Nach neusten Informationen der Polizei scheint das Motiv des Amokläufers in Winnenden klar: Vor der schrecklichen Tragödie verzehrte der 17-Jährige Azubi eine Schüssel Müsli. Das Aroma und der aggressive Tiger auf der Kellogs “Frosties” Packung sollen ihn zum Mörder gemacht haben. Netzfeuilleton.de hat sich den Vorwürfen angenommen und ist zu bahnbrechenden Ergebnissen gekommen.
Es waren kurze letzte Minuten in denen der 17-Jährige Tim K. über den Ausgang seines Tages entschied. Es hätte alles wie immer sein können, wenn er an diesem Vormittag nicht noch den Drang nach einer Schüssel Müsli gehabt hätte. “Ich gehe davon aus, dass diese Schüssel Müsli seine Aggressionen hervorgerufen hat”, erzählt uns Christian Pfeiffer nach der packenden Sonderausgabe von “hart aber fair” im exklusiven Interview vor der öffentlichen Toilette der Rundfunkanstalt. Der allwissende SPD-Politiker hat zwei Tage lang intensive zehn Minuten über diese Theorie nachgedacht und kam zum Schluss: Der Tiger der Kellogs “Frosties” Packung habe ihn symbolisierend zum Mörder gemacht. Ein schnelles Verbot von Cornflakes soll jetzt folgen.

Tony: Ist er Schuld an der Tragödie?
Doch die Müslilobby will von all dem nichts wissen. In einschlägigen Foren wird bereits heftig debattiert. Wie so oft scheinen die Betroffenen aber nicht zu verstehen, dass sie Mitschuld an dieser Tragödie tragen. “Wie viele Menschen essen Müsli und wie viele davon laufen Amok?”, fragt der User “kackeamdampfen12″ in einer Forendiskussion. Aber stimmt das auch wirklich so? Wir haben den Ernährungsexperten und Mordfallkomissar Ottfried Fischer befragt. “Bei Inspektionen in unseren Fällen sehe ich oft als erstes in die Küche”, erzählte uns der wachsame Detektiv. “Und häufig finden wir dort auch eine Packung Müsli.” Soll das Zufall sein? Wollen wir diese drastische Wahrheit weiterhin einfach so Teil unserer Gesellschaft sein lassen und damit schreckliche Bluttaten wie die in Winnenden riskieren? Sieht so die Verantwortung aus?
Update: Wie unsere Redaktion so eben erfahren hat, soll Tim K. an diesem Vormittag auch noch einen Kakao zu sich genommen haben. Laut der Autopsie sind Restspuren in seinem Magen gefunden worden, bevor man die Leiche den Produktionsstätten von Pedigree überließ. Nach der neusten Rekonstruktion soll Tim K. nach dem Aufstehen zuerst ins Bad gegangen sein. Man vermutet, dass es dort zum Ausscheid von flüssigen, so wie festen Exkrementen gekommen sein soll. Einige Experten vermuten zu dem, dass er seine Hände gewaschen und in einem zwölfsekündigen Prozess mit einem Stoffhandtuch getrocknet habe. Dannach soll er die Küche aufgesucht haben, wie Polizeispürhunde feststellen konnten. Dort habe er den Holzstuhl zur Stütze seines Gesäßes verwendet – man geht davon aus, dass er darin jahrelang eine perverse Unterdrückung einer anderen Instanz ausübte, die ihn teilweise auch zum Entscheider über Leben und Tod werden ließen. Doch das eigentliche Motiv folgte, als der Auszubildende 238, 28 Gramm Müsli der Marke “Frosties” von Kellogs mit 189,91 Milliliter Milch verzehrte.
Unsere Anfragen beim Cornflakeshersteller blieben unbeantwortet. Wie oft muss unsere Gesellschaft noch zu sehen, wie Unternehmen unsere Kinder zu kaltblütigen Mördern machen, bevor eingeschritten wird? Es sollte Aufgabe der Politik sein, solche Produkte aus unserem täglichen Leben zu verbannen.
— Satire —
Wir wollen mit diesem Text auf keinen Fall die Opfer des Amoklaufes oder ihre Angehörigen verhöhnen, noch die Grausamkeit der Tat herunterspielen. Viel mehr soll die aufgeregt und unreflektierte Berichterstattung der Medien und ihr zielloses herumirren auf der Suche nach Ursachen persifliert werden.
