Das hört sich doch wesentlich besser an als das massive „Geh nicht hin!“-Gelaber und ist dabei auch noch, ganz ohne Vorschlaghammer, lustiger. [via]
Jahr: 2009
Gewalt? Ohne mich!

Bild: CVJM Würzburg (c)
Gewalt breitet sich unter Jugendlichen – nicht zuletzt durch das Internet und Neue Medien – auf immer mehr Bereiche aus. Warten, bis etwas passiert und dann reagieren? Oder doch vorher agieren und präventiv handeln? Doch was ist sinnvoll und hilft? „Zammgrauft“ ist ein Gewaltpräventionsprojekt, das Jugendliche für Gewaltsituationen sensibilisiert und Handlungsalternativen aufzeigt – mit beachtlichem Erfolg.
Es ist Abend, Sie sitzen im Bus, mit Ihnen ein paar andere Leute. Dazu einige Reihen vor Ihnen ein einzelner Jugendlicher. Um ihn herum stehen zwei weitere, die ihn offensichtlich belästigen und seinen Geldbeutel sowie sein Handy fordern. Als dieser der Aufforderung nicht nachkommt, bedrohen sie ihn, woraufhin er den beiden doch die Gegenstände ausliefert. Die Jugendlichen verschwinden.
Eine Situation, wie sie täglich in Bussen, Bahnen und auf offener Straße vorkommt. Gerade in Schulen werden Mobbing und Gewalt in immer anderen und neuen Art und Weisen zum zunehmenden Problem. Auch unter Mädchen, die immer mehr ebenfalls auf körperliche Gewalt zurückgreifen. Dazu stellt das so genannte Cybermobbing eine neue Art des Mobbings dar, auf die Lehrer wie Eltern zumeist noch hilfloser reagieren als bisher eh schon, sofern es überhaupt bekannt wird. In diesem Punkt sind sich Pädagogen, Lehrer und Polizei einig: Zeit, sich zu überlegen, was sinnvoll getan werden kann, um die Gewalt einzudämmen und sogar präventiv zu agieren anstatt erst hinterher zu reagieren. Streetwork, wie es schon seit Jahren gemacht und stetig weiter ausgebaut wird, und Schulsozialarbeit bieten hier bereits adäquate Optionen. Ebenso geeignete Anlaufstellen für Jugendliche und deren Eltern in allen möglichen Lebenslagen, um nur Beispiele zu nennen. Doch das reicht nicht.
Seit 2001 gibt es in München und Umgebung ein Gewaltpräventionsprojekt mit dem Namen „zammgrauft – Ein Polizeikurs von Anti-Gewalt bis Zivilcourage“ (hochdeutsch: zusammengerauft). Wegen des großen Erfolges wird dieses Projekt seit letztem Herbst nun auch in Würzburg angeboten. Hier kooperieren die Polizei, der CVJM (Christlicher Verein Junger Menschen), der Jugendarbeit in Würzburg macht, und das Jugendamt miteinander, was sich sehr positiv auf die Zielsetzung und Durchfühung auswirkt. Der zweitägige Kurs, der von ausgebildeten Multiplikatoren zusammen mit Jugendbeamten der Polizei durchgeführt wird, ist besonders für Schulklassen aller Schularten, z.T. aber auch für Jugendgruppen konzipiert. Er hat das Ziel, die Jugendlichen auf Gewaltsituationen vorzubereiten, Anti-Gewalt-Strategien zu vermitteln und Gemeinschaft sowie (Selbst-) Vertrauen und Zivilcourage zu entwickeln. In interaktiven Trainingseinheiten und Rollenspielen verbunden mit ständiger Reflexion entsteht eine Gruppendynamik, so dass sich alle Teilnehmer intensiv mit Gewalt auseinandersetzen, um am Ende auf einen gemeinsamen Nenner für den Umgang mit Gewaltsituationen zu kommen. Zur Erinnerung und Verinnerlichung werden die gemeinsam erstellten Verhaltensregeln aufgeschrieben und können später ins Klassenzimmer gehängt werden. Besonders an zammgrauft: Es ist davon auszugehen, dass sich in entsprechend großen wie zufällig zusammengewürfelten Gruppen wie Schulklassen jeweils Täter wie Opfer von Gewalt befinden, die zusammen das gleiche Programm durchlaufen. So ist es für beide Seiten möglich, in spielerischen Aktionen und nicht im Kontext einer Konfliktsituation von ihren Rollen Abstand zu nehmen, neue Verhaltensweisen auszuprobieren und die eigenen sowie die Grenzen anderer wahrzunehmen.
Die Vermittlung von Anti-Gewalt-Strategien soll besonders durch die Sensibilisierung für verschiedene Formen von Gewalt (nicht nur körperlicher), Opfer und die Verletzlichkeit des Körpers erfolgen. Auch sollen Faktoren für die Eskalation einer Auseinandersetzung sowie Handlungsalternativen (ohne Gegengewalt) aufgezeigt werden. Beispielsweise wird eine Situation simuliert, in der ein Opfer verletzt am Boden liegt und andere Menschen stehen um es herum und schauen es an. Hier erfahren die Schüler einmal am eigenen Körper, wie es ist, hilflos zu sein. Und auch im genannten Bus-Beispiel wird das bestohlene Opfer durch einen Schüler gespielt.
Im Bereich der Zivilcourage wird ein optimales Opfer- wie Helferverhalten erlernt und ein adäquates Zeugenverhalten nahe gebracht. Worauf sollte man als Zeuge einer Gewaltsituation achten? Wie sollte man sich als Helfer am besten verhalten? Wie sinnvoll sind Waffen wie Messer zur Selbstverteidigung? Und was bedeutet zivilcouragiertes Verhalten eigentlich?
Immer wieder berichten Lehrer auch Wochen und Monate nach dem Kurs von einer wesentlich verbesserten Klassengemeinschaft und veränderten Rollen einzelner Schüler innerhalb der Gruppe. Außenseiter konnten integriert werden und Jugendliche, die besonders durch delinquentes Verhalten auffielen, schafften es teilweise, Abstand von gewalttätigem Verhalten zu nehmen. Allein durch die Kommunikation innerhalb der Gruppe, die für die Rollenspiele nötig ist, veränderte sich schon die bisherige Gruppendynamik. Zudem wird gemeinsam ein akzeptierter Regelkatalog erarbeitet. Und nicht zuletzt die verbesserte oder erstmals erarbeitete Empathiefähigkeit, die Fähigkeit, mit anderen mitzufühlen und sich in andere hineinzuversetzen, trägt ihren Teil dazu bei, Gemeinschaft zu schaffen.
Dadurch wird auch Vertrauen geschaffen: Es werden gemeinsame emotionale Erfahrungen gemacht, die Schüler erleben körperliche wie psychische Grenzsituationen und verlieren kurzzeitig die Selbstkontrolle. Dadurch müssen sie auch gegenseitig Verantwortung für sich übernehmen, da sie aufeinander angewiesen sind. Erfahrungen, die für viele bereits eine große Schwierigkeit darstellen.
Im vorliegenden Bus-Beispiel wäre also das Ziel, die Bedrohungssituation zu erkennen, Handlungskompetenzen zur Deeskalation aufzuzeigen und sinnvolles Opfer- und Helferverhalten zu erlernen. Zivilcourage durch Handlungssicherheit zu gewinnen, ebenso. Schon als Opfer gilt es, die Bedrohung frühzeitig zu erkennen und so die Situation eventuell schon verlassen zu können. Sollte das nicht möglich sein, ist es wichtig, die Täter zu siezen, nicht anzufassen oder zu provozieren und eine Öffentlichkeit herzustellen, indem man den Busfahrer oder andere Menschen direkt anspricht, Hilfe zu holen. Der Helfer muss lernen, sich niemals selbst in Gefahr zu begeben oder den „Helden“ zu spielen, immerhin könnte es auch noch möglich sein, dass die Täter Waffen bei sich tragen. Außerdem kann auch er direkt den Busfahrer ansprechen oder die Polizei anrufen. Mehrere zusammen könnten eine Überzahl herstellen und so das Opfer gegebenenfalls aus der Situation herausholen. Was in der Aufregung oft vergessen wird: Wie sehen die Täter aus? Welche Klamotten tragen sie? Gibt es besondere Merkmale oder Auffälligkeiten? Und sich dann natürlich hinterher als Zeuge zur Verfügung stellen!
Anschließend wird das Rollenspiel gemeinsam reflektiert und es wird über vertiefende Fragen gesprochen: Wie hat sich das Opfer gefühlt und verhalten und wo hat es sich hingesetzt? Was haben die Fahrgäste empfunden? Wie sind die Täter vorgegangen?
Mal ehrlich: Hätten Sie das gewusst und so gehandelt?
