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	<title>Comments on: Endstation Afghanistan, bitte alles aussteigen!</title>
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	<description>Medien, Meinung, Kultur</description>
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		<title>By: Ulysses</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/01/endstation-afghanistan-bitte-alles-aussteigen/comment-page-1/#comment-1942</link>
		<dc:creator>Ulysses</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 15:39:37 +0000</pubDate>
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		<description>mir scheint das du, ika, besser beraten w&#228;rst hier artikel zu schreiben statt deine durchaus interessant formulierte meinung hier in den comments so ausufern zu lassen..</description>
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		<title>By: Ika</title>
		<link>http://netzfeuilleton.de/2010/01/endstation-afghanistan-bitte-alles-aussteigen/comment-page-1/#comment-1938</link>
		<dc:creator>Ika</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 23:59:01 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wenn dein Gegner dir Verhandlungen anbietet, so bek&#228;mpfe ihn mit aller H&#228;rte.&quot; Es bleibt nur zu hoffen, dass die Herren Taliban nicht Sunzis &quot;Die Kunst des Krieges&quot; gelesen haben, wovon bei einer Alphabetiesierungsquote wie oben genannt nicht auszugehen ist.

Jetzt ist es also wieder soweit: 

die &#214;ffentlichkeit blickt dumpf zu den Obrigen und die w&#228;rmen alte Ideen auf. Wie gut  man mit den Taliban verhandeln kann, beweist ja das Beispiel Pakistan. Da hat man den Jungs die Scharia im Swat-Tal geboten unter der Bedingung, dass sie dann h&#252;bsch artig sind.  Die haben genickt, gewartet bis alle weg waren und sich dann weiter verbreitet. Das Ende der Geschichte, die Intervention, sollte jedem noch im Ged&#228;chnis sein.

Jetzt kommen also mehr Truppen nach Afghanistan. Und das ist gut. Jeder Offizier dort sagt seit Jahren nichts anderes und die sollten es wahrscheinlich am besten wissen. Au&#223;erdem kann man dem Erstarken der Feinde eben nur mehr Truppen entgegen setzen. Das lernt man bereits bei den d&#252;mmlichsten Strategiespielen. Wenn man sich ins Lager setzt und wartet, wird irgendwann halt mal die Rakete nicht mehr 50m neben dem Lager einschlagen.

Einzige kurzfristige Alternative neben Abzug also: Raus gehen. Drauf hauen. Gleichzeitig muss man versuchen irgendwie Ans&#228;tze von Struktur in das Land zu bekommen. Da denke ich weniger an Demokratie, als an Stra&#223;en und ein Minimum an Sicherheit. 

Ja, Deutschland hat sich eine schwere Aufgabe aufgeladen. Was bleibt ist, daraus zu lernen. Wir sollten uns nicht mehr an internationalen Eins&#228;tzen beteiligen, wie in Afghanistan. Das hei&#223;t aber nicht, dass wir jetzt aus dem Land sollten.

Deutschland ist mit dem Eintritt in den B&#252;ndnisfall eine Verpflichtung eingegangen. Gegen&#252;ber der NATO und vor allem gegne&#252;ber den Menschen in Afghanistan. Jetzt zu gehen, weil der Krieg nicht so fein l&#228;uft, wie wir uns das mit unserer romantischen Vorstellung von Demokratisierung vorgestellt haben, w&#228;re feige und verantwortungslos. In K&#252;rze w&#228;ren die alten Machthaber wieder da, w&#252;rden vermutlich ein Blutbad anrichten und in zw&#246;lf Jahren g&#228;be es vielleicht den 11. September #2. Wir haben die Suppe gekocht. Und jetzt wird sie auch gegessen. Auch wenn Deutsche sterben werden, gestorben sind. Soldaten sind eben keine Entwicklungshelfer. Sie sind Soldaten, die ihr Leben f&#252;r die Interessen ihres Land aufs Spiel setzen und die auch daf&#252;r t&#246;ten wenn es sein muss. Wer das nicht einsieht, dem rate ich dringend davon ab zum Bund zu gehen.

Und wenn es dem Volk nicht passt, dass ihre Soldaten vom frommen Hochwasserhelfer zum W&#252;stenfuchs mutiert sind, sollte es oder besser seine politischen Figuren, in Zukunft vorsichtiger bei der Entsendung von Truppen sein, insbesondere in Ecken der Welt, wo wahrscheinlich an dem Tag, wo die Afghanistansache besiegelt wurde, die meisten von denen, die sie besiegelt haben nicht mehr wussten als unsereins heute.