Ich sehe mich genötigt dem Text diese Erklärung anzufügen, da viele Satire per se nicht verstehen wollen und Trolle hinter jedem Baum lauern.
Einige Kommentare wurden auf Andrang der Verfasser entfernt. Auch Kommentare der Netzfeuilleton-Autoren sind davon betroffen.









März 16th, 2009 at 09:51
Die Polizei hat Motiv des Täters und Rekonstruktion der Stunden vor der Tat veröffentlicht: http://tinyurl.com/df7cqy
März 16th, 2009 at 13:13
http://tinyurl.com/df7cqy GRANDIOSER artikel von @pelld selten so gelacht.
März 16th, 2009 at 13:17
RT @commanderurin: http://tinyurl.com/df7cqy GRANDIOSER artikel von @pelld selten so gelacht.
März 16th, 2009 at 13:20
Für mich nach wie vor eine unverständliche Sache: Seit Jahren warne ich die Menschen nun vor dem Verzehr von Müsli und wollte schon oft Leute deswegen in die Psychatrie schicken.
Für mich einfach unverständlich, dass Müsli immernoch verharmlost wird, während Cheeseburger in der Gesellschaft auf pfuiteufel niedergemacht werden.
Aber kein Wunder: Die Weizenlobby ist nach wie vor viel zu stark, ich selbst engagiere mich für den Verbot gesunder Produkte, da jene den Verstand vernebeln.
März 16th, 2009 at 14:29
schrecklich schlecht und unlustig.
diese “der amokläufer hat auch brot gegessen!!” argumentation stammt normal von 16jährigen, die angepisst sind, weil ihr bescheuertes counterstrike nen schlechten ruf bekommt.
peinlich.
März 16th, 2009 at 14:30
ich freue mich schon auf den kommenden artikel über die gez “ich habe auch das gerät zum kinderkriegen, her mit dem kindergeld höhö”
weitere kalauer des pöbels fallen mir gerade nicht ein, aber ihr helft mir da sicher auf die sprünge
März 16th, 2009 at 14:31
@Chris: Wenn man 16 ist und Counterstrike spielt, kann man ja mit einer Metapher auch nie richtig liegen, was? Diese pöhse Jugend heutzutage.
März 16th, 2009 at 14:43
Es geht nicht um den Ruf von Counterstrike, es geht darum, dass mit solchen Pseudodebatten die wahren Gründe und Probleme verschleiert und übertönt werden.
Überforderung der Lehrer, zu große Klassen, Kürzungen der Schulmittel, etc…
März 16th, 2009 at 14:54
chris chris chris… du hast so gar nichts verstanden
März 16th, 2009 at 15:02
pietätlos.
März 16th, 2009 at 15:17
Pietätlos ist es den Killer aufs Spiegelcover zu heben. http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/03/15/die-verantwortung-der-presse/
März 16th, 2009 at 15:31
Pietätlos ist es nichmal eine Woche nach der Tat eine solche “Satire” zu veröffentlichen, weil man sein Hobby in Gefahr sieht. Die Tatsache, dass man sich für diese billigen Lacher noch feiern lässt ist in dem Zusammenhang ekelhaft.
Unreflektiertes, dummes und/oder übereifertes Handeln von Medien und Politikern hin oder her.
März 16th, 2009 at 15:35
@Benni: Humor ist immer eine subjektive Einschätzung. Ich glaube, dass “pietätlos” ein Wort ist, das einfach zu verwenden ist. Satire hat eine Bedeutung und soll mit überspizten Mitteln auf einige Aspekte aufmerksam machen. Doch selbst wenn es das nicht täte, wäre es einfach eine Frage der Wahrnehmung und der persönlichen Kategorisierung. Insofern: Wann ist es erlaubt über etwas Witze zu machen? Heilt Zeit etwa wirklich Wunden?
März 16th, 2009 at 15:51
Und was glaubst du bringt deine Art von “Humor” – ausser ein paar billigen Lachern auf deinem Spaßkonto und Schulterklopfern von Leuten die eh derselben Meinung sind wie du?
März 16th, 2009 at 15:52
@Benni: Was bringt es mir einen Artikel in herkömmlicher Weise zu verfassen – außer ein bisschen Lob für Phrasen und Schulterklopfern von Leuten, die eh derselben Meinung sind wie ich?