Bleibt zu fragen, ob solch ein zweitägiger Kurs auch nachhaltig Veränderungen erzielen kann. In München ist seit Projektbeginn vor acht Jahren der Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Uni München mit der Evaluation des Projekts vertraut. In Würzburg übernimmt die Soziologie diese Aufgabe. Mit Hilfe von Fragebögen, die die Schüler vor, direkt nach und noch einmal 6 Wochen nach dem Kurs ausfüllen, wird die Wirksamkeit und Effektivität des Trainings empirisch überprüft. Und tatsächlich: Die Zahl derer, die meinen zu wissen, was im Ernstfall zu tun sei und was nicht, ist 6 Wochen nach dem Kurs im Gegensatz zu voher durchschnittlich um knapp 20 % gestiegen. So ist zu erwarten, dass zammgrauft auch in Würzburg über die einjährige Testphase hinaus bestehen bleibt und das Jugendamt hat sogar zugesagt, ab diesem Sommer eine Praktikantenstelle dafür einzurichten.
Doch auch andere Projekte und Aktionen können sich sehen lassen. So bietet eine bayerische Grundschule als erste in Deutschland Schulsozialarbeit für verhaltensauffällige Kinder an. Und Ende letzten Jahres organisierten zwei geschlossene Heimgruppen der Würzburger Diakonie einen Tag der offenen Tür für die Polizei. Bei diesem hatten die Jugendlichen auch mal ohne eine bestehende Konfliktsituation die Möglichkeit, in persönlichen Kontakt mit der Polizei zu kommen und Vorurteile abzubauen. Und als Revanche lud die Polizei die Heimgruppen kurze Zeit später zu sich ein – um schlussendlich in einem spannenden Fußballspiel doch als knapper Sieger vom Platz zu gehen.
Weitere Informationen:
Eigentlich hätte ich gedacht, mich könnte das Internet nicht mehr übermannen. Den Flash durch das Internet und seine eigentliche Hochzeit haben wir doch schon lange hinter uns. Eigentlich.
Hätte man mir vor 10 Jahren gesagt, dass ich heutzutage überall wo ich bin und wann ich will surfen kann…ich weiss nicht ob ich das überhaupt verstanden hätte. Denn damals war der Horizont ein 56 kbit/s Modem mit 250 MB Volumen-Tarif per AOL-Dial-up für ein Haufen Kohle im Monat und das über die Telefonleitung.
Wireless LAN, DSL16000, UMTS und Co waren Begriffe, die es noch nicht gab.
Damals war es schon wunderschön und überhaupt ganz groß, dass man bei einem Kumpel, der ISDN hatte, mit beiden Leitungen des Anschlusses mit fast 128 kbit/s surfen konnte. Generell war das Internet eigentlich keine Musiker-Promoplattform und Verkaufsbazar für große Firmen, sondern ein Kommunikationsmittel. EMail, Instant-Messenger und Chat lebten auf. Internet hatte nicht jeder, man nutzte es nicht so oft und nicht so intensiv. Irgendwie war es nebensächlich. Ein PC ohne Internetanschluss findet man heute seltener. Schließlich sind Preis/Anschaffung nicht mehr so aufwendig. Die Gebühr und Technik sind für Otto-Normal-Bürger erschwinglich und verständlich. Doch um die Jahrtausendwende war das nicht so. Da war jede Minute im WorldWideWeb eine Besonderheit und Abenteuer. Ein Abenteuer, das mit der Zeit zum Alltag wurde und gar nicht mehr so begeisterte.
10 Jahre später liest man auf einer ICE Fahrt mit Tempo 2xx km/h nicht mehr seine Zeitung, man surft im Internet. Zwar habe ich schon im Auto, natürlich als Beifahrer, mit meinem Handy gesurft und auch schon per Laptop mit UMTS-Modem meine eMails abgerufen. Aber eine längere Strecke bequemst surfend am Notebook im Internet zuverbringen war so nah, doch so fern.
Obwohl die Preise bei diversen Anbietern noch sehr hoch sind, gibt es für wenig Geld schon eine Möglichkeit sporadische Internet-Besuche von unterwegs aus. Für irgendeine Firma jetzt hier aber Werbung zumachen – AOL zählt nich, die sind tot – fällt mir gar nicht ein. Doch gemerkt sei: Macht nicht jeden Preis mit. Im nahen EU-Aus- und Umland ist es mittlerweile schon viel viel günstiger als hier zu Lande.
Ein Hoch auf die Technik und die Zukunft. Wer weiss, vielleicht sehen wir das Internet bald auf ganz andere Weise.
Bild by Blackbutterfly
Der nächste Sündenfall im Netzfeuilleton steht bevor. Habe ich mich jüngst mit dem Gina-Lisa Artikel schon in die Boulevardecke vorgewagt und dafürofort s vom hauseigenen Satiriker Kritik geerntet drifte ich nun ab in die Welt des Katzencontent. Ja, Freunde, es ist soweit, auch wir können nicht ewig catcontentfree bleiben. Diesmal habe ich als Deckmantel unsere Websehen-Serie gewählt.
Simon Tofield, selbst Besitzer von 3 Katzen, hat nämlich mit seiner Serie „Simon’s Cat“ den Alltagswahsinn des Lebens mit einer Katze auf Youtube gebannt. Und das mit einigem Erfolg, allein die erste Folge bringt es auf Youtube auf über 8,5 Millionen Views. Ausserdem wurde die Serie inzwischen mit zahlreichen Preisen überhäuft, z.B. dem e „Best Comedy“ Award bei den British Animation Awards 2008. Die neueste Folge wurde vor einem Monat releast, steht auch schon kurz vor 2 Mio. Views und jagte zu Beginn nur so durch die Blogosphäre. Aber genug der Vorrede, ich möchte euch diese überaus lustigen Videohppchen nicht länger vorenthalten:
Darüber hinaus arbeitet Tofield an der Katze in Buchform. Am 1. Oktober ((im UK, Deutschland steht noch nicht fest.)) soll Simon’s Cat zwischen Buchdeckel gepresst weiternerven,vorbestellt werden kann schon jetzt.
UPDATE: Inzwischen gibt es neue Folgen, der niedlichen Katze. Folge 5 mit dem Titel „Hot Spot“ habe ich hier verbloggt und jetzt gibt es die allerneueste Episode: Snow Business.
Da es sich hier um Teil 1 handelt darf man sich um eine sehr baldige Fortsetzung freuen. Bis dahin kann man sich die Zeit mit dem Buch vertreiben, dass nun endlich auch in Deutschland erschienen ist.
Ihr werdet lachen, aber ich hab gestern tatsächlich ein Myspace Profil angelegt. ((Allerdings nur zwecks Interviewkontaktaufnahme)) Ja, die Community für abgehalfterte Nachwuchsband und semiexhibitionistische Teeniegirls gibt es noch. Und sie gibt sich alle Mühe nicht gänzlich an Relevanz zu verlieren.
Da wird zum Beispiel ehemaligen MTV-Moderatoren ein Zuhause geboten, wie Markus Kavka mit seiner Serie „Kavka vs. The Web„.
Und als ich dann eben so durch das vollkommen unübersichtliche Videoaufgebot des SocialNetwork Dinosauriers forstete, stieß ich auf das, was ich in der Überschrift schon verraten habe: Erste Szenen aus Michael „Bully“ Herbigs kommenden Film „Wickie und die starken Männer“.
Szene: WICKIE und die starken Männer (01)
Ich muss sagen, dass ziemlich gespannt bin auf den Film. Denn erstmal war das dazugehörige Schauspielersuchen die einzige unterhaltsame, wirkliche witzige und erfrischend andere Casting Show im deutschen Fernsehen. ((Wie ich vor grauer Urzeit in meinem Blogdinosaurier bemerkte))
Szene: Wickie und die starken Männer (02)
Was man da jetzt sehen kann sieht schon mal sehr gut aus. Die Kostüme und Kulissen sind absolut liebevoll und nah am Vorbild. In den Szenen ist jetzt Gagmässig noch kein Megabrüller dabei, aber erstens war Wickie ja auch keine Comedy-Serie und 2. ist das vielleicht auch ganz gut so, denn nichts ist schlimmer als Filme, die in ihren Trailern alle guten Gags vorweg nehmen und dann beim tatsächlichen betrachten entsprechend lahm wirken.
Szene: Wickie und die starken Männer (03)
Szene: Wickie und die starken Männer (04)
Ganze 13 Szenen kann man sich auf Myspace vorab anschauen, aber da die kruden Videofunktionen des blink-bling-glitzer Netzwerkes keine Playlisterstellung erlaubt, und die späteren Szenen für meinen Geschmack schon etwas zu viel von der Handlung verraten, hier mal die ersten paar Szenen. Wer weiterschauen will, guckt hier.
Szene: Wickie und die starken Männer (05)
Szene: Wickie und die starken Männer (06)
Der gesamte Film, also alle Szenen ohne Lücken, kommt dann am 09. September in die Kinos, wie gesagt ich bin gespannt, immerhin ist das WICKIE! ((Und der neue Bully-Film))
Achso, der offizielle Trailer zeigt dann doch noch ein paar mehr Witze, bzw. wie diese vorraussichtlich den Film über funktionieren:
WICKIE und die starken Männer. Kinostart 09.09.09!

