiner Entschuldigung &#8211; auf TV Total gewartet habe. Aber diese 10 Minuten haben auch schon vollkommen gereicht. Dass Lorielle London, ehemals Lorenzo, mit der Abk&#252;rzung &#8220;GV&#8221; nichts anfangen kann &#8211; okay. Dass eine mir unbekannte Person etwas von verhakten Piercings von Zunge und Penis erz&#228;hlt &#8211; naaaa gut. Dass der Kommentator dann bei dem Wort &#8220;Penis&#8221; ganz emp&#246;rt tut, Warnblinkanlagen erscheinen und die Dame nur in einem ironisch inszenierten Sicherheitstrakt weiter erz&#228;hlen darf &#8211; schon nahezu ein Witz. Zeigt uns aber auch dass Pro7 irgendwie schon wei&#223;, dass das nicht ganz in Ordnung ist, was sie da veranstalten. Die Kr&#246;nung kommt aber erst durch Ruth Moschners Auftritt beim Thema &#8220;Sexpannen&#8221;. Ruth Moschner, &#252;brigens keineswegs begleitet von Signalsirenen, erz&#228;hlt &#252;ber das Problem, als Frau mit einer tiefgek&#252;hlten Forelle zu masturbieren, weil diese dann mit der Zeit beim Selbstbefriedigungsakt tauen w&#252;rde und dann die Schuppen zu Widerhaken werden. Sch&#246;n, dass wir das um viertel vor 12 gekl&#228;rt haben, Frau Moschner. Das geh&#246;rt nichtmal nachts um 3 ins Fernsehen.</p>
<p>Doch damit nicht genug. Pro7 hatte auch schon den n&#228;chsten Streich f&#252;r Januar geplant. &#8220;<a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,666428,00.html">50 pro Semester&#8221;</a> hei&#223;t die Sendung, in der zwei Studenten mit dem Ziel gegeneinander antreten, m&#246;glichst schnell mit 50 verschiedenen Frauen zu schlafen. Ein weiterer Tiefpunkt der Niveaulosigkeit. Umgehend wurden Proteste laut.</p>
<blockquote><p>Bayerns Familienministerin Christine Haderthauer (CSU) sagte der Zeitung „Passauer Neue Presse“: „Es ist eine verheerende Botschaft an alle Zuschauer, wenn Frauen und M&#228;nner in einer Art moderner Kopfgeldjagd zu Sexobjekten degradiert werden.“     <span style="font-size: x-small;"><a href="http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2009/12/10/pro-sieben-show/doku-soap-50-pro-semester-sorgt-fuer-wirbel.html">(Quelle)</a></span></p></blockquote>
<p>Die Ank&#252;ndigung des Formates zog eine der schnellsten Sendetermin-Verschiebungen der Geschichte nach sich. Dennoch: Die Ausstrahlung wurde bisher nur verschoben, keineswegs gestrichen. Und selbst wenn sie gestrichen wird, wird der n&#228;chste Tabubruch sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ich glaube nicht daran, aber hoffen wir, dass sich die Jungs vom Fernsehen f&#252;r 2010 ein paar gute Vors&#228;tze gemacht haben.</p>
<p><span style="color: #888888;">Dieses Posting erschien urspr&#252;nglich im <a href="http://blog.hiphop.de/OptimusPrimeTime/58966/">OptimusPrimeTime-Blog </a>auf hiphop.de. Foto: CC </span><span style="color: #888888;"><a href="http://www.flickr.com/photos/splorp/">Slorp</a></span></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2070&amp;md5=34927fc8ead3352944a537ca4209e238" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=2070&amp;md5=34927fc8ead3352944a537ca4209e238" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>1 Jahr netzfeuilleton</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 23:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jannis Kucharz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Jahr ist das netzfeuilleton nun schon alt und damit hat es die oft kritische Halbwertszeit von Blogs &#252;berlebt. Und wir k&#246;nnen einiges Aufweisen: Zahlreiche Verlinkungen von sogennanten A-Blogs, der Twitter-Account @netzfeuilleton hat inzwischen &#252;ber 600 Follower, wir haben in den PONS Rechtsschreibcharts inzwischen 3 Fleissbildchen gesammelt und unseren RSS-Feed haben derzeit ca. 175 Leser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Ein Jahr ist das netzfeuilleton nun schon alt und damit hat es die oft kritische Halbwertszeit von Blogs &#252;berlebt.<br />