März 16th, 2009 at 16:05
@Benni bei mir ist es so, dass ich bestimmten besonders schrecklichen Ereignissen gar nicht anders begegnen kann, als mit schwarzem Humor. Die sind für mich so unfassbar, unbegreiflich und unerklärlich, dass ich nicht weiß wie ich anders damit umgehen soll, als mit Schwarzem Humor und Satire.
Bestes Beispiel der Fall Fritzl. Das war für mich so furchtbar und ich wusste nicht wie ich damit umgehen sollte. Ich konnte mir nicht erklären, wie jemand zu so etwas fähig sei kann. Ich konnte das damit gar nicht richtig verarbeiten.
Dann kam Matthias Richling im Scheibenwischer: http://www.youtube.com/watch?v=waSZ_yp25YI
Für den Auftritt, hagelte es viel Kritik. Mir hat er geholfen. Ich war ihm richtig dankbar dafür, den Auftritt gemacht zu haben, weil es mir half, das zu verarbeiten.
(Schwarzer) Humor ist eine Art mit so schrecklichen Dingen umzugehen und sie zu verarbeiten. Sich nicht jedermanns, aber deswegen habe ich dem Artikel auch extra noch ein Disclosure angefügt, in dem ich unsere Absichten erklären.
März 16th, 2009 at 16:07
Ich persönlich hätte es eher als Kritik darauf genommen, dass plötzlich jede scheiß person Experte ist, und es für jede Theorie eine Sondersendung gibt.
März 16th, 2009 at 16:09
wir brauchen diesen eulenspiegel humor – und zwar sowas von!
wir rennen gerade in die offenen arme der zensur, um kurz vorher in den abgrund der oberflächlichkeit hinab zu stürzen. ich will frei sein und entscheiden können, was ich konsumiere – mit allen konsequenzen!
März 16th, 2009 at 16:20
Ich wusste, dass die Diskussion kommen würde. Aber sie ist nicht so kontraproduktiv, wie ich dachte. http://tinyurl.com/df7cqy #Satire&Amok
März 16th, 2009 at 17:01
Was hat es mit dem Auseinandersetzen von “besonders schrecklichen Ereignissen” zu tun, wenn man das Thema auf eine völlig absurde Ebene hievt und es unter dem Deckmantel der “Satire” ins Lächerliche zieht?
Was mich an dieser Diskussion stört, ist dass sie von Leuten schon geführt wurde, bevor sie überhaupt begonnen hat. “Ich warte schon drauf wann wohl wieder die Killerspiele als Sündenbock herhalten müssen” wurde letzte Woche dutzendfach getwittert, noch vor der vielzitierten “Hart aber Fair” Sendung. Es geht doch nicht um die Opfer, die Tat oder die Auseinandersetzung mit derselben. Sondern nur um die Frage, ob das eigene Hobby vielleicht damit zu tun haben könnte. Und meiner Meinung nach ist das genauso absurd und unreflektiert wie das, was div. Politiker zu dem Thema zu sagen haben.
März 16th, 2009 at 17:04
So jetzt haben wir aber 2 verschiedene Debatten.
1. Darf man so ein Thema satirisch betrachten. Darauf wusste schon Kurt Tucholsky eine Anwort: Satire darf alles.
2. Sind Killerspiele schuld. Auch dazu ein ziemlich klares Nein, wenn man sich mal die Studien etc. anschaut.
März 16th, 2009 at 17:12
Endlich hat jemand die Ursache für den Amoklauf recherchiert: http://tinyurl.com/df7cqy
März 16th, 2009 at 17:19
@Benni:
1. “Killerspiele” sind oft Teil der Argumentation. Sie wurden auch dieses Mal herangezogen. Der einzige halbwegs ernst zu nehmende Artikel dazu, stammt aus der Zeit: http://www.zeit.de/online/2009/12/killerspiele-verbot-winnenden-waffen?page=1
2. Ich habe dieses Thema hier bereits einmal mit ähnlicher Aussage nur in ernsteren Worten behandelt: http://netzfeuilleton.de/2009/03/ein-deja-vu/
3. Die Diskussion wurde bereits geführt, weil sie abzusehen war. Davon abgesehen, spreche ich nicht nur die Problematik an “Killerspielen” an, sondern die Pseudoexperten, die vorartigen Theorien, die unglaublich vielen Details, die weder relevant noch immer stimmig sind.