Obamas Gesundheitsreform wird zum beissenden Konflikt seiner jungen Präsidentschaft. Zwischen Fehlinformationen und falscher Kommunikation schürt sich Dank der Berichterstattung von Fox News großer Hass inmitten der Bürger.
Die Vereinigten Staaten haben als einziges westliches Land kein freies Gesundheitssystem für alle Bürger und bauen auf dem Angebot privater Unternehmen auf. Da eine Versicherung nicht zwingend ist, sind rund 45 Millionen US-Bürger unversichert und müssen ihre Arzt- und Medikamentenkosten selbst bezahlen. Dieser Umstand ist seit langer Zeit in der Kritik und wird auch nicht durch die staatliche Gesundheitsfürsorge „Medicaid“ kompensiert. Diese richtet sich zwar mit ihrem Hauptangebot an Familien mit schwachen Einkommen und mit dem zweiten Angebot „Medicare“ auch an Rentner, ist aber in der Praxis keine universelle Hilfe, da die Gelder nur zum Teil von der Regierung getragen werden und die restlichen finanziellen Mittel von den Bundesstaaten geregelt werden, sodass eine landesweite Qualität nicht gewährleistet ist. Zu dem ist nicht jeder berechtigt, Medicare in Anspruch zu nehmen. So verdienen einige Menschen zu viel für Medicare, aber doch zu wenig, um sich privat zu versichern.
Doch auch die Angebote der privaten Krankenversicherungen werden vielfach kritisiert. Beispielsweise behauptet Michael Moore in seiner umstrittenen Dokumentation „Sicko“, dass viele Schicksale aus Profitgier der Unternehmen tragische Verläufe nehmen. So würden einige Menschen wegen Vorerkrankungen abgelehnt, andere im Krankheitsfall durch verschiedene Klauseln aus dem Vertrag gedrängt. Durch die Finanzkrise werden zu dem viele Menschen ihre Versicherung verlieren, da mit 59% die Mehrheit durch ihren Arbeitgeber versichert ist. Dennoch gibt es auch Befürworter des Systems, die gerade die freiwilligen Optionen als Vorteil hervorheben.
Lässt man Zahlen sprechen, sind vor allem die Preise für Medikamente im Vergleich mit anderen Ländern sehr viel höher. Laut einer Studie der OECD bezahlt der durchschnittliche US-Bürger über $700 für Medikamente und braucht jährlich 10 Rezepte. In Kanada werden hingegen 12 Rezepte ausgestellt, aber $200 weniger bezahlt. Eine weitere Statistik behauptet außerdem, dass die USA mit ca. 16% den meisten Anteil aus dem Bruttoinlandsprodukt für medizinische Hilfe im weltweiten Vergleich beziehe. In der finanziellen Fairness steht sie dennoch auf Platz 55, weit unter Deutschland und Kanada, auch wenn die Qualität der Fürsorge auf dem fordersten Rang sitzt.
Im Sinne der „Change“-Parole versprach Barack Obama ein neues Gesundheitssystem, das niemanden mehr benachteilige. Doch die Pläne sind aufgrund widersprüchlicher Aussagen in scharfe Kritik geraten. Neben unglaubwürdiger Aussagen zur angetasteten Steuerpolitik, werden vor allem lange bürokratische Wege gefürchtet. Die gesamte Debatte droht jedoch immer willkürlicher zu werden und ist bisher hauptsächlich von Fehlinformationen und polarisierenden Aussagen geleitet. Diese finden vor allem beim rechten Nachrichtensender Fox News ihr Wachstumspotential.
So wurde bereits mit der Ernennung der neuen Richterin des Obersten Gerichtshof Sonia Sotomayor ein starkes Fundament für weitere Vorwürfe gelegt. Die Juristin steht seit einiger Zeit in der Kritik vieler Republikaner, allen voran Newt Gringrich, dem ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses und führenden Aggregator in der gescheiterten Amtsenthebungs Clintons. Er behauptete unter anderem, dass sie eine Rassistin sei und weiße Männer hasse. Im Kreise dieser Aussagen spitzte sich die Situation zu, als Obama bei einer Pressekonferenz die Verhaftung des schwarzen Harvard-Professors Henry Louis Gates anprangerte und das Verhalten des betroffenen Polizisten als dumm bezeichnete. Da ihm laut Medienberichten zu dieser Zeit keine weiteren Informationen vorlagen, war die voreilige Reaktion ein gefundenes Fressen für Fox News. Glenn Beck, ein bekannter Moderator des Nachrichtensenders, nannte Obama darauf hin einen Rassisten, der etwas gegen Weiße oder speziell die weiße Kultur habe. Wenige Sekunden später widersprach er dieser Aussage, bestätigte sie allerdings später in seiner eigenen Radioshow erneut. Bereits zuvor konnte man fragewürdige Sätze im Zusammenhang mit Barack Obama von ihm hören. Unter anderem sagte er, dass die Amerikaner Dank Obama einer „Heroinsucht“ der Sklaverei verfielen.
Einseitige Berichterstattung, fragewürdige Standpunkte, parteiisch finanzierte Sendungen – Fox News befindet sich seit langer Zeit in heftiger Kritik. Gerade mit der Bush-Ära wuchs eine liberale Front gegen den Sender, der sich jedoch stets auf seine Neutralität beruft. Dennoch ist ein starker Hang zur rechten Seite kaum zu übersehen. So wurde der Irakkrieg und der „War on Terror“ in den wichtigsten Polit-Shows des Senders stets mit allen Mitteln verteidigt. Wenn Argumente gar nicht mehr helfen, kontert beispielsweise das Sendergesicht Bill O‘ Reilly in seiner Sendung „The O‘ Reilly Factor“ mit wütenden „Shut Up“s oder der Abschaltung des Mikrofons seines Gastes. Dieser verglich Obama während seinem Wahlkampf zu dem häufig mit Adolf Hitler und schreckt auch jetzt nicht davor zurück. Doch auch bei seinen Kollegen ist es nicht all zu schwer mit ähnlichen Gleichsetzungen konfrontiert zu werden. Die amerikanische Abwrackprämie „Cash for Clunkers“ wurde vom Sender als eine weitere Maßnahme in Richtung Sozialismus verstanden und trotz ihrer positiven Resultate kritisiert.