</strong> Und wir k&#246;nnen einiges Aufweisen: <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/01/07/twitternder-mp-kandidat-hessen/">Zahlreiche</a> <a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/15/grundeinkommen-–-der-film/">Verlinkungen</a> <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/10/13/drei-mashup-beats-remix-soundtrack-destroyer-alben-fur-lau/">von</a> sogennanten <a href="http://www.fernsehlexikon.de/7136/you-cant-get-away-with-on-cnn/">A-Blogs</a>, der Twitter-Account <a href="http://twitter.com/netzfeuilleton">@netzfeuilleton</a> hat inzwischen &#252;ber 600 Follower, wir haben in den<a href="http://charts.pons.eu/"> PONS Rechtsschreibcharts</a> inzwischen 3 Fleissbildchen gesammelt und unseren <a href="http://feeds2.feedburner.com/Netzfeuilleton">RSS-Feed </a>haben derzeit ca. 175 Leser abonniert.</p>
<p>Doch diese schn&#246;den Zahlen dr&#252;cken nat&#252;rlich l&#228;ngst nicht aus, was dieses Blog ausmacht. Da w&#228;ren die zahlreichen anregenden und spannenden Leserkommentare oder die vielen Autoren, die schon f&#252;r uns geschrieben haben. Da w&#228;ren die Treffen im echten Leben, die durch das Blog zustande gekommen sind und die PR-Mails, die t&#228;glich mein Postfach fluten.</p>
<p>Und wir wollen weitermachen und euch (was soll man auch anderes an dieser Stelle sagen) euch in Zukunft noch mehr bieten. Da w&#228;re zum einen, der frisch eingerichtete Twitter-Account <a href="http://twitter.com/morgenlinks">@morgenlinks</a>, der euch Rund um die Uhr mit spannenden und lesenswerten Artikeln versorgen soll. Wir w&#252;rden uns freuen, wenn ihr das Angebot zahlreich annehmt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/uploads/2009/01/1monatnzf.jpg" alt="1 Jahr netzfeuilleton.de" /><strong></strong></p>
<p>Als weiteres kleines Geschenk h&#228;tten wir noch einige Google Wave Invites. Auch wenn diese nicht mehr ganz so rar sind wie zum Start des viel gehypten Dienstes m&#246;chten wir sie euch gerne zur Verf&#252;gung stellen. Etwas &#252;ber 20 sind da, first come, first serve. Einfach bei der unten angegebenen E-mail Adresse oder <a href="http://twitter.com/netzfeuilleton">via Twitter</a> melden.</p>
<p>Ausserdem wollen wir nat&#252;rlich unser regul&#228;res Blogangebot weiter ausbauen und dazu suchen wir: Weitere Autoren!</p>
<p>Wenn du also stark interessiert bis im Bereich Kultur, sei es jetzt B&#252;cher, Film, Theather oder Musik und du uns einige Arbeitsproben zu senden kannst, dann mail uns einfach unter kontakt[&#228;t]netzfeuilleton.de. ((Genauso gerne sind Gastblogger gesehen, die vielleicht nur f&#252;r ein bestimmtes Thema ihr heimeliges Blog verlassen wollen, oder jedem der hier mal einen spannenden Beitrag ver&#246;ffentlichen m&#246;chte)) Wir freuen uns &#252;ber Zuwachs und spannende Debatten bei uns auf der Seite und hoffen euch auch im n&#228;chsten Jahr begleiten zu d&#252;rfen.</p>
<p>Ein frohes Fest w&#252;nscht</p>
<p><strong>Die netzfeuilleton-Redaktion</strong></p>
 <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=1998&amp;md5=d8a0a584984ce2603a50cad0dc9aaba6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p> <p><a href="http://netzfeuilleton.de/?flattrss_redirect&amp;id=1998&amp;md5=d8a0a584984ce2603a50cad0dc9aaba6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://netzfeuilleton.de/wordpress2/wp-content/plugins/flattrss/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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