März 16th, 2009 at 17:22
Nein, da hast du mich falsch verstanden. Worum es mir geht:
1. Wo findet eine Auseinandersetzung mit der Tat statt?
2. Wieso sind manche Leute so erpicht darauf, sich auf eine Ebene mit unreflektierten, dummen Menschen zu stellen?
Ich kann mit Beiträge wie diesem:
http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:Winnenden-Wenn-Amok/657758.html viel mehr anfangen als mit der Tischtennis-Rumblödelei bei Nerdcore (http://www.nerdcore.de/wp/2009/03/12/killerspiele-2/).
März 16th, 2009 at 17:30
1. Die findet in diesem Artikel nur marginal statt. In meinem anderen hingegen deutlich.
2. Wieso denken wir denn, wenn wir ohnehin unreflektiert und dumm in den Augen anderer sind?
3. Du vergleichst Stern mit einem Blog. Stern muss auf dieser Ebene berichten, der Blogger sucht sich das aus.
März 16th, 2009 at 19:12
was denn jetzt, ich bin völlig verwirrt, kellogs oder killerspiele? ich hoffe, die nächste ausgabe von bild wir da klarheit schaffen können.
März 16th, 2009 at 22:27
geschmacklos!
März 17th, 2009 at 00:18
na ja..so doll lustig is das ja nu nich…
die kritik an dem,mittlerweile zum glück wieder abebbenden,medialen rumgestocher in der offenen wunde…dem ausweiden von allem was auch nur irgentwie etwas mit dem täter zu tun haben könnte kommt schon rüber..aber es wirkt einfach etwas unbeholfen und billig…ausserdem sind die spiele nunmal ein teil des problems..ich halte die behauptung das gewaltmedien solche täter im ausbau ihre rachphantasien zumindest unterstützen für schlüssig und nachvollziehbar..und das tun cornflakes nunmal nicht..und auch eine generelle gefahr der abstumpfung durch die ja mittlerweile in extremem realismus daherkommenden killerspiele sollte zumindest teil einer ernsthaften ausseinandersetzung auch mit solchen schwerwiegenden taten sein..
aber cornflakes auf den index?..ach bitte,da hätte es sicher auch bessere ansätze gegeben…satire darf alles..ja..aber satire muss mich erstmal zum lachen bringen bevor es mir im hals stecken bleiben kann..
nix für ungu
März 17th, 2009 at 00:34
ach und..
wo sheephunter meinte das die wahren ursachen verschleiert würden..
die hauptursache dürfte meiner meinung nach in psychichen problemen des täters zu finden sein…selektive wahrnehmungsstörungen,narzissmus..e.t.c.
das diese sich nicht unbedingt gut mit gewissen gesamtgesellschaftlichen problemen und unzulänglickeiten und damit einhergehenden misserfolg bei sozialisation und profilierung verstehen dürfte einleuchten..
aber die hauptursache der sich ohne frage stetig verschlechternden zustände unsres bildungssystems zuzuschanzen halte ich für falsch.
März 17th, 2009 at 07:18
@ulysses: Irgendwie habe ich beim Lesen viel mehr im Kopf als “Killerspiele”. Ich sehe da eher die Pseudodiskussionen, die unbeholfenen Experten symbolisiert durch Ottfried Fischer, die vielen Details seines Lebens, geschildert durch die Rekonstruktion seines Morgens. Die “Killerspiele” sind sicher Teil der Kritik. Aber mehr als das. Etwas als “billig” einzustufen, ist immer eine Frage der Definition.
März 17th, 2009 at 08:33
Erstmal ging es dem Autor mit Sicherheit auch u die Experten die jetzt wieder überall aus ihren Löchern kriechen und oft jede seriöse wissenschaftliche Grundlage entbehren.
@Ulysses: Natürlich ist die geistige Umnachtung des Täters der Hauptgrund, denn sonst müsste ja schließlich jeder der Killerspieler und jedes Mitglied unserer Gesellschaft zur Waffe greifen. Die Frage ist doch, wer muss das wahrnehmen?!
Die Eltern klar, aber was wenn die versagen?! Dann sind die einzigen die Nah genug dran wären die Lehrer. Die können sich in einer Klasse mit 40 Schülern aber nicht um jedes Wehwechen kümmern. Deshalb sehe ich ein großes Problem in unserem mangelnden Bildungssystem.
Auf jeden Fall wäre damit mehr zu erreichen als mit einem pauschalen Verbot von gewalthaltigen Videospielen.