Ein Schilderwald soll die Bürokratie der Reformen verdeutlichen.
Inmitten des amerikanischen Nachrichtendschungels braucht es sicherlich auch eine Opposition mit kritischen Blicken auf die Politik der Demokraten, denn gerade während dem Wahlkampf wichen einige Konkurrenten bei der Kritik gerne lieber auf McCain aus und erhoben Obama zu einer Messiasfigur. Als derzeit meistgesehener Nachrichtensender ist Fox News aber sehr stark für die Meinungsbildung verantwortlich und schafft es nicht zuletzt mit standfesten, wenn auch häufig nicht zu begründenden Ansichten, Zweifler auf die eigene Seite zu hieven. Oftmals erhalten viele Theorien gerade dort ihr erstes Publikum und schaffen es dann auch bei der Konkurrenz. So wurde die Birther-Bewegung, die Obamas Geburt in den USA anzweifelt, auch bei CNN mit einer starken Ernsthaftigkeit behandelt, obwohl die hawaiianischen Behörden kurze Zeit darauf ein Foto der Geburtsurkunde, so wie eine Kopie einer Zeitungsausgabe mit einer Glückwunschsannounce zu Obamas Geburt veröffentlichten.
Dabei verliert sich die eigentliche Diskussion immer weiter. Ex-Gouverneurin Sarah Palin konnte so beispielsweise leicht ihre Behauptungen über geplante „death panels“ aufstellen, die entscheiden sollen, ob zum Beispiel ihr Baby mit Down-Syndrom oder ihre Eltern weiterleben dürften. Obwohl dieser Aussage jegliche Grundlage fehlte, fanden sich schnell ihre Verteidiger. Das britische Gesundheitssystem als Ebenbild dieser bürokratischen Entscheidung über Leben oder Tod wurde so schnell zur absoluten Tatsache erklärt, was den englischen Premierminister Gordon Brown dazu veranlasste, von seinem Urlaub aus via Twitter gegen die Vorwürfe zu argumentieren.
Doch auch Obama selbst schafft es kaum, die eigene Argumentation glaubwürdig erscheinen zu lassen. Wieso die privaten Versicherungsunternehmen nicht beeinträchtigt seien, wollte er anhand der amerikanischen Post erklären, die auch schlechter liefe als Konkurrenzangebote wie „Fed Ex“. Ein mangelhaftes Staatsunternehmen ist nun nicht gerade die bester Werbung für staatlich organisierte Gesundheitsversorgung. Auch auf die Fragen zu möglichen Steuererhöhungen ging er auch eher ausweichend ein. Die würde es vermutlich bei der Einführung des Health Care Plan geben und auch Verschlechterungen der Qualität wären bedingt durch deutlich höherer Nachfrage in erster Zeit in Kauf zu nehmen. Zusätzlich würde die Reform sehr viel Geld kosten und darum ist es in den Vereinigten Staaten dieses Jahr eher schlecht bestellt.
Die Opposition verfolgt jeden Schritt Obamas und seine Umfragewerte sind auf seinem persönlichen Tiefststand. Laut Ap-Gfk sind im August nur noch 55% der Befragten mit ihm zufrieden. Nach sechs Monaten lag George W. Bush auf dem gleichen Wert. Zwischen Hasskampagnen mit der Aufschrift „socialism“ und bewaffneten Zuschauern bis hinzu Vergleichen mit Adolf Hitler, muss Obama diesen Konflikt nun lösen und das Vertrauen vieler Menschen wieder gewinnen. Er ist gewillt, Kompromisse einzugehen und hat bereits jetzt die Reformideen zurückgeschraubt. Die nächsten Wochen werden den Ausgang zeigen und wieviel von seinem Change-Versprechen er letzendlich aufrecht erhalten kann.
Wie inzwischen bekannt wurde ist ein Sendeplatz für Oliver Pochers Late-Night-Show bei Sat.1 gefunden: Freitags, um 22.15 Uhr. Damit wird Oliver Pocher den mehr als schwierigen Fun Freitag beerben beziehungsweise beleben. Der Fun-Freitag geriet für Sat1 bisher regelmässig zum Quotendesaster und mehrere Sendungen wurden dort schneller abgesetzt, als man iTeam sagen kann. Nicht umsonst hatte Harald Schmidt Pocher in ihrem letzten gemeinsamen Auftritt vor genau diesem Tag gewarnt ((Zitat: „Scheißtag“)), aber hoffen wir für Pocher auf ein besseres Schicksal.