Aber wer hat angesichts des 11. September schon einen k&#252;hlen Kopf bewahrt?

Es bleibt zu hoffen, dass wir irgendwie wieder aus der Sache rauskommen und unsere Soldaten nicht umsonst gestorben sind... und wohl auch noch sterben werden. Wird weder lustig, noch einfach werden.

Ika</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn dein Gegner dir Verhandlungen anbietet, so bek&#228;mpfe ihn mit aller H&#228;rte.&#8221; Es bleibt nur zu hoffen, dass die Herren Taliban nicht Sunzis &#8220;Die Kunst des Krieges&#8221; gelesen haben, wovon bei einer Alphabetiesierungsquote wie oben genannt nicht auszugehen ist.</p>
<p>Jetzt ist es also wieder soweit: </p>
<p>die &#214;ffentlichkeit blickt dumpf zu den Obrigen und die w&#228;rmen alte Ideen auf. Wie gut  man mit den Taliban verhandeln kann, beweist ja das Beispiel Pakistan. Da hat man den Jungs die Scharia im Swat-Tal geboten unter der Bedingung, dass sie dann h&#252;bsch artig sind.  Die haben genickt, gewartet bis alle weg waren und sich dann weiter verbreitet. Das Ende der Geschichte, die Intervention, sollte jedem noch im Ged&#228;chnis sein.</p>
<p>Jetzt kommen also mehr Truppen nach Afghanistan. Und das ist gut. Jeder Offizier dort sagt seit Jahren nichts anderes und die sollten es wahrscheinlich am besten wissen. Au&#223;erdem kann man dem Erstarken der Feinde eben nur mehr Truppen entgegen setzen. Das lernt man bereits bei den d&#252;mmlichsten Strategiespielen. Wenn man sich ins Lager setzt und wartet, wird irgendwann halt mal die Rakete nicht mehr 50m neben dem Lager einschlagen.</p>
<p>Einzige kurzfristige Alternative neben Abzug also: Raus gehen. Drauf hauen. Gleichzeitig muss man versuchen irgendwie Ans&#228;tze von Struktur in das Land zu bekommen. Da denke ich weniger an Demokratie, als an Stra&#223;en und ein Minimum an Sicherheit. </p>
<p>Ja, Deutschland hat sich eine schwere Aufgabe aufgeladen. Was bleibt ist, daraus zu lernen. Wir sollten uns nicht mehr an internationalen Eins&#228;tzen beteiligen, wie in Afghanistan. Das hei&#223;t aber nicht, dass wir jetzt aus dem Land sollten.</p>
<p>Deutschland ist mit dem Eintritt in den B&#252;ndnisfall eine Verpflichtung eingegangen. Gegen&#252;ber der NATO und vor allem gegne&#252;ber den Menschen in Afghanistan. Jetzt zu gehen, weil der Krieg nicht so fein l&#228;uft, wie wir uns das mit unserer romantischen Vorstellung von Demokratisierung vorgestellt haben, w&#228;re feige und verantwortungslos. In K&#252;rze w&#228;ren die alten Machthaber wieder da, w&#252;rden vermutlich ein Blutbad anrichten und in zw&#246;lf Jahren g&#228;be es vielleicht den 11. September #2. Wir haben die Suppe gekocht. Und jetzt wird sie auch gegessen. Auch wenn Deutsche sterben werden, gestorben sind. Soldaten sind eben keine Entwicklungshelfer. Sie sind Soldaten, die ihr Leben f&#252;r die Interessen ihres Land aufs Spiel setzen und die auch daf&#252;r t&#246;ten wenn es sein muss. Wer das nicht einsieht, dem rate ich dringend davon ab zum Bund zu gehen.</p>
<p>Und wenn es dem Volk nicht passt, dass ihre Soldaten vom frommen Hochwasserhelfer zum W&#252;stenfuchs mutiert sind, sollte es oder besser seine politischen Figuren, in Zukunft vorsichtiger bei der Entsendung von Truppen sein, insbesondere in Ecken der Welt, wo wahrscheinlich an dem Tag, wo die Afghanistansache besiegelt wurde, die meisten von denen, die sie besiegelt haben nicht mehr wussten als unsereins heute.</p>
<p>Aber wer hat angesichts des 11. September schon einen k&#252;hlen Kopf bewahrt?</p>
<p>Es bleibt zu hoffen, dass wir irgendwie wieder aus der Sache rauskommen und unsere Soldaten nicht umsonst gestorben sind&#8230; und wohl auch noch sterben werden. Wird weder lustig, noch einfach werden.</p>
<p>Ika</p>
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