März 17th, 2009 at 20:31
Haha, selten so gelacht
März 17th, 2009 at 22:30
@presseschauer Wo haben die Pfeiffer ausgegraben, frage ich? Artikel zur absurden Grundlage dieser Diskussion: http://tinyurl.com/df7cqy
März 18th, 2009 at 12:12
unlustige satire
März 22nd, 2009 at 14:53
das einziog pietätlose ist das einer solchen lächerlichkeit von 14 toten mehr aufmerksamkeit geschenkt wir als tausenden von kindern und anderen menschen sowie tieren die tagtäglich abgeschlachtet werden und was die satire angeht finde ich es abolut angebracht diese medien kritisier geschichte durch solche banalen dinge durch den kakao zu ziehen..wo kommen wir denn dahin wenn wir uns den scheiß der im moment verzapft wir einfach so hinnehmen.
März 25th, 2009 at 11:15
Wie witzig.
Schade, dass die Angehörigen deine lustige Satire nicht gelesen haben, bevor sie ihren offenen Brief verfasst haben. Sicherlich hätten sie sonst das Cornflakes-Verbot mit in ihren Forderungskatalog aufgenommen. Dass du die Opfer nicht verhöhnen wolltest ist völlig unerheblich. Erheblich ist, dass du es getan hast. Dein Beitrag ist nichtmal gut recherchiert. Pfeiffer war SPD-Justizminister, nicht CDU-Politiker.
März 27th, 2009 at 16:58
Dieser Brechstangenhumor liegt mir nicht. Außerdem habe ich ein Gewissen. Gott oder wer auch immer möge verhüten, dass jemand von den betroffenen Familien deinen Beitrag liest.
März 27th, 2009 at 18:20
Lies dir einfach den anderen Artikel von p. zu dem Thema durch. Aber mit Gott zu argumentieren, ist immer hinreissend. Brechstangenhumor ist was anderes. Die Witze waren im Grunde ziemlich intelligent.
März 30th, 2009 at 10:55
Fragt einfach die angehörigen der opfer, was diese von dieser Art von Humor halten. Diese “Satire” erklärt beide offene Briefe der Opferfamilien für blöd und stempelt die Verfasser zu Deppen. Am besten gefällt mir, dass die Killerspieler den Waffen die Schuld geben und die Sportschützen den Killerspielen. Schuld ist immer der andere. Auch die Schulen können nichts dafür. Am besten, wir laden alles auf den Eltern ab, dann können alle anderen ein gutes Gewissen haben und schlaue Artikel schreiben. Dass Amokläufe von killerspielenden Sportschützen an Schulen begangen werden, ist sicher nur Zufall.
März 30th, 2009 at 13:38
Satire in Anführungszeichen, wuah. Ich glaube, du verstehst den Punkt nicht. Es geht eben genau darum, sich gegenseitig die Schuld zuzuschieben. Dass die Politik “Killerspiele” verantwortlich macht, das andere “Sportschützen” verantwortlich machen. Zwischen “Sportgeräten” und “Strategiespielen wie Schach nur am Computer” hängt irgendwo die Wahrheit und die finden wir nicht auf diese Weise. Deswegen ist der Text übersäht von trivialen Informationen, dämlichen Behauptungen und der Nennung verschiedener Leute, die sich als Experten (Pfeiffer) berufen, aber auch nur normale Personen (Fischer) sind. Aber ich denke, ich brauche das alles nicht zu erklären. Ich verstehe dein Problem. Nur willst du eine Feindschaft dort finden, wo keine ist.
März 30th, 2009 at 14:35
Du bist aber empfindlich. Denk dir einfach die Anführungszeichen weg. Ich suche auch keine Feindschaft. Ich finde es nur extrem rücksichtslos einen Text so zu schreiben, dass er die Angehörigen vor dem Hintergrund der beiden offenen Briefe verletzen muss, falls sie ihn lesen. Satire darf alles, hat Tucholsky geschrieben, aber er hat im selben Artikel geschrieben, dass Satire nach unten und oben Grenzen hat: Über die Nazis und Buddha könne man keine Satire schreiben. Hier ist es ähnlich.