Late-Night Talker Oliver Pocher. Foto von ChrisHH unter CC
Seine Sendung, die ganz innovativ „Die Oliver Pocher Show“ heißt, wird das erste Mal am 2. Oktober über die Mattscheide flimmern, also 2 Wochen nachdem sein Ex-Mentor Harald Schmdit mit seiner neuen Show antritt. Sie soll „frisch, bissig, schlagfertig, vielseitig und ohne Anstandsdame“ daherkommen, verspricht die Pressemitteilung.
Die Laufzeit von 60 Minuten soll von einer reinweiblichen-Showband, zwei Talkgästen, Stand-Up Einlagen und seinen auszubauenden Parodien gefüllt werden. Ausserdem muss in der Kategorie „Pochers Auftrag“ von Olli jedesmal eine Aufgabe erfüllt werden. Das erinnert an „Rent-a-Pocher“ oder, wie auch die doppelten Talkgäste, an TV Totals „Raab in Gefahr“.
Versucht man also mit Oliver Pocher einen neuen, frühen Stefan Raab zu installieren? Mit Plagiatsvorwürfen sollte man nicht zu vorschnell sein, schließlich sind das meiste lediglich klassische Late-Night Elemente, die bei jeder dieser Shows ihre Anwendung finden. Eine deutsche Daily Show, wie wir sie hier im Netzfeuilleton seit Monaten suchen steht uns aber sicher nicht ins Haus, dazu fokussiert sich Pocher zu sehr auf boulevardeske Elemente rund um Musik, TV & Unterhaltung. Auch wenn sich Oliver Pocher an Jon Stewarts Kollegen Stephen Colbert offensichtlich ab und zu ein Beispiel nimmt:
| The Colbert Report | Mon – Thurs 11:30pm / 10:30c | |||
| Who’s Riding My Coattails Now? – Oliver Pocher | ||||
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Wem auch immer Oliver Pocher nacheifern sollte, oder ob er gar einfach „100 Prozent Oliver Pocher“ bleibt, ich bin sehr gespannt auf die Premiere und freue mich um jede Bereicherung der kargen deutschen Late-Night Landschaft.
mehr…
Vera Lengsfelds Plakat hat für einige Aufregung gesorgt, und das nicht nur Deutschlandweit. Ihre Oberweite schaffte es nun noch weiter, einmal über den Teich in die Show von Jon Stewarts Kollegen Stephen Colbert. |Kommentieren

