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Flimmern & Sehen Kleines Fernsehen

Das Team für „Harald Schmidt“ steht

In der Pressemitteilung von heute morgen wird der erste Sendetermin am 17. September um 22.45 Uhr bestätigt. Die Sendung soll 45 Minuten laufen und ist auf 2 Staffeln angelegt. ((Was auch immer das genau heisst.))

Beworben wird die neue Sendung von Alt-Meister Schmidt mit „Late Night – das Original – scharf, politisch, satirisch und öffentlich-rechtlich. Ein Stand Up, ein Schreibtisch, eine Live Band unter der Leitung von Helmut Zerlett, ein Gast.“

Die weitere Beschreibung:

Nach einer Woche Hard-News, täglicher 24 Stunden-Befeuerung durch Nachrichtenkanäle und investigativen Talk-Shows mit und ohne Netz, ist „Harald Schmidt“ das Late Night-Korrektiv, das die Geschehnisse der Woche aus Politik, Kultur, aktuellen Ereignissen, Sport und Entertainment wieder richtig einordnet.

Das könnte man durchaus als Adaption des Daily Show-Konzeptes lesen. Mehr wird man wohl erst nach dem 17. September wissen.

Wirklich neu ist die Verkündung des Teams, und liest man sich die Namen durch, sind da einige erfahrene Satire-Hasen dabei, die jede Menge gute Unterhaltung versprprechen. Da wären:

  • Caroline Korneli  von rbb Radio Fritz, wo sie den „Caroma Club“ moderiert.

  • Jan Böhmermann von 1LIVE, wo er „Die ganz große Jan Böhmermann Radioschau“ leitet, der auch schon in der alten Harald Schmidt Show Gast sein durfte:

  • Dann wäre da Pierre M. Krause von der SWR-Show „latenight“.

  • Als weiterer Qualitätsgarant aus den Feuilletons Dr. Peter Richter,  der bei der FAZ die Videokolumne „Richterspruch“ macht.
  • Außerdem ist noch Katrin Bauerfeind mit von der Partie. Bekannt von der Internetsendung „Ehrensenf“ hat sie den Sprung ins Fernsehen schon hinter sich und hat mit „Bauerfeind“ ihr eigene Sendung bei 3sat. Auch sie war schon bei Schmidt zu Gast (Schmidt: „Die kommende Frau im deutschen Fernsehen“) und outete sich in einem Interview mit Schmidt als eingefleischter Fan.

  • Die Redaktionsleitung hat Ralf Kabelka inne, es darf aber vermutet werden, dass auch er das ein oder andere Mal vor die Kamera treten wird, schließlich hat er mit seiner Kunstfigur Dr. Brömme schon für einige Lacher gesorgt.

Enttäuscht sein dürfte RobVegas, auch er hat seine Show im Internet. Seine öffentlichkeitswirksame Bewerbung war das Aufsetzen des Twitteraccounst @BonitoTV, auf dem er in Harald Schmidts Namen twitterte.

Bild unter (CC) by Dontworry

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Gesellschaft

„Aidskranke sind Nazis!“

Sei ehrlich, wie oft hast du das Kondom schon vergessen, als es nicht ganz „save“ war?

Schlimm genug! Möchtest du dich deswegen als Massenmörder beschimpfen lassen und dich mit Adolf  Hitler nicht nur verglichen, sondern gleichgesetzt sehen? Genau das tut die neue Anti-Aids Kampagne „Aids ist ein Massennmörder„.

HIV-infizierte haben es nach der Diagnose schwer genug. Neben der Krankheit kommen die sozialen Enttäuschungen hinzu. Freunde, die man bis dahin für verlässlich hielt, gehen auf Distanz und meiden den Kontakt, in vielen Fällen wendet sich sogar die Familie ab. Soziale Isolation.

Wieviele von euch würden einem HIV-infizierten bedenkenlos die Hand schütteln?
Dabei haben wir das Zeitalter, in dem man Aussätzige vor die Tore der Stadt verbannt hat, eigentlich längst verlassen. Nun müssen sie sich mit Adolf Hitler gleichsetzen lassen. Ein Aidskranker, der Sex hat, ist Adolf Hitler, das ist die Aussage des Films.

Ich meine was kommt als nächstes? Schweinegrippeinfizierte als KZ-Wärter? Hustende Menschen in der U-Bahn als SS-Offiziere?

Das schlimme ist, dass ich ganz genau weiß, was die verantwortliche Agentur dazu sagen wird:

„Das Thema ist sehr wichtig und gerät in den Hintergrund. Wir wollten AIDS wieder ins Gespräch bringen und das ist uns gelungen, deshalb sind wir mit der Kampagne sehr zufrieden.“
An die Betroffenen denkt keiner. Wieder einmal ein Beispiel dafür, wie man etwas Gutes im Sinn haben kann und dabei noch mehr Schaden anrichtet.

UPDATE: Die Verantwortlichen haben sich zu ihrem Tun geäussert. Liegt sehr nah an meiner Vorhersage. (via Wilma in den Kommentaren)