Pfeiffer ist übrigens tatsächlich ein Experte, falls das Wort einen Sinn macht. Er ist Kriminologe und leitet seit vielen Jahren wissenschaftliche Studien über die Folgen von Videospielkonsum bei Kindern und Jugendlichen (nicht nur Killerspiele). Deren Ergebnisse werden natürlich gerne von Menschen, dennen diese Ergebnisse nicht passen, pauschal für schwachsinnig erklärt. Nebenbei: Armeen dieser Welt nutzen Killerspiele, um die hinderliche Tötungshemmung bei ihren Soldaten zu senken.
März 30th, 2009 at 18:16
@egal: Die Ergebnisse mögen stimmen. An Pfeiffer kritisiert man viel lieber, dass er in Talkrunden von jenen Spielen redet, aber beweist, dass er nicht im Ansatz versteht, was er da sagt. Das macht ihn als “Experten” etwas fragewürdig.
März 30th, 2009 at 18:17
Noch was: Dass Armeen Ego Shooter zum Abbau der Hemmung vor dem Töten verwenden, ist eine falsche Annahme. Mit solchen Spielen wird eher die strategische Wahrnehmung geschult. Aber jemand wie Pfeiffer legt sich das eben so zurecht wie er möchte.
März 31st, 2009 at 10:26
Dass Armeen Ego Shooter zum Abbau der Hemmung vor dem Töten verwenden, und zwar mit dem gewünschten Ergebnis, ist eine nachgewiesene Tatsache. Es wird sogar Armeen geben, die das offiziell bestätigen, z.B. die US Army. Pfeiffer darf selbstverständlich wie jeder andere Experte auch kritisiert werden.
April 1st, 2009 at 07:07
Du vergleichst also die Abstumpfung einer riesengroßen Organisation, die scheinbar großen Elan hat, diese Werte zu erreichen, mit dem Spielspaß eines Menschen, der das nicht mit diesem Ziel verfolgt? Davon abgesehen sind Ergebnisse ein schöner Wert. Ich bezweifle, dass es ein Vergleich der gespielten Stunden, der Intensität, etc. auf die selben Konditionen zurückführen wird.
April 1st, 2009 at 09:08
Immer dann, wenn einem die Ergebnisse nicht passen, stellt man die Methodik einer Untersuchung in Frage. Das ist immer so.
Im übrigen vergleiche ich nirgends Motivationslagen, warum einer Killerspiele spielt, darum geht es mir nicht. Warum unterstellst du mir so einen Vergleich? Sondern ich beschreibe die Wirkung dieser Spiele. Suchst du Feinde, wo keine sind?
Im übrigen beende ich jetzt diese Auseinandersetzung, da ich keinen Bock auf einen Wettlauf ums Recht behalten habe. Schreib einfach weiter Satiren nach Lust und Laune und überlege vorher nicht, ob sie jemanden verletzen könnten.
Zum Schluss noch meine ganz persönliche subjektive Meinung: Spaß beim virtuellen Erschießen von Menschen oder menschenähnlichen Wesen zu empfinden ist krank und kann krank machen.
April 1st, 2009 at 09:46
“Krank” ist alles, was man nicht versteht.
Hachja, danke dir auch.
April 8th, 2009 at 14:55
an alle Gamer:
Würde euch ernsthaft was fehlen, wenn ihr niemanden mehr virtuell umbringen könntet? Warum spielt ihr nicht einfach weniger blutrünstige Spiele?
Was würdet ihr von einem Spiel halten, dessen Ziel es ist, möglichst viele Frauen virtuell zu vergewaltigen? Warum hättet ihr dabei ein komisches Gefühl und warum habt ihr es beim Töten nicht?
April 14th, 2009 at 09:13
Ist der Typ noch zu retten? Regt sich über Tierquälerei auf und fragt sich feinsinig “Warum wir Frauen auf dem Bildschirm nicht vergewaltigen”. Mann, bist du kaputt. hast du überhaupt noch echte, oder bloß noch cyber-Emotionen? Wird man durch Mörderspiele so abgestumpft oder spielt man die, weil man abgestumpft ist? Das ist menschen- und frauenverachtend. Genau wie diese geschmacklose und verletzende Satire übrigens. Ich frage mich allmählich, warum wir solchen Männern nicht einfach die Schwänze abschneiden. Nur virtuell selbstredend. Da kann frau zur realen Kampf-Emanze werden.
April 16th, 2009 at 13:42
uuuh, fällt auf einen Troll rein. Publiziere deine Satire doch auf krautchan, da passt diese Art von Humor hin.