(gibts für den ganz privaten verfolgungswahn HIER nochmal als überwachten download )
abteilung AngSt.,. -ParANOia– .,,WahNWiTz….

die ultimative funapplication des netzfeuilleton ruft mal wieder zu den waffen und fantastilliarden von phantasiefreunden freuen sich mit mir und meinesgleichen auf neue enthüllungsvoyeurismen aus den kellern des humanistischen geisteslebens..bo-ing genau!…“schöne neue welt-unsere feinde sind wir selbst“..sangen einst die böhsen onkelz und ich kann zwar nur für mich selbst sprechen, aber irgentwo ham se da schon auf nem wahren kern rumgekaut.. denn bevor man sich mit dem motorisch anspruchsvollem rumfingern im eigenen antlitz überfordert, stochert man mit seinen ungewaschenen fingern halt lieber im dreck der „anderen“ und ekelt sich am gestank der aussenwelt satt, damit man vom odor der eigenen verwesung nicht kotzen muss.. keiner will sich die eigenen nasenlöcher fisten..und es ist verständlich weil doch ach so menschlich..so tackern wir uns eifrig echauffiert zensursula und wolle safety aufs feindradar und freuen uns wieder einen der repräsentanten des systems, das wir doch alle mittragen, für unsre sünden auf dem neumedialen altar ausweiden zu können ..damit wir uns angewidert einen auf deren wahnsinn wichsen können wenn wir mal wieder unsre persönlichkeit ins soziale netzwerk kippen oder unsere interessen ins gebälk der suchmaschinen streuen wie körner in die hühnerschar.. wollen wir ihnen wirklich vorwerfen, das sie es gierig aufpicken? in einer marktwirtschaft? bedenkt, diese riesige spielwiese für unser second life finanziert sich grösstenteils dadurch das werber glauben mit aufs persönliche profil zugeschnittenen, entnervend plärrenden pop-ups käufer generieren können..und da fürchten wir uns vor der vorratsdatenspeicherung? wo doch bereits in diesem moment unsere daten von profitorientierten unternehmen gesammelt, archiviert und an den meistbietenden verscheuert werden? aber wir wollen nunmal grenzenlose freiheit und trotzdem lückenlose sicherheit für unsere daten.. dabei haben wir nichtmal die kraft für eins von beiden.. lassen wir die modernen gladiatoren ruhig weiter im kolloseum der öffentlichen aufmerksamkeit zu unsrer unterhaltung und ablenkung um ihre reputation kämpfen bis wir den daumen nach unten recken um ihn uns anschliessend wieder in den after zu schieben und den cäsar turbokapitalismus bis zum nächsten schaukampf hochzujubeln..die totgeweihten grüssen dich… wie leicht lässt ein lecker aufbereiteter skandal das volksempfinden in der blogospähre wie im fieberwahn krakelen bis die leise stimme der vernunft an heiserkeit erstickt.. treibt die säue durchs dorf und werft ihnen die perlen zu füssen.. warum halten wir ,ja WIR, uns denn diese pappkameraden in den parlamenten und aufsichtsräten?…weil sie die kompetentesten sind um unser gemeinwohl zu verwalten?.. bitte,..deren einziger zweck ist es doch bei missernten geopfert zu werden..auf hohem niveau versteht sich.. wir sind ja alle humanisten und so…sie sind die blitzableiter für unsere frustrationen die allen groll von der systemfrage abwenden sollen.. denn merket auf..der markt wirds schon richten.. es es krankt lediglich bisweilen ein wenig am personal.. aber auf die idee, mal zu fragen warum eben jener nur sone gestalten aus seinen elitedärmen kackt, kommt natürlich mal wieder niemand…
(verhaltene) FREUNDSCHAFT!
abteilung emokratie ante portas

abteilung fettmarketing


alle macht der diktatur/freie meinung stört doch nur
denn des volkes einzger zweck/ist zu fressen jeden dreck
den wir freundlich ihm servieren/und es dafür abkassieren
widerworte gibt es nicht/nörgler kommn vors kriegsgericht
foltern,vierteiln-gleich welch qualn/jeder darf sie selbst bezahln
schön ist sie die neue welt/wenn man nur die klappe hält
und die moral dieses gedichts/gehorche-dann passiert dir nichts
abteilung wirkungslos!

abteilung wahlkampf versus wirklichkeit

abteilung wenn ein grinsen töten könnte

(der symphatische soziopath und sein letzter snack)
dieter althaus, ministerpräsident, gebirgsjäger, menschenfreund und kaltgepresster katholik hat nach seiner fordernden schlemmerreise durch österreich und trotz des anstrengenden wahlkampfs zeit gefunden dem BrummKreisel bei seiner positivberichterstattung über seine person behilflich zu sein. wir liessen es uns bei dieser gelegenheit natürlich nicht nehmen, mal kritisch zu hinterfragen warum er denn nun der geilste macker auf gottes grünem acker is.
BK:schönen guten dienstag, altes haus, halten wir uns nicht mit freundschaftlichem geplänkel auf und gehen es gleich knallhart-investigativ an. stimmt es eigentlich, das all jene die nicht für sie stimmen schwule kommunistennazis sind?
DA:nun, und lassen sie mich das einmal in aller deutlichkeit sagen, ja, es gibt ja hier und da vieles das vielen vielversprechen genug erscheint um..ähh wie war die frage?
BK:zu etwas völlig anderem, ihre politik ist ja gekennzeichnet von göttlichem irgendwas und sonstigem heil, warum treten ihre politischen gegner überhaupt noch an, statt weiterhin in satanischen ritualen kinder zu köpfen?
DA:der anschein des demokratischen wettbewerbs muss schliesslich gewahrt werden. ich zitiere bei solchen gelegenheiten immer gern konrad adenauer, der sagte: „gussie, setz schonmal kaffee auf ich geh kacken.“
BK:was sie so für leute kennen, grossartig. reden wir mal über ihre familie. vorbildlich konservative publicitybagage, nehmen wir an?

DA:ja nun, irgentwo zuhause hab ich wohl noch ne frau rumzustehen..müsst ich mal nachschauen. aber für wahlkampfauftritte wird mir natürlich eine fotogene vorzeigefamilie zusammengecasted. gibt ja genug arbeitsloses gesindel bei uns im osten, das nach etwas maskenbildnerischer aufarbeitung ganz ansehnlich ist.
BK:wo wir grad über den pöbel tratschen, stimmt es eigentlich das die menschen ihres landes sie wie einen gott verehren,und weil ja,warum?
DA:die menschen sind natürlich alle im grunde gleich, brauchen aber auch etwas von diesen kleinen dingen die das leben erst erträglich machen und, wenn ich so darüber nachdenke, ist ja genau das der grund das es in unserem schönen land halt nunmal so zugeht wie sie sagten..
BK:als grossmeister der rhetorik ist es ihnen natürlich ein leichtes, einen unbedarften Brummkreiselreporter um den kleinen finger zu verführen. ich frage mal ganz unverblümt, wollen sie mich heiraten?
DA:natürlich ist die SPD ein unbedeutendes überbleibsel aus der NS-zeit, aber als gentleman werfe ich ihr das nicht vor. mein wahlkampf bleibt sauber..naja, bis auf diesen einen neger da.
BK:sprechen wir einmal über ihren roadkill in österreich. ist es wahr, das ihnen für das umnieten dieser slowakin das große silberne ehrenzeichen am bande für verdienste um die republik österreich verliehen wurde? bzw. !
DA:wie zu erwarten war, bin ich aus diesem lustigen vorfall gestärkt hervorgegangen, aber als fairer sportsmann glaube ich, das sich auch meine gegnerin ein wenig annerkennung, schon allein für den mut sich mir in den weg zu stellen, verdient hat. wussten sie eigentlich das ich auch commander der ehrenlegion bin und jeden abend vorm zubettgehen dafür bete das morgen die sonne scheint?
BK:das ist ja fast schon faszinierend.. ähhm.. haben sie eigentlich auch hobbys? und wie finden sie überhaupt diese megan fox? geile schnitte, oder was? sie müssen entschuldigen, aber ich kann die weiteren fragen die mir ihr pressesprecher hat zukommen lassen nicht mehr lesen.
DA:das ist auch überhaupt kein problem, denn zufällig ist es meine heimliche leidenschaft mich mit mir selbst zu unterhalten. oder „mit gott sprechen“ wie die anderen das nennen.
DA:mensch, dieter, gut siehst du aus. fit und vital und mit vollem elan zurück auf der politischen bühne. wie machst du das nur?
DA:ein geheimnis meines erfolges bei wählern und willigen weibern gleichermassen ist mein überdimensionierter riesenlümmel, wie ich mein ego scherzhaft nenne. aber auch gottvertrauen und tägliches schmoren im eigenen saft geben mir ausdauer und beweglichkeit auch an kritischen tagen.
DA:toll, du bist schon son echter halodrie. wie gehts eigentlich mit dem lachmuskeltraining voran?
DA:sehr gut, ich schaff es jetzt schon fast menschliche emotionen rudimentär zu imitieren. an das symphatische lächeln des papstes komm ich natürlich noch nicht ran, aber ich arbeite hart an mir und schreie mich auch manchmal an wenn es nicht so „flutscht“.
DA:autsch!..du bist ja auch ein sehr sensibler typ, tierlieb, pflanzenemphatisch, lufttolerant und züchtest kinder in freilandhaltung. wie findest du bei all der demokratie in deinem beruf noch zeit deine frau mit dem mund zu verwöhnen?
DA:ach, für einen kleinen vortrag über die phsysikalischen gesetzmässigkeiten bei einer hangabfahrt findet sich immer zeit. zur not greife ich auf praktische veranschaulichung zurück.
DA:schon allein die vorstellung daran lässt mich wonnevoll grunzen. aber reden wir mal ein wenig über dich..
BK:entschuldigung, ich unterbreche sie ja nur ungern bei ihrem spannenden monolog, aber unsere leser sind nicht unbedingt die ausdauerndsten welchen. zuviel text können wir ihnen leider nicht zumuten, selbst wenn uns ihre public relation am herzen liegt. wir danken ihnen sehr für was auch immer und wünschen ihnen viel erfolg bei zukünftigen kills.
(*hust* in berücksichtigung der prekären finanziellen lage des netzfeuilletonherrausgebers sehen wir uns gezwungen vorsichtshalber eine gegendarstellung des vorangegangenen textes zu veröffentlichen-dieses „interview“ ist natürlich völlig fiktiv und jede ähnlichkeit mit lebenden personen ist rein zufälliger natur. die geschmacklose fotomontage zeigt zwar den thüringischen ministerpräsidenten, das ist jedoch lediglich eine folgenschwere verwechselung. darüberhinaus möchten wir sicherheitshalber feststellen: dieter althaus ist weder selbstverliebt noch grössenwahnsinnig oder ein langweiliger spiesser ohne emotionen, noch ist er soziophatisch veranlagt, bezeichnet politische gegner als „schwule kommunistennazis“, oder parteifreunde als „neger“. auch ist er selbstverständlich kein, ich wiederhole, KEIN kannibale (auch wenn er wie einer grinst) und hat nie eine slowakische skifahrerin „gekillt“ und dafür einen orden erhalten. wir möchten sie darauf hinweisen das dieser text weder die meinung des netzfeuilleton widerspiegelt noch die der BrummKreiselredaktion. die verantwortlichen schmierfinken wurden umgehend nach erscheinen dieses schundes gefoltert und anschliessend brutal entlassen. eine derart geschmacklose grenzverletzung als satire zu bezeichnen ist durch nichts zu entschuldigen, aber wir möchten etwaige JU-eiferer dennoch bitten von einer klage abzusehen. in der nächsten ausgabe werden wir dafür auch nur noch die sozis verarschen. grosses indianerehrenwort.)
abteilung der vorhersehbare witz

abteilung aufpassen, deutschland!
bundestagswahl 09 ..oder wie es Michael Schumacher nennen würde: „..das ist kein Thema, mit dem ich mich momentan befasse,“ BrummKreisel stellt ihnen die verkapptesten kaspertruppen vor, damit es nachher nicht wieder heisst: verhältniswahlrecht? -noch nie was von gehört!..und jetzt das wetter mit jörg kachelmann!

(der BrummKreisel ist verpflichtet sich über demokratische grundsätze lustig zu machen. für den inhalt ist im grunde ausschliesslich das hochdruckgebiet „irene“ verantwortlich.)
abteilung mixed sickles
thüringens steilhanghasadeur dieter althaus (von dem wir im übrigen noch nie zuvor gehört haben) kurbelt seinen wahlkampf mit der forderung nach einer abschaffung des solidaritätszuschlags an. allerdings will der fröhliche zwangsgrinser zumindest für seine kampange noch den solidaritätszuschlag für seinen tragischen skiunfall bei den wählern abgreifen.
die völlig humorlose spasspartei des unterhaltungspanzers martin sonneborn nimmt die zulassungsverweigerung zur bundestagswahl mit wenig sportsgeist auf. mit fingierten massenselbstmorden wollen parteiaktivisten nun einen blauhelmeinsatz erzwingen. ein sprecher liess verlautbaren das man sich, falls nicht umgehend alle „where`s my vote“-shirts gekauft würden, gezwungen sehe wahlleiter egeler isolationsfolklore zu unterstellen.
die deutsch-russische freundschaft ist pünktlich zum propagandamarathon der bundestagswahl auf einem erfreulichem höchststand. merkel forderte die russische regierung scherzhaft „zur aufklärung der ermordungen tschetschenischer journalistinnen“ auf, worauf medwedew feixend „die guten problemlösungen der kanzlerin während der wirtschaftskrise“ lobte.. bei soviel intimer albernheit fragt man sich, ob merkel nicht doch stärker mit dem stasistaat verwoben war als sie behauptet.
wie bestellt rollen jetzt natürlich auch die anschuldigungen der parteien gegeneinander, man hätte steuergelder verschwendet, durch die medien…z.b. durch externe gutachter. ob das so clever ist? immerhin wirft das ja die frage auf wozu wir diese pappnasen überhaupt ins amt stellen wenn dann doch andere deren arbeit machen? hier mal ein kostenloses externes gutachten von mir: euer ganzer infantiler haufen ist eine einzige steuerverschwendung! politiker sind doch leute die nicht das zeug zum sozialhilfeempfänger hatten und nun für ihr dummes geschwätz bei maischberger und co. trotzdem noch besser bezahlt werden als die artikulationszombies bei britt.
terrortoddler torben hat immer noch stubenarrest, unterschreiben sie bitte einschlägige petitionen für seine freilassung.
abteilung BK interaktiv..oder so

da ja das launige web 2.0-gesindel gern mal wie im zwingerclub zum mitmachen animiert werden will, dacht ich mir so, es wäre eine tolle idee ne völlig verstaubte spiessermethode wie ein rätsel zu nutzen um mit meinen hochverehrten lesern mal in freundlichen kontakt zu treten.also löst diesen scheiss da oben und schreibt mir gefälligst die richtigen antworten in die comments, sonst komm ich nämlich mal vorbei und räum ihre wonhnung auf.zu gewinnen gibts selbstverständlich garnix aber ihr hässlichen freaks habt ja auch nix verdient,und ähh viel spass beim knobeln.
abteilung die klischeehafte karikatur

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